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	<title>US-Wahlen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Habemus praesidentem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2020 10:10:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach langem Auszählen heißt der neue US-Staatspräsident Joe Biden. Obgleich bis zum Ende der Handelssitzung am vergangenen Freitag im übertragenen Sinne kein weißer Rauch wie bei der Papstwahl über den USA aufgestiegen war, um ein tragfähiges Wahlergebnis des Präsidenten für die nächsten vier Jahre bekanntzugeben, war die Richtung für die Aktienmärkte von Wochenbeginn an bereits festgelegt. Denn es hatte sich bei vielen Akteuren die Meinung durchgesetzt, dass selbst ein knappes Wahlergebnis, schlimmstenfalls unter Inkaufnahme eines Rücksetzers, positiv für die Aktienmärkte zu werten sei. Nun war das Ergebnis der Wahl bis zum Freitag immer noch nicht richtig klar, aber die Aktienmärkte verzichteten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/habemus-praesidentem/">Habemus praesidentem</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1870)</strong>             Nach langem Auszählen heißt der neue US-Staatspräsident Joe Biden. Obgleich bis zum Ende der Handelssitzung am vergangenen Freitag im übertragenen Sinne kein weißer Rauch wie bei der Papstwahl über den USA aufgestiegen war, um ein tragfähiges Wahlergebnis des Präsidenten für die nächsten vier Jahre bekanntzugeben, war die Richtung für die Aktienmärkte von Wochenbeginn an bereits festgelegt. Denn es hatte sich bei vielen Akteuren die Meinung durchgesetzt, dass selbst ein knappes Wahlergebnis, schlimmstenfalls unter Inkaufnahme eines Rücksetzers, positiv für die Aktienmärkte zu werten sei. Nun war das Ergebnis der Wahl bis zum Freitag immer noch nicht richtig klar, aber die Aktienmärkte verzichteten dennoch auf eben jenen Rücksetzer. Warum sollte man denn überhaupt verkaufen, wenn es ohnehin wieder nach oben gehen würde, lautete die überzeugende Logik vieler Marktteilnehmer.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12706" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/09112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/09112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/09112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Klare Richtung am Aktienmarkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der breitgestreute US-Aktienindex S&amp;P 500 produzierte mit einem Plus von 7,3 Prozent den größten Wochengewinn seit Mitte April. Noch besser schlugen sich die hiesigen Indices DAX und EURO STOXX 50 mit einem Zuwachs von rund 8 bzw. 8,3 Prozent. Und rechnet man auch noch den Kursgewinn des Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,8 Prozent während des gleichen Zeitraums hinzu, konnten die  hiesigen Indices sogar mit der Nasdaq konkurrieren, die mit einem Plus von 9,4 Prozent am besten abschnitt. Wer sich während der gleichen Zeit mit den US-Wahlen beschäftigte, musste wahre Wechselbäder hinnehmen. Vor allen Dingen, weil man vielerorts zu Beginn der vergangenen Woche noch von einem Erdrutschsieg der Demokraten ausgegangen war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Politik des Stillstands droht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Spätestens in der Nacht zum Dienstag wurde jedoch klar, dass der von den Auguren gegenüber US-Präsident Donald Trump deutlich vorne gesehenen Joe Biden einen weit geringeren Vorsprung haben würde. Zwischenzeitlich war es keineswegs gewiss, ob Joe Biden Trump überhaupt würde schlagen können. Auch wurde deutlich, dass die Demokraten mit den Republikanern im Senat im besten Fall würden gleichziehen können. Die Teilnehmer an den Finanzmärkten gingen mehrheitlich sogar davon aus, dass die Republikaner die Mehrheit im Senat halten könnten. Größere Stimulus-Programme und andere groß angelegte Vorhaben eines Präsidenten Joe Biden, begleitet von einer demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus, würden zumindest für die kommenden beiden Jahre blockiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Im Zweifel hilft die Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die ökonomischen Folgen wären damit andere, als am vergangenen Montag angenommen. Zu diesem Zeitpunkt gingen viele Investoren noch davon aus, dass ein groß angelegtes fiskalisches Konjunkturprogramm die Ökonomie stimulieren würde – aber auch die Inflationsaussichten. Mit einer möglichen Blockadepolitik der Republikaner im Senat dürfte ein etwaiges Konjunkturprogramm sicherlich nicht – wie von den Demokraten zuletzt angestrebt – 2,2 Billionen USD, sondern wahrscheinlich nicht einmal halb so groß ausfallen. Zumindest müsste man sich diesbezüglich eher auf kleine Teilprogramme einstellen. Allerdings, so argumentierten die Investoren, sei das gar nicht so schlimm, weil auch andere Programme der Demokraten, insbesondere neue Steuern und Regulierungen, mit den neuen Mehrheitsverhältnissen auf Eis gelegt würden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Aktienmärkte war dies so gesehen die beste aller Welten, zumal bei der Sitzung der US-Notenbank, die am vergangenen Donnerstag endete, einmal mehr deutlich wurde, dass die Fed ihre geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen im Zweifel erhöhen würde. Und zwar nicht nur wenn fiskalpolitische Impulse zu schwach ausfallen, sondern auch, falls sich die Covid-19 Krise verschlimmern sollte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Solider Arbeitsmarktbericht im Schatten von Covid-19</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wurde dem von den Akteuren normalerweise viel beachteten