<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Informationsverarbeitung Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/informationsverarbeitung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/informationsverarbeitung/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Jun 2017 13:41:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>Tag der Entscheidungen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag-der-entscheidungen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/tag-der-entscheidungen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2017 13:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhauswahl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9534</guid>

					<description><![CDATA[<p>Für viele Akteure an den Finanzmärkten scheint es nur noch eines zu geben: den bevorstehenden Super-Donnerstag, an dem nicht nur die Briten zur Wahlurne gebeten werden, sondern die Europäische Zentralbank tagen und James Comey, der ehemalige FBI-Chef, vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen wird. Ein buntes Gemisch von Informationen und eine Unzahl von Kombinationsmöglichkeiten für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/tag-der-entscheidungen/">Tag der Entscheidungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele Akteure an den Finanzmärkten scheint es nur noch eines zu geben: den bevorstehenden Super-Donnerstag, an dem nicht nur die Briten zur Wahlurne gebeten werden, sondern die Europäische Zentralbank tagen und James Comey, der ehemalige FBI-Chef, vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aussagen wird. Ein buntes Gemisch von Informationen und eine Unzahl von Kombinationsmöglichkeiten für den künftigen Verlauf der Entwicklung an den Finanzmärkten, womit die meisten Akteure allerdings überfordert sein dürften. Es wird möglicherweise sogar zu einem Informations-Overkill kommen, mit der Folge, dass die vielerorts erwartete (und erhoffte) Volatilität womöglich längst nicht so stark wie erwartet ausfallen wird.</p>
<p>Selbst wenn man alle besagten Informationen bereits vor deren Veröffentlichung zur Verfügung hätte, wäre längst nicht klar, was man damit anfangen sollte. Das wird schon am Beispiel der britischen Unterhauswahl deutlich, wo einem die Umfragen unter den Wählern suggerieren sollen, für welche Partei sich diese am Ende entscheiden werden. Nach Stand der Vorhersagen, werden die von Theresa May geführten Konservativen am Ende gegenüber der Labour-Partei einen Vorsprung von ein bis 7 Prozentpunkten haben. Ein recht breites Vorhersageband also, obwohl viele Umfrage-Institute angeblich aus den Prognosefehlern vom Brexit gelernt haben und ihre Modelle teilweise daran angepasst haben wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schnell mal nachoptimiert</strong></p>
<p>Das erinnert mich immer an Handels- oder Vorhersagemodelle an den Finanzmärkten, die nach einer ungünstigen Performance-Entwicklung bzw. einer schlechten Prognosephase nachträglich durch Schrauben an einigen Parametern angepasst werden und danach auch nicht besser funktionieren. Denn je mehr Parameter ein solches Modell aufweist, desto besser kann zwar die Vergangenheit nachgebildet werden. Aber Enttäuschungen, was die Zukunft angeht, sind programmiert.</p>
<p>Man stelle sich nur einmal vor, dass das von mir für am wahrscheinlichsten gehaltene Wahlergebnis vorab bereits als harte Information zur Verfügung stünde. Was würde man tun im Fall, wonach Theresa May zwar die Unterhauswahl gewinnen würde, aber nicht über die angestrebten 50 Sitze Vorsprung verfügte, womöglich sogar die absolute Mehrheit verlöre?<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> In diesem Falle müsste Theresa May eigentlich zurücktreten, denn sie hatte die vorgezogenen Neuwahlen ursprünglich einberufen, um ihren Entscheidungen zum Brexit eine breitere Basis zu verleihen. Was käme danach? Möglicherweise eine Spaltung der Konservativen Partei? Hard Brexit? Soft Brexit? Es gibt einfach zu viele mögliche Szenarien (von denen wir automatisch die meisten ausblenden). Oder würde die Premierministerin doch nicht zurücktreten?</p>
