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	<title>Brexit Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 Dec 2020 05:46:57 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Sie gehen meilenweit für einen Deal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 05:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Unterhändler von Großbritannien und der EU in Sachen Brexit scheinen meilenweit für ein Handelsabkommen zu gehen. Nun sollen sie sich angeblich auf der letzten Meile sein. Und genau wie mich scheint dieses Thema mittlerweile auch die Kommentatoren anzuöden. Zumindest tat ich mich gestern schwer, in den von mir genutzten Medien Schlagzeilen zum Thema Brexit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Unterhändler von Großbritannien und der EU in Sachen Brexit scheinen meilenweit für ein Handelsabkommen zu gehen. Nun sollen sie sich angeblich auf der letzten Meile sein. Und genau wie mich scheint dieses Thema mittlerweile auch die Kommentatoren anzuöden. Zumindest tat ich mich gestern schwer, in den von mir genutzten Medien Schlagzeilen zum Thema Brexit an vorderster Stelle zu finden. Immerhin gab es nennenswerte Bewegungen im britischen Pfund zu vermelden, aber von der gestrigen anfänglichen Euphorie ist gegenüber dem US-Dollar fast nichts mehr übrig geblieben. Gegenüber dem Euro müssen wir sogar einen Tagesverlust von Sterling vermelden.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12868" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/15122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/15122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/15122020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die Frist läuft aus </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessanterweise fand ich gestern zum Thema Brexit in meinem letzten Beitrag des Jahres 2019 in der Reihe „Dollar am Morgen“ seinerzeit (18.12.2019) folgende Einschätzung: „<em>… Der harte Brexit ist plötzlich wieder ein Thema. Denn Großbritanniens Premierminister Boris Johnson beharrte gestern auf den Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der EU bis spätestens Ende 2020. Zumindest äußerte dies ein Regierungsvertreter gegenüber Reuters, wobei eine Verlängerung dieser Frist […] gesetzlich ausgeschlossen werden soll. Damit haben beide Seiten theoretisch elf Monate Zeit, um eine Einigung zu erzielen, die natürlich auch noch von Großbritannien und der EU – einschließlich der Parlamente ihrer Mitgliedstaaten – abgesegnet werden müsste. Ein Zeitrahmen, der mithin als zu sportlich erscheint.</em>“ So gesehen wird die Zeit für ein Abkommen ziemlich knapp. Dennoch gibt man sich optimistisch, obgleich signifikante Differenzen zwischen Großbritannien und der EU bestehen bleiben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fast nur Euro-Bullen unterwegs</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen ist es dem Euro gegenüber dem US-Dollar gestern erneut nicht gelungen, das bisherige Jahreshoch von 1,2175 zu überwinden. Obwohl ich den Eindruck habe, dass das Gros der Analysten für den Euro in nächster Zeit richtig bullish ist. „1,25 noch in diesem Jahr“ seien möglich, konnte ich gestern lesen. Ausschließen kann man das nicht, zumal es in der Vergangenheit in einem typischerweise vor den Weihnachtsfeiertagen immer weniger liquiden Markt durchaus schon einmal größere Bewegungen gegeben hat. Zu einem stärkeren Kurseinbruch in den kommenden Wochen ist indes wenig bis gar nichts zu vernehmen. Dabei bleibt der Aufwärtstrend des Euro in seiner steilen Version nur solange intakt, wie an der Unterseite <strong>1,2020/25 </strong>nicht verletzt wird. Etwas mehr als 100 Stellen darunter käme die Gemeinschaftswährung wahrscheinlich sogar richtig in Bedrängnis.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Stillstand und trotzdem gute Stimmung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 11:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Euro hat im Verhältnis zum US-Dollar in der abgelaufenen Handelswoche eine bemerkenswert enge, aber dennoch recht volatile Handelsspanne in der Größenordnung von nicht einmal einem Prozent durchlaufen. Seitdem sich die Covid-19-Pandemie in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat, gab es nur eine Woche, in der der Euro-Handel in noch engeren Bahnen verlief. Dabei ist es nicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro hat im Verhältnis zum US-Dollar in der abgelaufenen Handelswoche eine bemerkenswert enge, aber dennoch recht volatile Handelsspanne in der Größenordnung von nicht einmal einem Prozent durchlaufen. Seitdem sich die Covid-19-Pandemie in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat, gab es nur eine Woche, in der der Euro-Handel in noch engeren Bahnen verlief. Dabei ist es nicht so, dass während der vergangenen Tage überhaupt nichts geschehen wäre. Aber es gab bei den wichtigen offenen „Deals“ eben mehr Stillstand als Fortschritt.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12865" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/14122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/14122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/14122020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur kurzfristig von Bedeutung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies betrifft vor allen Dingen die Verhandlungen zu einem geordneten Brexit, bei denen zuletzt so wenig Fortschritte zu verzeichnen waren, dass sowohl der britische Premier Boris Johnson als auch die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen alles andere als optimistische Statements abgaben. Hört man nur auf die beiden, muss man eigentlich davon ausgehen, dass alles auf eine ungeregelte Scheidung zwischen Großbritannien und der EU hinauslaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Devisenhändler schien diese deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits jedoch zumindest vordergründig nicht wirklich zu scheren. Sterling verlor in der abgelaufenen Woche gegenüber dem Euro rd. 1,5 bzw. gegenüber dem Greenback 1,7 Prozent an Wert. Zwar notierten im Optionshandel GBP/USD Risk-Reversals mit einmonatiger Fälligkeit so stark zugunsten von Sterling-Put-Optionen wie zuletzt im März dieses Jahres. Dagegen wird bereits auf Sicht von sechs Monaten für Pfund-Calls mehr bezahlt als für vergleichbare Puts. Kurzum: Kurzfristig mögen sich die Händler leicht besorgt zeigen, aber mittel- bis längerfristig scheint das Brexit-Thema die Devisen-Entscheider nicht mehr zu interessieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Verbraucherstimmung von Parteivorliebe abhängig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA ist es in Sachen Konjunkturpaket während der vergangenen Tage auch nicht mehr weiter vorangegangen. Dennoch fiel der Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan für den laufenden Monat in der vorläufigen Version deutlich besser als erwartet aus. Mit einem Wert von 81,4 wurden sogar die optimistischen Prognosen von Ökonomen übertroffen, wobei die Stimmung der Befragten je nach Sympathie für eine Partei offenbar sehr unterschiedlich ist. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So zeigten sich Fans der Demokraten hinsichtlich der künftigen ökonomischen Perspektiven deutlich positiver eingestellt als ihre republikanischen Pendants. In den fünf Monaten von August bis Dezember, so schrieb der für die Umfrage zuständige Chefökonom Richard Curtin, stieg der betreffende Unterindex der ökonomischen Erwartungen der „Demokraten“ um 39,5 Punkte, während derjenige für die  Anhänger der Republikaner um knapp 35 Punkte abrutschte. Mit anderen Worten: Nicht nur die Beurteilung der hohen Infektionszahlen und Todesfälle infolge der Covid-19-Pandemie, sondern auch die Bewertung der ökonomischen Fundamentaldaten scheint bei den Befragten stark von deren Präferenz für eine Partei abhängig zu sein.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB-Beschlüsse ohne Folgen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf die Situation des Euro hat dies alles wenig Einfluss gehabt. Auch die Ergebnisse der jüngsten EZB-Ratssitzung haben sich in der Währungsbewertung kaum niedergeschlagen, nicht einmal die Tatsache, dass die Erhöhung des Volumens des Notfall-Anleihekaufprogramms (PEPP) um 500 Mrd. EUR „nur“ das Ergebnis eines Kompromisses gewesen sein soll. Tatsächlich hat die steile Version des Aufwärtstrends des Euros so lange Bestand, wie <strong>1,2025</strong> an der Unterseite unverletzt bleibt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nichts als Hängepartien und leere Drohungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 05:57:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Ratssitzung]]></category>
		<category><![CDATA[US-Stimulus-Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat die EZB bei ihrer gestrigen Ratssitzung ihre ultralockere Geldpolitik erneut erheblich ausgeweitet. So wird sie unter anderem ihr Notkaufprogramm für Anleihen (PEPP) wie vielerorts erwartet noch einmal um 500 Mrd. auf 1,85 Billionen EUR vergrößern, wobei die Laufzeit dieses Programmes um neun Monate bis zum März 2022 verlängert wurde. Der Einlagenzins bleibt unverändert [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat die EZB bei ihrer gestrigen Ratssitzung ihre ultralockere Geldpolitik erneut erheblich ausgeweitet. So wird sie unter anderem ihr Notkaufprogramm für Anleihen (PEPP) wie vielerorts erwartet noch einmal um 500 Mrd. auf 1,85 Billionen EUR vergrößern, wobei die Laufzeit dieses Programmes um neun Monate bis zum März 2022 verlängert wurde. Der Einlagenzins bleibt unverändert bei ‑0,5 Prozent. Und weil bei den Beschlüssen Überraschungen ausblieben, reichte es für den Euro gegenüber dem US-Dollar für einem kleinen Sprung.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12861" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/11122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/11122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/11122020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Keine Verbalintervention</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dieser Sprung wurde aber letztlich dann doch wieder abgebremst, als EZB-Chefin Christine Lagarde sowohl im Statement als auch in der Pressekonferenz darauf hinwies, dass die EZB die Entwicklung des Wechselkurses in Hinblick auf mögliche Implikationen für den mittelfristigen Inflationsausblick beobachten werde. Während dieser Satz mancherorts als Drohung aufgefasst wurde, glaube ich hingegen, dass es das Mindeste war, was die EZB diesbezüglich äußern konnte. Tatsächlich ist man bestenfalls bereit, verbal gegen den Euro zu intervenieren. Aber erfahrungsgemäß verpuffen solche Drohungen relativ schnell, solange den Worten keine Taten folgen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nachspielzeit gewährt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Überhaupt nicht weiter ging es indes mit den Verhandlungen zum Brexit-Deal, für den die Unterhändler des britischen Premiers Boris Johnson und der EU-Ratschefin Ursula von der Leyen noch einmal eine Nachspielzeit für einen Freihandelsvertrag bis Sonntag eingeräumt bekamen. Und weil die Hoffnungen auf ein Abkommen zuletzt wieder einmal deutlich gesunken waren, gibt es nicht wenige Akteure, die an eine erneute Verlängerung der Hängepartie glauben. Allerdings machte Boris Johnson gestern klar, dass er die Chancen für einen Brexit ohne Deal zum Ende des Jahres größer sehe als die für ein Abkommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch bei einem anderen Deal, geht es nicht voran. Gemeint sind die Verhandlungen von Demokraten und Republikanern über ein US-Konjunkturprogramm. Dabei hatte es doch in der vergangenen Woche noch danach ausgesehen, dass Spitzenvertreter der Demokraten und der moderaten Republikaner im Rahmen eines mehr als 900 Mrd. USD schweren Stimulus-Pakets eine Verlängerung der bundesstaatlichen Hilfen für Arbeitslose vorsehen würden. Indes: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, und Finanzminister Steven Mnuchin möchten statt besagter Verlängerung lediglich eine Einmalzahlung von je 600 USD für die Arbeitslosen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rekord bei Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Übrigens hat sich die Zahl derer, die in den USA einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt haben, in der zum 4. Dezember endenden Woche weit stärker erhöht, als dies von den Ökonomen erwartet worden war. 853 Tsd. Erstanträge bedeutet außerdem dem höchsten Stand seit Mitte September.