US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag für den Monat Oktober publiziert wurde, nicht die gewohnte Aufmerksamkeit zuteil. Dieser wirkte eigentlich recht solide, zumal die Arbeitslosenquote mit 6,9 Prozent erheblich besser ausfiel, als dies im Mittel von den Ökonomen (+7,7 Prozent) erwartet worden war. Aber die weiter steigenden Covid-19-Infektionen, die womöglich wie hierzulande bestimmte Bereiche der US-Ökonomie in einen Teil-Lockdown zwingen könnten, relativierten den Bericht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der US-Dollar blieb somit auch am Freitag unter Druck und sorgte dafür, dass der Euro die Oberseite seiner Konsolidierungszone zwischen 1,1600/05 und 1,1875 geringfügig überschritt – nicht genug allerdings, um einen kurzfristigen Aufwärtstrend einzuläuten. Nichtsdestotrotz bleibt die Gemeinschaftswährung stabil, solange sie sich oberhalb von <strong>1,1750</strong> bewegt. Ein Unterlaufen dieses Niveaus würde sogar signalisieren, dass der Ausbruch aus der Konsolidierung am Freitag nicht mehr als einen sogenannten „false break“ darstellen würde. Mit der Folge fallender Kurse.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Veranstaltungshinweis:</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmeldung <span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://register.gotowebinar.com/register/3663197121474429456" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span></p>
<p><a href="https://register.gotowebinar.com/register/3663197121474429456" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="wp-image-12692 aligncenter" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung.jpg" alt="" width="601" height="314" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung.jpg 1200w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung-300x157.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung-1024x535.jpg 1024w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/Veranstaltung-768x401.jpg 768w" sizes="(max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmeldung <span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://register.gotowebinar.com/register/3663197121474429456" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span></p>
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		<title>Ist die Wette wirklich schon gewonnen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2020 05:46:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bank of England]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als man gestern bei der Nachrichtenagentur Reuters nachlesen konnte, dass ein Buchmacher in Australien umgerechnet bereits 16,5 Mio. USD an Wettende ausgezahlt hatte, die auf einen Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl gesetzt hatten, hörte ich, wie einige staunend anmerkten: „Wenn die jetzt schon Geld auszahlen, müssen die sich ihrer Sache ganz schön sicher sein.“ Ich muss zugeben, dass ich in einer ersten, vorschnellen Reaktion ähnlich dachte. Aber bei genauerem Nachdenken...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-moegliche-stillstand/">Ist die Wette wirklich schon gewonnen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>820)</strong>             Als man gestern bei der Nachrichtenagentur Reuters nachlesen konnte, dass ein Buchmacher in Australien umgerechnet bereits 16,5 Mio. USD an Wettende ausgezahlt hatte, die auf einen Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl gesetzt hatten, hörte ich, wie einige staunend anmerkten: „Wenn die jetzt schon Geld auszahlen, müssen die sich ihrer Sache ganz schön sicher sein.“</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich muss zugeben, dass ich in einer ersten, vorschnellen Reaktion ähnlich dachte. Aber bei genauerem Nachdenken fiel mir dann natürlich ein, dass man sich auch beim Fußball Wetten vor dem Abpfiff auszahlen lassen kann. Der Betrag des australischen Buchmachers hört sich natürlich zunächst einmal eindrucksvoll an, aber trotzdem beruhte er auf der mathematischen Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines Sieges von Biden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte im Kaufrausch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von den Finanzmärkten lässt sich von gestern nichts Vergleichbares berichten, kam es doch insbesondere für die Teilnehmer an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks wahrscheinlich nur gelegentlich zu vorzeitigen Gewinn-Auszahlungen – für das Gros der Akteure gab es indes kein Halten. Und auch der US-Dollar musste im Zeichen der Risikofreude nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch im Vergleich zu einem Korb an Währungen, gemessen am Dollar-Index, deutliche Einbußen hinnehmen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12703" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/06112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/06112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/06112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Offensichtlich ist es für viele Akteure in Ordnung, wenn es wahrscheinlich einen US-Präsident namens Joe Biden – das ist bis jetzt noch keineswegs sicher – geben wird, begleitet von einer wahrscheinlich bremsenden republikanischen Mehrheit im Senat und einem nach wie vor von Demokraten beherrschten Repräsentantenhaus. Kurzum: Wenn sich tatsächlich diese Mehrheitsverhältnisse in den USA ergeben sollten, dürfte der Modus für die großen Vorhaben der nächsten beiden Jahre bis zu den sogenannten Mid-Term-Wahlen „Stillstand“ heißen. Und sollte es tatsächlich ein Stimulus-Programm geben, werden die Begünstigten am Ende froh sein, wenn dessen Umfang 750 