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	<title>Dollar am Morgen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 03 Aug 2021 04:57:01 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
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		<title>In eigener Sache</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2021 04:45:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal haben Erholungspausen wie die, die ich mir gerade gegönnt hatte, etwas Erholsames, manchmal ergeben sich aus der vorübergehend gewonnenen Ruhe und Zeit plötzlich Perspektivwechsel und damit schlagartig neue Gelegenheiten, sich weiterzuentwickeln. Ich habe das Glück, mein Arbeitsspektrum in den kommenden Monaten erweitern zu können. Zu gegebener Zeit werde ich an dieser Stelle darüber berichten. Mein Glück ist leider insofern zunächst ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/in-eigener-sache/">In eigener Sache</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal haben Erholungspausen wie die, die ich mir gerade gegönnt hatte, etwas Erholsames, manchmal ergeben sich aus der vorübergehend gewonnenen Ruhe und Zeit plötzlich Perspektivwechsel und damit schlagartig neue Gelegenheiten, sich weiterzuentwickeln. Ich habe das Glück, mein Arbeitsspektrum in den kommenden Monaten erweitern zu können. Zu gegebener Zeit werde ich an dieser Stelle darüber berichten.</p>
<p>Mein Glück ist leider insofern zunächst Ihr Pech, als mir die neue Herausforderung es bis auf Weiteres unmöglich machen wird, wie gewohnt mein kostenloses Angebot an Sie, an dieser Stelle Interessantes über den „Dollar am Morgen“ bzw. „Dollar am Sonntag“ zu erfahren, aufrechtzuerhalten. Ich bedauere dies sehr, da ich seit Jahrzehnten nahezu täglich die Finanzmärkte, insbesondere die Devisenmärkte, aus verhaltensorientierter Sicht analysiert und die Ergebnisse dieser Analyse in Textform publiziert habe – unter anderem in diesem Format, das es mittlerweile auch schon seit mehr als zwei Jahren gibt.</p>
<p>Ich würde mich trotzdem freuen, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, weiterhin bei mir vorbeischauen. Denn meine Kommentare zur Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt werden natürlich in gewohnter Weise mittwochs von hier aus zu abzurufen sein. Sicherlich werde ich mich auch in Zukunft zu den Finanzmärkten aus Sicht der Behavioral Finance äußern, allerdings eher ereignisabhängig und sporadisch, statt wie in gewohnter Weise regelmäßig fünfmal pro Woche. Aber ich bleibe Ihnen auch in Zukunft auf jeden Fall als Kommentator erhalten, schon weil die Faszination, die das Auf und Ab an den Finanzmärkten seit Jahrzehnten auf mich ausübt, bis heute nichts an ihrer Intensität eingebüßt hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/in-eigener-sache/">In eigener Sache</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Pause!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jul 2021 04:42:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Pause]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch am gestrigen Handelstag gelang es dem Euro nicht, aus der am vergangenen Dienstag vorgegeben Handelsspanne gegenüber dem Greenback, die mit rd. 0,9 Prozent zugegebenermaßen breit ausgefallen war, auszubrechen. Vielleicht auch, weil unter den gestrigen ökonomischen Daten keines als Kurstreiber geeignet war. Insbesondere die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe entsprachen in etwa der Median-Erwartung der Ökonomen. Gibt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch am gestrigen Handelstag gelang es dem Euro nicht, aus der am vergangenen Dienstag vorgegeben Handelsspanne gegenüber dem Greenback, die mit rd. 0,9 Prozent zugegebenermaßen breit ausgefallen war, auszubrechen. Vielleicht auch, weil unter den gestrigen ökonomischen Daten keines als Kurstreiber geeignet war. Insbesondere die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe entsprachen in etwa der Median-Erwartung der Ökonomen. Gibt es für Märkte eigentlich etwas Schlimmeres, als wenn sich eine Medianprognose von Ökonomen bewahrheitet, könnte man in diesem Fall ketzerisch fragen. Denn auf solche Treffer ins Schwarze folgt normalerweise keine „Belohnung“ in Form einer Kursbewegung. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13691" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/16072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/16072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/16072021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro unter Druck</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die gestrige leichte Dollarstärke, gepaart mit Rücksetzern an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks, könnte man durchaus als erstes Anzeichen für Risikoaversion werten, genauso wie die Nachfrage nach langlaufenden US-Staatsanleihen. Nun werde ich mich bis zum 3. August mit dem „Dollar am Morgen“ bzw. „Dollar am Sonntag“ in die Sommerfrische begeben, allerdings mit einem etwas seltsamen Gefühl im Bauch, dass ich dadurch bei der Euro-Entwicklung möglicherweise einen größeren Trend (in Richtung 1,13?) verpassen könnte. Zumindest wird nach wie vor von vielen das Niveau bei <strong>1,1770</strong> als Auslöser für eine Verstärkung des ohnehin kurzfristig abwärts gerichteten Trends angesehen. Um den größten Druck vom Euro zu nehmen, müsste nach wie vor <strong>1,1895/00</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wir melden uns am Dienstag, den 3. August 2021, wieder zurück. Meinen Kommentar zur Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt finden Sie während dieser Zeit wie gewohnt an dieser Stelle.