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	<title>US-Arbeitsmarktbericht Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Zum Glück nicht gut genug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 08:12:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war der US-Arbeitsmarktbericht, den insbesondere die Aktienmarktteilnehmer willkommen hießen. Denn die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) stieg im Juni um 850 Tsd. Das ist zwar mehr, als die Ökonomen im Mittel (ca. 700 Tsd. Stellen) erwartet hatten, fällt aber dennoch nicht exorbitant aus dem Rahmen. Obgleich sich die Lage [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es war der US-Arbeitsmarktbericht, den insbesondere die Aktienmarktteilnehmer willkommen hießen. Denn die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) stieg im Juni um 850 Tsd. Das ist zwar mehr, als die Ökonomen im Mittel (ca. 700 Tsd. Stellen) erwartet hatten, fällt aber dennoch nicht exorbitant aus dem Rahmen. Obgleich sich die Lage am Arbeitsmarkt anhaltend verbessert, fehlen jedoch immer noch 6,8 Millionen Jobs, um den Beschäftigungsstand vom Februar 2020 wieder zu erreichen</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erschreckend viele Langzeitarbeitslose</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wenn man sich den Juni-Arbeitsmarktbericht genauer angeguckt, wird deutlich, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Juni um mehr als 230.000 gestiegen ist, wodurch der Rückgang vom Mai um mehr als die Hälfte wieder ausgeglichen wurde. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl aller Arbeitslosen liegt bei 42 Prozent. Übrigens: Die Zahl der dauerhaft Arbeitslosen bewegt sich in der Nähe von 3,2 Millionen und ist damit 1,9 Millionen höher als im Februar 2020. Unterdessen enttäuschte die Arbeitslosenquote mit 5,9 Prozent (Median-Schätzung: 5,6 Prozent).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Umdenken bei der Fed wenig wahrscheinlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich quittierten die Akteure an den Finanzmärkten ein Szenario, bei dem die Fed auf die jüngste Daten zur Beschäftigung an sich vielleicht positiv reagieren, gleichzeitig aber den Arbeitsmarkt noch lange nicht als von der Pandemie gesundet betrachten würde. Einige Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) dürften genau auf dieses Problem verweisen, um möglicherweise das Inflationsthema und damit die Diskussion über eine mögliche Straffung der Geldpolitik, das sogenannte Tapering, in den Hintergrund schieben zu können. Kurzum: Der Arbeitsmarktbericht war gut, aber nicht gut genug, als dass man sich über ein Umdenken bei der Fed Gedanken machen müsste.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der US-Aktienindex S&amp;P 500 zog folglich weiter an und markierte auf Tagesbasis das siebte Allzeithoch in Folge. Weniger spektakulär, aber dennoch beachtlich reagierte der Euro gegenüber dem US-Dollar und markierte in der vergangenen Woche immerhin fünf niedrigere Tagestiefs hintereinander. Indes: Am Freitag blieb zum ersten Mal in der vergangenen Woche ein kleiner Tagesgewinn übrig. Dennoch hat der kurzfristige Abwärtstrend des Euro Bestand, müsste aber nach wie vor das wichtige Niveau um <strong>1,1765</strong> unterlaufen, um dem Trend mehr Dynamik zu verleihen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wegen des auf den 5. Juli verlegten US-Feiertages (Independence Day) erscheint mein nächster Kommentar erst am Mittwoch, den 7. Juli</strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
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		<title>Ein déjà-vu Erlebnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 09:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt(e)]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter normalen Umständen würde man einen Zuwachs von 559 Tsd. Stellen innerhalb eines Monats (Nonfarm Payrolls, Landwirtschaft nicht miteingerechnet) als einen außergewöhnlich guten Wert bezeichnen. Aber bevor dieser erfreuliche Stellenzuwachs im Rahmen des Mai-Arbeitsmarktberichts am Freitag veröffentlicht wurde, lagen die Erwartungen bereits ganz woanders (vgl. meinen Kommentar HIER), so dass die 559 Tsd. neu geschaffenen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unter normalen Umständen würde man einen Zuwachs von 559 Tsd. Stellen innerhalb eines Monats (Nonfarm Payrolls, Landwirtschaft nicht miteingerechnet) als einen außergewöhnlich guten Wert bezeichnen. Aber bevor dieser erfreuliche Stellenzuwachs im Rahmen des Mai-Arbeitsmarktberichts am Freitag veröffentlicht wurde, lagen die Erwartungen bereits ganz woanders (vgl. meinen Kommentar <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/06/04/die-1-million-jobs-frage/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>), so dass die 559 Tsd. neu geschaffenen Stellen in einem anderen, weniger hellen Licht erschienen. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13532" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/07062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/07062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/07062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wichtige Referenzpunkte</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der eine Bezugspunkt resultierte von den Arbeitsmarkdaten, die die private Arbeitsmarktagentur ADP am Donnerstag zuvor publiziert hatte: ADP ging von einem Plus in Höhe von 978 Tsd. aus, also von rund 1 Million neu geschaffener Stellen. Ein Anker, der nicht nur für Händler leicht zu merken war. Dann gab es für die Nonfarm-Payrolls-Zahlen vom Freitag noch eine zweite Prognose in Gestalt der Median-Erwartung der Ökonomen, die leicht oberhalb von 600 Tsd. neu geschaffenen Stellen lag. So gesehen bedeutete dann die tatsächliche Zahl von 559 Tsd. in der Wahrnehmung der meisten Akteure eben doch eine leichte Enttäuschung.