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	<title>Negativzinsen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Trotz schlechter Stimmung zuletzt erholt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2020 15:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Inflationserwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man könnte die abgelaufene Handelswoche auch als eine Woche der schlechten Stimmung bezeichnen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Aktienmärkte in der Vorperiode noch „irritierend robust“ präsentiert hatten.  Einer Investoren-Umfrage von Evercore ISI zufolge gehen nicht einmal 25 Prozent der Befragten davon aus, dass die nächste 10-Prozent-Bewegung an den US-Aktienmärkten eine Aufwärtsbewegung sein wird. Und selbst am vergangenen Freitag schienen vielen Kommentatoren und Marktteilnehmern die Aktienkurse – vornehmlich in den USA – noch nicht tief genug gefallen zu sein. In der hiesigen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0815)</strong>             Man könnte die abgelaufene Handelswoche auch als eine Woche der schlechten Stimmung bezeichnen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Aktienmärkte in der Vorperiode noch „irritierend robust“ präsentiert hatten.  Einer Investoren-Umfrage von Evercore ISI zufolge gehen nicht einmal 25 Prozent der Befragten davon aus, dass die nächste 10-Prozent-Bewegung an den US-Aktienmärkten eine Aufwärtsbewegung sein wird. Und selbst am vergangenen Freitag schienen vielen Kommentatoren und Marktteilnehmern die Aktienkurse – vornehmlich in den USA – noch nicht tief genug gefallen zu sein. In der hiesigen <em>Wirtschaftswoche</em> online<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> wurde am Freitag gar auf mysteriöse Käufer hingewiesen.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12007" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/18052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/18052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/18052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was die Entwicklung des Dollar angeht, konnte man interessanterweise den Montag als den Tag der größten Risikoaversion ausmachen: Es war der Tag, an dem der Greenback gegenüber einem Korb verschiedener Valuten, gemessen am Dollar-Index, den größten Anteil an seinem 1,3 prozentigen Wochengewinn erzielen konnte. Interessanterweise verlor der Euro gegenüber dem Dollar im Vergleich dazu gerade einmal 0,2 Prozent. Wahrscheinlich, weil vielen Akteuren durch einen Artikel des Wall Street Journal klar wurde, dass es so schnell wohl nichts mit negativen Leitzinsen in den USA werden würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fragwürdige Schuldzuweisung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Umso erstaunlicher war es, dass ausgerechnet die US-Aktienmärkte erst einen Tag später mit Abverkauf auf diese Nachricht reagierten, so als ob man dortzulande erst einmal abwarten wollte, ob die Botschaft des vorgenannten WSJ-Artikels von Fed-Chef Jerome Powell noch einmal bestätigt werden würde. Dieser hatte nämlich im Rahmen eines Online-Seminars Negativzinsen in den USA eine klare Absage erteilt. Und für viele Kommentatoren war sofort der Fed-Chef als Sündenbock ausgemacht, der für die Schwäche an den Aktienmärkten herhalten musste.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist es aus meiner Sicht viel eher der Trump-Administration anzulasten, dass die Aktienkurse an Boden verloren haben. Denn die Spannungen im wieder aufgeflammten US-chinesischen Handelsstreit erhielten neue Nahrung. Nicht nur weil sich immer deutlicher abzeichnete, dass die Trump-Administration möglicherweise die US-amerikanischen Kapitalströme in Richtung China begrenzen möchte. Vielmehr haben die USA zuletzt schärfere Sanktionen gegen den chinesischen Smartphone-Anbieter und Netzausrüster Huawei angekündigt. Per Freitagabend waren es dann aber die US-Aktienmärkte, die die Woche erholt und lediglich mit einem Verlust von 1,8 Prozent, gemessen am S&amp;P 500, beendeten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Steigende US-Inflationserwartungen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Über die Wirtschaftsdaten vom Freitag wollte ich eigentlich gar nicht berichten. Weder über die erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im ersten Quartal (-3,2 Prozent gegenüber Vorquartal) noch über die miserablen US-Einzelhandelsumsätze des Monats April. Auch nicht über andere wichtige Fundamentaldaten wie die US-Industrieproduktion etc.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber dann hat doch noch ein Wirtschaftsdatum mein Interesse erweckt. Vor allem, weil viele Investoren zurzeit die Frage umtreibt, ob wir als Auswirkung der COVID-19-Krise eher mit einer Deflation oder einer Inflation zu rechnen haben. Darauf gibt es wohl mangels ähnlicher Erfahrung aus der Vergangenheit naturgemäß bis jetzt keine endgültige Antwort. Die Rede ist von der Stimmungsumfrage der Uni Michigan. Dabei spielte es keine Rolle, dass die erste Schätzung zum Verbrauchervertrauen besser als vom Mittel der Ökonomen erwartet ausgefallen war. Viel interessanter scheint mir, dass die Inflationserwartungen der Konsumenten deutlich angezogen haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Teure Lebensmittel </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Mittel erwarten nämlich die befragten Verbraucher auf Sicht von einem Jahr einen kräftigen Anstieg der Preise von 2,1 auf 3,0 Prozent. Auch die langfristigen Inflationserwartungen auf Sicht von fünf Jahren bewegten sich deutlich nach oben. Möglicherweise, weil die Preise für Lebensmittel (vor allem für Fleisch!) im April gegenüber dem Vormonat so stark wie zuletzt vor 46 Jahren gestiegen waren. Die Kernrate (ohne Lebensmittel- und Energiepreise) war übrigens im gleichen Zeitraum mit einem Minus von 0,4 Prozent (ebenfalls ggü. Vm) so stark wie noch nie gefallen. Aber die Betonung bei den Inflationserwartungen liegt auf jeden Fall auf „langfristig“, denn kurz- und mittelfristig dürften viele Verbraucher angesichts der hohen Arbeitslosigkeit kaum in der Lage sein, mit dem ihnen aktuell zur Verfügung stehenden Geld größere Konsumausgaben zu tätigen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">An der Position des Euro hat sich unterdessen wenig geändert: Die Gemeinschaftswährung bleibt trendlos mit einer kleinen Neigung zur Schwäche, die erst oberhalb von 1,0915/20 ausgeräumt werden dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> <a href="https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/riedls-dax-radar-mysterioese-rettung-vor-dem-kursabsturz-in-letzter-sekunde/25833478.html">https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/riedls-dax-radar-mysterioese-rettung-vor-dem-kursabsturz-in-letzter-sekunde/25833478.html</a></span></p>
