<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>FOMC-Protokoll Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/fomc-protokoll/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/fomc-protokoll/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Jul 2021 05:00:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>Mehr Angst als Argumente</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/mehr-angst-als-argumente/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/mehr-angst-als-argumente/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 04:59:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Short Squeeze]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13658</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zweifellos hat die Musik der vergangenen beiden Handelstage an den US-Anleihemärkten gespielt, wobei sie manchem Marktteilnehmer nicht harmonisch, sondern eher schrill in den Ohren geklungen haben muss. Zumindest ist es bemerkenswert, dass sich ein Großteil einer doch ungewöhnlichen Entwicklung bereits vor Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 15./16. Juni am [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mehr-angst-als-argumente/">Mehr Angst als Argumente</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zweifellos hat die Musik der vergangenen beiden Handelstage an den US-Anleihemärkten gespielt, wobei sie manchem Marktteilnehmer nicht harmonisch, sondern eher schrill in den Ohren geklungen haben muss. Zumindest ist es bemerkenswert, dass sich ein Großteil einer doch ungewöhnlichen Entwicklung bereits vor Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 15./16. Juni am gestrigen Mittwoch vollzogen hat. Ja, es war diese ominöse Sitzung, bei der sich das FOMC angeblich viel falkenhafter als zuvor gegeben haben soll. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13660" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/08072021-1-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gleichwohl war als einziges Indiz für diesen Stimmungswechsel (manche sprachen gar von einem geldpolitischen Wendepunkt) und die damit verbundene Angst vor einer Diskussion über ein eher früher als später einsetzendes Tapering im Prinzip lediglich eine Veränderung bei den Zinsprognosen zu nennen: Die Mehrheit der Ausschussmitglieder prognostizierte nun einen ersten Leitzinsschritt bis Ende 2023, also ein Jahr früher als zuvor. Seinerzeit hatte ich mich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/06/18/das-sind-nur-projektionen/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> eingehend zu der überzogenen Reaktion vieler Marktteilnehmer auf diesen Meinungsumschwung geäußert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Renditen im Rückwärtsgang </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hätte man annehmen können, dass sich die Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen wegen dieser neuen hawkishen Sichtweise vieler Analysten und Kommentatoren zumindest nicht deutlich abschwächen würden. Aber nur einen Tag nach Beendigung der FOMC-Sitzung begann etwa bei der Rendite der US-Staatsanleihen mit zehnjähriger Fälligkeit eine Abwärtsbewegung, die gestern mit einem vorläufigen Tief bei 1,2960% nicht nur das niedrigste Niveau seit dem 19. Februar dieses Jahres, sondern auch einen Rückgang von seither rd. 30 Basispunkten markierte. Allein an den vergangenen beiden Tagen sprechen wir von einem Sturz von rd. 15 Basispunkten, ohne dass es greifbare makroökonomische Auslöser für diese Entwicklung gegeben hätte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ra(s)tlos </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gibt es nun auch Kommentatoren, die mit den fallenden Renditen Wachstumsängste der Akteure in Verbindung bringen. Auch eine mangelnde Verfügbarkeit von Neuemissionen von US-Staatsanleihen wurde in diesem Zusammenhang genannt. Aber wenn plötzlich von namhaften Strategen charttechnische Trends und damit eine sich selbst erfüllende Prophezeiung als Ursache für die jüngste starke Nachfrage nach US-Staatsanleihen angeführt wird, spiegelt das nicht nur eine gewisse Ratlosigkeit wider. Vielmehr handelt es sich schlichtweg um Positionen, die eiligst und möglicherweise um jeden Preis glattgestellt werden mussten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Veritable Short-Squeeze</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein starker Trend ist in meinen Augen ohnehin nichts anderes als ein Spiegel der Positionsglattstellungen von schiefliegenden Marktteilnehmern. Dass es diese Stopp-Loss-Käufe gegeben hat, kann man dem einen oder anderen Kommentar von gestern entnehmen. Auf jeden Fall sollte man nicht vergessen, dass die letzte Umfrage der Bank of America unter internationalen Fondsmanagern – diese ist zugegebenermaßen schon wieder vier Wochen her – zu Tage förderte, dass netto(!) rekordverdächtige 69 Prozent der Vermögensverwalter nach eigenen Angaben in Anleihen untergewichtet waren. Da müssen nur einige Akteure überlegt haben Gewinne aus dieser Untergewichtung mitzunehmen – und dafür braucht man im Zweifel keine weiteren ökonomischen Argumente –, und schon ist möglicherweise eine Initialzündung gesetzt. Die Folgen davon haben wir während der vergangenen Tage höchstwahrscheinlich in Form einer Short-Squeeze gesehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende barg das Fed-Protokoll keine wirklich