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von Rekord zu Rekord</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 04:49:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Humphrey Hawkins Testimony]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun gab es gestern aus den USA einen weiteren Baustein in Sachen Inflation zu verarbeiten. Die Rede ist vom Produzentenpreisindex, der im Juni mit einem Plus von 1,0 Prozent (Kernrate ebenfalls +1,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat deutlich über der Median-Schätzung der Ökonomen lag. Langsam frage ich mich, was wohl passiert wäre, wenn eine solche Zahl [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun gab es gestern aus den USA einen weiteren Baustein in Sachen Inflation zu verarbeiten. Die Rede ist vom Produzentenpreisindex, der im Juni mit einem Plus von 1,0 Prozent (Kernrate ebenfalls +1,0 Prozent) gegenüber dem Vormonat deutlich über der Median-Schätzung der Ökonomen lag. Langsam frage ich mich, was wohl passiert wäre, wenn eine solche Zahl einmal hinter den Erwartungen der Experten zurückbliebe, denn die Marktreaktion auf die Zahlen fiel spärlich aus. Immerhin gibt es nun genug zu schreiben und zu lamentieren, denn es ist nicht nur von Rekordhochs und Serien ununterbrochener Preissteigerungen die Rede. Analysten und Kommentatoren haben also auch im Juli genügend Material, das ansonsten drohende Sommerloch bei den Finanzmedien zu erfüllen. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13688" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/15072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/15072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/15072021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die große Frage, die die Akteure natürlich bewegt, ist, wann der Zeitpunkt gekommen sein wird, dass die US-Notenbank auf die bislang steigenden Inflationsraten reagiert. Zumal nicht davon auszugehen ist, dass es beim für die Fed maßgeblichen Inflationsmaß, dem Index für die Privaten Konsumausgaben (PCE), einen anderen Trend als den vorliegenden geben wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell bleibt gelassen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>I</strong>mmerhin hätte Fed-Chef Jerome Powell gestern Gelegenheit gehabt, zu diesen Entwicklungen Stellung zu beziehen. Denn wieder einmal war das sogenannte Humphrey Hawkins Testimony, die halbjährliche Anhörung vor Ausschüssen des Kongresses, angesagt. Aber in der vorgefertigten Stellungnahme blieb Powell wohl ganz bewusst in Sachen „forward guidance“ vage und betonte stattdessen, dass die US-Ökonomie von einem wesentlich weiteren Fortschritt noch weit entfernt sei. Auch äußerte der Fed-Chef vor dem Bankenausschuss des Repräsentantenhauses, dass der Arbeitsmarkt lange brauchen werde, um sein früheres Niveau [vor der Pandemie] zu erreichen. Mit anderen Worten: Man muss sich als Finanzmarktteilnehmer derzeit offenbar keine Sorgen machen, dass die Diskussion über ein mögliches Zurückfahren der Wertpapierkäufe (Tapering) Fahrt aufnehmen könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Heimische Börsianer zunehmend skeptisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Geduld ist also weiterhin angesagt. Und natürlich wiederhole ich mich, wenn ich darauf hinweise, dass man frühestens im Herbst, vermutlich sogar erst zum Jahresende sagen kann, ob die derzeit vergleichsweise hohen Inflationsraten vorübergehender Natur sein werden. Tatsächlich bleibt der US-Notenbank nichts anderes übrig, als Ruhe zu bewahren. Dies scheinen auch die Teilnehmer an den Aktienmärkten zu sehen, wo es gestern in den USA teilweise, aber auch beim hiesigen DAX, zu neuen marginal höheren Allzeithochs gekommen ist. Dass die institutionellen Investoren hierzulande dem Anstieg des Börsenbarometers nicht viel Momentum zubilligen möchten, zeigt sich in der gestrigen Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt, die ich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/5a27b160-b965-4f05-95a7-98a30452ab09" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> kommentiert habe. Denn der Pessimismus ist zumindest in diesem Panel wieder zurückgekehrt, vermutlich aber nur, um im Falle eines größeren Rücksetzers wieder auf der Seite der Nachfrager zu stehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der US-Dollar ist allerdings gestern nicht erst aufgrund der letztlich taubenhaften Bemerkungen von Jerome Powell gefallen, sondern stand bereits seit dem Vormittag zunehmend unter Druck. Im gleichen Zuge hat der Euro sein wichtiges und weithin im Markt bekanntes Niveau von <strong>1,1770</strong> bislang halten und sich sogar etwas erholen können. Um allerdings den allergrößten Druck von der Gemeinschaftswährung zu nehmen, müsste immer noch <strong>1,1895/00</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-rekord-zu-rekord-2/">Von Rekord zu Rekord</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<item>
		<title>Träge Reaktion auf US-Inflationsdaten</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/traege-reaktion-auf-us-inflationsdaten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jul 2021 05:03:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[BofA]]></category>
		<category><![CDATA[Head & Shoulders Formation]]></category>
