<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Komplexitätsaversion Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/komplexitatsaversion/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/komplexitatsaversion/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>
	<item>
		<title>Wie krank ist Donald Trump?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wie-krank-ist-donald-trump/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/wie-krank-ist-donald-trump/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12565</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wie-krank-ist-donald-trump/">Wie krank ist Donald Trump?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1715)</strong>             Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von starkem Mitgefühl und Gebeten bis hin zu Schadenfreude und dem typischen „Das habe ich kommen sehen“. Und genauso widersprüchlich, wie die Reaktionen am Freitag gewesen sein mögen, haben auch die Teilnehmer an den Finanzmärkten reagiert.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12566" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gespaltene Reaktion…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gaben die Aktienmärkte erst einmal nach, aber längst nicht so stark, wie es einige Kommentatoren zunächst befürchtet hatten. So verlor der US-Aktienindex S&amp;P 500 zur Eröffnung am Freitag 1,7 Prozent, und der hiesige DAX machte von seinem anfänglichen Minus von 1,4 Prozent den größten Teil bis zum europäischen Handelsschluss wieder wett.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die dramatischen Neuigkeiten die Märkte durcheinanderwirbelten, wurden in den Strategieabteilungen der Banken und Investoren bereits alle möglichen Szenarien durchgespielt. Würde Donald Trump bei den Wahlen am 3. November einen emotionalen Bonus aufgrund seines Gesundheitszustandes bekommen? Oder galt er jetzt als geschwächt und daher für viele jetzt nicht mehr wählbar? Wen könnte der US-Präsident vor allen Dingen im „unmaskierten“ Fernsehduell mit seinem Kontrahenten Joe Biden noch angesteckt haben? Was würde passieren, wenn Vizepräsident Mike Pence auch noch positiv auf Corona getestet würde? Droht etwa eine Staats- oder gar Verfassungskrise?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an möglichen Variablen beherrscht die Szenarien, aufgrund derer womöglich wichtige Entscheidungen gefällt werden. Und weil die Informationssituation so komplex ist, herrscht Unsicherheit, die sich bislang aber kaum in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat. Zumindest lässt sich momentan feststellen, dass die zuletzt eher ungünstigen Umfragewerte für Trump und alle anderen für ihn ausgesprochen ungünstigen Themen wie seine verdächtig niedrigen Steuerzahlungen in den vergangenen Jahren in den Hintergrund getreten sind, was für sich betrachtet für den Präsidenten eher von Vorteil sein mag. Entscheidend ist jetzt allein, wie es Trump gesundheitlich geht, und jedes ärztliche Bulletin scheint wichtiger zu sein als alle ökonomischen Daten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Nerven für US-Arbeitsmarktbericht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist auch der US-Arbeitsmarktbericht für September, der normalerweise mit Spannung erwartet wird, völlig in den Hintergrund getreten. Während die Zahlen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP am vergangenen Mittwoch noch besser als erwartet ausgefallen waren, fiel der offizielle Bericht vom Freitag eher durchwachsen aus. Zwar ergab sich ein Zuwachs von 661 Tsd. neu geschaffenen Stellen, der allerdings deutlich hinter der Medianerwartung der Ökonomen von zuletzt 875 Tsd. Stellen zurückblieb. Indes: Die Revisionen für die Monate Juli und August sorgten für zusätzliche 145.000 Tsd. außerhalb der Landwirtschaft. Damit bewahrheitet sich der Trend, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt zwar verbessert, aber das Momentum des Heilungsprozesses deutlich nachlässt. Immerhin: Etwas mehr als die Hälfte der Stellen, die im März und April durch die Coronakrise verlorengegangen waren, sind wieder zurückgewonnen worden. Dennoch kann am Arbeitsmarkt nicht von einer V-förmigen Erholung gesprochen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Fortschritte beim Stimulus-Programm</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang muss auch das US-Stimulus-Programm genannt werden, mit dem es am Freitag wieder nicht vorangegangen ist. Zwar haben die Demokraten noch am Donnerstagabend ein Rettungspaket in Höhe von 2,2 Billionen USD im Repräsentantenhaus verabschiedet, aber dieses Paket wird den Senat nicht passieren. Denn der dortige republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell dürfte zurzeit kaum einem Programm zustimmen, dessen Volumen mehr als 650 Mrd. USD beträgt. Gleichzeitig sind die Einflussmöglichkeiten Donald Trumps gering – er würde sich möglicherweise für ein Paket von 1,5 Billionen USD stark machen –, vom Krankenhaus aus Druck auf die Parteigenossen auszuüben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro präsentierte sich am Freitag zwar leicht schwächer, beendete allerdings die europäische Handelssitzung dort, wo er sie begonnen hatte. Tatsächlich schaffte die Gemeinschaftswährung zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen größeren Wochengewinn, bleibt allerdings in einer Art Niemandsland oberhalb von <strong>1,1670/75</strong> stabil. Für eine Beendigung der derzeitigen Korrekturphase und Eröffnung eines neuen kurzfristigen Aufwärtstrends müsste allerdings <strong>1,1805</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wie-krank-ist-donald-trump/">Wie krank ist Donald Trump?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/wie-krank-ist-donald-trump/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Herrschaftswissen?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/herrschaftswissen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/herrschaftswissen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2020 04:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12352</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hatten diejenigen, die gestern den Worten Donald Trumps und dessen Ankündigung gelauscht hatten, dass wir am Freitag einen weiteren großartigen Arbeitsmarktbericht zu sehen bekommen würden, auf mehr gehofft. Gemeint ist die ebenfalls gestern publizierte Zahl der neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, die mit einem Plus von nur 167.000 neuen Jobs im Juli die Konsensschätzung der Ökonomen um mehr als 1 Million Stellen unterlaufen hatte. Von den Ökonomen hatte derjenige mit dem größten Pessimismus immerhin einen Zuwachs...