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	<title>Griechenland Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Pacta sunt servanda</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2015 14:46:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Wochenverlauf bis zum heutigen Aschermittwoch kann durchaus als große Enttäuschung bezeichnet werden, wenn man alleine die Entwicklung in der Ukraine oder das Griechenland-Drama betrachtet. Was mich dabei immer wieder umtreibt: Mit welcher Nonchalance Politiker Abmachungen und Verträge vom Tisch wischen. Sei es ein vereinbarter Waffenstillstand oder ein Schuldenabkommen. Aber auch im Kleinen, in unserem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wochenverlauf bis zum heutigen Aschermittwoch kann durchaus als große Enttäuschung bezeichnet werden, wenn man alleine die Entwicklung in der Ukraine oder das Griechenland-Drama betrachtet. Was mich dabei immer wieder umtreibt: Mit welcher Nonchalance Politiker Abmachungen und Verträge vom Tisch wischen. Sei es ein vereinbarter Waffenstillstand oder ein Schuldenabkommen. Aber auch im Kleinen, in unserem Alltag, scheint gerade im Zuge der permanenten Selbstoptimierung mit zunehmendem Maße eine Haltung hoffähig zu werden, Versprechen nicht einhalten zu müssen. Der Grundsatz „pacta sunt servanda“ („Verträge sind einzuhalten“) gilt anscheinend immer nur bei einigermaßen gleich starken Partnern.</p>
<p>Gerade was den Disput zwischen der Eurozone und Griechenland angeht, wird immer wieder gerne die Spieltheorie angeführt, mit der sich der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis so gut auskennen soll. Aber viele Ökonomen und Analysten sind auch so längst dem Schluss gekommen, dass man selbst vor einem „Grexit“, einem Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone, keine Angst haben müsse. Offenbar hat man alle möglichen Szenarien, die sich aus dem Streit zwischen Griechenland und der Eurozone entwickeln könnten bereits durchgespielt, wodurch zumindest unser Kontrollbedürfnis zunächst einmal gestillt zu sein scheint. Dabei sollte doch klar sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eines dieser Szenarien, die wir uns heute vorstellen können, tatsächlich so eintritt, gegen Null tendiert.</p>
<p>Fast könnte man den Eindruck bekommen, dass die institutionellen Anleger hierzulande diese Erkenntnis beherzigen und sich derzeit bei Aktienkäufen zurückhalten. Aber ich glaube, dies hat andere Gründe. Welche, habe ich in meinem heutigen Kommentar zur jüngsten Stimmungserhebung der Börse Frankfurt (<span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+am+aschermittwoch+ist+nichts+vorbei+79592">HIER</a></strong></span>) dargelegt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/pacta-sunt-servanda/">Pacta sunt servanda</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Schmutziger Donnerstag?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2015 18:05:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss zugeben: Für das närrische Treiben der Karnevalisten habe ich derzeit leider keinen richtigen Nerv. Zumal ich seit gestern Nachmittag angesichts der Entwicklungen in der Griechenland-Krise und dem Ukraine-Konflikt vorübergehend etwas die Übersicht verloren hatte. War ich heute Früh noch der Meinung, die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungen erwartet ausgefallen und der Waffenstillstand zwischen der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugeben: Für das närrische Treiben der Karnevalisten habe ich derzeit leider keinen richtigen Nerv. Zumal ich seit gestern Nachmittag angesichts der Entwicklungen in der Griechenland-Krise und dem Ukraine-Konflikt vorübergehend etwas die Übersicht verloren hatte. War ich heute Früh noch der Meinung, die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungen erwartet ausgefallen und der Waffenstillstand zwischen der Ukraine und den pro-russischen Separatisten sei eher als Überraschung auf der positiven Seite zu bewerten, haben sich beide Einschätzungen mittlerweile um 180 Grad gedreht.</p>
