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	<title>US-Arbeitsmarkt Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Die 1-Million-Jobs-Frage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 05:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass US-Präsident Joe Biden über ein geschicktes Händchen für die Überbringung von Steuerbotschaften verfügt. Denn gestern machten Berichte die Runde, wonach Biden für einen niedrigeren Körperschaftsteuersatz als die bisher ins Auge gefassten 28 Prozent offen sein könnte. Stattdessen soll es einen Mindeststeuersatz von 15 Prozent geben. Die Reaktion [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass US-Präsident Joe Biden über ein geschicktes Händchen für die Überbringung von Steuerbotschaften verfügt. Denn gestern machten Berichte die Runde, wonach Biden für einen niedrigeren Körperschaftsteuersatz als die bisher ins Auge gefassten 28 Prozent offen sein könnte. Stattdessen soll es einen Mindeststeuersatz von 15 Prozent geben. Die Reaktion der Finanzmärkte war jedenfalls eindeutig: Die Börsianer jubelten, denn gemessen an dem zuvor gesetzten Referenzpunkt einer drastischen Körperschaftsteuererhöhung wird jede spätere Senkung als Gewinn für die Unternehmen und die Börsenkurse wahrgenommen. Dabei spielt das Motiv Bidens, der mit diesem Schritt die Unterstützung der Republikaner für ein Infrastrukturpaket gewinnen möchte, nur eine sekundäre Rolle. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13528" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/04062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/04062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/04062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Beängstigend guter Arbeitsmarkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei hatten die Akteure an den Finanzmärkten zuvor gute Nachrichten zum Arbeitsmarkt zu verdauen. Im Grunde ist es ja verrückt, wenn man (wie sich weiter unten zeigen wird) in einem solchen Fall überhaupt von „verdauen“ sprechen muss. Tatsächlich hat sich laut Bericht der Arbeitsmarktagentur ADP die Zahl der Beschäftigten in US-Unternehmen im Mai um 978 Tsd. erhöht und liegt damit weit über der Median-Erwartung der Ökonomen, die von 650 Tsd. ausgegangen waren. Viel wichtiger war allerdings in diesem Zusammenhang, dass 850 Tsd. von diesen neuen Stellen im Dienstleistungsbereich geschaffen wurden, 440 Tsd. davon allein im Freizeit- und Gastgewerbe. Zudem verteilte sich der Stellenzuwachs recht gleichmäßig auf kleine, mittelgroße bis hin zu großen Unternehmen. Da spielt es dann keine große Rolle mehr, dass auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 28. Mai zum fünften Mal hintereinander gesunken sind – wir sprechen von 385 Tsd. Anträgen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neuer Anker im Kopf</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun steht heute der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung für Mai zur Veröffentlichung an. Und man kann sich gut vorstellen, dass die Erwartungen der Akteure nach dem ADP-Bericht von gestern weit höher liegen werden, als die bis dahin von den Ökonomen im Mittel erwarteten 645 Tsd. neu geschaffenen Stellen im Nichtagrarbereich. Insgeheim dürften einige Akteure nun mit von einer Million Stellen rechnen, dem leicht verfügbaren Richt- bzw. Ankerwert, der gestern durch die ADP-Zahlen (978 Tsd.) gesetzt wurde. Im April-Bericht gab es allerdings eine große Diskrepanz zwischen den damals ebenfalls guten ADP-Zahlen und den von der Regierung später publizierten, enttäuschenden Zahlen. Dennoch glaubt man vielerorts, dass die Nonfarm-Payrolls nun womöglich einen besonders starken Nachholbedarf zeitigen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gift für die Aktienmärkte?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun aber zurück zum „Verdauen“. Sollte sich heute der positive Trend am Arbeitsmarkt bewahrheiten und die schlechten April-Zahlen eher als Ausrutscher zu werten sein, dürfte es nicht allzu lange dauern, bis neben dem Inflationsängsten auch noch das Tapering-Gespenst in den Finanzmärkten umgehen wird. Denn nach landläufiger Ansicht würde man innerhalb der Fed bei einem boomenden Arbeitsmarkt viel früher über einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik nachdenken und letztlich auch darüber diskutieren müssen. Ob jedoch eine einzige, überdies volatile Nonfarm-Payrolls-Zahl die Mitglieder des Offenmarktausschusses tatsächlich zum Umdenken verleiten würde, sei einmal ganz dahingestellt. Entscheidend ist das, was die Marktteilnehmer befürchten. Mit anderen Worten: Sehr gute ökonomische Daten könnten sich als Gift für die Aktienmärkte erweisen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der US-Dollar hat gestern jedenfalls gegenüber einem Korb von Valuten mit einem deutlichen Sprung nach oben reagiert und auch dem kurzfristigen Aufwärtstrend des Euro einen empfindlichen Dämpfer versetzt, der sich im Unterschreiten von 1,2130 manifestierte. Gleichzeitig befindet sich die Gemeinschaftswährung ab sofort in einer zurzeit noch als korrektiv einzustufenden Schwächephase mit Risiko bis <strong>1,2050/55</strong> bzw. <strong>1,1980/85</strong>. Um die Korrektur zu beenden, müsste nach heutiger Sicht auf der anderen Seite <strong>1,2210</strong> überwunden werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong>Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wieder nur eine Bärenfalle?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 04:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Tapering]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie lange kann so etwas gut gehen? Diese Frage könnte man sich nach der gestrigen Reaktion der Aktienmärkte in den USA und hierzulande ohne weiteres stellen. Denn was tags zuvor noch bedrohlich nach einer größeren Marktbereinigung aussah, präsentierte sich später doch wieder nur als einer dieser typischen Ausrutscher, wie wir sie in der Zeit, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie lange kann so etwas gut gehen? Diese Frage könnte man sich nach der gestrigen Reaktion der Aktienmärkte in den USA und hierzulande ohne weiteres stellen. Denn was tags zuvor noch bedrohlich nach einer größeren Marktbereinigung aussah, präsentierte sich später doch wieder nur als einer dieser typischen Ausrutscher, wie wir sie in der Zeit, die auf den Corona-Einbruch im vergangenen Jahr folgte, an den Aktienmärkten immer wieder erlebt haben. Anders ausgedrückt: Wer blindlings immer wieder die sogenannten „Dips“ gekauft hat, konnte eigentlich nicht viel falsch machen. Indes: Die gestrige Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt hat zumindest gezeigt, dass die meisten hiesigen Akteure (vgl. meinen Kommentar <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/ff975554-32cd-4829-8bed-e138421107af" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) anscheinend den jüngsten Dip bzw. Rücksetzer des DAX nicht zu Käufen in die Schwäche genutzt haben. Aus gutem Grund.