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	<title>Repräsentativitätsirrtum Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Apr 2021 04:52:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Eine nicht ganz unerwartete Korrektur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Apr 2021 04:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da habe ich mich gestern an dieser Stelle ziemlich kritisch über ein Phänomen geäußert, das eine Kommentatorin für den US-Aktienindex S&#38;P 500 herausgefunden hat. Nach der von ihr entdeckten Regel ist dort nämlich immer eine (mehr oder weniger große) Abwärts-Korrektur fällig, sobald sich der Index von seiner 200-Tage-Linie um 16 Prozent nach oben entfernt hat. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da habe ich mich gestern an dieser Stelle ziemlich kritisch über ein Phänomen geäußert, das eine Kommentatorin für den US-Aktienindex S&amp;P 500 herausgefunden hat. Nach der von ihr entdeckten Regel ist dort nämlich immer eine (mehr oder weniger große) Abwärts-Korrektur fällig, sobald sich der Index von seiner 200-Tage-Linie um 16 Prozent nach oben entfernt hat. Angeblich hat diese Regel (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/04/20/suesse-oder-bittere-sechzehn/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a>)</strong></span> seit Beginn der Pandemie bereits fünf Mal funktioniert und am vergangenen Montag gab es nun das sechste Signal dieser Art. Und wie dieses Signal funktioniert hat! Eine deutliche Korrektur beim S&amp;P 500 war fällig. Und der DAX machte hierzulande sogleich auch noch innerhalb von 48 Stunden die ganzen Kursgewinne zunichte, die während der beiden Wochen zuvor aufgelaufen waren. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13344" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/21042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/21042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/21042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der Kontrasteffekt lässt grüßen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das klingt dramatischer, als es tatsächlich gewesen ist, da sich das hiesige Börsenbarometer während dieser beiden Wochen über weite Strecken in einer ganz engen Bandbreite bewegt hat. Aber der Kontrasteffekt sorgte gestern dafür, dass die Korrektur der vergangenen beiden Handelstage im Vergleich zum ruhigen Geschehen aus der Zeit zuvor besonders stark wahrgenommen wurde. Und was die vorgenannte Handelsregel angeht, sah ich als Kritiker gestern in Sachen S&amp;P 500 zunächst einmal ganz schön alt aus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und der Repräsentativitätsirrtum ebenfalls</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Oder hat es sich bei dem Signal vom Montag doch nur um einen Zufall gehandelt? Sechs gute Signale hintereinander – das kann doch kein Zufall mehr sein (Vorsicht: Repräsentativitätsirrtum!), wird sich nun der eine oder andere Analyst sagen. Doch, kann es! Zumindest hat mich gestern der Ehrgeiz gepackt, so dass ich zu recherchieren begonnen habe.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man muss allerdings schon bis zum Jahr 2009 zurückgehen, damit man diese Regel überhaupt noch einmal testen kann. Von da an bis zum Beginn der Pandemie ist es nämlich nie mehr dazu gekommen, dass sich der S&amp;P 500 Index um besagte 16 Prozent von seiner 200-Tage-Linie entfernt hat. Je nachdem, was man als Treffer definiert, lässt sich im Jahr 2009 die oben beschriebene schöne Serie, die übrigens im September 2020 begann, leider nicht wiederholen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun konnte sich der Greenback im Rahmen der aufgekommenen Risikoaversion gestern etwas erholen und setzte den Euro, der zuvor mit rund 1,2080 noch das höchste Niveau seit dem 3. März markiert hatte, in der Folge so unter Druck, dass am Ende des Tages sogar ein kleiner Verlust übrig blieb. Dennoch bleibt die Gemeinschaftswährung in ihrer Seitwärtsentwicklung und in einem stabilen Umfeld, solange nun <strong>1,1935</strong> nicht mehr verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Süße oder bittere Sechzehn?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 04:56:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[Runde Zahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Überoptimierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat es der Euro gestern endlich geschafft, nach einem kleinen Rücksetzer die Marke von 1,20 zu überwinden. Nicht dass ich runden Zahlen eine besondere Bedeutung beimessen würde. Vielmehr halte ich sie für ganz normale Kursstände wie alle anderen auch, aber viele technische Analysten sehen in ihnen „psychologisch wichtige Niveaus“, und tatsächlich glauben viele Anleger, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat es der Euro gestern endlich geschafft, nach einem kleinen Rücksetzer die Marke von 1,20 zu überwinden. Nicht dass ich runden Zahlen eine besondere Bedeutung beimessen würde. Vielmehr halte ich sie für ganz normale Kursstände wie alle anderen auch, aber viele technische Analysten sehen in ihnen „psychologisch wichtige Niveaus“, und tatsächlich glauben viele Anleger, mit ihrer Überwindung sei eine magische Schwelle überschritten. Irgendetwas muss dran gewesen sein, dass die Gemeinschaftswährung seit vergangenen Mittwoch immer kurz vor besagter 1,20 haltmachte. Aber vielleicht gelang der Sprung über diese Hürde gestern einfach nur deshalb, weil es keine wichtigen ökonomischen Daten zu begutachten gab – mancherorts wurde auch auf fehlende große Optionsfälligkeiten verwiesen. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13340" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/20042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/20042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/20042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Runde Zahlen als Weckfunktion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber genauso wie die runden Zahlen bestenfalls als Weckfunktion für Finanzmarktteilnehmer dienen, die sich nicht jeden Tag mit Devisen- oder Aktienkursentwicklungen beschäftigen mögen, verhält es sich mit manchen Phänomenen, die immer wieder dann gerne hervorgekramt werden, wenn es an den Märkten gerade ruhig ist oder die Kommentatoren nicht so recht wissen, wie es weitergeht. Marktphänomene, die funktionieren können, aber nicht müssen. Jedenfalls wundere ich mich dabei immer wieder, was da an angeblich profitablen Regeln herausgefunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Korrektur am US-Aktienmarkt fällig?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So fand nun etwa eine schlaue Kommentatorin heraus, dass der US-Aktienindex S&amp;P 500 während der Pandemie immer dann ein Signal für eine (größere) Abwärtskorrektur gegeben hat, wenn sich der Index um 16 Prozent von seiner 200-Tage-Linie nach oben entfernte. Ein Phänomen, das man seit September vergangenen Jahres insgesamt fünf Mal beobachten konnte. Und gestern hatte sich nun der Index während der Handelssitzung wieder einmal um genau diese 16 Prozent von seiner 200 Tage-Linie nach oben entfernt und somit ein weiteres Signal für eine (größere) Korrektur gegeben<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;">[<strong>1</strong>]</span></a>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die Strategie funktioniert …</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun könnte man natürlich festhalten, dass solche Regeln etwas Magisches haben. Ein ausgefeilter Prozentsatz von 16 Prozent – das ist eine Zahl, die dem Betrachter durchaus zum Repräsentativitätsirrtum verleiten kann. Einer solchen eigentlich unauffälligen Zahl muss einfach – so der mentale Kurzschluss – eine ausgeklügelten Strategie zugrunde liegen, könnte man meinen. Warum ausgerechnet die 16? Warum nicht 15,14, oder gar 13,5 Prozent? Der Verdacht liegt nahe, dass jemand so lange herumprobiert hat, bis der Wert herausgefunden war, der das beste Ergebnis lieferte. Man könnte auch von einer Optimierung einer Variablen sprechen. Und bösartigerweise könnte ich nun behaupten, dass der Wert von 16 Prozent am besten funktioniert hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… aber nur in der Vergangenheit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einmal abgesehen davon, dass in der mir vorliegenden Grafik nur die (viel zu kurze) Zeit seit Beginn der Pandemie untersucht wurde, hat diese Optimierung tatsächlich fünf Ereignisse hervorgebracht, die alle ein richtiges Signal gegeben haben sollen, was einer Trefferquote von 100 Prozent entspräche. Aber eben nur in der Vergangenheit. Und es gibt keine Garantie dafür, dass es sich beim gestrigen Signal ebenfalls wieder um einen Treffer handeln wird. Zumal die Regel nicht verrät, wann etwaige Gewinne, die dieser wunderbaren Regel entspringen sollen, realisiert werden sollen. Ich frage mich jedenfalls, worin der Nutzen – abgesehen von ihrem Spannungsfaktor und Unterhaltungswert – solcher Erkenntnisse liegen mag.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zum Euro: Der bleibt trotz des Überspringens von 1,20 in seiner Seitwärtsentwicklung, befindet sich aber in einem stabilen Umfeld, solange er sich nun oberhalb von <strong>1,1910/15</strong> (also deutlich höher) bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a> Anm.: Ich habe die einzelnen Signale lediglich anhand einer Grafik verifizieren können, bei der nicht erkennbar war, ob es sich um Schlusskurse oder wie gestern um einen Intraday-Kurs des S&amp;P 500-Index handelte.</span></p>