<p>Insbesondere der Prozess der Verhandlungen zwischen Griechenland und der Eurozone dürfte mehr positive Aspekte zeitigen als viele Beobachter heute früh noch gedacht haben mögen. Angesichts der hohen gegensätzlichen Commitments der Kontrahenten in der Schuldenfrage war ohnehin kein schneller Kompromiss zu erwarten. Man stelle sich nur einmal vor, die Beteiligten hätten bereits gestern Abend mit einem schnellen Verhandlungsergebnis aufgewartet. Da hätte sich manch einer gefragt, wie man bei so starken gegensätzlichen Positionen derart schnell zu einer sinnvollen Übereinkunft kommen könne. Denn es geht nicht nur um eine tragfähige Lösung für Griechenland, sondern um eine Blaupause für andere Wackelkandidaten in der Eurozone. Möglicherweise ist man dabei einem Kompromiss jedoch schon erheblich näher gekommen – allein die Dramaturgie verlangt es, dass sich die Beteiligten noch eine Weile abkämpfen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Neue Einschätzungen und Vorträge</strong></p>
<p>Ich selbst hatte heute das Vergnügen, beim Deutschen Anlegerfernsehen (DAF) Gesprächspartner von Viola Grebe zu sein, wobei wir uns vor allem um die Einflüsse der derzeitigen politischen Unwägbarkeiten auf DAX und Euro beschäftigt haben. Das Interview können Sie <strong><a href="http://www.daf.fm/video/marktexperte-goldberg-bleibe-bullish-fuer-den-dax-50176941.html">HIER</a></strong> abrufen.</p>
<p>Abschließend noch zwei Hinweise in eigener Sache. Zum einen wird mein Wochenausblick, den ich regelmäßig für die WGZ Bank erstelle, wegen Rosenmontag erst einen Tag später zur Verfügung stehen.</p>
<p>Zum zweiten möchte ich an dieser Stelle noch auf mein neues Angebot zu Vorträgen und Seminaren über die wichtigsten Erkenntnisse der Verhaltensökonomie (Behavioral Economics) und der Behavioral Finance hinweisen. In den Veranstaltungen geht es praxisorientiert um ökonomische Entscheidungssituationen und deren Folgen an den Finanzmärkten, in Wirtschaft und Politik sowie im ganz normalen Alltag. Eine Übersicht über das erweiterte Programm finden Sie <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.joachim-goldberg.com/veranstaltungen/">HIER</a></span></strong>.</p>
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		<title>Negativzinsen auf griechische Schulden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2015 17:26:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum dritten Mal in Folge hat der DAX im Wochenvergleich zugelegt – dieses Mal um 3,9 Prozent. Dennoch will die Mehrheit der Börsianer diesem Trend offensichtlich nicht folgen, obgleich das quantitative Lockerungsprogramm der Europäischen Zentralbank vom vergangenen Donnerstag eigentlich zu massiven Käufen heimischer Investoren hätte führen müssen. Und wer bislang den Linksruck nach der Griechenland-Wahl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum dritten Mal in Folge hat der DAX im Wochenvergleich zugelegt – dieses Mal um 3,9 Prozent. Dennoch will die Mehrheit der Börsianer diesem Trend offensichtlich nicht folgen, obgleich das quantitative Lockerungsprogramm der Europäischen Zentralbank vom vergangenen Donnerstag eigentlich zu massiven Käufen heimischer Investoren hätte führen müssen. Und wer bislang den Linksruck nach der Griechenland-Wahl vom Sonntag als Hinderungsgrund für einen Einstieg am Aktienmarkt hierzulande gesehen haben sollte, dürfte gerade nach den vielerorts getätigten Kommentaren, wonach man sich selbst bei einem so genannten Grexit keine allzu großen Sorgen für die Eurozone machen müsse, seine Kauf-Hemmung verloren haben.</p>
<p>Nein, eigentlich braucht es keinen Schuldenschnitt für Griechenland. Und wenn ich höre, dass die Laufzeit der bestehenden Kredite mit ganz niedrigen Zinsen um Jahre in die Zukunft verschoben werden könnte, sollte ich sarkastischer Weise sogleich hinzufügen: Warum eigentlich nicht zu Negativzinsen? 50 oder 100 Jahre lang? Das wäre doch obendrein ein tolles Konjunkturprogramm und müsste gar nicht so teuer sein. Hauptsache alles wird irgendwann zum Nennwert zurückgezahlt, dann gibt es keinen Staatsbankrott – hm…</p>