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Worte einer mächtigen Finanzministerin</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Hatte doch die US-Finanzministerin Janet Yellen tags zuvor in einem Interview (genau genommen war dieses bereits am Montag aufgezeichnet worden) gegenüber der US-Zeitung „Atlantic“ mit einem einzigen Satz für Furore gesorgt. Die Finanzministerin sagte, dass die Zinsen möglicherweise etwas anziehen müssten, damit sich die Wirtschaft nicht überhitze. Auch wenn es dabei nur um einen ganz bescheidenen Zinsschritt gehen sollte, hatte Yellen damit etwas gesagt, was Notenbankchef Jerome Powell noch nicht einmal in seinen kühnsten Träumen sich auszudenken gewagt hätte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn Yellen in einem weiteren Interview am Dienstag klarstellte, dass sie nicht von einem „Inflationsproblem“ ausgehe und sie auch in Sachen Zinserhöhung weder etwas vorhersagen noch empfehlen wolle, schienen einige Kommentatoren ihr diese Relativierung nicht wirklich abzunehmen. Natürlich will Yellen nicht die Unabhängigkeit der Notenbank infrage stellen. Auch bekleidet sie „nur“ das Amt der Finanzministerin. Aber in der Wahrnehmung vieler Akteure ist sie viel mehr als das: Für sie ist Yellen immer noch der heimliche, wahre Kopf der Fed und nicht Jerome Powell. Ihr Wort hat Gewicht, auch wenn sie sich niemals in die Notenbankpolitik einmischen würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch keine Überhitzung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Umso wichtiger war es gestern, dass die publizierten Wirtschaftsdaten keine Hinweise auf eine tatsächliche Überhitzung der Wirtschaft boten. Die Rede ist zum einen vom Stellenzuwachs der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, der für April mit einem Plus von 742 Tsd. Jobs die Medianerwartung (870 Tsd.) der Ökonomen verpasste. Aber die Qualität solcher Zahlen hängt ohnehin vom Referenzpunkt des Betrachters ab, zumal es sich um den größten Stellen-Zugewinn seit September des Vorjahres handelte. Aber ob nun die ADP-Zahlen besser oder schlechter ausfallen – für den am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung lässt deren Vorhersagekraft seit der Corona-Pandemie ohnehin zu wünschen übrig.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch der ISM-Einkaufsmanagerindex der Dienstleister konnte mit 62,7 die Konsens-Erwartung der Ökonomen (64,1) nicht erfüllen. Dennoch zeigt die Preiskomponente des Index eine ähnliche Tendenz wie beim bereits publizierten ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe: Der Sub-Index für die bezahlten Preise lag so hoch wie zuletzt im Jahr 2008.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was nun die Währungen angeht, präsentierte sich der Greenback weiterhin in robuster Verfassung, ohne allerdings wirklich weiteren Boden gut zu machen. Immerhin blieb der Euro unter Druck und stand zeitweise unweit seines ersten wichtigen Nachfrageniveaus von <strong>1,1975/80</strong>. Unterhalb davon besteht nun immerhin im Rahmen des übergeordneten kurzfristigen Aufwärtstrends Spielraum für weitere Korrekturen in Richtung <strong>1,1870/75</strong>. Ohnehin wäre die derzeitige Korrektur erst nach Überschreiten von <strong>1,2085/90</strong> überstanden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Powell setzt auf harte Fakten und Zahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2021 04:51:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich von der gestrigen Rede des Fed-Chefs Jerome Powell beim IWF Neues oder gar Richtungsweisendes erhofft hatte, dessen Erwartung war zu hochgesteckt. Sicherlich geht Powell wie alle anderen Akteure an den Finanzmärkten aufgrund der Fortschritte bei der Verimpfung der Bevölkerung, aber vor allem wegen der geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen von deutlich verbesserten konjunkturellen Aussichten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Wer sich von der gestrigen Rede des Fed-Chefs Jerome Powell beim IWF Neues oder gar Richtungsweisendes erhofft hatte, dessen Erwartung war zu hochgesteckt. Sicherlich geht Powell wie alle anderen Akteure an den Finanzmärkten aufgrund der Fortschritte bei der Verimpfung der Bevölkerung, aber vor allem wegen der geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen von deutlich verbesserten konjunkturellen Aussichten für die USA aus. Nicht zuletzt auch wegen der Entwicklung am US-Arbeitsmarkt, dessen Zahlen für den Monat März vor einer Woche bekanntlich für Aufsehen sorgten. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13306" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/09042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/09042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/09042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Fed-Chef bleibt zurückhaltend</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Dass mehr als 900.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft neu geschaffen wurden (die sog. Nonfarm Payrolls), stellte für viele Akteure (vgl. auch meinen Kommentar dazu <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/04/07/mit-eindrucksvoller-geschwindigkeit-erholt/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>) eine so außerordentlich positive Überraschung dar, dass mancher für die verbleibenden neun Monate dieses Jahres einmal schnell eine Hochrechnung anstellte und fantasierte, dass damit bis Jahresende die aufgrund der Pandemie verlorenen Arbeitsplätze fast wieder wettgemacht wären. Auch Jerome Powell hat der Arbeitsmarktbericht vom März sicherlich gefallen, doch ließ er sich in besagter Rede nicht dazu hinreißen, eine ähnliche Rechnung aufzumachen. Vielmehr besteht der Fed-Chef darauf, dass sich eine Serie solch guter Stellenzuwächse erst einmal in Form von harten Zahlen einstellen muss. Und dann sehe man weiter. Ansonsten gab es nichts, was die Finanzmärkte in ihrem Optimismus und der damit verbundenen Risikofreude störte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Jobwunder in den USA nicht garantiert<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Dass es womöglich doch nicht so flott mit dem Arbeitsmarkt in den USA vorangehen könnte, mutmaßten gestern einige Kommentatoren. Denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 3. April übertrafen mit einem Plus von 744 Tsd. nicht nur die pessimistischste Schätzung von rund drei Dutzend Ökonomen. Vielmehr handelt es sich um den zweiten Anstieg der Erstanträge hintereinander – ein Faktum, das allerdings noch keinen Trend ausmacht, aber zumindest ein kleines Indiz dafür darstellen könnte, dass man mit Hochrechnungen bei den neu geschaffenen Stellen auf Basis des vorgenannten März-Ergebnisses vorsichtig sein sollte.