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		<title>Aufgewacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 05:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag hat wieder einmal gezeigt, dass sich die Akteure keineswegs an die gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen gewöhnt haben. Auch wenn in der vergangenen Woche mitunter dieser Eindruck entstanden sein mag. Nun hat es unter den Aktien-Indices den heimischen DAX mit einem Tagesverlust von 3,7 Prozent besonders stark erwischt, nicht zuletzt wegen des dramatischen Absturzes der SAP-Aktie von mehr als 20 Prozent. Und weil es sich dabei um den wertvollsten deutschen Konzern im DAX handelt, wurde besonders stark wahrgenommen, dass die Covid-19-Pandemie...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>830)</strong>             Der gestrige Handelstag hat wieder einmal gezeigt, dass sich die Akteure keineswegs an die gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen gewöhnt haben. Auch wenn in der vergangenen Woche mitunter dieser Eindruck entstanden sein mag. Nun hat es unter den Aktien-Indices den heimischen DAX mit einem Tagesverlust von 3,7 Prozent besonders stark erwischt, nicht zuletzt wegen des dramatischen Absturzes der SAP-Aktie von mehr als 20 Prozent. Und weil es sich dabei um den wertvollsten deutschen Konzern im DAX handelt, wurde besonders stark wahrgenommen, dass die Covid-19-Pandemie Europas größtem Softwarehersteller SAP stärker als bisher gedacht zugesetzt hat. Denn der aus der Verhaltensökonomik bekannte, sogenannte Repräsentativitätsirrtum dürfte möglicherweise bei manchem Anleger überdies zu einem gedanklichen Schnellschuss geführt haben, so dass sie die Situation von SAP stellvertretend auch für andere (DAX)-Unternehmen gesehen haben.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12647" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/27102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/27102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/27102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zu viel des Negativen auf einmal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man könnte natürlich noch andere Gründe für die gestrige Risikoaversion der Akteure anführen. Rasant steigende Covid-19-Infektionsfälle in Europa, wobei Deutschland aufgrund des Wochenendeffekts und der damit verzögerten Meldungen montags naturgemäß mit niedrigen Zahlen aufwartet. Für Gewöhnung an diese dramatischen Zahlen blieb also ohnehin kein Spielraum. Ganz zu schweigen von der Drohung Chinas, Boeing mit Sanktionen zu belegen, oder die Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar. Letztere befindet sich schon seit geraumer Zeit in einem Abwärtstrend, zeitweise verbunden mit neuen Allzeittiefs. Aber gestern überquerte der Greenback zum ersten Mal die runde Marke von 8,0000, ein Umstand der nicht nur bei Kommentatoren besonderes Aufsehen erregte. Über die gestern publizierten ökonomischen Daten aus den USA zu den enttäuschend ausgefallenen Neubauverkäufen möchte ich mich gar nicht erst auslassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoffnung auf US-Konjunkturprogramm erloschen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Hatte in der vergangenen Woche die Hoffnung auf die Einigung über ein Konjunkturprogramm noch vor dem Wahltag dafür gesorgt, dass bei den Teilnehmern an den Aktienmärkten die Covid-19-Sorgen nicht mit voller Wucht durchschlugen, ist davon zu Wochenbeginn praktisch nichts mehr übrig geblieben. Zwar gingen die Gespräche zwischen Demokraten und Republikanern weiter, aber nichts deutete auf eine Einigung hin. Mehr noch: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, hat gestern Nacht dessen nächste Sitzung auf den 9. November vertagt, so dass die Verabschiedung eines Konjunkturprogramms vor dem Wahltermin am 3. November nicht mehr möglich ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Angesichts der Kursverluste an den Aktienmärkten und der damit einhergehenden Risikoaversion bleibt es zumindest für gestern ein bemerkenswertes Phänomen, dass der US-Dollar nicht viel stärker als Fluchtwährung profitieren konnte. Gegenüber dem Euro, der sich zwar leicht abschwächte, konnte noch nicht einmal die Handelsbandbreite des Vortages verletzt werden. Und so bleibt die Gemeinschaftswährung, auch wenn sie angesichts der negativen Rahmenbedingungen gestern nichts für ihren kurzfristigen Aufwärtstrend tun konnte, zumindest in positivem Fahrwasser, solange, was auch schon an den Vortagen galt, <strong>1,1760</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Noch einmal Griechenland</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/noch-einmal-griechenland/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2015 18:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich kürzlich die Geschichte von einem wohlhabenden Griechen hörte, der angeblich eine Luxuskarosse bestellt hatte, sich andererseits aber damit gebrüstet haben soll, dass er trotz stattlicher Einkünfte fast keine Einkommensteuer zu leisten habe, bin ich ins Grübeln gekommen. Schnell ist manch einer angesichts eines solchen Einzelfalls geneigt, die Griechen moralisch zu verurteilen – ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-einmal-griechenland/">Noch einmal Griechenland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich kürzlich die Geschichte von einem wohlhabenden Griechen hörte, der angeblich eine Luxuskarosse bestellt hatte, sich andererseits