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl der Euro gestern gegenüber dem Dollar einen vergleichsweise volatilen Tag verbrachte, ist am Ende in Sachen Aufwärtstrend im Vergleich zur Eröffnung der europäischen Handelssitzung praktisch nichts herausgekommen. Das schleppende Momentum ist jedoch nicht als Hinweis darauf zu werten, dass sich die Risiken einer deutlicheren Euro-Abwärtskorrektur erhöht hätten. Dies wäre erst der Fall, wenn das wichtige Niveau bei <strong>1,2020/25</strong> an der Unterseite verletzt würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nichts-als-haengepartien-und-leere-drohungen/">Nichts als Hängepartien und leere Drohungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Unbemerktes Paket aus Fernost</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2020 07:49:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[fiskalische Konjunkturprogramme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es nach dem Willen von Jamie Davies, dem Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson geht, sollen sich die Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU nicht bis ins kommende Jahr ziehen. Aber tatsächlich scheint das nicht mehr als ein frommer Wunsch zu sein, wenn man bedenkt, dass die erste „harte“ Deadline für die laufenden Gespräche [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/unbemerktes-paket-aus-fernost/">Unbemerktes Paket aus Fernost</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn es nach dem Willen von Jamie Davies, dem Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson geht, sollen sich die Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der EU nicht bis ins kommende Jahr ziehen. Aber tatsächlich scheint das nicht mehr als ein frommer Wunsch zu sein, wenn man bedenkt, dass die erste „harte“ Deadline für die laufenden Gespräche eigentlich schon für den 30. Juni dieses Jahres terminiert war. Ganz zu schweigen von Boris Johnsons Ultimaten und den zwischenzeitlich aufgetretenen angeblich letzten Möglichkeiten, noch zu einem Kompromiss zu kommen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12833" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/09122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/09122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/09122020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich möchte doch keine der beteiligten Parteien schuld daran sein, dass es am Ende zu einem harten Brexit ohne Deal kommen könnte. Und selbst unter den Akteuren, die vorgeblich von einem Scheitern der Verhandlungen ausgehen, gibt es noch genügend Vertreter, die insgeheim eben doch noch an die politische Vernunft der Beteiligten und an ein Happy-end glauben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein Geschenk, das eigentlich keines ist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird Boris Johnson bei seinem voraussichtlich für Mittwoch oder Donnerstag geplanten Treffen mit der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sozusagen als Mitbringsel einen bereits im gestrigen Bericht (vgl. HIER) erwähnten symbolischen Olivenzweig im Gepäck haben: Die kritischen Klauseln in der Gesetzesvorlage zum Binnenmarkt, der sogenannten Internal Market Bill, die gegen internationales Recht verstoßen würden, werden gestrichen. Eigentlich eher eine Selbstverständlichkeit als ein großzügiges Entgegenkommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im ganzen Brexit-Getöse wäre beinahe untergegangen, dass der japanische Premierminister Yoshihide Suga gestern ein neues Konjunkturpaket in Höhe von umgerechnet 700 Mrd. USD angekündigt hat, mit dem der Covid-19-bedingte Wachstumseinbruch abgemildert werden soll. Ich vermag nicht zu überblicken, wie hoch sich das Gesamtvolumen aller Fiskalpakete der führenden Industrienationen derzeit berechnet. Aber allein in Japan sprechen wir mittlerweile von einer Gesamtsumme von umgerechnet rund 3 Billionen USD zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Und noch ein Konjunkturpaket</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das jüngste Paket Japans kann sich übrigens durchaus mit dem messen, worüber fiskalpolitisch derzeit in den USA diskutiert wird. Dort ist der Ausgangspunkt für ein Konjunkturpaket zwar bei 908 Mrd. USD angesetzt, aber bislang scheint der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, von seinem viel kleineren Volumen von 500 Mrd. USD nicht wirklich lassen zu wollen. Dennoch: Das japanische Paket dürfte auch dazu beitragen, dass der Optimismus an den Aktienmärkten ungebrochen bleibt und größere Korrekturen anscheinend nicht zustande kommen wollen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen wirkten die EUR/USD-Händler gestern fast schon leicht gelangweilt und billigten dem Wechselkurs lediglich eine der engeren Bandbreiten dieses Jahres in Höhe von 40 Stellen zu. Damit hat die Gemeinschaftswährung innerhalb ihres Aufwärtstrends eine kleine Pause eingelegt. Allerdings bleibt der Trend in seiner steilen Version intakt, solange <strong>1,2020/25</strong> nicht verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/unbemerktes-paket-aus-fernost/">Unbemerktes Paket aus Fernost</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<item>
		<title>Ein unmoralisches Angebot</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2020 05:52:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern gab es eigentlich nur ein Thema, das die Devisenmärkte – und dort vornehmlich das britische Pfund – bewegte: Die nicht enden wollenden Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Und je nach Stand dessen, was von den Verhandlungen hinter den verschlossenen Türen durchdrang, schlugen die Kurse wie ein Seismograph nach der einen oder anderen Seite [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gestern gab es eigentlich nur ein Thema, das die Devisenmärkte – und dort vornehmlich das britische Pfund – bewegte: Die nicht enden wollenden Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Und je nach Stand dessen, was von den Verhandlungen hinter den verschlossenen Türen durchdrang, schlugen die Kurse wie ein Seismograph nach der einen oder anderen Seite aus. Unterdessen werde ich nicht der Einzige sein, der aufgehört hat zu zählen, wie oft es schon hieß, es sei fünf vor zwölf und es bleibe keine weitere Zeit mehr für Verhandlungen. Und wer gestern auf die volatilen kurzfristigen Ausschläge tatsächlich handeln wollte, dürfte dabei wohl kaum reich geworden sein. Immerhin betrug die Handelsspanne des Euro gegenüber Sterling rund 1,4 Prozent.