marktbewegenden Erkenntnisse. Die wichtigste davon dürfte wohl sein, dass keine große Dringlichkeit besteht, an den Anleihekaufprogramme oder gar an den Leitzinsen etwas zu verändern. Und am Ende des Tages musste der Dollar von seinem Gewinn nichts hergeben. Der Euro konnte sich ebenfalls von seinem Tagestief, dem niedrigsten Kurs seit dem 6. April, kaum erholen und bleibt im Rahmen seines kurzfristigen Abwärtstrends weiterhin unter Druck, solange <strong>1,1905 </strong>nicht überwunden wird. An der Unterseite gilt es weiterhin das wichtige Niveau von <strong>1,1760/70</strong> zu beachten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mehr-angst-als-argumente/">Mehr Angst als Argumente</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/mehr-angst-als-argumente/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spätes Verkaufssignal</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/spaetes-verkaufssignal/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/spaetes-verkaufssignal/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2021 04:58:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13474</guid>

					<description><![CDATA[<p>Noch einmal möchte ich auf die jüngste Fondsmanagerumfrage der Bank of America vom Dienstag zurückkommen, bei der die Teilnehmer davon ausgingen, dass das größte Engagement der Investoren in Bitcoin-Long-Positionen bestünde. Auch wenn damit keineswegs gewährleistet ist, dass diese Engagements tatsächlich in diesem Umfang bestanden haben, wird man angesichts des gestrigen dramatischen Kurssturzes mancherorts gefolgert haben, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/spaetes-verkaufssignal/">Spätes Verkaufssignal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Noch einmal möchte ich auf die jüngste Fondsmanagerumfrage der Bank of America vom Dienstag zurückkommen, bei der die Teilnehmer davon ausgingen, dass das größte Engagement der Investoren in Bitcoin-Long-Positionen bestünde. Auch wenn damit keineswegs gewährleistet ist, dass diese Engagements tatsächlich in diesem Umfang bestanden haben, wird man angesichts des gestrigen dramatischen Kurssturzes mancherorts gefolgert haben, dass sich aus der Umfrage durchaus im Vorfeld ein antizyklisches Verkaufssignal hätte ableiten lassen. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13475" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/20052021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/20052021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/20052021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen, dass solche Strategien nicht immer erfolgreich sind, stand das Ergebnis der Umfrage vom (7. bis 13.5) erst am 18. Mai, also mit erheblicher Verspätung zur Verfügung – Bitcoin schlossen an diesem Tag bereits ausgesprochen schwach bei 43.000 USD.  Mehr noch wurden Bitcoin bereits im Januar schon einmal von den Investoren als „most crowded trade“ eingestuft – damals stand die Kryptowährung bei etwa 36-38.000 USD und befand sich erst am Beginn einer sagenhaften Rallye bis auf knapp 65.000 USD im April dieses Jahres.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Internationale versus heimische Investoren</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zu dem, was mich eigentlich beschäftigt (Bitcoin interessieren mich als Investment überhaupt nicht), also in erster Linie der Euro und auch die Aktienmärkte. Bei Letzteren ergab sich ein seltsames Phänomen, denn die gestrige Umfrage der Börse Frankfurt zeigt nach wie vor (vgl. meinen Kommentar <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/6c22601e-b011-4478-a384-dfe998cbcfdc" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>) einen ausgeprägten Pessimismus der hiesigen Investoren an, der sich fast auf dem höchsten Stand innerhalb dieses Jahres befindet. Im Gegensatz dazu stehen die Aussagen der internationalen Fondsmanager, die sich nicht nur viel optimistischer geben, sondern ausgerechnet in Aktien der Eurozone laut der BofA-Umfrage am stärksten übergewichtet sind. Wie sich wohl diese Gemengelage am Ende auflösen wird, ist dabei noch unklar.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Tapering-Diskussionen in der Zukunft, wenn …</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vergleichsweise ruhig ist es gestern beim Euro gegenüber dem US-Dollar geblieben, der immerhin noch ein marginal höheres Hoch und damit den höchsten Kurs seit dem 8. Januar dieses Jahres markieren konnte. Vielleicht waren die Händler auch deswegen zurückhaltend, da am gestrigen Abend das Protokoll zur jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 27./28. April zur Veröffentlichung anstand. Ein Dokument, das angesichts der mittlerweile publizierten US-Inflationsdaten und gestiegenen Inflationsbefürchtungen längst Makulatur gewesen sein müsste. Auch weil sich der US-Arbeitsmarkt im April deutlich schlechter entwickelt hatte, als zum Zeitpunkt des FOMC-Meetings bekannt war. Dessen starke positive Entwicklung wäre nämlich unter anderem laut Protokoll Voraussetzung dafür – einige Mitglieder des Ausschusses hatten sich dahingehend geäußert –, dass man bei einem der künftigen Meetings mit Tapering-Diskussionen anfangen könnte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber schon allein die theoretische Aussicht auf mögliche Tapering-Diskussionen sorgte für steigende Renditen bei den US-Staatsanleihen und für Dollar-Nachfrage. Dennoch bleibt der Euro in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, dessen Momentum oberhalb von <strong>1,2125</strong> ungefährdet erscheint.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/spaetes-verkaufssignal/">Spätes Verkaufssignal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/spaetes-verkaufssignal/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warten auf die hoffnungsvolle Morgenröte</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-die-hoffnungsvolle-morgenroete/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-die-hoffnungsvolle-morgenroete/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 06:02:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Powell-Put]]></category>