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		<title>Powell sagt Nein zu Negativzinsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 04:48:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Deviseninterventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es sind nach wie vor nicht die Wirtschaftsdaten, die die Devisen- und Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bewegen. Und obwohl die von Fed-Chef Jerome Powell gestern mit Spannung erwartete vorgefertigte Rede, die er auf Einladung des Peterson Institute for International Economics im Rahmen eines Online-Seminars hielt, eigentlich überhaupt keine großen Überraschungen beinhaltete, gab es im Anschluss dennoch Anzeichen für eine gestiegene Risikoaversion an den Finanzmärkten zu beobachten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-sagt-nein-zu-negativzinsen/">Powell sagt Nein zu Negativzinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0805)</strong>            Es sind nach wie vor nicht die Wirtschaftsdaten, die die Devisen- und Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bewegen. Und obwohl die von Fed-Chef Jerome Powell gestern mit Spannung erwartete vorgefertigte Rede, die er auf Einladung des Peterson Institute for International Economics im Rahmen eines Online-Seminars hielt, eigentlich überhaupt keine großen Überraschungen beinhaltete, gab es im Anschluss dennoch Anzeichen für eine gestiegene Risikoaversion an den Finanzmärkten zu beobachten.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11997" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/14052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/14052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/14052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Weitere fiskalische Unterstützung nötig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings kann man sich schwer vorstellen, dass Powells Ausführungen zum schlechten Zustand der US-Wirtschaft großes Erstaunen bei seinen Zuhörern ausgelöst haben dürften. Auch bei der sich anschließenden Frage-und-Antwort-Runde, die online ablief, machte der Fed-Chef noch einmal seinen Standpunkt und den seiner Kollegen vom Offenmarktausschuss deutlich: Negative Leitzinsen werden zurzeit nicht als attraktives geldpolitisches Werkzeug eingestuft. Vielmehr führte Powell gestern aus, dass die Notenbank über effektive Werkzeuge zur Bewältigung der Krise verfügen würde. Aber er machte auch deutlich, dass er mit der Zeit noch mehr fiskalische Unterstützung für notwendig halte. Kurzum, der Kongress müsse wahrscheinlich noch mehr Geld ausgeben; selbst wenn dabei die Staatsverschuldung bzw. das -defizit noch einmal erhöht werden müssten.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kaum sichtbare Kapitalströme beim Schweizer Franken </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest zeitgleich mit Powells Absage an negative Leitzinsen konnten sich die typischen Fluchtwährungen Dollar und vor allem der Yen befestigen. Beim Schweizer Franken sind indes derartige Bewegungen kaum sichtbar, da die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro gegenüber dem Franken bei einer gedachten Linie von 1,05 CHF durch Interventionen stützen dürfte. Für diese Sichtweise spricht zumindest teilweise der Anstieg der bei der SNB unterhaltenen Sichteinlagen der Geschäftsbanken. Diese sind allein in den vier Wochen bis zum 8. Mai um 35 Mrd. CHF gestiegen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Risikoaversion nochmals gestiegen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Risikoaversion bei mittelfristig orientierten Aktienmarktteilnehmern ebenfalls noch einmal leicht gestiegen ist, zeigt übrigens die gestrige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt. Denn der dabei ermittelte Sentiment-Index ist noch einmal um 5 Punkte auf einen Stand von -23 gefallen. Wie ich das kommentiert habe, können Sie übrigens <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/c6a345fc-a98b-4d54-a0dc-d2320e298913" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong> nachlesen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Durch die gestern wieder aufgeflammte leichte Dollarstärke hat es der Euro abermals verpasst, sein stabilisierendes Niveau an der Oberseite in Angriff zu nehmen. Dieser Kursbereich liegt immer noch bei <strong>1,0915/20</strong>. Durch den gestrigen Rückgang hat sich die Position der Gemeinschaftswährung sogar leicht verschlechtert, da die Unterseite im Vergleich zu den Vortagen nicht mehr so gut durch etwaige kurzfristige Nachfrage geschützt ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-sagt-nein-zu-negativzinsen/">Powell sagt Nein zu Negativzinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Investmentpläne auf Eis gelegt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2020 04:59:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Investmentbeschränkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein nicht gerade aufregender Devisen-Handelstag liegt hinter uns. Allerdings könnte man das zumindest, was die Entwicklung des Euro gegenüber dem Dollar angeht, auch anders sehen. Nun ist eine Tagesspanne von 100 Stellen nicht gerade aufsehenerregend, aber die Art und Weise, wie diese zustande kam, vielleicht doch: Zumindest wurden kurzfristig orientierte Euro-Baissiers zu Beginn des Tages so richtig verladen. Die Gründe...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/investmentplaene-auf-eis-gelegt/">Investmentpläne auf Eis gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0850)</strong>             Ein nicht gerade aufregender Devisen-Handelstag liegt hinter uns. Allerdings könnte man das zumindest, was die Entwicklung des Euro gegenüber dem Dollar angeht, auch anders sehen. Nun ist eine Tagesspanne von 100 Stellen nicht gerade aufsehenerregend, aber die Art und Weise, wie diese zustande kam, vielleicht doch: Zumindest wurden kurzfristig orientierte Euro-Baissiers zu Beginn des Tages so richtig verladen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11988" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/13052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/13052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/13052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trump will Negativzinsen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Gründe für die dahinter stehende Dollarschwäche liegen für viele Kommentatoren auf der Hand. So sollen Fortschritte bei der COVID-19-Forschung die Risikofreude der Akteure beflügelt haben. Da halte ich den gestrigen Ruf Donald Trumps nach negativen US-Leitzinsen schon für etwas stichhaltiger. Auch wenn keineswegs davon auszugehen ist, dass sich Fed-Chef Jerome Powell in seiner Rede, die er heute auf Einladung des Peterson Institute for International Economics in einem Online-Seminar halten soll, für einen Schritt in diese Richtung aussprechen wird.