<p>Was die Anleger am hiesigen Aktienmarkt erwarten, können Sie meinem heutigen Kommentar, den ich <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Vor-dem-Super-Donnerstag-2280692" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER </strong></a></span>für die Börse Frankfurt erstellt habe, entnehmen. Falls Sie ein bewegtes Bild bevorzugen, drücken Sie bitte <span style="color: #339966;"><a style="color: #339966;" href="https://www.youtube.com/watch?v=7oAjOWC2lS8&amp;spfreload=10" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Eigentlich müsste die Premierministerin Ihre derzeitige Mehrheit von 17 Sitzen mindestens auf 34 verdoppeln um halbwegs von einem Erfolg sprechen zu können</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/tag-der-entscheidungen/">Tag der Entscheidungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/tag-der-entscheidungen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblick 2015 und Auspizien für 2016</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/rueckblick-2015-und-auspizien-fuer-2016/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/rueckblick-2015-und-auspizien-fuer-2016/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2015 08:30:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Ethics]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DAX]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbergs Thema des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=8250</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr ist nun die Zeit der Rückblicke und der Auspizien, der Prognosen für 2016, gekommen. Diesem Trend konnte auch ich mich nicht ganz entziehen und habe meine Aufzeichnungen nach Themen durchsucht, die Sie, liebe Leser(innen) meines Blogs, während der vergangenen zwölf Monate am stärksten interessiert haben. Interessanterweise waren dies im Gegensatz zum Vorjahr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/rueckblick-2015-und-auspizien-fuer-2016/">Rückblick 2015 und Auspizien für 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr ist nun die Zeit der Rückblicke und der Auspizien, der Prognosen für 2016, gekommen. Diesem Trend konnte auch ich mich nicht ganz entziehen und habe meine Aufzeichnungen nach Themen durchsucht, die Sie, liebe Leser(innen) meines Blogs, während der vergangenen zwölf Monate am stärksten interessiert haben. Interessanterweise waren dies im Gegensatz zum Vorjahr kaum Marktthemen.</p>
<p>So landete der Beitrag <em><strong><u><a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-der-luege-zur-wahrheit/"><em>Von der Lüge zur Wahrheit</em></a></u></strong></em> vom 22. Oktober dieses Jahres auf Platz drei meiner internen Hitliste. Das am zweithäufigsten in 2015 gelesene Thema beschäftigte sich mit der zu guten Stimmung am Aktienmarkt trotz des VW-Skandals und lautete am 30. September: <em><strong><u><a href="https://www.joachim-goldberg.com/es-wird-bedrohlich/"><em>Es wird bedrohlich</em></a></u></strong></em>. Der meist beachtete Blogbeitrag vom 12. November dieses Jahres <em><strong><u><a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-goldraub-von-1933/"><em>Der Goldraub von 1933</em></a></u></strong></em> setzte sich mit der Abschaffung des Goldstandards in den USA und der sich hartnäckig haltenden Legende, die USA seien bei der Tilgung ihrer Schulden noch nie in Verzug geraten.</p>
<p>Interessant: Auch wenn der Begriff Eurokrise zurzeit bei den Akteuren an den Finanzmärkten in den Hintergrund getreten ist, bleibt doch offenkundig, dass die Notenbankpolitik für die meisten Händler die wichtigste Rolle spielte und ökonomische Daten dabei oftmals in den Hintergrund traten.</p>
<p>Was die Zukunft angeht, habe ich ebenfalls diverse Einschätzungen (aber keine Punktprognosen für Weihnachten 2016), vornehmlich zum DAX, samt der Chancen und Risiken für das kommende Jahr in meinem Thema des Monats Dezember, das ich <strong><u><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a></u></strong> für die WGZ Bank erstellt habe, niedergelegt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/rueckblick-2015-und-auspizien-fuer-2016/">Rückblick 2015 und Auspizien für 2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/rueckblick-2015-und-auspizien-fuer-2016/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mal wieder Abgeschaltet</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/mal-wieder-abgeschaltet/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/mal-wieder-abgeschaltet/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2015 16:22:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hedonomics]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioral Economics]]></category>