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest reagierten die Finanzmärkte – trotz der überraschend deutlich gestiegenen durchschnittlichen Stundenlöhne (2 Prozent gegenüber Vorjahr) –, wie man es bereits vom Arbeitsmarktbericht des Monats April gewohnt war: Die Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit fiel per Saldo am letzten Tag der Woche um 7 Basispunkte. Denn eines schien klar: Die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) würden keinen Grund haben, ihre geldpolitische Linie und mögliche Diskussionen darüber vorzuziehen. Ein déjà-vu-Erlebnis sozusagen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bewusst geduldig bleiben</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, kann man die Chefin der regionalen Fed von Cleveland, Loretta Mester zitieren, die in einem Interview sagte, der Arbeitsmarktbericht sei zwar sehr gut gewesen, aber sie wolle noch weitere Fortschritte sehen. Um es deutlich zu machen: „We want to be deliberately patient“ – wir [Anmerkung: Das FOMC] wollen bewusst geduldig sein, so die Haltung Mesters. Zur Erinnerung: Mester ist derzeit im FOMC nicht stimmberechtigt und wird tendenziell eher zu den Falken im Komitee gerechnet. Allerdings: Weitere Stimmen aus dem FOMC werden nun aufgrund der Schweigeperiode im Vorfeld der Notenbanksitzung vom 15./16. Juni nicht mehr zu hören sein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>In die Flasche zurück</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen mögen sich zumindest die bullishen Akteure an den Aktienmärkten einmal mehr bestätigt gefühlt haben. Nicht wenige dürften sich abermals eine Art Goldilocks Szenario zusammengezimmert haben: Ein Arbeitsmarktbericht, der immer noch gut genug, aber nicht so positiv ausfiel, um eine Überhitzung der US-Ökonomie befürchten zu müssen. Für die US-Notenbank also kein Grund, über eine Änderung ihrer abwartenden Strategie nachzudenken. Kurzum: Das Tapering-Gespenst wurde wieder in die Flasche zurückgedrängt, aus der es am Donnerstag noch zu entfliehen versuchte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der <em>relativ</em> enttäuschende Arbeitsmarktbericht vom Mai und auch die kaum revidierten und ebenfalls als enttäuschend wahrgenommenen Nonfarm Payrolls-Zahlen vom April sowie die daraus resultierenden fallenden US-Anleiherenditen haben konsequenterweise auch wieder den Greenback unter Druck gesetzt. Im Gegenzug konnte der Euro einen Teil der am Vortag erlittenen Verluste wettmachen, bleibt allerdings in einem fragilen Umfeld, solange im Rahmen des übergeordneten kurzfristigen Aufwärtstrends <strong>1,2205</strong> nicht überwunden werden kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Manchmal sind schlechte Zahlen gute Zahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 May 2021 08:46:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anchoring]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für eine Enttäuschung! Die Rede ist vom jüngsten US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag publiziert wurde und für den Monat April nur einen Stellenzuwachs im Nichtagrarbereich von 266 Tsd. Jobs auswies. Dabei hatte doch „der Markt“ viel, viel mehr erwartet. Ich möchte gar nicht darauf herumreiten, dass die Median-Schätzung der Ökonomen von knapp 1 Million neu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was für eine Enttäuschung! Die Rede ist vom jüngsten US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag publiziert wurde und für den Monat April nur einen Stellenzuwachs im Nichtagrarbereich von 266 Tsd. Jobs auswies. Dabei hatte doch „der Markt“ viel, viel mehr erwartet. Ich möchte gar nicht darauf herumreiten, dass die Median-Schätzung der Ökonomen von knapp 1 Million neu geschaffener Stellen bei weitem verfehlt wurde. Nein, das Prognoseband, gebildet von 77 Ökonomen, erstreckte sich dem Vernehmen nach von einem Plus von 700 Tsd. bis zu 2,1 Mio. Man könnte auch sagen, dass der Anker dieses Bandes so hoch und weit gesetzt wurde, dass die Chancen für eine positive Überraschung – was immer „positiv“ heißen mag – fast gleich null waren. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13431" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/10052021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/10052021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/10052021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine alte Hochrechnung im Kopf</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber ein Stellenzuwachs von 1 Million (oder ein bisschen weniger) geisterte nun einmal bei vielen Akteuren im Kopf herum. Und diese Erwartung rührte von der außergewöhnlich hohen März-Zahl bei den Nonfarm Payrolls her, die ursprünglich mit 916 Tsd. verkündet wurde und nun zu allem Überfluss auch noch auf 777 Tsd. revidiert werden musste. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie vor einem Monat (vgl. meinen Kommentar <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/04/07/mit-eindrucksvoller-geschwindigkeit-erholt/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>) viele Akteure angesichts dieser Wahnsinns-Zahl von zunächst 916 Tsd. neu geschaffenen Stellen hochzurechnen begannen: Noch neunmal so viele für den Rest des Jahres und die während der Corona-Pandemie verloren gegangenen Stellen wären praktisch alle wieder vorhanden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie blödsinnig derartige Hochrechnungen sind, haben wir nun am Freitag gesehen. Interessanterweise kommt jetzt kaum jemand auf die Idee, im Kopf zu überschlagen, wie oft man den Stellenzuwachs vom April, eben besagte 266 Tsd. Jobs, multiplizieren müsse, bis die restlichen rund 8,1 Millionen abgebauten Stellen aufgeholt sein würden<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hauptsache keine Tapering-Diskussionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Viel interessanter ist jedoch, was die Finanzmärkte aus diesem sehr enttäuschenden Arbeitsmarktbericht gemacht haben. Das Bild drängte sich der eigenen Phantasie förmlich auf, wie sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) gegenseitig abklatschten! Nach dem Motto, dass es (wie vom FOMC immer wieder kommuniziert) noch lange dauern werde, bis die US-Ökonomie sich tatsächlich überhitzen würde. Und Tapering-Diskussionen? Die braucht es erst mal nicht, so die Denke vieler Akteure. Und so wurde vor allen Dingen an den US-Aktienmärkten aus schlechten Zahlen ein weiterer Impuls für neue Allzeithochs beim S&amp;P 500 und beim Dow-Jones-Index gemacht.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Volatile Staatsanleihen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Angelegenheit dann doch nicht so einseitig und deutlich zu bewerten ist, zeigt die Reaktion bei den US-Staatsanleihen, wo die Rendite der „Zehnjährigen“ zunächst um knapp 10 Basispunkte absackte, um sich umgehend wieder zu erholen. Als ob uns die Händler sagen wollten, dass es jenseits der ohnehin recht volatilen Nonfarm Payrolls-Zahlen auch noch andere ökonomische Indikatoren gibt, die zuletzt ausgesprochen gut performt haben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eindeutig war indes die Reaktion des Greenback, der gegenüber dem Euro erheblich Federn lassen musste. Letzterer hat nunmehr seinen kurzfristigen Aufwärtstrend nach Überschreiten von 1,2090 wieder verstärkt; dessen Momentum bleibt oberhalb von <strong>1,2050/55</strong> erhalten und weist unter dieser Prämisse Potenzial bis auf zunächst <strong>1,2270</strong> auf.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Wir müssten unter dieser Prämisse nun rechnerisch rd. zweieinhalb Jahre warten</span></p>