Mrd. bis 1 Billion USD betragen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Den Blick auf die Notenbanken gerichtet</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber den Akteuren dürfte dies gestern ohnehin egal gewesen sein, denn man hoffte, dass die US-Notenbank angesichts immer noch steigender Covid-19-Infektionszahlen mit weiteren quantitativen Lockerungsmaßnahmen aufwarten oder diese zumindest ankündigen würde. Einen Schritt in diese Richtung hat bereits die Bank of England bei ihrer gestrigen Sitzung vollzogen, die zwar trotz der von ihr besonders hervorgehobenen Abwärtsrisiken für das Bruttoinlandsprodukt nicht die Türe in Richtung Negativzinsen aufstoßen wollte. Aber das bestehende quantitative Lockerungsprogramm wird um 150 Mrd. Pfund aufgestockt, also um einen höheren Betrag, als dies von den Analysten im Schnitt erwartet (100 Mrd. Pfund) worden war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die US-Notenbank hielt sich mit derartigen Schritten bei ihrer gestrigen Sitzung indes zurück. So ließ der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) erwartungsgemäß sowohl die Zinsen als auch das Anleihekaufprogramm unverändert. Auch das FOMC-Statement wich praktisch kaum von dem der September-Sitzung ab.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bereits im Vorfeld der Fed-Sitzung gab der Greenback wohl auch in Hoffnung auf geldpolitische Maßnahmen deutlich nach und führte den Euro endlich über seinen Stabilisierungspunkt (1,1775/80) hinweg. Gleichzeitig können wir nun eine Konsolidierungszone für die Gemeinschaftswährung zwischen <strong>1,1600/05</strong> und <strong>1,1870/75</strong> ausmachen, innerhalb derer der Euro stabil bleibt, solange er sich oberhalb von <strong>1,1730/35</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-moegliche-stillstand/">Ist die Wette wirklich schon gewonnen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Optimismus trotz Hängepartie</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/optimismus-trotz-haengepartie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2020 05:46:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Obgleich bis zum Ende der gestrigen europäischen Handelssitzung noch nicht abzusehen war, ob Joe Biden oder Donald Trump die Wahl zum US-Präsidenten gewinnen würde, hatten sich die Finanzmärkte bereits ein klares Bild gemacht. Dies ist umso bemerkenswerter, als zu diesem Zeitpunkt einiges darauf hinwies, dass Joe Biden im Falle eines Sieges eine schwierige Zeit vor sich haben würde. Nicht nur, weil sich der amtierende US-Präsident Donald Trump bereits vorzeitig zum Wahlsieger ausgerufen hatte, obwohl die Auszählung der Stimmen noch längst nicht beendet war. Oder weil Trump...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/optimismus-trotz-haengepartie/">Optimismus trotz Hängepartie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>740)</strong>             Obgleich bis zum Ende der gestrigen europäischen Handelssitzung noch nicht abzusehen war, ob Joe Biden oder Donald Trump die Wahl zum US-Präsidenten gewinnen würde, hatten sich die Finanzmärkte bereits ein klares Bild gemacht. Dies ist umso bemerkenswerter, als zu diesem Zeitpunkt einiges darauf hinwies, dass Joe Biden im Falle eines Sieges eine schwierige Zeit vor sich haben würde.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12700" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/05112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/05112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/05112020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nicht nur, weil sich der amtierende US-Präsident Donald Trump bereits vorzeitig zum Wahlsieger ausgerufen hatte, obwohl die Auszählung der Stimmen noch längst nicht beendet war. Oder weil Trump den obersten US-Gerichtshof anrufen würde, um womöglich die weitere Zählung von Briefwahlstimmen zu verhindern. Selbst der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, machte gestern Abend deutlich, dass man noch nicht wisse, wer das Rennen um die Präsidentschaft gewonnen habe. Vielleicht mag das Mitch McConnell sogar relativ egal gewesen sein. Denn es sah fast so aus, als ob er seine Mehrheit im Senat nicht verlieren würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Blockadepolitik im US-Senat droht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl damit feststehen würde, dass die US-Demokraten mit hoher Wahrscheinlichkeit kein großes Konjunkturpaket durchbringen und auch andere wichtige große Vorhaben blockiert werden könnten, haussierten die Aktienmärkte. Vor allem hierzulande. Fast konnte man schon den Eindruck bekommen, die Börsianer hätten mehr Angst davor gehabt, die nächste Rallye zu verpassen, als sich angesichts eines noch offenen US-Wahlergebnisses in Furcht und Risikoaversion zu ergehen. Die gestrige Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt (vgl. meinen Kommentar <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/7339da9d-1755-49af-82c2-7d6a5e0ed8c3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) zeitigte einen Optimismus, wie er zuletzt im März dieses Jahres zu beobachten war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die Angst, etwas zu verpassen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Offenbar setzt man im Zweifel mittelfristig ohnehin vorzugsweise auf weitere quantitative Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank, deren zweitägige Sitzung übrigens wegen der Wahlen erst am heutigen Tage endet, als auf fiskalpolitische Programme. Obwohl vor allen Dingen weitere Hilfen für die Arbeitslosen infolge der Corona-Krise dringend vonnöten wären. Dass sich in Sachen Arbeitsmarkt die Dinge nicht unbedingt zum Besten entwickeln, zeigt etwa die Zahl der gestern publizierten neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, die mit 365 Tsd. Jobs im Oktober deutlich unter der Median-Schätzung der Ökonomen (+643 Tsd.) blieb.