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	<title>Handelskonflikt Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 06 May 2020 04:45:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Karlsruher „Ohrfeige“ schmerzt Börsianer nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2020 04:45:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es muss gestern tatsächlich für Finanzmarktakteure eine Schrecksekunde gegeben haben, als bekannt wurde, dass das Bundesverfassungsgericht das Programm der EZB, Staatsanleihen in Billionenhöhe anzukaufen, in Teilen für verfassungswidrig erklärte. Und sollte die EZB nicht innerhalb von drei Monaten überzeugende Begründungen liefern, die eine Verhältnismäßigkeit des Programms nachweist, darf sich die Deutsche Bundesbank in Zukunft nicht mehr an den Anleihekäufen beteiligen. Allerdings – dies hatte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0840)</strong>             Es muss gestern tatsächlich für Finanzmarktakteure eine Schrecksekunde gegeben haben, als bekannt wurde, dass das Bundesverfassungsgericht das Programm der EZB, Staatsanleihen in Billionenhöhe anzukaufen, in Teilen für verfassungswidrig erklärte. Und sollte die EZB nicht innerhalb von drei Monaten überzeugende Begründungen liefern, die eine Verhältnismäßigkeit des Programms nachweist, darf sich die Deutsche Bundesbank in Zukunft nicht mehr an den Anleihekäufen beteiligen. Allerdings – dies hatte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, deutlich gemacht – gilt die Karlsruher Entscheidung nicht für die jüngsten Anleihekaufprogramme, also beispielsweise nicht für das 750 Mrd. EUR schwere Corona-Nothilfe-Programm namens PEPP.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11961" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/06052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/06052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/06052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die EZB wird es wohl richten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich möchte an dieser Stelle gar nicht darauf eingehen, welche Signalwirkung das gestrige Urteil für die Bedeutung der EU-Rechtsprechung haben könnte. Aber ich bin davon überzeugt, dass es der EZB und ihrem Heer an juristischen und ökonomischen Spezialisten nicht schwer fallen wird, eine ausreichende Begründung für die Verhältnismäßigkeit ihrer Mittel zu liefern. Und diese Begründung dürfte sich, wenn überhaupt, nicht nur mit der hierzulande immer wieder gerne vorgebrachten Opferrolle des deutschen Sparers oder den gestiegenen Immobilienpreisen beschäftigen. Man darf für diesen Fall davon ausgehen, dass auch die Milliarden Euro, die Deutschland in den vergangenen Jahren bei der Schuldenfinanzierung sowohl an Zinsen als auch an etwaiger Neuverschuldung erspart wurden, präsentiert werden. Oder die deutschen Exporte, deren Volumen in den vergangenen Jahren immer für einen Platz auf dem internationalen Siegertreppchen gut waren. Exporte, von denen übrigens mehr als die Hälfte an die Europäische Union gehen.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Börsianer ohne Sorge</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienmärkte der Eurozone und auch hierzulande im übertragenen Sinne vom Karlsruher Urteil nur achselzuckend Notiz genommen hatten, gab es – wenn auch mit einiger Verzögerung – eine deutlichere Reaktion beim Euro zu beobachten. Oder war es doch fortgesetzte Dollarstärke, die sich negativ auf die Gemeinschaftswährung auswirkte? Etwa weil sich die chinesischen Staatsmedien gestern US-Außenminister Michael Pompeo quasi stellvertretend für die ganze Trump-Administration zur Brust nahmen, nachdem diese China für die Verbreitung des Corona-Virus verantwortlich gemacht hatte?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Die Aktienmärkte schüttelten gestern die Risikoaversion der Vortage ab, weil sich, anders als bei den Kommentatoren, keine großen Sorgen wegen Karlsruhe breitmachten. Nach dem Motto: Sollen sich doch die Juristen ruhig schlagen, die EZB wird es schon richten. Allein der Euro konnte sich nicht von seinem leichten Schwächeanfall erholen und beendete, nachdem er sein Stabilitätsniveau zuvor bei 1,0835 verletzt hatte, die hiesige Handelssitzung zumindest trendtechnisch im Niemandsland. Um der Gemeinschaftswährung eine positivere Perspektive zu bieten, müsste nun andererseits <strong>1,0940</strong> überwunden werden – der faire Wert des Euro liegt nach Berechnungen unseres Behavioral-Finance-Modells übrigens bei 1,0920.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Rationaler Überschwang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 05:31:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Impeachment]]></category>
		<category><![CDATA[rationale Übertreibung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während die Aktienmärkte gestern in erster Linie wegen des Optimismus hinsichtlich einer Beilegung des US-chinesischen Handelsstreits erneut haussierten, mussten wir für den Devisenhandel einen weiteren langweiligen Handelstag hinnehmen. Es ist schon bemerkenswert, dass der Euro, trotz der guten Vorzeichen für risikofreudige Finanzmarktteilnehmer, auch gestern große Schwierigkeiten hatte, an der Oberseite das nächste wichtige Abgabeniveau...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1125)</strong>             Während die Aktienmärkte gestern in erster Linie wegen des Optimismus hinsichtlich einer Beilegung des US-chinesischen Handelsstreits erneut haussierten, mussten wir für den Devisenhandel einen weiteren langweiligen Handelstag hinnehmen. Es ist schon bemerkenswert, dass der Euro, trotz der guten Vorzeichen für risikofreudige Finanzmarktteilnehmer, auch gestern große Schwierigkeiten hatte, an der Oberseite das nächste wichtige Abgabeniveau bei 1,1180 in Angriff zu nehmen. So ging es nun gestern bereits den dritten Handelstag hintereinander nach oben nicht mehr voran – die Gemeinschaftswährung schien geradezu gegen eine Glaswand zu laufen. Im Gegensatz dazu scheinen sich Aktien-Marktteilnehmer wegen der in der vergangenen Woche angekündigten asymmetrischen Fed-Politik und der damit verbundenen Versicherung gegen stärkere Kursrückgänge unglaublich sicher zu fühlen. Und so trauen sich viele Kommentatoren angesichts des (noch) rationalen Überschwangs der Akteure nicht mehr, von Crashgefahren zu sprechen, sondern prognostizieren bestenfalls moderate technische Abwärtskorrekturen für den Aktienmarkt.