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	<title>Fed Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Hat die Fed ein Kommunikationsproblem?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2021 04:49:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Dot Plots]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun haben sich weitere Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) inklusive ihres Präsidenten Jerome Powell zu Wort gemeldet. Die Rede ist insbesondere von John Williams, Chef der Fed von York, dessen Statement bereits Montagnacht hiesiger Zeit zu vernehmen waren und den hawkishen Unterton seiner beiden „Vorredner“ relativiert haben. Gemeint sind James Bullard (seines Zeichen nun [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun haben sich weitere Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) inklusive ihres Präsidenten Jerome Powell zu Wort gemeldet. Die Rede ist insbesondere von John Williams, Chef der Fed von York, dessen Statement bereits Montagnacht hiesiger Zeit zu vernehmen waren und den hawkishen Unterton seiner beiden „Vorredner“ relativiert haben. Gemeint sind James Bullard (seines Zeichen nun Zinsfalke, Fed St. Louis) und Robert Kaplan (Chef der regionalen Fed von Dallas), der allerdings für seine falkenhafte Einstellung längst bekannt ist, inklusive seiner Vorstellung, lieber früher als später mit dem Tapering zu beginnen. Nimmt man Williams beim Wort, sind die USA von einem substanziellen weiteren [ökonomischen] Fortschritt noch ein ganzes Stück entfernt – ein deutlicher Kontrast zu den Worten Bullards, der sich am Freitag noch davon überzeugt zeigte, dass eben dieser weitere Fortschritt bereits erreicht sei. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13594" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/23062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/23062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/23062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ausgewogener Tonfall</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und nimmt man nun auch noch die vorbereitete Stellungnahme Jerome Powells für dessen Anhörung vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses am gestrigen Dienstag hinzu, bekommt man von der Sitzung des FOMC aus der vergangenen Woche einen ganz anderen Eindruck. Vielleicht weil Powell im Gegensatz zur Pressekonferenz nach der FOMC-Sitzung am vergangenen Mittwoch nicht ganz so bullish klang und auch auf die Abwärtsrisiken für die US-Wirtschaft hinwies. Auch machte Powell noch einmal unmissverständlich deutlich, dass er die derzeitige Inflation für ein vorübergehendes Phänomen halte. Auch der gestrige Auftritt von Loretta Mester (Fed von Cleveland), einer FOMC-Vertreterin, die eher den Falken zugerechnet wird, zeigte klar, dass die Fed offenbar noch nicht an dem Punkt angelangt ist, die ultralockere Geldpolitik zurückzufahren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Prognosen überinterpretiert?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so gibt es nun Kommentatoren, die der Fed, insbesondere ihrem Präsidenten Jerome Powell die Schuld an einer missverständlichen Kommunikation geben. Insbesondere, was die Zinsprognosen, die sogenannten Dot-Plots angeht, hätte Powell die Prognosen erläutern müssen, statt diese quasi als nutzlos zu bezeichnen, so der Vorwurf. Eine Ansicht, die ich übrigens nicht teile. Zumal auch andere Mitglieder des Offenmarktausschusses die Publizierung der Dot-Plots zumindest für fragwürdig, wenn nicht sogar sinnlos halten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu einer guten Kommunikation gehören überdies immer zwei. Derjenige der etwas möglichst klar mitteilt, und der Empfänger, der nicht versucht, in die Botschaft etwas hineinzulesen. Was die Empfänger, Analysten und Marktteilnehmer angeht, muss man feststellen, dass sie, wie ich bereits (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/06/20/dot-plots-mit-menschlichen-zuegen/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) ausgeführt habe, wahrscheinlich Opfer des Verfügbarkeitsirrtums geworden sind. James Bullard war dummerweise der erste, der einem Dot-Plot ein Gesicht gegeben hat. Mit der Folge einer Überreaktion der Finanzmärkte, die nun überwiegend wieder ausgeglichen wurde. Die Fed wird jedenfalls die derzeitige Inflation immer noch als vorübergehend darstellen und auch nicht von ihrer Idee eines durchschnittlichen Inflationsziels abweichen. Darüber hinaus haben die Diskussionen zur Diskussion über den Beginn eines sogenannten Tapering im FOMC offiziell begonnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des Tages hat sich auch der US-Dollar leicht abgeschwächt, so dass sich der Euro im Rahmen seines kurzfristigen Abwärtstrends etwas erholen konnte. Eine Erholung, die sich auch noch in Richtung <strong>1,1960</strong> bzw. <strong>1,2005</strong> fortsetzen kann, bevor die abwärts gerichtete Trendbewegung wieder einsetzen dürfte. Letzteres gilt auch, wenn an der Unterseite <strong>1,1880</strong> erneut verletzt werden sollte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Künstliche gedrehte Goldilocks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 04:51:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Goldilocks-Szenario]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man noch einmal das Statement der US-Notenbank sowie die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell von vorgestern Abend Revue passieren lässt, könnte man durchaus von einem intakten Goldilocks-Szenario sprechen. Denn die Fed geht von einem optimistisch stimmenden Wachstum, gepaart mit einer Inflation von 2 Prozent aus. Und sollte es dennoch mehr werden, würde die Notenbank [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man noch einmal das Statement der US-Notenbank sowie die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell von vorgestern Abend Revue passieren lässt, könnte man durchaus von einem intakten Goldilocks-Szenario sprechen. Denn die Fed geht von einem optimistisch stimmenden Wachstum, gepaart mit einer Inflation von 2 Prozent aus. Und sollte es dennoch mehr werden, würde die Notenbank dies ohnehin nur als ein vorübergehendes Phänomen betrachten. Auch hat es nicht den Anschein, dass irgendwelche Tapering-Diskussionen in den kommenden Wochen innerhalb des Offenmarktausschusses auch nur ansatzweise angestoßen werden. So gesehen hat die ganze Geschichte eher etwas von einem verordneten, fast schon künstlich anmutenden Goldilocks-Szenario. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13391" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/29042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/29042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/29042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Robustes US-Wachstum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Indiz dafür kann man bereits während der vergangenen fünf Handelstage feststellen, an denen etwa die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen peu à peu nach oben schlich. Dabei ist es nicht klar, ob diese Entwicklung lediglich dem Monatsende geschuldet ist oder der Beginn eines Angriffs auf höhere Niveaus ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wurde gestern die vorläufige Wachstumszahl für die USA mit einem BIP-Zuwachs von annualisiert 6,4 Prozent für das erste Quartal publiziert. Ein Wert, der zwar leicht unter der Konsenserwartung der Ökonomen lag, aber dennoch den Eindruck vermittelt, dass es dortzulande in Sachen Wachstum echte Fortschritte gegeben hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Positives weitgehend eingepreist </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob dieses Wachstum allerdings nachhaltig sein wird, muss das zweite Quartal zeigen, für das vielerorts ein weiterer Wachstumsschub erwartet wird, ausgelöst durch die fortschreitende Impfung der Bevölkerung und die erwartete Wiedereröffnung des Dienstleistungs-Sektors vor dem Sommer. Genau genommen erwartet man während dieser Zeit den Wachstumshöhepunkt für das laufende Jahr. Aber auch wenn die Fed implizit signalisierte, dass sie nichts tun wird, was diesem Wachstum im Wege stehen könnte, sorgen sich vor allen Dingen die Börsianer bereits heute darum, wie es danach weitergehen wird. Mit anderen Worten: Positive Wirtschaftsdaten sind weitgehend eingepreist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun tat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar gestern schwer, auch angesichts der stagnierenden Risikofreude an den Aktienmärkten und der gestiegenen Anleiherenditen in den USA, seinen kurzfristigen Aufwärtstrend in Richtung <strong>1,2195</strong> mit Schwung fortzusetzen. In diesem Zusammenhang bleibt der Euro allerdings nunmehr nur noch oberhalb von <strong>1,2045/50 </strong>(gegenüber dem Vortag deutlich angehoben!) stabil – darunter droht ein deutlicher Momentumsverlust.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wegen des Maifeiertages erscheint die nächste Ausgabe meines täglichen Kommentars erst am Dienstag, den 4. Mai</strong></span></p>
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		<title>Wie schnell ist schnell?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2021 05:50:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Renditeanstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Wochenbeginn stand natürlich noch unter der Nachwirkung der Entwicklung an den US-Anleihemärkten, die zuletzt durch ein starkes Anziehen der Renditen gekennzeichnet war. Dabei hat wohl weniger das absolute Niveau der erreichten Renditen Sorge bereitet, sondern vielmehr die Geschwindigkeit, mit der man etwa am vergangenen Donnerstag zeitweise bei den Renditen der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Wochenbeginn stand natürlich noch unter der Nachwirkung der Entwicklung an den US-Anleihemärkten, die zuletzt durch ein starkes Anziehen der Renditen gekennzeichnet war. Dabei hat wohl weniger das absolute Niveau der erreichten Renditen Sorge bereitet, sondern vielmehr die Geschwindigkeit, mit der man etwa am vergangenen Donnerstag zeitweise bei den Renditen der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit Werte von mehr als 1,6 Prozent notieren konnte. Nun hat sich der Pulverdampf etwas gelegt, und man begann gestern immerhin bei 1,4 Prozent, was einem Anstieg von rund 40 Basispunkten, verglichen mit Ende Januar, entsprach. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13167" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/02032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/02032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/02032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fragwürdige Vergleiche</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Manche Kommentatoren fühlten sich an das Jahr 2013 erinnert, als seinerzeit Fed-Chef Ben Bernanke die Finanzmärkte mit einer geplanten Straffung der geldpolitischen Linie überraschte. An einer Stelle las ich, dass der damalige Renditeanstieg 0,8 Prozent Punkte [Anm.: in seiner steilen Phase] innerhalb von zwei Monaten betragen habe. Natürlich sind es abgesehen vom Ausrutscher am vergangenen Donnerstag in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bislang „nur“ 0,5 Prozent gewesen, um die die Rendite bei den zehnjährigen Papieren angestiegen ist. Aber der Großteil davon fand eben fast nur im Februar statt, und wenn man diese 0,4 Prozent auf einen weiteren Monat hochrechnet, landet man eben doch bei vorgenannten 0,8 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gewöhnungsprozesse helfen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Solche Vergleiche hinken und sind so auch nicht wirklich zulässig. Zumal der Ausgangspunkt bei diesen Entwicklungen jeweils ein völlig anderer war, genauso wie der ökonomische und politische Hintergrund. Auch sollten wir uns nicht wundern, wenn die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen in den kommenden Tagen noch einmal das Niveau von 1,6 Prozent streifen wird. Und die Tendenz zur Gewöhnung sagt uns schon heute, dass wir uns beim zweiten Mal über diesen Anstieg nicht mehr so aufregen werden. Eine Einstellung, die sich möglicherweise auch in der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks niedergeschlagen hat. Zumindest schien man gestern dort die Renditeängste zunächst einmal verdrängt zu haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fed-Vertreter ohne Bedenken</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Sonntag stellte ich an dieser Stelle noch die Frage, wie die Zentralbanken der USA und der Eurozone auf die Entwicklung der langfristigen Renditen reagieren würden. In den USA gab es immerhin Reden diverser Mitglieder des Offenmarktausschusses, die ihre Bedenken hinsichtlich eines zu starken Renditeanstiegs ja hätten kundtun können. Aber nichts davon habe ich gestern gehört. Im Gegenteil: Der Chef der Fed von Richmond, Thomas Barkin, äußerte etwa in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass er sogar enttäuscht gewesen wäre, wenn die Renditen als Ausdruck eines starken Wachstumsausblicks <em>nicht</em> angezogen hätten. Die Händler reagierten prompt und sorgten dafür, dass die Renditen der Staatsanleihen durch entsprechende Bond-Verkäufe vorübergehend wieder anzogen. Kaum jemand nahm Notiz davon, dass das Interview mit Thomas Barkin vom vergangenen Mittwoch datierte, als die Anleihemärkte noch nicht verrücktspielten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine belastbaren Daten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Hierzulande blickte man hingegen auf die Höhe der Anleihekäufe, die die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programmes in der vergangenen Woche hätte vorgenommen haben können, um ihre verbal ausgedrückte Sorge vor den hierzulande ebenfalls steigenden Renditen mit Taten zu unterlegen. Die Daten von gestern zeigen allerdings, dass die Anleihekäufe gegenüber der Vorwoche sogar von 17 auf 12 Mrd. EUR zurückgegangen sind. Ein Rückgang, der allerdings einen großen Posten auslaufender Anleihen noch nicht berücksichtigt. Ganz zu schweigen davon, dass die Zahlen der vergangenen Woche nicht wie mancherorts kolportiert per Freitag, sondern lediglich Stand Mittwoch ausgewiesen sind. Also bevor es auch an den hiesigen Anleihemärkten unruhig wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen macht sich bei Devisenhändlern offenbar der Eindruck breit, dass die Fed im Gegensatz zur EZB zurzeit kein Problem mit den steigenden Anleiherenditen zu haben scheint – zumindest gibt es keine Statements in diese Richtung. Ganz anders die EZB, wo sich etwa Ratsmitglied Villeroy de Galhau gestern zu Wort meldete und deutlich machte, dass die EZB bereit sei, einem übermäßigen Anstieg der Renditen am langen Ende entgegenzuwirken. Damit bleibt der Euro gegenüber dem US-Dollar in angeschlagener Position – eine Stabilisierung des Umfelds wäre ohnehin erst nach Überschreiten von <strong>1,2160</strong> angezeigt, während das nächste wichtige Nachfrageniveau der übergeordneten Seitwärtsbewegung derzeit bei <strong>1,1900/05</strong> liegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Bond-Märkte prüfen Notenbanken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2021 10:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Bond-Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Tantrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man kann sicherlich sagen, dass die Bühne der Finanzmärkte in der vergangenen Woche den US-Anleihemärkten gehört hat. Und wenn man den kompletten Monat Februar in Betracht zieht, bleibt etwa bei den Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit ein veritabler Renditeanstieg von fast 0,4 Prozent übrig. Und das, nachdem am vergangenen Donnerstag bei diesen Fälligkeiten im Rahmen einer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/bond-maerkte-pruefen-notenbanken/">Bond-Märkte prüfen Notenbanken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man kann sicherlich sagen, dass die Bühne der Finanzmärkte in der vergangenen Woche den US-Anleihemärkten gehört hat. Und wenn man den kompletten Monat Februar in Betracht zieht, bleibt etwa bei den Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit ein veritabler Renditeanstieg von fast 0,4 Prozent übrig. Und das, nachdem am vergangenen Donnerstag bei diesen Fälligkeiten im Rahmen einer ausgesprochen volatilen Sitzung zeitweise Renditen von mehr als 1,6 Prozent erzielt wurden. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13164" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/01032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/01032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/01032021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kommentatoren sprachen von einem sogenannten Tantrum im Bondmarkt; ein Begriff, den ich im Deutschen gerne mit dem <em>plötzlichen Entladen einer schlechten Stimmung</em> umschreibe. Ein Tantrum, das interessanterweise seinen Höhepunkt einer schlecht verlaufenden Versteigerung von Staatsanleihen mit siebenjähriger Laufzeit durch das Schatzamt verdankte. Denn die Emission dieser Papiere traf auf unterdurchschnittliches Interesse der Akteure.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB: Mehr als nur Worte?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat sich zum Wochenschluss der Pulverdampf etwas gelegt, aber die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen liegt in den USA immer noch bei rund 1,46 Prozent. Den Trend steigender Anleiherenditen konnte man übrigens auch hierzulande verfolgen. So haben etwa deutsche Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit in diesem Monat von -0,52 auf rund -0,26 Prozent anzogen. Auch hier sticht der vergangene Donnerstag mit dem stärksten Anstieg seit dem 9. November vergangenen Jahres heraus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dieser Trend hat natürlich die Befürchtungen bei der EZB befördert, die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone könnte durch den Renditeanstieg gefährdet sein. Nicht umsonst warnte EZB-Chefin Christine Lagarde neben anderen EZB-Entscheidern, dass man in diesem Fall keine höheren Renditen tolerieren würde. Ob die EZB ihre Worte mit Taten unterlegt hat, dürfte sich frühestens am morgigen Montag herausstellen, wenn die neuesten Zahlen zu den Anleihekäufen publiziert werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fed zu sorglos?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich könnte man diese Sorge auch in den USA haben, zumal die schnell steigenden Renditen die Finanzierungsbedingungen verschlechtern. Mancherorts sprach man in der vergangenen Woche sogar von einem Kampf der Bond-Marktteilnehmer gegen die Fed. Tatsächlich konnte man allerdings bei den Reden einiger Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) am Donnerstag noch den Eindruck bekommen, dass man bei der Fed noch nicht wirklich beunruhigt ist. Zumindest äußerten etwa James Bullard (St. Louis), Raphael Bostic (Atlanta) oder auch Esther George (Kansas City), dass die gestiegenen Bondrenditen [lediglich] die Wachstumserwartungen der Marktteilnehmer widerspiegelten. Handelt es sich womöglich um eine gefährliche Sorglosigkeit?