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	<title>Short Squeeze Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Jul 2021 05:00:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Mehr Angst als Argumente</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 04:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zweifellos hat die Musik der vergangenen beiden Handelstage an den US-Anleihemärkten gespielt, wobei sie manchem Marktteilnehmer nicht harmonisch, sondern eher schrill in den Ohren geklungen haben muss. Zumindest ist es bemerkenswert, dass sich ein Großteil einer doch ungewöhnlichen Entwicklung bereits vor Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 15./16. Juni am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zweifellos hat die Musik der vergangenen beiden Handelstage an den US-Anleihemärkten gespielt, wobei sie manchem Marktteilnehmer nicht harmonisch, sondern eher schrill in den Ohren geklungen haben muss. Zumindest ist es bemerkenswert, dass sich ein Großteil einer doch ungewöhnlichen Entwicklung bereits vor Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 15./16. Juni am gestrigen Mittwoch vollzogen hat. Ja, es war diese ominöse Sitzung, bei der sich das FOMC angeblich viel falkenhafter als zuvor gegeben haben soll. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13660" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gleichwohl war als einziges Indiz für diesen Stimmungswechsel (manche sprachen gar von einem geldpolitischen Wendepunkt) und die damit verbundene Angst vor einer Diskussion über ein eher früher als später einsetzendes Tapering im Prinzip lediglich eine Veränderung bei den Zinsprognosen zu nennen: Die Mehrheit der Ausschussmitglieder prognostizierte nun einen ersten Leitzinsschritt bis Ende 2023, also ein Jahr früher als zuvor. Seinerzeit hatte ich mich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/06/18/das-sind-nur-projektionen/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> eingehend zu der überzogenen Reaktion vieler Marktteilnehmer auf diesen Meinungsumschwung geäußert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Renditen im Rückwärtsgang </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hätte man annehmen können, dass sich die Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen wegen dieser neuen hawkishen Sichtweise vieler Analysten und Kommentatoren zumindest nicht deutlich abschwächen würden. Aber nur einen Tag nach Beendigung der FOMC-Sitzung begann etwa bei der Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit eine Abwärtsbewegung, die gestern mit einem vorläufigen Tief bei 1,2960% nicht nur das niedrigste Niveau seit dem 19. Februar dieses Jahres, sondern auch einen Rückgang von seither rd. 30 Basispunkten markierte. Allein an den vergangenen beiden Tagen sprechen wir von einem Sturz von rd. 15 Basispunkten, ohne dass es greifbare makroökonomische Auslöser für diese Entwicklung gegeben hätte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ra(s)tlos </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gibt es nun auch Kommentatoren, die mit den fallenden Renditen Wachstumsängste der Akteure in Verbindung bringen. Auch eine mangelnde Verfügbarkeit von Neuemissionen von US-Staatsanleihen wurde in diesem Zusammenhang genannt. Aber wenn plötzlich von namhaften Strategen charttechnische Trends und damit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung als Ursache für die jüngste starke Nachfrage nach US-Staatsanleihen angeführt wird, spiegelt das nicht nur eine gewisse Ratlosigkeit wider. Vielmehr handelt es sich schlichtweg um Positionen, die eiligst und möglicherweise um jeden Preis glattgestellt werden mussten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Veritable Short-Squeeze</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein starker Trend ist in meinen Augen ohnehin nichts anderes als ein Spiegel der Positionsglattstellungen von schiefliegenden Marktteilnehmern. Dass es diese Stopp-Loss-Käufe gegeben hat, kann man dem einen oder anderen Kommentar von gestern entnehmen. Auf jeden Fall sollte man nicht vergessen, dass die letzte Umfrage der Bank of America unter internationalen Fondsmanagern – diese ist zugegebenermaßen schon wieder vier Wochen her – zu Tage förderte, dass netto(!) rekordverdächtige 69 Prozent der Vermögensverwalter nach eigenen Angaben in Anleihen untergewichtet waren. Da müssen nur einige Akteure überlegt haben Gewinne aus dieser Untergewichtung mitzunehmen – und dafür braucht man im Zweifel keine weiteren ökonomischen Argumente –, und schon ist möglicherweise eine Initialzündung gesetzt. Die Folgen davon haben wir während der vergangenen Tage höchstwahrscheinlich in Form einer Short-Squeeze gesehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende barg das Fed-Protokoll keine wirklich marktbewegenden Erkenntnisse. Die wichtigste davon dürfte wohl sein, dass keine große Dringlichkeit besteht, an den Anleihekaufprogramme oder gar an den Leitzinsen etwas zu verändern. Und am Ende des Tages musste der Dollar von seinem Gewinn nichts hergeben. Der Euro konnte sich ebenfalls von seinem Tagestief, dem niedrigsten Kurs seit dem 6. April, kaum erholen und bleibt im Rahmen seines kurzfristigen Abwärtstrends weiterhin unter Druck, solange <strong>1,1905 </strong>nicht überwunden wird. An der Unterseite gilt es weiterhin das wichtige Niveau von <strong>1,1760/70</strong> zu beachten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Plötzlich zurückgemeldet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 04:50:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein interessanter Handelstag liegt hinter uns. Weniger beim Dollar oder Euro. Dieser hatte nämlich so seine Schwierigkeiten, eine klare Richtung einzuschlagen. Für einen Moment sah es tatsächlich so aus, als ob die Gemeinschaftswährung im Anschluss an die Veröffentlichung des ZEW-Index für Deutschland ihren Aufwärtstrend ohne Absolvieren einer größeren Konsolidierungszone wieder aufnehmen wollte. Denn die Umfrage war hinsichtlich der Erwartungskomponente deutlich besser ausgefallen als erwartet. Aber trotz der guten Zahlen wollte der Euro in einem technisch nicht ungünstigen Umfeld in den Stunden nach der Publikation dann doch nicht abheben....