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	<title>Notenbankpolitik Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Anlagealternative Sparbuch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2016 17:34:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Schon wieder mussten wir uns über rote Zahlen unterhalten, aber das hatten wir schon einmal.  Im Januar dieses Jahres. Wir, das waren Frank Meyer als Gastgeber der n-tv Telebörse und ich, der dort zum Interview gebeten wurde. &#8222;Habt Ihr Euch über Börse oder über Opern unterhalten?&#8220;, wurde ich auf dem Rückweg vom Börsenstudio von einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder mussten wir uns über rote Zahlen unterhalten, aber das hatten wir schon einmal.  Im Januar dieses Jahres. Wir, das waren Frank Meyer als Gastgeber der n-tv Telebörse und ich, der dort zum Interview gebeten wurde.</p>
<p>&#8222;Habt Ihr Euch über Börse oder über Opern unterhalten?&#8220;, wurde ich auf dem Rückweg vom Börsenstudio von einer netten Bekannten gefragt. &#8222;Das will ich Dir lieber nicht sagen, denn das könnte Dich verunsichern&#8220; rutschte es aus mir fast schon reflexhaft heraus. Aber vielleicht braucht man derzeit als Ablenkung von der Börse schöne Barockmusik. Möglicherweise bei den Händelfestspielen in Karlsruhe? Das könnte ich tatsächlich empfehlen – es soll noch Karten geben.</p>
<p>Aber an der Börse sprachen wir über Alternativen zur Aktie. Und am Ende sah alles so riskant aus, dass als <em>relativ</em> beste Anlageform, also die Anlageklasse, bei der man (zurzeit) <em>relativ</em> scheinbar am wenigsten bluten muss, fast nur noch das Sparbuch übrig blieb. Immerhin erfuhr ich nach dem Interview bei meiner Umfrage mit der Börse Frankfurt, dass dies viele Anleger längst nicht so sehen und sogar wieder an die Aktie glauben. Wie weit und wie lange, das können sie <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Mit-Macht-zurueck-165210" target="_blank">HIER</a></strong></span> lesen. Das Interview mit Frank Meyer mit können Sie unterdessen <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Es-ist-eine-Art-Scheibchen-Crash-article16966866.html" target="_blank">HIER</a></strong></span> ansehen.</p>
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		<title>Not und Elend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2015 16:31:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Bild von Not gegen Elend kennt man eigentlich eher aus dem Fußball, wenn zwei Vereine aus dem Tabellenkeller um die letzten Punkte gegeneinander spielen. Aber Not und Elend waren auch das Thema, zu dem mich heute Frank Meyer zu einem Interview bei der n-tv Telebörse wieder einmal eingeladen hatte. Aber eigentlich war dies nur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bild von Not gegen Elend kennt man eigentlich eher aus dem Fußball, wenn zwei Vereine aus dem Tabellenkeller um die letzten Punkte gegeneinander spielen. Aber Not und Elend waren auch das Thema, zu dem mich heute Frank Meyer zu einem Interview bei der n-tv Telebörse wieder einmal eingeladen hatte.</p>
<p>Aber eigentlich war dies nur der Aufhänger eines Gesprächs, das sich um die Not(enbanken), um die elendige 200-Tage-Linie und am Ende sogar um den DAX drehte. Natürlich stand im Mittelpunkt der ganzen Diskussion der doch hohe Optimismus, den die Börse Frankfurt unlängst bei den Privatanlegern festgestellt hatte. Am Ende wurde ich dann auch noch zu einer Prognose für Ende 2016 genötigt. Nein, ich habe nicht einen DAX von 50.000 vorhergesagt und auch das, was ich in meiner Not tatsächlich angekündigt habe (das Interview können Sie übrigens <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Die-Institutionellen-haben-noch-ein-bisschen-Munition-article16389621.html" target="_blank">HIER</a></span> </strong>sehen), war mit einer deutlichen Einschränkung versehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/not-und-elend/">Not und Elend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Crash-Ängste und Notenbankpolitik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 12:46:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade während der vergangenen Wochen gab es bei den Börsianern immer wieder Crash-Ängste, etwa weil sich irgendwelche Indikatoren angeblich in Extrembereichen befänden (so war zu lesen) oder angeblich die sich ausweitenden Zinsdifferenzen zwischen Europa und den USA zur Gefahr würden (vgl. Die Welt vom 3.9.). Dabei wird immer wieder vergessen, dass die Entwicklung der Renditen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade während der vergangenen Wochen gab es bei den Börsianern immer wieder Crash-Ängste, etwa weil sich irgendwelche Indikatoren angeblich in Extrembereichen befänden (so war zu lesen) oder angeblich die sich ausweitenden Zinsdifferenzen zwischen Europa und den USA zur Gefahr würden (vgl. Die Welt vom 3.9.). Dabei wird immer wieder vergessen, dass die Entwicklung der Renditen dies- und jenseits des Atlantiks seit vielen Monaten nicht naturgegeben sind, sondern das Resultat einer massiven Interventionspolitik der Notenbanken geschuldet ist. Die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) hat überdies gezeigt, dass sich deren Mitglieder mehrheitlich hinsichtlich des Zeitpunktes einer Zinswende offenbar nicht festlegen, aber mit ihren Prognosen („dots“) zeigen möchten, wie ernst sie es in der Zukunft (also theoretisch) meinen werden, wenn es mit den Zinserhöhungen erst einmal losgeht.</p>
<p>Deswegen habe ich mich in meinem jüngsten Thema des Monats, das ich für die WGZ Bank verfassen durfte zu dieser Problematik aus verhaltensorientierter Sicht geäußert. Den Kommentar können Sie <strong><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a> </strong>abrufen.</p>
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		<title>Große Fed-Überraschung?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2014 08:41:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich mir heute früh die Reaktionen vieler Kommentatoren und Akteure betrachte, ist die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) falkenhafter als erwartet ausgefallen. Tatsächlich hat das FOMC offenbar einige Akteure auf dem falschen Fuß erwischt, als es seine Median-Prognose für Fed-Funds im Jahre 2015 von 0,75 auf 1,0 Prozent und für das Jahr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mir heute früh die Reaktionen vieler Kommentatoren und Akteure betrachte, ist die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) falkenhafter als erwartet ausgefallen. Tatsächlich hat das FOMC offenbar einige Akteure auf dem falschen Fuß erwischt, <span id="more-7002"></span>als es seine Median-Prognose für Fed-Funds im Jahre 2015 von 0,75 auf 1,0 Prozent und für das Jahr 2016 von 1,75 auf 2,25 Prozent erhöhte. Aber ist das tatsächlich eine Riesenüberraschung? Auf den ersten Blick ist es doch nur konsequent, wenn die nach Ansicht der Fed verbesserte Situation am US-Arbeitsmarkt zu leicht erhöhten Zinsvorhersagen führt</p>
<p>Möglicherweise war dies aber gar nicht der wirkliche Anlass, weswegen sich viele Händler u. a. am US-Aktienmarkt so überrascht zeigten. Denn tatsächlich machte Fed-Präsidentin Janet Yellen während der Pressekonferenz doch klar, dass die Verteilung der kleinen Punkte (dots) auf der Vorhersage-Grafik des FOMC doch wenig Aussagekraft hätte. Außerdem verabschiedete sich die Fed von ihrer bisherigen Kommunikationsstrategie, wonach die Notenbank noch im Dezember 2012 noch versprochen hatte, die Leitzinsen nicht zu erhöhen solange die Arbeitslosenquote über 6,5 Prozent läge. Dieser konkrete Schwellenwert ist nun erwartungsgemäß angesichts des schneller als erwarteten Rückgangs der Arbeitslosenquote zurückgezogen worden und wird durch zumindest mir nicht bekannte Indikatoren ersetzt werden.</p>