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings muss man den betreffenden FOMC-Mitgliedern zugutehalten, dass ihre jeweiligen Reden höchstwahrscheinlich bereits deutlich vor der oben genannten, problematischen Auktion niedergeschrieben wurden. Zumindest war bis dahin noch nicht die Dramatik der Kursentwicklung am Donnerstag zu erkennen. Aber es sind ja nicht die letzten Reden von FOMC-Mitgliedern gewesen – allein am Montag werden sich sechs Fed-Vertreter zu Wort melden und haben so zumindest verbal die Möglichkeit, dem Aufwärtstrend an den Anleihemärkten etwas Dynamik zu nehmen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zum Wochenschluss ein Fehlsignal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den Devisenhändlern hat es den Anschein, als ob die Dollar-Nachfrage aufgrund gestiegener US-Anleiherenditen sichtbar erst am Schluss der Woche eingesetzt hat. Denn während der Greenback noch bis Donnerstagnachmittag peu à peu sogar an Wert verloren hatte, konnte er diese Kursverluste innerhalb von gut 24 Stunden mehr als wettmachen. Mit der Folge, dass der Euro im Gegenzug die Kursgewinne (und das von mir angezweifelte technische Kaufsignal<strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></span></strong>) der ganzen Woche am Freitag wieder hergeben musste. Der Monat Februar wurde jedenfalls mit einem kleinen Verlust von rund 20 Stellen unter der Mitte seiner Handelsbandbreite (rund 1,2095) beendet. Der Euro bleibt daher weiterhin in neutralem Territorium, nun mit einer leicht negativen Tendenz.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a> Es handelte sich um das (misslungene) Signal aufgrund einer umgedrehten Schulter-Kopf-Schulter Formation</span></p>
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		<title>Stillstand beim Euro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2021 05:39:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es bleibt bemerkenswert: Der Euro bewegte sich gegenüber dem US-Dollar kaum, während die Aktienmärkte in den USA und auch hierzulande, insbesondere die Tech-Werte, gestern zeitweise einen weiteren, teils deutlichen Korrekturtag hinlegten. Und ganz zu schweigen von Bitcoin, die gestern ebenfalls einen sogar noch heftigeren Rückschlag – seit dem Hoch vom vergangenen Sonntag sprechen wir von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es bleibt bemerkenswert: Der Euro bewegte sich gegenüber dem US-Dollar kaum, während die Aktienmärkte in den USA und auch hierzulande, insbesondere die Tech-Werte, gestern zeitweise einen weiteren, teils deutlichen Korrekturtag hinlegten. Und ganz zu schweigen von Bitcoin, die gestern ebenfalls einen sogar noch heftigeren Rückschlag – seit dem Hoch vom vergangenen Sonntag sprechen wir von einem Kurssturz von zeitweise mehr als 23 Prozent – hinnehmen mussten. Die Aktienkorrekturen waren jedenfalls dem Vernehmen nach Ängsten vor weiter steigenden Anleiherenditen geschuldet. Und das, obwohl die langfristigen Renditen der US-Staatsanleihen gestern eine Art Ruhetag einlegten. Sicherlich auch, weil die Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats anstand. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13145" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/24022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/24022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/24022021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell blieb seiner vorgegebenen Linie treu</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat Jerome Powell gestern eigentlich nichts gesagt, was die Finanzmärkte in die eine oder andere Richtung hätte stärker in Bewegung versetzen können. Der Fed-Chef blieb bei seiner vorgezeichneten Linie und vermerkte, dass der Anstieg bei den US-Treasuries vor allem der verbreiteten Zuversicht in eine kräftige Erholung der Wirtschaft geschuldet sei. Und was die Inflation angeht, scheint die Fed trotz der zu erwartenden starken privaten Nachfragewelle infolge der sich abschwächenden Covid-19-Pandemie nicht von einer größeren oder anhaltenden Inflation auszugehen. Tatsächlich bemerkte Powell in der Anhörung, dass die Inflationsrisiken immer noch abwärts gerichtet seien. Kurzum: Powell zeigte sich so taubenhaft, wie man es von ihm erwartet hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro kommt nicht aus den Startlöchern</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von alldem ist allerdings beim Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro nichts angekommen. Und ich würde mich auch nicht weiter über eine Handelsbandbreite von nicht einmal 50 Stellen auslassen, wenn die Gemeinschaftswährung nicht an einem wichtigen Niveau stünde. Zumindest für technische Analysten. Wie ich bereits an den vergangenen Tagen erwähnte, wäre mit dem Überschreiten von 1,2165 gestern eine sogenannte umgedrehte Schulter-Kopf Schulter-Umkehrformation komplettiert worden. Eine Formation, die eigentlich steigende Kurse verspricht. Wobei sich die Gelehrten streiten, ob man für dieses Kaufsignal besser noch den Schlusskurs des Handelstages abwarten sollte, bevor man über den weiteren Verlauf des Euro eine klare Aussage machen kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen von diesen kleinen Unschärfen, die im Zweifel den Praktiker Geld kosten, sehen natürlich andere, große und schwergewichtige Marktteilnehmer solche deutlichen Signale ebenfalls und würden womöglich einer technisch induzierten Nachfragewelle nach Euros mit eigenem Angebot entgegenstehen, so dass es genau zu dem Stillstand der Kurse käme, wie wir ihn gerade tatsächlich erleben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen bewegt sich der Euro ohnehin in einer seitwärts gerichteten, trendlosen Entwicklung, wobei er gegenüber dem US-Dollar so lange leicht im Vorteil bleibt, wie an der Unterseite <strong>1,2065</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Sie ist wieder da</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2020 05:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Janet Yellen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor allen Dingen die Aktienmärkte jenseits des Atlantiks waren es, die gestern ein weiteres Mal Jubelstimmung vermittelten. Nun erregt es insbesondere bei den Medien große Aufmerksamkeit, wenn ein Index eine runde Zahl überschreitet. Das war gestern beim Dow-Jones-Index der Fall, denn er schaffte es zum ersten Mal, die 30.000er Marke zu überschreiten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Da ist zuallererst das Einlenken des Noch-Präsidenten Donald Trump zu nennen, der Behörden und Mitarbeiter angewiesen hat, mit dem designierten ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1905)</strong>             Vor allen Dingen die Aktienmärkte jenseits des Atlantiks waren es, die gestern