</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1715)</strong>             Ein interessanter Handelstag liegt hinter uns. Weniger beim Dollar oder Euro. Dieser hatte nämlich so seine Schwierigkeiten, eine klare Richtung einzuschlagen. Für einen Moment sah es tatsächlich so aus, als ob die Gemeinschaftswährung im Anschluss an die Veröffentlichung des ZEW-Index für Deutschland ihren Aufwärtstrend ohne Absolvieren einer größeren Konsolidierungszone wieder aufnehmen wollte. Denn die Umfrage war hinsichtlich der Erwartungskomponente deutlich besser ausgefallen als erwartet. Aber trotz der guten Zahlen wollte der Euro in einem technisch nicht ungünstigen Umfeld in den Stunden nach der Publikation dann doch nicht abheben.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12370" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/12082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/12082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/12082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>ZEW-Umfrage als Auslöser?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz anders gestaltete sich das Geschehen an den heimischen Aktienmärkten. Dort wurde der starke Anstieg des DAX gegenüber dem Vortag von zeitweise rund 2,8 Prozent eben diesen ZEW-Daten zugeschrieben. Daten, bei denen es sich häufig weniger um ein fundamentales Stimmungsbild handelt, sondern vielmehr um ein Spiegel der Erwartungen von Analysten und Börsianern.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Ein Großteil des gestrigen Kurssprungs im deutschen Aktienmarkt hatte sich bereits vor Publizierung dieser Zahlen vollzogen. Tatsächlich stelle ich immer wieder fest, dass der ZEW-Index gerne dann als Auslöser für Aktienbewegungen bemüht wird, wenn es an anderen Erklärungen mangelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Russlands Impfstoff</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Denn es ist schon bemerkenswert, wie stark der DAX in der Anfangsphase des gestrigen Handelstages reagierte. Gut möglich, dass die Ankündigung von Staatspräsident Wladimir Putin, Russland habe als erster Staat der Welt einen wirksamen Covid-19-Impfstoff zugelassen, zu Aktienkäufen verleitet hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Während der DAX in den Stunden vor 11 Uhr besonders stark zulegte, hinkten die US-Futures auf den S&amp;P 500 – trotz Rekordhochs – doch deutlich der Aufwärtsbewegung hinterher. Vielleicht kann man es sich noch nicht wirklich vorstellen, dass dereinst Amerikaner Schlange stehen werden, um sich mit einem russischen Impfstoff gegen Covid-19 immunisieren zu lassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trumps nächster Streich?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht mochte man aber auch hierzulande der Idee etwas abgewinnen, dass Donald Trump womöglich auch noch eine Senkung der Steuer auf Kapitalerträge per Executive Order anordnen könnte. Zumindest scheint er darüber nachzudenken und einen derartigen Schritt ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Dies hat er übrigens schon häufiger getan, wobei ein derartiges Dekret rechtlich – wie teilweise schon die vorherigen vom Wochenende – nicht unumstritten wäre. Auch wäre es mehr als fraglich, ob eine Senkung der Steuer auf Kapitalerträge überhaupt der breiten Bevölkerung zugutekäme. Auf jeden Fall aber den Wohlhabenden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Banale Short-Squeeze?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich sieht vor allem die DAX-Entwicklung des gestrigen Handelstages vielmehr nach einer Short-Squeeze kurzfristig orientierter Akteure aus, die sich womöglich auf die Komplettierung einer gut sichtbaren charttechnischen Formation (Schulter-Kopf-Schulter) mit größerem Abwärtspotenzial verlassen haben. Zumindest für mich scheint dies mangels triftiger ökonomischer Gründe die beste Erklärung zu sein. Wie sonst hätte sich der DAX so plötzlich so eindrucksvoll zurückmelden können?  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Doch zurück zum Euro. Dieser ist nämlich im Rahmen seiner Konsolidierung zwischen <strong>1,1705</strong> und <strong>1,1920</strong> an der Unterseite durch den gestern am Ende doch noch nur „neutralen“ Tag nicht sonderlich gut unterstützt. Aber nach wie vor ist diese Entwicklung mit hoher Wahrscheinlichkeit nur als ein korrektives Intermezzo im übergeordneten Aufwärtstrend einzustufen, wobei sich die Ausgangslage für den Euro erst oberhalb von <strong>1,1840/45</strong> wieder deutlich verbessert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Zu „short gewesen&#8220;, um sich zu freuen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 04:53:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag dürfte durchaus zu den denkwürdigeren der jüngsten Zeit gehören. Nicht wegen der Entwicklung an den Devisenmärkten, wo sich der Dollar im Vergleich zu den Vortagen auffallend deutlich abschwächte. Vielmehr dürfte der gestrige Tag vielen Teilnehmern an den Aktienmärkten in unangenehmer Erinnerung bleiben. Zumindest wenn man die Marktstimmung der vergangenen Woche berücksichtigt, hatte die gestrige Entwicklung den Charakter einer veritablen Short-Squeeze. Wer gestern in der Frühe noch ein wenig verschlafen auf die Push-Nachricht eines bekannten Nachrichtensenders blickte, musste eigentlich einen Schreck...