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Unterdessen hat der Dollar auch gestern wieder nachgegeben, möglicherweise auch, weil die Renditen an den US-Anleihemärkten, gemessen an den Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit, mit zuletzt rd. 1,63 Prozent offenbar in einer Konsolidierung feststecken. Für den Euro bedeutet dies, dass er von Beginn des Monats bis gestern, abgesehen von einer Ausnahme, an allen Handelstagen mit einem Plus geschlossen hat. Dabei bleibt die Situation der Gemeinschaftswährung stabil, solange nunmehr <strong>1,1780/85</strong> nicht mehr unterlaufen wird. Überdies wäre der schwache kurzfristige Abwärtstrend des Euro mit Überschreiten von <strong>1,1950/55</strong> auch noch beendet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-setzt-auf-harte-fakten-und-zahlen1/">Powell setzt auf harte Fakten und Zahlen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Mit eindrucksvoller Geschwindigkeit erholt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2021 04:50:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Währungsreserven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist es fast zwei Wochen her, dass ich meinen letzten Kommentar zum Dollar geschrieben habe. Und obwohl sich gerade innerhalb dieses Zeitraums an den Aktienmärkten sowohl hierzulande in der Eurozone als auch in den USA eine veritable Rallye entwickelt hat, möchte ich Ihnen ersparen, auf all die Einzelheiten, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mit-eindrucksvoller-geschwindigkeit-erholt/">Mit eindrucksvoller Geschwindigkeit erholt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es fast zwei Wochen her, dass ich meinen letzten Kommentar zum Dollar geschrieben habe. Und obwohl sich gerade innerhalb dieses Zeitraums an den Aktienmärkten sowohl hierzulande in der Eurozone als auch in den USA eine veritable Rallye entwickelt hat, möchte ich Ihnen ersparen, auf all die Einzelheiten, die zu dieser Entwicklung beigetragen haben, an dieser Stelle einzugehen. Was am Ende meines lediglich mentalen Kurzurlaubs per gestern als Eindruck hängen geblieben ist: Die US-Ökonomie erholt sich in einer atemberaubenden Geschwindigkeit.  <img decoding="async" class="alignright wp-image-13288" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/07042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/07042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/07042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rosige Aktienmarkt-Welt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allen voran der dortige Arbeitsmarkt, der zwar noch längst nicht die während der Pandemie verlorenen Stellen wieder wettgemacht hat. Aber der Zuwachs der neu geschaffenen Stellen im März, publiziert am vergangenen Freitag, war auf den ersten Blick so beeindruckend, dass man die Hochrechnungen in den Händlergehirnen förmlich rattern hören konnte. Denn noch weitere monatliche Stellenzuwächse bis zum Jahresende in ähnlicher Größenordnung wie im März – der US-Arbeitsmarkt wäre dann zumindest nach dieser kurzschlussartigen Rechnung fast geheilt. Und wenn man noch den überraschend positiv ausgefallenen ISM-Einkaufsmanagerindex der Dienstleister hinzunimmt, könnte die Welt zumindest für die Teilnehmer an den Aktienmärkten rosiger kaum aussehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Konsolidierung am US-Bondmarkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hatte sich der Dollar, der noch zum Quartalsende gegenüber dem Euro den höchsten Stand des Jahres erreichte, in den ersten Apriltagen abgeschwächt. Und dies, obwohl die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen während des gleichen Zeitraums nicht weiter angezogen hatten. Ein weiterer Auftrieb derselben hätte eigentlich angesichts der positiven US-Wirtschaftsdaten keine Überraschung dargestellt. Auf der anderen Seite dürfte die Nachfrage nach eben diesen Anleihen aus dem Ausland angesichts der attraktiven US-Renditeentwicklungen gegenüber dem Euro dafür gesorgt haben, dass der Abwärtstrend der US-Bonds (und damit der Aufwärtstrend der Renditen) zumindest eine kleine Pause einlegte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wegweisende Yellen-Rede</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings hat mich vorgestern viel mehr eine Rede von Janet Yellen beeindruckt, in der sich die US-Finanzministerin für einen globalen Mindeststeuersatz für Unternehmen stark machte. Noch beeindruckender war sicherlich Yellens Abrechnung mit der Außenpolitik des vorherigen US-Präsidenten Donald Trump. Ohne jede Schadenfreude. Man habe es aus erster Hand gesehen, was passiert, wenn sich Amerika von der globalen Bühne zurückzieht. „America first“ dürfe niemals „America alone“ bedeuten, so Yellen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unter dem Strich konnte man auf jeden Fall von einer wegweisenden Rede sprechen, die vielleicht – ohne dabei US-Präsident Joe Biden oder seiner Stellvertreterin Kamala Harris zu nahe treten zu wollen – das bislang stärkste außenpolitische Statement der neuen US-Regierung dargestellt haben dürfte. Auch mit positiven Folgen für den US-Dollar, dessen Status als Weltreservewährung auch nach Ansicht einiger Kommentatoren ungeachtet horrender Staats- und Außenhandelsdefizite durch eine nunmehr anscheinend verlässlichere und stabilere Außenpolitik zementiert wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar-Anteil an Währungsreserven weiter gefallen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessant in diesem Zusammenhang: Der Anteil des Dollar an den globalen Währungsreserven sank im vierten Quartal 2020 auf 59 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Damit hat sich ein Trend fortgesetzt, der wahrscheinlich auch auf die unberechenbare Außenpolitik des früheren Präsidenten Donald Trump zurückzuführen ist. Nun hat der Dollar im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Euro um 4 Prozent zugelegt, so dass die Chancen gut stehen, dass zumindest vorgenannter Rückgang des vierten Quartals von vorübergehender Natur sein dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings hat sich der Euro während der ersten Apriltage eindrucksvoll erholt, so dass der kurzfristige Abwärtstrend sogar Gefahr läuft, nach Überschreiten von <strong>1,1905/10</strong> stark an Dynamik zu verlieren und oberhalb von <strong>1,1950</strong> gar beendet zu werden. Eine erste Stabilisierung der Gemeinschaftswährung ist auf jeden Fall bereits erfolgt und bleibt erhalten, solange an der Unterseite <strong>1,1760</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Fed bleibt bei ihrer Linie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Feb 2021 05:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[AAII]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch gestern blieb es nicht nur im Euro-Handel gegenüber dem US-Dollar erneut ruhig – auch die Aktienmärkte schienen zu pausieren. Was den Dollar angeht, ist es bemerkenswert, dass dieser kaum auf die Rede von Jerome Powell vom vergangenen Mittwochabend reagiert hat. Denn der Fed-Chef machte einmal mehr klar, dass er die Inflationserwartungen der Akteure an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch gestern blieb es nicht nur im Euro-Handel gegenüber dem US-Dollar erneut ruhig – auch die Aktienmärkte schienen zu pausieren. Was den Dollar angeht, ist es bemerkenswert, dass dieser kaum auf die Rede von Jerome Powell vom vergangenen Mittwochabend reagiert hat. Denn der Fed-Chef machte einmal mehr klar, dass er die Inflationserwartungen der Akteure an den Finanzmärkten nicht teile und einen Anstieg in den Konsumentenpreisen eher für ein vorübergehendes Phänomen halte. Und was den Arbeitsmarkt angeht, sei dieser „sehr weit“ davon entfernt, als stark bezeichnet werden zu können. Einmal mehr hat Jerome Powell signalisiert, dass die geldpolitische Linie der Fed wahrscheinlich so lange unverändert bleibt, bis der Arbeitsmarkt wieder das Niveau erreicht, das vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie bestanden hatte. Kurzum: Stand gestern müssen noch 9,89 Millionen Arbeitsplätze, die seither verlorengegangen sind, wieder wettgemacht werden. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-13103" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/12022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/12022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/12022021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nicht nur Einmalzahlungen</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch das in den USA geplante 1,9 Billionen USD schwere Stimulus-Paket könnte auf lange Sicht womöglich doch noch expansiver ausfallen, sofern man der Argumentation in einem gestern veröffentlichten Artikel des Wall Street Journal in der Internetausgabe<span style="color: #000000;"> (<strong><a style="color: #000000;" href="https://www.wsj.com/articles/cash-in-pockets-emerges-as-new-democratic-approach-to-federal-aid-in-coronavirus-bill-11613051415" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong>)</span> zustimmen möchte. Danach wird zurzeit bei den Demokraten darüber nachgedacht, Teile des Pakets, die zurzeit noch als Einmalzahlungen bzw. einmalige Steuerfreibeträge in diesem Jahr den Bürgern einkommensabhängig zugutekommen, womöglich dauerhaft zu gewähren. So etwa die Steuerfreibeträge für Kinder. Natürlich ist ein Teil der jüngsten Rallye an den US-Aktienmärkten auf diese Stimulus-Fantasien zurückzuführen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Aktienstimmung deutlich gestiegen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch etwas anderes ist nunmehr augenfällig: Besagte Rallye ist zuletzt auch von dortigen bullishen Nachzüglern getragen worden. Diese Einschätzung wird beispielsweise durch den deutlich gestiegenen Optimismus bei der US-Sentiment-Umfrage der AAII (American Association of Individual Investors, <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.aaii.com/sentimentsurvey" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) zum 10. Februar bestätigt. Übertragen auf den hiesigen Börse Frankfurt Sentiment-Index würde dies einem Indexstand von +19 (Vorwoche +2) entsprechen. Eine Entwicklung, die übrigens derjenigen der Börse Frankfurt, ebenfalls vom vergangenen Mittwoch, diametral entgegensteht. Die hiesigen Investoren haben nämlich per Saldo im selben Zeitraum ihre bullishen Engagements abgebaut.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gut möglich, dass es im Rahmen besagter Entwicklung auch noch einmal Kapitalzuflüsse in Richtung Eurozone gab, wovon dann letztlich auch der Euro gegenüber dem US-Dollar seit vergangenem Freitag profitiert haben könnte. Allerdings scheint die Gemeinschaftswährung zurzeit in einer Art kurzfristiger, möglicherweise auch mittelfristiger Seitwärtsentwicklung gefangen zu sein. Die Lage des Euro bleibt immerhin stabil, solange an der Unterseite <strong>1,2025</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Herrschaftswissen?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/herrschaftswissen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 04:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatten diejenigen, die gestern den Worten Donald Trumps und dessen Ankündigung gelauscht hatten, dass wir am Freitag einen weiteren großartigen Arbeitsmarktbericht zu sehen bekommen würden, auf mehr gehofft. Gemeint ist die ebenfalls gestern publizierte Zahl der neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, die mit einem Plus von nur 167.000 neuen Jobs im Juli die Konsensschätzung der Ökonomen um mehr als 1 Million Stellen unterlaufen hatte. Von den Ökonomen hatte derjenige mit dem größten Pessimismus immerhin einen Zuwachs...