<p>Aber bekanntermaßen sorgt ein hoher Einstandspreis, wie er sich nun für viele Daxianer darstellt, dafür, dass man eben doch nicht zugreifen möchte. Und so haben wir mit der heutigen Erhebung der Börse Frankfurt wieder einmal einen typischen Sentiment-Klassiker vorliegen: Der DAX steigt und die Stimmung wird schlechter, weil die Mehrheit der Anleger nicht mit von der Partie ist. Immerhin: Für diejenigen die dem DAX die Stange gehalten haben, hat sich die Angelegenheit ausgezahlt.</p>
<p>Es durften fette Gewinne eingestrichen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie es nun weitergehen könnte, erfahren Sie aus meiner jüngsten Analyse, die ich <strong>HIER</strong> für die Börse Frankfurt erstellt habe.</p>
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		<title>Zwischen EZB und Griechenland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2015 11:47:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über die gestrigen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank ist so viel geschrieben worden, dass ich mich zumindest in meinem Blog eines weiteren Kommentares enthalten möchte. Die Positionen zum quantitativen Lockerungsprogramm der EZB sind ohnehin sehr kontrovers, wobei mir allerdings aufgefallen ist, dass sich der ein oder andere Kommentator zumindest für meinen Geschmack in der Tonlage vergriffen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über die gestrigen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank ist so viel geschrieben worden, dass ich mich zumindest in meinem Blog eines weiteren Kommentares enthalten möchte. Die Positionen zum quantitativen Lockerungsprogramm der EZB sind ohnehin sehr kontrovers, wobei mir allerdings aufgefallen ist, dass sich der ein oder andere Kommentator zumindest für meinen Geschmack in der Tonlage vergriffen hat. Man kann über den EZB-Präsidenten Mario Draghi denken wie man will, aber persönliche Angriffe oder gar Vergleiche mit dem Teufel finde ich völlig daneben. Zumal die Beschlüsse nicht von einer einzigen Person, sondern von der Mehrheit eines Gremiums, hier dem EZB-Rat, gefällt worden sind.</p>
<p>Unterdessen habe ich mir Gedanken zur Griechenland-Wahl am kommenden Sonntag gemacht und diese im jüngsten Thema des Monats <em>Griechenlandwahl im Fokus und die Rolle der Psychologie, </em>das ich wie immer für die WGZ Bank erstellt habe, <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html"><strong>HIER</strong></a></span> dargestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Griechenland nur Nebenschauplatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 08:45:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich wundere mich immer wieder darüber, wie sehr man sich mit den Zahlen des jüngsten Griechenland-Deals mancherorts beschäftigt. Da wird philosophiert, wo denn der Schuldenstand Griechenlands im Jahre X sein soll oder was uns die ganze Rettung überhaupt kosten wird. Ein Kommentator schrieb sogar von einem Rund-um-sorglos-Paket, das morgen den Bundestag passieren soll, obwohl der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wundere mich immer wieder darüber, wie sehr man sich mit den Zahlen des jüngsten Griechenland-Deals mancherorts beschäftigt. Da wird philosophiert, wo denn der Schuldenstand Griechenlands im Jahre X sein soll <span id="more-5481"></span>oder was uns die ganze Rettung überhaupt kosten wird. Ein Kommentator schrieb sogar von einem Rund-um-sorglos-Paket, das morgen den Bundestag passieren soll, obwohl der ganz große Teil der Durchwinker dieses Programms vermutlich gar nicht weiß, worüber er konkret abstimmen wird. So gesehen, ist die Verschiebung der Abstimmung von heute auf morgen eher Spiegelfechterei.</p>