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Anweisung von höchster Stelle</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bedeutsamer ist meines Erachtens eine gestern publizierte Empfehlung der Trump-Administration gegenüber einer staatlichen Versorgungskasse. Dem Chef des Federal Retirement Thrift Investment Board wurde nämlich nahegelegt, alle Engagements in chinesischen Aktien umgehend zu stoppen. Investmentaktivitäten, die im Rahmen einer vor mehr als zwei Jahren beschlossenen Neuordnung eines Fonds der Versorgungskasse vorgesehen waren.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>…keine Investments in…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das 50 Mrd. USD schwere Fondsvermögen sollte nämlich – wie erst im November vergangenen Jahres noch einmal bestätigt – mit Beginn des kommenden Monats eine weltweite Aktienbenchmark<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a> abbilden, bei der China das drittgrößte Gewicht innehat. In dem von Larry Kudlow, dem ökonomischen Chefberater Donald Trumps, und dem nationalen Sicherheitsberater Robert O’Brien verfassten Schreiben wird nämlich – neben verschiedenen anderen Bedenken – China für die Verschlimmerung der COVID-19-Pandemie verantwortlich gemacht.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>…chinesische Aktien</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird in der Trump-Administration nicht erst seit gestern über eine mögliche Beschränkung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China diskutiert. Bereits Anfang Oktober vergangenen Jahres habe ich über derartige Absichten (<a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/10/02/die-rueckkehr-der-gerufenen-geister/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;"><strong>HIER</strong></span>)</a> berichtet. Damals soll gut informierten Quellen zufolge die Administration diesbezüglich mehrere Optionen durchgespielt haben. Eine bestand zum Beispiel darin, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an den US-Börsen handeln zu lassen, eine andere lief darauf hinaus, Engagements amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen. Damals beteuerte die Sprecherin des US-Finanzministeriums, Monika Crowley, dass es die Administration nicht in Betracht ziehe, chinesische Aktiengesellschaften von den US-Aktienmärkten auszuschließen. Auch der als politischer Falke bekannte Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, setzte damals diesem Dementi noch einen drauf und bezeichnete in einem denkwürdigen Fernsehinterview mit CNBC die Medienberichte bezüglich geplanter Investment-Beschränkungen für China als „unverantwortlich“ und als Fake News.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Frühere Drohung wahrgemacht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Die Drohung steht nun einmal seit Herbst vergangenen Jahres im Raum, und es ist daher nicht verwunderlich, dass sie gestern dennoch umgesetzt wurde. Ob es nun weitere Maßnahmen geben wird, um den Kapitalfluss nach China abzuwürgen? Ein Schritt, der von vielen Finanzmarktakteuren bereits seinerzeit als gefährlich eingestuft wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Etwaige Folgen für den US-chinesischen Handelskonflikt habe ich damals übrigens <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/29/kurzer-blick-in-pandoras-buechse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong> ausgeführt. Einmal mehr zeigt sich, dass es für manche Marktteilnehmer durchaus sinnvoll sein mag, mögliche Dollar-Engagements zu überdenken.   Nicht zuletzt deswegen blieb der Euro gefragt, wenngleich der Stabilisierungspunkt nach wie vor erst bei <strong>1,0915/20</strong> zu finden ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<strong>1</strong>]</a> Es geht bei der Benchmark um den MSCI-All Country World ex-USA Index</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/investmentplaene-auf-eis-gelegt/">Investmentpläne auf Eis gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>„Cash is trash“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2020 15:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alles sei wie erwartet gekommen und [würde] keine Überraschung [darstellen]. So äußerte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag im Sender Fox News über den US-Arbeitsmarktbericht. Wir dürfen gespannt sein, ob es Trump gelingen wird, die verlorenen Arbeitsplätze wieder zurückzubringen. Zumindest stellte er dies im gleichen Zuge in Aussicht. Denn im April sind immerhin 20,5 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft weggefallen, so dass die Arbeitslosenquote auf 14,7 Prozent sprang. Kurzum: Es handelt sich um eine "Tragödie historischen Ausmaßes". Ein Ausmaß...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/cash-is-trash/">„Cash is trash“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0840)</strong>             Alles sei wie erwartet gekommen und [würde] keine Überraschung [darstellen]. So äußerte sich US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag im Sender Fox News über den US-Arbeitsmarktbericht. Wir dürfen gespannt sein, ob es Trump gelingen wird, die verlorenen Arbeitsplätze wieder zurückzubringen. Zumindest stellte er dies im gleichen Zuge in Aussicht. Denn im April sind immerhin 20,5 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft weggefallen, so dass die Arbeitslosenquote auf 14,7 Prozent sprang.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11978" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/11052020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Tragödie historischen Ausmaßes</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Es handelt sich um eine &#8222;Tragödie historischen Ausmaßes&#8220;. Ein Ausmaß, das sowohl der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, als auch der Covid-19-Krisen-Berater und Ökonom Kevin Hassett<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> als „herzzerreißend“ bezeichneten. Beide räumten zwar ein, dass der US-Arbeitsmarkt im kommenden Monat möglicherweise noch schlimmer aussehen könnte. Aber beide Berater zeigten sich auch optimistisch, weil die Entlassungen ihres Erachtens nur temporärer Natur sind. Und in der Tat: Bei 80 Prozent der Stellenstreichungen gibt es den Zusatz „zeitweise“.