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11276" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/05112019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/05112019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/05112019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Impeachment-Prozess – noch eine Versicherung?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Denn neben der Fed gibt es natürlich auch noch einen anderen Garanten für einen gutlaufenden Aktienmarkt, und der heißt Donald Trump. Denn mehr denn je ist der US-Präsident auf gute Wirtschaftsaussichten angewiesen. Zumal ein starker Aktienmarkt, ein robustes Wirtschaftswachstum und ein möglicher Erfolg im Handelskonflikt mit China – auch wenn es sich nur um einen Teilerfolg handeln sollte – lenken von der Impeachment-Untersuchung ab, die nun in ihre „öffentliche Phase“ geht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn ich nicht glaube, dass der US-Präsident am Ende tatsächlich durch ein Impeachment entmachtet wird, kann Trump zurzeit eines nicht gebrauchen: schlechte Nachrichten für die Wirtschaft und die Aktienmärkte. Solange ihm die Wähler nicht davonlaufen, werden die Republikaner im US-Senat in ausreichender Zahl Donald Trump die Stange halten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Autozölle für die EU vom Tisch?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich weiß &#8222;der Aktienmarkt&#8220;, dass Trump die US-chinesischen Handelsgespräche wahrscheinlich nicht alleine deshalb (wie bereits schon einmal geschehen) platzen lassen kann, um damit die US-Notenbank indirekt zu einer weiteren Zinssenkung zu drängen. Eine Geschichte, die übrigens immer wieder gerne kolportiert wird. Nein, Jerome Powell hat ja bereits am vergangenen Mittwoch deutlich gemacht, dass die Notenbank zwar derzeit stillhalte, aber bei einer deutlichen Verschlechterung der US-Wirtschaft mit einer weiteren Zinssenkung helfen würde. Trump braucht also die Fed gar nicht unter Druck zu setzen, da diese sich bereits klar festgelegt, sozusagen committed hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ergo: Je mehr Trump vordergründig durch den Impeachment-Prozess unter Druck gerät, desto wahrscheinlicher ist ein Einlenken der US-Administration im US-chinesischen Handelskonflikt – aber nur, was die „Phase 1“ des Abkommens angeht. Aber auch gegenüber Europa klangen etwa die Worte eines Wilbur Ross am vergangenen Sonntag in Sachen Kraftfahrzeug-Strafzölle wesentlich konzilianter. Der US-Handelsminister hat offenbar „sehr gute“ Gespräche mit den Autobauern gehabt, so dass womöglich keine Strafzölle mehr nötig sind.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich der Euro gestern in seiner neutralen Zone zwischen <strong>1,1065/70</strong> und <strong>1,1180</strong> wieder etwas abgeschwächt. Während die Oberseite nach wie vor wenig durchlässig scheint, ist die Unterseite etwas aufgeweicht.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Immer noch keine Ernüchterung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2019 04:50:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewöhnungseffekte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist immer wieder erstaunlich, wie euphorisch sich die Finanzmarktteilnehmer gerieren, sobald im US-chinesischen Handelskonflikt Gesprächsbereitschaft aufkommt. Aus Erfahrung wissen wir: Ein einziger Tweet von US-Präsident Donald Trump kann all diese gutgemeinten Absichten in Minutenschnelle zum Platzen bringen. Aber auch die Haltung der Akteure bezüglich der Entwicklung in Sachen Brexit ist erstaunlich. Da reicht es, die Katastrophe eines No-Deal-Brexit zumindest kurzfristig abzuwenden, um weitergehende Risiken auszublenden...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1035)</strong>             Wieder einmal scheinen sich die USA und China im Handelskrieg aufeinander zuzubewegen. Zumindest sollen die Gespräche im Oktober wieder aufgenommen werden, wenn man dem jüngsten Telefonat zwischen dem chinesischen Vizepremier Liu He und US-Finanzminister Steven Mnuchin sowie dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, das gestern früh stattfand, Glauben schenken möchte. Immerhin: Der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums Gao Feng verkündete im Rahmen einer Pressekonferenz, dass die beiden Delegationen [Chinas und der USA] bei den für Oktober geplanten Verhandlungen wesentliche Fortschritte anstreben würden.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11055" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/06092019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/06092019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/06092019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ist es dieses Mal ernst?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und weil chinesische Beobachter den Begriff „substantial progress“ in offiziellen Statements normalerweise recht selten erwähnt finden, machte sich in den Finanzmärkten einmal mehr die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den geplanten Gesprächen breit. Begleitet von Analystenkommentaren, die davon ausgehen, dass die USA ihre für Dezember angekündigten Strafzölle auf China-Importe im Volumen von 175 Mrd. USD aussetzen könnten, sofern China im Gegenzug Agrargüter von den USA abkaufen würde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ja, das mit den Sojabohnenkäufen hatten wir in diesem Jahr bereits zweimal. Aber es ist immer wieder erstaunlich, wie euphorisch sich die Finanzmarktteilnehmer gerieren, sobald im US-chinesischen Handelskonflikt nur ein bisschen Gesprächsbereitschaft aufkommt. Aus Erfahrung wissen wir: Ein einziger Tweet von US-Präsident Donald Trump kann all diese gutgemeinten Absichten in Minutenschnelle zum Platzen bringen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf jeden Fall berichtete gestern das Wall Street Journal darüber, dass Ökonomen der US-Notenbank davon ausgehen, dass die Unsicherheit im Handelskonflikt die USA wahrscheinlich bereits jetzt schon bis Anfang 2020 mehr als 1 Prozent des Wirtschaftswachstums kosten werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mit etwas mehr als 20 Prozent ins Unterhaus?