aber damit gebrüstet haben soll, dass er trotz stattlicher Einkünfte fast keine Einkommensteuer zu leisten habe, bin ich ins Grübeln gekommen. Schnell ist manch einer angesichts eines solchen Einzelfalls geneigt, die Griechen moralisch zu verurteilen – ein gedanklicher Kurzschluss, der dem Repräsentativitätsirrtum geschuldet sein mag. Wie unangemessen das derzeitig oft vernehmbare Gerede ist, gleich vom moralischen Versagen eines ganzen Volkes zu sprechen, zeigt sich an den jüngsten Enthüllungen über eine Schweizer Tochter der britischen Großbank HSBC (vgl. Swissleaks). Dabei wird hier nur beispielhaft deutlich, dass sich offensichtlich immer wieder eine kleine Elite unangemessen bereichert, zulasten einer großen Mehrheit, die, wie im Falle Griechenlands, sogar massiv leidet.</p>
<p>Während die Griechenland-Krise noch längst nicht gelöst ist, zumal die Verhandlungspartner, die neue griechische Regierung und die Vertreter der Eurozone, jeweils sehr hohe (psychische) Commitments eingegangen sind, scheinen sich die Anleger hierzulande längst an das Drama gewöhnt zu haben. Dies hat sich auch in der heutigen Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt niedergeschlagen, die ich <strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+griechenlandkrise+entzweit+anleger+79445">HIER</a></strong> kommentiert habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-einmal-griechenland/">Noch einmal Griechenland</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gute Reise! Oder warum man doch nicht dahinfahren darf, wo man angeblich hingehört</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/gute-reise-oder-warum-man-doch-nicht-dahinfahren-darf-wo-man-angeblich-hingehoert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 07:06:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotype]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=6689</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich: Jetzt sehen wir uns erst wieder in drei Wochen. Ich mache nämlich Urlaub. Sie: Wo geht‘s denn hin? Ich: In die Wärme, nach Israel. Sie: Nach Israel? Nach I s r a e l? Ich: Schweigen Sie: Nach Israel? Ich: Nach Israel! Sie: Nach Israel? Wieso denn nach Israel? Wieso denn ausgerechnet Israel? Ich: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/gute-reise-oder-warum-man-doch-nicht-dahinfahren-darf-wo-man-angeblich-hingehoert/">Gute Reise! Oder warum man doch nicht dahinfahren darf, wo man angeblich hingehört</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich: Jetzt sehen wir uns erst wieder in drei Wochen. Ich mache nämlich Urlaub.</p>
<p>Sie: Wo geht‘s denn hin?<span id="more-6689"></span></p>
<p>Ich: In die Wärme, nach Israel.</p>
<p>Sie: Nach Israel? Nach I s r a e l?</p>
<p>Ich: Schweigen</p>
<p>Sie: Nach Israel?</p>
<p>Ich: Nach Israel!</p>
<p>Sie: Nach Israel? Wieso denn nach Israel? Wieso denn ausgerechnet Israel?</p>
<p>Ich: Warum nicht Israel?</p>
<p>Sie: Es gibt doch Mitte Oktober auch noch andere sonnige Ziele.</p>
<p>Ich: Ja.</p>
<p>Sie: Ah, ich verstehe. Du besuchst sicherlich Verwandte! Du hast doch Verwandte in Israel?</p>
<p>Ich: Nein</p>
<p>Sie: Ach, dann bist Du gar nicht…</p>
<p>Ich: Ich bin mir nicht sicher … Mein Vater …</p>
<p>Sie: Aber ist das nicht ein bisschen gefährlich? Jetzt, ausgerechnet jetzt, ich meine, Syrien, die Palästinenser, womöglich Raketen &#8230; Ihr fahrt mit den Kindern in Krisengebiete?</p>
<p>Ich: Krise ist immer, nicht nur in Israel.</p>
<p>Sie: (schüttelt den Kopf): Israel! Warum ausgerechnet Israel?</p>
<p>Ich: Darum Israel!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übereinstimmungen mit lebenden Personen und tatsächlich stattgefundenen Gesprächen sind beabsichtigt. „Sie“ ist dem Schreiber persönlich bekannt und meint es, wie so viele andere in Deutschland auch, nur gut mit mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/gute-reise-oder-warum-man-doch-nicht-dahinfahren-darf-wo-man-angeblich-hingehoert/">Gute Reise! Oder warum man doch nicht dahinfahren darf, wo man angeblich hingehört</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Geheimbund Goldman</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Sep 2012 09:06:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ARTE]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung von Verlusten Dritter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sah gestern den am 5.9. von ARTE erstmals ausgestrahlten Film &#8222;Goldman Sachs – eine Bank lenkt die  Welt&#8220; und war zunächst beeindruckt, wenn nicht gar schockiert über das mächtige Netzwerk, das diese Investmentbank angeblich aufgebaut haben soll. Da kann einem nur angst und bange werden, wenn man der Darstellung der Filmemacher Glauben schenken möchte. So [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/geheimbund-goldman/">Geheimbund Goldman</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sah gestern den am 5.9. von ARTE erstmals ausgestrahlten Film &#8222;<a href="http://videos.arte.tv/de/videos/goldman-sachs-eine-bank-lenkt-die-welt--6894428.html">Goldman