		<category><![CDATA[Runde Zahlen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12791</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag gehörte wohl eher zu den ruhigen Tagen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der Dow-Jones-Index vorgestern zum ersten Mal in seiner Geschichte die 30.000er-Linie übersprang. Ein Innehalten also? Nein, ich habe runden Zahlen noch nie eine große Bedeutung beigemessen, abgesehen von ihrer Signalwirkung für die Medien. Aber wenn es bis Montag keine wesentlichen Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten gibt, hat der diesjährige November mit einem Plus von rund 13 Prozent das Zeug dazu, der beste Monat seit über 20 Jahren zu werden ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-die-hoffnungsvolle-morgenroete/">Warten auf die hoffnungsvolle Morgenröte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1925)</strong>             Der gestrige Handelstag gehörte wohl eher zu den ruhigen Tagen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der Dow-Jones-Index vorgestern zum ersten Mal in seiner Geschichte die 30.000er-Linie übersprang. Ein Innehalten also? Nein, ich habe runden Zahlen noch nie eine große Bedeutung beigemessen, abgesehen von ihrer Signalwirkung für die Medien. Aber wenn es bis Montag keine wesentlichen Kursrückgänge an den globalen Aktienmärkten gibt, hat der diesjährige November mit einem Plus von rund 13 Prozent das Zeug dazu, der beste Monat seit über 20 Jahren zu werden. <img decoding="async" class="alignright wp-image-12792" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/26112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/26112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/26112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gegenwart pfui, Zukunft hui</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich hat es aber den Anschein, als ob viele Börsianer auf den vergleichsweise hohen Kursniveaus (vor allen Dingen in den USA) nicht mehr so recht zugreifen, sprich: kaufen wollen. Wartet man womöglich gemeinschaftlich ab, bis neue Investoren vorbeikommen und die Aktienmärkte noch weiter nach oben treiben? Fast hat es den Anschein. Aber die großen Rücksetzer sind eben auch ausgeblieben, um auf günstigerem Niveau einzusteigen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die gestrige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt (vgl. meinen Kommentar dazu <a href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/7221e8ff-402d-42f0-adf2-0b946d1a97ea" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #000000;">HIER</span></strong></a>) zeigt, dass zuletzt vor allen Dingen viele Privatanleger die Hoffnung auf einen Rücksetzer beim hiesigen DAX mittlerweile aufgegeben haben. Denn immer wieder war während der vergangenen Tage zu vernehmen, dass die ungünstige Entwicklung an der Covid-19-Front, insbesondere in den USA, eigentlich zu Bedenken Anlass geben müsste – aber eben nur in der Gegenwart. Nächstes Jahr, so die Überzeugung, wird alles besser, so die gängige Lesart.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der doppelte Put</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber nicht nur weil die Börsianer vornehmlich die Zukunft handeln, ist Risikofreude angesagt. Denn die vergangenen drei Wochen haben vielerorts zu einem wichtigen Umdenken geführt. Zum einen, weil die neuen Impfstoffe zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie tatsächlich zur Hoffnung auf eine bessere Zukunft berechtigen. Und zum anderen, weil – und das ist für die Akteure noch wichtiger – mit der Ankündigung, die frühere Fed-Präsidentin Janet Yellen solle im kommenden Jahr das Finanzministerium übernehmen, quasi eine zweite Versicherung gegen ökonomische Enttäuschungen abgeschlossen wurde. Neben dem geldpolitischen Powell-Put gibt es in der Wahrnehmung der Akteure nun auch noch einen fiskalpolitischen Yellen-Put. Eine Option, die allerdings nur dann besonders kraftvoll ausfällt, wenn die Demokraten im Senat nach den Stichwahlen in Georgia die Oberhand gewinnen sollten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wichtige Wirtschaftsdaten ohne Folgen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen waren die gestern zuhauf publizierten, in normalen Zeiten durchaus wichtigen ökonomischen Daten aus den USA weitgehend uninteressant, weil sie die Vergangenheit betrafen und letztlich ohnehin – natürlich mit Abweichungen von den Prognosen der Ökonomen – etwas bestätigt haben, was für die Akteure an den Finanzmärkten längst klar war: Heute sieht es mies aus, aber morgen wird es rosig. Dies gilt besonders für die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die mit einem Zuwachs von 778 Tsd. Anträgen in der zum 20. November endenden Woche höher ausgefallen waren, als von den Auguren im Mittel erwartet worden war. Aber auch die persönlichen Einkommen sind im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent deutlich gefallen, was angesichts sinkender staatlicher Hilfen für von der Pandemie betroffenen Arbeitskräfte nicht verwundern sollte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin: Die Entwicklung bei den Aufträgen langlebiger Wirtschaftsgüter überraschte auf der positiven Seite, blieb aber ohne größeren Einfluss auf das Kursgeschehen. Genauso wie die erste Revision des annualisierten Bruttoinlandsprodukts, die für das dritte Quartal mit einem Plus von 33,1 Prozent fast punktgenau die Medianerwartung der Ökonomen traf.