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			</item>
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		<title>Ungetrübter Anleihetrend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 10:45:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[US-Anleiherenditen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Abverkauf der US-Staatsanleihen hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt und dafür gesorgt, dass etwa die Rendite der Papiere mit zehnjähriger Fälligkeit mit 1,625 Prozent erwartungsgemäß schnell ein neues Jahreshoch markierten. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 0,7 Prozenpunkten seit Jahresbeginn, und selbst inflationsbereinigt bleibt ein Plus von rund 42 Basispunkten für diesen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungetruebter-anleihetrend/">Ungetrübter Anleihetrend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Abverkauf der US-Staatsanleihen hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt und dafür gesorgt, dass etwa die Rendite der Papiere mit zehnjähriger Fälligkeit mit 1,625 Prozent erwartungsgemäß schnell ein neues Jahreshoch markierten. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 0,7 Prozenpunkten seit Jahresbeginn, und selbst inflationsbereinigt bleibt ein Plus von rund 42 Basispunkten für diesen Zeitraum übrig. Und das Allerbeste daran: Selbst die US-Notenbank scheint kein Problem damit zu haben, dass sich die Renditen mit einer doch veritablen Geschwindigkeit erhöhen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verordnetes Schweigen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nicht nur Fed-Chef Jerome Powell, sondern auch viele seiner Kolleg*innen im Offenmarktausschuss (FOMC) haben den Akteuren vermittelt, dass dieser Renditeanstieg in erster Linie doch ein Spiegel der verbesserten ökonomischen Erwartungen sei. Und im besten Fall konnte man es als Bedenken bei einigen Fed-Entscheidern (aber längst nicht bei allen) werten, dass sie ankündigten, ein Auge auf etwaige unangemessene Entwicklungen am Anleihemarkt zu haben. Nun werden wir bis zum Ende der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) am 17. März wegen der Schweigephase (blackout period) nichts mehr von Fed-Offiziellen zu hören bekommen, was einem weiteren Anstieg der Renditen im Wege stehen könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte halbwegs davongekommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin scheinen in der vergangenen Woche die Teilnehmer an den Aktienmärkten mancherorts Sorgenfalten auf der Stirn bekommen zu haben, als sie einem weiteren Anstieg der Anleiherenditen zusehen mussten, die im Zehnjahresbereich am vergangenen Freitag fast ein Plus von einem Viertelprozent innerhalb einer Woche zeitigten. Dass es bei den damit zusammenhängenden Kursverlusten beim S&amp;P 500 nicht geblieben ist, dürfte dem Arbeitsmarktbericht zu verdanken sein, der am vergangenen Freitag publiziert wurde: Am Ende stand ein winziges Wochenminus, und selbst die besonders unter die Räder gekommene Nasdaq konnte rund die Hälfte ihres zwischenzeitlichen Verlusts von rund 6,9 Prozent wieder wettmachen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Arbeitsmarkt beflügelt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So ergab sich bei den neu geschaffenen Stellen im Nichtagrarbereich ein Zuwachs von 379 Tsd. im Februar, das ist etwa doppelt so viel, wie die Ökonomen im Mittel erwartet hatten. Dies allein war schon für viele Kommentatoren ein Grund zum Feiern, ganz zu schweigen von der respektablen Aufwärtsrevision der Januar-Zahl von ursprünglich mageren 49 Tsd. auf 166 Tsd. neu geschaffene Stellen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei all diesen Beobachtungen spielt die Wahl des Referenzpunktes eine nicht unerhebliche Rolle. Soll man tatsächlich die Mittelwerte bei der Schätzung nehmen? Oder doch besser die Bandbreite aller Prognosen? Die lag für Februar immerhin zwischen -50 Tsd. und +500 Tsd. Stellen. Aber auch so gesehen sieht das publizierte Datum jedenfalls sehr ordentlich aus. Aber wie immer gibt es natürlich auch ein Aber. Denn ein Kommentator berechnete, dass es selbst bei einer linearen Fortschreibung der neu geschaffenen Stellen vom Februar bis zum April 2023 dauern würde, um wieder auf das Niveau vom Februar 2020, also vor Corona, zu gelangen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erhöhte Prognosen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende sollte es jedenfalls nicht verwundern, dass manche Analysten ihre Prognosen für die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen nach oben korrigiert haben. Ob da ein Wert von beispielsweise 2 Prozent bis zum Jahresende angesichts der vorgelegten Trendgeschwindigkeit nicht schon ein bisschen zu konservativ aussieht?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Rendite besagter Papiere am Freitag nicht am Tageshoch, sondern 7 Basispunkte niedriger schloss, zeigt indes, dass die Nachfrage an diesen Anleihen auf jenem Niveau zu steigen scheint. Insbesondere, wenn man den Verlauf des Dollar betrachtet. Dieser legte nämlich allein gegenüber dem Euro den größten Wochengewinn seit Ende Oktober 2020 hin und drückte die Gemeinschaftswährung kurzzeitig marginal unter das untere Ende unserer angedeuteten Seitwärtsentwicklung zwischen nunmehr <strong>1,1895/90</strong> (modifiziert) und 1,2250. Dabei bleibt der Euro gegenüber dem Greenback weiterhin unter Druck – zumindest, solange nun <strong>1,2020/25</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Ungebremste Risikofreude</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Feb 2021 10:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Reflations-Trade]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitunter kommt es vor, dass die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt in der Version der privaten Arbeitsmarktagentur ADP vom Mittwoch oder auch in Gestalt anderer Indikatoren nicht der im Arbeitsmarktbericht des BLS (Bureau of Labor Statistics) entspricht. Auch am vergangenen Freitag zeigte sich dieses Phänomen, indem sich der anfängliche Optimismus nicht bestätigte. Um es kurz zu machen: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mitunter kommt es vor, dass die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt in der Version der privaten Arbeitsmarktagentur ADP vom Mittwoch oder auch in Gestalt anderer Indikatoren nicht der im Arbeitsmarktbericht des BLS (Bureau of Labor Statistics) entspricht. Auch am vergangenen Freitag zeigte sich dieses Phänomen, indem sich der anfängliche Optimismus nicht bestätigte. Um es kurz zu machen: Die Zahlen des Monats Januar waren eine einzige Enttäuschung.