ein weiteres Mal Jubelstimmung vermittelten. Nun erregt es insbesondere bei den Medien große Aufmerksamkeit, wenn ein Index eine runde Zahl überschreitet. Das war gestern beim Dow-Jones-Index der Fall, denn er schaffte es zum ersten Mal, die 30.000er Marke zu überschreiten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Da ist zuallererst das Einlenken des Noch-Präsidenten Donald Trump zu nennen, der Behörden und Mitarbeiter angewiesen hat, mit dem designierten Präsidenten Joe Biden zusammenzuarbeiten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12781" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/25112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/25112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/25112020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Heimliche Chefin </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Viel wichtiger für die Finanzmärkte ist indes die Tatsache, dass Joe Biden die ehemalige Fed-Präsidentin Janet Yellen als künftige Finanzministerin benannt hat. Und die Akteure wissen natürlich aus früheren Zeiten, was sie von Yellen zu erwarten haben. Nicht nur, weil sie als Garantin für eine lockere Geldpolitik der US-Notenbank galt. Vielmehr dürfte sich Yellen mit dieser Einstellung auch fiskalpolitisch so positionieren, dass sich mit der Notenbank eine enge Zusammenarbeit ergibt. Tatsächlich meinte ein Kommentator, dass Yellen nicht nur mit dem derzeitigen Fed-Präsidenten Jerome Powell eng zusammenarbeiten werde. De facto würde Yellen sogar im Zweifel das Sagen haben und wäre demnach so etwas wie die heimliche Fed-Chefin.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mögliche Störfeuer aus dem Senat</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf der anderen Seite wird sich Yellen vor allem, wenn es um große Konjunkturprogramme geht, womöglich mit einem starrköpfigen US-Senat herumschlagen müssen, sofern es den Demokraten nicht doch noch gelingt, bei den Nachwahlen in Georgia im Januar – und dies ist wenig wahrscheinlich – beide Senats-Sitze zu gewinnen. Denn man kann davon ausgehen, dass ein republikanischer Mehrheitsführer Mitch McConnell im Gegenteil ab sofort auf das untragbare Staatsdefizit und die hohe Verschuldung verweisen wird, die unter der Administration Trump naturgemäß kein Problem gewesen waren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch mehr Risikofreude?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man kann sich durchaus fragen, woher der Treibstoff für weitere Aufwärtsbewegungen in den Aktienmärkten kommen soll, nachdem gestern der Eindruck entstand, dass es kaum mehr Risiken gibt und die Welt vermeintlich nur noch aus positiven Nachrichten besteht. Eine Antwort darauf mögen die während der vergangenen beiden Wochen weiter deutlich gesunkenen impliziten Options-Volatilitäten an den US-Aktienmärkten geben, die vielerorts auf die Risikomodelle der Investoren einen Einfluss haben werden. Und zwar mit der Konsequenz, dass höhere Positionen gefahren werden dürfen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Trotz aller Risikofreude ist der Dollar gestern erst spät leicht unter Druck geraten, und auch der Euro ist aus seiner engen Bandbreite der vergangenen Tage noch nicht ausgebrochen. Die Gemeinschaftswährung stellt sich immer noch stabil dar und wird dies auch bleiben, solange an der Unterseite das Niveau von <strong>1,1795</strong> gehalten werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Habemus praesidentem</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/habemus-praesidentem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2020 10:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach langem Auszählen heißt der neue US-Staatspräsident Joe Biden. Obgleich bis zum Ende der Handelssitzung am vergangenen Freitag im übertragenen Sinne kein weißer Rauch wie bei der Papstwahl über den USA aufgestiegen war, um ein tragfähiges Wahlergebnis des Präsidenten für die nächsten vier Jahre bekanntzugeben, war die Richtung für die Aktienmärkte von Wochenbeginn an bereits festgelegt. Denn es hatte sich bei vielen Akteuren die Meinung durchgesetzt, dass selbst ein knappes Wahlergebnis, schlimmstenfalls unter Inkaufnahme eines Rücksetzers, positiv für die Aktienmärkte zu werten sei. Nun war das Ergebnis der Wahl bis zum Freitag immer noch nicht richtig klar, aber die Aktienmärkte verzichteten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/habemus-praesidentem/">Habemus praesidentem</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1870)</strong>             Nach langem Auszählen heißt der neue US-Staatspräsident Joe Biden. Obgleich bis zum Ende der Handelssitzung am vergangenen Freitag im übertragenen Sinne kein weißer Rauch wie bei der Papstwahl über den USA aufgestiegen war, um ein tragfähiges Wahlergebnis des Präsidenten für die nächsten vier Jahre bekanntzugeben, war die Richtung für die Aktienmärkte von Wochenbeginn an bereits festgelegt. Denn es hatte sich bei vielen Akteuren die Meinung durchgesetzt, dass selbst ein knappes Wahlergebnis, schlimmstenfalls unter Inkaufnahme eines Rücksetzers, positiv für die Aktienmärkte zu werten sei. Nun war das Ergebnis der Wahl bis zum Freitag immer noch nicht richtig klar, aber die Aktienmärkte verzichteten dennoch auf eben jenen Rücksetzer. Warum sollte man denn überhaupt verkaufen, wenn es ohnehin wieder nach oben gehen würde, lautete die überzeugende Logik vieler Marktteilnehmer.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12706" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/09112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/09112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/09112020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Klare Richtung am Aktienmarkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der breitgestreute US-Aktienindex S&amp;P 500 produzierte mit einem Plus von 7,3 Prozent den größten Wochengewinn seit Mitte April. Noch besser schlugen sich die hiesigen Indices DAX und EURO STOXX 50 mit einem Zuwachs von rund 8 bzw. 8,3 Prozent. Und rechnet man auch noch den Kursgewinn des Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,8 Prozent während des gleichen Zeitraums hinzu, konnten die  hiesigen Indices sogar mit der Nasdaq konkurrieren, die mit einem Plus von 9,4 Prozent am besten abschnitt. Wer sich während der gleichen Zeit mit den US-Wahlen beschäftigte, musste wahre Wechselbäder hinnehmen. Vor allen Dingen, weil man vielerorts zu Beginn der vergangenen Woche noch von einem