		<category><![CDATA[US-Inflation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist der US-Konsumentenpreis-Index im Juni zum siebten Mal hintereinander gestiegen, wenn man jeweils die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr in Betracht zieht. Ja, mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent stand bei der Jahresinflation eine Zahl vor dem Komma, die zumindest bei Kommentatoren für eine gewisse Aufregung sorgte. Zumal es sich dabei um den größten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist der US-Konsumentenpreis-Index im Juni zum siebten Mal hintereinander gestiegen, wenn man jeweils die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr in Betracht zieht. Ja, mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent stand bei der Jahresinflation eine Zahl vor dem Komma, die zumindest bei Kommentatoren für eine gewisse Aufregung sorgte. Zumal es sich dabei um den größten Zuwachs seit August 2008 handelt. In der Kernrate sprechen wir übrigens von einem Plus von 4,5 Prozent im Jahresvergleich – zuletzt war diese nur noch im Jahr 1991 höher. Im Monatsvergleich weist der Konsumentenpreis- Index ein Plus von 0,9 Prozent (Kernrate ebenfalls +0,9 Prozent) aus, praktisch doppelt so viel, wie der Markt im Mittel erwartet hatte. Was Kommentatoren in Aufruhr versetzte, ließ die Finanzmärkte zunächst im Wesentlichen kalt. Lediglich der Dollar machte gegenüber dem Euro einen deutlicheren Sprung. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13676" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/14072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/14072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/14072021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rekordserie setzt sich fort</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese erstaunlich träge Reaktion – an den US-Aktienmärkten gab es sogar teilweise neue Rekordhochs –, die auch die Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit per Saldo zunächst<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong>1</strong>]</a> </span>fast unverändert beließ, lässt sich vielleicht durch die Ergebnisse der gestern ebenfalls publizierten Fondsmanager-Umfrage der Bank of America (BofA) erklären. Denn nur noch netto 22 Prozent der Befragten gehen in der vom 2. bis 8. Juli durchgeführten Erhebung davon aus, dass die Inflation in den kommenden zwölf Monaten zunehmen       wird. Im Monatsvergleich handelt es sich um einen enormen Rückgang von 42 Prozentpunkten, und eine große Mehrheit, nämlich 70 Prozent der internationalen Umfrageteilnehmer, schließt sich der Ansicht der US-Notenbank an, dass es sich beim derzeitigen Anstieg der Inflation um ein vorübergehendes („transitory“) Phänomen handelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Boom könnte bald vorbei sein</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch gehen die Fondsmanager davon aus, dass der gegenwärtige Boom womöglich seinen Höhepunkt überschritten hat. Zumal netto nur noch 47 Prozent der Befragten damit rechnen, dass sich die globale konjunkturelle Situation verbessern wird – im März hatten sich davon noch netto (!) 91 Prozent überzeugt gezeigt. Aber auch die Erwartungen an eine steilere Zinsstrukturkurve haben sich nach Angaben des BofA-Chefstrategen Michael Hartnett „drastisch“ verringert. Im Februar glaubten daran noch netto 70 Prozent der befragten Investoren, in der Juli Umfrage sind es nurmehr etwas über 30 Prozent. Kurzum: Immer weniger glauben an das Reflations-Narrativ.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro bleibt unter Druck</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nach dem vergleichsweise ruhigen Vortag hat der Euro infolge der neuerlichen Dollarstärke gestern seinen Abwärtstrend mit einem Tagesverlust von rd. 0,8 Prozent wieder etwas betont. Gleichzeitig hat sich die Gemeinschaftswährung ihrem wichtigen Niveau von <strong>1,1770</strong> genähert, das mancherorts als Auslöser für größere Abwärtsbewegungen gesehen wird. Dieses Niveau ist allerdings derart in aller Munde, dass es an dieser Stelle möglicherweise zu einer Fehlentwicklung kommt. Technische Analysten sehen nämlich unterhalb davon eine große Head &amp; Shoulders Formation komplettiert – mit bearishen Konsequenzen. Was ich jedoch von solchen Formationen halte können Sie <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/09/16/ungebrochener-mythos/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> nachlesen. Auf jeden Fall müsste auf der anderen Seite immer noch <strong>1,1895</strong> überwunden werden, um den Druck auf die Gemeinschaftswährung zu mildern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Erst am Abend kam es möglicherweise aufgrund einer nicht ganz optimal verlaufenden Versteigerung 30-jähriger Staatsanleihen durch das Schatzamt zu steigenden Renditen, etwa bei den Papieren mit zehnjähriger Laufzeit in einer Größenordnung von zeitweise 5 Basispunkten</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/traege-reaktion-auf-us-inflationsdaten/">Träge Reaktion auf US-Inflationsdaten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Angst vor der 5 vor dem Komma</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2021 04:45:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[CFTC]]></category>