<p>Vielmehr besteht doch die Schlüsselbotschaft der jüngsten Griechenlandbeschlüsse nicht darin, unter welchen Bedingungen das Land seine Schuldenproblem gelöst bekommt, sondern dass das politische Commitment in der Eurozone, dieses Problem überhaupt lösen zu wollen, immer noch intakt ist. Mit den neuen Beschlüssen der vergangenen Woche, deren Zeitplan und Zielgrößen von einigen Kommentatoren zu Recht angezweifelt werden, wurde zumindest eine Hängepartie vermieden. Am Ende sollte für die Politiker und die Bürger hierzulande eigentlich nur die Erkenntnis bleiben, dass Deutschland für den Erhalt der Eurozone einen hohen Preis bezahlen muss und es letztlich nur darum geht, wie diese Kröte der Bevölkerung verkauft wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Salamitaktik</strong></p>
<p>Offensichtlich hat man sich für eine scheibchenweise Vorgehensweise entschieden, an deren Ende die Eurozone um jeden Preis gerettet werden soll und vielleicht auch gerettet wird. Erfahrungsgemäß sind mit dieser Vorgehensweise Zeitverluste verbunden, die nicht nur zusätzlich Geld kosten, sondern das bestehende psychologische Commitment der Politiker weiter eskalieren lassen. Mit der Folge, dass eine Rettung den höchstmöglichen aller Preise kosten wird. Aber all die Zahlen, die ohnehin so schön abstrakt sind, können wir jetzt schon nicht mehr hören, geschweige denn bewerten, um wie viele Milliarden Euro es tatsächlich geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Investoren haben &#8218;fiskalische Klippe&#8216; bereits umschifft</strong></p>
<p>Für die Aktien-Investoren mag das wieder aufgekeimte Momentum beim Prozess zur Lösung der Griechenland-Krise und die Einigkeit der Politiker ein Vertrauenssignal darstellen. Dennoch glaube ich nicht, dass die Griechenland-Problematik – genauso wenig wie die Diskussionen um einen politischen Kompromiss bei der so genannten fiskalische Klippe in den USA, wo der Countdown unerbittlich zu laufen scheint – die Optimisten im Aktienmarkt bei ihren Entscheidungen nachhaltig beeinflusst hat. Deren Beweggründe finden Sie in meinem Kommentar zu gestrigen <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+schwingende+optimisten+43956">Stimmungserhebung der Börse Frankfurt</a>, während sich mein Kollege Gianni Hirschmüller mit der <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+schwingende+optimisten+43956">DAX-Detailanalyse</a> (bitte den Reiter „Detailanalyse“ anklicken) befasst hat.</p>
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		<title>Facettenreicher Abschied von Sparprogrammen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:05:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zwar schickt man sich in Europa nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich und den Regionalwahlen in Großbritannien an, von den in erster Linie deutschen Spardiktaten Abschied zu nehmen. Doch von einer drastischen Kehrtwende, wie sie den Radikalen Linken in Griechenland vorschwebt, wollen die europäischen Partner gar nichts wissen. Interessanterweise waren in einer Umfrage vor den Parlamentswahlen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/facettenreicher-abschied-von-sparprogrammen/">Facettenreicher Abschied von Sparprogrammen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar schickt man sich in Europa nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich und den Regionalwahlen in Großbritannien an, von den in erster Linie deutschen Spardiktaten Abschied zu nehmen. Doch von einer drastischen Kehrtwende, wie sie den Radikalen Linken in Griechenland vorschwebt,<span id="more-3941"></span> wollen die europäischen Partner gar nichts wissen.</p>
<p>Interessanterweise waren in einer Umfrage vor den Parlamentswahlen zwei Drittel der Griechen immerhin noch der Ansicht, ihr Land solle in der Eurozone bleiben. Das Wahlergebnis zeigt indes, dass man mit den Bedingungen dafür offenbar nicht einverstanden ist. Kein Wunder, wenn sich viele Investoren von den wahrscheinlichen Neuwahlen in Griechenland auch keine neuen Erkenntnisse versprechen – das Land wird im besten Fall (wenn überhaupt) von einer Mehrparteienkoalition regiert werden müssen. Dabei wird das griechische Bündnis der Radikalen Linken beim nächsten Mal womöglich ein Viertel der Wählerstimmen auf sich vereinigen können. Dass jene den Schuldendienst einfach einstellen, ist natürlich inakzeptabel. Aber es scheint sich immer deutlicher herauszukristallisieren, dass eine Währungsunion ohne die Möglichkeit von Transferzahlungen auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten ist.</p>