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0915)</strong>             Der gestrige Handelstag dürfte durchaus zu den denkwürdigeren der jüngsten Zeit gehören. Nicht wegen der Entwicklung an den Devisenmärkten, wo sich der Dollar im Vergleich zu den Vortagen auffallend deutlich abschwächte. Vielmehr dürfte der gestrige Tag vielen Teilnehmern an den Aktienmärkten in unangenehmer Erinnerung bleiben. Zumindest wenn man die Marktstimmung der vergangenen Woche berücksichtigt, hatte die gestrige Entwicklung den Charakter einer veritablen Short-Squeeze.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><img decoding="async" class="alignright wp-image-12010" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/19052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/19052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/19052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Läuft an der Börse der falsche Film?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer gestern in der Frühe noch ein wenig verschlafen auf die Push-Nachricht eines bekannten Nachrichtensenders blickte, musste eigentlich einen Schreck bekommen. Denn kein geringerer als Fed-Chef Jerome Powell hatte in der Nacht zum Montag prognostiziert, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um bis zu 30 Prozent schrumpfen könnte. Auch wenn der Fed-Chef den Begriff Depression vermied, stellte er in den Raum, dass die Erholung der US-Ökonomie bis Ende 2021 dauern könnte. Ohne einen Impfstoff, so Powell, sei eine derartige komplette Erholung nicht möglich.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer jedoch gestern früh so gegen 8:00 Uhr dachte, dass seine bearishe Position nun doch noch Früchte tragen könnte, dürfte sich beim ersten Blick auf den Kursverlauf der Aktien-Futures gefragt haben, ob er sich im richtigen Film befinde. Hatte denn niemand von einer bevorstehenden Depression Kenntnis genommen?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stabile Kurse &#8222;verletzen Gefühle&#8220;</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">„Rallye trotz Coronakrise: Gründe für den Börsen-Wahnwitz“ titelte <em>Spiegel Online</em> gestern um die Mittagszeit. Wie lange kann das gut gehen, wenn sich die Aktienkurse von der wirtschaftlichen Realität so entkoppelt haben? – so lautete die Einleitung des Beitrags. Ja, man konnte durchaus Verständnis dafür haben, wenn das Gros der Akteure nicht auf steigende Aktienkurse setzen wollte. Ein früherer US-Aktienhändler brachte es auf den Punkt, als er sagte, dass die nicht noch weiter fallen wollenden Aktienmärkte die Gefühle vieler [Börsianer] verletzen würden. Dass die Stimmung schlecht und die Positionen überwiegend auf „short“ gelautet haben müssen, belegen nicht nur die Stimmungsumfragen der vergangenen Woche. Vielmehr sprach dafür auch die gestrige Reaktion der Kurse auf neue Informationen. So etwa der gestrige Tagesgewinn des DAX von über 5 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoffnung auf Moderna</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Plötzlich braucht China wieder Rohöl, was sich sowohl an einem Preis von über 30 USD pro Barrel als auch am dritten Wochengewinn hintereinander für das schwarze Gold ablesen lässt. Und dann tauchten sie auch unvermittelt auf, die guten Nachrichten. Da brach sich plötzlich die Hoffnung Bahn auf einen neuen Impfstoff der US-Firma Moderna, der einer ersten Versuchsreihe zufolge das Zeug haben könnte, dass COVID-19-Virus besiegen zu können. Aber ohne zu skeptisch zu erscheinen: Es wird seine Zeit brauchen, bis wir wissen, ob damit wirklich der endgültige Durchbruch gegen Corona geschafft ist. Dennoch: Die Aktienkurse tendierten unmissverständlich weiter aufwärts, und plötzlich war es wieder Jerome Powell, der mit einem Male für die gestrige Rallye gesorgt haben sollte. Nun war die Lesart eine andere. In dieser neuen Deutung war es der Fed-Präsident, der in demselben Interview eben auch deutlich gemacht hatte, dass die Notenbank über unbegrenzte Munition zur Bekämpfung der Krise verfüge.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und dann kamen auch noch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron daher und verkündeten die Planung eines 500 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramms für die EU-Wirtschaft. Ob dieser Wiederaufbau-Fonds zustande kommt oder auch groß genug ist? Nein, Skepsis war gestern nicht gefragt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erzwungene Risikofreude</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man könnte die gestrige Aktien-Geschichte auch ganz einfach darunter subsumieren: Der Markt war zu „short“. Es lässt sich schwer sagen, ob das Gros der früheren Pessimisten (spätestens mit dem Überqueren der 11.000er Marke?) beim DAX bereits gestern das Handtuch geworfen hat. Auf jeden Fall dürfte sich durch die gestrige Squeeze die Zahl etwaiger Nachfrager bei einem erneuten stärkeren Rücksetzer der Aktienmärkte wahrscheinlich deutlich verringert haben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin schlug sich die erzwungene Risikofreude auch in einem festeren Euro-Kurs nieder, der endlich gegenüber dem Dollar sein Stabilitätsniveau von 1,0920 – wenn auch recht knapp – überwinden konnte. Die Gemeinschaftswährung bleibt dennoch trendlos, wenngleich oberhalb von <strong>1,0835</strong> stabil.