Sachs – eine Bank lenkt die  Welt</a>&#8220; und war zunächst beeindruckt, wenn nicht gar schockiert über das mächtige Netzwerk, das diese Investmentbank angeblich aufgebaut haben soll. Da kann einem nur angst und bange werden, <span id="more-5076"></span>wenn man der Darstellung der Filmemacher Glauben schenken möchte. So wurde gezeigt, dass in vielen leitenden Positionen von Politik und Wirtschaft, aber eben auch bei den Kontrollinstanzen, den Regulatoren, ehemalige Mitarbeiter und Entscheider von Goldman Sachs sitzen. Natürlich mit allen dazugehörigen Interessenskonflikten. Am Ende des Filmes konnte man fast den Eindruck gewinnen, es handele sich bei Goldman um eine Organisation, die sich der ganzen Welt bemächtigen möchte. Aber dies könnte man genauso gut über andere Organisationen, etwa den 47.000 Mitglieder starken ominösen Council on Foreign Relations, ein Zusammenschluss vieler mächtiger Persönlichkeiten aus den USA,  behaupten. Überhaupt erweist sich vieles, was der Film behauptet, als spekulativ. So suggestiv die Aneinanderreihung  von Konterfeis der Mächtigen auf einem schönen Bild wirken mag, bewiesen ist damit noch nichts. Vielmehr sind solche Mutmaßungen Wasser auf die Mühlen von Verschwörungstheoretikern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ein Repräsentativitätsirrtum?</strong></p>
<p>Auch wenn die Dokumentation hier und da zur Überzeichnung neigt, indem man etwa OTC-Geschäfte als etwas Geheimnisvolles und Intransparentes darstellt oder auch zu bereitwillig unterschiedlichste Finanzinstrumente mit dem verdächtigen Begriff „Derivate“ belegt, sind bei mir doch einige Zitate ehemaliger Goldman-Mitarbeiter hängen geblieben, die mir zu denken geben. Nicht nur, weil sie in anderen großen Unternehmen genauso gut vorkommen können, sondern weil sie so sehr der Realität entsprechen, dass man den Rest der Dokumentation automatisch ebenfalls für wahr hält.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Es geht nicht nur um Geld</strong></p>
<p>Man muss vielleicht nicht so weit gehen, dass man sich das Zitat eines Goldman-Händlers „Es reicht nicht, Erfolg zu haben, andere müssen scheitern&#8220; zur Handlungsmaxime macht. Anscheinend geht es im fairen Wettbewerb nicht mehr nur darum, der Beste zu sein, sondern durch das Ausschalten der Konkurrenten den Wettbewerb gleichsam abzuschaffen. Dabei geht es den Protagonisten dieser Philosophie anscheinend mehr um Macht als um Geld: Der eigene Erfolg wird dadurch erhöht, dass man den Verlust des Konkurrenten wie einen eigenen Gewinn wahrnimmt. So zumindest ließe sich dieser unbedingte Wille zum Sieg aus Sicht der Behavioral Economics erklären.</p>
<p>Wer jedoch versucht, die bösen Finanzmärkte mit Regulierungen zu überziehen und sie dabei womöglich so stranguliert, dass sie nicht mehr funktionieren, wird nicht diejenigen treffen, die für das ganze Desaster seit 2007 verantwortlich sind. Denn das Hauptproblem besteht eigentlich in der Wertewelt, wie sie von einer Investmentbank wie Goldman, aber auch von vielen anderen Instituten vertreten wird.</p>
<p>Mehr dazu <a href="http://www.blognition.de/blog/wirtschaft/goldmans-gehorsam/" target="_blank">im zweiten Teil dieses Blogs</a>, der morgen erscheinen wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/geheimbund-goldman/">Geheimbund Goldman</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>25 Millionen auf Reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 08:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Heberer]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[Track Record]]></category>
		<category><![CDATA[Travel24]]></category>
		<category><![CDATA[Verfügbarkeitsheuristik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Konferenz in Jackson Hole wohl keine wirklich neuen Erkenntnisse gebracht hat, habe ich mich wieder dem Tagesgeschäft zugewandt und entdeckte die Eckdaten einer neuen Anleihe des Internet-Reiseanbieters Travel24 – 25 Millionen Euro, so das Anleihevolumen, sollen da auf Reisen geschickt werden. Genauer gesagt, sollen mit dem Geld Hotels gebaut werden. Und dafür soll [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/25-millionen-auf-reisen/">25 Millionen auf Reisen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die Konferenz in Jackson Hole wohl keine wirklich neuen Erkenntnisse gebracht hat, habe ich mich wieder dem Tagesgeschäft zugewandt und entdeckte die Eckdaten einer neuen Anleihe des Internet-Reiseanbieters Travel24 – 25 Millionen Euro, so das Anleihevolumen, sollen da auf Reisen geschickt <span id="more-5007"></span>werden. Genauer gesagt, sollen mit dem Geld Hotels gebaut werden. Und dafür soll die Investition mit 7,5 Prozent p. a. verzinst werden, also etwa so viel wie für eine Anleihe, die vor einiger Zeit die Wiener Feinbäckerei Heberer aufgelegt hat, 7 Prozent p. a. mit einer Laufzeit von vier Jahren.</p>