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/herrschaftswissen/">Herrschaftswissen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1875)</strong>             Eigentlich hatten diejenigen, die gestern den Worten Donald Trumps und dessen Ankündigung gelauscht hatten, dass wir am Freitag einen weiteren großartigen Arbeitsmarktbericht zu sehen bekommen würden, auf mehr gehofft. Gemeint ist die ebenfalls gestern publizierte Zahl der neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, die mit einem Plus von nur 167.000 neuen Jobs im Juli die Konsensschätzung der Ökonomen um mehr als 1 Million Stellen unterlaufen hatte. Von den befragten Ökonomen hatte derjenige mit dem größten Pessimismus immerhin einen Zuwachs von 200.000 Stellen prognostiziert.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12353" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/06082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/06082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/06082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber: Die Aufwärtsrevision der Juni-Zahl um rund 1,9 Millionen neu geschaffene Stellen sollte über die jüngste Fehleinschätzung der Ökonomen – es soll sich um die schlimmste Fehleinschätzung seit Bestehen der ADP-Aufzeichnungen handeln – hinwegtrösten. Wo doch auch noch das Mai-Ergebnis nach oben revidiert wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zahlenwirrwar und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob nun der US-Präsident doch noch recht bekommt? Denn die ADP-Zahlen, die ohnehin nicht den kompletten Juli abdecken, waren zumindest in den vergangenen beiden Monaten als Vorhersageinstrument für den Arbeitsmarktbericht des BLS (Bureau of Labor Statistics), der jeweils zwei Tage später fällig war, ohnehin untauglich. Zumindest wird jedoch die Median-Schätzung der Ökonomen für die am Freitag zur Veröffentlichung anstehenden „offiziellen“ Nonfarm Payrolls, dem Zuwachs der Stellen im Nichtagrarbereich, womöglich noch korrigiert werden. Und wenn, dann von zuletzt 1,550 Millionen nach unten. Oder verfügt Donald Trump gar über Herrschaftswissen und weiß doch mehr?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verändertes Stimmungsbild in Deutschland</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Erwartungsgemäß konnten die Teilnehmer an den Aktienmärkten mit diesem ganzen viel zu komplexen Zahlenwirrwarr nicht viel anfangen und ignorierten es deswegen ganz einfach. Zumal für heute auch noch die zuletzt wieder gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die letzte Juliwoche zur Veröffentlichung anstehen. In den USA ging es daher mit den Indices weiter aufwärts, aber weder der hiesige DAX noch die Aktien der Eurozone kamen indes gestern richtig voran. Vielleicht auch weil es interessante Stimmungs- und damit einhergehend mittelfristige Positionsveränderungen gab. Dies vermittelt zumindest die gestrige Umfrage zum Sentiment der Börse Frankfurt, die ich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/9d25343d-e8d1-46e4-bab4-dc0797354d35" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> kommentiert habe.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eindeutiger fiel da schon die Reaktion der Devisenhändler aus, die dem Dollar abermals ordentlich zusetzten. Allerdings hat die daraus entstehende Kraft für den Euro nicht ganz gereicht, das bisherige Jahres- bzw. 26- Monate-Hoch signifikant zu überbieten. Aber zumindest hat sich das Aufwärtsmomentum nach Überschreiten von 1,1825 gestern erhöht, und der kurzfristige Trend in seiner steilen Version hat nach wie vor Potenzial in Richtung <strong>1,2020</strong>. Dies unter der Prämisse, dass nun an der Unterseite <strong>1,1760</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/herrschaftswissen/">Herrschaftswissen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/herrschaftswissen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine kleine Dosis Risikoaversion</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/eine-kleine-dosis-risikoaversion/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/eine-kleine-dosis-risikoaversion/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2020 05:50:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Asymmetrische Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Fondsmanager Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus-Epidemie]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11617</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was den Euro angeht, mag sich hier und da Unbehagen breitmachen. Denn während der vergangenen Monate war immer zu wieder beobachten, dass Euro-Kursrückgänge über mehrere Tage hinweg an Momentum verloren, gefolgt von einer meist kräftigen Erholung. Diese Art des Abebbens ist dieses Mal bislang ausgeblieben. Gut möglich, dass mittel-bis langfristig orientierte Marktteilnehmer nun reagieren müssen. Denn wir erinnern uns:...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-kleine-dosis-risikoaversion/">Eine kleine Dosis Risikoaversion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0830)</strong>             Nun hat der Euro heute früh den neunten Handelstag hintereinander ein niedrigeres Tagestief markiert und damit naturgemäß auch ein neues 33-Monats-Tief. Diese Bewegung ist nicht übertrieben schnell, aber gemessen an der teilweise niedrigen Volatilität der Monate November bis Januar doch relativ deutlich. Mehr noch: Eine halbwegs signifikante Erholungskorrektur der Gemeinschaftswährung ist seither ausgeblieben. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und nun kam gestern auch noch der unerwartet hohe Zuwachs der Fälle von Coronavirus-Infizierten aus China hinzu – über 15.000 Neuerkrankungen und eine deutliche Steigerung der Todesfälle wurden registriert. Indes: Wie die Entwicklung an den Aktienmärkten in den USA und zuvor auch hierzulande zeigte, kann bestenfalls von zeitweiser Risikoaversion der Akteure die Rede sein, zumal vorherige Rücksetzer umgehend wieder wettgemacht wurden.