<p>Auch wenn ich Vergangenheit immer schon gegen derart konkrete Angaben von Indikatorwerten gewesen bin, deren Unter- oder Überschreiten bestimmte Handlungen der Fed zur Folge gehabt hätten, ist nun die Orientierungshilfe der Notenbank weniger transparent geworden. Dieser Wechsel in der so genannten forward guidance soll, so die Fed Präsidentin, keinen Wechsel in der Politik des FOMC bedeuten. Auch an der Tatsache, dass die Fed auch nach Beendigung des so genannten Tapering die Zinsen noch für eine beträchtliche Zeit niedrig halten würde, war zunächst nichts Neues. Erst mit der Konkretisierung dieses Zeitraums auf sechs Monate und der daraus von den Akteuren abgeleiteten ersten Zinsanhebung für den April 2015, bekam die gestrige Sitzung eine falkenhafte Note.</p>
<p>Was dabei jedoch übersehen wird: Damit dieser Zeitraum von sechs Monaten überhaupt beginnen kann, müssen zunächst die Anleihekaufprogramme beendet worden sein und diese wiederum hängen von unscharfen Voraussetzungen ab, die im Zweifel das derzeitige Programm verlangsamen oder gar zum vollständigen Halten bringen kann. Etwa, wenn dies eine ungünstige ökonomische Entwicklung oder möglicherweise gar ein Crash am Aktienmarkt erforderlich macht. Anders ausgedrückt: Die Konkretisierung der Sechs-Monats-Frist wird stärker wahrgenommen als deren dafür erforderliche, unscharfe Voraussetzung.</p>
<p>Wesentlich transparenter ist hingegen die wöchentliche Stimmungserhebung, die die Börse Frankfurt gestern unter mittelfristig orientierten Investoren zum DAX erhoben hat. Den Kommentar dazu von Gianni Hirschmüller finden Sie <b><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+dax+anleger+zieht+es+in+den+markt+zurueck+65283">hier</a></span></b>.</p>
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		<title>Jahresbilanz 2013 und: Was Sie im vierten Quartal möglicherweise verpasst haben</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/jahresbilanz-2013-und-was-sie-im-vierten-quartal-moeglicherweise-verpasst-haben/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Dec 2013 08:03:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Während mancherorts schon die Händlerbücher geschlossen werden, ist es für uns wieder einmal an der Zeit über das fast abgelaufene Börsenjahr 2013 Bilanz zu ziehen. Ein Jahr, das in erster Linie von Entwicklungen aus den USA und den Interventionen der Fed gekennzeichnet war. Die Eurokrise beziehungsweise Probleme der Eurozone spielten zumindest für die Aktienkurse über [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/jahresbilanz-2013-und-was-sie-im-vierten-quartal-moeglicherweise-verpasst-haben/">Jahresbilanz 2013 und: Was Sie im vierten Quartal möglicherweise verpasst haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Während mancherorts schon die Händlerbücher geschlossen werden, ist es für uns wieder einmal an der Zeit über das fast abgelaufene Börsenjahr 2013 Bilanz zu ziehen. Ein Jahr, das in erster Linie von Entwicklungen aus den USA und den Interventionen der Fed gekennzeichnet war. Die Eurokrise <span id="more-6787"></span>beziehungsweise Probleme der Eurozone spielten zumindest für die Aktienkurse über weite Strecken nur noch eine untergeordnete Rolle. Hier sorgten insbesondere die Wahlen in Deutschland dafür, dass die Finanzmarktkrise durch frühzeitige „Weichenstellungen“ in den Hintergrund trat.</p>
<p>Ganz anders die USA, wo die massiven quantitativen Lockerungsprogramme der Notenbank letztlich für eine anhaltende Aktien-Hausse dies- und jenseits des Atlantiks sorgten. Was kaum jemand nach dem bereits erfolgreichen Aktienjahr 2012 für möglich gehalten hatte – etwa einen weiteren Anstieg des S&amp;P 500 von knapp 30 und des DAX von mehr als 22 Prozent – sollte tatsächlich eintreten. Dies und andere Geschichten aus der Börsenchronik haben uns deswegen wieder mal dazu bewogen, bei <a href="http://news.wgzbank.de/go/1/VS8M0ZI-VS42NR6-PJ53OPI-MTA9Y6.html">WGZ cognitrend TV</a> einen Rückblick sowie eine kleine Vorschau für das Börsenjahr 2014 zu wagen.</p>