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1875)</strong>             Eigentlich hatten diejenigen, die gestern den Worten Donald Trumps und dessen Ankündigung gelauscht hatten, dass wir am Freitag einen weiteren großartigen Arbeitsmarktbericht zu sehen bekommen würden, auf mehr gehofft. Gemeint ist die ebenfalls gestern publizierte Zahl der neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, die mit einem Plus von nur 167.000 neuen Jobs im Juli die Konsensschätzung der Ökonomen um mehr als 1 Million Stellen unterlaufen hatte. Von den befragten Ökonomen hatte derjenige mit dem größten Pessimismus immerhin einen Zuwachs von 200.000 Stellen prognostiziert.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12353" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/06082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/06082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/06082020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber: Die Aufwärtsrevision der Juni-Zahl um rund 1,9 Millionen neu geschaffene Stellen sollte über die jüngste Fehleinschätzung der Ökonomen – es soll sich um die schlimmste Fehleinschätzung seit Bestehen der ADP-Aufzeichnungen handeln – hinwegtrösten. Wo doch auch noch das Mai-Ergebnis nach oben revidiert wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zahlenwirrwar und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob nun der US-Präsident doch noch recht bekommt? Denn die ADP-Zahlen, die ohnehin nicht den kompletten Juli abdecken, waren zumindest in den vergangenen beiden Monaten als Vorhersageinstrument für den Arbeitsmarktbericht des BLS (Bureau of Labor Statistics), der jeweils zwei Tage später fällig war, ohnehin untauglich. Zumindest wird jedoch die Median-Schätzung der Ökonomen für die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden „offiziellen“ Nonfarm Payrolls, dem Zuwachs der Stellen im Nichtagrarbereich, womöglich noch korrigiert werden. Und wenn, dann von zuletzt 1,550 Millionen nach unten. Oder verfügt Donald Trump gar über Herrschaftswissen und weiß doch mehr?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verändertes Stimmungsbild in Deutschland</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Erwartungsgemäß konnten die Teilnehmer an den Aktienmärkten mit diesem ganzen viel zu komplexen Zahlenwirrwarr nicht viel anfangen und ignorierten es deswegen ganz einfach. Zumal für heute auch noch die zuletzt wieder gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die letzte Juliwoche zur Veröffentlichung anstehen. In den USA ging es daher mit den Indices weiter aufwärts, aber weder der hiesige DAX noch die Aktien der Eurozone kamen indes gestern richtig voran. Vielleicht auch weil es interessante Stimmungs- und damit einhergehend mittelfristige Positionsveränderungen gab. Dies vermittelt zumindest die gestrige Umfrage zum Sentiment der Börse Frankfurt, die ich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/9d25343d-e8d1-46e4-bab4-dc0797354d35" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> kommentiert habe.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eindeutiger fiel da schon die Reaktion der Devisenhändler aus, die dem Dollar abermals ordentlich zusetzten. Allerdings hat die daraus entstehende Kraft für den Euro nicht ganz gereicht, das bisherige Jahres- bzw. 26- Monate-Hoch signifikant zu überbieten. Aber zumindest hat sich das Aufwärtsmomentum nach Überschreiten von 1,1825 gestern erhöht, und der kurzfristige Trend in seiner steilen Version hat nach wie vor Potenzial in Richtung <strong>1,2020</strong>. Dies unter der Prämisse, dass nun an der Unterseite <strong>1,1760</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wer bietet mehr?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wer-bietet-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2020 05:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Prognosen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn zurzeit Wirtschaftsdaten eine hohe Aufmerksamkeit verdienen, dann sind es die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Vor allem, weil diese zeitnah erfassten Daten den US-Arbeitsmarkt sehr gut abbilden. Im Gegensatz zu vielen anderen ökonomischen Daten, deren Halbwertszeit während der Corona-Krise schneller als gewöhnlich sinkt, so dass sie bei ihrer Veröffentlichung häufig bereits Makulatur sind.<br />
Nun haben in der vergangenen Woche 1,42 Millionen Menschen in den USA einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1600)</strong>             Wenn zurzeit Wirtschaftsdaten eine hohe Aufmerksamkeit verdienen, dann sind es die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Vor allem, weil diese zeitnah erfassten Daten den US-Arbeitsmarkt sehr gut abbilden. Im Gegensatz zu vielen anderen ökonomischen Daten, deren Halbwertszeit während der Corona-Krise schneller als gewöhnlich sinkt, so dass sie bei ihrer Veröffentlichung häufig bereits Makulatur sind.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigen wieder</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun haben in der vergangenen Woche 1,42 Millionen Menschen in den USA einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie die gestrige Veröffentlichung der Daten ergab. Und weil diese Zahl nicht nur deutlich über den Erwartungen der Ökonomen lag (Medianprognose: 1,3 Millionen), sondern auch noch die erste wöchentliche Zunahme seit März darstellt, wurde einmal mehr deutlich, dass sich der US-Arbeitsmarkt in einer schwierigen Situation befindet. Müßig zu erwähnen, dass die Wiedereinführung von Corona-bedingten Sicherheitsmaßnahmen und Lockdowns zu weiteren Entlassungen und Geschäftsschließungen in den USA führen wird. In den Bundesstaaten, die ihre geplante Wiedereröffnung des Geschäftslebens stoppen oder sogar rückgängig machen mussten, leben etwa 75 Prozent der gesamten US-Bevölkerung.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Deutliche Reduzierung geplant</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Umso wichtiger ist für die US-Bevölkerung die Verlängerung der Hilfen für Arbeitslose, die Ende der kommenden Woche auslaufen. Dabei geht es – die Hilfen sollen im Rahmen des neuen Stimulus-Programms mit dem Namen CARES 4.0 laufen – auf Bundesebene um Hilfen von 600 USD pro Woche und Person, die zurzeit zusätzlich zur Arbeitslosenunterstützung der jeweiligen Bundesstaaten gezahlt werden.