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>„Cash is trash“</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/cash-is-trash/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 15:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles sei wie erwartet gekommen und [würde] keine Überraschung [darstellen]. So äußerte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag im Sender Fox News über den US-Arbeitsmarktbericht. Wir dürfen gespannt sein, ob es Trump gelingen wird, die verlorenen Arbeitsplätze wieder zurückzubringen. Zumindest stellte er dies im gleichen Zuge in Aussicht. Denn im April sind immerhin 20,5 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft weggefallen, so dass die Arbeitslosenquote auf 14,7 Prozent sprang. Kurzum: Es handelt sich um eine "Tragödie historischen Ausmaßes". Ein Ausmaß...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/cash-is-trash/">„Cash is trash“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0840)</strong>             Alles sei wie erwartet gekommen und [würde] keine Überraschung [darstellen]. So äußerte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag im Sender Fox News über den US-Arbeitsmarktbericht. Wir dürfen gespannt sein, ob es Trump gelingen wird, die verlorenen Arbeitsplätze wieder zurückzubringen. Zumindest stellte er dies im gleichen Zuge in Aussicht. Denn im April sind immerhin 20,5 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft weggefallen, so dass die Arbeitslosenquote auf 14,7 Prozent sprang.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11978" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Tragödie historischen Ausmaßes</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Es handelt sich um eine &#8222;Tragödie historischen Ausmaßes&#8220;. Ein Ausmaß, das sowohl der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, als auch der Covid-19-Krisen-Berater und Ökonom Kevin Hassett<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> als „herzzerreißend“ bezeichneten. Beide räumten zwar ein, dass der US-Arbeitsmarkt im kommenden Monat möglicherweise noch schlimmer aussehen könnte. Aber beide Berater zeigten sich auch optimistisch, weil die Entlassungen ihres Erachtens nur temporärer Natur sind. Und in der Tat: Bei 80 Prozent der Stellenstreichungen gibt es den Zusatz „zeitweise“.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte, irritierend robust</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es nicht, dass die Teilnehmer an den Finanzmärkten, insbesondere Aktien-Akteure, das zweite Quartal ökonomisch längst abgeschrieben haben. Aber es ist schon bemerkenswert, dass auf der einen Seite von der schlimmsten wirtschaftlichen Verfassung der USA seit der Großen Depression gesprochen wird. Andererseits präsentieren sich die Aktienmärkte bei gleichzeitig sinkender (impliziter) Volatilität in einer Robustheit, die für viele Akteure irritierend sein dürfte. Selbst wenn man bedenkt, dass sich die Fed Funds möglicherweise bereits Anfang kommenden Jahres – wahrscheinlich auch schon früher – in negativem Terrain bewegen könnten. Zumindest haben dies die Futures-Märkte am Donnerstag schon einmal ganz leicht eingepreist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich kann jeden verstehen, der sich derzeit schwer damit tut, Aktien zu kaufen. Gegenargumente gibt es genug, wenn man etwa die mögliche Einführung negativer Leitzinsen als Indiz für eine kaum mehr beherrschbare Wirtschaftskrise interpretiert. Oder weil sich die Unternehmensgewinne vielerorts im freien Fall befinden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch eine Short-Squeeze?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer sich aber bearish positioniert – die Sentiment-Umfrage der AAII aus den USA bestätigt, dass die Mehrheit der Akteure per vergangenen Donnerstag wieder viel pessimistischer als zuvor geworden ist – muss sich im Klaren darüber sein, dass er die Gegenposition zu Jerome Powell einnimmt. Dem Präsidenten, der denjenigen Institution vorsteht, die das unbegrenzt drucken kann, was man auch im Gegenzug für verkaufte Aktien bekommt: Bar- bzw. Buchgeld. Und davon ist nun einmal sehr viel im Umlauf; und das auch noch verbunden mit der impliziten Drohung, dass die Zinsen weiter sinken werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie wurde Ray Dalio, der Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates, anlässlich des Börsencrashs ob seiner These vom Januar: „Cash is trash“ von Kommentatoren noch bis vor kurzem ausgelacht! Vielleicht zu Unrecht, denke ich, wenn man bedenkt, dass das Volumen der Geldmarktfonds in den vergangenen beiden Wochen laut der BofA auf knapp 5 Billionen USD gestiegen ist. Geld, das zurzeit, so Dalio, etwa 2 Prozent pro Jahr in den USA an Kaufkraft verliert. Man sollte sich also nicht wundern, wenn es an den Aktienmärkten erneut zu einer Short-Squeeze kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ins Niemandsland verbannt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro aus dieser Sicht viel zu stark zu sein scheint. Auf der anderen Seite dürfte es vielen Akteuren schwerfallen, sich in Richtung Euro zu bewegen. Schließlich wird der angesichts des Gerichtsurteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe und aufgrund der Uneinigkeit der EU-Regierungen, wie die Lasten der Corona-Krise verteilt werden sollen, von vielen als Wackelkandidat eingestuft. Zumindest die Devisenhändler haben die Gemeinschaftswährung zum Wochenende trendtechnisch – unterhalb von <strong>1,0915/20</strong> in ganz leicht angeschlagener Position – ins Niemandsland verbannt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> Hassett wurde im Zuge der COVID 19-Krise ebenfalls von der Trump-Administration zum Berater ernannt.