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte, irritierend robust</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es nicht, dass die Teilnehmer an den Finanzmärkten, insbesondere Aktien-Akteure, das zweite Quartal ökonomisch längst abgeschrieben haben. Aber es ist schon bemerkenswert, dass auf der einen Seite von der schlimmsten wirtschaftlichen Verfassung der USA seit der Großen Depression gesprochen wird. Andererseits präsentieren sich die Aktienmärkte bei gleichzeitig sinkender (impliziter) Volatilität in einer Robustheit, die für viele Akteure irritierend sein dürfte. Selbst wenn man bedenkt, dass sich die Fed Funds möglicherweise bereits Anfang kommenden Jahres – wahrscheinlich auch schon früher – in negativem Terrain bewegen könnten. Zumindest haben dies die Futures-Märkte am Donnerstag schon einmal ganz leicht eingepreist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich kann jeden verstehen, der sich derzeit schwer damit tut, Aktien zu kaufen. Gegenargumente gibt es genug, wenn man etwa die mögliche Einführung negativer Leitzinsen als Indiz für eine kaum mehr beherrschbare Wirtschaftskrise interpretiert. Oder weil sich die Unternehmensgewinne vielerorts im freien Fall befinden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch eine Short-Squeeze?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer sich aber bearish positioniert – die Sentiment-Umfrage der AAII aus den USA bestätigt, dass die Mehrheit der Akteure per vergangenen Donnerstag wieder viel pessimistischer als zuvor geworden ist – muss sich im Klaren darüber sein, dass er die Gegenposition zu Jerome Powell einnimmt. Dem Präsidenten, der denjenigen Institution vorsteht, die das unbegrenzt drucken kann, was man auch im Gegenzug für verkaufte Aktien bekommt: Bar- bzw. Buchgeld. Und davon ist nun einmal sehr viel im Umlauf; und das auch noch verbunden mit der impliziten Drohung, dass die Zinsen weiter sinken werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie wurde Ray Dalio, der Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates, anlässlich des Börsencrashs ob seiner These vom Januar: „Cash is trash“ von Kommentatoren noch bis vor kurzem ausgelacht! Vielleicht zu Unrecht, denke ich, wenn man bedenkt, dass das Volumen der Geldmarktfonds in den vergangenen beiden Wochen laut der BofA auf knapp 5 Billionen USD gestiegen ist. Geld, das zurzeit, so Dalio, etwa 2 Prozent pro Jahr in den USA an Kaufkraft verliert. Man sollte sich also nicht wundern, wenn es an den Aktienmärkten erneut zu einer Short-Squeeze kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ins Niemandsland verbannt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich habe bereits mehrfach erwähnt, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro aus dieser Sicht viel zu stark zu sein scheint. Auf der anderen Seite dürfte es vielen Akteuren schwerfallen, sich in Richtung Euro zu bewegen. Schließlich wird der angesichts des Gerichtsurteils des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe und aufgrund der Uneinigkeit der EU-Regierungen, wie die Lasten der Corona-Krise verteilt werden sollen, von vielen als Wackelkandidat eingestuft. Zumindest die Devisenhändler haben die Gemeinschaftswährung zum Wochenende trendtechnisch – unterhalb von <strong>1,0915/20</strong> in ganz leicht angeschlagener Position – ins Niemandsland verbannt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> Hassett wurde im Zuge der COVID 19-Krise ebenfalls von der Trump-Administration zum Berater ernannt.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/cash-is-trash/">„Cash is trash“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Zwei Landeswährungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 04:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bargeldverbot]]></category>
		<category><![CDATA[e-money]]></category>
		<category><![CDATA[IWF]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einem Medienbericht zufolge möchte die australische Regierung geschäftliche Transaktionen von mehr als 10.000 AUD in barer Form verbieten. In erster Linie, um den Schwarzgeldzahlungen und Steuerhinterziehungen Herr zu werden. Glaubt man indes einem Kommentator, steckt hinter dieser Bargeldbeschränkung aber noch etwas anderes. Und zwar kommt dies dem Bestreben des IWF, Bargeld so weit wie möglich abzuschaffen, entgegen. Aus einem IWF-Blogbeitrag...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwei-landeswaehrungen/">Zwei Landeswährungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1085)</strong>             Eigentlich haben wir es doch schon längst geahnt. Das Einlenken von US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel war wohl wieder nur ein Teil der typischen Strategie der Administration Trump, drei Schritte aggressiv voranzugehen, um dann gelegentlich einen davon scheinbar zurückzunehmen. So ließ etwa das chinesische Außenministerium gestern verlauten, man wisse nichts von irgendwelchen Telefonanrufen mit den USA in Sachen Handelskonflikt. Kurzum: Was sich im Gefolge des G7-Gipfels im französischen Biarritz noch gut angefühlt hatte, erwies sich gestern wieder mal als pure heiße Luft. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von diesem verlängerten Wochenende bleibt also nicht allzu viel an positiven Erkenntnissen zurück. Zurück bleibt auch ein US-Notenbankchef, der von Donald Trump verbal gedemütigt und letztlich auch beleidigt wurde.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11025" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/28082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/28082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/28082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Prominenter Beistand für Jerome Powell </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin bekam Jerome Powell endlich einmal Beistand von prominenter Stelle. Und zwar vom Mitte 2018 aus dem Amt geschiedenen früheren Chef der Fed von York, William Dudley. Der ehemalige stellvertretende Fed-Präsident forderte nämlich in einer Bloomberg-Kolumne die Notenbank dazu auf, Donald Trump Paroli zu bieten. So solle sich die Fed, deren Ziel es sein müsse, eine gesunde Entwicklung der Wirtschaft zu bewirken, gegenüber Stimulus-Programmen verweigern, die nur dazu dienten, die schädlichen Effekte eines Handelskriegs abzufedern. Stattdessen sollten sich die Entscheider [im Offenmarktausschuss] klarmachen, inwieweit ihre Entscheidungen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr beeinflussen könnten. Dudley ging sogar noch etwas weiter und riet den Fed-Offiziellen, sie müssten explizit erwähnen, dass die Zentralbank nicht einer Regierung aus der Patsche helfen werde, die bei ihrer Handelspolitik fortlaufend Fehler mache. Kurzum: Die Fed müsse Trump unmissverständlich klarmachen, dass er die Konsequenzen seiner Entscheidungen selbst zu tragen habe.