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch die Haltung der Akteure bezüglich der Entwicklung in Sachen Brexit ist erstaunlich. Da reicht es, die Katastrophe eines No-Deal-Brexit zumindest kurzfristig abzuwenden, um weitergehende Risiken auszublenden. Natürlich, wenn alles gut geht, kann das entsprechende Gesetz, nachdem es vom House auf Lords an das Unterhaus retourniert worden ist, endgültig verabschiedet werden. Aber bereits am kommenden Montag möchte Premierminister Boris Johnson erneut über vorgezogene Neuwahlen abstimmen lassen. Womöglich mit einem Misstrauensvotum gegen sich selbst? Was aber, wenn die Opposition im britischen Unterhaus den Premierminister einfach im Amt belässt, weil sie schlichtweg keine gemeinsame alternative Brexit-Strategie in petto hat? Ein Premierminister Boris Johnson, der keine Mehrheit hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wenn es vorgezogene Neuwahlen geben sollte, könnte das Wahlsystem im Vereinigten Königreich für schwer prognostizierbare Ergebnisse sorgen. Denn wer die meisten Stimmen in einem Wahlbezirk auf sich vereinigen kann, wird als Abgeordnete(r) ins Unterhaus einziehen. Und diese Mehrheit kann naturgemäß deutlich unter 50 Prozent der abgegebenen Stimmen liegen. Rein theoretisch (aber wenig wahrscheinlich) wäre etwa bei fünf kandidierenden Parteien in einem Bezirk bereits ein Wahlsieg mit etwas mehr als 20 Prozent der Stimmen möglich.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die EU ist auch noch da</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz zu schweigen davon, dass auch die EU einer erneuten Verschiebung des Brexit-Datums zustimmen muss. Tatsächlich sind sich die EU und das Vereinigte Königreich in Sachen Brexit seit einem Jahr nicht näher gekommen. Zumindest vermittelte dies gestern ein Medienbericht, der sich diesbezüglich auf Aussagen von EU-Vertretern stützt. Tatsächlich muss man sich doch darauf einstellen, dass in irgendeiner Weise verhandelt werden muss, sofern man ein Brexit-Abkommen tatsächlich erreichen möchte. Und dafür wird wiederum Zeit benötigt. Eine Zeit der Ungewissheit, die sich auf die britische Wirtschaft negativ auswirken wird. Kurzum: Kurzfristig mag die Katastrophe eines ungeregelten Brexit vermieden worden sein. Die Streckung aller weiteren Probleme auf der Zeitachse mag zwar durch Gewöhnungseffekte für die Marktteilnehmer leichter zu verkraften sein, dürfte aber nicht ohne ökonomisch gravierende Folgen bleiben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Dollar hat gestern durch die angeblich wiedergekehrte Risikofreude der Händler zeitweise an Wert verloren, wodurch der kurzfristige Abwärtstrend des Euro an seiner Oberseite (nunmehr <strong>1,1180</strong>) wie befürchtet getestet und fast durchbrochen worden wäre. Aber selbst, wenn dies der Fall gewesen wäre: Der derzeitige Abwärtstrend des Euro (Potential<strong> 1,0885/90</strong>) ist überdies in einen etwas flacheren, recht schwachen übergeordneten Abwärtstrend mit Obergrenze bei <strong>1,1150</strong> eingebettet. Auf jeden Fall bleibt der derzeitige aufwärtsgerichtete Korrekturmodus gerade noch erhalten und wäre mit Unterlaufen von <strong>1,0985/90</strong> beendet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Weihnachten ist gerettet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 04:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[US-Zinsstrukturkurve]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Weihnachten ist gerettet!“ Dies soll gestern Nachmittag ein Händler erleichtert ausgerufen haben, als bekannt wurde, dass die USA einen Teil der für den 1. September geplanten Strafzölle auf chinesische Importe erst am 15. Dezember erheben werden. Auf dieser Liste der Ausnahmen stehen Importgüter, die typischerweise an Weihnachten auf dem Gabentisch der US-Bürger landen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/weihnachten-ist-gerettet/">Weihnachten ist gerettet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1170)</strong>             „Weihnachten ist gerettet!“ Dies soll gestern Nachmittag ein Händler erleichtert ausgerufen haben, als bekannt wurde, dass die USA einen Teil der für den 1. September geplanten Strafzölle auf chinesische Importe in Höhe von 10 Prozent auf ein Volumen von etwa 300 Mrd. USD erst am 15. Dezember erheben werden. Auf dieser Liste der Ausnahmen stehen Importgüter, die typischerweise an Weihnachten auf dem Gabentisch der US-Bürger landen: Mobiltelefone, Laptops, Video-Spielkonsolen, Spielzeuge, Computermonitore, bestimmte Schuhe und Kleidung. Auch wenn die von der USTR (Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten) publizierte Liste derjenigen Güter, für die Strafzölle ab dem 1. September in Kraft treten sollen, sechs Mal so lang ist wie die Liste der ab dem 15. Dezember geltenden Importzölle, war die Reaktion an den Finanzmärkten deutlich. Die Aktienmärkte erholten sich, die Anleiherenditen verbesserten sich ein wenig, und der Dollar gewann vor allen Dingen gegenüber den typischen Fluchtwährungen in Krisenzeiten, dem Schweizerfranken und dem Yen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10959" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/14082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/14082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/14082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sie sprechen wieder miteinander</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Marktreaktion fiel auch deswegen zunächst so deutlich aus, weil der chinesische Vizeministerpräsident Liu He einer Mitteilung auf der Internetseite des Pekinger Handelsministeriums zufolge mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin gestern telefoniert haben und weitere