<img decoding="async" class="alignright wp-image-13061" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/08022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/08022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/08022021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Schlechte Zahlen = noch mehr Stimulus?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag mit einem Plus von lediglich 49 Tsd. nicht nur unter der letzten Median-Schätzung der Ökonomen (+105 Tsd.). Auch die Revisionen der beiden Vormonate waren mit negativen Vorzeichen versehen. Ganz zu schweigen davon, dass der Prozentsatz derjenigen, die nun 27 Wochen oder länger arbeitslos sind, auf knapp 40 Prozent hochgeschnellt ist. Die Reaktion der Finanzmärkte war dieses Mal auf jeden Fall eindeutig: Mehr denn je ist das Stimulus-Paket vonnöten und im Grunde, so war zu hören, müsse es eigentlich noch größer sein als bisher gedacht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hätte die Zahl der neu geschaffenen Stellen sogar die Medianprognose bei weitem übertreffen können, aber die Reaktion wäre wahrscheinlich selbst dann den Akteuren nur ein Schulterzucken wert gewesen. Denn die Erwartungen waren mancherorts ohnehin schon recht hochgesteckt – im Extrem ging man sogar von bis zu 700 Tsd. neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (modifiziert, vgl. meinen Kommentar zu den Ankern <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/02/05/die-ausgebremste-revolution/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) aus. Eine positive Überraschung wäre also nur schwerlich möglich gewesen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Beste Woche seit November 2020</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die US-Aktienmärkte dabei die beste Woche seit drei Monaten produzierten, ist vermutlich anderen Umständen zu verdanken. Wobei der Hauptauslöser nicht einmal die Rückkehr des Reflations-Narrativs gewesen sein dürfte. Auch wenn die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen auf den Arbeitsmarktbericht reagierten. Vielmehr dürfte der (wahrscheinlich) zu Ende gegangene „GameStop-Aufstand“ der sogenannten „Reddit Crowd“ wesentlich zu den Kurssteigerungen der US-Aktienmärkte beigetragen haben, nachdem diese in der Woche zuvor noch in erster Linie deswegen den größten Wochenverlust seit vergangenem Oktober hinnehmen mussten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende ist es für die Märkte vermutlich nur eine Randnotiz wert, dass der US-Senat nach einer Mammutsitzung und rund 400 Änderungsanträgen (Stand Mittwoch) in der Nacht zum Freitag in der Frühe einen wichtigen Verfahrensschritt verabschiedet hat. Mit einer Mehrheit von 51 zu 50 Stimmen (die Stimme der Vizepräsidentin Harris gab zum ersten Mal wegen der Pattsituation den Ausschlag) wurde nämlich ermöglicht, dass viele Teile von Joe Bidens 1,9 Billionen USD schweren Stimulus-Programms nicht mehr einer Mehrheit von 60 Stimmen (inklusive des damit verbundenen Filibustering) bedürfen, sondern mit einfacher Mehrheit beschlossen werden können. Eine Verfahrensänderung, die übrigens noch am selben Tage von der Mehrheit des Repräsentantenhauses bestätigt wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Beschleunigte Gesetzgebung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Aussicht auf eine schnelle Verabschiedung des US-Stimulus-Pakets, inklusive der heimlichen Hoffnung auf mehr, hat sich auch beim US-Dollar niedergeschlagen, der sich zumindest am Freitag der sich vielerorts aufgekeimten Risikofreude anschloss. Und so sieht auch der Wochenverlust des Euro, der noch am Freitag früh 1,5 Prozent betragen hatte, mit einem Minus von nurmehr 0,8 Prozent längst nicht mehr so dramatisch aus. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Ein Teil der Marktteilnehmer dürfte auf die sinkenden Euro-Kurse der Tage zuvor insofern reagiert haben, so dass mancherorts Euro-Long-Positionen zurückgefahren wurden. Dies gilt auch für die spekulativen Euro-Long-Positionen an der Chicagoer Futures-Börse, die sich per vergangenem Dienstag (gemäß CFTC-Meldung vom Freitag) gegenüber der Vorwoche um rund 15 Prozent verringert haben. Allerdings handelt es sich bei den verbliebenen 137 Tsd. Kontrakten immer noch um die mit Abstand größte spekulative Währungsposition. Die jüngste Entwicklung hat zwar etwas Druck vom Euro genommen, der allerdings heute <strong>1,2100/05</strong> (modifiziert!!) überwinden muss, um aus seiner ungünstigen Situation herauszukommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wie krank ist Donald Trump?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1715)</strong>             Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von starkem Mitgefühl und Gebeten bis hin zu Schadenfreude und dem typischen „Das habe ich kommen sehen“. Und genauso widersprüchlich, wie die Reaktionen am Freitag gewesen sein mögen, haben auch die Teilnehmer an den Finanzmärkten reagiert.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12566" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gespaltene Reaktion…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gaben die Aktienmärkte erst einmal nach, aber längst nicht so stark, wie es einige Kommentatoren zunächst befürchtet hatten. So verlor der US-Aktienindex S&amp;P 500 zur Eröffnung am Freitag 1,7 Prozent, und der hiesige DAX machte von seinem anfänglichen Minus von 1,4 Prozent den größten Teil bis zum europäischen Handelsschluss wieder wett.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die dramatischen Neuigkeiten die Märkte durcheinanderwirbelten, wurden in den Strategieabteilungen der Banken und Investoren bereits alle möglichen Szenarien durchgespielt. Würde Donald Trump bei den Wahlen am 3. November einen emotionalen Bonus aufgrund seines Gesundheitszustandes bekommen? Oder galt er jetzt als geschwächt und daher für viele jetzt nicht mehr wählbar? Wen könnte der US-Präsident vor allen Dingen im „unmaskierten“ Fernsehduell mit seinem Kontrahenten Joe Biden noch angesteckt haben? Was würde passieren, wenn Vizepräsident Mike Pence auch noch positiv auf Corona getestet würde? Droht etwa eine Staats- oder gar Verfassungskrise?