<p>Immerhin liefert die Deutsche Bundesbank einen Denkanstoß, indem sie zumindest vorübergehend höhere Inflation und steigende Löhne in Deutschland akzeptieren könnte, um die hiesige Binnennachfrage und die Importe anzuschieben. Unterdessen könnten angeschlagene Staaten an der Peripherie Europas durch Preis- und Lohnsenkungen wettbewerbsfähiger gemacht werden. Abgesehen davon, dass man Inflation nicht durch Herbeireden schaffen kann, wie das Beispiel Japan zeigt, dürfte dieser Weg des Transfers Jahre in Anspruch nehmen, bis seine Wirksamkeit sichtbar wird. Ein Zeitraum der für Griechenland schlicht und einfach zu lang sein dürfte. Griechenland braucht indes zumindest eine schnelle und auf kurze Sicht wirksame Perspektive. Allein schon um den Zustand der Unregierbarkeit rasch zu beenden. Dazu gehört aus deutscher Sicht, das unsinnige Spardiktat so schnell wie möglich zu modifizieren. Auch unter Inkaufnahme des psychologischen Nachteils eines vermeintlichen Kontrollverlusts. Schließlich war es ohnehin nur eine Illusion, Griechenland „erziehen“ zu können.</p>
<p>Was dies für die Stimmung an den Finanzmärkten bedeutet, erfahren Sie in meinen heutigen Interviews bei <a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/teleboerse/Teleboerse-von-11-45-Uhr-article2996021.html" target="_blank">n-tv (mit Sabrina Marggraf, ab 11:48 Uhr)</a> und beim <a href="http://www.daf.fm/video/goldberg-bundesbank-nimmt-mehr-inflation-in-kauf-50153938.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehen (DAF)</a>, das Andreas Scholz mit mir führte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/facettenreicher-abschied-von-sparprogrammen/">Facettenreicher Abschied von Sparprogrammen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Commitment-Poker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 07:31:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren haben wir alle noch auf ein griechisches Wunder gehofft. Damals hatte die EU-Kommission gerade neue Griechenlandpläne verkündet: Sie wollte die Griechen fest an die Hand nehmen, um sie durch einen strikten Sparkurs zu führen. Auch indem das Land regelmäßig zum Rapport gebeten werden sollte. Schon damals fragte ich mich, womit man einem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/commitment-poker/">Commitment-Poker</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren haben wir alle noch auf ein griechisches Wunder gehofft. Damals hatte die EU-Kommission gerade neue Griechenlandpläne verkündet: Sie wollte die Griechen fest an die Hand nehmen, um sie durch einen strikten Sparkurs zu führen. Auch indem das Land<span id="more-3241"></span> regelmäßig zum Rapport gebeten werden sollte. Schon damals fragte ich mich, womit man einem Beinahe-Bankrotteur noch drohen könnte. Mit Geldstrafen etwa, wie sie seinerzeit im Gespräch waren? Auch kann ich mich noch gut daran erinnern, wie Griechenland der EU-Kommission versprach, seine Neuverschuldung bis zum Jahre 2012 unter drei Prozent des BIP zu drücken – damals hatte dieses Defizit gerade die 13-Prozent-Marke erreicht.</p>