Gespräche in zwei Wochen geplant sein sollen. Dabei durfte auch US-Präsident Donald Trumps Tweet nicht fehlen, wonach China angeblich (wieder einmal) im Gegenzug bereit sei, von den USA große Mengen von Agrarerzeugnissen abzunehmen. Ob es dieses Mal klappt? Auch wenn damit der Handelskonflikt noch längst nicht beigelegt ist, handelte es sich insofern um eine positive Überraschung für die Märkte, als man vielerorts davon ausgegangen war, dass die Handelsgespräche eingefroren seien und noch nicht einmal hinter verschlossenen Türen Kontaktversuche zwischen den beteiligten Parteien bestünden. Aber Donald Trump machte gestern auch eines klar: Mit der Verzögerung der Strafzölle auf einige China-Importgüter möchte er verhindern, dass die Freude der US-Verbraucher bei den Weihnachtseinkäufen durch Preiserhöhungen getrübt würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenig Reaktion auf US-Preisdaten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht war die „gute Botschaft“ auch deswegen auf so guten Nährboden gefallen, weil die Stimmung zuvor ausgesprochen gedrückt war. So zeigte etwa die miserabel ausgefallene ZEW-Umfrage für den Monat August, dass selbst die gegenwärtige Lage deutlich negativer beurteilt wurde, als dies von den Ökonomen erwartet worden war. Auch wenn diese Umfrage häufig die Positionierung an den Aktienmärkten widerspiegelt, lässt sie dennoch auch für die heute anstehende Veröffentlichung des vorläufigen deutschen Bruttoinlandsprodukts bzw. der Eurozone nichts Gutes erwarten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA wurde gestern der Konsumentenpreisindex für den Monat Juli veröffentlicht, der gegenüber dem Vorjahr mit +1,8 Prozent etwas stärker als von den Ökonomen erwartet ausgefallen war. Dies gilt auch für die Kernrate (+2,2 Prozent). Diese Preissteigerungen (auch gegenüber dem Vormonat) werden allerdings durch die im Vergleich zum Vormonat nicht so stark ausgefallene Entwicklung der Löhne relativiert. Aber da die US-Notenbank ohnehin vorzugsweise auf den Index der Privaten Konsumausgaben (PCE) als Inflationsmaß blickt, blieben die Marktentwicklungen überschaubar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Zinsstrukturkurve wenig verändert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des Tages hatte die Hoffnung auf weitergehende positive Gespräche zwischen den USA und China allerdings nicht dafür gesorgt, dass sich die Rezessionsängste merklich verringert hätten. Denn der Renditeabstand zwischen zehnjährigen US-Treasuries und T-Bills mit dreimonatiger Laufzeit zeigte sich mit -33 Basispunkten nur wenig verändert. Zur Erinnerung: Ein negativer Renditeabstand, also eine inverse Zinsstrukturkurve in diesem Bereich, gilt vielerorts als Vorbote einer späteren Rezession. Bemerkenswert: Der Abstand zwischen den Papieren mit zehnjähriger und zweijähriger Laufzeit, eine Messzahl, die noch vor gut einem Jahr als Rezessionsindikator galt und nun aus der Mode gekommen ist, betrug gestern nach Veröffentlichung der US-Preisdaten und zum Tagesschluss nur noch einen Basispunkt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die gestern Nachmittag eingekehrte Dollarstärke hat auch den Euro etwas unter Druck gesetzt, ohne dass dabei allerdings wichtige Niveaus verletzt wurden. Damit bewegt sich die Gemeinschaftswährung weiterhin im Rahmen ihrer Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1100/05</strong> und <strong>1,1365/70</strong> (<strong>1,1410</strong>). Dabei bleibt die Oberseite weiterhin etwas interessanter, aber für stärkere Impulse müsste <strong>1,1235</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Wieder keine Annäherung im Handelskonflikt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 04:50:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Aktienmärkte in der Eurozone haben deutlich, die in den USA, gemessen am breit gestreuten S&#038;P 500-Index, schwächer, und der Euro hat überhaupt nicht darauf reagiert. Gemeint sind Donald Trumps neueste Tweets, denen zufolge die Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, die gestern in Shanghai begonnen hatten, nicht allzu gut zu laufen scheinen. Nein, nicht dass die Marktteilnehmer bei dieser ersten Gesprächsrunde seit dem G20-Treffen in Osaka geglaubt hätten, dass zwischen den Parteien etwas Greifbares oder gar ein Durchbruch erzielt würde. Aber</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1150)</strong>             Die Aktienmärkte in der Eurozone haben deutlich, die in den USA, gemessen am breit gestreuten S&amp;P 500-Index, schwächer, und der Euro hat überhaupt nicht darauf reagiert. Gemeint sind Donald Trumps neueste Tweets, denen zufolge die Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, die gestern in Shanghai begonnen hatten, nicht allzu gut zu laufen scheinen. Nein, nicht dass die Marktteilnehmer bei dieser ersten Gesprächsrunde seit dem G20-Treffen in Osaka geglaubt hätten, dass zwischen den Parteien etwas Greifbares oder gar ein Durchbruch erzielt würde. Aber statt Gesten des Entgegenkommens zu zeigen, präsentierte sich der US-Präsident wieder einmal von seiner aggressiven Seite. Es werde entweder einen großen „Deal“ mit China oder gar keinen geben, so Trump. Und er warnte China vor einem Spiel auf Zeit, womöglich in der Hoffnung, dass nach den US-Wahlen im kommenden Jahr ein anderer Präsident die Verhandlungen führen würde. Dabei sollte uns nicht wundern, wenn Donald Trump selbst auf Zeit spielt. Denn wir hatten an dieser Stelle schon einmal geäußert, dass der positive Effekt, den eine Einigung mit China für die mögliche Wiederwahl Trumps hätte, zu verpuffen drohte, sollte dieser Erfolg allzu frühzeitig vor dem Wahltermin eintreten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10902" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/31072019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/31072019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/31072019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fingerspitzengefühl gefragt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Schließlich wetterte Donald Trump noch einmal gegenüber Reportern gegen die Fed, deren