<p>Aus verhaltensorientierter Sicht hat man es da eigentlich relativ leicht, für welches der beiden Unternehmen man sich entscheiden würde. Denn Brot ist für unsere Erinnerung leichter verfügbar, da wir es jeden Tag brauchen und konsumieren. Und wenn dann ein Unternehmen auch noch mehr als 100 Jahre besteht, verführt dies schnell zum Schluss, dass ein so langer <em>track record</em> ja nicht von ungefähr kommen kann. Aber dieser Erfolg mag bestenfalls repräsentativ für den Erfolg <em>vergangener</em> Tage sein. Da hat es Travel24 schon schwerer, auch wenn man mit Reisen auch etwas leicht Vorstellbares verbindet. Aber der Slogan „denn verreist wird immer“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Menschen nicht das ganze Jahr in Urlaub fahren. Und wenn, dann soll Verreisen auch noch preiswert sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hohe Rendite – hohes Risiko</strong></p>
<p>Beide Unternehmen haben übrigens noch etwas gemeinsam: Sie bieten eine Verzinsung an, die weit über der im Markt üblichen derzeit erzielbaren Renditen liegt, weswegen bei mir sofort alle Warnlampen angehen. Denn überdurchschnittlichen Renditen liegt auch ein überdurchschnittliches Risiko gegenüber. Und wer das bei seinen Anlageentscheidungen nicht berücksichtigt, handelt fahrlässig.</p>
<p>Um Risiken ging es auch bei unseren Blog-Beiträgen des Monats August und zwar überwiegend in Zusammenhang mit der Euro-Krise. Deswegen stand der Kommentar <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/wohin-europa/"><em>Wohin Europa?</em></a> Auf unserer internen Rangliste auf Platz drei. Auch der Beitrag <a href="http://www.blognition.de/blog/wirtschaft/verstehen-okonomen-nichts-von-wirtschaft/"><em>Verstehen Ökonomen nichts von Wirtschaft?</em></a> Fand ein starkes Interesse bei unseren Lesern und wurde eingehend diskutiert. Der meistgelesene Blog im August erschien jedoch gleich am Monatsanfang unter der Überschrift <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/draghi-hat-eine-idee-im-hinterkopf/"><em>Draghi hat eine Idee im Hinterkopf</em></a> und seit der vergangenen EZB-Sitzung, die wenige Tage später stattfand, warten wir nun darauf, dass diesen Worten auch Taten folgen mögen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/25-millionen-auf-reisen/">25 Millionen auf Reisen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Kein Taschengeld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 05:58:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalertragssteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Konten]]></category>
		<category><![CDATA[Renditen]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[Segregation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich neulich erfuhr, dass Bundesanleihen mit zweijähriger Laufzeit nur noch eine negative Rendite erbringen, fragte ich mich, was meine Schwiegermutter, wenn sie denn noch am Leben wäre, wohl dazu sagen würde. In ihren letzten Lebensjahren hatte sie sich nämlich häufig bei mir darüber beklagt, dass sie angesichts der niedrigen Zinsen immer weniger Taschengeld zur [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich neulich erfuhr, dass Bundesanleihen mit zweijähriger Laufzeit nur noch eine negative Rendite erbringen, fragte ich mich, was meine Schwiegermutter, wenn sie denn noch am Leben wäre, wohl dazu sagen würde. In ihren letzten Lebensjahren hatte sie sich nämlich häufig bei mir darüber beklagt, <span id="more-4739"></span>dass sie angesichts der niedrigen Zinsen immer weniger Taschengeld zur Verfügung habe. Damals hatte sie immerhin noch Anleihen mit einem Kupon von 4 Prozent p. a. in ihrem Wertpapierdepot und konnte sich so zumindest die eine oder andere Ausgabe leisten, die sie sich ansonsten nicht gestattet hätte. Mit dieser Strategie, nicht nur fürs gesamte Kapital,  sondern auch für jede einzelne Zinszahlung im Geiste ein eigenes Konto (bekannt unter dem Begriff mentale Konten) zu eröffnen, stand die alte Dame für mich stellvertretend für viele andere Sparer in Deutschland. Egal, wie gering die Zinseinnahmen sind, sie werden stets als Gewinn erlebt. Und diese Gewinne zu verbrauchen, verursacht selbst bei konservativ eingestellten Menschen nicht sogleich ein schlechtes Gewissen. Leider hatte nicht nur meine Schwiegermutter dabei übersehen, dass die Inflation, für die der Zins zumindest teilweise einen Ausgleich darstellen soll, klammheimlich zu einer Entwertung des Kapitalkontos führte. Doch wenn dieses sowieso nie angerührt wird, kann man auch nicht bemerken, dass man sich für dasselbe Geld über die Jahre immer weniger hätte kaufen können.</p>
<p>Heute hätte sich indes für meine Schwiegermutter die Situation ganz anders dargestellt. Ihr monatliches Taschengeld wäre, nachdem die letzte relativ gut verzinsliche Bundesanleihe zur Rückzahlung fällig gewesen wäre, praktisch auf null gesunken. Denn angesichts der Eurokrise hätte sie sich wahrscheinlich sowieso nicht getraut, ihr frei gewordenes Geld in fünf- oder gar zehnjährige Schuldtitel des Bundes anzulegen. Aber kein Taschengeld für zwei Jahre? Und das bei jährlich knapp zwei Prozent Inflation? „Und bei einer Neuanschaffung müsste ich sogar an mein Kapital herangehen“, hätte sie bestimmt gejammert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anlagenotstand</strong></p>