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gesellschaft ohne Bargeld</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessantes gab es unterdessen aus Australien zu vermelden. Denn einem Medienbericht zufolge möchte die australische Regierung geschäftliche Transaktionen von mehr als 10.000 AUD in barer Form verbieten. In erster Linie, um den Schwarzgeldzahlungen und Steuerhinterziehungen Herr zu werden. Glaubt man indes einem Kommentator, steckt hinter dieser Bargeldbeschränkung aber noch etwas anderes. Und zwar kommt dies dem Bestreben des IWF, Bargeld so weit wie möglich abzuschaffen, entgegen. Aus einem IWF-Blogbeitrag<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> vom Februar geht nämlich hervor, dass im Falle einer schweren Rezession in der Vergangenheit Zinssenkungen in einer Größenordnung von 3 bis 6 Prozentpunkten erforderlich gewesen seien, um der Krise Herr zu werden. Was nichts anderes bedeutet, als dass bei der nächsten globalen ökonomischen Krise mancherorts theoretisch Minuszinsen in einer Größenordnung notwendig wären, die der frühere IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff (ich schrieb <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/08/20/vom-sinnlosen-sparen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span> bereits schon einmal darüber) einmal mit  -5 Prozent bezifferte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Derart niedrige Zinsen wären natürlich nicht durchzusetzen, wenn private und institutionelle Anleger stattdessen Bargeld horten würden, eine Anlagestrategie, die zwar keine Zinsen bringt, aber eben auch keine kostet. Weswegen Bargeld abgeschafft werden müsste, was aber in einigen Staaten der Welt schlichtweg schwer und schon gar nicht schnell möglich wäre. Bargeld spielt dort (noch) eine zu wichtige Rolle.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wie man hohe Negativzinsen durchsetzen könnte<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber einem Arbeitspapier des IWF zufolge (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3257357" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) könnte man Bargeld immerhin schrittweise abschaffen, indem etwa eine Zentralbank zwei Währungen einführen würde. Elektronisches Geld, sogenanntes e-money, und Bargeld. Und zwischen beiden Systemen gäbe es einen Wechselkurs. Dabei orientiert sich der Zinssatz der Banken für elektronisches Geld am Leitzins der Zentralbank.  Dieser könnte dann auch tief negativ sein. Bargeld könnte dann nur noch zu einem bestimmten Umtauschkurs in e-money umgetauscht werden. Bei Negativzinsen von -4 Prozent würde dieser von der Notenbank festgesetzte Wechselkurs von Bargeld zu e-money im Laufe eines Jahres hierzulande von einem Euro auf 0,96 sinken. Man könnte also einen baren Euro nur noch gegen einen Abschlag auf sein Konto einzahlen. Gleichzeitig würde Bargeld als Zahlungsmittel peu à peu an Wert und Kaufkraft verlieren, so dass es sich nicht mehr lohnen würde, Bargeld zu horten. Ob sich diese Idee auch auf das Horten von Gold übertragen ließe?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich würde das Vorhaben auf großen Widerstand stoßen, ganz davon abgesehen, ob es rechtlich überhaupt durchsetzbar wäre. Und wenn doch, könnte eine Zentralbank Minuszinsen in großem Stil einführen, um die Wirtschaft zu retten. Allerdings wäre unsere Vorstellung von Geld dann vermutlich eine völlig andere. Vielleicht gibt es ja dann auch negative Mieten: Der Vermieter zahlt dem Mieter etwas fürs Wohnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen von dieser IWF-Studie und den daraus resultierenden beängstigenden Gedankenspielen hat sich der Euro auch gestern kaum bewegt, bleibt aber oberhalb von <strong>1,1075 </strong>stabil und innerhalb seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1010/15 </strong>und <strong>1,1350 </strong>verhaftet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://blogs.imf.org/2019/02/05/cashing-in-how-to-make-negative-interest-rates-work/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cashing In: How to Make Negative Interest Work</a></span></p>
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		<title>Vom sinnlosen Sparen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2019 04:45:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[mentale Kontoführung]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustaversion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist gut drei Jahre her, dass die Rendite der deutschen Bundesanleihen erstmals unter die Nulllinie fiel. Etwa zu jener Zeit machte ein kaum vorstellbares Szenario, das der Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff für den Fall eines Ausbruchs einer neuen Finanzkrise aufzeigte, von sich reden: drastische Minuszinsen von -5 oder -6 Prozent und eine weitgehende Bargeldabschaffung. Maßnahmen, deren Erfolg...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/vom-sinnlosen-sparen/">Vom sinnlosen Sparen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1090)</strong>             Es ist gestern ruhig geblieben im Devisenmarkt. Vielleicht auch wegen fehlender wichtiger ökonomischer Daten. Aber die Stimmen aus dem EZB-Rat mehren sich, dass man womöglich bereits für die September-Sitzung angesichts drohender Wachstumsschwäche oder gar einer Rezession in der Eurozone mit einem massiven Stimulus-Paket rechnen kann. Unterdessen hat die Rendite der Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit mit -0,72 Prozent am vergangenen Freitag den niedrigsten Stand aller Zeiten markiert. Wo soll die Reise da noch hingehen?<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10986" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/20082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/20082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/20082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es ist gut drei Jahre her, dass die Rendite der deutschen Bundesanleihen erstmals unter die Nulllinie fiel. Etwa zu jener Zeit machte ein kaum vorstellbares Szenario, das der Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff für den Fall eines Ausbruchs einer neuen Finanzkrise aufzeigte, von sich reden: drastische Minuszinsen von -5 oder -6 Prozent und eine weitgehende Bargeldabschaffung. Maßnahmen, deren Erfolg kaum gesichert scheint. Und Maßnahmen, die die meisten Menschen nicht verstehen werden, schrieb ich damals. Vor allem hätte dies für viele ältere Menschen gegolten, die Sparsamkeit immer noch für die größte Tugend halten und nicht verstehen können, dass man dafür nicht mehr belohnt, sondern mit Negativzinsen sogar bestraft wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gab Zeiten, da gab es noch Staatsanleihen mit einem Coupon von 4 Prozent p. a. im Wertpapierdepot, und manch einer konnte sich so die eine oder andere Ausgabe leisten, die er sich sonst nicht gestattet hätte. Und es gab viele Sparer in Deutschland, die eine weitverbreitete Strategie verfolgten, bei der sie unbewusst nicht nur für das gesamte Kapital, sondern auch für jede einzelne Zinszahlung ein eigenes Konto (bekannt unter dem Begriff „mentale Konten“) eröffneten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ausgegeben statt gespart</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Egal, wie gering diese Zinszahlungen waren – viele Menschen erlebten diese stets als einen Gewinn. Und deswegen hatte man auch kein schlechtes Gewissen, diese Gewinne zu verbrauchen. Dass sich dabei klammheimlich der Wert des Kapitalkontos durch die Inflation verringerte, für deren Ausgleich die Zinsen unter anderem eigentlich gedacht waren, schien man nicht zu bemerken. Denn wenn das Kapitalkonto ohnehin über viele Jahre hinweg oder gar nicht angerührt wird, kann man auch nicht bemerken, dass man für dasselbe Geld über die Jahre immer weniger hätte kaufen können. Dass dieser Wertverlust oft sogar höher ausfiel als die gezahlten Zinsen, wurde vielen Sparern somit nicht bewusst.