Offenmarktausschuss (FOMC) bekanntlich heute höchstwahrscheinlich eine Zinssenkung von 25 Basispunkten – es handelt sich um die erste Leitzinssenkung seit über zehn Jahren – bekanntgeben wird. Auch wenn die implizite Wahrscheinlichkeit für einen größeren Schritt (50 Basispunkte) lediglich bei rund 22 Prozent (vgl. CME FedWatch Tool) liegt, würde eine solche Maßnahme die Teilnehmer an den Finanzmärkten womöglich eher schockieren als beruhigen. Denn eine solche Haltung der Fed würde nicht nur ein Einknicken gegenüber den Trumpschen Forderungen bedeuten, sondern könnte auch als Panikreaktion der Notenbanker interpretiert werden. Zumal selbst Zinstauben wie James Bullard (Fed St. Louis) zuletzt nur von einer kleinen Zinssenkung ausgingen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Viel wichtiger scheint aber zu sein, wie sich die Fed in ihrem Statement am heute Abend und in der darauffolgenden Pressekonferenz geben wird. Alles andere als eine klares taubenhaftes Bekenntnis würde von den Teilnehmern an den Finanzmärkten vermutlich mit Enttäuschung quittiert werden. Vor allen Dingen, wenn sich herausstellen sollte, dass es sich bei der antizipierten Zinssenkung der Notenbank nur um eine einmalige präventive Maßnahme handeln sollte. Denn im Hinterkopf der Akteure stecken ganz andere Erwartungen. Dabei ergeben sich rechnerische Wahrscheinlichkeiten anhand der Fed-Funds-Futures von rund 52 Prozent für mindestens drei Zinssenkungen bis zum Jahresende. Und für Zinssenkungen in der Summe von sogar 100 Basispunkten ließ sich gestern rechnerisch immerhin eine Wahrscheinlichkeit von rund 16 Prozent ermitteln.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fundamentaldaten interessieren kaum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Außerdem wurde gestern das für die US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß publik gemacht. Danach fiel die Kernrate des Index der Privaten Konsumausgaben (PCE) im Juni mit 1,6 Prozent (ggü. Vorjahr) wie im Mai aus und lag etwas unter der Median-Erwartung der Ökonomen. Abgesehen davon, dass dies für die Mitglieder des Offenmarktausschusses eher ein Argument für eine Senkung des Leitzinses darstellt, wurde der PCE für das gesamte zweite Quartal bereits am vergangenen Freitag im Rahmen des US-Wachstumsberichtes präsentiert und hatte daher wenig Bedeutung.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des gestrigen Handelstages hatte der Euro gegenüber dem US-Dollar die Nase ganz leicht vorne und notierte zum Ende der Handelssitzung bei 1,1150 und somit rund 80 Stellen schwächer als vor der am 20. Juni endenden Fed-Sitzung. Gleichzeitig bleibt der prominente Auslöser für Abwärtsbewegungen bei <strong>1,1100</strong> (theoretisches Potenzial darunter: <strong>1,1020/25</strong>). Ein Ausbruch des Euro an der Unterseite wäre allerdings immer noch mit der hohen Wahrscheinlichkeit eines sogenannten „False Break“, einer Fehlentwicklung, behaftet. Auf der anderen Seite ist der Euro nach wie vor erst oberhalb von <strong>1,1220/25</strong> als stabil zu bezeichnen.</span></p>
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		<title>Kein echtes Interesse an einer Einigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 04:49:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewöhnungseffekte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Verfügbarkeitsirrtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich will man doch miteinander sprechen. Die Rede ist von den USA und China und ihrem Handelskonflikt. Ja, Gespräche sind geplant, aber womöglich doch nicht ernsthaft. Denn obwohl Washington und Peking nach dem vereinbarten Waffenstillstand im Handelskonflikt die Verhandlungen über ein Abkommen wieder aufnehmen wollten, war es US-Präsident Donald Trump, der am Dienstag erneut durchblicken ließ, dass...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1240)</strong>             Eigentlich will man doch miteinander sprechen. Die Rede ist von den USA und China und ihrem Handelskonflikt. Ja, Gespräche sind geplant, aber womöglich doch nicht ernsthaft. Denn obwohl Washington und Peking nach dem vereinbarten Waffenstillstand im Handelskonflikt die Verhandlungen über ein Abkommen wieder aufnehmen wollten, war es US-Präsident Donald Trump, der am Dienstag erneut durchblicken ließ, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt noch einen langen Weg zu gehen hätten. Und plötzlich waren sie wieder da, die Erwägungen, dass die USA durchaus weitere Strafzölle auf chinesische Güter erheben könnten. Zumindest deutete US-Präsident Donald Trump an, er könne dies tun, wenn er wolle.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10858" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/18072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Zeit sei möglicherweise noch nicht reif für einen Deal, wurde gestern schließlich etwa die Investmentbank Morgan Stanley zitiert. Denn sowohl die ökonomischen Daten der USA als auch Chinas, wie etwa jüngst beider gute Einzelhandelsumsatzzahlen, ließen die Verhandlungspartner glauben, dass sie jeweils keinen Anlass sähen, bei ihrer Verhandlungsposition nachzugeben, so das Statement. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Börsen erst einmal wieder massiv nachgeben müssten, bevor man – wie etwa im vergangenen Dezember geschehen – erneut aufeinander zugehen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kompromiss käme für Trump viel zu früh</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es gibt noch eine psychologische Komponente, die einen schnellen Kompromiss zwischen den USA und China unwahrscheinlich macht: Die US-Präsidentschaftswahlen, die im November 2020 abgehalten werden. Man stelle sich nur einmal vor, was geschehen würde, wenn die USA und China bereits Ende dieses Jahres (oder früher) miteinander handelseinig würden. Ein solcher Erfolg käme zumindest für US-Präsident Trump ganz einfach zu früh. Die US-Börsen würden, möglicherweise nachdem die US-Notenbank bis dahin den Leitzins bereits dreimal um 25 Basispunkte gesenkt hätte, vermutlich noch einmal zu Hochform auflaufen. Aber was dann?