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>FOMC-Protokoll der Optionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bleibt noch, das gestern Abend publizierte Protokoll der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 4./5. November zu erwähnen, das allerdings keine wirklich marktbewegenden Erkenntnisse mit sich brachte. Zwar werden im Fed-Protokoll verschiedene Möglichkeiten zur Optimierung der Anleihekäufe (etwa zukünftige Volumina und die Zusammensetzung derselben) eingehend diskutiert, aber letztlich ist seit der Sitzung so viel geschehen, dass es den Akteuren nicht ganz leicht fallen dürfte, Schlüsse aus dem Protokoll in Kombination mit den Ereignissen der vergangenen drei Wochen zu ziehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Dollar blieb jedenfalls auch gestern leicht unter Druck, so dass der Euro marginal anziehen konnte. An dessen freundlicher Verfassung ändert sich nichts, solange nun <strong>1,1815/20</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wegen des US-Thanksgiving-Wochenendes erscheint der nächste Dollar-Kommentar erst am </strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dienstag, den </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>1. Dezember.</strong></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-die-hoffnungsvolle-morgenroete/">Warten auf die hoffnungsvolle Morgenröte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-die-hoffnungsvolle-morgenroete/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wo bleibt das Positive?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wo-bleibt-das-positive/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/wo-bleibt-das-positive/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2019 04:46:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11176</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man meinte sie förmlich zu hören, die innerlichen Hurra-Rufe etlicher Finanzmarktteilnehmer, als gestern bekannt wurde, dass China im Vorfeld der heute beginnenden US-chinesischen Verhandlungen zur Beilegung des Handelskonflikts eine Geste des guten Willens zeigte. Wieder einmal. Und wie sehr insbesondere die Teilnehmer an den Aktienmärkten nach guten Nachrichten im Handelskonflikt geradezu lechzen, belegt beispielsweise</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wo-bleibt-das-positive/">Wo bleibt das Positive?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0990)</strong>             Man meinte sie förmlich zu hören, die innerlichen Hurra-Rufe etlicher Finanzmarktteilnehmer, als gestern bekannt wurde, dass China im Vorfeld der heute beginnenden US-chinesischen Verhandlungen zur Beilegung des Handelskonflikts eine Geste des guten Willens zeigte. Wieder einmal. Und wie sehr insbesondere die Teilnehmer an den Aktienmärkten nach guten Nachrichten im Handelskonflikt geradezu lechzen, belegt beispielsweise die gestrige Meldung, in der es zunächst hieß, die Delegation um den chinesischen Vizepremier Liu He beabsichtige, zusätzlich Agrarprodukte in Höhe von 10 Mrd. USD von den USA abzukaufen. Was sich jedoch schnell als falsch herausstellen sollte. Denn tatsächlich geht es um eine Erhöhung der bereits jährlichen Käufe von Sojabohnen von 20 auf 30 Millionen Tonnen. Eine Erhöhung, die tatsächlich einem Auftragswert von nur etwa 3,25 Mrd. USD entspräche.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11177" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/10102019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/10102019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/10102019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Widersprüchliche Meldungen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Meldung sorgte einmal mehr für steigende Aktienkurse, die sich jedoch selbst nach der Berichtigung nur noch unwesentlich zurückbildeten. Dabei gab es doch zumindest gefühlt schon mehrere Sojabohnenkäufe in diesem Jahr – ein Entgegenkommen Chinas, das bislang ohne positiven Einfluss auf die Verhandlungen im Handelskonflikt blieb. Aber die Marktteilnehmer hoffen offenbar selektiv – trotz aller miserablen Rahmenbedingungen –, dass diese Geste als Basis für ein Teilabkommen mit den USA dienen könnte. Ganz nach dem Vorbild des ersten Teilabschlusses eines Handelsabkommens zwischen den USA und Japan in der vergangenen Woche. Und in der Hoffnung, dass die schon einmal verschobene Erhöhung der US-Strafzölle auf China-Importe (vom 1. auf den 15. Oktober) noch ein weiteres Mal auf Eis gelegt wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gestern Nacht gab es dann