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an möglichen Variablen beherrscht die Szenarien, aufgrund derer womöglich wichtige Entscheidungen gefällt werden. Und weil die Informationssituation so komplex ist, herrscht Unsicherheit, die sich bislang aber kaum in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat. Zumindest lässt sich momentan feststellen, dass die zuletzt eher ungünstigen Umfragewerte für Trump und alle anderen für ihn ausgesprochen ungünstigen Themen wie seine verdächtig niedrigen Steuerzahlungen in den vergangenen Jahren in den Hintergrund getreten sind, was für sich betrachtet für den Präsidenten eher von Vorteil sein mag. Entscheidend ist jetzt allein, wie es Trump gesundheitlich geht, und jedes ärztliche Bulletin scheint wichtiger zu sein als alle ökonomischen Daten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Nerven für US-Arbeitsmarktbericht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist auch der US-Arbeitsmarktbericht für September, der normalerweise mit Spannung erwartet wird, völlig in den Hintergrund getreten. Während die Zahlen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP am vergangenen Mittwoch noch besser als erwartet ausgefallen waren, fiel der offizielle Bericht vom Freitag eher durchwachsen aus. Zwar ergab sich ein Zuwachs von 661 Tsd. neu geschaffenen Stellen, der allerdings deutlich hinter der Medianerwartung der Ökonomen von zuletzt 875 Tsd. Stellen zurückblieb. Indes: Die Revisionen für die Monate Juli und August sorgten für zusätzliche 145.000 Tsd. außerhalb der Landwirtschaft. Damit bewahrheitet sich der Trend, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt zwar verbessert, aber das Momentum des Heilungsprozesses deutlich nachlässt. Immerhin: Etwas mehr als die Hälfte der Stellen, die im März und April durch die Coronakrise verlorengegangen waren, sind wieder zurückgewonnen worden. Dennoch kann am Arbeitsmarkt nicht von einer V-förmigen Erholung gesprochen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Fortschritte beim Stimulus-Programm</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang muss auch das US-Stimulus-Programm genannt werden, mit dem es am Freitag wieder nicht vorangegangen ist. Zwar haben die Demokraten noch am Donnerstagabend ein Rettungspaket in Höhe von 2,2 Billionen USD im Repräsentantenhaus verabschiedet, aber dieses Paket wird den Senat nicht passieren. Denn der dortige republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell dürfte zurzeit kaum einem Programm zustimmen, dessen Volumen mehr als 650 Mrd. USD beträgt. Gleichzeitig sind die Einflussmöglichkeiten Donald Trumps gering – er würde sich möglicherweise für ein Paket von 1,5 Billionen USD stark machen –, vom Krankenhaus aus Druck auf die Parteigenossen auszuüben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro präsentierte sich am Freitag zwar leicht schwächer, beendete allerdings die europäische Handelssitzung dort, wo er sie begonnen hatte. Tatsächlich schaffte die Gemeinschaftswährung zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen größeren Wochengewinn, bleibt allerdings in einer Art Niemandsland oberhalb von <strong>1,1670/75</strong> stabil. Für eine Beendigung der derzeitigen Korrekturphase und Eröffnung eines neuen kurzfristigen Aufwärtstrends müsste allerdings <strong>1,1805</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Trumps Alleingang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2020 08:41:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[CFTC]]></category>
		<category><![CDATA[Executive Order]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die zurückliegende Handelswoche hat für Euro-Optimisten ernüchternd geendet. Denn die Gemeinschaftswährung musste gegenüber dem Greenback den höchsten Tagesverlust seit dem 2. April hinnehmen. Und vom zwischenzeitlichen Wochengewinn, der immerhin ein marginal höheres 26-Monats-Hoch mit sich brachte, ist so gut wie nichts übrig geblieben. Kurzum: Der kurzfristige Aufwärtstrend, am Freitagvormittag noch relativ steil verlaufend, hat einen Dämpfer bekommen. Nun haben die am Freitag veröffentlichten CFTC-Meldungen zu den spekulativen Positionen an der Chicagoer Futures-Börse zutage gefördert, dass die dortigen Euro-Long-Positionen abermals am Dienstag...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1785)</strong>             Die zurückliegende Handelswoche hat für Euro-Optimisten ernüchternd geendet. Denn die Gemeinschaftswährung musste gegenüber dem Greenback den höchsten Tagesverlust seit dem 2. April hinnehmen. Und vom zwischenzeitlichen Wochengewinn, der immerhin ein marginal höheres 26-Monats-Hoch mit sich brachte, ist so gut wie nichts übrig geblieben. Kurzum: Der kurzfristige Aufwärtstrend, am Freitagvormittag noch relativ steil verlaufend, hat einen Dämpfer bekommen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12362" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/10082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/10082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/10082020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar im Fokus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun verhält es sich nicht so, als sei über die Eurozone fundamentales Ungemach hereingebrochen. Im Gegenteil: Die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion und zur Handelsbilanz, die am Freitag veröffentlicht wurden, lesen sich ganz gut. Allein: Die Daten betreffen den Monat Juni und somit das zweite Quartal, dessen Bruttoinlandsprodukt erst unlängst in einer ersten Schätzung veröffentlicht wurde. Aber ohnehin scheinen die Devisenhändler derzeit das Geschehen in den USA und die dortigen ökonomischen Entwicklungen viel mehr zu interessieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hat er es gewusst?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und zu diesen US-Daten gehört auch der dortige Arbeitsmarktbericht für Juli, der besser als weithin erwartet ausgefallen ist. Denn mit einem Plus von 1,763 Millionen neu geschaffenen Stellen wurde die Medianerwartung der Ökonomen (+1,48 Mio.) deutlich übertroffen. US-Präsident Donald Trump muss am vergangenen Mittwoch also doch eine gute „Vorahnung“ (Herrschaftswissen? vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/08/06/herrschaftswissen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) gehabt haben, als er davon sprach, er erwarte einen Arbeitsmarktbericht der Klasse „big“. Übrigens: Auch die Arbeitslosenquote lag mit 10,2 Prozent deutlich niedriger als im Vormonat (11,1 Prozent).