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12304" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/24072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/24072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/24072020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Vertreter der Republikaner deuteten bereits an, dass sie diesen Betrag drastisch reduzieren wollten, und zwar um 100 bis 300 USD pro Woche. Allerdings konnten sich die Republikaner innerhalb der Partei gestern Nacht nicht wie angekündigt auf die Inhalte des geplanten 1,0 Billionen Dollar schweren Stimulus-Paketes CARES 4.0 einigen. So war zu vernehmen, dass das Programm frühestens in der kommenden Woche vorgestellt würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Einst verschmäht, nun geliebt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es für den Dollar momentan nicht gut läuft, wird an dessen Entwicklung gegenüber einem Korb an verschiedenen Valuten, gemessen am Dollar-Index, deutlich. Danach hat der Greenback an 12 der vergangenen 15 Handelstage einen Tagesverlust produziert. Und dies bedeutet umgekehrt zwölf Tagesgewinne für den Euro. Dass sich die Gemeinschaftswährung plötzlich auffallend starker Beliebtheit erfreut, wird beispielsweise an einem gestrigen Kommentar der Financial Times deutlich. Ja, die Einigung der EU auf dem Sondergipfel vom vergangenen Wochenende, die erst Dienstag früh zustande kam, scheint alles verändert zu haben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So weist der FT-Beitrag darauf hin, dass die Durchschnittsprognose für den Euro, die eine Gruppe von Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg vor dem EU-Gipfel abgegeben hatte, zum Jahresende noch bei 1,15 gelegen habe. Nun ist der Euro seit Ende Mai, als der Wiederaufbaufonds zum ersten Mal vorgeschlagen wurde, fast um 7 Prozent im Verhältnis zum Dollar gestiegen. Und immer mehr Strategen gesellen sich zu denjenigen, die die gemeinsame Schuldenaufnahme der EU als Meilenstein für die Gemeinschaftswährung bezeichnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>1,20, 1,30, 1,35?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Noch gibt es Skeptiker, die davor warnen, dass einige Zwistigkeiten zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten nicht gelöst, sondern angesichts der Corona-Krise nur schnell übertüncht wurden. Aber ihre Stimmen werden weniger. Die Konsequenz: Seit Dienstag finden viele die Eurozone plötzlich gereift. Und beim Corona-Krisenmanagement seien die EU-Staaten ohnehin viel erfolgreicher als die USA, lautet nun das neue Credo.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit der Folge, dass die Euro-Prognosen bis zum Jahresende mittlerweile auf 1,20, 1,30 oder gar 1,35 angehoben werden. Nicht zuletzt, weil internationale Fondsmanager Aktien der Eurozone gegenüber US-Werten [Anmerkung: wie bereits in den vergangenen beiden Monaten] – den Vorzug geben könnten, heißt es.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei so viel Einigkeit scheint die nächste Euro-Abwärtskorrektur erfahrungsgemäß nicht allzu weit. Immerhin hat die Gemeinschaftswährung gestern mit rund. 1,1630 den höchsten Kurs seit September 2018 erreicht. Der recht steile kurzfristige Aufwärtstrend (nun mit Potenzial bis <strong>1,1780</strong>) und die gute Ausgangsposition des Euro bleiben indes erhalten, solange nun <strong>1,1450</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aufgrund eines verlängerten Wochenendes werde ich den nächsten <em>Dollar am Morgen</em> erst wieder per Mittwoch den 29. Juli produzieren können.<br />
</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von guten Daten und kritischen Investoren</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/von-guten-daten-und-kritischen-investoren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 04:55:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zumindest eine wichtige Wirtschaftszahl hat der gestrige Tag offenbart. Die Rede ist von den neu geschaffenen Stellen in den USA, die die private Arbeitsmarktagentur ADP gestern veröffentlichte. Wir erinnern uns: Für Mai wurde uns eine Zahl präsentiert, die erheblich besser ausfiel als von den Ökonomen erwartet. Hatten diese damals im Mittel die Streichung von 9 Millionen Stellen prognostiziert, fiel der Abbau am Ende dann mit einem Verlust von 2,76 Mio. viel niedriger aus...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-guten-daten-und-kritischen-investoren/">Von guten Daten und kritischen Investoren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1265)</strong>             Zumindest eine wichtige Wirtschaftszahl hat der gestrige Tag offenbart. Die Rede ist von den neu geschaffenen Stellen in den USA, die die private Arbeitsmarktagentur ADP gestern veröffentlichte. Wir erinnern uns: Für Mai wurde uns eine Zahl präsentiert, die erheblich besser ausfiel als von den Ökonomen erwartet. Hatten diese damals im Mittel die Streichung von 9 Millionen Stellen prognostiziert, fiel der Abbau am Ende dann mit einem Verlust von 2,76 Mio. viel niedriger aus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12222" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/02072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/02072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/02072020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Arbeitsmarkt im Fokus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für Juni weicht nun die von der Agentur ADP publizierte Zahl an neuen Stellen nicht so sehr von der Medianerwartung der Ökonomen ab wie im Mai. Statt der erwarteten 2,850 Millionen neu geschaffenen Stellen waren es nur 2,369 Millionen. Aber kein Grund zur Sorge: Denn die Mai-Zahl wurde drastisch millionenweise nach oben revidiert. So waren der Revision zufolge statt des ursprünglich gemeldeten Verlustes von besagten 2,76 Mio. Arbeitsplätzen vielmehr 3,065 Mio. Stellen hinzugekommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so fällt es schwer, eine sinnvolle Schätzung für die heute bereits anstehende Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichtes (Bureau of Labor Statistics) abzugeben. Analysten rechnen im Mittel immerhin mit einem Zuwachs bei den sogenannten Nonfarm Payrolls von rd. 3 Millionen neuen Stellen. Ob diese Schätzung noch einmal angesichts der Erfahrung mit der verfehlten ADP-Zahl nach unten korrigiert wird? Angesichts dieser vielen einander widersprechenden Daten dürfte es bestimmt einigen Akteuren gehen wie mir: Es wird einem schwindlig.