		<category><![CDATA[Hitliste]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Szenariodenken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=7938</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am vergangenen Sonntagabend hatte ich mich richtig glücklich geschätzt, eine ausgezeichnete Inszenierung des Rosenkavaliers von Richard Strauss in der Frankfurter Oper genießen zu dürfen, statt mich mit dem Ergebnis des Referendums im griechischen Schuldendrama herumschlagen zu müssen. Und als ich in aller Herrgottsfrühe am darauffolgenden Morgen an meinem Schreibtisch die vielen Kommentare und Analysen durcharbeitete, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mal-wieder-abgeschaltet/">Mal wieder Abgeschaltet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Sonntagabend hatte ich mich richtig glücklich geschätzt, eine ausgezeichnete Inszenierung des Rosenkavaliers von Richard Strauss in der Frankfurter Oper genießen zu dürfen, statt mich mit dem Ergebnis des Referendums im griechischen Schuldendrama herumschlagen zu müssen. Und als ich in aller Herrgottsfrühe am darauffolgenden Morgen an meinem Schreibtisch die vielen Kommentare und Analysen durcharbeitete, fühlte ich mich angesichts der Informationsmenge schon fast ein bisschen hilflos. Ich gewann den Eindruck, dass in jeder Investmentbank, die etwas auf sich hielt, mindestens zwei Conference Calls zum Thema Griechenland für die Kunden abgehalten wurden. Um dann letztlich nur eine, zwei oder drei der unzähligen Facetten zu beleuchten, die sich aus den Folgen des „Nein“ der Griechen zum Reformprogramm ergeben könnten. Szenarien, die aufgrund der Verkettung ihrer zugrundeliegenden miteinander verbundenen Informationseinheiten ohnehin nur eine geringe Wahrscheinlichkeit haben dürften, tatsächlich einzutreten. Mit anderen Worten: Mir ist wahrscheinlich wie vielen anderen Marktteilnehmern bei all dem teils (unnötigen) Aktionismus alles zu viel geworden –</p>
<p>Ich habe abgeschaltet.</p>
<p>Und dann fiel mir siedend heiß ein, dass schon wieder ein Quartal vorübergezogen ist, weswegen eine kleine Rückschau angesagt war, welche Themen in unserem Blog in den vergangenen drei Monaten besonders häufig abgerufen wurden. Dabei hat sich die im ersten Quartal bereits begonnene Tendenz unter den Lesern fortgesetzt, sich nicht wie früher vornehmlich für Marktthemen zu interessieren. So brachte es etwa der Beitrag „<em><u><a href="https://www.joachim-goldberg.com/billig-billig-uber-alles/">Billig, billig, Uber alles</a>…</u>“</em> (16. Juni) auf den dritten Platz der meistgelesenen Blogs, der sich mit den Folgen des Dumpings bis hin zum Negativ-Lohn auseinandersetzt.</p>
<p>Das Thema Glück scheint in den vergangenen Monaten immer mehr im Kommen zu sein, was sich auch im Beitrag vom 5. Mai „<em><a href="https://www.joachim-goldberg.com/was-uns-angeblich-gluecklich-macht/">Was uns (angeblich) glücklich macht</a>“</em> zeigt, der Platz zwei unserer internen Hitliste belegte. Mit Abstand die meisten Leser zog jedoch „<em><a href="https://www.joachim-goldberg.com/aufs-falsche-gleis-gestupst/">Aufs falsche Gleis gestupst</a>“ </em>an, der sich mit den Tücken der mentalen Kontoführung beschäftigt und wieder einmal meinen alten Grundsatz bestätigt, dass Wohlbefinden Geld kostet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mal-wieder-abgeschaltet/">Mal wieder Abgeschaltet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/mal-wieder-abgeschaltet/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gerüchteküche</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/geruchtekuche/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/geruchtekuche/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 09:49:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Weidmann]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=5694</guid>