<p>An dieser Stelle möchten wir aber auch auf die meistgelesenen Artikel des vierten Quartals unter blognition.de hinweisen. Obwohl erst vor kurzem geschehen, ist der Ausrutscher von Waldemar Hartmann in der TV Show „Wer wird Millionär?“ glücklicherweise recht schnell in Vergessenheit geraten. Nicht aber das Thema Schadenfreude, das sich bei unseren Lesern immer wieder recht großer Beliebtheit erfreut, weswegen unser Beitrag <a href="http://www.blognition.de/blog/behavioral-livin/peinlicher-patzer/"><i>Peinlicher Patzer</i></a> Platz drei unserer internen Hitliste belegte. Mehr Interesse zogen allerdings zwei andere Beiträge auf sich, die beide mit dem DAX zu tun hatten. Dabei landete <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/letzter-aufruf-vor-dem-abheben/"><i>Letzter Aufruf vor dem Abheben?</i></a><i> </i>auf Platz zwei, als es um die Frage ging, ob man kurz vor dem Allzeithoch noch Aktien kaufen solle. Der meistgelesene Blogbeitrag verdankte seine Position sicherlich auch dem etwas reißerischen Titel <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/na-endlich-brennt-es/"><i>Na endlich (brennt es)!</i></a> – er handelte von der ersten ernsthaften Korrektur des DAX im laufenden Quartal.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/jahresbilanz-2013-und-was-sie-im-vierten-quartal-moeglicherweise-verpasst-haben/">Jahresbilanz 2013 und: Was Sie im vierten Quartal möglicherweise verpasst haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Wie die US-Notenbankpolitik die Märkte lenkt</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 08:37:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über den bisherigen Verlauf des Börsenjahres 2013 lässt sich zumindest zweierlei sagen. Zum einen hat sich der Aufwärtstrend des Vorjahres fortgesetzt und zum anderen ist deutlich geworden, wie wenig die Aktienkurse gerade während dieser Zeit den Fundamentaldaten gehorcht und wie selten sie auf politische Ereignisse reagiert haben.  Deswegen haben sich auch viele Expertenprognosen, vornehmlich die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wie-die-us-notenbankpolitik-die-maerkte-lenkt/">Wie die US-Notenbankpolitik die Märkte lenkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Über den bisherigen Verlauf des Börsenjahres 2013 lässt sich zumindest zweierlei sagen. Zum einen hat sich der Aufwärtstrend des Vorjahres fortgesetzt und zum anderen ist deutlich geworden, wie wenig die Aktienkurse gerade während dieser Zeit den Fundamentaldaten gehorcht und wie selten sie auf politische Ereignisse reagiert haben. <span id="more-6684"></span> Deswegen haben sich auch viele Expertenprognosen, vornehmlich die der Skeptiker, nicht bewahrheitet. Aber auch viele professionelle Akteure hatten ihre liebe Not, die Märkte richtig zu „lesen“ und profitabel zu handeln. Die Hauptursache hierfür ist in der Politik der US-Notenbank zu sehen. Wie schon im Vorjahr hat sie Anleihekäufe vorgenommen, die mittlerweile den Charakter massiver Interventionen angenommen haben. Mit anderen Worten: Die durch diese Politik induzierten Kapitalströme haben – unabhängig von allen volkswirtschaftlichen Betrachtungen – letztlich die Aktienmärkte dies und jenseits des Atlantiks sehr stark und überwiegend zum Positiven beeinflusst.</p>
<p>Allerdings reagierten die Akteure an den Finanzmärkten extrem nervös, als US-Notenbankchef Ben Bernanke im Mai dieses Jahres zum ersten Mal Anstalten machte, die Anleiheprogramme peu à peu zurückfahren zu wollen – eine Strategie, die den Namen „Tapering“ erhielt. Nicht nur die Aktienmärkte mussten Abschläge hinnehmen, auch die Renditen langlaufender Staatsanleihen zogen so schnell und kräftig an, dass sich Ben Bernanke und seine Kollegen im Offenmarktausschuss dazu genötigt sahen, von ihrem ursprünglichen Vorhaben, die monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar langsam zurückzufahren, Abstand zu nehmen. Die Finanzmärkte beruhigten sich in der Folge wieder, Aktienmärkte in den USA und Deutschland erreichten neue historische Höchststände und auch die Renditen länger laufender Bonds gingen wieder zurück.</p>