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Übertriebene Impfstoff-Hoffnung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber man darf natürlich nicht zu kritisch sein. Denn am ebenfalls gestern publizierten US-ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie gibt es nichts zu rütteln. Der landete nämlich mit einem Wert von 52,6 im Juni nicht nur im oberen Bereich der Markterwartungen, sondern auch noch zum ersten Mal seit Januar wieder oberhalb der 50er Expansionsschwelle für die Ökonomie.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das einzige Argument, das gegen diese gute Zahl spricht, ist die Tatsache, dass sie bereits Makulatur sein könnten. Denn an der Covid-19-Front gibt es angesichts der jüngsten Sicherheitsmaßnahmen in Texas, Florida, Arizona und Kalifornien berechtigte Zweifel, ob die ökonomische Situation im Juli noch genauso viel Zuversicht wie heute verbreiten wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich dürfte den Akteuren an den Finanzmärkten zumindest unterschwellig klar sein, dass letztlich ein Impfstoff gegen das Corona-Virus gefunden werden muss, um dieser Bedrohung Herr zu werden. Und so ist es auch kein Wunder, dass die Aktienmärkte bei jeder noch so kleinen hoffnungsvollen Meldung in Sachen Impfstoff positiv reagieren. So auch gestern, als erste ermutigende positive Testergebnisse, durchgeführt von den Firmen Biontech aus Mainz und Pfizer, an einer ganz kleinen Gruppe von Menschen bekannt wurden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Heimische Börsianer wieder pessimistischer</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während also die Aktienmärkte gestern per Saldo von einer leichten Risikofreude profitierten, konnte sich zumindest unter den von der Börse Frankfurt befragten institutionellen Investoren keine positive Stimmung durchsetzen. Im Gegenteil: Die alte Skepsis ist mit Beginn des neuen Quartals wieder zurückgekehrt. Allerdings muss der wiederaufgeflammte Pessimismus, wie ich <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/2d0738f6-efa4-40a8-8dd4-e9b423efa847" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong> </a></span>ausgeführt habe, nicht von Dauer sein, will man sich doch möglicherweise nur eine günstige Ausgangsposition verschaffen, falls sich die eindrucksvolle Aktienmarktrallye des zweiten Quartals fortsetzen sollte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch der Euro konnte sich gestern nach anfänglicher Schwächeneigung, die fast bis zu unserem ersten wichtigen Nachfrageniveau reichte, wieder gegenüber dem US-Dollar erholen. Einmal mehr zeigte sich die stabile Situation der Gemeinschaftswährung, die allerdings derzeit nicht für einen neuen Trend ausreicht. Das Umfeld bleibt für den Euro jedoch günstig, solange nunmehr <strong>1,1135/40</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Erratum: Im zweiten Absatz des heutigen Tagesberichts ist mir hinsichtlich der ADP-Revisionszahl für den Monat Mai ursprünglich ein Fehler unterlaufen, den ich umgehend korrigiert habe. Ich bitte das Versehen zu entschuldigen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Euro bleibt leicht angeschlagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 04:40:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurtb Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch gestern gab es genügend Gründe, an den Finanzmärkten eine risikoaverse Haltung bzw. Positionierung einzunehmen. Und gemessen am Verhältnis positiver zu negativen Nachrichten hätte es vor allen Dingen dem Euro stärker an den Kragen gehen können. Nicht zuletzt, weil sich die EU-Kommission zu den ökonomischen Aussichten der Eurozone zu Wort gemeldet hat. Dort soll die Wirtschaft nämlich um 7,75 Prozent in diesem Jahr schrumpfen, in Italien, Spanien und Griechenland sogar um mehr als 9 Prozent. Und die Kommission erklärte unverblümt, dass die Stabilität der Eurozone ohne einen gemeinsamen Rettungsplan...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0800)</strong>             Auch gestern gab es genügend Gründe, an den Finanzmärkten eine risikoaverse Haltung bzw. Positionierung einzunehmen. Und gemessen am Verhältnis positiver zu negativen Nachrichten hätte es vor allen Dingen dem Euro stärker an den Kragen gehen können. Nicht zuletzt, weil sich die EU-Kommission zu den ökonomischen Aussichten der Eurozone zu Wort gemeldet hat. Dort soll die Wirtschaft nämlich um 7,75 Prozent in diesem Jahr schrumpfen, in Italien, Spanien und Griechenland sogar um mehr als 9 Prozent. Und die Kommission erklärte unverblümt, dass die Stabilität der Eurozone ohne einen gemeinsamen Rettungsplan gefährdet sei. Denn die Kluft zwischen nördlichen und südlichen Staaten würde sich zwangsläufig wegen der Rettungsprogramme und der ohnehin schon unterschiedlich stark angespannten Haushaltssituation in den einzelnen Ländern weiter vergrößern.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11971" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/07052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/07052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/07052020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Verbesserung am US-Arbeitsmarkt in Sicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu den negativen Nachrichten des gestrigen Tages gehörte auch der Bericht der US-Arbeitsmarktagentur ADP, wonach US-Unternehmen im April 20,55 Millionen Arbeitsplätze gestrichen haben. Und es klingt fast schon etwas zynisch, wenn man behauptet, diese Zahl sei geringfügig besser als von den Ökonomen im Mittel erwartet ausgefallen. Schließlich geht es, wie es ein Kommentator ganz richtig formulierte, nicht um Zahlen, sondern vor allem um menschliche Schicksale. Zumal die gestern publizierten Daten für April wahrscheinlich noch viel schlimmer ausgefallen sein müssen. Denn es wurden von der privaten Arbeitsmarktagentur (wie auch im März) lediglich die Zahl der Beschäftigten bis zum 12. des Monats registriert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur dumpfe Wahlkampf-Rhetorik? </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Damit wird es fast schon überflüssig zu erwähnen, dass sich die US-Rhetorik gegenüber China hinsichtlich dessen angeblichem Umgang mit der Corona-Pandemie gestern nicht beruhigt hat. Im Gegenteil. Mehr oder weniger laut wird neben neuen Strafzöllen über Schritte nachgedacht, wie man Lieferketten und Investmentströme mit China begrenzen könne. Und mancherorts ist sogar von der Gefahr eines neuen Kalten Krieges die Rede. Dabei scheint noch unklar zu sein, wie weit man auf US-Seite tatsächlich gehen würde. Denn eine erneute Eskalation