Erdrutschsieg der Demokraten ausgegangen war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Politik des Stillstands droht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Spätestens in der Nacht zum Dienstag wurde jedoch klar, dass der von den Auguren gegenüber US-Präsident Donald Trump deutlich vorne gesehenen Joe Biden einen weit geringeren Vorsprung haben würde. Zwischenzeitlich war es keineswegs gewiss, ob Joe Biden Trump überhaupt würde schlagen können. Auch wurde deutlich, dass die Demokraten mit den Republikanern im Senat im besten Fall würden gleichziehen können. Die Teilnehmer an den Finanzmärkten gingen mehrheitlich sogar davon aus, dass die Republikaner die Mehrheit im Senat halten könnten. Größere Stimulus-Programme und andere groß angelegte Vorhaben eines Präsidenten Joe Biden, begleitet von einer demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus, würden zumindest für die kommenden beiden Jahre blockiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Im Zweifel hilft die Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die ökonomischen Folgen wären damit andere, als am vergangenen Montag angenommen. Zu diesem Zeitpunkt gingen viele Investoren noch davon aus, dass ein groß angelegtes fiskalisches Konjunkturprogramm die Ökonomie stimulieren würde – aber auch die Inflationsaussichten. Mit einer möglichen Blockadepolitik der Republikaner im Senat dürfte ein etwaiges Konjunkturprogramm sicherlich nicht – wie von den Demokraten zuletzt angestrebt – 2,2 Billionen USD, sondern wahrscheinlich nicht einmal halb so groß ausfallen. Zumindest müsste man sich diesbezüglich eher auf kleine Teilprogramme einstellen. Allerdings, so argumentierten die Investoren, sei das gar nicht so schlimm, weil auch andere Programme der Demokraten, insbesondere neue Steuern und Regulierungen, mit den neuen Mehrheitsverhältnissen auf Eis gelegt würden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Aktienmärkte war dies so gesehen die beste aller Welten, zumal bei der Sitzung der US-Notenbank, die am vergangenen Donnerstag endete, einmal mehr deutlich wurde, dass die Fed ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen im Zweifel erhöhen würde. Und zwar nicht nur wenn fiskalpolitische Impulse zu schwach ausfallen, sondern auch, falls sich die Covid-19 Krise verschlimmern sollte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Solider Arbeitsmarktbericht im Schatten von Covid-19</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wurde dem von den Akteuren normalerweise viel beachteten US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag für den Monat Oktober publiziert wurde, nicht die gewohnte Aufmerksamkeit zuteil. Dieser wirkte eigentlich recht solide, zumal die Arbeitslosenquote mit 6,9 Prozent erheblich besser ausfiel, als dies im Mittel von den Ökonomen (+7,7 Prozent) erwartet worden war. Aber die weiter steigenden Covid-19-Infektionen, die womöglich wie hierzulande bestimmte Bereiche der US-Ökonomie in einen Teil-Lockdown zwingen könnten, relativierten den Bericht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der US-Dollar blieb somit auch am Freitag unter Druck und sorgte dafür, dass der Euro die Oberseite seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1600/05 und 1,1875 geringfügig überschritt – nicht genug allerdings, um einen kurzfristigen Aufwärtstrend einzuläuten. Nichtsdestotrotz bleibt die Gemeinschaftswährung stabil, solange sie sich oberhalb von <strong>1,1750</strong> bewegt. Ein Unterlaufen dieses Niveaus würde sogar signalisieren, dass der Ausbruch aus der Konsolidierung am Freitag nicht mehr als einen sogenannten „false break“ darstellen würde. Mit der Folge fallender Kurse.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Veranstaltungshinweis:</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmeldung <span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://register.gotowebinar.com/register/3663197121474429456" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span></p>
<p><a href="https://register.gotowebinar.com/register/3663197121474429456" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12692 aligncenter" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung.jpg" alt="" width="601" height="314" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung.jpg 1200w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung-300x157.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung-1024x535.jpg 1024w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung-768x401.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmeldung <span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://register.gotowebinar.com/register/3663197121474429456" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span></p>
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		<title>Wahltag</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wahltag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 05:53:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[QE-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern ordentlich erholten, blieb der Dollar interessanterweise dennoch gefragt. Der Euro produzierte gar zum sechsten Mal hintereinander einen Tagesverlust. Zwar ist der Ausgang der US-Wahlen völlig ungewiss, aber es hat den Anschein, als ob die Akteure zumindest nicht mit einer Aktien-Short-Position in die Wahlnacht gehen möchten. Und es gibt durchaus Analysten, die sich vorstellen können, dass der Ausgang der wohl wichtigsten Wahlen in den USA seit Jahrzehnten für die Finanzmärkte sogar am Ende ein sogenanntes Non-event darstellen könnte. Natürlich besteht weiterhin die Meinung,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>655)</strong>             Während sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern ordentlich erholten, blieb der Dollar interessanterweise dennoch gefragt. Der Euro produzierte gar zum sechsten Mal hintereinander einen Tagesverlust. Zwar ist der Ausgang der US-Wahlen völlig ungewiss, aber es hat den Anschein, als ob die Akteure zumindest nicht mit einer Aktien-Short-Position in die Wahlnacht gehen möchten. Und es gibt durchaus Analysten, die sich vorstellen können, dass der Ausgang der wohl wichtigsten Wahlen in den USA seit Jahrzehnten für die Finanzmärkte sogar am Ende ein sogenanntes Non-event darstellen könnte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12682" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Im Zweifel handelt die Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich besteht weiterhin die Meinung, dass ein Erdrutschsieg der Demokraten Hoffnung auf ein Konjunkturprogramm wiederbeleben und damit ein Kaufargument für Aktien darstellen würde. Zumindest kurzfristig. Aber es gibt mittlerweile Stimmen, die einem US-Stimulus-Programm gar nicht mehr so große Bedeutung beimessen. Psychologisch verständlich, denn mental hatte man jedwede Hoffnung auf ein solches Programm zumindest auf kurze Sicht ohnehin abgeschrieben. Aber wenn nun schon die Fiskalpolitik nicht schnell reagieren kann, spielt mancherorts plötzlich doch wieder die Geldpolitik der Zentralbank eine Rolle. Zumindest insofern, als zusätzliche quantitative Lockerungsmaßnahmen zumindest den US-Aktienmärkten wie schon in den Monaten zuvor noch einmal einen Schub verleihen könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Am Ende doch wieder bullisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies wäre insofern von Bedeutung, falls das Wahlergebnis von heute Nacht knapp ausfiele oder angefochten werden sollte. Zwar würden die Aktienmärkte vermutlich erst einmal risikoavers reagieren. Wahrscheinlich gelangten die Akteure dann aber recht schnell zu der Überzeugung, dass es ja immer noch ein Ass im Ärmel gibt: Die Fed, die im Zweifel mit weiteren taubenhaften geldpolitischen Maßnahmen für noch mehr Liquidität sorgen würde. So gesehen ist die Angst, die nächste Rallye am Aktienmarkt zu verpassen, womöglich größer als die Angst vor einem unklaren Wahlausgang oder einer Verschlechterung der Covid-19-Situation.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen liegen die Vorteile derzeit beim Dollar, und der Euro bleibt trendlos und leicht unter Druck (Risiko zunächst bis <strong>1,1510</strong>). Dies gilt zumindest solange, wie das Niveau von <strong>1,1780/85</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em>Da ich Mittwochvormittag wegen der US-Wahlen beruflich anderweitig engagiert bin, wird es mir nicht möglich sein, einen zeitnahen Kommentar zu erstellen. Die nächste Ausgabe von Dollar am Morgen kann daher erst am Donnerstag (5. November) erscheinen.</em></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Die Hoffnung schwindet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2020 10:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Handelswoche dürfte gewesen sein, dass Aktienmarkt-Korrekturen nicht mehr wie in den Monaten zuvor von den Akteuren einfach weggesteckt werden. Hierzulande verloren DAX und EURO STOXX 50 nämlich rund 8,6 bzw. 7,5 Prozent an Wert, und in den USA sah es auch nicht besser aus. Natürlich könnte man als Hauptgrund die massiv gestiegenen Covid-19-Infektionen für die schwächste Aktienwoche seit dem Corona-Tief vom 19. März nennen. Aber diese Entwicklung war bereits in den Vorwochen erkennbar, und auch die neuesten Lockdowns (light) in der EU sollten keine Riesenüberraschung dargestellt haben...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>645)</strong>             Eine der wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Handelswoche dürfte gewesen sein, dass Aktienmarkt-Korrekturen nicht mehr wie in den Monaten zuvor von den Akteuren einfach weggesteckt werden. Hierzulande verloren DAX und EURO STOXX 50 nämlich rund 8,6 bzw. 7,5 Prozent an Wert, und in den USA sah es auch nicht besser aus. Natürlich könnte man als Hauptgrund die massiv gestiegenen Covid-19-Infektionen für die schwächste Aktienwoche seit dem Corona-Tief vom 19. März nennen. Aber diese Entwicklung war bereits in den Vorwochen erkennbar, und auch die neuesten Lockdowns (light) in der EU sollten keine Riesenüberraschung dargestellt haben. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12675" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/02112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/02112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/02112020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stützende Faktoren verschwunden</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es sind seit vergangenem Montag einige aufbauende Hoffnungs-Elemente für die Börsianer weggefallen. Über das auf Eis gelegte US-Konjunkturprogramm habe ich an dieser Stelle schon mehrfach berichtet, und ob es zu einem großen Stimulus-Paket kommen wird, hängt vom Ausgang der US-Wahlen ab. Auch gibt es nicht wenige Kommentatoren, aber auch Marktteilnehmer, die bei einem knappen Wahlergebnis, vor allem wenn dieses zu Ungunsten von US-Präsident Donald Trump ausfällt, von der Gefahr einer möglichen Verfassungskrise, begleitet von einer längeren Periode der Unsicherheit, sprechen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wirkungslose Geldpolitik?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch ein anderer Unsicherheitsfaktor ist in den Vordergrund getreten: Die als solche mancherorts wahrgenommene schwindende Feuerkraft der Zentralbanken. Auch wenn EZB-Präsidentin Christine Lagarde durchblicken ließ, dass bei der Dezember-Sitzung der Notenbank noch geldpolitisch nachgelegt würde, bleiben Zweifel über die Effektivität dieser Maßnahmen. Der Chef der österreichischen Notenbank, Robert Holzmann, brachte es am Freitag auf den Punkt, als er äußerte, [die EZB] habe zwar „viel Geld auf den Tisch gelegt“, aber trotzdem habe sich die Inflation kaum bewegt. Dies wird von der jüngsten Schnellschätzung der Oktober-Zahlen für die Eurozone bestätigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zahlen ohne Wert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Blickt man indes auf die (vorläufige) Entwicklung des Wachstums in der Eurozone, so hätten die am Freitag publizierten Zahlen für das dritte Quartal eigentlich Mut machen müssen. Denn gegenüber dem Vorquartal war ein Plus von 12,7 Prozent bekannt gegeben worden, weit mehr als die Medianprognose der Ökonomen (+9,6 Prozent). Aber diese Daten sind schon wieder Makulatur. Denn die Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen deutet bereits darauf hin, dass eine sogenannte Double-Dip-Rezession unvermeidlich scheint.