					<description><![CDATA[<p>Groß war das Geschrei, als der DAX am vergangenen Dienstag innerhalb von Minuten um mehr als 100 Zähler verlor und sich kurz darauf wieder erholte. Schnell war die Rede von Marktmanipulation und „dicken Fingern“. Auf Twitter wurde ich dann ganz rasch fündig: Ursache für den Kurssturz sollte die Meldung, Bundesbankpräsident Weidmann sei zurückgetreten, gewesen sein, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/geruchtekuche/">Gerüchteküche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Groß war das Geschrei, als der DAX am vergangenen Dienstag innerhalb von Minuten um mehr als 100 Zähler verlor und sich kurz darauf wieder erholte. Schnell war die Rede von Marktmanipulation und „dicken Fingern“. Auf Twitter wurde ich<span id="more-5694"></span> dann ganz rasch fündig: Ursache für den Kurssturz sollte die Meldung, Bundesbankpräsident Weidmann sei zurückgetreten, gewesen sein, welche allerdings  von der Bundesbank umgehend dementiert worden war. Nach deren Erkenntnissen soll das Gerücht von einem Twitter-Account, den ein Dienst für Finanznachrichten mit Zehntausenden von Followern betreibt, in Umlauf gebracht worden sein. Möglich, dass jemand versucht hatte, sich an der Mini-Panik zu bereichern, weswegen jetzt auch die Finanzaufsicht BaFin Ermittlungen aufgenommen hat.</p>
<p>Sicher ist es moralisch gesehen mehr als fragwürdig, zwecks Marktmanipulation gezielt Gerüchte in die Welt zu setzen, um dann deren Auswirkungen auf den Markt auszunutzen. Auch ist es verständlich, dass die Aufsichtsbehörden es nicht hinnehmen können, wenn Marktteilnehmer durch Streuung zweifelhafter Nachrichten einen Vorteil für sich herauszuschlagen versuchen. Aber hat es Marktgerüchte nicht schon seit Bestehen der Finanzmärkte gegeben? Das war früher auch nicht anders, als sich Händler per Telefon und Telex miteinander verständigten. Mit einem Unterschied: In jenen Zeiten konnten sich Gerüchte viel länger halten weil sie aufgrund fehlender oder zu langsamer Medien nur schleppend bestätigt oder dementiert wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Ein Gerücht, unterschiedliche Wirkung </b></p>
<p>Damals wie heute gilt allerdings, dass Gerüchte wie Informationen nur dann auf offene Ohren stoßen, wenn ihre Botschaft willkommen ist. Und darin liegt auch das Risiko desjenigen, der ein Gerücht in die Welt setzt: Es muss zur rechten Zeit am rechten Ort aufschlagen, um tatsächlich einen Effekt auf die Märkte zu haben. An einem anderen Tag hätte dasselbe Gerücht über einen Weidmann-Rücktritt womöglich DAX und Euro gar nicht unter Druck gebracht, sondern ihnen im Gegenteil sogar Auftrieb verliehen, weil, so hätte die Begründung lauten können, die EZB nun endlich ihren letzten notorischen Bedenkenträger verloren habe. Vielleicht hätte auch niemand das Gerücht ernst genommen, weil man sich gefragt hätte, warum denn um alles in der Welt Weidmann jetzt gerade das Handtuch werfe, wo er doch ursprünglich in den EZB-Rat berufen wurde, um dort den Platz seines zurückgetretenen Vorgängers Axel Weber einzunehmen und fortan die deutsche Position in der Eurokrise zu vertreten.</p>
<p>Interessant finde ich übrigens, dass man sich gerade im Aktienmarkt meist nur über diejenigen Gerüchte aufregt, in deren Folge die Kurse tatsächlich abstürzen. Kaum jemand findet etwas daran, wenn der DAX in Minutenschnelle ohne offensichtlichen Grund einfach mal ein, zwei Prozent abhebt. In diesem Fall, so könnte man einwenden, gäbe es ja auch längst nicht so viele Geschädigte, und wenn, dann träfe es ohnehin nur spekulative Leerverkäufer, denen dies sowieso recht geschähe. Auch dürfte sich niemand über die entgangenen Gewinne derjenigen aufregen, die aufgrund solcher Enten den rechtzeitigen Einstieg verpasst haben. Das sind ebenfalls Verluste, aber die sieht man nicht.</p>
<p>Und so bleibt der Wunsch, die Verbreiter von Gerüchten  in Finanzmärkten – sofern man deren Treiben überhaupt nachweisen kann – zu bestrafen, fragwürdig, wenn nicht gar wirkungslos. Denn Anleger und Investoren handeln ohnehin meistens Erwartungen, Hoffnungen oder gar Träume. Und nur ganz selten nackte Tatsachen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/geruchtekuche/">Gerüchteküche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/geruchtekuche/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abschalten</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/abschalten/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/abschalten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 06:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Heuristik]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsreduzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Naturaltausch]]></category>