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Entkleideter negativer Realzins</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Erst als selbst die langfristigen Renditen unter 0 Prozent gefallen waren, begannen viele Menschen zu erkennen, dass so etwas wie eine negative Realverzinsung (Nominalzinsen minus Inflationsrate) eingetreten sein musste. Die hat es natürlich zu früheren Zeiten auch schon gegeben, aber sie wurde angesichts satter Zinserträge nicht wahrgenommen. Denn auch eine fünfprozentige Rendite hätte eine sechsprozentige Geldentwertung durch Inflation nicht wettgemacht. Aber bei null Prozent Zinsen und gleichzeitiger, wenn auch niedriger Inflation, hat der negative Realzins keine Kleider mehr an.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ohne Kenneth Rogoff zu nahe treten zu wollen, der sich von hohen Negativzinsen verspricht, dass die Sparer endlich ihre Konten räumen, und durch die weitgehende Bargeldabschaffung ein natürlicher Fluchtweg versperrt würde, denke ich an die mentalen Konten der Sparer. Da wären nun die jeweiligen Zinskonten, angesichts der Strafverzinsung, jeweils im Soll. Bestrafungen, die die allermeisten Sparer als einen Verlust wahrnehmen. Verluste, die viele von uns wettzumachen versuchen. Strenggenommen müsste man genauso wie bei einer außergewöhnlichen Neuanschaffung jedes Mal an sein Kapital herangehen, um die Minuszinsen auszugleichen. Aber das dürften die verzweifelten Sparer wahrscheinlich vermeiden und zu einer anderen Strategie greifen:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch mehr sparen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">um, so sehe ich das jedenfalls, die Verluste der negativen mentalen Zinskonten wieder wettzumachen. Vielleicht neigt unter diesem Druck der eine oder andere Sparer sogar zu mehr Risikofreude. Aber von Aktien verstehen viele Menschen genauso wenig wie von mentalen Konten. Wie es sich den meisten auch nie erschließen dürfte, dass es überhaupt so etwas wie negative Zinsen gibt. Stattdessen sagt ein Bauchgefühl, dass die Zeiten nur schlechter werden können: Die nächste Krise kommt bestimmt. Und für diesen Fall muss man schon jetzt anfangen, Geld zurückzulegen. Also noch mehr sparen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl der Euro derzeit vielerorts – sicherlich auch zu Recht – schwach geredet wird, gerät er nicht wirklich unter Druck. Geschweige denn, dass sich ein kurzfristiger Abwärtstrend entwickelt. Die Gemeinschaftswährung sieht zwar angeschlagen aus, aber sie fällt nicht. Außerdem reicht das Abwärtspotenzial aus heutiger Sicht ohnehin nur bis <strong>1,1025</strong>. Auf der anderen Seite würde ein Überschreiten von <strong>1,1180</strong> bereits ausreichen, um den Euro zu stabilisieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Der Fluch der Negativzinsen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 14:01:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mentale Konten]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Realzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sparen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein kaum vorstellbares Szenario, das der Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff für den Fall eines Ausbruchs einer neuen Finanzkrise aufzeigt: drastische Minuszinsen von -5 oder -6 Prozent und eine weitgehende Bargeldabschaffung. Maßnahmen, deren Erfolg nicht einmal gesichert ist. Und Maßnahmen, die die meisten Menschen nicht verstehen werden. Das hätte sicherlich auch für meine Schwiegermutter gegolten, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-fluch-der-negativzinsen/">Der Fluch der Negativzinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9129 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/09/Schwarzes-Loch-300x114.jpg" alt="schwarzes-loch" width="300" height="114" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/09/Schwarzes-Loch-300x114.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/09/Schwarzes-Loch-768x293.jpg 768w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/09/Schwarzes-Loch.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist ein kaum vorstellbares Szenario, das der Ex-IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff für den Fall eines Ausbruchs einer neuen Finanzkrise aufzeigt: drastische Minuszinsen von -5 oder -6 Prozent und eine weitgehende Bargeldabschaffung. Maßnahmen, deren Erfolg nicht einmal gesichert ist. Und Maßnahmen, die die meisten Menschen nicht verstehen werden. Das hätte sicherlich auch für meine Schwiegermutter gegolten, wenn sie denn noch am Leben wäre. Und ich frage mich, was sie wohl dazu gesagt hätte.</p>
<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sie sich in ihren letzten Lebensjahren häufig bei mir darüber beklagt hatte, dass sie angesichts der immer niedrigeren Zinsen immer weniger Taschengeld zur Verfügung habe. Damals hatte sie immerhin noch Staatsanleihen mit einem Coupon von 4 Prozent p. a. in ihrem Wertpapierdepot und konnte sich so die eine oder andere Ausgabe leisten, die sie sich sonst nicht gestattet hätte. Ja, die alte Dame stand für mich stellvertretend für viele andere Sparer in Deutschland. Denn sie verfolgte eine weitverbreitete Strategie, bei der sie im Geiste unbewusst nicht nur für das gesamte Kapital, sondern auch für jede einzelne Zinszahlung ein eigenes Konto (bekannt unter dem Begriff „mentale Konten“) eröffnete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ausgegeben statt gespart</strong></p>
<p>Egal, wie gering diese Zinszahlungen waren – meine Schwiegermutter erlebte sie wie viele andere auch stets als einen Gewinn. Und sie hatte deswegen auch kein schlechtes Gewissen, diese Gewinne zu verbrauchen. Dass sich dabei klammheimlich der Wert des Kapitalkontos durch die Inflation verringerte, für deren Ausgleich die Zinsen unter anderem eigentlich gedacht waren, schien sie nicht zu bemerken. Denn wenn das Kapitalkonto ohnehin über viele Jahre hinweg oder gar nicht angerührt wird, kann man auch nicht bemerken, dass man für dasselbe Geld über die Jahre immer weniger hätte kaufen können. Dass dieser Wertverlust oft sogar höher ausfiel als die gezahlten Zinsen, wurde ihr somit nicht bewusst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Entkleideter negativer Realzins</strong></p>