<p>„Hast du mir nicht gesagt, mein Geld sei sicher?“ Noch jetzt spüre ich ihren vorwurfsvollen Blick auf mir ruhen. Und wie viele andere Sparer wäre sie vermutlich längst zu dem Schluss kommen, schuld an allem sei allein der Euro. Heute würde ich meine Schwiegermutter gerne in den Arm nehmen und gemeinsam könnten wir dann überlegen, wo mehr Zinsen zu holen seien. Aktien? Die wären gerade in diesem Jahr viel zu volatil gewesen. Gold? Das hatte sie schon. Sogar physisch. Immobilien? Ja, aber der Ärger mit den Mietern! Dann hätte ich ihr womöglich erzählt, dass es für die Anleihe einer Bäckereikette in Frankfurt 7,5 % Prozent p. a. gäbe. Darauf wäre meine Schwiegermutter womöglich eingestiegen, weil Handwerk ja immer schon goldenen Boden hatte. Aber ich hätte dann doch lieber den Mund gehalten, denn Extra-Rendite ohne Risiko gibt es nicht und ein Unternehmen kann theoretisch auch nach 100 Jahren Pleite gehen. Auch wenn die lange Überlebenszeit eine gewisse (vermeintliche) Sicherheit suggeriert.</p>
<p>Vermutlich hätte ich am Ende allein schon aus Rücksicht auf den Familienfrieden lieber darauf verzichtet, ihr einen Anlagetipp zu geben, und stattdessen verkündet: „Wenn Du keine Zinsen bekommst, musst du auch keine Zinsabschlagsteuer zahlen!“ Meine Erklärung, dass damit ein mentales Verlustkonto wegfallen würde, hätte ihr wahrscheinlich wenig eingeleuchtet. Aber dem Staat ein Schnippchen schlagen? Ich bin sicher, sie hätte mich vielsagend angegrinst. Und für einen Augenblick hätten wir uns prima und ohne viele Worte verstanden.</p>
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		<title>Mach&#8216; Dich locker!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 05:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppendruck]]></category>
		<category><![CDATA[Kognitive Dissonanz]]></category>
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		<category><![CDATA[re publica]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade war ich auf der größten Internetkonferenz Europas, der Berliner Messe der Netzwelt, re:publica, angekommen, um bei der Verleihung des Finanzblog-Award der Comdirect Bank (youtube &#8211; Beitrag hier) als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion und der Preisverleihung mitzuwirken. Da stand ich nun, in zugegeben, teurem Zwirn mit Hemd und Krawatte unter dem Dach einer riesigen alten Fabrikhalle, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade war ich auf der größten Internetkonferenz Europas, der Berliner Messe der Netzwelt, re:publica, angekommen, um bei der Verleihung des<a href="http://finanzblog-award.de/news/" target="_blank"> Finanzblog-Award der Comdirect Bank</a> (youtube &#8211; Beitrag <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RDtKBYcTf4Y&amp;feature=youtu.be" target="_blank">hier</a>) als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion und der Preisverleihung mitzuwirken. Da stand ich nun,<span id="more-3910"></span> in zugegeben, teurem Zwirn mit Hemd und Krawatte unter dem Dach einer riesigen alten Fabrikhalle, inmitten von vielen, meist jungen Menschen, von deren Dynamik man zweifellos angesteckt werden konnte. Weit und breit, umringt von offenen Hemd- und T-Shirt-Kragen, war ich der einzige Mensch mit Krawatte. Und ich erwischte mich dabei, dass ich mich so „overdressed“ unbehaglich zu fühlen begann und mich insgeheim fragte, ob ich dieses Accessoire angesichts der erdrückenden Menge leger gekleideter Menschen nicht ablegen sollte. Ich spürte den Druck, den man immer empfindet, wenn man von der Norm der Masse abweicht – Dissonanzen stellten sich fast schon zwangsläufig ein. Aber ich beschloss, das auszuhalten und mich nicht dem Zwang zur Lockerheit zu unterwerfen. Und doch war ich richtig froh als ich nach längerer Zeit endlich am Eingang einen jungen Mann entdeckte, der ebenfalls eine Krawatte trug. Würde ich ihn später bei der Preisverleihung wiedersehen? Die Krawatte wäre für einen Banker gerade repräsentativ gewesen. Dann glitt mein Blick etwas tiefer und ich erblickte ein No go für Banker: Shorts. Immerhin war ich froh, einen teilweise Gleichgesinnten in Sachen Kleidung gefunden zu haben. Meine Dissonanz verringerte sich merklich, ich begann, mich sicherer zu fühlen. Doch dann musste ich entdecken, dass selbst sämtliche Banker bei der Verleihung des Blog-Award keinen Schlips trugen.</p>
<p>Und dann schlenderte ich auch noch an einem Ordner vorbei, der mich etwas abschätzig musterte, um dann mein Outfit mit den folgenden Worten zu kommentieren: „Krawatte? Hier? Das geht gar nicht.“ Das war sie also die Messe der Innovation, der Transparenz im Zeichen der Freiheit, wo anscheinend jeder machen kann, was er will. Nur ich nicht.</p>