		<category><![CDATA[Zinseszins]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=2751</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gutes Fernsehen muss offenbar einfach sein. Diesen Eindruck konnte ich gewinnen, als ich mir jüngst wieder einmal eine dieser zahlreichen Talkshows zur Euro-Krise anschaute. Aber ich hatte Verständnis dafür, dass angesichts des am selben Tage endenden Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs zur Rettung der Eurozone ein paar klare oder erklärende Worte vonnöten waren. Am besten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/abschalten/">Abschalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gutes Fernsehen muss offenbar einfach sein. Diesen Eindruck konnte ich gewinnen, als ich mir jüngst wieder einmal eine dieser zahlreichen Talkshows zur Euro-Krise anschaute. Aber ich hatte Verständnis dafür, dass angesichts <span id="more-2751"></span>des am selben Tage endenden Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs zur Rettung der Eurozone ein paar klare oder erklärende Worte vonnöten waren. Am besten möglichst einfach für den Endverbraucher portioniert und komplexitätsarm dargestellt.</p>
<p>Und da saßen sie nun, ein paar bekannte Politiker, von denen ich in solchen Talkrunden ohnehin nicht viel erwarte. Auf der anderen Seite aber waren die Experten, die offenbar versuchten, den komplexen Sachverhalt der Krise mit einfachen Worten zu erklären. Dass dergleichen mitunter ein schwieriges Unterfangen sein kann, haben bereits vor 40 Jahren Experimente zur Informations­verarbeitung gezeigt. Etwa zum Gebrauch von so genannten Heuristiken (Faustregeln), die den großen Vorteil bieten, Komplexität zu reduzieren und Zeit zu sparen. Allerdings zu Lasten der Genauigkeit bei den Ergebnissen.</p>
<p>Dieser Neigung zur Vereinfachung, damit das Volk auch wirklich den Ernst der Lage versteht, ist auch ein in der Show auftretender Finanzmarktexperte zum Opfer gefallen. Aber dieser musste natürlich am Ende auch seinem Namen voll und ganz gerecht werden und dem Zuschauer verraten, was man nun mit seinem Geld in den Zeiten der Krise anstellen solle. Und das, nachdem der Experte ausführlich über die Katastrophe und den Reset referiert hatte. Was blieb da noch an realen Sachwerten übrig? Gold? Na klar, aber das hat sowieso jeder. Vielleicht auch Silber? Oder gar Aktien? Da erhält man im Gegenzug etwas Reales, erfuhr ich. Nämlich einen Anteil an einem Unternehmen. Mit allem Drum und Dran. Und damit das Investment zum sicheren Erfolg führt, wird der interessierte Zuschauer belehrt, kann man sich gerade in unsicheren Zeiten gegen Kursrückschläge sogar absichern. Solche Instrumente, Optionen, die man auch als Versicherungen bezeichnen kann, kosten natürlich Geld. Prämien, die gerade bei der heutigen Volatilität möglicherweise Dividendenerträge und Kursgewinne mehr als aufzehren können. Aber viel mehr als das, trieb mich die Frage um, wer bei einem Untergang des Finanzsystems – das wäre doch der Worst Case – eine solche Versicherung noch bedienen könnte.</p>
<p>Aber der Finanzmarktexperte war nicht der einzige, der bei mir Fragen offen ließ. Etwa der Verbraucherschützer, der offensichtlich etwas gegen Aktien hatte. Der riet nämlich dem möglicherweise verschuldeten Konsumenten, zuerst seine Schulden schnell abzutragen. Das macht Sinn, wenn die Zinsen des Kredits tatsächlich hoch sind. Wenn dann noch Geld übrig bliebe, so der Experte, könne man an ein Sparbuch oder (angesichts der niedrigen Zinsen) an ein noch attraktiveres Festgeld denken. Da wurde mir sogleich die massive Differenz zwischen den derzeitigen Soll- und Habenzinsen vor Augen geführt. Aber über die regte sich zumindest in der Runde niemand auf. Ist ja auch keine Spekulation. Und wenn dann immer noch Geld übrig bliebe, solle man sich eine Immobilie zulegen, vernahm ich. Erst dann dürfe man an Aktien denken, womit mir mit einem Schlag klar wurde, warum Aktienengagements in Deutschland immer noch nur wenigen vorbehalten bleiben.</p>
<p>Fast hätte ich den Wirtschaftsprofessor aus Österreich vergessen. Der empörte sich nicht nur über den Zinseszins als Quelle allen Krisenübels. Nein, so lautete seine Forderung, man müsse Geld (das ohnehin alle 70-80 Jahre kaputt ginge) ganz abschaffen und zum Naturaltausch zurückkehren. Das sei doch nur fair. Und ich fragte mich, warum man sich vor mehr als 2000 Jahren überhaupt die Mühe gemacht hatte, Geld als fungibelstes aller Tauschmittel einzuführen. Vielleicht weil man offenbar nicht ohne weiteres sagen konnte, wie viele Äpfel eine Birne wert waren?</p>