teilweise widersprüchliche Meldungen zur möglichen Entwicklung des US-chinesischen Treffens in Washington. Gerüchteweise hieß es zwischendurch auch, dass die chinesische Delegation bereits heute, also früher als geplant, wieder aus Washington abreisen würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fed-Protokoll ohne Reiz</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darüber hinaus gab es gestern noch das Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) zu begutachten. Dieses enthielt allerdings keine marktbewegenden Elemente. Indes: Einige FOMC-Mitglieder wollten den Leitzins – entgegen dem späteren Beschluss, die Zielzone für die Fed Funds um 25 Basispunkte zu senken – eigentlich nicht verändern. Auch gab es Bedenken, dass die Marktteilnehmer stärkere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen als eigentlich angemessen eingepreist hätten. Kurzum: Die Zinssenkung im September kam trotz des zögerlichen Verhaltens einiger FOMC-Mitglieder zustande. Aber weitere Zinssenkungen schienen Stand 17./18. September keineswegs mehrheitlich wünschenswert oder gar gesichert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro bewegte sich auch im Anschluss an die Publizierung des FOMC-Protokolls so gut wie gar nicht und produzierte gestern erneut nur eine enge Handelsspanne (40 Stellen), aber heute früh mit einer leicht positiven Note. Der kurzfristige Abwärtstrend zwischen <strong>1,1035</strong> und <strong>1,0835/40</strong> bleibt zwar pro forma erhalten, zeigt aber praktisch kein Momentum mehr.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wo-bleibt-das-positive/">Wo bleibt das Positive?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/wo-bleibt-das-positive/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Powell war es nicht allein</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 04:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11001</guid>

					<description><![CDATA[<p>Keineswegs war es die Idee von Fed-Chef Jerome Powell allein, im Anschluss an die vergangene Sitzung des Offenmarktausschusses die Zinssenkung von 25 Basispunkten lediglich als Adjustierung inmitten des laufenden Zyklus („Mid-cycle adjustment“) zu bezeichnen (und nicht als Beginn einer Serie von Zinssenkungen). Das offenbart das gestern publizierte FOMC-Protokoll der Sitzung von Ende Juli. Es waren viele. Darüber hinaus wurde...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/">Powell war es nicht allein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1080)</strong>             Die US-Notenbank stand auch gestern im Zentrum des Interesses vieler Finanzmarktakteure. Aber vermutlich weniger wegen der Veröffentlichung des Protokolls zur Sitzung des Offenmarktausschusses vom 30./31. Juli. Die Aufmerksamkeit gilt vielmehr dem Symposium in Jackson Hole, das heute beginnt. Und rechtzeitig vor Beginn dieser Tagung erhöhte US-Präsident Donald Trump die Schlagzahl seiner Tweets gegen die Fed und insbesondere gegen ihren Präsidenten Jerome Powell. Wenn der doch nur das Richtige täte, so twitterte Trump gestern. Und damit ist natürlich eine große Zinssenkung gemeint. Auch machte Trump die Fed für den angeblich höchsten Dollar-Kurs in der US-Geschichte verantwortlich. Aber jeder, der mit Devisen zu tun hat, weiß natürlich, dass das nicht stimmt – der Greenback ist noch nicht einmal in der Nähe seines Allzeithochs, das er beispielsweise gegenüber dem Euro im Oktober 2000 markiert hatte. Damals notierte der Dollar in der Spitze über 30 Prozent fester als heute.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11002" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/22082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/22082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/22082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell ohne politischen Beistand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl man ganz genau weiß, dass Trumps Einlassungen zumindest zum Teil unsinnig und unwahr sind, werden diese in den Medien kaum kritisiert. Auch nicht hörbar von den US-Demokraten und naturgemäß noch weniger von den Republikanern. Etwa frei nach dem Motto: Lasst den guten Mann nur reden? Auch Trumps Berater scheinen ihn nicht zu zügeln. Zumindest, das muss man zugeben, hat Trump erreicht, dass sich das Symposium in Jackson Hole ungewohnt hoher Aufmerksamkeit erfreuen dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird häufig übersehen, dass der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) in seiner Gesamtheit über die Geldpolitik entscheidet und nicht nur dessen Chef. Aber selbst, wenn man dem als Obertaube geltenden FOMC-Mitglied, Neel Kashkari, folgen wollte, bleibt eine massive Zinssenkung bei der Sitzung der Fed im September wenig wahrscheinlich. Indes: Der in diesem Jahr nicht stimmberechtigte Kashkari machte sich gestern in der FT auf jeden Fall für eine Zinssenkung stark, begleitet von einer „Forward Guidance“ (Hinweise zur längerfristigen Ausrichtung der Geldpolitik). Und zwar bis hin zu dem Commitment der Notenbank, die Zinsen nicht mehr zu erhöhen, bevor die Inflation das [von ihr angestrebte] Ziel erreicht hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>„Mid-cycle adjustment“-Idee war mehrheitsfähig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Keineswegs war es die Idee von Fed-Chef Jerome Powell allein, im Anschluss an die vergangene Sitzung des Offenmarktausschusses die Zinssenkung von 25 Basispunkten lediglich als Adjustierung inmitten des laufenden Zyklus („Mid-cycle adjustment“) zu bezeichnen (und nicht als Beginn einer Serie von Zinssenkungen). Das offenbart das gestern publizierte FOMC-Protokoll der Sitzung von Ende Juli. Es waren viele.