<p>Damit wurde aber auch klar: Die Notenbank wird ihre quantitativen Lockerungsprogramme nur dann – und wenn, nur langsam – zurücknehmen, sofern die ökonomische Lage der USA nachhaltig stabil bleibt. Deswegen kommt es zunehmend zu paradoxen Situationen: Auf den ersten Blick negativ zu bewertende Wirtschaftsdaten werden für die Aktienmärkte positiv interpretiert. Denn eventuell könnten sie bedeuten, dass die US-Notenbank weiter Geld drucken würde, was wiederum den Börsenkursen zugutekäme. Andererseits könnten extrem positive Daten das Gegenteil bewirken.</p>
<p>Deswegen ist es umso wichtiger, die Politik der USA und die Statements des für die Geldpolitik zuständigen Offenmarktausschusses angemessen und vor allem auch unter marktpsychologischen Gesichtspunkten zu interpretieren. So hat sich gerade in der jüngsten Vergangenheit gezeigt: Vorschnelle Reaktionen der Finanzmarktteilnehmer führen häufig in die Irre. Deswegen beschäftigt sich das neue Special von <a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/cognitrend-tv/marktsendungen/index.html">WGZ Cognitrend TV (hier)</a> vor allem damit, wie die geldpolitische Linie der Federal Reserve zu bewerten ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wie-die-us-notenbankpolitik-die-maerkte-lenkt/">Wie die US-Notenbankpolitik die Märkte lenkt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Sommerpause</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/sommerpause-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jul 2013 14:51:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Vorhang zu und alle Fragen offen? – zumindest für eine kurze Atempause. Blognition geht nämlich bis zum 12. August in die Sommerfrische. Was allerdings nicht heißt, dass Sie nicht trotzdem während dieser Zeit Interessantes an dieser Stelle lesen können, aber eben nicht in der gewohnten Regelmäßigkeit. Schauen Sie bitte trotzdem immer mal wieder vorbei, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/sommerpause-2/">Sommerpause</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorhang zu und alle Fragen offen? – zumindest für eine kurze Atempause. Blognition geht nämlich bis zum 12. August in die Sommerfrische. Was allerdings nicht heißt, dass Sie nicht trotzdem während dieser Zeit Interessantes an dieser Stelle lesen können, aber eben nicht in der gewohnten Regelmäßigkeit. Schauen Sie bitte trotzdem immer mal wieder vorbei, denn bei gegebenem Anlass werden wir diesen Vorhang durchaus zu einer kleinen Extravorstellung lüften.<span id="more-6355"></span></p>
<p>Ansonsten bleibt mir noch, Sie auf mein jüngstes Interview „Bernanke fährt mit angezogener Handbremse“ hinzuweisen, das Frank Meyer im Auftrag der n-tv Telebörse dankenswerterweise mit mir führte. Dabei geht es unter anderem um die Konsequenzen für die Finanzmärkte, die sich aus den jüngsten Stellungnahmen von Ben Bernanke zur Geldpolitik der US-Notenbank ergeben. Das Interview finden Sie <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Bernanke-faehrt-mit-angezogener-Handbremse-article11014046.html">hier</a></span>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/sommerpause-2/">Sommerpause</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Sommerpause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2013 14:49:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Bernanke]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbankpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Vorhang zu und alle Fragen