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11618" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/14022020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/14022020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/14022020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /> </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen gab es für die USA den höchsten Anstieg der Konsumentenpreise seit Oktober 2018 zu vermelden. Aber es schien kaum jemanden zu geben, den diese Zahlen interessierten.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro ohne Erholungschance</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es sei nun dahingestellt, ob der Euro wegen der neu aufgekommenen Corona-Angst gestern nicht steigen konnte. Natürlich gab es auch noch entsprechende Nachfrage nach den in Krisensituationen gesuchten Währungen Schweizer Franken und Yen. Allerdings hauptsächlich gegenüber dem Euro. Dabei ist es schon bemerkenswert, wie gelassen die Akteure mit den gestern veröffentlichten Zahlen zur Virusepidemie umgingen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich haben die meisten ohnehin damit gerechnet, dass sich die sinkenden Zuwachsraten bei den Erkrankungen nicht fortsetzen würden. Nun also der fünfstellige Zuwachs, mit entsprechenden eigentlich beruhigenden Begründungen. Es ist schon makaber, wenn Kommentatoren den Eindruck vermitteln, dass es sich bei diesen Zahlen ähnlich wie mit ökonomischen Daten verhalte, die nun auf einen Schlag aufgrund geänderter Erhebungsmethoden – diese dürften den meisten Akteuren nicht geläufig und viel zu komplex sein – revidiert werden müssten. Mit anderen Worten: Es soll sich um eine einmalige „Berichtigung“ der Daten handeln, aber der Grundtrend, eine vorsichtige Abnahme bei den Neuinfektionen, sei doch unverändert, war mancherorts zu lesen.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Inflationsdaten anscheinend bedeutungslos</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es auch nicht, dass der gestern in den USA publizierte Konsumentenpreisindex kaum das Interesse der Marktteilnehmer wecken konnte. Ja, die Preise sind im Januar gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent und in der Kernrate mit 2,3 Prozent etwas stärker als erwartet ausgefallen. Zu diesem Desinteresse mag zum einen beigetragen haben, dass die ökonomischen Folgen der Corona-Epidemie derzeit noch nicht absehbar sind. Zum anderen hat die US-Notenbank zuletzt immer wieder klargemacht, dass sie eine asymmetrische Geldpolitik verfolge. Dabei ist die Hürde für weitere Zinssenkungen wesentlich niedriger als diejenige für eine erste Zinserhöhung. Mehr noch: Der Konsumentenpreisindex ist ohnehin nicht das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, sondern der Index der privaten Verbrauchsausgaben (PCE).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kurssicherungsbedarf </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was den Euro angeht, mag sich hier und da Unbehagen breitmachen. Denn während der vergangenen Monate war immer zu wieder beobachten, dass Euro-Kursrückgänge über mehrere Tage hinweg an Momentum verloren, gefolgt von einer meist kräftigen Erholung. Diese Art des Abebbens ist dieses Mal bislang ausgeblieben. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gut möglich, dass mittel-bis langfristig orientierte Marktteilnehmer nun reagieren müssen. Denn wir erinnern uns: Bei der BofA Merrill Lynch-Umfrage unter internationalen Fondsmanagern hielten netto 53 Prozent der Befragten den Dollar für überbewertet (vgl. etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/01/23/latente-euroschwaeche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) Dies war der zweithöchste Wert seit dem Jahr 2002. Viel wichtiger aber: Hinter diesem für überbewertet gehaltenen Dollar könnten sich möglicherweise signifikante Dollar-Short-Positionen, aber auch Euro-Engagements aus dem Ausland, die bis vor kurzem womöglich (nach dem Motto: „Es wird ja mit dem Euro weiter seitwärts gehen“) nicht abgesichert wurden. Damit bleibt der Euro unter Druck und der kurzfristiger Abwärtstrend in Richtung <strong>1,0755/60</strong> erhalten. Eine erste Stabilisierung ist nur nach Überschreiten von <strong>1,0950/55</strong> möglich. Solange</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-kleine-dosis-risikoaversion/">Eine kleine Dosis Risikoaversion</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/eine-kleine-dosis-risikoaversion/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reineke Trump oder Donald Fuchs?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/reineke-trump-oder-donald-fuchs/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/reineke-trump-oder-donald-fuchs/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 20:13:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11125</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele dürften sich gefragt haben, ob es klug von Donald Trump war, das Transskript des Telefonats, das er am 25. Juli mit dem ukrainischen Staatschef Selenskyj geführt hatte, tatsächlich zu veröffentlichen. Und zwar insbesondere deshalb, weil die US-Demokraten im Repräsentantenhaus am Dienstag die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet hatten, weil sie ihm einen Verfassungsbruch vorwerfen. Und seit heute Nachmittag geht es in den US-Medien um nichts anderes, die Empörung ist groß: Dieses Mal könnte Donald Trump zu weit gegangen sein, war heute auch hierzulande immer wieder zu hören...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/reineke-trump-oder-donald-fuchs/">Reineke Trump oder Donald Fuchs?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0945)</strong>             Viele dürften sich gefragt haben, ob es klug von Donald Trump war, das Transskript des Telefonats, das er am 25. Juli mit dem ukrainischen Staatschef Selenskyj geführt hatte, tatsächlich zu veröffentlichen. Und zwar insbesondere deshalb, weil die US-Demokraten im Repräsentantenhaus am Dienstag die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet hatten, weil sie ihm einen Verfassungsbruch vorwerfen. Und seit heute Nachmittag geht es in den US-Medien um nichts anderes, die Empörung ist groß: Dieses Mal könnte Donald Trump zu weit gegangen sein, war heute auch hierzulande immer wieder zu hören.