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darüber hinaus wurde deutlich, dass über die am Ende beschlossene Zinssenkung keineswegs Einigkeit herrschte. Mehrere Ausschuss-Mitglieder sprachen sich dafür aus, den Leitzins unverändert zu belassen, während sich auf der anderen Seite ein paar Entscheider für einen Zinsschritt von 50 Basispunkten aussprachen, um der schleppenden Inflation Herr zu werden. Letztere gaben sich jedoch nicht formal als Abweichler vom endgültigen Beschluss der Fed, die Zinsen lediglich um 25 Basispunkte zu senken, zu erkennen. Ganz im Gegensatz zu Esther George und Eric Rosengren, die sich seinerzeit explizit gegen die Zinssenkung stellten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Minutes nicht so taubenhaft wie erhofft</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende stellt sich jedoch die Frage, was diese sogenannten „Minutes“ drei Wochen später tatsächlich wert sind. Vor allem angesichts der Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump nicht einmal 24 Stunden nach der Notenbanksitzung den Handelsstreit mit China durch die Verkündung von neuen Strafzöllen höchstpersönlich verschärfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Damit bleibt auch unklar, welches Gewicht die Notenbank in Zukunft den Risiken, die sich aus dem Handelsstreit und einer sich global abschwächenden Konjunktur ergeben könnten, bei ihrer nächsten Sitzung tatsächlich geben wird. Vor allen Dingen, wenn sich die US-Datenlage unverändert als robust erweisen sollte.  Letztlich ist es daher auch kein Wunder, dass der Euro auf die Publizierung des Protokolls kaum reagierte, aber nur noch <strong>1,1140</strong> überwinden muss, um seine leicht angeschlagene Situation zu stabilisieren. Allerdings ist die Unterseite erst ab <strong>1,0995/00</strong> gut abgefedert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/">Powell war es nicht allein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kleiner Impuls ohne Folgen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/kleiner-impuls-ohne-folgen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/kleiner-impuls-ohne-folgen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2019 05:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldengrenze]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=10577</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man sollte nicht den Versuch unternehmen, in einen absolut betrachtet geringen Kursimpuls des Euro zu viel hineinzulesen. Denn das, was wie Volatilität am gestrigen Handelstag ausgesehen haben könnte, gilt nur für die relative Betrachtungsweise des Geschehens. Denn 40 Stellen temporärer Kursgewinn wirken nur unter einem Brennglas betrachtet sehr groß...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/kleiner-impuls-ohne-folgen/">Kleiner Impuls ohne Folgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1160)</strong>             Zum europäischen Handelsschluss kam gestern fast so etwas wie Leben in den Euro, als dieser aus seiner leicht bearishen Lethargie zu erwachen schien. Aber der Sprung von rund 40 Stellen gegenüber dem Dollar war kurzlebig. Und wer womöglich auf eine größere Serie von Stopp-Loss Käufen gesetzt hatte, musste sich schon kurze Zeit später wieder getäuscht sehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun sollte man nicht den Versuch unternehmen, in einen absolut betrachtet geringen Kursimpuls zu viel hineinzulesen. Denn das, was wie Volatilität am gestrigen Handelstag ausgesehen haben könnte, gilt nur für die relative Betrachtungsweise des Geschehens. Denn 40 Stellen temporärer Kursgewinn wirken nur unter einem Brennglas betrachtet sehr groß, weil der Euro zuvor für eine Abwärtsbewegung, die in ihrer extremen Ausprägung gerade einmal 125 Stellen ausmachte, acht Tage benötigte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10578" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/22052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gibt es zurzeit nicht gerade aufregende ökonomische Daten zu begutachten, die das Währungspaar betreffen. Und auf der politischen Ebene im US-chinesischen Handelskonflikt hat die Huawei-Story als Eskalationsfaktor eher die Aktien- als die Devisenmärkte im Griff.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wahlen werfen Schatten voraus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin scheinen sich die Kommentatoren mit den möglichen Szenarien zu beschäftigen, die sich aus den EU-Wahlen zwischen dem 23. und dem 26. Mai ergeben könnten. Ganz besonders, was beispielsweise Italien betrifft. Sei es, dass die dortige Lega Nord, die Partei, der der stellvertretende Premierminister Matteo Salvini vorsteht, die Anzahl ihrer Sitze von sechs tatsächlich auf die derzeit prognostizierten 27 Sitze dramatisch erhöht. Damit würde sich wahrscheinlich nicht nur die harte Haltung der italienischen Regierung hinsichtlich der angekündigten Überschreitung der neuen Verschuldungsgrenze verfestigen. Vielmehr wird vielfach damit gerechnet, dass in der Folge italienische Staatsanleihen deutlich unter Druck geraten und so ihren Renditevorsprung gegenüber Bundesanleihen weiter vergrößern. Aber auch der Euro selbst könnte nach Ansicht vieler Akteure weiter unter Druck geraten, sollten die Wahlen einen steigenden Anteil der populistischen Parteien im Europäischen Parlament zeitigen. Dazu würde auch ein deutlicher Wahlsieg der noch jungen Brexit-Partei in Großbritannien zählen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zuvor steht jedoch heute das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank vom 30. April/1. Mai zur Veröffentlichung an. Diese sogenannten „Minutes“ dürften jedoch insofern an Bedeutung verloren haben, als sie den Verlauf einer Sitzung wiedergeben, die noch vor der Eskalation des US-chinesischen Handelskonflikts stattfand.