<p>Erst als selbst die langfristigen Renditen unter 0 Prozent gefallen waren, begannen viele Menschen zu erkennen, dass so etwas wie eine negative Realverzinsung (Nominalzinsen minus Inflationsrate) eingetreten sein musste. Die hat es natürlich zu früheren Zeiten auch schon gegeben, aber sie wurde angesichts satter Zinserträge nicht wahrgenommen. Denn auch eine fünfprozentige Rendite hätte eine sechsprozentige Geldentwertung durch Inflation nicht wettgemacht. Aber bei null Prozent Zinsen und gleichzeitiger, wenn auch niedriger Inflation, hat der negative Realzins keine Kleider mehr an.</p>
<p>Ohne Kenneth Rogoff zu nahe treten zu wollen, der sich von hohen Negativzinsen verspricht, dass die Sparer endlich ihre Konten räumen – und für das Geld durch die weitgehende Bargeldabschaffung ein natürlicher Fluchtweg versperrt würde –, denke ich an die mentalen Konten meiner Schwiegermutter. Jene hätte sie, so sie denn noch lebte, nach wie vor beibehalten. Da wären nun die jeweiligen Zinskonten, angesichts der Strafverzinsung, jeweils im Soll. Bestrafungen, die meine Schwiegermutter wie viele andere Sparer stets als einen Verlust wahrnehmen würde. Verluste, die viele von uns wettzumachen versuchen. Strenggenommen, müsste man genauso wie bei einer außergewöhnlichen Neuanschaffung jedes Mal an sein Kapital herangehen, um die Minuszinsen auszugleichen. Aber das hätte meine Schwiegermutter so weit wie möglich vermieden und sehr wahrscheinlich, wie andere verzweifelte Sparer auch, zu einer anderen Strategie gegriffen:</p>
<p><strong>Sie hätte versucht, noch mehr zu sparen –</strong></p>
<p>um, so sehe ich das jedenfalls, die Verluste der negativen mentalen Zinskonten wieder wettzumachen. Vielleicht hätte sie unter diesem Druck sogar zu mehr Risikofreude geneigt. Aber von Aktien verstand sie genauso wenig wie von mentalen Konten. Wie es sich ihr auch nie erschloss, dass es überhaupt so etwas wie negative Zinsen geben könnte. Es wäre ihr Bauchgefühl gewesen, was ihr gesagt hätte, dass die Zeiten nur schlechter werden könnten. Und mit schlechten Zeiten kannte sie sich als Angehörige der Kriegsgeneration aus. Ihre Lehre aus der Geschichte: Die nächste Krise kommt bestimmt. Und für diesen Fall muss man schon jetzt beginnen, Geld zurückzulegen. Also noch mehr sparen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-fluch-der-negativzinsen/">Der Fluch der Negativzinsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Das Goldrennen ist längst eröffnet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 15:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bargeldverbot]]></category>
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		<category><![CDATA[n-tv Telebörse]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es um alternative Formen des Sparens geht, könnte man durchaus davon ausgehen, dass manch einer versuchen würde, sein Konto einfach abzuräumen und stattdessen Bargeld zu horten. Dies dürfte sich jedoch zunehmend schwierig gestalten, denn die Europäische Zentralbank hat ja in der vergangenen Woche beschlossen, gegen Ende 2018 die 500er-Banknote abschaffen zu wollen. Natürlich verlieren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8827 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/05/Fotolia-Mikro-Kopie-300x114.jpg" alt="Fotolia Mikro Kopie" width="300" height="114" />Wenn es um alternative Formen des Sparens geht, könnte man durchaus davon ausgehen, dass manch einer versuchen würde, sein Konto einfach abzuräumen und stattdessen Bargeld zu horten. Dies dürfte sich jedoch zunehmend schwierig gestalten, denn die Europäische Zentralbank hat ja in der vergangenen Woche beschlossen, gegen Ende 2018 die 500er-Banknote abschaffen zu wollen. Natürlich verlieren die violetten Scheine auch nach diesem Datum nicht ihren Wert, so man den Kommentaren vertrauen darf. Vielleicht sind ja demnächst sogar die ohnehin ungeliebten 200er dran – ein Anfang in Richtung Bargeldverbot ist zumindest gemacht.</p>
<p>Und so wundert es auch nicht, wenn nicht erst seit gestern das zu Jahresanfang noch viel geschmähte Gold wieder auf der Einkaufsliste vieler Anleger steht. Nicht umsonst vertrete ich schon seit einiger Zeit die Meinung, dass das gelbe Metall auf dem Weg zu einem Come-back ist. Gerade die Aussicht auf noch tiefere Negativzinsen dürfte manchen Anleger dazu bewegen, zumindest einen Teil seines Vermögens vor einer schleichenden Erosion retten zu wollen.</p>
<p>Vielleicht war dies der Grund, warum ich Frank Meyer wieder einmal zu einem längeren Interview bei der n-tv Telebörse eingeladen hatte. Dabei ging es natürlich um Gold, Bargeldverbote und psychologische Ankerphänomene. Das Interview können Sie <a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/n-tv_mediathek_videos_wirtschaf/Urploetzlich-wollen-alle-Gold-haben-article17680111.html" target="_blank"><strong>HIER</strong></a> sehen.</p>
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		<title>Die magische Nulllinie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 12:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitulation]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Stop-Loss]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist das Unterschreiten der Nulllinie, der Übergang von positiven zu negativen Zahlen, der den Menschen große Schwierigkeiten zu bereiten scheint. Diese Beunruhigung dürfte sich noch verstärken, da die Europäische Zentralbank wahrscheinlich mit dem ohnehin schon negativen Zins für Bankeinlagen noch weiter nach unten gehen wird. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird man seitens der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist das Unterschreiten der Nulllinie, der Übergang von positiven zu negativen Zahlen, der den Menschen große Schwierigkeiten zu bereiten scheint. Diese Beunruhigung dürfte sich noch verstärken, da die Europäische Zentralbank wahrscheinlich mit dem ohnehin schon negativen Zins für Bankeinlagen noch weiter nach unten gehen wird. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird man seitens der Kreditinstitute eines Tages nicht umhin kommen, diesen negativen Zins – Zins ist eigentlich die falsche Bezeichnung – an die Sparer weiterzugeben. Spätestens an dem Tag, an dem deswegen auf dem Kontoauszug die erste Belastung Schwarz auf Weiß ausgewiesen ist, dürften viele Anleger das Gefühl haben, in einer verkehrten Welt angekommen zu sein. Hatte man sich zuvor immerhin schon damit abgefunden, dass Spareinlagen und Tagesgeld gering oder gar nicht verzinst wurden, schien dieser Tag X immer noch in einer fernen, kaum vorstellbaren Zukunft zu liegen. Obwohl offensichtlich ist, dass Sparer schon längst über negative Realzinsen bestraft werden, blendet man gerne solch schwierige Berechnungen aus.</p>