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12828" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/08122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/08122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/08122020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fragwürdiges Entgegenkommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Heute möchte ich mich auf eine Geschichte konzentrieren, die mich gestern besonders aufgeregt hat. So berichtete die Financial Times, dass der britische Premierminister Boris Johnson der EU in einer kritischen Phase der Verhandlungen einen symbolischen Olivenzweig als Zeichen des Entgegenkommens angeboten habe. Und der Olivenzweig sollte darin bestehen, dass Johnson im Falle eines Deals diejenigen Bestandteile des britischen Binnenmarktgesetzentwurfs, der sogenannten Internal Market Bill, streichen würde, die gegen internationales Recht verstoßen. Wir erinnern uns: In diesem Gesetzentwurf werden wichtige Teile des Brexit-Abkommens mit der EU ausgehebelt. Ein Abkommen, das Premierminister Boris Johnson noch im Oktober 2019 nach schier endlosen und zähen Verhandlungen unterzeichnet hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unrechtmäßiges Verhalten als Verhandlungsmasse</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit anderen Worten: Unrechtmäßiges Verhalten wird als Verhandlungsmasse eingebracht. Nach dem Motto, wie es ein EU-Diplomat etwa so ausdrückte: „Wenn Ihr macht, was wir wollen, dann verhalten wir uns gesetzeskonform, und wenn nicht, verstoßen wir eben gegen geltendes Recht.“ Eine Unart, die sich während der vergangenen Jahre immer mehr etabliert hat – man braucht nur in Richtung Donald Trump zu blicken.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gegenüber dem US-Dollar hat der Euro gestern im Rahmen seines Aufwärtstrends keine Fortschritte verzeichnen können, zumal noch nicht einmal das Vortageshoch getestet wurde. Die immer noch gute Position der Gemeinschaftswährung bleibt jedoch weiterhin erhalten, solange sich Rücksetzer auf Kurse um <strong>1,2020/25</strong> beschränken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Deals in der Schwebe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2020 10:49:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[US-Stimulus-Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es kann nur besser werden – nicht nur die Aktienmärkte hoffen in Anbetracht aller Probleme der Gegenwart auf eine bessere Zukunft. Insbesondere gilt dies für die USA, wo neue historische Höchststände verzeichnet wurden, weniger aber für die Aktien hierzulande. Während der EURO STOXX 50 ein neues Hoch seit Ausbruch der Corona-Krise markierte, scheiterte der hiesige [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es kann nur besser werden – nicht nur die Aktienmärkte hoffen in Anbetracht aller Probleme der Gegenwart auf eine bessere Zukunft. Insbesondere gilt dies für die USA, wo neue historische Höchststände verzeichnet wurden, weniger aber für die Aktien hierzulande. Während der EURO STOXX 50 ein neues Hoch seit Ausbruch der Corona-Krise markierte, scheiterte der hiesige DAX daran, besagte Kursspitze von Anfang September zu überwinden. Auf der Devisenseite gab es beim Euro gegenüber dem US-Dollar immerhin ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber der vergangenen Woche zu vermelden – vorübergehend wurde sogar ein neues Jahreshoch markiert, der höchste Stand seit Ende April 2018. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12823" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/07122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/07122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/07122020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer wieder Brexit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass sich am Freitag per Saldo für den Euro doch noch ein Tagesverlust einstellte, mag vor allem zwei zu diesem Zeitpunkt sich noch in der Schwebe befindlichen „Deals“ zu verdanken sein. Die Rede ist auf der einen Seite von den am Freitag wieder einmal ins Stocken geratenen Verhandlungen über einen Brexit-Vertrag zwischen der EU und Großbritannien. Verhandlungen, über die ich während der vergangenen Wochen ganz bewusst sehr wenig geschrieben habe, weil diese nun bereits seit Monaten, eigentlich seit Jahren, nicht nur bei mir den Eindruck hinterlassen haben, dass es nicht wirklich damit voran geht. Aber auch, weil die Finanzmärkte – abgesehen vom britischen Pfund – fast schon eine gewisse Nonchalance an den Tag gelegt hatten, als ob es deren Teilnehmern fast schon egal sei, wie die Verhandlungen ausgehen würden. Hauptsache, es wird überhaupt verhandelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Arbeitsmarktbericht ohne Wirkung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Beim zweiten Deal handelt es sich um die wieder aufgenommenen Verhandlungen zu einem US-Konjunkturpaket. In diesem Zusammenhang hat der US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag publiziert wurde, einmal mehr verdeutlicht, wie dringend vor allem von den Arbeitslosen neue Hilfen benötigt werden. Denn die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Nichtagrarbereich fiel mit einem Plus von 245 Tsd. im November weitaus niedriger aus, als dies von den Ökonomen im Mittel (+475.000) erwartet worden war. Allerdings zeigte das immer noch sehr weit gefasste Prognoseband der Ökonomen (-100 Tsd. bis +750 Tsd. Stellen), wie wenig Sinn es macht, solche Vorhersagen als Grundlage für eine Handelsentscheidung hinzuzuziehen. Allerdings bedarf es angesichts der Entwicklung an der Covid-19-Front in den USA keiner besonderen Anstrengung, sich auch für Dezember eine negative Entwicklung am Arbeitsmarkt vorzustellen. Wie dem auch sei: Die Akteure scheint das alles nicht sonderlich zu interessieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Auch in den USA wird wieder verhandelt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin haben in den USA die Republikaner in der vergangenen Woche wieder mehr Interesse am Abschluss eines neuen Konjunkturpakets gezeigt. Zumal viele Notfall-Stimuli am 26. Dezember auslaufen. Denn führende demokratische und gemäßigte republikanische Senatoren ließen in der vergangenen Woche durchblicken, dass neue Verhandlungen zu einem entsprechenden Paket auf Basis eines Volumens von 908 Milliarden USD geführt würden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings gilt es bis zu einem Deal noch jede Menge Hindernisse zu überwinden, wobei dem Vernehmen nach vor allem Demokraten des linken Flügels besagtes Paket immer noch für viel zu niedrig halten. Auf der anderen Seite zeigten sich führende Senatoren bei den Republikanern bislang (noch) vorsichtig bis zurückhaltend. Allen voran der Mehrheitsführer Mitch McConnell, aber auch Finanzminister Steven Mnuchin, die am Donnerstagabend immer noch an ihrem Paket von lediglich 500 Mrd. USD festhielten. Ganz zu schweigen davon, dass der noch amtierende US-Präsident Donald Trump einem etwaigen Kompromiss höchstwahrscheinlich seinen Segen geben muss<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[</a><span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span><a href="#_ftn1" name="_ftnref1">]</a>.