<p>Am meisten regte mich aber auf, dass niemand in der ganzen Talkrunde imstande war, diesen teils haarsträubenden Geschichten argumentativ ein Ende zu machen. So blieb mir selbst nur mein eigenes endgültiges Argument übrig: Abschalten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/abschalten/">Abschalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/abschalten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heiße Informationen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/heise-information/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/heise-information/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 13:51:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Informationseffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=774</guid>

					<description><![CDATA[<p>Twitter, Facebook und andere virtuelle Netzwerke machen es möglich: So wurde ich doch tatsächlich von jemandem dazu eingeladen, sein Agieren an der Börse live mitzuerleben. Da macht mir (und vielen anderen natürlich auch) also jemand freiwillig vor, wie man Geld verdient. Im Minutentakt bekam ich ungefragt E-Mails mit heißen Tipps und jeder Menge Kauf- und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/heise-information/">Heiße Informationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Twitter, Facebook und andere virtuelle Netzwerke machen es möglich: So wurde ich doch tatsächlich von jemandem dazu eingeladen, sein Agieren an der Börse live mitzuerleben. Da macht mir (und vielen anderen natürlich auch) also jemand freiwillig vor, wie man Geld verdient. Im Minutentakt bekam ich <span id="more-774"></span>ungefragt E-Mails mit heißen Tipps und jeder Menge Kauf- und Verkaufsempfehlungen zugesandt. Gespickt mit noch heißeren Hintergrundinformationen, ganz exklusiv, nur für uns, seine <em>follower</em>. Fast gewann ich den Eindruck, ich bräuchte ihm tatsächlich nur zu folgen, und dann klappt das schon mit dem Reichtum.</p>
<p>Nein, es geht mir hier nicht darum, die wahren Motive dieses scheinbar so selbstlosen Zeitgenossen zu ergründen. Vielmehr dachte ich nur darüber nach, wie sich die Zeiten doch geändert haben. Denn vor gut 30 Jahren, als ich im Devisenhandel zu arbeiten begann, standen uns im Gegensatz zu heute nur wenige Informationsquellen zur Verfügung. Damals gab es in den meisten Handelssälen noch keine TV-Geräte. Das Wirtschaftsfernsehen war noch nicht erfunden, kein n-tv, kein CNBC, kein DAF sendete sein Programm. Und selbst von den großen Nachrichtenagenturen haben wir nicht viel mitbekommen. Man könnte sagen, dass seinerzeit grob 90 Prozent der Informationen aus Gerüchten bestanden, aus Mutmaßungen, die die Händler untereinander am Telefon austauschten. Man könnte auch sagen: Um 17 Uhr, mit Ende des Handelstages, kam der Informationsaustausch praktisch zum Erliegen. Natürlich hatte man über Nacht, wenn es sein musste, noch ein Ohr am Puls der Märkte, besser gesagt: am Telefonhörer, falls die Kollegen in New York, Tokio und Singapur etwas Wichtiges mitzuteilen hatten. Ansonsten beschränkten sich die harten Informationen darauf, was der Fernschreiber viermal täglich ausspuckte: Eröffnungskurse, Mittelkurse, Schlusskurse, und dann und wann einige relevante Wirtschaftsdaten oder Nachrichten zu politischen Ereignissen. Und natürlich die Beschlüsse von Fed und Deutscher Bundesbank.</p>
<p>Wie beschaulich das im Rückblick erscheint! Heute leben wir – und das nicht nur an den Finanzmärkten &#8211; in einer Epoche des informationellen Overkills. Betrachtet man zum Beispiel den Arbeitsplatz eines Investmentbankers, so kann man den Eindruck gewinnen, je höher sein Rang, desto mehr Bildschirme sind auf der Tischplatte vor ihm aufgereiht. Windows hier, Livekommentare, Tickerbänder und Charts dort. Massen von Informationen, die kein Mensch in toto wahrnehmen, geschweige denn verarbeiten kann. Bestenfalls nur drei bis vier Prozent sollen es wissenschaftlichen Studien zufolge sein. Dass wir am Ende von diesen wenigen Informationen wiederum nur einen Bruchteil wirklich benötigten, galt übrigens schon damals: Was uns nicht in den Kram, also ins eigene Portfolio passte, haben wir ganz schnell verdrängt und manchmal auch nicht einmal weitergesagt. </p>
<p>Ein Gerücht ist allerdings nicht aus der Welt zu schaffen, vor allem unter Ökonomen hält es sich hartnäckig: Jene Unterstellung nämlich, dass sich alle verfügbaren Informationen stets und sofort in den Marktpreisen niederschlagen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/heise-information/">Heiße Informationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/heise-information/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