		<category><![CDATA[Schwellenpreise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht blieb es gestern deshalb vergleichsweise ruhig an den Finanzmärkten, weil für heute die Zahlen zur US-Konsumentenpreisinflation zur Veröffentlichung anstehen. Für den Monat Juni wird im Mittel ein Anstieg des Index um 4,9 Prozent (Kernrate 4,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr von den Märkten erwartet. Wobei ein gewisser Effekt beachtet werden sollte: Im Ernstfall klingen 5,0 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-angst-vor-der-5-vor-dem-komma/">Die Angst vor der 5 vor dem Komma</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht blieb es gestern deshalb vergleichsweise ruhig an den Finanzmärkten, weil für heute die Zahlen zur US-Konsumentenpreisinflation zur Veröffentlichung anstehen. Für den Monat Juni wird im Mittel ein Anstieg des Index um 4,9 Prozent (Kernrate 4,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr von den Märkten erwartet. Wobei ein gewisser Effekt beachtet werden sollte: Im Ernstfall klingen 5,0 deutlich höher als 4,9 Prozent. Im Einzelhandel würde man von Schwellenpreisen sprechen, weil sich 1 Liter eines bestimmten Kaltgetränkes für 0,99 leichter als für einen runden Euro verkaufen lässt. Gut möglich, dass dem einen oder anderen Akteur der Schreck in die Glieder fährt, wenn bei der US-Konsumentenpreisinflation tatsächlich die fünf vor dem Komma stehen sollte. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13673" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/13072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/13072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/13072021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Allzeithochs</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Aktienmärkte scheint das aber alles nicht groß zu scheren, und Inflation, solange die US-Notenbank sie als vorübergehend betrachtet, macht sowieso niemandem etwas aus. Zumindest, solange keine ernsthafte Diskussion über ein Zurückfahren der Wertpapierkäufe der Fed einsetzt. Tatsächlich kommen dann wie gestern Kommentare vom Chef der Fed von York wie gerufen. So hatte John Williams geäußert, dass die US-Wirtschaft noch keinen weiteren wesentlichen Fortschritt erreicht hätte. Nichts Marktbewegendes, aber eben auch nichts Beunruhigendes. Dies- und jenseits des Atlantiks gab es jedenfalls wieder neue Allzeithochs zu bejubeln.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Blick nach Chicago </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es auch nicht, dass der Euro gestern gegenüber dem US-Dollar nicht aus der Handelsspanne vom vergangenen Freitag herausfand. Was indes den Trend der Gemeinschaftswährung angeht, bleibt dieser dennoch abwärts gerichtet. Diese Stimmung vermitteln auch die am Freitag veröffentlichten Positionszahlen der CFTC, die in der Woche per 6. Juli zum vierten Mal hintereinander einen Rückgang spekulativer Euro-Long-Positionen an der Chicagoer Futures-Börse zu vermelden hatten. Dabei ging es immerhin um ein Abschmelzen der Engagements in einer Größenordnung von mehr als 10 Prozent auf nunmehr 77,2 Tsd. Kontrakte. Natürlich werde ich nicht müde zu betonen, dass diese Daten weder repräsentativ für den Gesamtmarkt noch zeitnah sind. Dennoch vermitteln sie zumindest ein gewisses Stimmungsbild.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des gestrigen Tages kann man auf jeden Fall resümieren, dass es der Gemeinschaftswährung abermals nicht gelungen ist, das Niveau von <strong>1,1895/00</strong> in Angriff zu nehmen, um den auf dem Euro lastenden Druck etwas zu mindern. An der Unterseite bleibt <strong>1,1770/75</strong> (modifiziert) das Niveau, das von vielen Akteuren als Auslöser weiterer Kursrückgänge für den Euro eingestuft werden dürfte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Nachgeliefertes Argument</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jul 2021 04:58:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitulation]]></category>
		<category><![CDATA[Kognitive Dissonanz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist gestern weitergegangen mit der Rallye an den US-Anleihemärkten, so dass die Rendite der zehnjährigen Papiere mit einem Tagestief von 1,25 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dem 16. Februar gefallen war; damals wie heute lag die Realverzinsung ca. bei -0,95 Prozent[1]. Nimmt man als Rendite-Referenzpunkt für jene Anleihen dagegen das diesjährige Jahreshoch vom [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es ist gestern weitergegangen mit der Rallye an den US-Anleihemärkten, so dass die Rendite der zehnjährigen Papiere mit einem Tagestief von 1,25 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dem 16. Februar gefallen war; damals wie heute lag die Realverzinsung ca. bei -0,95 Prozent<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a>. Nimmt man als Rendite-Referenzpunkt für jene Anleihen dagegen das diesjährige Jahreshoch vom 30. März, muss man von einem Rückgang von über 50 Basispunkten sprechen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13664" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/09072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/09072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/09072021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine kleine Kapitulation</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich geht vor allem der Teil der Bondmarkt-Rallye, die sich während der vergangenen beiden Wochen ereignet hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Konto von Positionsverschiebungen, Stopp-Loss-Käufen, die sich auch gestern noch einmal – möglicherweise in Form einer kleinen Kapitulationsbewegung – verstärkt hatten (vgl. die Hintergründe dazu in meinem Kommentar <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/07/08/mehr-angst-als-argumente/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>). Wie ich bereits gestern andeutete, fiel es den Akteuren zumindest anfangs schwer, eine wirklich schlagkräftige Begründung für diese dramatische Kaufwelle am Anleihemarkt zu finden. Vor allem, weil es eigentlich keine triftigen neuen makroökonomischen Daten