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hält der Euro an seinem Aufwärtstrend fest. Dessen derzeitige Stärke bleibt, solange sich der Euro nun oberhalb von <strong>1,2020/25</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a> Für den Fall, dass der Kompromiss von einer ausreichend großen Mehrheit im Kongress getragen würde, hätte ein Veto des Präsidenten natürlich keine Chance.</span></p>
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		<title>Nachspielzeit für Verhandlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2020 04:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[US-Stimulus-Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den Währungen tut sich etwas. Und das mit zunehmender Geschwindigkeit. So produzierte etwa der US-Dollar gestern gegenüber einem Korb an Währungen (gemessen am Dollar-Index) bis zum Ende der europäischen Handelssitzung zum vierten Mal hintereinander einen jeweils größeren Tagesverlust. Davon profitierte auch der Euro, der nun formal einen kurzfristigen Aufwärtstrend einleiten konnte. Die wesentliche Begründung für diese Entwicklung ist jedoch immer wieder gleich, so dass man sich zu Recht fragen kann, ob hinter dem Euro-Anstieg vielleicht mehr steckt...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>845)</strong>             Bei den Währungen tut sich etwas. Und das mit zunehmender Geschwindigkeit. So produzierte etwa der US-Dollar gestern gegenüber einem Korb an Währungen (gemessen am Dollar-Index) bis zum Ende der Handelssitzung zum vierten Mal hintereinander einen jeweils größeren Tagesverlust. Davon profitierte auch der Euro, der nun formal einen kurzfristigen Aufwärtstrend einleiten konnte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12635" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/22102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/22102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/22102020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer noch Hoffnung auf Stimulus-Paket</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die wesentliche Begründung für diese Entwicklung ist jedoch immer wieder gleich, so dass man sich zu Recht fragen kann, ob hinter dem Euro-Anstieg vielleicht mehr steckt als die Erwartung, dass möglicherweise doch noch vor dem Wahltag ein Stimulus-Paket in den USA beschlossen wird. Zumindest die Gespräche diesbezüglich werden weitergehen, obgleich die Demokraten ursprünglich angekündigt hatten, dass sie eigentlich nicht dazu bereit seien, über den vergangenen Dienstag hinaus zu verhandeln. Nun gehen die Gespräche zwischen Finanzminister Steven Mnuchin und der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, anscheinend auch an den kommenden Tagen weiter.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Setzen auf eine schnelle Lösung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist allerdings immer noch völlig unklar, zu welchem Zeitpunkt ein Deal überhaupt in Kraft treten kann. Denn bis zum Wahltag am 3. November ist die Zeit – auch wenn immer wieder beteuert wird, dass man unbedingt zu einer Übereinkunft kommen wolle – für die Ausarbeitung eines rund 2 Billionen USD schweren Konjunkturpakets mit hoher Wahrscheinlichkeit zu knapp. Und je nach Wahlergebnis könnte es auch noch bis zum Ende des ersten Quartals 2021 dauern, bis ein großes Stimulus-Paket tatsächlich verabschiedet wird. Indes: Die Akteure an den Finanzmärkten scheinen weiter auf eine schnelle Lösung zu setzen, zumal vielerorts mit einem Erdrutschsieg der Demokraten gerechnet wird, die im besten Fall auch die Mehrheit im Senat übernehmen könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wie lange sieht die Fed am US-Anleihemarkt zu?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese Erwartung schlug sich gestern auch in den Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen nieder, bei denen beispielsweise Papiere mit zehnjähriger Laufzeit zeitweise fast 0,84 Prozent erreichten. Nicht zuletzt, weil der Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, durchblicken ließ, dass Nancy Pelosi und Steven Mnuchin tatsächlich innerhalb der kommenden 48 Stunden sich auf einen Deal einigen könnten. Abgesehen davon, dass sich im Senat trotz aller Bemühungen womöglich nach wie vor keine Mehrheit für ein großes Stimulus-Paket ergeben dürfte, sollte man am Anleihemarkt die Rechnung nicht ohne die US-Notenbank machen. Denn die Fed könnte einer unerwünschten, weil zu steilen Entwicklung bei den Renditen infolge eines großen Stimulus-Programms mit Anleihekäufen begegnen. Ohnehin gab es in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte, dass die Fed im Zweifel den Durchschnitt der Fälligkeiten ihrer angekauften Bonds deutlich verlängern könnte (Weighted Average Maturity Extension).