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11126" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/26092019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/26092019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/26092019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine pessimistische Fabel</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass auch diese Episode Donald Trump nicht wirklich schaden wird. Tatsächlich mag einen der US-Präsident an Reineke Fuchs erinnern. Reineke Fuchs, die Hauptrolle einer Tierfabel, von Johann Wolfgang von Goethe Ende des 18. Jahrhunderts in fantastische Verse gesetzt. Das Epos, dessen Ursprung bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zurückgeht, handelt von dem genialen Fuchs und Übeltäter Reineke Fuchs, der mit allerhand Boshaftigkeit und Niedertracht für sein Auskommen sorgt und sich immer wieder aus fast aussichtslosen Situationen rettet. Und am Ende setzt sich der Fuchs nicht nur gegen alle Widersacher erfolgreich durch, sondern sogar gegenüber dem Vertreter des Guten, dem Wolf Isegrim. Zwar mit allerhand unsportlichen und bösartigen Tricks, aber mit dem pessimistisch stimmenden Resultat, dass das Gute entehrt, das Böse siegt und Reineke sogar letztlich an Ansehen gewinnt und ihm alle Übeltaten vergeben werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trump hat mehr Fans als im August</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch aus anderer Sicht hat Donald Trump längst noch nicht verloren. Zwar leiteten die Demokraten gestern formal die Vorbereitung für ein Impeachment ein, aber bereits jetzt schon ist klar, dass eine derartige Amtsenthebung zwar das Repräsentantenhaus passieren könnte, aber letztlich an der Mehrheit der Republikaner im Senat scheitern dürfte. Jene besetzen nämlich derzeit 53 der dortigen 100 Sitze. Für ein erfolgreiches Impeachment wäre jedoch eine Zweidrittelmehrheit im Senat notwendig. Da müsste schon extrem viel passieren, um die erforderlichen republikanischen Stimmen dafür zu gewinnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vorstellbar wäre das nur, wenn Donald Trump und die Republikaner in der US-Bevölkerung einen großen Teil ihres Rückhalts verlieren würden. Doch schenkt man den jüngsten Umfragen vom Dienstag Glauben, ist die Zahl derjenigen, die Trumps Arbeit gut finden, wieder deutlich gestiegen – einer Umfrage von Emerson zufolge sogar auf ein neues Zweieinhalbjahreshoch von 48 Prozent! Ein großer Teil der US-Bevölkerung bewertet also selbst nach dem Stimmungseinbruch vom August wieder Donald Trumps Politik positiv. Wird sich diese Unterstützung trotz des gestern publizierten Transskripts massiv verringern?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Selektive Wahrnehmung und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nach den Erkenntnissen der Behavioral Economics vermutlich nicht. Denn genauso wie die Finanzmarktakteure, die unter dem Eindruck eines Verlustes Informationen selektiv wahrnehmen, dürfte es auch vielen Trump-Fans gehen. Nachrichten, die ihrer Position widersprechen, werden kleingeredet oder gänzlich ignoriert, während Bestätigendes stark vergrößert wahrgenommen wird. Ein Verlust bzw. ein Wechsel des Favoriten wird nur vorgenommen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Es ist noch gar nicht so lange her, da zitierte die Washington Post (<a href="https://www.washingtonpost.com/politics/2019/03/14/if-trump-shot-someone-dead-fifth-avenue-many-supporters-would-call-his-murder-trial-biased/"><strong>HIER</strong></a>) Donald Trump mit: „“I could stand in the middle of Fifth Avenue and shoot somebody and wouldn’t lose any voters, okay?”</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber selbst wenn wechselwillige Trump-Wähler sich abwenden wollten, steht auch noch ein anderes Hindernis im Weg: Die Komplexitätsaversion, die den Menschen innewohnende Abneigung, komplexe Sachverhalte verarbeiten zu müssen. Und die Bewertung des Transskripts von Trumps Telefonat und dem darin erwähnten möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden scheint nun einmal sehr komplex. So komplex, dass die Menschen nun einmal, häufig sogar nur unbewusst, zur Vereinfachung tendieren. Und was bleibt dann stark vereinfachend und stereotyp hängen? Begriffe wie „Joe Biden“ (obwohl nach derzeitigem Stand sein Sohn Hunter keines Vergehens verdächtig ist), „Ukraine“ und „Korruption“. Dafür hat auch die von den Medien angebliche „Flucht nach vorne“ und die heutige Stellungnahme Donald Trumps zum Transskript gesorgt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und warum hat sich der Euro plötzlich aus seiner tagelangen Lethargie doch noch gelöst? Aus Risikoaversion der Marktteilnehmer? Dagegen spricht eigentlich die positive Entwicklung an den US-Aktienmärkten. Machen wir es uns doch einfach: Der Euro befindet sich ohnehin in einem kurzfristigen Abwärtstrend, dessen Grenzen nunmehr zwischen <strong>1,1085</strong> und <strong>1,0825/30</strong> verlaufen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/reineke-trump-oder-donald-fuchs/">Reineke Trump oder Donald Fuchs?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/reineke-trump-oder-donald-fuchs/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gedämpfte Wachstumsaussichten</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/gedaempfte-wachstumsaussichten/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/gedaempfte-wachstumsaussichten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2019 05:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CME FedWatch Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=10600</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stellen sich vor, Sie hätten bereits vor der Europawahl gewusst, wie diese ausgehen würde. Hätten Sie tatsächlich etwas mit dieser Information anfangen können? Hätte ein Devisenhändler im Vorfeld Euro gegenüber dem Dollar verkauft? Zumindest die Kommentare in etlichen Medien legten dem Leser diesen Schluss nahe. Von Politikern, die in die Ringecke geprügelt würden...