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Selbst wenn die Aktienindices rein hypothetisch ein hohes Niveau etwa im Rahmen einer Konsolidierung beibehielten, würden die Gewöhnungseffekte an den US-chinesischen Deal dafür sorgen, dass Donald Trumps Erfolg nach einigen Monaten verpufft wäre. Und wenn dann die US-Aktienmärkte infolge von Gewinnmitnahmen womöglich im September des kommenden Jahres massiv in die Knie gehen würden, weil die Fantasie für weiter steigende Kurse ganz einfach ausbliebe, wäre aufgrund der dann leicht verfügbaren negativen Nachrichten eine Wiederwahl Donald Trumps gefährdet. Käme ein Deal zwischen den USA und China indes erst Mitte kommenden Jahres zustande, hätte der US-Präsident – allein aus dieser Sicht – viel bessere Karten, wiedergewählt zu werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sommerschlaf</span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was das gestrige Tagesgeschäft angeht, gibt es indes wenig zu berichten. Möglicherweise hätte der Bericht des IWF, wonach der US-Dollar, gemessen an den kurzfristigen ökonomischen „Fundamentals“, 6 bis 12 Prozent überbewertet sei, etwas mehr das Interesse der Akteure wecken können. Da aber gleichzeitig sowohl die Bewertung des Euro, des japanischen Yen und des chinesischen Yuan weitgehend mit den Fundamentaldaten in Einklang stehen würden, so der IWF, dürfte das Statement allenfalls US-Präsident Donald Trump aufgeregt haben, der bekanntlich immer wieder gegen einen zu festen Greenback wettert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Kurs des Euro ist zumindest gegenüber dem Dollar wieder in seinen trendlosen Sommerschlaf zurückgefallen und liegt ziemlich in der Mitte zwischen seinem Risiko an der Unterseite, das bis <strong>1,1135/40</strong> reicht, und seinem Stabilisierungspunkt bei <strong>1,1330</strong>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da ich heute unterwegs sein werde, erscheint die nächste ausführliche Ausgabe von „Dollar am Morgen“ erst am kommenden Montag. Die wichtigsten Kursniveaus werden allerdings am Freitag upgedated.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Belohnte Risikofreude, aber nicht überall</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2019 04:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Präventiver Zinsschritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zumindest an den Aktienmärkten gab es für die Wagemutigen im Gefolge des „Waffenstillstands“ im US-chinesischen Handelskonflikt reichlich Belohnung. Denn der breitgestreute US-Aktienindex S&#038;P 500 markierte ein neues Allzeithoch und der heimische DAX bzw. der Euro Stoxx 50 neue Jahreshochs. Die Reaktion der Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks dürfte einerseits dem Jubel geschuldet sein, dass es im Handelskonflikt zwischen den beteiligten Parteien zumindest wieder Gespräche gibt. Zum anderen aber zeigen die Kurssprünge, dass das Gros der Akteure im Vorfeld jedoch</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1280)</strong>             Zumindest an den Aktienmärkten gab es für die Wagemutigen im Gefolge des „Waffenstillstands“ im US-chinesischen Handelskonflikt reichlich Belohnung. Denn der breitgestreute US-Aktienindex S&amp;P 500 markierte ein neues Allzeithoch und der heimische DAX bzw. der Euro Stoxx 50 neue Jahreshochs. Die Reaktion der Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks dürfte einerseits dem Jubel geschuldet sein, dass es im Handelskonflikt zwischen den beteiligten Parteien zumindest wieder Gespräche gibt. Zum anderen aber zeigen die Kurssprünge, dass das Gros der Akteure im Vorfeld jedoch <em>nicht</em> wagemutig gewesen war. Denn die Stimmungsindikatoren (Börse Frankfurt Sentiment-Index, aber auch das AAII-Sentiment für die USA) waren in der vergangenen Woche alles andere als optimistisch eingestellt. Mit anderen Worten: Die Börsianer waren höchstwahrscheinlich nicht ausreichend bullish positioniert.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10768" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/02072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Präventiver Zinsschritt indirekt bestätigt</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob der Anlass zur Freude oder gar Euphorie von nachhaltiger Dauer sein wird, werden die kommenden Handelstage entscheiden müssen. Denn im Gegensatz zu den Aktienmärkten haben sich die rechnerischen Erwartungen für Leitzinssenkungen in den USA, gemessen am CME FedWatch Tool, längst nicht so deutlich verändert. So ist etwa die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens drei Zinssenkungen in diesem Jahr gegenüber Freitag nur von 59 auf 55 Prozent gesunken und diejenige für mindestens zwei Zinsschritte von 91 auf 90 Prozent. Bezeichnend mag in diesem Zusammenhang die gestrige Rede des stellvertretenden Fed-Präsidenten Richard Clarida gewesen sein, der am Vormittag äußerte, dass die Unsicherheit über das Ergebnis der Verhandlungen im Handelskonflikt und die globalen Wachstumsperspektiven bestehen bleibe. Damit hat Clarida zumindest indirekt bestätigt, dass es bei der kommenden Fed-Sitzung am Monatsende eine präventive Zinssenkung von 25 Basispunkten geben dürfte. Denn wenn es einen guten Zeitpunkt gab, diese Ansicht infrage zu stellen, wäre dieser tatsächlich gestern Vormittag gewesen, unter dem Eindruck des vielversprechenden US-chinesischen Treffens am Rande des G20-Gipfels.