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch in den USA gab es eine Serie wichtiger Wirtschaftsdaten. Allerdings stießen sie angesichts der Covid-19-Situation und der US-Wahlen am kommenden Dienstag nur auf wenig Interesse. Dies galt selbst für den Index der persönlichen Verbrauchsausgaben (PCE), der im September gegenüber dem Vorjahr in der Kernrate um 1,5 Prozent gestiegen war. Die US-Notenbanker dürfte das zurzeit kaum beeindrucken, auch wenn es sich dabei um das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß handelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar als sicherer Hafen nur mäßig gefragt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Trotz aller Risikoaversion war der Dollar als „sicherer Hafen“ längst nicht so gefragt, wie es die Risikoaversion an den Aktienmärkten hätte vermuten lassen. Das Minus von 1,8 Prozent in der abgelaufenen Woche ist sogar geringer als der Euro-Rückgang von vor fünf Wochen, und für den gesamten Oktober beträgt es sogar nur 0,6 Prozent. Allerdings sind etwaige positive Ambitionen der Gemeinschaftswährung aus der vorvergangenen Woche durch die jüngste Entwicklung vorerst auf Eis gelegt. Der Euro bleibt also leicht angeschlagen, solange er sich unter 1,1785/90 bewegt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Die Ohnmacht verwalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 05:50:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Ratssitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun kann man über den Ausgang der gestrigen EZB-Ratssitzung durchaus geteilter Meinung sein. Eine Sitzung, bei der wie vielerorts erwartet, nichts Wichtiges entschieden wurde. Aber es wurde festgestellt und versprochen. Festgestellt hat Christine Lagarde, dass die Erholung in der Eurozone schneller als gedacht ihr Momentum verloren habe. Und versprochen hat die EZB- Präsidentin, dass bei der Dezember-Sitzung geldpolitisch nachgelegt würde. Ökonomen prognostizierten bereits vor der gestrigen Sitzung, dass die EZB in der letzten Zusammenkunft des Jahres ihr pandemisches Notfallprogramm PEPP von derzeit unverändert 1,35 Billionen Euro um...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>675)</strong>             Nun kann man über den Ausgang der gestrigen EZB-Ratssitzung durchaus geteilter Meinung sein. Eine Sitzung, bei der wie vielerorts erwartet, nichts Wichtiges entschieden wurde. Aber es wurde festgestellt und versprochen. Festgestellt hat Christine Lagarde, dass die Erholung in der Eurozone schneller als gedacht ihr Momentum verloren habe. Und versprochen hat die EZB- Präsidentin, dass bei der Dezember-Sitzung geldpolitisch nachgelegt würde. Ökonomen prognostizierten bereits vor der gestrigen Sitzung, dass die EZB in der letzten Zusammenkunft des Jahres ihr pandemisches Notfallprogramm PEPP von derzeit unverändert 1,35 Billionen Euro um weitere 500 Mrd. aufstocken würde. Dies ist insofern bemerkenswert, als der PEPP-Topf derzeit nicht einmal zur Hälfte ausgeschöpft ist.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12671" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/30102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/30102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/30102020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ohne fiskalpolitische Hilfe machtlos?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienmärkte der Eurozone das Versprechen Christine Lagardes offensichtlich goutierten, weil sie nicht weiter einbrachen bzw. eine Pause im Abverkauf der laufenden Woche einlegten, gab der Euro gegenüber dem US-Dollar erneut deutlich nach. Was auf der einen Seite als Hoffnung auf Mehr wahrgenommen wurde, wurde auf der anderen Seite von einem Kommentator sogar als Eingeständnis bewertet, dass Christine Lagarde geldpolitisch nicht mehr weiter wüsste. Und ihre vornehmliche Aufgabe bestehe wohl darin, Kontrollverlust und Ohnmacht der EZB zu verwalten. Drastische Worte, dennoch lässt sich nicht leugnen, dass darin auch ein Körnchen Wahrheit steckt. Wie in den USA kann die Zentralbank ohne die Hilfe der Fiskalpolitik nicht erfolgreich sein. Diese Hilfe ist hierzulande zwar vorhanden, aber sie wird teilweise nur schleppend in Anspruch genommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zweifel an der Feuerkraft der Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch in den USA scheint sich mehr und mehr die Meinung durchzusetzen, dass die dortige Notenbank nicht über genügend geldpolitische Instrumente verfügt. Natürlich beteuert Fed-Chef Jerome Powell immer wieder, dass der Notenbank die Munition nicht ausgehen werde. Das muss er auch. Aber nun meldete sich am Mittwoch der ehemalige Chef der Fed von York, William Dudley, in einem Bloomberg-Beitrag: Die Fed würde ihre Feuerkraft verlieren und das Land [USA] könne nur durch [weitere] Ausgabenprogramme der Regierung gerettet werden. Weil aber derzeit ein durchschlagkräftiges Stimulus-Programm wegen der bevorstehenden US-Wahlen auf Eis liegt, sind die Börsianer ins Grübeln gekommen. Denn es gilt keineswegs als ausgemacht, dass es zu einem Durchmarsch der Demokraten kommen wird. Insbesondere der Senat könnte in republikanischer Hand bleiben, und damit würde nach derzeitiger Lesart ein massives Konjunkturprogramm in Höhe von 2 Billionen Dollar wohl kaum Chancen auf Verabschiedung haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>&#8222;Relativ&#8220; gute US-Daten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen waren die US-Wirtschaftsdaten, die gestern zur Publizierung anstanden, kaum von Interesse. Zwar stieg das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal in einer ersten Schätzung um annualisiert 33,1 Prozent und damit so stark wie noch nie an, was zumindest die Ökonomen im Mittel leicht auf der positiven Seite überraschte. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass das BIP im Quartal zuvor so stark wie noch nie gefallen war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darüber hinaus sind auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zum Ende der vergangenen Woche auf 751 Tsd. zurückgegangen, und auch die fortgesetzten Anträge haben sich in der Woche zum 17. Oktober auf 7,76 Mio. verringert. Damit sind die Zahlen zwar immer noch bedrückend, aber übertrafen zumindest die Medianprognose der Ökonomen. Fast könnte man mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit die Meinung vertreten – der ökonomische Chefberater Donald Trumps, Larry Kudlow hat sich gestern bereits entsprechend geäußert –, es bedürfe keines weiteren Stimulus-Programms, damit sich die US-Wirtschaft vollständig erholt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro hat gestern weiter an Boden verloren und ist wieder in seine frühere Seitwärtsentwicklung zurückgefallen. Dabei bleibt die Gemeinschaftswährung weiterhin in angeschlagenem Zustand – zumindest, solange <strong>1,1795</strong> nicht überwunden werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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