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar trendlos, aber volatil</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen präsentierte sich der Dollar in volatiler Verfassung und zog insbesondere immer dann an, wenn sich die nach und nach einlaufenden Wahlergebnisse pro Donald Trump entwickelten. Der Euro konnte sich daher gestern früh in Fernost zunächst bis auf rund 1,1770 befestigen, um in der Folge um rund 170 Stellen zu fallen, als klar wurde, dass es keinen Erdrutschsieg der Demokraten geben würde. Und nachdem sich später die Auszählungsergebnisse zugunsten von Joe Biden zu entwickeln schienen, schwächte sich der Greenback abermals ab und beließ den Euro etwa dort, wo er den Handelstag begonnen hatte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Damit bleibt die Gemeinschaftswährung trotz des deutlichen gestrigen Kursausschlags immer noch in neutralem Fahrwasser und wirkt weiterhin angeschlagen, zumal das Niveau für eine Stabilisierung bei nunmehr <strong>1,1775/80</strong> gestern knapp verfehlt wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wahltag</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wahltag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 05:53:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktienmärkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[QE-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern ordentlich erholten, blieb der Dollar interessanterweise dennoch gefragt. Der Euro produzierte gar zum sechsten Mal hintereinander einen Tagesverlust. Zwar ist der Ausgang der US-Wahlen völlig ungewiss, aber es hat den Anschein, als ob die Akteure zumindest nicht mit einer Aktien-Short-Position in die Wahlnacht gehen möchten. Und es gibt durchaus Analysten, die sich vorstellen können, dass der Ausgang der wohl wichtigsten Wahlen in den USA seit Jahrzehnten für die Finanzmärkte sogar am Ende ein sogenanntes Non-event darstellen könnte. Natürlich besteht weiterhin die Meinung,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wahltag/">Wahltag</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>655)</strong>             Während sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern ordentlich erholten, blieb der Dollar interessanterweise dennoch gefragt. Der Euro produzierte gar zum sechsten Mal hintereinander einen Tagesverlust. Zwar ist der Ausgang der US-Wahlen völlig ungewiss, aber es hat den Anschein, als ob die Akteure zumindest nicht mit einer Aktien-Short-Position in die Wahlnacht gehen möchten. Und es gibt durchaus Analysten, die sich vorstellen können, dass der Ausgang der wohl wichtigsten Wahlen in den USA seit Jahrzehnten für die Finanzmärkte sogar am Ende ein sogenanntes Non-event darstellen könnte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12682" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Im Zweifel handelt die Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich besteht weiterhin die Meinung, dass ein Erdrutschsieg der Demokraten Hoffnung auf ein Konjunkturprogramm wiederbeleben und damit ein Kaufargument für Aktien darstellen würde. Zumindest kurzfristig. Aber es gibt mittlerweile Stimmen, die einem US-Stimulus-Programm gar nicht mehr so große Bedeutung beimessen. Psychologisch verständlich, denn mental hatte man jedwede Hoffnung auf ein solches Programm zumindest auf kurze Sicht ohnehin abgeschrieben. Aber wenn nun schon die Fiskalpolitik nicht schnell reagieren kann, spielt mancherorts plötzlich doch wieder die Geldpolitik der Zentralbank eine Rolle. Zumindest insofern, als zusätzliche quantitative Lockerungsmaßnahmen zumindest den US-Aktienmärkten wie schon in den Monaten zuvor noch einmal einen Schub verleihen könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Am Ende doch wieder bullisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies wäre insofern von Bedeutung, falls das Wahlergebnis von heute Nacht knapp ausfiele oder angefochten werden sollte. Zwar würden die Aktienmärkte vermutlich erst einmal risikoavers reagieren. Wahrscheinlich gelangten die Akteure dann aber recht schnell zu der Überzeugung, dass es ja immer noch ein Ass im Ärmel gibt: Die Fed, die im Zweifel mit weiteren taubenhaften geldpolitischen Maßnahmen für noch mehr Liquidität sorgen würde. So gesehen ist die Angst, die nächste Rallye am Aktienmarkt zu verpassen, womöglich größer als die Angst vor einem unklaren Wahlausgang oder einer Verschlechterung der Covid-19-Situation.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen liegen die Vorteile derzeit beim Dollar, und der Euro bleibt trendlos und leicht unter Druck (Risiko zunächst bis <strong>1,1510</strong>). Dies gilt zumindest solange, wie das Niveau von <strong>1,1780/85</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em>Da ich Mittwochvormittag wegen der US-Wahlen beruflich anderweitig engagiert bin, wird es mir nicht möglich sein, einen zeitnahen Kommentar zu erstellen. Die nächste Ausgabe von Dollar am Morgen kann daher erst am Donnerstag (5. November) erscheinen.</em></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Devisenhändler ziehen nicht mit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2020 04:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Twin-Deficit]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die Teilnehmer an den Aktienmärkten scheint der Fall jetzt klar zu sein: Kaufen ist alternativlos. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um das Stimulus-Paket für die US-Wirtschaft, über das es übrigens immer noch keine Einigung gibt. Vielmehr setzen viele Akteure auf einen Erdrutschsieg der Demokraten am 3. November. Und je deutlicher dieser ausfällt, desto geringer wird das Risiko gesehen, dass das Wahlergebnis von den Republikanern angefochten werden und möglicherweise eine wochenlange Unsicherheit über den Wahlsieger herrschen könnte. Und obwohl US-Präsident Donald Trump seit Ende vergangener Woche...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>795)             </strong>Für die Teilnehmer an den Aktienmärkten scheint der Fall jetzt klar zu sein: Kaufen ist alternativlos. Dabei geht es schon längst nicht mehr nur um das Stimulus-Paket für die US-Wirtschaft, über das es übrigens immer noch keine Einigung gibt. Vielmehr setzen viele Akteure auf einen Erdrutschsieg der Demokraten am 3. November. Und je deutlicher dieser ausfällt, desto geringer wird das Risiko gesehen, dass das Wahlergebnis von den Republikanern angefochten werden und möglicherweise eine wochenlange Unsicherheit über den Wahlsieger herrschen könnte. Und obwohl US-Präsident Donald Trump seit Ende vergangener Woche und innerhalb weniger Tage nun zu den glühendsten Befürwortern des Geldausgebens zählt, ist nicht klar, ob die republikanischen Senatoren genauso großzügig denken. Zumindest zurzeit gibt es noch keine Mehrheit für ein spendables Stimulus-Programm.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12594" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/13102020.jpg" alt="" width="151" height="472" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/13102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/13102020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 151px) 100vw, 151px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Angst vor Stimulus-Kater</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich scheint sich unter Analysten mittlerweile herumgesprochen zu haben, dass das Geldausgeben den Demokraten leichter von der Hand geht und mit ihnen ein größeres Konjunkturprogramm als mit den Republikanern möglich sein wird. Etwaige Sorgen, dass ein Präsident Joe Biden auf der anderen Seite für höhere Steuern, mehr Regulierung und nicht gerade für ein unternehmerfreundliches Geschäftsumfeld stehen könnte, würden ohnehin erst viel später, Monate nach den Wahlen, greifen, heißt es. Zunächst geht es um ein saftiges Stimulus-Programm nach einem Wahlsieg für die Demokraten, und die Hoffnung darauf beflügelt zurzeit die Aktienkurse.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erinnerungen an Zwillingsdefizit werden wach </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so liegt es nicht fern, dass man vielerorts auch in den Devisenhandelsbüros davon ausgeht, dass ein deutlicher Wahlsieg der Demokraten die Gelddruckmaschinen staatlicherseits in den USA noch einmal laufen lässt. Geld, das in der Wirtschaft ankommt. Das damit einhergehende erhöhte Staatsdefizit wird gleichzeitig als Dollar-negativ gesehen. Ganz zu schweigen davon, dass die Inflation in den USA tatsächlich auch noch irgendwann anspringen könnte – die Notenbank würde ein Überschießen über das 2-Prozent-Ziel ohnehin zumindest anfangs tolerieren – und so die Realzinsen noch mehr unter Druck gerieten. Auf das ohnehin schon hohe Handelsbilanzdefizit wollen wir gar nicht erst eingehen. Ich kann mich übrigens noch an Zeiten erinnern, als das berühmte Zwillingsdefizit (steigende Staatsverschuldung bei gleichzeitig extrem negativer Handelsbilanz) für einen anhaltend schwachen Dollar und dessen kaum mehr zu kontrollierenden Abwärtstrend sorgte<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;">1</span>]</a>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gibt es dazu auch noch eine andere Seite. Vor allen Dingen, falls sich der Vorsprung in den Umfragen für die Demokraten und Joe Biden verringern sollte. Dann wäre die Risikoaversion recht schnell wieder da. Zumindest gestern wollten die Devisenhändler erstaunlicherweise im Gegensatz zu den Aktienmarktteilnehmern dem Greenback jedenfalls (noch) keine sichtbare Abfuhr erteilen. Auf der anderen Seite ist damit der Euro auch nicht weiter vorangekommen, bleibt aber in seiner stabilen Position, solange er sich nun oberhalb von <strong>1,1745/50</strong> (deutlich höher) bewegt. Mehr trendbegründende Aufwärtsdynamik ist ohnehin erst oberhalb von <strong>1,1860</strong> zu erwarten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Die Rede ist von der Dollar-Abwertung in den Jahren 1986 bis Anfang 1988.</span></p>
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		<title>Flucht in einen unsicheren Hafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2020 04:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchtwährung]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch gestern ist der US-Dollar gestiegen, nicht mehr ganz so eindrucksvoll wie an den Tagen zuvor, aber wir konnten zumindest zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein höheres Tageshoch notieren. Analoges galt für den Euro, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Und abseits von all den Diskussionen, ob der Anstieg des Greenback, wenn schon nicht langfristig, wenigstens kurzfristig gerechtfertigt sei, bleibt doch vermutlich nicht nur für mich eine wesentliche Frage bestehen: Wie kann es sein, dass die Währung eines Landes...