gab, die eine derartige Entwicklung gerechtfertigt hätten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neues Narrativ als Rechtfertigung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wissen wir aus der Finanzmarktpsychologie, dass Marktteilnehmer nicht lange mit solchen (kognitiven) Dissonanzen leben können. Vor allem diejenigen, die also die Notbremse gezogen und Positionsumschichtungen vorgenommen haben, brauchen Rechtfertigungen für ihre Transaktionen. Glaubte man vor ein paar Wochen noch an die Gefahr einer möglicherweise nicht mehr kontrollierbaren Inflation – jetzt spricht man wieder mehr von Reflation – und an ein nicht enden wollendes Wachstum infolge der Wiedereröffnung nach den Lockdowns, hat sich diese Sichtweise offenbar geändert. Das Narrativ von Wachstumsängsten macht plötzlich die Runde und hat zumindest gestern auch die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks zeitweise mitgerissen. Nur wegen einer Short-Squeeze, die ökonomisch ex post begründet werden musste.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB formuliert Inflationsziel</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bemerkenswerterweise hat sich der US-Dollar gestern trotzdem nicht weiter befestigen können. Im Gegenteil. Ich glaube allerdings nicht, dass für die spiegelbildliche Euro-Nachfrage zum Greenback die gestrige Entscheidung der EZB, künftig ein mittelfristiges Inflationsziel von genau 2 Prozent – bislang lag das Inflationsziel „unter, aber nahe 2 Prozent“ – anzustreben, den Ausschlag gab. Wobei sich dieses neue Ziel explizit symmetrisch versteht, Abweichungen also sowohl nach unten als auch nach oben unerwünscht sind. Eine Entscheidung, die als Resultat einer 18 Monate andauernden grundlegenden Strategieüberprüfung gestern publiziert wurde. Nun hat der EZB-Rat schon unter seinem früheren Präsidenten Mario Draghi seit dem Jahr 2016 zunehmend die Symmetrie des Inflationsziels betont, so dass es schwer fällt, mit der gestrigen Konkretisierung des Inflationsziels an eine Überraschung zu glauben. Indes: Die EZB verzichtet im Gegensatz zur Fed auf die Formulierung eines durchschnittlichen Inflationsziels (Average Inflation Targeting).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn die Euro-Händler gestern offenbar darauf verzichteten, das wichtige Niveau von <strong>1,1765/70</strong> an der Unterseite auch noch in Angriff zu nehmen, bleibt die Gemeinschaftswährung in ihrem kurzfristigen Abwärtstrend zumindest so lange unter Druck, wie <strong>1,1895/00 </strong>nicht überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span><a href="https://www.treasury.gov/resource-center/data-chart-center/interest-rates/Pages/TextView.aspx?data=realyieldYear&amp;year=2021" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #000000;">https://www.treasury.gov/resource-center/data-chart-center/interest-rates/Pages/TextView.aspx?data=realyieldYear&amp;year=2021</span></a></span></p>
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		<title>Mehr Angst als Argumente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 04:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zweifellos hat die Musik der vergangenen beiden Handelstage an den US-Anleihemärkten gespielt, wobei sie manchem Marktteilnehmer nicht harmonisch, sondern eher schrill in den Ohren geklungen haben muss. Zumindest ist es bemerkenswert, dass sich ein Großteil einer doch ungewöhnlichen Entwicklung bereits vor Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 15./16. Juni am [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zweifellos hat die Musik der vergangenen beiden Handelstage an den US-Anleihemärkten gespielt, wobei sie manchem Marktteilnehmer nicht harmonisch, sondern eher schrill in den Ohren geklungen haben muss. Zumindest ist es bemerkenswert, dass sich ein Großteil einer doch ungewöhnlichen Entwicklung bereits vor Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 15./16. Juni am gestrigen Mittwoch vollzogen hat. Ja, es war diese ominöse Sitzung, bei der sich das FOMC angeblich viel falkenhafter als zuvor gegeben haben soll. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13660" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gleichwohl war als einziges Indiz für diesen Stimmungswechsel (manche sprachen gar von einem geldpolitischen Wendepunkt) und die damit verbundene Angst vor einer Diskussion über ein eher früher als später einsetzendes Tapering im Prinzip lediglich eine Veränderung bei den Zinsprognosen zu nennen: Die Mehrheit der Ausschussmitglieder prognostizierte nun einen ersten Leitzinsschritt bis Ende 2023, also ein Jahr früher als zuvor. Seinerzeit hatte ich mich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/06/18/das-sind-nur-projektionen/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> eingehend zu der überzogenen Reaktion vieler Marktteilnehmer auf diesen Meinungsumschwung geäußert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Renditen im Rückwärtsgang </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hätte man annehmen können, dass sich die Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen wegen dieser neuen hawkishen Sichtweise vieler Analysten und Kommentatoren zumindest nicht deutlich abschwächen würden. Aber nur einen Tag nach Beendigung der FOMC-Sitzung begann etwa bei der Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit eine Abwärtsbewegung, die gestern mit einem vorläufigen Tief bei 1,2960% nicht nur das niedrigste Niveau seit dem 19. Februar dieses Jahres, sondern auch einen Rückgang von seither rd. 30 Basispunkten markierte. Allein an den vergangenen