<p>Nun hören wir zum wiederholten Male, dass Griechenland die ihm auferlegten zusätzlichen Einsparungen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro akzeptieren wird. Aber die EU-Finanzminister haben sich gerade einmal zu einer Telefonkonferenz durchringen können – immerhin will man jetzt am kommenden Montag über die Hilfsgelder entscheiden. Damals wie heute spielt man auf Zeit, aber auch heute geht es um die Frage, ob Griechenland sein gegebenes Versprechen wird einhalten können. Wo wir doch ohnehin schon wissen, dass auch diese Sparanstrengungen die Verschuldung Griechenlands nicht, wie vor kurzem noch geplant, auf 120 Prozent des Bruttosozialprodukts bis 2020 gedrückt haben werden. Jeder weiß: Es kann und es wird nicht klappen. Denn jede weitere drastische Sparmaßnahme wird die Wirtschaftsleistung weiter schrumpfen lassen. Dennoch wird weiter Commitment-Poker gespielt, weil die Einsätze aller Beteiligten längst viel zu hoch sind, als dass einer passen könnte.</p>
<p>Heute stelle ich mir genauso wie damals die Frage, auch wenn das zu jener Zeit noch als unschicklich galt, warum die griechische Regierung immer noch nicht in der Lage ist, Steuern in angemessener Höhe einzutreiben oder den lange versprochenen Verkauf von Staatsbesitz endlich einzuleiten. Es wäre doch ein Leichtes, mit Hilfe einer oder mehrerer Investmentbanken einen Staatsfonds zu gründen, der dieses Vermögen direkt veräußert oder sich alternativ Geld über die Emission von Anteilen am Fonds beschafft. Allerdings mit der Auflage, dass diese Werte bzw. Anteile ausschließlich an Personen mit griechischer Staatsbürgerschaft verkauft werden dürften. Auch wenn dadurch nicht die anvisierten 50 Milliarden Euro eingenommen werden könnten: Das Land müsste sich nicht ausgeraubt und gedemütigt fühlen.</p>
<p>Und wenn es dann noch gelänge, der Steuerflüchtigen und ihrer Riesengeldsummen endlich habhaft zu werden – vielleicht sollte Griechenland wahr machen, wovon dereinst Steinbrück schwadronierte, und seine Kavallerie in die Schweiz schicken – müsste man sich bedeutend weniger Sorgen machen, ob sich zu den wütenden Menschen auf der Straße demnächst nicht auch noch Angestellte des öffentlichen Dienstes, etwa Feuerwehrleute und Polizisten, hinzugesellen.</p>
<p><span style="font-size: small;">So aber bleibt das Gefühl, dass die Zeit bis zur endgültigen Pleite Griechenlands immer kürzer und der Zorn seiner Bürger und Politiker immer heftiger wird.</span></p>
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		<title>Griechenland-Lethargie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 11:41:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Spitzenpolitiker Griechenlands hätten, was das neue Sparprogramm angeht, keine Einigung erzielt. So oder ähnlich drückten dies heute früh einige Kommentatoren aus, natürlich ex negativo. Man könnte aber auch sagen, es sei beinahe ein Übereinkommen erzielt worden, denn die fehlenden 300 Millionen Euro an Einsparungen wirken etwa im Vergleich zum ganzen Hilfspaket zur Rettung Griechenlands [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Spitzenpolitiker Griechenlands hätten, was das neue Sparprogramm angeht, keine Einigung erzielt. So oder ähnlich drückten dies heute früh einige Kommentatoren aus, natürlich ex negativo. Man könnte aber auch sagen, <span id="more-3206"></span>es sei <em>beinahe</em> ein Übereinkommen erzielt worden, denn die fehlenden 300 Millionen Euro an Einsparungen wirken etwa im Vergleich zum ganzen Hilfspaket zur Rettung Griechenlands fast schon verschwindend gering. Andersherum könnte man wiederum argumentieren, 300 Millionen Euro seien immerhin 10 Prozent des gesamten, bislang 3 Milliarden Euro schweren neuen Pakets an Sparmaßnahmen, über das die griechischen Parteien gestern bereits Einigung erzielten. Also doch schon wieder relativ viel.</p>
<p>Man kann sich vorstellen, wie müde viele Akteure an den Finanzmärkten angesichts dieses Relativierens mittlerweile geworden sind. Und man kann es ihnen auch nicht verdenken, dass sie das ganze Schauspiel, das nunmehr x-te Endspiel um Griechenland, das wieder einmal (hoffentlich) in der allerletzten Minute zum Positiven entschieden sein wird, wie eine Farce auffassen. Denn Griechenlands Wirtschaft wird angesichts der neuen Sparkeule weiter schrumpfen. Damit wird das nächste Spar-Diktat – sofern es überhaupt noch etwas zu sparen gibt – nicht allzu lange auf sich warten lassen.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Teilnehmer an den Finanzmärkten scheinen in der Causa Griechenland geradezu lethargisch geworden zu sein. Vielleicht auch aus der Erfahrung heraus, es sei in den vergangenen Monaten, selbst wenn es ganz düster aussah, immer noch irgendwie weitergegangen. Vielleicht ist dieser Glaube aber auch nur eine gefährliche Illusion. Gerade weil die meisten Marktteilnehmer davon ausgehen, selbst eine Zahlungsunfähigkeit Griechenlands sei bereits eingepreist, könnte man sogar von einer Kontrollillusion sprechen, deren Kennzeichen eigentlich die Euphorie und nicht die Lethargie ist.</p>