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo lässt sich feststellen, dass der Euro in seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1365/70</strong> erhebliche Schwierigkeiten hat, sich der Unterseite zu nähern. Dafür sorgt nicht zuletzt das wichtige Nachfrageniveau bei nunmehr <strong>1,1130</strong>. Die Oberseite des Feldes ist indes wesentlich interessanter, da erstes signifikantes Angebot nicht vor <strong>1,1290</strong> zu erwarten ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/kleiner-impuls-ohne-folgen/">Kleiner Impuls ohne Folgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/kleiner-impuls-ohne-folgen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Day-Trader Ben Bernanke</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/day-trader-ben-bernanke/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/day-trader-ben-bernanke/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2013 07:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Tapering]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=6323</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dass die Finanzmärkte gestern Nacht auf dem völlig falschen Fuß erwischt wurden, zeigt etwa die Reaktion des US-Dollar, der innerhalb kürzester Zeit massiv an Wert verlor – allein gegenüber dem Euro entspricht dies einem Verlust vom gestrigen Tagestief bis heute gerechnet von vorübergehend mehr als 4 Prozent! –  das habe selbst ich als Devisen-Veteran schon [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/day-trader-ben-bernanke/">Day-Trader Ben Bernanke</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Finanzmärkte gestern Nacht auf dem völlig falschen Fuß erwischt wurden, zeigt etwa die Reaktion des US-Dollar, der innerhalb kürzester Zeit massiv an Wert verlor – allein gegenüber dem Euro entspricht dies einem Verlust vom gestrigen Tagestief bis heute gerechnet von vorübergehend mehr als 4 Prozent!<span id="more-6323"></span> –  das habe selbst ich als Devisen-Veteran schon lange nicht mehr gesehen.</p>
<p>Ich glaube nicht einmal, dass das Protokoll der US-Notenbank zur vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) vor drei Wochen der ursprüngliche Auslöser für diese doch massive Reaktion der Finanzmärkte gewesen ist. Denn tatsächlich stand dort gar nicht so viel Überraschendes drin. Wenn man sogar zum Protokoll auch noch dessen Anhang über die Projektionen zur wirtschaftlichen Entwicklung zurate zieht, könnte man sogar zum Schluss kommen, die Anleihekäufe hätten ursprünglich sogar viel schneller als von vielen gedacht zu Ende gebracht werden sollen.</p>
<p>Aber Ben Bernanke hatte offensichtlich vorgesorgt, indem er die Marktteilnehmer bei einer Konferenz des National Bureau of Economic Research wissen ließ, wie sie das Protokoll tatsächlich zu interpretieren hätten. Ich frage mich, warum wir dies erst jetzt erfahren. Wie das mit dem Tapering und den Zinsen tatsächlich gemeint war, hätte uns der Fed-Präsident doch schon im Anschluss an die Sitzung des FOMC vom 19. Juni wissen lassen können.</p>
<p>Natürlich könnte man jetzt einwenden, die Notenbank hätte immer schon sowohl den Tapering-Prozess als auch ihre Zinspolitik – beides betrachtet die Fed übrigens <i>getrennt</i> voneinander – von der Entwicklung am Arbeitsmarkt, aber auch der Inflation abhängig gemacht. Und dass der Arbeitsmarkt doch nicht so toll aussieht wie das mancher gedacht haben mag, machte Ben Bernanke spätestens gestern klar. All diejenigen, die womöglich mit Erreichen einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent eine automatische Zinserhöhung verbanden, müssen sich nun getäuscht sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Klares Kaufsignal</b></p>
<p>Und nun dürfen wir gespannt auf das Humphrey Hawkins Testimony am kommenden Mittwoch warten. Was da wohl Bernanke zu erzählen haben wird? – Ich schätze, das hängt von der Entwicklung der langfristigen Renditen und des Aktienmarkts ab. De facto hat uns Bernanke eigentlich versprochen, dass die Politik des leichten und billigen Geldes wahrscheinlich nie aufhören wird. Ja, man muss fast den Eindruck haben, der Fed-Chef sei unter die Day-Trader gegangen.</p>