<p>Dass die negativen Zinsen nominal trotzdem so langsam bei uns ankommen, wird etwa daran deutlich, dass etwa die Krankenkassen deswegen 1,8 Millionen Euro im Jahr 2015 verloren haben sollen. Das ist Geld, das letztlich von den Sozialversicherungsbeiträgen der Beitragspflichtigen einbehalten wird. Und zwar nicht nur bei der Kranken-, sondern natürlich auch bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Gemessen am Beitragsaufkommen mag es sich zwar um relativ kleine Beträge handeln, die die meisten von uns eigentlich nicht wahrgenommen hätten, gäbe es da die Medien nicht. Aber bei nominellen Zinsverlusten hört für viele Menschen der Spaß auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Scheckheftgepflegtes Auto für einen Verstorbenen </strong></p>
<p>Die Macht der Nulllinie erfuhr unlängst auch mein Bekannter B. Der hatte nämlich im Jahre 2010 von seinem Vater neben einem Haus auch ein altes Auto und ein Girokonto mit ein paar tausend Euro geerbt. Während die Immobilie längst veräußert wurde, brachte B. es nicht übers Herz, sich von dem Oldtimer, für den ihm niemand mehr als 2.000 Euro anbot, zu trennen. Pietät, liebende und ehrende Erinnerung an den Vater, mögen der eine Grund gewesen sein, aber der Umstand, dass B. nicht den hohen Preis, den er erhofft hatte, erzielen konnte, wog mindestens so schwer.</p>
<p>Und weil sich kein zahlungswilliger Käufer finden wollte, zahlte B. vom geerbten Girokonto brav jedes Jahr Kfz-Steuer und -Versicherung und brachte das betagte Gefährt sogar regelmäßig zum TÜV. Auch kam es für ihn nicht infrage, den Wagen an „irgendjemanden“ zu verkaufen, der vielleicht die Verblendung aus Walnussholz an Schalthebel und Armaturenbrett nicht zu schätzen gewusst und das Gefährt insgesamt nicht in Ehren gehalten hätte. Und so schmolz das Guthaben auf dem Konto langsam zusammen.</p>
<p>Schließlich war es ein kleiner Sollsaldo auf dem Girokonto von gerade einmal 20 Euro, der die Alarmglocken bei B. schrillen ließ. Vergessen war der Vorsatz, das mittlerweile über 20 Jahre alte Automobil des Vaters nur in beste Hände abzugeben. Vergessen waren auch all die jahrelang gezahlten Ausgaben für Steuer, Versicherung und TÜV (versunkene Kosten), weil B. unbedingt an seinem Erbe festhalten wollte.</p>
<p>Plötzlich musste der Wagen ganz schnell weg. Um jeden Preis. Hauptsache, das Girokonto kam wieder ins Haben.</p>
<p>Immerhin hatte die Geschichte etwas Positives: Durch den Übergang auf dem Konto vom Haben ins Soll konnte B. endlich loslassen und mit dem väterlichen Erbe abschließen. Die Nulllinie auf dem Girokonto wirkte wie ein unfreiwilliger Stopp-Loss. So hat sich wieder einmal gezeigt: Menschen empfinden Verluste als viel gravierender und gehen mit ihnen auch ganz anders als mit Gewinnen um.</p>
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		<title>Auf Negativzinsen fixiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2016 09:54:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbergs Thema des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralbankpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das gestern veröffentlichte Protokoll zur Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 26./27. Januar unterstreicht erneut, dass sich die Fed innerlich bereits längst von weiteren Zinserhöhungen für das Jahr 2016 immer weiter verabschiedet. Eigentlich bedarf es nur noch einiger Zeit, bis die Akteure an den Finanzmärkten, die diese Tendenz schon längst vorweggenommen haben, noch mehr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das gestern veröffentlichte Protokoll zur Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 26./27. Januar unterstreicht erneut, dass sich die Fed innerlich bereits längst von weiteren Zinserhöhungen für das Jahr 2016 immer weiter verabschiedet. Eigentlich bedarf es nur noch einiger Zeit, bis die Akteure an den Finanzmärkten, die diese Tendenz schon längst vorweggenommen haben, noch mehr verbale Statements diesbezüglich zu hören bekommen. Genau genommen hat das sogar schon angefangen, wenn etwa gestern James Bullard äußerte, es sei unklug, mit den Zinserhöhungen weiter zu machen. Dies ist derselbe Präsident der Fed von St. Louis, der sich noch vor einem Monat für vier Zinserhöhungen in diesem Jahr stark machte! Dabei ist es nicht die US-Konjunktur die während dieser Zeit einen sichtbaren Schlag ins Kontor bekommen hätte. Vielmehr sind es die Aktienmärkte, die den Entscheidern bei der Fed Sorgen machen. Genau deswegen ist nun James Bullard wie auch schon bei früheren Gelegenheiten verbal zur Stelle.</p>
<p>Ich habe es schon häufiger betont, was etwa ein Einsturz des US-Leitindex S&amp;P 500 von 20 Prozent, ausgelöst durch eine „falsche“ US Notenbankpolitik, für die Superreichen in den USA bedeuten würde. Denn ein Kursrückgang im Aktienmarkt schlägt sich in deren Portfolien überproportional stark nieder. Somit kann ich nur immer wieder den Journalist und Schriftsteller Robert Frank zitieren, der den S&amp;P 500 bereits vor Längerem als das neue Bruttoinlandsprodukt bezeichnete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Politik für die Superreichen</strong></p>
<p>Und es ist angesichts der Verwerfungen am Aktienmarkt bis zum vergangenen Donnerstag kein Wunder, dass sich die Beobachter fragen, ob die US-Notenbank nicht sogar ihre Entscheidung vom vergangenen Dezember zurücknehmen muss und letztlich sich dem Kanon der Europäischen Zentralbank und der Bank von Japan (BoJ) anschließen muss, die sich nun mit Negativzinsen versuchen.</p>
<p>Aber bereits der jüngste Zinsschritt der BoJ in negatives Zinsterrain hat gezeigt, dass die Finanzmärkte dieses Experiment als Verzweiflungstat interpretieren. Einzig hierzulande scheint die Börse vordergründig betrachtet der Fed zuzujubeln, deren Vertreter sich geradezu rührend um den Aktienmarkt kümmern. Aber vielleicht war der Aktienmarkt ohnehin für eine korrektive Erholung überfällig.</p>
<p>Dennoch treibt mich das Thema Negativzinsen um, weil ich Zins im weitesten Sinne eigentlich immer als ein Entgelt für eine Wartezeit begriffen habe, weswegen mir Negativzinsen zutiefst unsinnig erscheinen. Aber vielleicht hat der frühere Chef der Federal Reserve von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, einst eine Obertaube im FOMC, Recht, wenn er nur zögerlich eine Negativzinspolitik mit einer Perspektive bis zu einem Leitzins von minus 3 Prozent unterstützt. Mehr noch, bezeichnet er diese es als ein riesiges Versagen der Fiskalpolitik, dass Zentralbanken zu solchen Mitteln greifen müssten.</p>
<p>Möglicherweise wären staatliche Stimulusprogramme wesentlich erfolgreicher gewesen. Zumindest wäre die Chance erheblich höher, dass das Geld für eine Ankurbelung der Inflation direkt bei den Richtigen angekommen wäre. „<a href="https://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html" target="_blank"><em>Zentralbankpolitik im Zeichen von Negativzinsen</em></a>“ ist übrigens auch mein heutiges Thema des Monats, das ich für die WGZ Bank verfasst habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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