offen? – zumindest für eine kurze Atempause. Blognition geht nämlich bis zum 12. August in die Sommerfrische. Was allerdings nicht heißt, dass Sie nicht trotzdem während dieser Zeit Interessantes an dieser Stelle lesen können, aber eben nicht in der gewohnten Regelmäßigkeit. Schauen Sie bitte trotzdem immer mal wieder vorbei, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorhang zu und alle Fragen offen? – zumindest für eine kurze Atempause. Blognition geht nämlich bis zum 12. August in die Sommerfrische. Was allerdings nicht heißt, dass Sie nicht trotzdem während dieser Zeit Interessantes an dieser Stelle lesen können, aber eben nicht in der gewohnten Regelmäßigkeit. Schauen Sie bitte trotzdem immer mal wieder vorbei, denn bei gegebenem Anlass werden wir diesen Vorhang durchaus zu einer kleinen Extravorstellung lüften.<span id="more-6351"></span></p>
<p>Ansonsten bleibt mir noch, Sie auf mein jüngstes Interview „Bernanke fährt mit angezogener Handbremse“ hinzuweisen, das Frank Meyer im Auftrag der n-tv Telebörse dankenswerterweise mit mir führte. Dabei geht es unter anderem um die Konsequenzen für die Finanzmärkte, die sich aus den jüngsten Stellungnahmen von Ben Bernanke zur Geldpolitik der US-Notenbank ergeben. Das Interview finden Sie <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Bernanke-faehrt-mit-angezogener-Handbremse-article11014046.html">hier</a></span>.</p>
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		<title>Plötzliche Meinungswechsel – aber nicht beim DAX</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 13:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbankpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[quantitative Lockerung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schnell sich doch Stimmungen ändern können, habe ich mir gedacht, als ich heute vom Ergebnis der jüngsten Emnid-Umfrage[1] zum Spitzensteuersatz erfuhr. Wo doch vor nicht allzu langer Zeit das Politbarometer April II 2013 der Forschungsgruppe Wahlen noch eine Mehrheit von 52 Prozent befragter Bundesbürger/innen ausmachte, die sich für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes aussprachen. Vielleicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schnell sich doch Stimmungen ändern können, habe ich mir gedacht, als ich heute vom Ergebnis der jüngsten Emnid-Umfrage<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> zum Spitzensteuersatz erfuhr. Wo doch vor nicht allzu langer Zeit <span id="more-6103"></span>das Politbarometer April II 2013 der Forschungsgruppe Wahlen noch eine Mehrheit von 52 Prozent befragter Bundesbürger/innen ausmachte, die sich für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes aussprachen. Vielleicht mag es ein bisschen an der Fragestellung gelegen haben, aber Emnid stellt nun fest<a title="" href="#_ftn2">[2]</a>, dass 63 Prozent der bundesdeutschen Wohnbevölkerung den derzeitigen Spitzensteuersatz für angemessen hält. Der gleiche Prozentsatz der Befragten stellt sich gegen die Steuerpläne der Grünen, einen Steuersatz für Singles in Höhe von 45 Prozent bereits ab einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro beziehungsweise 49 Prozent oberhalb von 80.000 Euro zu verlangen.</p>
<p>Jetzt könnte man natürlich einwenden, in der Zwischenzeit hätte der eine oder andere Bürger dieses Landes festgestellt, dass er mit seinem Einkommen womöglich viel eher als gedacht von diesen Plänen erfasst würde. Doch wenn man sich das Meinungsbild der Befragten getrennt nach Haushaltseinkommen einmal näher betrachtet, sind selbst diejenigen Personen, deren Einkommen unter 1.000 Euro netto im Monat liegen, mehrheitlich (52 Prozent) eher gegen die Steuerpläne der Grünen, während diese Gruppe ab einem vergleichbaren Einkommen von 2.500 Euro sogar auf 72 Prozent schnellt. Wahrscheinlich geht es vielen Befragten wie mir (ich habe mich zu diesem Thema <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.blognition.de/blog/wirtschaft/fragwurdige-umverteilung/">bereits hier einmal</a></span> geäußert): Es ist immer noch nicht ersichtlich, wofür diese erhöhten Steuereinnahmen, die ein erster Linie einer Umverteilung dienen sollen, eigentlich gedacht sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Stimuli nicht nur Notenbanksache</b></p>