<p>Für die Aktienmärkte bedeutet dies natürlich ein klares Kaufsignal. Ob eine daraus resultierende Aufwärtsbewegung beim  DAX allerdings nachhaltig sein wird, hängt in erster Linie davon ab, ob das langfristige Kapital, das im Juni dem Aktienmarkt nicht mehr zufloss bzw. abgezogen wurde, wieder in alter Stärke zurückkommen wird. Ansonsten möchte ich auf die gestrige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt verweisen, die ich <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+besser+als+erwartet+54077">hier</a></span> und <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+besser+als+erwartet+54077#reiter=detailanalyse">hier</a></span> (Detailanalyse) gestern analysiert und kommentiert habe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/day-trader-ben-bernanke/">Day-Trader Ben Bernanke</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/day-trader-ben-bernanke/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Starker Konsens</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/starker-konsens/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/starker-konsens/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2012 08:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[CBO]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Double-Dip-Rezession]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[QE]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=4931</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung vom 31.Juli/1.August zeigt offenbar einen überraschend deutlichen Konsens unter den Mitgliedern des Offenmarktausschusses, schon recht bald einen weiteren geldpolitischen Schritt vorzunehmen, sofern das Wachstum nicht nachhaltig und überzeugend Fahrt aufnähme. Ein klarer Fall für eine weitere quantitative Lockerung könnte man meinen. Aber die Sitzung des FOMC ist bereits Ende Juli [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/starker-konsens/">Starker Konsens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung vom 31.Juli/1.August zeigt offenbar einen überraschend deutlichen Konsens unter den Mitgliedern des Offenmarktausschusses, schon recht bald einen weiteren geldpolitischen Schritt vorzunehmen,<span id="more-4931"></span> sofern das Wachstum nicht <em>nachhaltig und überzeugend</em> Fahrt aufnähme. Ein klarer Fall für eine weitere quantitative Lockerung könnte man meinen. Aber die Sitzung des FOMC ist bereits Ende Juli gewesen und seither hat es bei den US-Wirtschaftsdaten sogar ein paar positive Überraschungen gegeben. Etwa am Immobilienmarkt oder auch bei den Einzelhandelsumsätzen und nicht zuletzt bei den besser als erwartet ausgefallenen Nonfarm Payrolls. Interessanterweise lese ich gerade heute Morgen, dass sich die US-Notenbank bei ihrer vergangenen Sitzung womöglich anders festgelegt hätte, wenn Sie im Besitz der Arbeitsmarktdaten gewesen wäre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auf Zinstauben hören</strong></p>
<p>Anscheinend ist es nicht aus den Köpfen vieler Analysten herauszubekommen, dass sich eine Notenbank bei der Festlegung auf einen so wichtigen und durchaus umstrittenen Schritt nicht auf eine volatile Zahl wie die der neu geschaffenen Stellen am Arbeitsmarkt stützen dürfte. Am Ende ist doch einzig und allein die Frage entscheidend, unter welchen Bedingungen ein <em>„substantial and sustainable strengthening“</em> der US-Konjunktur eintreten wird. Angesichts der immer noch schlechten Stimmungsdaten in den USA gehe ich davon aus, dass wir von diesem Punkt noch weit entfernt sind. Vielleicht sollte man sich tatsächlich auf das konzentrieren, was die Zinstauben in der Fed in den kommenden Wochen zum Wachstum von sich geben. Sollten von diesen Befürwortern quantitativer Lockerungen tatsächlich weniger düstere Wachstumseinschätzungen verbreitet werden, wäre dies ein Indiz, dass bei der kommenden Sitzung des FOMC im September keine weiteren Lockerungsmaßnahmen beschlossen werden.</p>
<p>Der gestrige Bericht des Congressional Budget Office (CBO), wonach sich für die USA die Gefahr einer so genannten Double-Dip-Rezession erhöht habe, sofern es dem Kongress nicht gelänge, vor dem Jahreswechsel die fiskalische Klippe zu umschiffen, lässt für Wachstumsfantasien allerdings kaum Raum.  Für diesen Fall sieht das CBO auch die Arbeitslosenquote im kommenden Jahr von 8,2 auf 9,1 Prozent steigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quantitative Lockerungen hierzulande wenig willkommen</strong></p>
<p>Wenn ich mir dann auch noch den gestrigen Beitrag von Jon Hilsenrath und Kristina Peterson – Ersterer wird von manchem Ökonomen derzeit als Sprachrohr Ben Bernankes wahrgenommen – im Wall Street Journal zu Gemüte führe, ist die Chance für einen geldpolitischen Schritt derzeit im September deutlich gestiegen. Dies dürfte manchem Börsianer hierzulande allerdings nicht so recht schmecken, denn zumindest für deutsche Aktien ist der Pessimismus im Vergleich zur Vorwoche noch einmal eindrucksvoll gestiegen und nähert sich damit seinem historischen Höchststand aus dem April 2008. Welche Folgen eine QE-induzierte Rallye für den DAX hätte, <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/dax+sentiment+fester+dax+bereitet+wenig+freude+39776" target="_blank">lesen Sie hier</a> oder <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/arcmsdownload/ce0573c78bd81f8baa2750989dc29314/CONTENT.mp3/DAX_22082012.mp3" target="_blank">hören Sie als Podcast</a>  meines gestrigen Kommentars für die Börse Frankfurt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/starker-konsens/">Starker Konsens</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/starker-konsens/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		<enclosure url="http://www.boerse-frankfurt.de/arcmsdownload/ce0573c78bd81f8baa2750989dc29314/CONTENT.mp3/DAX_22082012.mp3" length="3376273" type="audio/mpeg" />

			</item>
	</channel>
</rss>