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Brexit-Verhandlungen frisch aufgelegt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht hat der Euro gestern auch davon profitiert, dass die Freihandelsgespräche zwischen Großbritannien und der EU entgegen der ursprünglichen Deadline (spätestens Ende Oktober) nun doch noch gute Chancen haben, verlängert zu werden. Dies ließen zumindest drei Personen, die mit den Diskussionen betraut sind, sogenannte Quellen, die nicht genannt werden wollen, durchblicken. Danach soll das derzeitige Verhandlung-Patt aufgelöst und bis spätestens Mitte November doch noch ein Deal zustande kommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Durch das Überschreiten von 1,1860 am gestrigen Handelstag hat der Euro nun den Grundstein dafür gelegt, dass ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend (möglicherweise verbunden mit neuen Jahreshochs) beginnen kann. Technisch orientierte Analysten verweisen ohnehin seit Dienstag auf die Komplettierung und das damit verbundene Kaufsignal einer invertierten S-K-S-Formation. Ob es dieses Mal klappt? Der Euro bleibt jedenfalls in positivem Fahrwasser, solange <strong>1,1760</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/nachspielzeit-fuer-verhandlungen/">Nachspielzeit für Verhandlungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Und plötzlich scheint die Welt wieder in Ordnung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/und-ploetzlich-scheint-die-welt-wieder-in-ordnung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2020 04:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Chartmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Save Haven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schon so oft in den vergangenen Monaten bedurfte es nur eines Wochenendes, um eine schlechte Stimmung in Optimismus zu drehen. Dies gilt zumindest für die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks, die sich gestern eindrucksvoll erholten. So etwa der heimische DAX mit einem Tages-Plus von rund 3,2 Prozent. Wo doch noch am Freitag zum x-ten Mal angeblich mit Unterlaufen von 12.500 DAX-Zählern...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/und-ploetzlich-scheint-die-welt-wieder-in-ordnung/">Und plötzlich scheint die Welt wieder in Ordnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1665)</strong>             Wie schon so oft in den vergangenen Monaten bedurfte es nur eines Wochenendes, um eine schlechte Stimmung in Optimismus zu drehen. Dies gilt zumindest für die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks, die sich gestern eindrucksvoll erholten. So etwa der heimische DAX mit einem Tages-Plus von rund 3,2 Prozent. Wo doch noch am Freitag zum x-ten Mal angeblich mit Unterlaufen von 12.500 DAX-Zählern eine Chart-Formation nach unten losgegangen (Tief 12.342) war. Aber diejenigen, die auf dieses zugegebenermaßen extrem bearishe Signal gesetzt hatten, mussten erneut an einem Wochenbeginn mit einer heftigen, schmerzhaften Gegenbewegung von zeitweise über 4 Prozent umgehen. Die dahinter stehende Short-squeeze beweist einmal mehr, wie fragwürdig charttechnische Muster<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a> sind, wenn sie für das Gros der Akteure bekannt sind.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12539" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/29092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/29092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/29092020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Brexit-Optimismus kehrt zurück</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass sich eigentlich an der Risiko-Gemengelage nicht viel geändert hat, zeigt zumindest die Entwicklung des US-Dollar gegenüber dem Euro – letzterer notiert gegenüber dem vergangenen Freitag auf dem fast identischen Niveau von 1,1665. Dies ist nicht gerade ein Zeichen überbordender Risikofreude, wie wir sie am Aktienmarkt erleben durften. Zumal das „Aufbäumen“ des Euro noch nicht einmal für einen Test von <strong>1,1740/45</strong> reichte. Unterdessen hatten die Akteure und Kommentatoren gestern Vormittag ihre liebe Not, eine Begründung für die starke Nachfrage nach Aktien der Eurozone zu finden. Zumal sich die Corona-Sorgen eigentlich nicht verringert haben. Aber glücklicherweise fand man heraus, dass sich womöglich die Brexit-Situation mit einem Male wesentlich optimistischer bewerten lässt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Durch die Hintertür in den „Tunnel“</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zwar ist es noch nicht allzu lange her, dass mit der sogenannten „Internal Market Bill“, Teile des sogenannten Nordirland-Protokolls im EU-Ausstiegsvertrag in Frage gestellt wurden. Aber die britische Regierung hat diesen Gesetzentwurf nach den ersten Abstimmungsrunden im Unterhaus offenbar in eine Parkposition verschoben, denn mit einer endgültigen Abstimmung wird wohl erst im Dezember gerechnet. Also deutlich nach der Deadline für Verhandlungen, die der britische Premierminister Boris Johnson für Mitte Oktober vorgesehen hatte. Dieser gerät allerdings zunehmend unter Druck. Denn als Krisenmanager ist er angesichts steigender Covid-19-Infektionszahlen keinesfalls unumstritten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest hat sich nun klammheimlich eine diplomatische Hintertür geöffnet, um doch noch zu einem Verhandlungsergebnis zu kommen. So treffen sich zunächst heute EU-Chefunterhändler Michel Barnier und sein britisches Pendant David Frost zur neunten Verhandlungsrunde, an deren Ende man zumindest vereinbaren könnte, in einen sogenannten „Tunnel“ zu gehen. Darunter versteht man die finale Phase von diplomatischen Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, um am Ende doch noch zu einem Ergebnis in einer scheinbar festgefahrenen Situation zu kommen. Immerhin befestigte sich das britische Pfund gegenüber dem Euro nicht nur wegen dieses wieder aufgeflammten Optimismus bereits seit Mittwoch vergangener Woche zeitweise um 1,6 Prozent.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Devisenhändler bleiben vorsichtig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während sich also die Aktienhändler anscheinend in Optimismus ergehen, sind die Devisenhändler doch wesentlich vorsichtiger. Man ist vielerorts gerade hinsichtlich der sich wahrscheinlich schwierig gestaltenden US-Wahlen geradezu risikoavers. Zumindest hat sich offenbar die Zahl derjenigen Strategen erhöht, die deswegen den Greenback als „sicheren Hafen“ für die Investoren ansehen. Obwohl es eigentlich paradox ist, dass man ausgerechnet dort den sicheren Hafen sucht, wo sich der Ursprung dieser Risiken befindet (vgl. meinen Kommentar <strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/09/25/flucht-in-einen-unsicheren-hafen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;">HIER</span></a></strong>). Und so ist zumindest bei den Analysten nicht mehr viel von der Euro-Liebe vom Monatsanfang übrig geblieben. Auch aus unserer Sicht bleibt die Situation der Gemeinschaftswährung (mit Abwärtspotenzial bis <strong>1,1490</strong>) fragil, solange sie sich unterhalb von <strong>1,1740/45</strong> bewegt. Darüber hinaus ist das Maß der Dinge ohnehin das Niveau von <strong>1,1810/15</strong>. Denn jenseits davon wäre die Gemeinschaftswährung tatsächlich aus dem Schneider.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></span> Charttechniker hatten eine sogenannte Head &amp; Shoulders Umkehrformation, eine bearishes Formation, identifiziert.</span></p>