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1665)</strong>             Auch gestern ist der US-Dollar gestiegen, nicht mehr ganz so eindrucksvoll wie an den Tagen zuvor, aber wir konnten zumindest zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein höheres Tageshoch notieren. Analoges galt für den Euro, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12536" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/25092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/25092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/25092020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fragwürdige Fluchtwährung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und abseits von all den Diskussionen, ob der Anstieg des Greenback, wenn schon nicht langfristig, wenigstens kurzfristig gerechtfertigt sei, bleibt doch vermutlich nicht nur für mich eine wesentliche Frage bestehen: Wie kann es sein, dass die Währung eines Landes, dessen Präsident sich gestern nicht festlegen wollte, ob er im Falle einer Wahlniederlage am 3. November einen friedlichen Machtübergang garantieren werde, so stark wie in den vergangenen Wochen gesucht ist?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Währung eines Landes, bei dem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den Wochen nach dem Wahltag ein hoher Grad an politischer Unsicherheit bestehen dürfte. Es ist doch fast paradox, wenn viele Akteure an den Finanzmärkten immer noch die Valuta eines Landes als Fluchtwährung bevorzugen, von dem man noch nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, ob dessen Staatsform im kommenden Jahr noch Demokratie heißen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Momentumsverlust bei Erholung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zum Tagesgeschäft. Da wären für gestern die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA als viel beachtetes ökonomisches Datum zu nennen. Dieses Mal waren es in der Woche zum 18. September 870 Tsd. Erstanträge. Dabei ist gar nicht so entscheidend, dass die Medianerwartung der Ökonomen nur bei 845 Tsd. Anträgen lag – da haben wir schon viel stärkere Abweichungen in diesem Jahr registrieren müssen. Vielmehr wird deutlich, dass das Momentum der Erholung am Arbeitsmarkt anscheinend zum Erliegen gekommen ist, zumal die Folgeanträge (rd. 12,6 Mio.) ebenfalls auf der negativen Seite überraschten. Rund 850 Tsd. Erstanträge pro Woche scheinen derzeit so etwas wie eine neue Referenzgröße darzustellen. Und im gleichen Zuge sind die Verhandlungen im Kongress über ein weiteres Covid-19-Stimulusprogramm festgefahren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stimulus-Programm notwendig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während einige Vertreter der US-Notenbank, allen voran ihr Chef Jerome Powell, in dieser Woche mehr oder weniger auf weitere fiskalpolitische Maßnahmen drängten, sieht es trotz der gestrigen Ankündigung von Finanzminister Steven Mnuchin, die Verhandlungen in Sachen Stimulus-Programm mit der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wieder aufnehmen zu wollen, nicht nach einem schnellen Kompromiss aus. Während das Weiße Haus sich wohl mit einem Hilfs-Volumen von 1,5 Billionen USD anfreunden könnte, gibt es republikanische Senatoren, die sich gegen jedwede Art von zusätzlichen Hilfsmaßnahmen aussprechen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gut möglich, dass diese neuerliche Annäherung gestern nach einem anfänglich schwachen Beginn zu etwas mehr Risikofreude bei den Aktienmarktteilnehmern geführt hat. Und selbst der Euro konnte sich zum Handelsschluss von den Tiefständen des Tages (um 1,1625 herum) etwas erholen. Die Situation der Gemeinschaftswährung bleibt indes fragil (mit Abwärtspotenzial bis <strong>1,1490</strong>), solange sie sich unterhalb von <strong>1,1740/45</strong> bewegt. Dort erwarte ich Euro-Angebot aus gestrandeten Long-Positionen, und oberhalb von <strong>1,1825</strong> wäre die Gemeinschaftswährung sogar weitgehend aus dem Schneider, weil das vielerorts beachtete technische Verkaufssignal (vgl. <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/09/23/schon-wieder-ein-verkaufssignal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) vom vergangenen Dienstag zudem erneut als sogenannter „false break“ bestätigt würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der nächste <em>Dollar am Morgen</em> erscheint am Dienstag, den 29. September</strong></span></p>
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		<title>Schmelzprozess</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/schmelzprozess/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2020 05:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Währungsreserven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern war ein bemerkenswerter Tag für den Euro. Nicht weil er gegenüber dem US-Dollar den Monat Juli womöglich so stark wie zuletzt September 2010 beenden könnte. Denn wenn man die Entwicklung an den Aktienmärkten, vor allen Dingen hierzulande, als Maßstab für Risikoaversion hinzuzieht, hätte es den Euro nach dieser von Kommentatoren gerne verwendeten Lesart eigentlich ordentlich erwischen müssen. Da bricht etwa der DAX im Tagesverlauf zeitweise um mehr als 4,4 Prozent ein, und dem EURO STOXX 50 geht es nicht viel besser; aber die Gemeinschaftswährung...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/schmelzprozess/">Schmelzprozess</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1890)</strong>             Gestern war ein bemerkenswerter Tag für den Euro. Nicht weil er gegenüber dem US-Dollar den Monat Juli womöglich so stark wie zuletzt September 2010 beenden könnte. Denn wenn man die Entwicklung an den Aktienmärkten, vor allen Dingen hierzulande, als Maßstab für Risikoaversion hinzuzieht, hätte es den Euro nach dieser von Kommentatoren gerne verwendeten Lesart eigentlich ordentlich erwischen müssen. Da bricht etwa der DAX im Tagesverlauf zeitweise um mehr als 4,4 Prozent ein, und dem EURO STOXX 50 geht es nicht viel besser; aber die Gemeinschaftswährung gab temporär gerade einmal um etwas mehr als 50 Stellen nach und holte diesen Mini-Verlust auch gleich wieder eindrucksvoll auf.