<p>Natürlich fordert die EZB, aber auch die US-Notenbank immer wieder von den Politikern, dass diese, neben allen quantitativen Lockerungsprogrammen und Zinssenkungen der Zentralbanken, auch Ihren Beitrag für die Stimulierung der Konjunktur in Europa bzw. in den USA leisten müssen. Doch ein eine Umverteilung mit dem Ziel, am Ende noch mehr zu sparen, statt etwaige Steuermehreinnahmen aus solchen Programmen in konkrete und sinnvolle Strukturmaßnahmen zu stecken, dürften die Notenbanker dabei nicht im Sinn gehabt haben.</p>
<p>Zumindest in den USA scheinen die Zentralbanker etwas ins Grübeln gekommen zu sein, denn seit vergangenen Samstag geistert ein Artikel im Wall Street Journal in den Köpfen mancher Marktteilnehmer herum, wonach die Fed möglicherweise schon demnächst ihre quantitativen Lockerungen peu à peu zurückführen könnte. Zumindest sollen die Akteure offensichtlich auf derartige Schritte behutsam vorbereitet werden.</p>
<p>Immerhin durfte ich zu diesem Thema in meinem heutigen Interview, das Andreas Scholz vom Deutschen Anlegerfernsehen (DAF) mit mir führte, Stellung beziehen und auch die Folgen einer weiteren Zinssenkung der EZB  oder die Einführung  negativer Zinsen auf Einlagen, diskutieren. Dabei ist auch der Aktienmarkt und dessen weitere Entwicklung nicht zu kurz gekommen. Ob ich tatsächlich für den DAX bullish geblieben bin? – Dieses Gespräch können <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.daf.fm/video/joachim-goldberg-dax-allzeithochs-ohne-bullen---weiter-so-50162217.html">Sie hier abrufen</a></span>.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Im Auftrag der <strong>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)</strong><b></b></p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> während eines Erhebungszeitraums vom 10. und 11. Mai 2013</p>
</div>
</div>
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		<title>Wo der Crash tatsächlich entsteht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 13:18:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Extrapolation]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Notenbankpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[QE3]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Weitergabe von Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der DAX erklimmt neue Rekorde. Aber dennoch scheinen viele sich sicher zu sein, dass es irgendwann an den Finanzmärkten krachen wird, und sie wissen auch schon jetzt genau, warum das passieren wird. Eine mögliche Hauptursache, so sagen sie voraus, wird das Zerbrechen der Eurozone sein. Ich kann mich noch daran erinnern, wie vor zwei Monaten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wo-der-crash-tatsachlich-entsteht/">Wo der Crash tatsächlich entsteht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der DAX erklimmt neue Rekorde. Aber dennoch scheinen viele sich sicher zu sein, dass es irgendwann an den Finanzmärkten krachen wird, und sie wissen auch schon jetzt genau, warum das passieren wird. Eine mögliche Hauptursache, so sagen sie voraus, wird das Zerbrechen der Eurozone sein. Ich kann mich noch daran erinnern, <span id="more-6097"></span>wie vor zwei Monaten das Gerücht die Runde machte, Zypern könne durchaus den Auslöser für einen solchen Zusammenbruch darstellen. Von einem Run auf die Banken nach den staatlich verordneten Feiertagen war die Rede und vom zypriotischen Parlament, das die Eurozone an den Rande des Abgrunds stoßen könne, sofern sich keine Mehrheit für das Spar- und Rettungspaket finden sollte. All dies war medial dramatisch in allen Nuancen ausgekostet worden, und auch in vielen Internetforen wurde dieses Szenario heftig diskutiert. Vielleicht, weil solche Geschichten Angst und Schrecken verbreiten.</p>