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/cash-is-trash/">„Cash is trash“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Käufer sind in jeder Hinsicht bedient</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2020 04:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskrieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rückblickend werden einige Marktteilnehmer die Sitzungen der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch und der EZB am Donnerstag als Wendepunkte für den bis dahin schwächelnden US-Dollar erachten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gab es für den Euro am vergangenen Donnerstag eine kleine Short-Squeeze, die den kurzfristigen Abwärtstrend der Gemeinschaftswährung zunächst beendete. Gestern musste der Euro aber schließlich einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Aus meiner Sicht nicht vollkommen unerwartet, da die Nachfrageseite für den Euro infolge besagter Squeeze naturgemäß ausgedünnt sein musste: Etwaige Käufer waren so in doppelter Hinsicht bereits „bedient“....</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0905)</strong>             Rückblickend werden einige Marktteilnehmer die Sitzungen der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch und der EZB am Donnerstag als Wendepunkte für den bis dahin schwächelnden US-Dollar erachten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit gab es für den Euro am vergangenen Donnerstag eine kleine Short-Squeeze, die den kurzfristigen Abwärtstrend der Gemeinschaftswährung zunächst beendete (vgl. Bericht vom Sonntag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/05/03/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;"><strong>HIER</strong></span></a>). Gestern musste der Euro aber schließlich einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Aus meiner Sicht nicht vollkommen unerwartet, da die Nachfrageseite für den Euro infolge besagter Squeeze naturgemäß ausgedünnt sein musste: Etwaige Käufer waren so in doppelter Hinsicht bereits „bedient“.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11956" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/05052020-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/05052020-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/05052020-1-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Es gab für viele Akteure ohnehin eine stichhaltige Erklärung für diese Reaktion. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Dollar sei infolge der drohenden Neuauflage des US-chinesischen Handelskrieges und der damit verbundenen Risikoaversion wieder stark gefragt, hieß es.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch mehr Short-Squeezes </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine ähnliche Gemengelage ergab sich während dieses Zeitfensters auch für die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks. So haben wir wahrscheinlich beim hiesigen DAX mit dem deutlichen Überqueren der 11.000er Marke Mitte vergangener Woche ebenfalls eine Short-Squeeze erlebt. Im gleichen Zuge konnte man mancherorts unter Kommentatoren Zeuge einer Stimmung werden, die in den USA fast schon an die eines heiß laufenden Bullenmarkt („sky is the limit“) erinnerte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest vermittelt das in der Nacht zum 1. Mai publizierte US-Stimmungsbarometer der AAII (American Association of Individual Investors), dass auch an den US-Aktienmärkten ein Teil früherer Short-Positionen zurückgedeckt worden sein musste, denn die Stimmung – obgleich immer noch pessimistisch – verbesserte sich zumindest gegenüber der Vorwoche deutlich. Im gleichen Zuge fehlte beim ersten größeren Rücksetzer von DAX und S&amp;P 500 (analog zum Euro) entsprechend die Nachfrage. Kommentatoren sprachen bereits von einer zuschnappenden Bullenfalle an den Aktienmärkten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wie eine „leere Zahnpastatube“</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man kann natürlich auch behaupten, die Risikoaversion sei zurückgekehrt. Nicht umsonst schrieb ein Kommentator von einer „leeren Optimismus-Zahnpastatube“ und vom Handelskrieg 2.0, der allerdings noch nicht begonnen hat. Dann sähe es womöglich schlimmer aus. Aber das Thema steht nun wieder im Raum. Zumal es keineswegs US-Präsident Donald Trump allein ist, der sich plötzlich wieder als Herr der Strafzölle aufspielt. Neue Strafzölle, die im Extremfall als Schadenersatz für die angebliche Verantwortung Chinas für die anfangs ungebremste – unterschwellig ist hier sogar von Absicht die Rede – Ausbreitung des Corona-Virus herhalten sollen. Und sollte, so Trump, China seinen Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen [gemeint ist der sogenannte Phase-eins-Deal] nicht nachkommen, würden die USA für dessen Ende sorgen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In dasselbe Horn stießen auch während der vergangenen Tage Außenminister Mike Pompeo, Finanzminister Steven Mnuchin und zuletzt der Chef des Nationalen Handelsrates Peter Navarro. Man muss kein Hellseher sein, um einzuschätzen, wie Chinas Reaktion auf etwaige „Bestrafungsaktionen“ der USA ausfallen wird. Zumal es China ohnehin schwerfallen dürfte, den USA infolge der Corona-Pandemie die im Rahmen des Handels-Deals versprochenen Güter und Dienstleistungen in einem Volumen von 200 Mrd. USD in diesem und dem kommenden Jahr abzunehmen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein nicht wirklich guter Rat</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende werden die Akteure an den Finanzmärkten auszuloten haben, ob die jüngsten Drohgebärden der USA oder mögliche weitere positive Nachrichten im Rahmen der Corona-Pandemie schwerer wiegen. Aktien-Investoren sollten </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">eher mit erneuten Kurszuwächsen rechnen, las ich gestern vom Strategen einer Investmentbank. Aber man solle sich trotzdem auch gegen böse Überraschungen wappnen, hieß es.