beiden Tagen sprechen wir von einem Sturz von rd. 15 Basispunkten, ohne dass es greifbare makroökonomische Auslöser für diese Entwicklung gegeben hätte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ra(s)tlos </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gibt es nun auch Kommentatoren, die mit den fallenden Renditen Wachstumsängste der Akteure in Verbindung bringen. Auch eine mangelnde Verfügbarkeit von Neuemissionen von US-Staatsanleihen wurde in diesem Zusammenhang genannt. Aber wenn plötzlich von namhaften Strategen charttechnische Trends und damit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung als Ursache für die jüngste starke Nachfrage nach US-Staatsanleihen angeführt wird, spiegelt das nicht nur eine gewisse Ratlosigkeit wider. Vielmehr handelt es sich schlichtweg um Positionen, die eiligst und möglicherweise um jeden Preis glattgestellt werden mussten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Veritable Short-Squeeze</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein starker Trend ist in meinen Augen ohnehin nichts anderes als ein Spiegel der Positionsglattstellungen von schiefliegenden Marktteilnehmern. Dass es diese Stopp-Loss-Käufe gegeben hat, kann man dem einen oder anderen Kommentar von gestern entnehmen. Auf jeden Fall sollte man nicht vergessen, dass die letzte Umfrage der Bank of America unter internationalen Fondsmanagern – diese ist zugegebenermaßen schon wieder vier Wochen her – zu Tage förderte, dass netto(!) rekordverdächtige 69 Prozent der Vermögensverwalter nach eigenen Angaben in Anleihen untergewichtet waren. Da müssen nur einige Akteure überlegt haben Gewinne aus dieser Untergewichtung mitzunehmen – und dafür braucht man im Zweifel keine weiteren ökonomischen Argumente –, und schon ist möglicherweise eine Initialzündung gesetzt. Die Folgen davon haben wir während der vergangenen Tage höchstwahrscheinlich in Form einer Short-Squeeze gesehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende barg das Fed-Protokoll keine wirklich marktbewegenden Erkenntnisse. Die wichtigste davon dürfte wohl sein, dass keine große Dringlichkeit besteht, an den Anleihekaufprogramme oder gar an den Leitzinsen etwas zu verändern. Und am Ende des Tages musste der Dollar von seinem Gewinn nichts hergeben. Der Euro konnte sich ebenfalls von seinem Tagestief, dem niedrigsten Kurs seit dem 6. April, kaum erholen und bleibt im Rahmen seines kurzfristigen Abwärtstrends weiterhin unter Druck, solange <strong>1,1905 </strong>nicht überwunden wird. An der Unterseite gilt es weiterhin das wichtige Niveau von <strong>1,1760/70</strong> zu beachten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Hallo, Bedienung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 04:52:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[ISM-Einkaufsmanagerindex]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sowohl an den Aktienmärkten hierzulande als auch beim Euro gegenüber dem US-Dollar konnte man es wieder einmal beobachten: An wichtigen US-Feiertagen gibt es wenig Eigendynamik. Ja, für den Euro in Relation zum US-Dollar fühlte es sich fast so an, als ob die anfängliche Mini-Stärke der Gemeinschaftswährung gestern früh sozusagen noch ein Relikt des auf Montag [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hallo-bedienung/">Hallo, Bedienung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sowohl an den Aktienmärkten hierzulande als auch beim Euro gegenüber dem US-Dollar konnte man es wieder einmal beobachten: An wichtigen US-Feiertagen gibt es wenig Eigendynamik. Ja, für den Euro in Relation zum US-Dollar fühlte es sich fast so an, als ob die anfängliche Mini-Stärke der Gemeinschaftswährung gestern früh sozusagen noch ein Relikt des auf Montag verlängerten US-Independence Day gewesen sei. Oder waren es gar Wirtschaftsdaten, die die Euro-Optimisten relativ schnell verstummen ließen? Nun bin ich kein regelmäßiger Beobachter des ZEW-Index, aber es ist gut möglich, dass die Erwartungen der Ökonomen bezüglich des Index viel zu hoch gesteckt waren. Aber bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass ein Großteil des gestrigen Euro-Rückgangs bei Publizierung dieses Datums schon längst absolviert war. Deswegen darf man davon ausgehen, dass die Euroschwäche womöglich den enttäuschenden Daten zum Auftragseingang der Industrie im Mai in Deutschland geschuldet gewesen sein könnte.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Personal dringend gesucht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man schon bei der Beurteilung von Währungen auf ökonomische Daten vertrauen möchte, waren dann die US-Zahlen am Nachmittag durchaus interessanter. Die Rede ist vom ISM-Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister, der mit 60,1 für den Monat Juni selbst die pessimistischste Prognose von 60 Ökonomen unterlief – die Medianprognose lag immerhin bei 63,5. Dabei muss man bei diesem „schlechter als erwartet“ immer noch konzedieren, dass ein Wert von 60,1 Jammern auf hohem Niveau bedeutet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Beim Blick auf die einzelnen Komponenten des Index fällt auf, dass der Index für die Beschäftigung unter die 50er-Trennlinie zwischen Expansion und Kontraktion gefallen ist. Und zwar, weil es zunehmend schwierig wird, offene Stellen mit qualifizierten Kräften zu besetzen. Da kann man zum einen natürlich sagen, dass die Arbeitnehmer nach der Pandemie nur langsam wieder in ihre alten Jobs zurückfinden. Zum anderen wird aber auch deutlich, dass manche(r) Arbeitswillige während der Pandemie möglicherweise auf einen anderen Job außerhalb von Barbetrieben und Gastronomie umgesattelt hat. Kurzum: Es gibt zu wenig Personal, um diejenigen, die nach der Wiedereröffnung und Zeiten des Lockdowns endlich wieder ausgehen wollen, zu bedienen.