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verlierer Euro</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bezeichnend war aber auch, dass, neben den Kursrückgängen der typischen Krisenwährungen Schweizer Franken und Yen, der Euro nicht performen konnte. Wie befürchtet (vgl. meinen Bericht vom vergangenen Freitag <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/06/28/gipfeltreffen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>), präsentierte sich die Gemeinschaftswährung unter den Verlierern des Tages. Nicht zuletzt, weil sich das Interesse der Akteure nun wieder auf einen anderen Gegner der USA in Sachen Handelskonflikt, nämlich die EU, konzentrieren könnte Der gestrige Rücksetzer des Euro zum Dollar fällt insofern aus dem Rahmen, als es sich um den größten Tagesverlust seit dem 7. März dieses Jahres handelt. Überdies hat sich die Gemeinschaftswährung durch Unterlaufen des fast schon auffallend (vier Handelstage!) lange verteidigten Nachfrageniveaus bei 1,1345 abermals in eine frühere Konsolidierungszone zurückbegeben. Es würde sich damit immerhin um den zweiten Fehlversuch („False Break“) an der Oberseite in einem Zeitraum von weniger als einem Monat handeln, und ein Unterlaufen von <strong>1,1265</strong> wäre fast schon ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die Unterseite bis <strong>1,1225/30, </strong>darunter<strong> 1,1180</strong> oder gar <strong>1,1110</strong> öffnen könnte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/belohnte-risikofreude-aber-nicht-ueberall/">Belohnte Risikofreude, aber nicht überall</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Miese Stimmung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2019 05:57:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufsmanagerindices]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Kalter Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr und mehr scheint sich für viele Kommentatoren herauszukristallisieren, dass es sich mit dem US-chinesischen Handelskonflikt nicht nur um ein Ereignis mit ökonomischen Folgen handelt. Vielmehr wird der Konflikt mancherorts mittlerweile als eine Art...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/miese-stimmung/">Miese Stimmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1180)</strong>             Möglicherweise wäre der gestrige Donnerstag anders verlaufen, wenn der vorläufige Gesamtindex der Einkaufsmanager (PMI, Markit) in der Eurozone gegenüber dem Vormonat etwas stärker angezogen und zumindest der Reuters-Konsens-Erwartung von 51,8 Punkten entsprochen hätte. Tatsächlich lag er aber etwas niedriger. Vielleicht hätte man in einem anderen politischen Umfeld gar kein allzu großes Aufhebens um diese Zahlen gemacht. Aber der Teufel steckt im Detail, sprich in den Teil-Indices. Denn der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes war nicht nur leicht rückläufig, sondern bleibt mit 47,7 im Kontraktionsbereich. Aber auch der PMI der Dienstleister hat sich nicht verbessert. Vor allen bei den Neuaufträgen für Unternehmen in der Eurozone wird von Stagnation berichtet, <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10597" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/24052019.jpg" alt="" width="150" height="469" />und die Exportaufträge sind weiterhin auf dem Rückzug. Vielleicht wäre auch die Stimmung zumindest bezüglich der ökonomischen Daten gar nicht so schlecht gewesen, wenn nicht auch noch der ifo-Geschäftsklimaindex hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückgeblieben wäre. Mit anderen Worten: Das Sentiment in der deutschen Wirtschaft schwächt sich – wenn auch, im Vergleich zum Vormonat, nicht dramatisch – weiter ab.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Von historischer Tragweite?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es waren nicht nur jene Wirtschaftsdaten, die gestern zumindest bis zum Nachmittag auf dem Euro lasteten. Denn mehr und mehr scheint sich für viele Kommentatoren herauszukristallisieren, dass es sich mit dem US-chinesischen Handelskonflikt nicht nur um ein Ereignis mit ökonomischen Folgen handelt. Vielmehr wird der Konflikt mancherorts mittlerweile als eine Art Flächenbrand gesehen, der zu einer neuen Form des Kalten Krieges führen könnte. Also eine Entwicklung von historischer Tragweite, die von den Finanzmärkten, vor allen Dingen den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks, immer noch unterschätzt zu werden scheint. Immerhin reagierte nun auch der Euro, wenn auch schleppend, und testete gestern die Untergrenze seiner Seitwärtsentwicklung bei 1,1110 – viel mehr als ein marginal niedrigeres Jahrestief kam dabei aber auch nicht heraus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">S<strong>chlechte Stimmung auch in den USA</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Spätestens am Nachmittag wurde deutlich, dass nicht nur die Einkaufsmanagerindices hierzulande enttäuschten. Auch in den USA blieben die vorläufigen Einkaufsmanagerindices für den Monat Mai (Industrie 50,6, Dienstleister 50,9), sogar deutlich hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück. Auch der Rückgang gegenüber dem Vormonat fiel stärker als derjenige der Eurozone aus. Bemerkenswert übrigens: Der Index der Neuaufträge des verarbeitenden Gewerbes befand sich nach den vorläufigen Berechnungen sogar zum ersten Mal seit August 2009 unterhalb der 50er-Trennlinie zwischen Expansion und Kontraktion. Per Saldo hatten die USA in Sachen schlechter ökonomischer Nachrichten zumindest gestern den Euroraum sogar überholt.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Folgerichtig konnte der Euro innerhalb zweier Stunden im Rahmen einer überfälligen heftigen Short-squeeze seine Verluste des Tages mehr als wettmachen. Nicht zuletzt, weil der Versuch der Händler, mit der Brechstange die Untergrenze der gedachten Konsolidierungszone zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> (modifiziert) endgültig zu knacken (vgl. Hinweis), misslungen war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Wenn Risiken an Gewicht verlieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2019 04:59:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchtwährungen]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