<br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Etwas konkreter gestaltet sich die Situation beim Euro, der sich zwar derzeit kurzfristig in einem trendlosen, aber dennoch stabilen Zustand befindet, solange <strong>1,0835</strong> gehalten werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Virus bleibt virulent für die Märkte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 05:51:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzer Schwan]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Corona-Virus hat auch gestern die Schlagzeilen beherrscht und die Finanzmärkte im Griff gehalten. Und einmal mehr scheint der Euro im Verhältnis zum US-Dollar davon nichts mitzubekommen. Dafür umso mehr die Aktien- und Anleihemärkte. Insbesondere wenn man die Entwicklung in den USA betrachtet, sieht es so aus, als hätten etliche Anleger ohnehin für die Aktienmärkte eine technische Korrektur eingeplant. Allein der ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1020)</strong>             Das Corona-Virus hat auch gestern die Schlagzeilen beherrscht und die Finanzmärkte im Griff gehalten. Und einmal mehr scheint der Euro im Verhältnis zum US-Dollar davon nichts mitzubekommen. Dafür umso mehr die Aktien- und Anleihemärkte. Insbesondere wenn man die Entwicklung in den USA betrachtet, sieht es so aus, als hätten etliche Anleger ohnehin für die Aktienmärkte eine technische Korrektur eingeplant. Allein der Anlass dafür war vor ein paar Tagen noch nicht bekannt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11540" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/28012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/28012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/28012020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zwei schwarze Schwäne in einem Monat</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Genau genommen handelt es sich, wenn man schon in Bildern sprechen möchte, um den zweiten schwarzen Schwan des Monats. Der erste verschwand relativ schnell wieder, als klar war, dass die Spannungen im US-iranischen Konflikt infolge der überraschenden Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimanis durch einen US-Drohnenangriff am 3. Januar nicht eskalieren würden. Die Auswirkungen an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks blieben überschaubar, und man musste schon sehr fix sein, um bei diesen Korrekturen einen günstigen Einstieg für die darauffolgende Rallye zu finden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dieses Mal steht es etwas anders, zumal die Steigerungsraten bei den an Corona-Viren erkrankten Patienten prozentual noch gewaltig sind. Ganz davon zu schweigen, dass die Situation in China trotz aller Kommunikationsmöglichkeiten für Außenstehende völlig unübersichtlich ist. Selbst wenn die Ausbreitung des Virus – auch außerhalb Chinas – möglicherweise erst in Wochen an Fahrt verlieren wird und sich die menschliche Wahrnehmung damit leichter an die neue Situation anpassen kann, ist  an den Aktienmärkten dieses Mal eine schlagartige Rückkehr zum gewohnten Rallye-Modus nicht so leicht möglich. Mit anderen Worten: Der zweite schwarze Schwan des Monats Januar, das Corona Virus, wird uns vermutlich noch länger beschäftigen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Short-squeeze bei US-Staatsanleihen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumal es an den (US)-Anleihemärkten zu einer regelrechten Short-squeeze gekommen ist. Aber nicht erst seit dem vergangenen Freitag befinden sich etwa die Kurse zehnjähriger Treasuries im kurzfristigen Aufwärtstrend und damit folgerichtig deren Rendite in einer Abwärtsbewegung. Ja, die Renditen sind bereits seit dem 8. Januar, als klar wurde, dass der US-Iran-Konflikt nicht eskalieren würde, entgegen der vorherrschenden Marktmeinung nicht mehr zusammen mit den Aktienmärkten gestiegen. Tatsächlich dürfte der Renditerückgang bereits vor Ausbreitung der Corona-Virus-Angst in den Medien viele Akteure auf dem falschen Fuß erwischt haben. Und das, was wir diesbezüglich seit vergangenem Freitag erlebt haben, war bereits die Verstärkung eines beginnenden Trends. Ein Trend mit Nebenwirkungen. Denn die Zinsstrukturkurve verläuft nun in einem größeren Abschnitt wieder invers. Und der viel beachtete Renditeabstand zwischen US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit gegenüber dreimonatigen T-Bills – als ein Rezessionsvorbote, sofern negativ – betrug gestern nur noch 6 Basispunkte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während infolge der aufgekommenen Risikoaversion Schweizerfranken und Yen naturgemäß gegenüber dem Euro gut nachgefragt waren, blieb dessen Handelsrange gegenüber dem Greenback mit rund 30 Stellen gestern geradezu unauffällig. An der Gesamtsituation der Gemeinschaftswährung hat sich allerdings nichts geändert: Wie bereits an den Tagen zuvor dürfte sich die latente Euro-Schwäche verstärken, falls 1,0980 (keine Unterstützung) nicht gehalten werden kann. Der Stabilitätspunkt liegt auf der anderen Seite mit <strong>1,1115</strong> noch einmal etwas niedriger.