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		<title>Gong zur Runde 8</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2020 04:52:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[CFTC-Meldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Normalerweise ist ein US-Feiertag wie der gestrige Labor Day eine gute Voraussetzung für einen ruhigen Devisenhandel. Aber die Händler schienen die Rechnung ohne das britische Pfund gemacht zu haben, das sich gestern zeitweise gegenüber dem Euro um rund ein Prozent abgeschwächt hatte – so viel wie zuletzt am 13. Juli. Ursächlich dafür waren die schwindenden Hoffnungen auf eine Einigung bei den Verhandlungen zu einem Post-Brexit-Abkommen zwischen Großbritannien und der EU, die heute in die vielerorts als entscheidend bezeichnete Phase gehen sollen; es ist die...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1805)</strong>             Normalerweise ist ein US-Feiertag wie der gestrige Labor Day eine gute Voraussetzung für einen ruhigen Devisenhandel. Aber die Händler schienen die Rechnung ohne das britische Pfund gemacht zu haben, das sich gestern zeitweise gegenüber dem Euro um rund ein Prozent abgeschwächt hatte – so viel wie zuletzt am 13. Juli.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ursächlich dafür waren die schwindenden Hoffnungen auf eine Einigung bei den Verhandlungen zu einem Post-Brexit-Abkommen zwischen Großbritannien und der EU, die heute in die vielerorts als entscheidend bezeichnete Phase gehen sollen; es ist die Runde 8 der Handelsgespräche. Und es scheint, als ob die britische Seite diese Runde mit anderen Bandagen bestreiten will.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12460" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/08092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/08092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/08092020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Taktik</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Financial Times zufolge plant die britische Regierung nämlich ein neues Gesetz, das am morgigen Mittwoch publiziert werden soll. In dieser sogenannten „Internal Market Bill“ sollen dem Vernehmen nach wichtige Teile des Brexit-Abkommens mit der EU in Frage gestellt werden. Ein Abkommen, das Premierminister Boris Johnson noch im Oktober 2019 nach schier endlosen und zähen Verhandlungen unterzeichnet hatte. Insbesondere das im Januar dieses Jahres ratifizierte sog. Nordirland-Protokoll, in dem es unter anderem um Zollfragen und Staatshilfen geht, soll gemäß einer der mit der Angelegenheit vertrauten Quelle offenbar verwässert werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>…und ein Ultimatum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mehr noch hatte der britische Premier der EU gestern ein Ultimatum gesetzt: Sollte bis zum 15. Oktober keine Übereinkunft über ein Anschlussabkommen im Rahmen des Brexit erreicht worden sein, droht Johnson praktisch mit dem Abbruch der Verhandlungen und einem harten Brexit. Kurzum: Selbst Optimisten, die immer wieder auf eine Einigung in letzter Minute bei den zuletzt ins Stocken geratenen Verhandlungen gesetzt hatten, halten nun einen Brexit ohne Deal für wahrscheinlicher.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro-Long-Positionen etwas niedriger</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während das britische Pfund zum Euro, um im Bild zu bleiben, gestern einen Niederschlag hinnehmen musste, blieb das Handelsgeschehen des Euro im Verhältnis zum Dollar mit einer Bandbreite von knapp 40 Stellen vergleichsweise überschaubar – so ruhig war es zuletzt am 3. Juli, dem vorgezogenen US-Unabhängigkeitstag, gewesen. Dennoch scheint sich die die bislang große Mehrheit derjenigen Analysten, die von einer fortgesetzten Dollar-Abschwächung bzw. einer deutlichen Fortsetzung des Euro-Aufwärtstrends ausgehen, etwas zu verringern. Natürlich gibt es immer noch große Euro-Long-Positionen, die sich allerdings zuletzt nicht mehr vergrößert haben.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nicht mehr ganz so euphorisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dafür sprechen auch die CFTC-Positionsmeldungen der spekulativen Devisen-Engagements an der Chicagoer Futures-Börse vom vergangenen Freitag. Dort hatten sich nämlich die rekordhohen Euro-Long-Positionen von zuletzt 212 Tsd. auf immer noch stattliche 197 Tsd. Kontrakte verringert. Auch wenn diese Daten bekanntermaßen für den Gesamtmarkt nicht repräsentativ sein mögen und außerdem bereits eine Woche alt sind, vermitteln sie zumindest ein Bild der derzeitigen Marktstimmung. Dass sich die Europhorie etwas abgekühlt haben mag, kann aber auch daran liegen, dass viele Händler sich mittlerweile an das Narrativ, Europa schlage sich derzeit besser als die USA, vor allem, was die Corona-Krise angehe, gewöhnt haben dürften.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so bleibt der Euro gegenüber dem Dollar nach wie vor im Korrekturmodus mit dem Risiko eines Rücksetzers in Richtung <strong>1,1745/50 </strong>bzw. <strong>1,1690</strong>. Die Vorzeichen für die Fortsetzung des Aufwärtstrends dürften sich übrigens jenseits von <strong>1,1925/30</strong> vermehren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Weihnachten kann kommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2019 05:53:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[UMSCA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich verlief die vergangene Woche für US-Präsident Donald Trump ausgesprochen erfolgreich. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Boris Johnson, der mit seiner Konservativen Partei in Großbritannien einen Erdrutschsieg errang. Johnson kann sich nun auf 365 Abgeordnete seiner Partei im Unterhaus stützen, 39 Mandate mehr, als für die absolute Mehrheit nötig . Entsprechend deutlich war die Reaktion des britischen Pfundes, das gegenüber dem Euro in der vergangenen Woche zeitweise um 2,8 Prozent zulegen konnte. Davon blieb allerdings nur ein magerer Wochengewinn von rund 0,9 Prozent übrig. Trotz des Jubels...