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/gedaempfte-wachstumsaussichten/">Gedämpfte Wachstumsaussichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Stellen sich vor, Sie hätten bereits vor der Europawahl gewusst, wie diese ausgehen würde. Hätten Sie tatsächlich etwas mit dieser Information anfangen können? Hätte ein Devisenhändler im Vorfeld Euro gegenüber dem Dollar verkauft? Zumindest die Kommentare in etlichen Medien legten dem Leser diesen Schluss nahe. Von Politikern, die in die Ringecke geprügelt würden, von Demütigung, von Protest, von brüchigen Koalitionen und dergleichen mehr war vielfach die Rede. Kurzum: Eigentlich konnte kaum Positives von der Wahl ausgehen. Und trotzdem scheint sich bislang kaum jemand getraut zu haben, Euros in großem Stil deswegen zu shorten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10601" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/27052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Etwa weil sich die Euro-Bären in der vergangenen Woche eine blutige Nase geholt hatten? Oder weil die Liquidität am heutigen Montag wegen der Feiertage in Großbritannien und den USA zu dünn sein würde, um sich aus einer möglichen Schieflage mit halbwegs geringem Schaden befreien zu können? Oder weil die Folgen des Wahlausgangs einfach nicht übersehbar, weil zu komplex, sein könnten? Devisenhändler hassen wie andere Finanzmarktteilnehmer komplexe Sachverhalte und halten sich im Zweifel aus dem Marktgeschehen heraus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es auch nicht, dass der Euro heute früh, nachdem eine Reihe von Prognosen und Hochrechnungen zur Wahl des Europäischen Parlaments vorliegen, keine große Volatilität an den Tag legt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist es in der vergangenen Woche keineswegs so gewesen, dass die Marktteilnehmer besonders risikofreudig gewesen wären. Denn tatsächlich waren etwa die sogenannten Fluchtwährungen Franken und Yen weiterhin gesucht. Indes: Die Kursveränderungen blieben überschaubar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Handelskrieg wichtiger als Europawahl</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Ursache dafür wird weiterhin in erster Linie dem eskalierten Verlauf des US-chinesischen Handelskrieges zugeschrieben, den auch die Aktienmärkte mit einem Wochenverlust quittierten. Einzig und allein die Rolle des Dollar hat wohl einige Analysten überrascht. Denn es galt doch bisher die Faustregel, dass ein ungelöster Handelskrieg für den Greenback als Zeichen der Risikoaversion der Händler positiv zu werten sei. Aber nun scheint sich mehr und mehr die Meinung durchzusetzen, dass die US-Strafzölle zunächst einmal hauptsächlich von US-Unternehmen bezahlt werden müssten, weil deren Gewinnmargen dadurch unter Druck gerieten. Und seit Freitag ist es amtlich: Bereits jetzt muss US-Präsident Donald Trump den dortigen Farmern mit rund 16 Mrd. USD unter die Arme greifen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In der abgelaufenen Woche wurden zunächst die wenig erfreulichen ersten Schätzungen zu den Einkaufsmanagerindices in den USA und dann am Freitag auch die enttäuschenden Zahlen zu den Aufträgen langlebiger Wirtschaftsgüter für April (inklusive einer Abwärtsrevision des guten Vormonatswertes) publiziert. Sofort wurde daraufhin gemutmaßt, dass jetzt wohl die Wachstumsaussichten für das zweite Quartal 2019 nach unten korrigiert werden müssen. Derzeit liegt der Konsens der Ökonomen bei einem Plus des US-Bruttoinlandprodukts von 2,0 Prozent, während die Prognosemodelle der Fed von Atlanta (GDPNow) und der New York Fed mit 1,3 bzw. 1,4 Prozent deutlich tiefer liegen. Auch die Zinsstrukturkurve hat reagiert: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist unter diejenige von T-Bills mit dreimonatiger Laufzeit gefallen und zeigt somit eine Inversion an, die mancherorts als Vorbote einer Rezession gewertet wird. Gleichzeitig haben die US-Futures-Märkte (vergleiche CME FedWatch Tool) die Wahrscheinlichkeit von mindestens einer US-Zinssenkung in diesem Jahr zu 77 Prozent eingepreist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu Wochenbeginn zeigt sich der Euro leicht oberhalb des Schlusskursniveaus vom Freitag (1,1202) und befindet sich damit fast in der Mitte seiner Konsolidierung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong>. Die Gemeinschaftswährung bleibt dabei jedenfalls stabil, solange das Niveau von <strong>1,1145/50</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/gedaempfte-wachstumsaussichten/">Gedämpfte Wachstumsaussichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/gedaempfte-wachstumsaussichten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Über die Wiederbelebung toter Gewinne</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/9742/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/9742/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Dec 2017 14:52:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Semntiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Steuerreform]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9742</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile dürften die Akteure an den Finanzmärkten genügend Zeit gehabt haben, sich intensiv mit der US-Steuerreform auseinanderzusetzen. Anscheinend stört es kaum jemanden, dass die beiden unterschiedlichen Gesetzentwürfe, über die der Senat und das Repräsentantenhaus abgestimmt haben, noch aneinander angepasst werden müssen. Stattdessen geht man vielerorts davon aus, dass noch vor Weihnachten ein Kompromiss der beiden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/9742/">Über die Wiederbelebung toter Gewinne</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile dürften die Akteure an den Finanzmärkten genügend Zeit gehabt haben, sich intensiv mit der US-Steuerreform auseinanderzusetzen. Anscheinend stört es kaum jemanden, dass die beiden unterschiedlichen Gesetzentwürfe, über die der Senat und das Repräsentantenhaus abgestimmt haben, noch aneinander angepasst werden müssen. Stattdessen geht man vielerorts davon aus, dass noch vor Weihnachten ein Kompromiss der beiden Vorlagen gefunden wird und von US-Präsident Donald Trump bereits per Neujahr auf den Weg gebracht werden könnte. Mit einer bereits 2018 greifenden Senkung des Unternehmenssteuersatzes von 35 auf 20 Prozent müssten, so die logische Konsequenz, auch die Gewinneinschätzungen für viele Aktien des S&amp;P 500 Index für das kommende Jahr drastisch angehoben werden.</p>
<p>Andererseits können sich viele Marktteilnehmer nicht vorstellen, dass die Steuerreform tatsächlich zu einem großen Wachstumsschub in den USA führen wird. Interessanterweise handelt es sich dabei oft um dieselben Stimmen, die nun die US-Notenbank im kommenden Jahr trotzdem mit Leitzinserhöhungen gegensteuern sehen. Abgesehen von der Zinserhöhung in der kommenden Woche, die als sicher gilt, rechnet man vielerorts mittlerweile mit vier Zinsschritten im Jahr 2018.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Unterschätzte Kapitalströme</strong></p>