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12328" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/31072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/31072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/31072020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Daten überraschen kaum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eigentlich hätte das, was gestern an ökonomischen Daten publiziert wurde, nicht für eine richtig negative Überraschung getaugt. Zwar war die erste Schnellschätzung für die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal schlechter als erwartet ausgefallen. Aber wen schert es denn, ob die Schrumpfung gegenüber dem Vorquartal in den Monaten April bis Juni 9 oder 10 Prozent betragen hat. So oder so handelt es sich um die größte Kontraktion seit Beginn der vierteljährlichen Aufzeichnungen im Jahr 1970. Aber für eine fette Schlagzeile reicht das immer.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA gab es ebenfalls eine erste Schnellschätzung für das BIP im zweiten Quartal, wobei diese mit einem Rekordminus von 32,9 Prozent<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> </span>(annualisiert) besser als die Medianerwartung der Analysten ausfiel. Aber im Vergleich zu diesen angesichts der fortgeschrittenen Covid-19-Krise schon veralteten Daten dürften die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe größeres Interesse hervorgerufen haben. Allein, es gab bei diesen Daten (1,43 Millionen US-Bürger stellten in der vergangenen Woche einen Erstantrag) kein großes Überraschungsmoment.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wahltermin nach Trumps Gnaden?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wesentlich dramatischer las sich gestern ein Tweet von Donald Trump, der kurz nach Veröffentlichung der US-Schrumpfungszahlen die Öffentlichkeit erreichte. Denn der US-Präsident stellte zum ersten Mal ernsthaft und öffentlich den Wahltermin im November infrage. Natürlich gilt dieses Datum als nahezu unverrückbar, und eine Verschiebung per Dekret des Präsidenten bedürfte Medienberichten zufolge ohnehin der Zustimmung von Repräsentantenhaus (dort haben die Demokraten die Mehrheit) und dem Senat (dort sind die Republikaner in der Überzahl). Eigentlich kein Grund zur Beunruhigung. Aber allein, dass Kommentatoren die Frage stellen, ob denn Donald Trump im Falle einer knappen Niederlage überhaupt seinen Stuhl räumen würde, zeigt, dass es nicht nur für die Finanzmarktteilnehmer ein Extremrisiko dieser Art geben dürfte. Zumindest sollte man – wie bereits einmal nebenbei erwähnt – weder die Wahrscheinlichkeit, dass der Wahltermin tatsächlich verschoben werden könnte, noch die Folgen einer solchen Verschiebung als gering einschätzen. Der Dollar reagierte jedenfalls nach den Trump-Tweet mit einem leichten Schwächeanfall.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar-Abschmelzungsprozess in Gang gesetzt?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird man nicht sogleich befürchten müssen, dass der Dollar deswegen seinen Status als Reserve-Währung verlieren könnte. Zumal etwas mehr als 60 Prozent der Zentralbankreserven in Dollar gehalten werden, während der Anteil des Euro gerade einmal 20 Prozent ausmacht. Mit anderen Worten: Die Rolle des Greenback als Reserve- und Verschuldungswährung ist vor allen Dingen deswegen so dominant, weil es derzeit keine Alternative gäbe, um etwa große Kapitalabflüsse aus US-Staatsanleihen aufzufangen. Aber allein deren schrittweises Abschmelzen in Form einer Verschiebung der internationalen Währungsreserven von ein paar Prozentpunkten, raus dem Dollar in Richtung Euro, würden zu dessen mittelfristiger Aufwertung beitragen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und es gibt Indizien dafür, dass dies bereits geschieht. Nicht nur aus psychologischen Gründen oder etwa der Angst heraus, womöglich als ein der Trump-Administration missliebiger Staat eines Tages vom Dollar-System abgeschnitten zu sein (vgl. immer meine Ausführungen dazu <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/29/kurzer-blick-in-pandoras-buechse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> und <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/17/vergleich-mit-2003/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>). Denn der Euro ist gut nachgefragt, obwohl die Investorenstimmung bereits seit Wochen ausgeprägt bullish ist – normalerweise ein Warnzeichen für Aufwärtstrends.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Anzeichen mehren sich zumindest, dass der Euro auch mittel- und langfristig gegenüber dem Dollar profitieren wird. Kurzfristig befindet sich die Gemeinschaftswährung ohnehin im Aufwärtstrend und handelte heute früh in Fernost so hoch wie zuletzt im Mai 2018. Dabei wurde der nächste von uns avisierte Potenzialpunkt (1,1850) spielend überlaufen, so dass nun auch noch die Türe in Richtung <strong>1,2020</strong> geöffnet ist. Die steile Version dieses Trends bleibt jedenfalls intakt, solange nun an der Unterseite <strong>1,1690/95</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span>Die US-Zahl kann aufgrund der annualisiert ausgewiesenen Berechnung nicht mit der deutschen verglichen werden!</span></p>
