Die Geduld verloren
Bei der jüngsten Stimmungserhebung der Börse Frankfurt hat es einen deutlichen Stimmungswechsel gegeben. Vom Optimismus der vergangenen beiden Wochen und der Hoffnung auf neue historische Höchstkurse ist nichts übrig geblieben. Stattdessen macht sich offenbar die Angst vor einem ungewissen Ausgang des griechischen Schuldendramas breit – ich weiß allerdings nicht, zum wievielten Male das geschieht.
Eine noch stärkere Verschiebung vom Positiven zum Negativen hat es übrigens zuletzt Anfang März dieses Jahres gegeben – damals hatten sich die Akteure ebenfalls auf fallende Kurse eingerichtet. In der Folge war das Börsenbarometer allerdings deutlich (auf Erhebungsbasis) und für viele Akteure schmerzhaft innerhalb von sechs Wochen um fast 1000 DAX Zähler gestiegen!
Ich glaube jedoch, dass die Angst vor einem unguten Ausgang der griechischen Krise nur zweitrangig ist. Vielmehr dürfte ein anderer Grund die von der Börse Frankfurt allwöchentlich befragten Investoren dazu bewegt haben, ihre Aktien zu verkaufen. So hatte ich mich offen gesagt in der vergangenen Woche bereits darüber gewundert, dass sich nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Anleger zur Mitnahme der bis dahin schnell aufgelaufenen Gewinne entschieden hatte. Jetzt sind viele Anleger diesem Impuls gefolgt. Eine genaue Analyse der jüngsten Stimmungserhebung habe ich wie immer für die Börse Frankfurt HIER erstellt.
Clemens
Ich denke schon, dass viele Anleger den Grexit im Hinterkopf haben. Sollten die Griechen tatsächlich aus dem Euroraum aussteigen hängen viele, viele Investoren in der Luft.