<p>Was aber ist seither geschehen? Zyperns Bürger haben nach den Bankfeiertagen vielleicht etwas mehr Geld abgehoben, um aufgeschobene Geschäfte tätigen zu können. Und im Parlament hat sich eine Mehrheit von 29 der 56 Abgeordneten gefunden, damit der Bail-in durchgezogen werden kann. Die Abstimmung fand am 30. April statt; seitdem fahnde ich vergeblich nach größeren Berichten über dieses scheinbar unwichtige Ereignis. Tatsächlich hat sich die Lage in der Eurozone doch merklich entspannt, was sich alleine schon an den niedrigen Anleiherenditen zeigt, die selbst in Problemländern an der Peripherie durchsetzbar sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Notenbankpolitik drängt zu falschen Entscheidungen</b></p>
<p>Vielmehr Sorge bereitet mir die Notenbankpolitik, aber nicht nur die der Fed. Die US-Notenbank möchte uns anscheinend auf eine Verminderung der quantitativen Lockerungsprogramme vorbereiten, was am vergangenen Samstag in einem Artikel des vielfach als Fed-Sprachrohr wahrgenommenen Journalisten Jon Hilsenrath im Wall Street Journal deutlich wurde. Dabei scheint sich mancherorts die Ansicht durchzusetzen, die US-Notenbank werde womöglich die monatlichen QE3-Volumina bei jeder ihrer Sitzungen je nach konjunktureller Datenlage um einen bestimmten Milliardenbetrag – vorstellbar wären jeweils zehn oder 20 Milliarden US-Dollar – verringern. Schrittweise sozusagen, um überzogene Reaktionen an den Finanzmärkten, vornehmlich am Aktienmarkt zu vermeiden. Dabei scheint die Fed allerdings das Verhalten der Investoren zu unterschätzen, denn diese neigen naturgemäß dazu, einen einmal eingeschlagenen Pfad für die Zukunft mental fortzuschreiben. Mit anderen Worten: Beim ersten Schritt der Notenbank in diese Richtung wird der entsprechende Betrag für die kommenden Sitzungen einfach extrapoliert. Mit der Folge, dass sich Marktreaktionen an diesen hochgerechneten Beträgen orientieren könnten.</p>
<p>Aber auch die Tendenz der EZB, sich negative Zinsen nicht nur vorstellen, sondern auch in die Tat umsetzen zu können, wie gestern anhand eines entsprechenden Statements des Chefs der Banca d’Italia, Ignazio Visco, deutlich wurde, sollte Anlass zur Sorge geben. Denn eine derartige Notenbankpolitik würde die Anleger noch mehr zu Entscheidungen drängen, die sie ohne dieses künstliche Niedrigzinsumfeld normalerweise nie getroffen hätten. Damit meine ich nicht einmal, dass die Menschen ihr Geld abheben und unters Kopfkissen stecken könnten, obwohl allein schon dies nicht ganz ungefährlich wäre. Vielmehr werden sich Sparer noch stärker auf die Suche nach rentablen Anlagen machen, wobei ihre Bereitschaft, für das Erreichen höherer Renditen höhere Risiken einzugehen, wachsen dürfte. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich das Kapital damit auf einige wenige Anlageklassen konzentrieren könnte, zu denen derzeit hierzulande gar nicht einmal so sehr Aktien, sondern vielmehr Immobilien zählen. Das Ganze erinnert mich an frühere Zeiten, als man mit extrem niedrigen Zinsen in anderen Ländern der Eurozone einen regelrechten Immobilienboom auslöste, unter dessen Folgen man heute dort noch leidet.</p>
<p>Wer sich also vor dem Crash schützen möchte – wenn das überhaupt möglich ist –, sollte zumindest einen Grundsatz beherzigen: Nur jetzt nicht alles auf ein Pferd setzen. Denn den richtigen Gaul, der nachher das Rennen macht, herauszupicken ist und bleibt reine Glückssache.  </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wo-der-crash-tatsachlich-entsteht/">Wo der Crash tatsächlich entsteht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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