		<category><![CDATA[Time discounting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn die Auswirkungen der jüngsten Maßnahmen im Handelsstreit zwischen den USA und China erst in ein paar Wochen wirklich zu Tage treten werden und ihre negativen Folgen noch völlig ungewiss sind, werden diese von vielen Finanzmarktteilnehmern bereits mental in ihrer Bedeutung abgewertet – wie alle Risiken, die nicht richtig greifbar sind und auch noch in der Zukunft liegen. Und ähnlich... </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1155)</strong>             Eine wichtige Handelswoche liegt hinter uns. Dabei haben die Finanzmärkte recht unterschiedlich auf die Fortsetzung im US-chinesischen Handelskonflikt reagiert. Denn nicht nur die Einführung der erhöhten Strafzölle der USA auf China-Importe, sondern auch die Vergeltungsmaßnahmen Chinas als Reaktion darauf mussten von den Akteuren verarbeitet werden. Aber offensichtlich wirkte allein schon die Ankündigung der USA, die Einführung etwaiger weiterer Strafzölle auf Auto-Importe um bis zu sechs Monate zu verschieben, wie eine Beruhigungsspritze auf viele Investoren. Zumindest was deren Geschäfte an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks angeht. Diese haben nämlich die ganze Handelsstreit-Saga in der vergangenen Woche nahezu vollständig weggesteckt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10568" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/20052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und selbst dass das US-Handelsministerium den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei auf die schwarze Liste gesetzt hat, wurde von vielen Händlern fast schon mit einem Achselzucken beantwortet. Obwohl das Verbot, dass US-Firmen künftig mit Huawei und seinen 68 Tochtergesellschaften (von Ausnahmen abgesehen) keine Geschäfte mehr machen dürfen, einer weiteren Eskalation im Handelskrieg gleichkommt. Und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis China reagieren wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mental abdiskontiert</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn die Auswirkungen der jüngsten Maßnahmen im Handelsstreit zwischen den USA und China erst in ein paar Wochen wirklich zu Tage treten werden und ihre negativen Folgen noch völlig ungewiss sind, werden diese von vielen Finanzmarktteilnehmern bereits mental in ihrer Bedeutung abgewertet – wie alle Risiken, die nicht richtig greifbar sind und auch noch in der Zukunft liegen. Und ähnlich verhält es sich auch mit den Autozöllen, die nun fürs Erste, also in der Gegenwart, erst einmal abgewendet worden sind. Damit sind sie zwar immer noch nicht vom Tisch, scheinen aber noch weit entfernt in der Zukunft zu liegen, weshalb auch alles, was daraus an Negativem resultieren könnte, zunächst an Gewicht und Bedeutung verloren hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Devisenhändler leicht risikoavers<br />
</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienhändler zumindest vordergründig fast risiko-immun zu sein schienen, manifestierte sich im Devisenhandel immerhin eine gewisse Sorge. Dies zeigt sich an der Entwicklung des Schweizerfranken und des japanischen Yen, die etwa gegenüber dem Euro als sogenannte Fluchtwährungen während der vergangenen Woche gefragt waren. Die Risikoaversion der Devisenhändler zeigt sich vor allen Dingen an der Entwicklung des Yen, der sich beispielsweise gegenüber dem australischen Dollar während des besagten Zeitraums vorübergehend um mehr als 2,1 Prozent befestigte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen brachte es die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar fertig, die vergangenen fünf Handelstage hintereinander jeweils mit einem Tagesverlust abzuschließen. Verluste, die in der Summe allerdings nicht einmal 0,8 Prozent betrugen. Nicht nur aus Gründen der Risikoaversion müsste der Euro aber deutlich niedriger notieren. Denn die am Freitag veröffentlichten ökonomischen Daten (etwa das überraschend positiv ausgefallene Verbrauchvertrauen (vorl.) der Uni Michigan) sprachen für den Greenback. Somit beschloss der Euro die Handelswoche vor einem wichtigen Nachfrageniveau (<strong>1,1145</strong>) und bleibt in seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1370</strong> gefangen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus organisatorischen Gründen erscheint der nächste ausführliche Bericht <strong>erst am Mittwoch, den 22. Mai</strong>. Die wichtigsten Kursniveaus werden jedoch am morgigen Dienstag aktualisiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurs-Update vom 21. Mai 2019 6:30 Uhr</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gab nur ganz gerinfügige Veränderungen. Der Euro rangiert fast unbewegt oberhalb des wichtigen Nachfrageniveaus von <strong>1,1140</strong>. Die kurzfristige Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1370</strong> bleibt erhalten. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der nächste &#8222;Dollar am Morgen&#8220; folgt am Mittwoch. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10572" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/21052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DAX-Sentiment vom 15. Mai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 14:58:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit unserer vergangenen Stimmungserhebung ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiter eskaliert. Allerdings hatte es zunächst den Anschein, als ob die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks das Inkrafttreten der erhöhten US-Strafzölle auf China-Importe im Wert von 200 Mrd. Dollar relativ gelassen hinnehmen würden. Hauptsache, die Kommunikation zwischen den USA und China würde [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit unserer vergangenen Stimmungserhebung ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiter eskaliert. Allerdings hatte es zunächst den Anschein, als ob die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks das Inkrafttreten der erhöhten US-Strafzölle auf China-Importe im Wert von 200 Mrd. Dollar relativ gelassen hinnehmen würden. Hauptsache, die Kommunikation zwischen den USA und China würde nicht abreißen, so eines der wichtigen Argumente. Allerdings&#8230; lesen Sie <span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Liegt-das-Schlimmste-hinter-uns-2449141" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> weiter oder werfen Sie einen Blick auf das Skype Gespräch, das Edda Vogt von der Börse Frankfurt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ghbXB6Ag1bk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #00ff00;">HIER</span></strong></a> mit mir führte.</p>
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