im Handelskonflikt mit China würde auch der US-Wirtschaft und den Aktienbörsen schaden. Sicherlich mag ein Teil dieser verhärteten Haltung dem US-Wahlkampf geschuldet sein, der in den kommenden Monaten auf Hochtouren laufen wird. Eine Wahl, die, wie ein Kommentator süffisant anmerkte, zumindest für November geplant sei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Börsianer wieder bearisher</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Börsianer hierzulande scheinen die negativen Vorzeichen für die Aktienmärkte derzeit jedenfalls zu überwiegen. Denn die gestrige Umfrage der Börse Frankfurt hat gegenüber der Vorwoche einen deutlichen Anstieg des Pessimismus der Investoren (vgl. mein Kommentar <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/74dfd2c9-1730-468a-9cba-407adb39a424" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>) festgestellt. Dabei ist es zumindest beruhigend, dass das Gros der Akteure anscheinend von einer erneuten Verkaufswelle am Aktienmarkt sogar profitieren könnte. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum der Dollar den dritten Tag hintereinander gegenüber vielen Valuten gefragt war. Auch gegenüber dem Euro, der angesichts vorgenannter möglicher Spannungen durchaus stärker in Mitleidenschaft hätte gezogen werden können. Stattdessen bleibt die Gemeinschaftswährung zwar leicht angeschlagen, aber bislang ohne nachhaltigen Trend. Zumal für eine Stabilisierung der Lage nunmehr lediglich <strong>1,0925</strong> überwunden werden müsste.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Super-Deal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 05:51:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag stand ganz im Zeichen des US-Stimulus-Pakets in Höhe von mehr als 2 Billionen USD, auf das sich das Weiße Haus und der Kongress geeinigt hatten und das bereits die Abstimmungshürde im Senat genommen hat. Vorzustellen hat man es sich als Helikopter-Geld, das vom Himmel herabregnen und auch Amerikanern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugutekommen wird...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/super-deal/">Super-Deal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0915)</strong>             Der gestrige Handelstag stand ganz im Zeichen des US-Stimulus-Pakets in Höhe von mehr als 2 Billionen USD, auf das sich das Weiße Haus und der Kongress geeinigt hatten und das bereits die Abstimmungshürde im Senat genommen hat. Vorzustellen hat man es sich als Helikopter-Geld, das vom Himmel herabregnen und auch Amerikanern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugutekommen wird. 1.200 USD-Schecks pro Kopf und 500 USD pro Kind werden „ausgeschüttet“. Unterdessen sollen Arbeitnehmer – zusätzlich zu dem, was sie im Rahmen der staatlichen Arbeitslosenprogramme ohnehin bekommen hätten – noch einmal vier Monate lang 600 USD pro Woche erhalten. Verglichen mit dem Hilfspaket während der Finanzkrise 2008 ist dieses finanzielle Stimulus-Programm mehr als doppelt so groß und wird als die bislang größte staatliche Unterstützungsmaßnahme aller Zeiten in die Geschichte eingehen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11789" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/26032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/26032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/26032020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nachhaltige Unterstützung ungewiss<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob dieses gigantische Paket geeignet sein wird, auch die Aktienbörsen nachhaltig zu unterstützen, scheint allerdings alles andere als gewiss. Zumindest die Investoren hierzulande ließen sich von einem möglicherweise aufkommenden Optimismus (vgl. etwa die gestrige Umfrage der Börse Frankfurt <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/1c4ae393-0786-4bf1-b9fc-03904d9d09dc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) bislang nicht wirklich mitreißen. Vielleicht auch, weil die ökonomischen Schreckensbotschaften erst noch kommen werden, ganz zu schweigen von den Unsicherheiten, die sich aus der Entwicklung der Corona-Pandemie ergeben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoher Anker bei den „Jobless Claims“</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einen ersten Vorgeschmack auf das, was an fürchterlichen Zahlen noch kommen wird, dürften die für heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben. Und davon wird es viele geben. Sehr viele sogar, wenn man etwa den Prognosen von Ökonomen und anderen Experten Glauben schenken mag. Die Medianprognose geht davon aus, dass in der Woche zum 20. März 1,64 Millionen Menschen einen solchen Antrag, „Jobless Claim“ genannt, stellen werden. Eine Zahl, die wahrscheinlich noch viel zu optimistisch ist, wenn man anderen Berechnungen folgt, wonach allein in der vergangenen Woche bis zu 3,8 Millionen Erstanträge eingereicht wurden. Kurzum: Es kann eigentlich angesichts dieser bereits so bedrückenden Erwartungen fast keine negative Überraschung mehr geben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang wurde gestern übrigens von Kommentatoren die gemeinnützige und überparteiliche US-Institution The Economic Policy Institute (EPI) zitiert, die von 3,4 Millionen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche ausgeht. Überträgt man diesen Wert auf die Arbeitslosenquote, würde diese innerhalb einer einzigen Woche von zuletzt 3,5 auf 5,5 Prozent steigen! Die Finanzmarktteilnehmer sind also auf das Schlimmste vorbereitet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Dollar-Nachfrage schwindet, aber nicht wirklich gebrochen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen ebbte gestern die Dollar-Nachfrage zwar weiter ab, ist aber angesichts der von der US-Notenbank angekündigten quantitativen Lockerungsmaßnahmen (QE) sowie dem fiskalpolitischen riesigen Stimulus-Paket zumindest für meinen Geschmack nach wie vor erstaunlich hoch. Immerhin verhalf der Rücksetzer des Dollar gegenüber vielen Währungen auch dem Euro zu einer Erholung im kurzfristigen Abwärtstrend. Dessen Potenzial reicht derzeit immer noch bis <strong>1,0550</strong> bzw. <strong>1,0430</strong><strong>, </strong>solange <strong>1,0965</strong> nicht überwunden wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/super-deal/">Super-Deal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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