<p>Wenig wird indes von einem nicht unwichtigen Aspekt dieser Steuerreform gesprochen. So wies etwa das Wall Street Journal am vergangenen Wochenende <span style="color: #0000ff;">(<strong><a style="color: #0000ff;" href="https://www.wsj.com/articles/tax-changes-for-overseas-cash-could-ripple-through-markets-1512222877" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong>) </span>darauf hin, dass eine geplante einmalige Steuererleichterung für im Ausland erzielte und dort gehaltene Unternehmensgewinne (manche Schätzungen liegen bei mehr als 2,5 Billionen US-Dollar!) zu erheblichen Repatriierungs-Geldströmen aus dem Ausland in Richtung USA führen können.</p>
<p>Auch die Financial Times beschäftigt sich in ihrer heutigen Ausgabe (<a href="https://www.ft.com/content/56c69df6-d9db-11e7-a039-c64b1c09b482" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #0000ff;">HIER</span></strong></a>) mit dem Vorschlag der Republikaner, dieses im Ausland unterhaltene Geld mit einem Steuersatz von nicht mehr als 14,5 Prozent auf Gewinne, die in liquider Form gehalten werden, bzw. etwa 7,5 Prozent für reinvestierte Gewinne zu belegen – egal, ob die Gewinne in die USA zurückfließen oder im Ausland bleiben. Geld, das unter dem derzeit geltenden Steuerrecht, sofern in die USA transferiert, immer noch einem Unternehmenssteuersatz von 35 Prozent unterliegen würde und somit oft nicht der heimischen US-Wirtschaft zugute kommen kann.</p>
<p>Viele US-Multis dürften jedoch selbst für den niedrigen einmaligen Steuersatz von 14,5 Prozent nicht genügend Rücklagen gebildet haben. Mit der Folge, dass, um etwa Steuerforderungen zu bezahlen, im Ausland befindliche Liquidität in die USA zurückgeführt werden muss. Mit anderen Worten: Bislang von US-Unternehmen im Ausland gehaltene, ökonomisch oftmals „tote“ und somit brach liegende Gewinne würden durch die Heimführung in das Mutterland wiederbelebt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Komplexitätsaversion</strong></p>
<p>Davon wären natürlich auch in Fremdwährung gehaltene liquide Mittel von US-Unternehmen betroffen. Fremdwährungen, die im Zweifel gegen US-Dollar verkauft werden müssten. Zwar sind diese Bedenken nicht neu und sind hier und da in der Vergangenheit bereits diskutiert worden. Da aber niemand so recht sagen kann, wie hoch die daraus resultierenden Kapitalströme sein könnten, scheint eine Diskussion darüber viel zu komplex und wird daher von vielen Marktteilnehmern verdrängt werden. Denn normalerweise tendieren Märkte dazu, sich bereits frühzeitig auf solche Kapitalströme einzurichten.</p>
<p>Ob sich die heimischen Börsianer darauf eingerichtet haben, können Sie meinem heutigen Kommentar, den ich wie immer <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Nikolaus-faellt-aus-aber-Weihnachten-nicht-unbedingt-2324204" target="_blank" rel="noopener"><strong>HIER</strong></a></span> für die Börse Frankfurt erstellt habe, oder meinem Skype-Interview <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=zhy36zdnmH4&amp;feature=em-uploademail" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #00ff00;">HIER</span></a></strong> entnehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/9742/">Über die Wiederbelebung toter Gewinne</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/9742/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Commitment-Poker – eine Wiederholung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/commitment-poker-eine-wiederholung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/commitment-poker-eine-wiederholung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 06:03:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Commitment]]></category>
		<category><![CDATA[Delegation von Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Eskaliertes Commitment]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitulation]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[Referendum]]></category>
		<category><![CDATA[Sunk Cost]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustaversion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=7926</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor fünf Jahren hatten wir alle noch auf ein griechisches Wunder gehofft. Damals hatte die EU-Kommission gerade neue Pläne entwickelt, wie man die Griechen an die Hand nehmen und durch einen strikten Sparkurs führen könne. Dazu sollte auch gehören, die Verantwortlichen in der Regierung regelmäßig zum Rapport zu bitten. Schon damals fragte ich mich, womit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/commitment-poker-eine-wiederholung/">Commitment-Poker – eine Wiederholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor fünf Jahren hatten wir alle noch auf ein griechisches Wunder gehofft. Damals hatte die EU-Kommission gerade neue Pläne entwickelt, wie man die Griechen an die Hand nehmen und durch einen strikten Sparkurs führen könne. Dazu sollte auch gehören, die Verantwortlichen in der Regierung regelmäßig zum Rapport zu bitten. Schon damals fragte ich mich, womit man einem Beinahe-Bankrotteur noch drohen könnte. Mit Geldstrafen etwa, wie sie seinerzeit im Gespräch waren? Auch kann ich mich noch gut daran erinnern, wie Griechenland der EU-Kommission versprach, seine Neuverschuldung bis zum Jahre 2012 unter drei Prozent des BIP zu drücken – damals hatte dieses Defizit gerade die 13-Prozent-Marke erreicht. Das war im Jahr 2010. Und jeder wusste damals: Es kann und es wird nicht klappen.</p>
<p>Dennoch wird weiter Commitment-Poker gespielt, weil die Einsätze aller Beteiligten viel zu hoch sind, als dass einer passen könnte. Das Fatale an solchen Commitments ist, dass die Bindung an frühere Entscheidungen mit steigenden Verlusten immer größer wird. Wie bei einem Aktieninvestor, der den Einstandspreis seines schal gewordenen Engagements durch Hinzukäufe in einen fallenden Markt absenken möchte. Natürlich mit der Absicht, eines Tages, wenn sich der Markt erholt hat, mit plus-minus Null aus seiner Fehlinvestition wieder herauszukommen. In der großen Mehrheit der Fälle klappt dies auch. Aber wenn es nicht funktioniert, bleibt am Ende nur die Kapitulation, die Realisation aller Buchverluste – dazwischen sind die Verlierer psychisch gefesselt und so häufig zur Untätigkeit gezwungen. Mit anderen Worten: Neue Entscheidungen werden immer nur im Lichte dieser Verluste gefällt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alle in der Falle</strong></p>