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		<title>Nachwehen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/nachwehen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Nov 2012 11:53:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auch ich habe zu denjenigen gehört, die vom Ausmaß der gestrigen heftigen Korrektur an den Aktienmärkten überrascht gewesen waren. Auch wenn man mit solchen Reaktionen nach US-Wahltagen, so zeigen Beispiele aus der Vergangenheit, durchaus rechnen muss. Was mich eigentlich erstaunt, ist auch weniger der von manchem Kommentator als Weckruf bezeichnete Einbruch der Aktienkurse an der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich habe zu denjenigen gehört, die vom Ausmaß der gestrigen heftigen Korrektur an den Aktienmärkten überrascht gewesen waren. Auch wenn man mit solchen Reaktionen nach US-Wahltagen, so zeigen Beispiele aus der Vergangenheit, durchaus rechnen muss. Was mich<span id="more-5380"></span> eigentlich erstaunt, ist auch weniger der von manchem Kommentator als Weckruf bezeichnete Einbruch der Aktienkurse an der Wall Street. Vielmehr sind es die Begründungen dafür, die heute früh herumgereicht werden. Angefangen von der drohenden fiskalischen Klippe in den USA, bis hin zu Mario Draghis Rede, die zeitlich mit dem ersten Teil des gestrigen Kursrückgangs zusammenfiel. Aber dass die Schuldenkrise die deutsche Konjunktur beeinträchtigen würde und die Inflationsrisiken sehr niedrig seien, wie der EZB-Präsident betonte, sind doch eigentlich keine wirklichen Neuigkeiten. Genauso wenig wie eine in den USA zuletzt diskutierte Steuerreform, die neben Subventionskürzungen und dem Stopfen von Schlupflöchern vor allen Dingen eine deutliche Vereinfachung mit sich bringen soll. Selbst dass der neue Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama heißen würde, war für die meisten Akteure an den Finanzmärkten eine ausgemachte Sache. Oder doch nicht?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Defekte Abstimmungsmaschinen</strong></p>
<p>Zumindest nicht aus Sicht mancher Republikaner, die offenbar selbst dann noch von einem Sieg Mitt Romneys ausgingen, als sich in der Wahlnacht die Zahl der für eine absolute Mehrheit Obamas erforderlichen Wahlmänner bei den Auszählungen der magischen 270-Stimmen Grenze näherte. Dies vermittelte mir zumindest ein Freund, der das Präsidentenrennen beim TV-Sender BBC live verfolgte. Ich möchte hier gar nicht darüber spekulieren, warum Republikaner selbst kurz bevor der Sieg Obamas feststand, seltsamerweise immer noch davon überzeugt waren, ihr Kandidat könne den Rückstand noch aufholen. Ohne dabei an defekte Abstimmungsmaschinen glauben zu wollen (vgl. 2012 Voting Machines Altering Votes auf Youtube), gab es womöglich dennoch sehr überzeugte Marktteilnehmer, die nicht nur ihren Glauben mit Engagements im Aktienmarkt unterlegten, sondern vom für sie unerwarteten Ergebnis der Wahl schockiert waren. So darf auch die gestrige deutliche Korrektur des Aktienmarkts nicht verwundern: Anscheinend war die Zahl der Hoffnungskäufe so hoch, dass deren Liquidation die Märkte stärker als vielerorts erwartet belastete.</p>
<p>Am Ende verlasse ich mich ohnehin lieber auf die gestern von der Börse Frankfurt erhobenen Stimmungsdaten unter den mittelfristig orientierten Akteuren, bei denen es interessante neue Erkenntnisse gab, die Gianni Hirschmüller <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/dax+sentiment+investoren+verschieben+horizont+nicht+blickrichtung+43049"><em>hier</em> kommentierte</a>. Die detaillierte Analyse sowie die beliebtesten und unbeliebtesten Aktien der Fondsmanager für die kommenden <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/detailanalyse+investoren+mit+staerkerer+polarisierung+43068">Tage finden Sie <em>hier</em></a>.</p>
<p>Weiteres zu diesem Thema können  Sie  meinem heutigen <a href="http://www.daf.fm/video/joachim-goldberg-das-wars-mit-der-dax-korrektur---euro-bis-137-dollar-50158384.html" target="_blank">DAF-Interview (<em>hier</em>) entnehmen</a>, das Melanie Kösser mit mir führte. </p>
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		<title>Wahlrallye an der Börse oder böses Erwachen?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/5283/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2012 10:51:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[DAX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am gestrigen Donnerstag hat mich wieder einmal Frank Meyer in der der n-tv Telebörse (Frank Meyer firmiert auch unter Bankhaus Rott &#38; Meyer) auf seine liebenswerte und persönliche Art zum Thema: „Wie lange geht so etwas noch gut?“ zur derzeitigen ökonomisch/psychischen Verfassung von DAX und Euro befragt. Auch die Frage, ob es beim DAX eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am gestrigen Donnerstag hat mich wieder einmal Frank Meyer in der der n-tv Telebörse (Frank Meyer firmiert auch unter Bankhaus Rott &amp; Meyer) auf seine liebenswerte und persönliche Art zum Thema: „<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Wie-lange-geht-so-etwas-gut-article7576716.html">Wie lange geht so etwas noch gut?</a></span>“ zur derzeitigen ökonomisch/psychischen Verfassung<span id="more-5283"></span> von DAX und Euro befragt. Auch die Frage, ob es beim DAX eine Jahresschlussrallye geben wird, durfte ich an dieser Stelle beantworten – glücklicherweise musste ich nicht prognostizieren, wer der nächste US-Präsident sein wird. Was aber auf den Wahlsieger zukommt und wie die Börsen darauf reagieren werden sowie zu den derzeitigen großen Kapitalflüssen wurde ich auch dieses Mal ausgiebig befragt.   </p>
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