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1135)</strong>             Eigentlich verlief die vergangene Woche für US-Präsident Donald Trump ausgesprochen erfolgreich. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Boris Johnson, der mit seiner Konservativen Partei in Großbritannien einen Erdrutschsieg errang. Johnson kann sich nun auf 365 Abgeordnete seiner Partei im Unterhaus stützen, 39 Mandate mehr, als für die absolute Mehrheit nötig. Entsprechend deutlich war die Reaktion des britischen Pfundes, das gegenüber dem Euro in der vergangenen Woche zeitweise um 2,8 Prozent zulegen konnte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11425" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unterschätzte Brexit-Risiken</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von diesen 2,8 Prozent blieb allerdings nur ein magerer Wochengewinn von rund 0,9 Prozent übrig. Trotz des Jubels beim Wahlgewinner und der Erleichterung der EU-Vertragspartner im Brexit-Prozess. Dieser würde nun ganz schnell vonstattengehen, so die Analyse vieler Beobachter. Denn die unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament seien ab sofort nicht mehr gegeben. Boris Johnson kann durchregieren und dabei weitgehend frei in Sachen Brexit entscheiden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das sieht auf den ersten Blick so aus, als ob es die EU nur noch mit einem einzigen Verhandlungspartner zu tun hätte. Richtig. Aber es handelt sich auch um einen Verhandlungspartner, der nun zwar einen schnelleren Brexit-Prozess garantieren mag. Allein ist ein großes Risiko damit immer noch nicht vom Tisch. Und zwar das, wovor die Finanzmarktteilnehmer immer schon am meisten Angst hatten: einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Handelsabkommen. Tatsächlich hat sich dieses Risiko sogar vergrößert, weil Boris Johnson nur noch durch seine eigene Partei und nicht durch eine starke Opposition im britischen Unterhaus kontrolliert werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erfolge für den „Herr der Zölle“?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück in die USA. Dort hatte US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche gleich Grund, zwei Abkommen zu feiern. Zum einen den Durchbruch beim überarbeiteten Freihandelsabkommen UMSCA für die USA, Mexiko und Kanada zu Wochenanfang. Ein Pakt, der auf dem ehemaligen NAFTA-Abkommen basiert und für die Finanzmärkte keine echte Neuigkeit dargestellt haben dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der zweite Grund war die Einigung der USA und Chinas auf ein Teilabkommen im Handelsstreit. Dieser sogenannte „Phase-eins-Deal“ soll dem Vernehmen nach im Januar unterzeichnet werden. Dabei werden, wie Trump in einer Serie von Tweets am Freitag verkündete, die für ursprünglich gestern angekündigten Handelszölle auf Importe im Volumen von rund 160 Milliarden USD fallen gelassen. Darüber hinaus werden (laut Trump und einer entsprechenden Pressemitteilung des USTR <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>) die im September eingeführten Strafzölle auf ein Handelsvolumen von rund 120 Milliarden USD von 15 auf 7,5 Prozent gesenkt. Die Strafzölle auf China-Importe in Höhe von 250 Milliarden USD in Höhe von 25 Prozent, die zu Beginn des Handelskonflikts im März 2018 eingeführt wurden, werden beibehalten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unklarer Beitrag Chinas</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während also klar ist, was die USA zu liefern haben, bleibt die USTR-Pressemeldung (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://ustr.gov/about-us/policy-offices/press-office/press-releases/2019/december/united-states-and-china-reach" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) hinsichtlich des chinesischen Beitrags relativ unscharf. So ist lediglich die Rede von „substanziellen zusätzlichen Käufen“ von US-Gütern und </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">-Dienstleistungen in den kommenden Jahren. Immerhin machte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer deutlich, es handele sich unter anderem um den Kauf von Agrargütern zwischen 40 und 50 Milliarden USD. Allerdings präzisierte der ökonomische Chefberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, dass sich diese Käufe nicht, wie ursprünglich von vielen Kommentatoren verstanden, auf ein jährliches Volumen, sondern über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: China hat sich bislang nicht zu diesen Zahlen konkret bekannt. Ein klares Commitment Chinas, so ein Medienbericht, hätte wohl zu deutlicheren Nachlässen bei den US-Handelszöllen geführt. Und so bleibt am Ende der Eindruck, dass das US-chinesische Teilabkommen in erster Linie für ein ruhiges Weihnachtsfest bei den Teilnehmern an den Finanzmärkten sorgen sollte. Auch wenn der Text des Abkommens bereits stehen sollte, ist noch nichts unterschrieben. Auch scheint zweifelhaft, ob die „Phase zwei“ der Verhandlungen – wie von Trump am Freitag angekündigt – sofort beginnen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überschaubare Kursgewinne</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und die Märkte? Die US-Aktienindices markierten neue Allzeithochs, aber der Wochengewinn hielt sich, gemessen am S&amp;P 500 Index, mit nicht einmal einem Prozent doch sehr in Grenzen. Auch der hiesige DAX markierte zwar ein neues Jahreshoch, aber der Wochengewinn von ebenfalls einem Prozent erscheint angesichts all der guten Botschaften doch sehr überschaubar. Noch nüchterner fiel die Bilanz des Euro gegenüber dem Dollar aus, der zwar den Freitag mit einem relativ deutlichen Anstieg bis zu seinem ersten stärkeren Abgabeniveau (1,1195/00) begann, aber den Tag am Ende sogar mit einem kleinen Verlust beenden musste. Damit ist eine weitere Chance, womöglich das Fundament für einen kurzfristigen Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung zu schaffen, vertan. Einziger Trost: Der Euro bleibt, solange er sich oberhalb von <strong>1,1065</strong> bewegt, stabil.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> USTR (Office of the United States Trade Representative), Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten</span></p>
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