<p>In dieser Commitment-Falle befinden sich die Gläubiger Griechenlands und deshalb schieben sie den Termin der Einsicht vor sich her, solange sie können. Zu groß ist die Verlustaversion, die tiefe Abneigung, die Notbremse zu ziehen. Lieber noch ein paar Milliarden draufsatteln, darauf komme es jetzt auch nicht mehr an, hört man Entscheider in solch einer Lage oft sagen.</p>
<p>Aber auch die griechische Regierung sitzt in der Falle, wobei man wissen muss, dass sich das Commitment, die Bindung an eine Entscheidung, nicht nur durch Verluste erhöht. Einen wesentlichen Bestandteil des Commitments stellt der Grad der Verantwortung der Entscheider dar. Je größer die Verantwortung, desto stärker die Bindung an die Entscheidung, die im Falle eines Spitzenpolitikers durch die starke Wahrnehmung in der Öffentlichkeit besonders hoch ist. Deswegen mag der griechische Premierminister Alexis Tsipras, als er sich für das am Wochenende stattfindende Referendum entschied, nicht nur vom demokratischen Gedanken geleitet worden sein. Denn mit dem Referendum wird die Verantwortung an den Wähler zurückgegeben und so auf viele Köpfe verteilt. Und Tsipras‘ Commitment, die Bindung an das, was er bislang getan oder unterlassen hat, wird dadurch deutlich gesenkt. Ein Referendum übrigens, bei dem sich viele Bürger bei der Frage nach ihrer Bereitschaft für weitere Opfer eher für ein einfaches Nein als für ein Ja mit vielschichtigen Folgen (Komplexitätsaversion) entscheiden dürften.</p>
<p>Das Referendum – eine Frage nach der Opferbereitschaft der Bevölkerung, die den Deutschen nie gestellt wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/commitment-poker-eine-wiederholung/">Commitment-Poker – eine Wiederholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/commitment-poker-eine-wiederholung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Am Allzeithoch sieht eine Anlage immer gut aus</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/am-allzeithoch-sieht-eine-anlage-immer-gut-aus/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/am-allzeithoch-sieht-eine-anlage-immer-gut-aus/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2014 09:01:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Vefügbarkeitsirrtum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=6980</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun sei also die Zahl der direkten und indirekten Aktienbesitzer in Deutschland im Jahr 2013 erneut zurückgegangen, stellte das deutsche Aktieninstitut (DAI) unlängst fest. Damit ist die Zahl der Aktionäre seit dem Jahr 2001, also ein Jahr nachdem seinerzeit noch der Begriff der Aktienkultur hierzulande die Runde machte, von 12,9 Millionen Anlegern um fast ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/am-allzeithoch-sieht-eine-anlage-immer-gut-aus/">Am Allzeithoch sieht eine Anlage immer gut aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun sei also die Zahl der direkten und indirekten Aktienbesitzer in Deutschland im Jahr 2013 erneut zurückgegangen, stellte das deutsche Aktieninstitut (DAI) unlängst fest. Damit ist die Zahl der Aktionäre seit dem Jahr 2001, also ein Jahr nachdem seinerzeit noch der Begriff der Aktienkultur hierzulande die Runde machte, <span id="more-6980"></span>von 12,9 Millionen Anlegern um fast ein Drittel gesunken. Danach hatten vor allem Menschen unter 40 Jahren weniger Interesse an Aktien – von den 20 bis 29jährigen besitzt nicht einmal jeder zehnte Aktien oder Aktienfonds. Natürlich könnte man jetzt hadern, das alles sei ja angesichts der nicht abflauen wollenden Skandalmeldungen aus dem Finanzsektor nicht weiter verwunderlich. Das Vertrauen sei einfach futsch, höre ich manchmal im Bekanntenkreis. Aber normalerweise scheren sich viele Menschen nicht um moralische Bedenken, sobald ihnen eine gute Rendite in Aussicht gestellt wird.</p>
<p>Tatsächlich verzeichnete der DAX im Jahr 2013 einen Kursanstieg von 26 Prozent, womit <i>im Nachhinein</i> die Aktie sicherlich als sinnvolle Anlageform geradezu hervorstechen mag. Besonders am Allzeithoch sieht jedes Investment selbst im langjährigen Vergleich gut aus. Allerdings wird dabei gerne vergessen, dass das Gros der Investoren diesen Trend Anfang 2013 (genauso wenig wie im Jahr 2012) eben nicht vorausgesehen und sich über weite Strecken sogar gegen diese positive Entwicklung gestellt hatte. Ganz zu schweigen, welche Erfahrungen Investoren mit den teils massiven Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten während der Finanzkrise in den Jahren 2008 ff. gemacht hatten.</p>
<p>Ich sehe die Dinge auch noch aus einer anderen Perspektive. Während der schwierigen Zeiten für Aktieninvestments haben sich nicht nur immer mehr Menschen vom Aktienmarkt abgewandt. Oftmals sind auch deren Berater in den Zeiten heftiger Kursverluste abgetaucht – wer möchte schon freiwillig mit seinen Kunden Verlustdepots ansehen. Die Folge: Weniger Aktiengeschäft und konsequenterweise erhöhter Kostendruck bei den Kreditinstituten, nicht zuletzt infolge der Krise. Weswegen die Zahl der Berater mit der Zeit stark reduziert werden musste, wodurch für die verbliebenen durchaus anlagewilligen Kunden noch weniger Service und Zeit übrig blieb.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Kein Geld für Ausbildung</b></p>
<p>Auch die Ausbildung der Menschen in Gelddingen ist während der vergangenen Jahre deutlich zurückgegangen. Und zwar nicht nur wegen eines angeblichen Desinteresses der Anleger. Tatsächlich sind die Sparwellen im Bankgewerbe natürlich auch nicht an den Marketingbudgets vorbeigegangen. Wenn man jedoch in der Finanzindustrie einen Kulturwandel glaubhaft vermitteln möchte, gehört dazu auch die Transparenz, seinen Kunden zu erklären, wie die Dinge an den Märkten tatsächlich funktionieren. Wenn ich mir dann jedoch gestern den ausgezeichneten Blogbeitrag von Thomas Knüwer (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2014/03/zdf-wirtschaftsjournalismus/">hier</a></span>) zu Gemüte führe, das ZDF habe offenbar kein Interesse an Wirtschaftsberichterstattung, ist das die Fortsetzung genau jenes ungesunden Trends.</p>
<p>Interessieren sich Menschen tatsächlich nicht genügend für das, mit dem man Güter und Dienstleistungen bewertet, mithin also für Geld? Wenn das wahr wäre, interessierten sich die Menschen natürlich erst recht nicht für dessen Vermehrung. Ja, Geldangelegenheiten und Aktieninvestments sind für viele komplex und mitunter schwer zu begreifen. Ich kann sogar verstehen, wenn man dafür weder Zeit, Nerven oder gar Geld übrig hat. Von letzterem sollte man dann aber lieber ganz die Finger lassen, denn sonst läuft man Gefahr, für die selbstgewählte Unwissenheit später (und dann oft viel mehr) nachzahlen zu müssen.</p>