<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, als vor vielen Jahren im Investmentbanking der so genannte Casual Friday eingeführt wurde. Damals wurde als Zeichen der Lockerheit und des bevorstehenden Wochenendes vielerorts der Brauch eingeführt, dass die Banker am Freitag nicht mehr in Anzug und Schlips, sondern in zwangloser Bekleidung zur Arbeit zu erscheinen hätten. Damals wie heute habe ich mich durch meine Liebe zu Krawatten verdächtig gemacht und somit den Eindruck erweckt, jemand zu sein, der Freiheit nicht zu schätzen weiß. Tatsächlich tue ich mich schwer mit so viel Libertinage. Besonders, wenn sie einem als Zwang von oben oder von der Gruppe auferlegt wird.</p>
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		<title>Hirsch mit Marken-Geweih</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 10:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Tierreich ist der Status des Einzelnen ganz klar geregelt. Der Hirsch im Rudel mit dem größten Geweih hat die besten Chancen bei den Hirschkühen. Man könnte sogar behaupten, dass die Größe des Hirschgeweihs über die Position innerhalb des Rudels entscheidet. Oder um es mit Darwin auszudrücken: Je besser die Durchsetzungsfähigkeit im Positionswettstreit, desto größer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hirsch-mit-marken-geweih/">Hirsch mit Marken-Geweih</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Tierreich ist der Status des Einzelnen ganz klar geregelt. Der Hirsch im Rudel mit dem größten Geweih hat die besten Chancen bei den Hirschkühen. Man könnte sogar behaupten, dass die Größe des Hirschgeweihs über die Position innerhalb <span id="more-3470"></span>des Rudels entscheidet. Oder um es mit Darwin auszudrücken: Je besser die Durchsetzungsfähigkeit im Positionswettstreit, desto größer die Überlebenschancen. Ähnliches gilt auch für das menschliche Miteinander. Auch hier streitet man sich um Güter, von denen man sich eine Verbesserung des eigenen Status innerhalb eines sozialen Umfeldes erhofft.</p>
<p>In diesem Zusammenhang stieß ich vor kurzem auf eine Studie<a title="" href="http://www.blognition.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/paste/pasteword.htm?ver=345-20111127#_ftn1">[1]</a>, bei der Wissenschaftler eine junge Assistentin auf die Straße schickten, um eine Umfrage durchzuführen. An einem Tag trug sie ein Sweatshirt mit dem deutlich sichtbaren Logo der Marke Tommy Hilfiger, am nächsten Tag hatte sie zwar das gleiche Bekleidungsstück an, aber dieses Mal ohne Markenzeichen. Während 52 Prozent der Befragten bereit waren, der jungen Dame für die Umfrage am ersten Tag Rede und Antwort zu stehen, sank dieser Anteil auf 13 Prozent, als dieselbe Assistentin ein Shirt ohne Designer-Logo trug.</p>
<p>Bei einem anderen Test beobachteten Probanden zwei Videos mit ein und demselben Mann, der sich in einem Bewerbungsgespräch befand. Einmal trug er ein Hemd mit Markenzeichen, einmal ohne Branding. Nicht nur, dass die Probanden anschließend mehrheitlich erklärten, sie hielten den Bewerber mit Markenzeichen geeigneter für den Job als denselben Menschen im No-Name-Hemd. Vielmehr zeigten sie sich auch bereit, dem erfolgreichen Bewerber einen höheren Lohn (durchschnittlich 9 Prozent mehr) als seinem „Konkurrenten“ zu bezahlen.</p>
<p>Die beiden Tests haben eines übereinstimmend gezeigt: Menschen nehmen Designer-Marken offenbar als Statussymbol, als Positionsgut, wahr. Nach dem Motto, solche Kleidungsstücke kann nur derjenige tragen, der sie sich leisten kann. Mit der Folge, dass der Träger von Positionsgütern nicht nur erfolgreicher erscheint, sondern auch automatisch mehr Geld und damit weitere Statussymbole erhält. Und weil eben viele Menschen irrtümlicherweise Statussymbole als repräsentativ für Leistung wahrnehmen, kann es durchaus immer wieder geschehen, dass ein Beta-Mensch lange Zeit für ein Alpha-Tier gehalten wird, nur weil er sich mit dessen Statussymbolen schmückt – eine Hochstapelei, die in der Tierwelt wahrscheinlich nicht möglich wäre.</p>
<p>Die Studie zeigte allerdings auch etwas anderes: Als nämlich in einer weiteren Versuchsvariante den Probanden erklärt wurde, dass das Statussymbol seinem Träger nicht zustand, weil letzterer sich vom Übungsleiter lediglich ein Markenshirt geborgt habe, reagierte das soziale Umfeld direkt und unmittelbar: Der Status wurde praktisch aberkannt. Wie im richtigen Leben, und das kann mitunter durchaus erbarmungslos sein, wie uns nicht zuletzt die Geschichte eines Bernie Madoff lehrt.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="http://www.blognition.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/paste/pasteword.htm?ver=345-20111127#_ftnref1">[1]</a><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: Calibri;"> Nelissen, Rob M. A., Meijers, Marijn H.C. <em>Social benefits of luxury brands as costly signals of wealth and status, </em>Evolution and Human Behavior, Vol 32, Issue 5, September 2011, </span></span></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hirsch-mit-marken-geweih/">Hirsch mit Marken-Geweih</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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