<p><span style="font-size: small;">Aber vielleicht ist Europa ja tatsächlich gerettet, vor allem, wenn sich die EZB auch noch an einem griechischen Schuldenschnitt beteiligen sollte. Zumindest ist der 29. Februar, der Tag des zweiten dreijährigen Tenders, nicht mehr allzu weit – die Volumens-Schätzungen gehen bis zu 1 Billion Euro, die sich die Banken bei der EZB auf diesem Wege besorgen könnten. Damit wäre de facto ein quantitatives Lockerungsprogramm auf den Weg gebracht, das den beiden ersten QE-Programmen der USA in nichts nachstehen würde. Zu diesem Thema habe ich mich auch im heutigen Interview beim <a href="http://www.daf.fm/video/joachim-goldberg-dax-hat-noch-potenzial-neutrale-lage-50151587-DE0008469008.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehen (DAF) </a>geäußert, zu dem Andreas Scholz eingeladen hatte.</span></p>
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		<title>Zweifelhaftes Recht auf Rendite</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 07:43:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das ist doch die Höhe! dachte ich in einem ersten Reflex, als ich las, dass die mächtigen Hedgefonds laut einem Bericht der „New York Times“ vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen wollen, um ihr Recht auf Rendite einzuklagen. Dies zumindest soll ihr Plan sein, falls Griechenland die Vertragsbedingungen seiner Staatsanleihen ändern und seine Schulden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch die Höhe! dachte ich in einem ersten Reflex, als ich las, dass die mächtigen Hedgefonds laut einem Bericht der „New York Times“ vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen wollen, um ihr Recht auf Rendite einzuklagen. Dies zumindest soll ihr Plan sein, <span id="more-3107"></span>falls Griechenland die Vertragsbedingungen seiner Staatsanleihen ändern und seine Schulden nicht zurückzahlen wird. Denn ein erzwungener Schuldenschnitt sei ein Eingriff in das Eigentumsrecht, und das gelte in der EU als Menschenrecht, so die Argumentation der Hedgefonds.</p>
<p>Dann aber erinnerte ich mich an einen Beitrag des Politikwissenschaftlers Robert Reich in der FTD vom 18. Januar, der darauf hinwies, dass die gegenwärtige Krise ein Triumph von Verbrauchern und Anlegern über Arbeitnehmer und Bürger sei. Viele von uns nehmen auf irgendeine Weise eine oder mehrere dieser Positionen gleichzeitig ein. Sei es als Anleger, der eine höhere Rendite als sein Nachbar anstrebt – ein Ehrgeiz, der viele beflügelt. Sei es als Verbraucher, der sich aufgrund des riesigen globalen Angebots im Internet den günstigsten Flatscreen oder den nächsten spottbilligen Kurzurlaub sucht. Müßig zu sagen, dass das eine Prozent Überrendite oder aber auch das Schnäppchen &#8222;made in Taiwan, Malaysia oder China&#8220; letztlich von irgendjemandem bezahlt werden muss. Bei Konsumgütern sind dies möglicherweise Kinder, mitunter aber auch Erwachsene, die irgendwo in der Welt, weit weg von hier, unter teils unsäglichen Bedingungen das produzieren müssen, was wir günstig einkaufen. Oder die Billigangebote hierzulande, die nur deswegen möglich sind, weil Arbeitnehmer seit Jahren Reallohneinbußen hinnehmen oder die Niedrigpreise sogar mit ihrer Entlassung bezahlen müssen.</p>