<p>Immerhin scheint es noch eine ausreichend große Minderheit der Spezies Mensch zu geben, die sich für die DAX-Stimmung interessiert, vielleicht auch mit dem Motiv, mit Aktien zumindest kein Geld zu verlieren. Für diese Gruppe und für die Börse Frankfurt habe ich (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+abgewartet+statt+gekauft+64696">an dieser Stelle</a></span>) die gestrige Sentiment Erhebung kommentiert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/am-allzeithoch-sieht-eine-anlage-immer-gut-aus/">Am Allzeithoch sieht eine Anlage immer gut aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/am-allzeithoch-sieht-eine-anlage-immer-gut-aus/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Farbenlehre</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/farbenlehre/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/farbenlehre/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2014 10:15:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[BaFin]]></category>
		<category><![CDATA[Gleitende Durchschnitte]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[Verfügbarkeitsirrtum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=6943</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Die Kleinanleger müssen besser geschützt werden“, ist gerade in jüngster Zeit wieder zu hören. So forderte unlängst in der Zeit auch die Präsidentin der deutschen Finanzaufsicht (BaFin), Elke König, als Konsequenz aus der Prokon-Insolvenz eine Kennzeichnung für Anlagen und deren Risiken. Und dies möglichst simpel, am besten in Form einer Ampel. Rot würde demnach hochriskante [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/farbenlehre/">Farbenlehre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Kleinanleger müssen besser geschützt werden“, ist gerade in jüngster Zeit wieder zu hören. So forderte unlängst in der<i> Zeit</i> auch die Präsidentin der deutschen Finanzaufsicht (BaFin), Elke König, als Konsequenz aus der Prokon-Insolvenz eine Kennzeichnung <span id="more-6943"></span>für Anlagen und deren Risiken. Und dies möglichst simpel, am besten in Form einer Ampel. Rot würde demnach hochriskante Produkte, Gelb ein mittleres Risiko und Grün Anlagen mit relativ niedrigem Risiko signalisieren. Das klingt einfach, da ja schon jedes Kleinkind weiß, was die Ampelfarben bedeuten. Ich selbst gehörte damals zu den braven Kindern, die sich ganz bestimmt nicht bei Rot über die Straße getraut hätten, weil sie, von den Eltern nachhaltig zu Risikoaversion erzogen, um die Gefahr und die möglichen, fatalen Folgen wussten.</p>
<p>Angenommen, Frau Königs Risiko-Ampel hätte es schon vor einigen Jahrzehnten gegeben, ich wäre, – sofern ich mich nicht schon damals mit der Verhaltensökonomie beschäftigt hätte – genau wie viele andere Menschen auch dem Verfügbarkeitsirrtum erlegen. Weil die meisten von uns farbige und einfache Informationen gegenüber komplexen Sachverhalten bevorzugen, wären wahrscheinlich in weiten Teilen der Bevölkerung – zum Schutz des Verbrauchers – nie Aktien gekauft worden, vielleicht hätten es manche Unternehmen nie an die Börse geschafft. Und als unbedarfter Anleger hätte auch ich mich angesichts des Risikos eher den Produkten mit der grünen Ampelfarbe verschrieben, also einem Sparbuch, bei dem ich womöglich nach und nach aufgrund der negativen Realverzinsung mein Vermögen verloren hätte. Zu Recht sinnierte Claus Döring in der Ausgabe der Börsenzeitung zum vergangenen Wochenende, es hätte sich wohl mit einer solchen Ampel noch weniger Kapitalmarktkultur in Deutschland entwickelt, als es jetzt der Fall ist.</p>
<p>Die drei Farben einer Risikoampel vermitteln aber nicht nur dem Kleinanleger, Geldanlagen seien im Grunde eine einfache Sache, bei der man nicht weiter nachdenken muss. Nicht etwa weil die Anleger zu dumm dazu wären. Vielmehr entbindet ein derartiges Denken die Verbraucher davon, sich mit den tatsächlichen Risiken ihrer Finanzentscheidungen auseinanderzusetzen. Wobei ein ganz besonderes Risiko darin besteht, sich bei der Ampelbetrachtung automatisch seiner Chancen zu berauben. Tatsächlich geht es doch darum, das angemessene Verhältnis von Chance und Risiko einstufen zu können. Und das kann kein Automatismus sein, dafür muss man sich mit dem Geld-Thema intensiver beschäftigen (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.blognition.de/blog/wirtschaft/buecher-sind-uncool/">vgl. hier</a></span>), als unbeirrt bei Grün über einen beampelten Zebrastreifen zu schreiten – es soll auch schon bei grünem Licht den ein oder anderen erwischt haben. Oder sind Sie noch nie von einem Fahrradfahrer, der keine Farbenlehre kennt, ums Haar über den Haufen gefahren worden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Blödsinn 200-Tage-Linie</b></p>
<p>Zu den starken Vereinfachungen bei der Betrachtung von Finanzmärkten gehören auch jüngste Beiträge verschiedener Kommentatoren, die festgestellt haben, der Goldpreis sei über seinen 200-Tage-Durchschnitt geklettert, wodurch sich ein klares Kaufsignal ergeben habe. Ganz ehrlich: Ich habe dieses Signal schon viel früher erhalten, nämlich nach Überqueren der 23-Tage Linie (die soll ja noch aussagekräftiger sein), stand für mich bereits fest, dass Gold nur nach oben gehen konnte. Aber einmal Spaß beiseite. Abgesehen davon, dass gleitende Durchschnitte keine Prognosekraft besitzen, sind sie als Trendfolge-Indikator oft nicht profitabel und mit einer geringen Trefferquote ausgestattet. Aber das Überkreuzen einer 200-Tage-Linie auf einer farbigen Linienchart ist dem unbedarften Kleinanleger viel leichter vermittelbar als eine Goldhausse, die man mit fundamentalen Methoden derzeit nicht so recht erklären kann. Ohnehin möchte man die Anleger, vor allem die Fernsehzuschauer, mit schwierigen Dingen nicht gerne überfordern. „Die Kleinanleger möchten es einfach“, bekomme ich immer wieder im Vorgespräch zu einem Interview zu hören. Auch das ist eine Art von Wohlbefinden, die am Ende viel Geld kosten kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/farbenlehre/">Farbenlehre</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/farbenlehre/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