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trump handelt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dessen ungeachtet sind die Verhandlungen über das neue Stimulus-Paket in den USA zum Wochenende ins Stocken geraten, liegen doch die Positionen zwischen Republikanern und Demokraten hinsichtlich des Volumens immer noch sehr weit auseinander – wir sprechen immerhin von noch einer Differenz von weit mehr als 1 Billion USD.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings hatte Donald Trump bereits am vergangenen Mittwoch angedeutet, dass er im Alleingang über Dekrete (Executive Orders) die Ende Juli ausgelaufene Unterstützung für Arbeitslose<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a> verlängern, Zwangsräumungen von Wohnungen und Häusern weiter aussetzen und eine teilweisen Senkung der Lohnsteuer<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[<span style="color: #000000;"><strong>2</strong></span>]</a> anordnen könne. Auch von Erleichterungen (teilweise Stundungen) bei öffentlichen Studienkrediten war die Rede. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">All dies hat der US-Präsident am Samstag scheinbar im Alleingang durchgezogen. Es bleibt allerdings unklar, wie ein Teil der Vorhaben überhaupt finanziert werden soll. Vor allem aber, ob der Präsident überhaupt rechtlich die Macht hat, derartige Dekrete zu erlassen. Aber wer wird es angesichts der bevorstehenden Wahlen wagen, diese wichtigen und dringend notwendigen Wohltaten juristisch infrage zu stellen?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erneute Rekordpositionierung im Euro</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">All dies zusammengenommen gab es eigentlich keinen triftigen Grund, warum man vor dem Wochenende in größerem Stile US-Dollar kaufen sollte. Allerdings haben die am Freitag veröffentlichten CFTC-Meldungen zu den spekulativen Positionen an der Chicagoer Futures-Börse zutage gefördert, dass die dortigen Euro-Long-Positionen abermals am Dienstag zuvor einen neuen Rekord markiert haben. Deswegen ist es gut möglich – auch wenn diese Positionsmeldungen nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt sein mögen –, dass es zu größeren Gewinnmitnahmen beim Euro gekommen ist. Und weil zum Wochenende auch unser wichtiges Niveau von 1,1785 verletzt wurde, verläuft der kurzfristige Aufwärtstrend des Euro nun flacher und wird derzeit durch eine Konsolidierung zwischen <strong>1,1705 </strong>und <strong>1,1915</strong> gedämpft.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a> Allerdings wird die wöchentliche Arbeitslosenhilfe von 600 auf 400 USD reduziert. Von den 400 USD sollen nur 300 USD aus Bundesmitteln und 100 USD auf bundesstaatlicher Ebene erbracht werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref2" name="_ftn2"><strong><span style="color: #000000;">[2]</span></strong></a> Die Arbeitgeber zahlen die Hälfte der Lohnsteuer, der sog. Payroll-Tax aus eigenen Mitteln, während die andere Hälfte vom Lohn der Arbeitnehmer einbehalten wird.</span></p>
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		<title>Déjà-vu am Aktienmarkt?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/deja-vu-am-aktienmarkt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 04:49:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kam, wie man schon gestern hatte erahnen können: Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht fiel deutlich besser als von den meisten Akteuren erwartet aus. Wir erinnern uns: Bereits im Mai war der Stellenzuwachs im Nichtagrarbereich um rund 10 Millionen Arbeitsplätze exorbitant besser als prognostiziert ausgefallen, und auch im Juni lagen die Nonfarm-Payrolls mit einem Plus von 4,8 Millionen an neu geschaffenen Stellen deutlich über der Medianerwartung von 3,037 Mio. Diese war trotz der am Vortag veröffentlichten volatilen Arbeitsmarkdaten der privaten Arbeitsmarktagentur ADP...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/deja-vu-am-aktienmarkt/">Déjà-vu am Aktienmarkt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1230)</strong>             Es kam, wie man schon gestern hatte erahnen können: Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht fiel deutlich besser als von den meisten Akteuren erwartet aus. Wir erinnern uns: Bereits im Mai war der Stellenzuwachs im Nichtagrarbereich um rund 10 Millionen Arbeitsplätze exorbitant besser als prognostiziert ausgefallen, und auch im Juni lagen die Nonfarm-Payrolls mit einem Plus von 4,8 Millionen an neu geschaffenen Stellen deutlich über der Medianerwartung von 3,037 Mio. Diese war trotz der am Vortag veröffentlichten volatilen Arbeitsmarkdaten der privaten Arbeitsmarktagentur ADP nicht mehr nach oben korrigiert worden. Aber auch die Arbeitslosenquote lag mit 11,1 Prozent unter dem Prognosemittel von 12,4 Prozent, so dass man sich schon ordentlich Mühe geben muss, um den gestrigen Arbeitsmarktbericht in ein negatives Licht zu rücken.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12233" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/03072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/03072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/03072020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zahlen sind bereits zwei Wochen alt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So hat es sich mittlerweile herumgesprochen, dass die Juni-Arbeitsmarkdaten bereits Mitte des Monats erhoben wurden und somit die danach stark gestiegenen Zahlen der Covid-19-Infektionen in den USA samt ihrer negativen Folgen noch nicht reflektieren. Zumal neue Verordnungen und verschärfte Beschränkungen bzw. ein vorläufiger Stopp bei der Lockerung in einigen US-Bundesstaaten erst vor kurzem angeordnet wurden. Und auch die gestern ebenfalls publizierten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche zum dritten Mal hintereinander höher als erwartet ausgefallen. Will sagen: Auch wenn der Arbeitsmarktbericht für Juni vielerorts als positiv aufgefasst wurde, lassen die Erstanträge, die nun kaum mehr weiter abnehmen, den Schluss zu, dass der Arbeitsmarkt noch nicht aus dem Schneider ist.</span></p>