<p>Der Anleger bezahlt den Renditevorsprung gegenüber den anderen normalerweise mit einem höheren Risiko. Auch ich kenne jemanden, der sich mit billigen griechischen Bonds eingedeckt hat, in der Hoffnung oder der vermeintlichen Gewissheit, dass im Zweifel andere einspringen würden, wenn die Rückzahlung nicht mehr gewährleistet ist. Auch Hedgefonds haben darauf gesetzt, indem sie solche Ausfälle nicht nur einfach-, sondern gleich mehrfach versichert haben. Wenn also Investoren meinen, es könne nicht sein, dass Angela Merkel darüber entscheidet, wer Verluste erleidet, dann vergessen sie dabei, dass die deutsche Kanzlerin ihre Bürger verteidigt, um einer Sozialisierung europäischer Verluste zu entgehen.</p>
<p>Ja, fast hat man den Eindruck, die Hedgefonds verhielten sich wie private Verbraucher, die behaupten, falsch beraten worden zu sein, und sich nun auf dem Rechtsweg ihre Verluste wieder zurückzuholen. Warum also regen wir uns auf? Ist nicht jeder von uns ein Schnäppchenjäger? Ist das alles gar nicht so dramatisch, weil manche von uns Anleger, Verbraucher, Arbeitnehmer und Bürger in Personalunion sind? Dann wäre tatsächlich nicht alles so tragisch. Probleme gibt es nur, wenn diejenigen, die den Hedgefonds ihr Geld zur Verfügung stellen, weder Arbeitnehmer noch Bürger unseres Landes sind. Oder sich diese Anleger – und dies dürfte nicht selten der Fall sein – aufgrund der Ungleichverteilung des Vermögens in der Gesellschaft unter den obersten Zehntausend befinden. Dann bekommen wir tatsächlich ein komisches Gefühl. Denn zu den europäischen Menschenrechten gehört nicht nur das Recht auf Eigentum, sondern auch das Recht auf Freiheit, Sicherheit, Arbeit und angemessene Entlohnung. Hoffentlich werden die Richter im Fall des Falles auch das berücksichtigen, wenn es darum geht, ein gerechtes Urteil zu finden.</p>
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		<title>Zwischen Volksabstimmung und Neuwahlen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 12:25:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Krise um die Regierung Georgios Papandreous scheint sich immer weiter zu zuspitzen. Während die einen sich immer noch Gedanken um eine Volksabstimmung machen, die möglicherweise am 5. Dezember stattfinden könnte, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, ob es zu einem Referendum überhaupt noch kommen wird. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ministerpräsident Papandreou Freitagnacht überhaupt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krise um die Regierung Georgios Papandreous scheint sich immer weiter zu zuspitzen. Während die einen sich immer noch Gedanken um eine Volksabstimmung machen, die möglicherweise am 5. Dezember stattfinden könnte, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, <span id="more-2760"></span>ob es zu einem Referendum überhaupt noch kommen wird. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ministerpräsident Papandreou Freitagnacht überhaupt die Vertrauensfrage noch stellen, geschweige denn überstehen kann, ist in den vergangenen Stunden gesunken.</p>
<p>Zumindest scheinen sich die Finanzmärkte bereits in Richtung &#8222;Problemlösung&#8220; in Sachen Griechenland zu orientieren, wobei eine mögliche Koalitions- oder Übergangsregierung derzeit bessere Karten bei den Händlern zu haben scheint als Neuwahlen, die im Vergleich zu einem Referendum mindestens so viel Zeit benötigen würden. Immerhin: Seit der schwachen Marktöffnung hat der DAX vom Tagestief heute bereits um über 4 % zulegen können. Und was im weiteren Verlauf noch passieren dürfte, können Sie dem Interview entnehmen, das <a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/teleboerse/Teleboerse-von-11-45-Uhr-article2996021.html" target="_blank">Katja Dofel von n-tv heute (ab 11.47 Uhr) mit mir führte</a>.</p>
<p>In einem längeren Interview beim deutschen Anlegerfernsehen <a href="http://www.daf.fm/video/joachim-goldberg-dax-reaktion-bis-6150---dann-entscheidung-50149033-DE0008469008.html" target="_blank">(DAF), wo ich bei Andreas Scholz</a> zu Gast sein durfte, können Sie weitere Informationen zu abrufen.</p>
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