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Miese Stimmung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/miese-stimmung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2019 05:57:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufsmanagerindices]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Kalter Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr und mehr scheint sich für viele Kommentatoren herauszukristallisieren, dass es sich mit dem US-chinesischen Handelskonflikt nicht nur um ein Ereignis mit ökonomischen Folgen handelt. Vielmehr wird der Konflikt mancherorts mittlerweile als eine Art...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1180)</strong>             Möglicherweise wäre der gestrige Donnerstag anders verlaufen, wenn der vorläufige Gesamtindex der Einkaufsmanager (PMI, Markit) in der Eurozone gegenüber dem Vormonat etwas stärker angezogen und zumindest der Reuters-Konsens-Erwartung von 51,8 Punkten entsprochen hätte. Tatsächlich lag er aber etwas niedriger. Vielleicht hätte man in einem anderen politischen Umfeld gar kein allzu großes Aufhebens um diese Zahlen gemacht. Aber der Teufel steckt im Detail, sprich in den Teil-Indices. Denn der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes war nicht nur leicht rückläufig, sondern bleibt mit 47,7 im Kontraktionsbereich. Aber auch der PMI der Dienstleister hat sich nicht verbessert. Vor allen bei den Neuaufträgen für Unternehmen in der Eurozone wird von Stagnation berichtet, <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10597" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/24052019.jpg" alt="" width="150" height="469" />und die Exportaufträge sind weiterhin auf dem Rückzug. Vielleicht wäre auch die Stimmung zumindest bezüglich der ökonomischen Daten gar nicht so schlecht gewesen, wenn nicht auch noch der ifo-Geschäftsklimaindex hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückgeblieben wäre. Mit anderen Worten: Das Sentiment in der deutschen Wirtschaft schwächt sich – wenn auch, im Vergleich zum Vormonat, nicht dramatisch – weiter ab.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Von historischer Tragweite?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es waren nicht nur jene Wirtschaftsdaten, die gestern zumindest bis zum Nachmittag auf dem Euro lasteten. Denn mehr und mehr scheint sich für viele Kommentatoren herauszukristallisieren, dass es sich mit dem US-chinesischen Handelskonflikt nicht nur um ein Ereignis mit ökonomischen Folgen handelt. Vielmehr wird der Konflikt mancherorts mittlerweile als eine Art Flächenbrand gesehen, der zu einer neuen Form des Kalten Krieges führen könnte. Also eine Entwicklung von historischer Tragweite, die von den Finanzmärkten, vor allen Dingen den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks, immer noch unterschätzt zu werden scheint. Immerhin reagierte nun auch der Euro, wenn auch schleppend, und testete gestern die Untergrenze seiner Seitwärtsentwicklung bei 1,1110 – viel mehr als ein marginal niedrigeres Jahrestief kam dabei aber auch nicht heraus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">S<strong>chlechte Stimmung auch in den USA</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Spätestens am Nachmittag wurde deutlich, dass nicht nur die Einkaufsmanagerindices hierzulande enttäuschten. Auch in den USA blieben die vorläufigen Einkaufsmanagerindices für den Monat Mai (Industrie 50,6, Dienstleister 50,9), sogar deutlich hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück. Auch der Rückgang gegenüber dem Vormonat fiel stärker als derjenige der Eurozone aus. Bemerkenswert übrigens: Der Index der Neuaufträge des verarbeitenden Gewerbes befand sich nach den vorläufigen Berechnungen sogar zum ersten Mal seit August 2009 unterhalb der 50er-Trennlinie zwischen Expansion und Kontraktion. Per Saldo hatten die USA in Sachen schlechter ökonomischer Nachrichten zumindest gestern den Euroraum sogar überholt.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Folgerichtig konnte der Euro innerhalb zweier Stunden im Rahmen einer überfälligen heftigen Short-squeeze seine Verluste des Tages mehr als wettmachen. Nicht zuletzt, weil der Versuch der Händler, mit der Brechstange die Untergrenze der gedachten Konsolidierungszone zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> (modifiziert) endgültig zu knacken (vgl. Hinweis), misslungen war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Dampf ist aus dem Kessel (DAX-Sentiment)</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/der-dampf-ist-aus-dem-kessel-dax-sentiment/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 16:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man muss sich nur einmal anschauen, was die Börsianer hierzulande bewegt. Momentan dürften sie sicherlich stark beeinflusst von der Entwicklung an den US-Aktienmärkten sein. Das Scheitern der Gesundheitsreform von US-Präsident Donald Trump, das mit seinen möglichen Konsequenzen durchaus für Ungemach und weitaus größere Abwärtskorrekturen als die erlebten bei S&#38;P 500 und DAX gut gewesen wäre, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9462 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/03/Senti_29032017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Man muss sich nur einmal anschauen, was die Börsianer hierzulande bewegt. Momentan dürften sie sicherlich stark beeinflusst von der Entwicklung an den US-Aktienmärkten sein. Das Scheitern der Gesundheitsreform von US-Präsident Donald Trump, das mit seinen möglichen Konsequenzen durchaus für Ungemach und weitaus größere Abwärtskorrekturen als die erlebten bei S&amp;P 500 und DAX gut gewesen wäre, hat nur für Rücksetzer gesorgt, die die Mehrheit der hiesigen Börsen-Bären sicherlich nicht in Verzückung geraten ließ.</p>