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<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktien-Kurse rennen erneut davon</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch nahmen die Akteure an den Aktienmärkten die Arbeitsmarkdaten zum Anlass, sich abermals von ihrer risikofreudigen Seite zu zeigten. Dies umso mehr, als die Märkte dies- und jenseits des Atlantiks angesichts der jüngsten Short-Positionierungen<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> – nicht nur hierzulande – und des bevorstehenden langen Wochenendes in den USA von Eindeckungskäufen profitierten. Und auch abseits der ökonomischen Daten scheint sich die Aktienmarktrallye aus dem zweiten Quartal fortsetzen zu wollen. Zumindest scheint sich die Hoffnung auf günstige Einstiegskurse beim hiesigen DAX, um noch an der Rallye teilnehmen zu können, bei vielen Akteuren langsam zu verflüchtigen. Fast fühlt es sich wie ein Déjà-vu an.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was die Marktrichtung angeht, taten sich die Euro-Händler gestern allerdings erheblich schwerer. Zwar war die Gemeinschaftswährung immerhin zunächst auf etwas mehr als 1,1300 gestiegen, musste aber danach im Zuge des guten US-Arbeitsmarktberichts sogar mehr als den bislang erreichten Tagesgewinn wieder abgeben. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass der Euro bei aufkommender Risikofreude nicht zwingend steigen bzw. der Dollar nicht fallen muss. Am Ende bleibt der Euro am heute beginnenden langen Wochenende der US-Amerikaner (Feiertag wg. Unabhängigkeitstag) nach wie vor trendlos, kann aber seine stabile Position beibehalten, solange <strong>1,1140/45</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
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<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wegen des heutigen US-Feiertages erscheint der nächste „Dollar am Morgen“ erst am Dienstag, den 7. Juli.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a> (vgl. Sentiment Börse Frankfurt und AAII per 1.7. <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/2d0738f6-efa4-40a8-8dd4-e9b423efa847" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span> und <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.aaii.com/sentimentsurvey?" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>)</span></p>
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		<title>„Cash is trash“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 15:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles sei wie erwartet gekommen und [würde] keine Überraschung [darstellen]. So äußerte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag im Sender Fox News über den US-Arbeitsmarktbericht. Wir dürfen gespannt sein, ob es Trump gelingen wird, die verlorenen Arbeitsplätze wieder zurückzubringen. Zumindest stellte er dies im gleichen Zuge in Aussicht. Denn im April sind immerhin 20,5 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft weggefallen, so dass die Arbeitslosenquote auf 14,7 Prozent sprang. Kurzum: Es handelt sich um eine "Tragödie historischen Ausmaßes". Ein Ausmaß...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0840)</strong>             Alles sei wie erwartet gekommen und [würde] keine Überraschung [darstellen]. So äußerte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag im Sender Fox News über den US-Arbeitsmarktbericht. Wir dürfen gespannt sein, ob es Trump gelingen wird, die verlorenen Arbeitsplätze wieder zurückzubringen. Zumindest stellte er dies im gleichen Zuge in Aussicht. Denn im April sind immerhin 20,5 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft weggefallen, so dass die Arbeitslosenquote auf 14,7 Prozent sprang.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11978" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Tragödie historischen Ausmaßes</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Es handelt sich um eine &#8222;Tragödie historischen Ausmaßes&#8220;. Ein Ausmaß, das sowohl der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, als auch der Covid-19-Krisen-Berater und Ökonom Kevin Hassett<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> als „herzzerreißend“ bezeichneten. Beide räumten zwar ein, dass der US-Arbeitsmarkt im kommenden Monat möglicherweise noch schlimmer aussehen könnte. Aber beide Berater zeigten sich auch optimistisch, weil die Entlassungen ihres Erachtens nur temporärer Natur sind. Und in der Tat: Bei 80 Prozent der Stellenstreichungen gibt es den Zusatz „zeitweise“.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte, irritierend robust</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es nicht, dass die Teilnehmer an den Finanzmärkten, insbesondere Aktien-Akteure, das zweite Quartal ökonomisch längst abgeschrieben haben. Aber es ist schon bemerkenswert, dass auf der einen Seite von der schlimmsten wirtschaftlichen Verfassung der USA seit der Großen Depression gesprochen wird. Andererseits präsentieren sich die Aktienmärkte bei gleichzeitig sinkender (impliziter) Volatilität in einer Robustheit, die für viele Akteure irritierend sein dürfte. Selbst wenn man bedenkt, dass sich die Fed Funds möglicherweise bereits Anfang kommenden Jahres – wahrscheinlich auch schon früher – in negativem Terrain bewegen könnten. Zumindest haben dies die Futures-Märkte am Donnerstag schon einmal ganz leicht eingepreist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich kann jeden verstehen, der sich derzeit schwer damit tut, Aktien zu kaufen. Gegenargumente gibt es genug, wenn man etwa die mögliche Einführung negativer Leitzinsen als Indiz für eine kaum mehr beherrschbare Wirtschaftskrise interpretiert. Oder weil sich die Unternehmensgewinne vielerorts im freien Fall befinden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch eine Short-Squeeze?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer sich aber bearish positioniert – die Sentiment-Umfrage der AAII aus den USA bestätigt, dass die Mehrheit der Akteure per vergangenen Donnerstag wieder viel pessimistischer als zuvor geworden ist – muss sich im Klaren darüber sein, dass er die Gegenposition zu Jerome Powell einnimmt. Dem Präsidenten, der denjenigen Institution vorsteht, die das unbegrenzt drucken kann, was man auch im Gegenzug für verkaufte Aktien bekommt: Bar- bzw. Buchgeld. Und davon ist nun einmal sehr viel im Umlauf; und das auch noch verbunden mit der impliziten Drohung, dass die Zinsen weiter sinken werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie wurde Ray Dalio, der Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates, anlässlich des Börsencrashs ob seiner These vom Januar: „Cash is trash“ von Kommentatoren noch bis vor kurzem ausgelacht! Vielleicht zu Unrecht, denke ich, wenn man bedenkt, dass das Volumen der Geldmarktfonds in den vergangenen beiden Wochen laut der BofA auf knapp 5 Billionen USD gestiegen ist. Geld, das