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gefragte US-Staatsanleihen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht könnten höhere Löhne etwas richten, aber der Preisdruck ist – so die Komponente für die bezahlten Preise des ISM-Index – mit einem Wert von 80,6 ohnehin schon sehr hoch. Umso bemerkenswerter, dass die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen gestern um rd. 9 Basispunkte abrutschte, und zwar auf den niedrigsten Stand seit dem 24. Februar! Die Art der Kursentwicklung lässt jedenfalls auch auf Stopp-Loss-Käufe im Anleihemarkt schließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist es kein Wunder, dass der US-Dollar nicht nur gegenüber dem Euro gestern stark gefragt war. Die Gemeinschaftswährung machte jedenfalls gegenüber dem Greenback die Gewinne der beiden vorangegangenen Handelstage zunichte und bestätigte damit einmal mehr ihren kurzfristigen Abwärtstrend. Und es ist nicht mehr weit bis zum viel beachteten Nachfrageniveau bei <strong>1,1760/70</strong>. Insgesamt bleibt die Situation für den Euro jedenfalls ungemütlich, solange an der Oberseite nicht wenigstens (sieht unwahrscheinlich aus) <strong>1,1910/15</strong> überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hallo-bedienung/">Hallo, Bedienung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Nur ein Achselzucken für den Arbeitsmarkt?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/nur-ein-achselzucken-fuer-den-arbeitsmarkt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jul 2021 04:44:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktdaten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für heute steht der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni an, von dem erwartet wird, dass er Hinweise darauf enthält, ob die US-Notenbank möglicherweise etwas intensiver über eine Änderung geldpolitischen Kurses nachdenken wird. Interessanterweise haben die Veröffentlichungen der Arbeitsmarktagentur ADP vom vergangenen Mittwoch sowie die gestern publizierten US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die am 25. Juni endende [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für heute steht der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Juni an, von dem erwartet wird, dass er Hinweise darauf enthält, ob die US-Notenbank möglicherweise etwas intensiver über eine Änderung geldpolitischen Kurses nachdenken wird. Interessanterweise haben die Veröffentlichungen der Arbeitsmarktagentur ADP vom vergangenen Mittwoch sowie die gestern publizierten US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die am 25. Juni endende Woche fast nur ein Achselzucken bei den Teilnehmern an den Finanzmärkten ausgelöst. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13642" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/02072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/02072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/02072021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber das mag vielleicht daran liegen, dass die ADP-Zahlen seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie als Vorhersageinstrument für die jeweils zwei Tage später publizierten Arbeitsmarktdaten der Regierung praktisch nicht getaugt haben. Und so interessierte es niemanden, dass die neu geschaffenen Stellen im privaten Bereich mit einem Plus von 692 Tsd. deutlich über der Medianschätzung der Ökonomen von 555 Tsd. lagen. Vielleicht lag es auch am Prognoseband der Experten, das an der Oberseite weit über 1 Million neu geschaffener Stellen reichte. Oder an der Revision der guten Mai-Zahl, die um 92 Tsd. Stellen nach unten korrigiert werden musste.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hin und Her  </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sie werden sich vielleicht wundern, warum ich nicht bereits gestern über diese Zahlen geschrieben habe – bei dem ganzen richtungslosen Hin und Her, das für die Märkte nichts gebracht hat, kann einem nur schwindlig werden. Oder schwindet einfach das Interesse an diesen Zahlen? Diesen Eindruck bekommt man auf jeden Fall, wenn man die deutlich gesunkene Zahl an Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe beurteilen soll. Da war das Interesse der Marktteilnehmer an solchen Daten in der Vergangenheit schon einmal deutlich höher gewesen. Für die Statistik: 364 Tsd. neue Erstanträge stehen einer Median-Schätzung der Ökonomen von 388 Tsd. gegenüber.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fehlende Schubkraft</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ja, es gab gestern auch noch Revisionen zu den US-Einkaufsmanagerindices (Markit) und den ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie zu begutachten. Eigentlich eine Wiederholung bereits bekannter Tatsachen und vielleicht deswegen ohne Wirkung. Wobei ich Ihnen nicht verschweigen möchte, dass sich der Unter-Index (ISM) für die bezahlten Preise mit 92,1 auf dem höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren befindet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für den leichten Aufwärtstrend des Dollar hat sich am Ende nicht viel geändert, aber es gab auch keinen deutlichen Schub nach oben. Der Euro markierte gleichzeitig den vierten Tag hintereinander ein, wenn auch marginal, niedrigeres Tagestief. Richtig interessant (in Form einer Beschleunigung) wird es für den Abwärtstrend des Euro vermutlich erst unterhalb von <strong>1,1765</strong>. Auf der anderen Seite würde sich das Risiko einer kräftigen Gegenbewegung bereits mit Überschreiten von <strong>1,1905</strong> deutlich erhöhen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Halbzeitbilanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2021 04:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertung von Gewinnen und Verlusten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun liegt er also hinter uns, der Halbjahresultimo, an dem die Kommentatoren immer wieder gerne Bilanz ziehen. Zumal die globalen Aktienmärkte nun den fünften Monat hintereinander mit einem – wenn auch teilweise nicht mehr ganz so überzeugenden – Plus beschlossen haben. Blickt man auf das abgelaufene Quartal zurück, kann man den Aktien der Eurozone einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun liegt er also hinter uns, der Halbjahresultimo, an dem die Kommentatoren immer wieder gerne Bilanz ziehen. Zumal die globalen Aktienmärkte nun den fünften Monat hintereinander mit einem – wenn auch teilweise nicht mehr ganz so überzeugenden – Plus beschlossen haben. Blickt man auf das abgelaufene Quartal zurück, kann man den Aktien der Eurozone einen Kurszuwachs von rund 3,7 Prozent bescheinigen, und blickt man gar auf das erste Halbjahr zurück, sprechen wir sogar von mehr als 14 Prozent. In den USA produzierte etwa der breitgestreute S&amp;P 500-Index im vergangenen Quartal immerhin ein Plus von etwas mehr als 8 Prozent. Und wenn man bedenkt, dass die Halbjahresperformance ebenfalls mehr als +14 Prozent beträgt, kann man sagen, dass die US-Aktien gegenüber ihrem europäischen Pendant im vergangenen Quartal aufgeholt haben. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13638" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/01072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/01072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/01072021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Währung nicht außer Acht lassen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich sollte man bei solchen Betrachtungen die Entwicklung der Währungen nicht außer Acht lassen, auch wenn der Euro gegenüber dem Ende des Vorquartals im Vergleich zum Dollar nur rd. 1 Prozent an Wert gewonnen hat. Für jemand, der seine ausländischen Aktienengagements kursgesichert hat, spielt dies praktisch keine Rolle. Nicht jedoch für die ungesicherten Engagements. Da besteht vor allen Dingen aus Sicht von US-Investoren, die gemäß der Fondsmanager-Umfragen der Bank of America während der vergangenen drei Monate ihre Übergewichtung in Aktien der Eurozone nach eigenen Angaben noch einmal erhöht haben<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a>, Anlass zu leichtem Verdruss. Nicht nur wegen der „mageren“ 3,7 Prozent Aktien-Performance im Vergleich zu den 8,1 Prozent, die am Heimatmarkt zu verdienen waren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Schöne Währungsgewinne wieder hergegeben</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielmehr wurde die Performance europäischer Aktien für Investoren aus dem Dollarraum zwar zunächst durch einen ordentlichen Kursgewinn des Euro gegenüber dem US-Dollar aufgebessert, der bis Anfang Juni immerhin in der Spitze 4,6 Prozent betrug. Seither ging es mit dem Euro, insbesondere nach der vielerorts als hawkish empfundenen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), seit Mitte Juni deutlich abwärts, so dass zum Quartalsschluss von dem einst schönen Kursgewinn nur noch rd. 1 Prozent übrig blieb. Kein schöner Gedanke für jemanden, der mental die zwischenzeitlichen Euro-Gewinne bereits fest verbucht hatte und sie während der vergangenen Wochen wieder hergeben musste. Ein Verlust, der nach den Erkenntnissen der Behavioral Finance zwei bis zweieinhalb Mal so stark bewertet wird wie der vorangegangene Kursgewinn. Kurzum: Dieses verbliebene eine Prozent Quartalsgewinn fühlt sich längst als deutlicher Verlust an.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Im Euro-Schlafwagen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Kursentwicklung des Euro während der vergangenen Tage lässt allerdings vermuten, dass die Bereitschaft, diesen relativen Verlust zu realisieren, bei den Akteuren zurzeit noch nicht sonderlich hoch ist. Denn wir konnten während der vergangenen acht Handelstage nur ein vergleichsweise träges Marktgeschehen beobachten. Immerhin markiert der Euro seit vier Handelstagen mit fast schon schöner Regelmäßigkeit tiefere Tagestiefs, jedes etwa durchschnittlich 27 Stellen niedriger als sein Vorgänger.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Solche trägen Märkte haben ein Risiko: Diejenigen, die schief liegen, also die diejenigen Akteure, die während der vergangenen Wochen auf Euro-Long-Positionen sitzen, sehen sich angesichts der fast schon einschläfernden Marktentwicklung oft nicht genötigt, etwaige Buchverluste zu realisieren. Bis zu einem bestimmten Punkt. Und der könnte erreicht sein, wenn der Euro an der Unterseite das für technische Analysten wichtige Niveau von <strong>1,1765</strong> verletzen sollte. Auf jeden Fall bleibt der kurzfristige Abwärtstrend des Euro intakt und das Momentum stetig, solange <strong>1,1925</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
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<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></span> Während im März netto 30 Prozent der Fondsmanager angaben, in Aktien der Eurozone übergewichtet zu sein, erhöhte sich diese Übergewichtung bis zum Juni auf netto 41 Prozent.</span></p>
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