<p>Stattdessen gab es eine heftige aufwärtsgerichtete Gegenbewegung, die durchaus die Charakteristika einer sogenannten Shortsqueeze aufwiesen. Ursache soll angeblich das erheblich höher als erwartet ausgefallene US-Verbrauchervertrauen gewesen sein, das unter normalen Umständen eigentlich nicht wirklich kursbewegend ist. Aber für Nervosität bedarf es nur eines kleinen Anlasses, und der war dann schnell gefunden. Ob die bearishen Daxianer hierzulande auch panisch zurückgekauft haben und ob wir bereits zu hoch fliegen, erfahren Sie in meinem Kommentar für die Börse Frankfurt <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Kapitulation-der-Pessimisten-2262449" target="_blank"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a>.</p>
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		<title>Wann kommt der erste Flash Bounce?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 07:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[fat fingers]]></category>
		<category><![CDATA[Flash Bounce]]></category>
		<category><![CDATA[Flash Crash]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich in Aktien tummelt befindet sich offensichtlich im falschen Markt. Zumindest aus Sicht dessen, der bei Sotheby‘s New York Gerhard Richters Gemälde „Domplatz, Mailand“ für umgerechnet knapp 29 Millionen Euro verkaufen konnte. Aber auch vor den Preisen anderer Bilder scheinen Investoren kein Halten zu kennen, denn das teuerste Bild auf dieser Versteigerung ging letztlich für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich in Aktien tummelt befindet sich offensichtlich im falschen Markt. Zumindest aus Sicht dessen, der bei Sotheby‘s New York Gerhard Richters Gemälde „Domplatz, Mailand“ für umgerechnet knapp 29 Millionen Euro verkaufen konnte. Aber auch vor den Preisen anderer Bilder scheinen Investoren kein Halten zu kennen, denn das teuerste Bild auf dieser Versteigerung ging letztlich für 43,8 Millionen US-Dollar über den Tisch. Obwohl damit gleich mehrere Auktions-Rekorde fielen, blieben 64 Werke liegen, aber dennoch kennt das Interesse für Sachwertanlagen offenbar keine Grenzen – hohe Renditen locken, sofern man sich für die richtigen Gemälde entschieden hat. Was aber richtig ist, entscheidet sich möglicherweise erst Jahre oder Jahrzehnte später. Und all das, was in der Zwischenzeit keine Abnehmer gefunden hat, interessiert auch nicht die Medien.</p>
<p>Wenig Interesse scheint es bei den Investoren derzeit auch für deutsche Aktien zu geben, wobei von Privatanlegern immer wieder die schlechten Erfahrungen der vergangenen Jahre als Hinderungsgrund für größere Engagements hierzulande ins Feld geführt werden. Derzeit sind Crash-Storys und Horrorszenarien aufgrund der DAX-Performance zwar in den Hintergrund getreten, aber die Anleger interessieren sich für jene viel mehr, als für positive Nachrichten. Erst neulich sagte mir wieder ein Bekannter, er habe ganz einfach davor Angst, der Aktienmarkt könne womöglich im Zuge eines Flash-Crashs innerhalb weniger Minuten sofort mehrere Prozent an Wert verlieren. Immerhin: Für einen Flash-Crash muss es genügend Long-Positionen geben, die man aus dem Markt herausschießen kann und die sind derzeit nicht in großem Umfang zu sehen. Vielmehr wird die Hausse von (langfristigem) ausländischem Kapital getragen. Darauf deuten auch die gestern veröffentlichten US-TIC-Daten für den März hin, wonach die monatlichen US-Käufe ausländischer Dividendenpapiere ein neues monatliches Allzeithoch erreichten.</p>
<p>Leider sorgt die grundsätzliche Asymmetrie zwischen Long- und Shortpositionen dafür, dass der Aktienmarkt nicht plötzlich einmal um 5 Prozentpunkte in einer Viertelstunde nach oben schießen kann, etwa weil so viele gegen den Trend halten. Schade, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal zu einer richtigen Explosion zum Positiven, einem <i>Flash Bounce</i> kommen kann. Nein, auf dieser Seite des Aktienmarktes gab es bislang auch keine <i>fat fingers</i> die mal die Aktienkurse so richtig springen ließen und so bleiben uns halt nur die altbekannte Short Squeeze.</p>
<p>Ob uns eine solche Squeeze ins Haus steht? Zumindest möchte niemand über steigende Kurse am Aktienmarkt sprechen und freuen tut sich auch kaum jemand, wenn der DAX neue historische Höchststände markiert. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich, im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo ich gern und viel Taxi gefahren bin, angesichts meines kurzen Weges zum Arbeitsplatz zu häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewege, um Börsengeflüster überhaupt wahrnehmen zu können. Immerhin gibt es mit der Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt noch ein zuverlässiges Tool, wenigstens die Stimmung der institutionellen Anleger zu erfassen – mein Mitstreiter Gianni Hirschmüller hat dazu <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+baeren+droht+genickstarre+51078">einen Kommentar (hier)</a> verfasst, während  ich mich dieses Mal um die <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+baeren+droht+genickstarre+51078#reiter=detailanalyse">Analysedetails</a> (hier) gekümmert habe.</p>
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