zurzeit, so Dalio, etwa 2 Prozent pro Jahr in den USA an Kaufkraft verliert. Man sollte sich also nicht wundern, wenn es an den Aktienmärkten erneut zu einer Short-Squeeze kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ins Niemandsland verbannt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro aus dieser Sicht viel zu stark zu sein scheint. Auf der anderen Seite dürfte es vielen Akteuren schwerfallen, sich in Richtung Euro zu bewegen. Schließlich wird der angesichts des Gerichtsurteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe und aufgrund der Uneinigkeit der EU-Regierungen, wie die Lasten der Corona-Krise verteilt werden sollen, von vielen als Wackelkandidat eingestuft. Zumindest die Devisenhändler haben die Gemeinschaftswährung zum Wochenende trendtechnisch – unterhalb von <strong>1,0915/20</strong> in ganz leicht angeschlagener Position – ins Niemandsland verbannt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> Hassett wurde im Zuge der COVID 19-Krise ebenfalls von der Trump-Administration zum Berater ernannt.</span></p>
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		<title>Eine überzeugende Dollar Performance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 05:45:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker-Effekt]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die zurückliegende Handelswoche war nicht nur für Börsianer wegen der zurückgekehrten Risikofreude an den Finanzmärkten bemerkenswert. Auch die Devisenhändler konnten etwas mehr Aktivität als in den zurückliegenden Wochen beobachten. Nicht nur weil der US-Dollar fünf Handelstage hintereinander jeweils mit einem Plus abschloss. Im gleichen Zuge erlitt auf der Gegenseite der Euro den stärksten...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0950)</strong>             Die zurückliegende Handelswoche war nicht nur für Börsianer wegen der zurückgekehrten Risikofreude an den Finanzmärkten bemerkenswert. Auch die Devisenhändler konnten etwas mehr Aktivität als in den zurückliegenden Wochen beobachten. Nicht nur weil der US-Dollar fünf Handelstage hintereinander jeweils mit einem Plus abschloss. Im gleichen Zuge erlitt auf der Gegenseite der Euro den stärksten Wochenverlust seit Anfang November 2019. Jeden Tag ging es ein Stückchen weiter nach unten und mit 1,0940 auf das niedrigste Niveau seit dem 8. Oktober 2019. Zum einen wegen der mit abnehmender Besorgnis aufgenommenen Nachrichten zur Corona-Virus-Epidemie und der dadurch wieder ansteigenden Risikofreude. Andererseits wurde zum Wochenende aber auch offenkundig: Den sich verschlechternden Konjunkturdaten aus der Eurozone standen teilweise richtig gute US-Daten wie etwa zuletzt der Arbeitsmarktbericht für Januar gegenüber. Bemerkenswert, wie stark sich der Greenback präsentiert, obgleich die US-Notenbank mit ihrer asymmetrischen Haltung tendenziell eher eine lockere Geldpolitik bevorzugt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11598" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/10022020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/10022020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/10022020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine „Green Shoots“ in Deutschland</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In Deutschland scheint es zumindest mit den sogenannten „Green Shoots“, einer ersten ökonomischen Erholung, wie man sie sich Ende Januar etwa aus den verbesserten Zahlen zum Einkaufsmanagerindex der Industrie (Markit) hätte erhoffen können, nichts zu werden. Denn die deutsche Industrieproduktion enttäuschte im Dezember – nach den bereits schwachen Zahlen zum Auftragseingang tags zuvor – abermals mit einem Minus von 3,5 Prozent (ggü. Vormonat). Und weil es sich gleichzeitig um den stärksten Rückgang seit mehr als einer Dekade handelte, sehen nun Kommentatoren mancherorts Deutschland bereits wieder in eine Rezession zurückfallen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber nicht nur die deutschen Zahlen zur Industrieproduktion waren am Freitag schlecht ausgefallen. Auch Frankreich, Spanien und die Niederlande hatten diesbezüglich nichts Positives zu vermelden. Ja, es dürfen Zweifel angebracht sein, ob sich die Situation für die Eurozone im ersten Quartal dieses Jahres angesichts des im Januar um sich greifenden Corona-Virus, dessen ökonomische Folgen sich noch nicht in den Daten niedergeschlagen haben, tatsächlich verbessern wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Anker mit Wirkung </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gab am vergangenen Freitag angesichts der kleinen Korrekturen an den Aktienmärkten in den USA und hierzulande vereinzelt Stimmen, die mutmaßten, dass das Corona-Virus von den Akteuren an den Finanzmärkten wieder stärker wahrgenommen würde. Allerdings ist das angesichts der prozentual nicht steigenden Zahl der Infizierten eher unwahrscheinlich.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber hätte nicht auch der US-Dollar angesichts des guten US-Arbeitsmarktberichts für Januar deutlicher zulegen müssen? Tatsächlich lag der Zuwachs der Stellen im Nicht- Agrarbereich mit einem Plus von 225 Tsd. deutlich über dem von den Ökonomen prognostizierten Mittel (+165 Tsd.). Die tatsächliche Überraschung dürfte sich allerdings in Grenzen gehalten haben, da mit den am Mittwoch zuvor publizierten Zahlen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP (+291 Tsd.) bereits ein viel höherer Referenzpunkt gesetzt wurde. Ein Referenzpunkt, der – wir berichteten darüber – wie ein mentaler Anker wirkt. So gesehen sieht die Zahl vom Freitag fast ein wenig blass aus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne keinen Ausreißer zeitigte, beschloss der Dollar die Woche beinahe auf dem höchsten Kurs dieses Zeitraums. Dass die Aktienmärkte einen kleinen Rücksetzer hinnehmen mussten, dürfte nicht einer aufflammenden Corona-Angst, sondern eher auf (risikoaverse) Positionsglattstellungen zum Wochenende zurückzuführen sein.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro beschloss die Handelswoche auf schwachem Niveau und bleibt auch in dieser ungünstigen Position, solange nun <strong>1,1060/65</strong> nicht mehr überwunden wird. An der Unterseite befindet sich das beste (fallende) Nachfragenniveau heute bei <strong>1,09</strong><strong>15</strong>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-ueberzeugende-dollar-performance/">Eine überzeugende Dollar Performance</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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