<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>V-förmige Erholung Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/v-foermige-erholung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/v-foermige-erholung/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Jul 2020 04:40:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>EZB dreht Warteschleife</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ezb-dreht-warteschleife/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ezb-dreht-warteschleife/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 04:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12276</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es kam eigentlich, wie es viele Marktteilnehmer erwartet hatten: Bei der gestrigen Sitzung der Europäischen Zentralbank wurde hinsichtlich neuer Unterstützungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise erst einmal die Pausentaste gedrückt. Abwarten heißt die Devise, letztlich auch vor dem Hintergrund, dass man vermutlich erst einmal sehen möchte, wie sich die ökonomische Erholung in der Eurozone gestaltet. Aber Präsidentin...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ezb-dreht-warteschleife/">EZB dreht Warteschleife</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1385)</strong>             Es kam eigentlich, wie es viele Marktteilnehmer erwartet hatten: Bei der gestrigen Sitzung der Europäischen Zentralbank wurde hinsichtlich neuer Unterstützungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise erst einmal die Pausentaste gedrückt. Abwarten heißt die Devise, letztlich auch vor dem Hintergrund, dass man vermutlich erst einmal sehen möchte, wie sich die ökonomische Erholung in der Eurozone gestaltet. Aber Präsidentin Christine Lagarde machte gestern auch deutlich, dass die EZB bei Bedarf ihre Instrumente anpassen werde.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12277" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/17072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/17072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/17072020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die Pausentaste gedrückt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Atempause wurde gestern von den Akteuren an den Finanzmärkten auch weithin akzeptiert, hatte die EZB doch erst im Juni ihr großes Anleihekaufprogramm PEPP von 750 Mrd. auf 1,35 Bio. Euro erhöht. Seitdem haben die ökonomischen Daten immerhin eine Erholung der Wirtschaft in der Eurozone signalisiert. Die EZB dürfte auch die heute beginnenden Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs der EU abwarten wollen, bei denen es unter anderem um die Details zum von Deutschland und Frankreich vorgeschlagenen 750 Mrd. Euro schweren Wiederaufbauplan gehen wird. Vielleicht spielt die EZB aber auch auf Zeit, denn die Konjunktur in der Eurozone wie auch die Geldpolitik hängen letztlich von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab, die allerdings kaum prognostizierbar scheint.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>V ist nicht gleich V</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus den USA gab es gestern immerhin einige wichtige Wirtschaftsdaten zu begutachten. So zum Beispiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 11. Juli, die zum einen höher als erwartet ausgefallen sind. Tatsächlich zeigen die absoluten Zahlen der Erstanträge außerdem, dass diese kaum mehr abgenommen haben – 10.000 Erstanträge weniger im Wochenvergleich, das bedeutet den geringsten Rückgang seit März dieses Jahres.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Überraschend gut fielen indes abermals die Einzelhandelsumsätze aus, die im Juni mit +7,5 Prozent (ggü. Vormonat) nach dem starken Mai (+18,2 Prozent) abermals die Analysten auf der positiven Seite überraschten. Und wenn man sich eine Grafik zur Entwicklung der Einzelhandelsumsätze vor Augen hält, sieht man tatsächlich nicht nur ein grafisches V, sondern auch, dass der Corona-bedingte Einbruch im Einzelhandel fast vollständig wieder ausgeglichen wurde. Insgeheim wissen wohl trotzdem viele Finanzmarktakteure, dass sich die Weltwirtschaft dennoch nicht v-förmig erholen wird. Zumindest glauben laut der Fondsmanager-Umfrage der Bank of America vom Juli gerade einmal 14 Prozent (Vormonat 18 Prozent) der Befragten daran.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dem Euro scheint unterdessen so langsam die Luft auszugehen. Zumindest tat sich die Gemeinschaftswährung gestern schwer, auch nur geringes Aufwärtsmomentum zu entwickeln. Vielmehr läuft der Euro Gefahr, seine während der vergangenen Handelstage erworbene günstige Position zu verlieren. Dies wäre der Fall, falls an der Unterseite nunmehr das Niveau <strong>1,1345/50</strong> versagen sollte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ezb-dreht-warteschleife/">EZB dreht Warteschleife</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ezb-dreht-warteschleife/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bullish wider Willen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/bullish-wider-willen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/bullish-wider-willen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2020 04:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[BofA Fondsmanager-Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Kognitive Dissonanz]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12140</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gestern war es wieder einmal so weit: Die Bank of America veröffentlichte ihre monatlich erscheinende Fondsmanager-Umfrage.  Wie immer bot dieses Stimmungsbild wertvolle Einblicke in die gerade aktuelle Befindlichkeit der Fondsmanager, die sich am besten mit dem Motto „Bullish wider Willen“ beschreiben ließe. Und wenn die Bank in ihrer Analyse von einem brüchigen, nahezu neurotischen, aber keinesfalls gefährlichen Optimismus spricht, zeigt dies, in welch komplizierter Seelenlage sich die Fondsmanager befunden haben müssen, als sie ausgerechnet am vermutlichen Höhepunkt der Aktienrallye der vergangenen drei Monate befragt wurden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/bullish-wider-willen/">Bullish wider Willen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1270)</strong>             Gestern war es wieder einmal so weit: Die Bank of America veröffentlichte ihre monatlich erscheinende Fondsmanager-Umfrage. Wohl gemerkt, die Umfrageergebnisse sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon fast eine Woche alt, denn die Erhebung fand bereits zwischen dem 5. und 11. Juni statt. Wie immer bot dieses Stimmungsbild wertvolle Einblicke in die gerade aktuelle Befindlichkeit der Fondsmanager, die sich am besten mit dem Motto „Bullish wider Willen“ beschreiben ließe. Und wenn die Bank in ihrer Analyse von einem brüchigen, nahezu neurotischen, aber keinesfalls gefährlichen Optimismus spricht, zeigt dies, in welch komplizierter Seelenlage sich die Fondsmanager befunden haben müssen, als sie ausgerechnet am vermutlichen Höhepunkt der Aktienrallye der vergangenen drei Monate befragt wurden.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12142" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/17062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/17062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/17062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte gelten als dramatisch überbewertet, …</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Denn 78 Prozent der Investoren halten die Aktienmärkte für überbewertet – das ist der höchste Prozentsatz seit dem Jahr 1998. Gleichzeitig ging allerdings die Kassenquote seit der Mai-Befragung von 5,7 auf 4,7 Prozent zurück. Das dabei freigesetzte Geld ist natürlich den Aktienmärkten zugutegekommen. Und wenn man bedenkt, dass die Aktienengagements der Hedgefonds-Manager im gleichen Zuge von netto 34 auf 52 Prozent angezogen und damit den höchsten Stand seit September 2018 erreicht haben, könnte man durchaus von Umständen sprechen, die bei den befragten Investoren für kognitive Dissonanzen gesorgt haben dürften. Zumal nach wie vor nur ein kleiner Teil (18 Prozent, im Vormonat waren es 10 Prozent der Befragten) an eine von Ökonomen verfasste Story glaubt, die die jüngste Aktienmarktrallye rechtfertigen würde: die Fiktion von der V-förmigen Erholung der US-Ökonomie. Mehr als die Hälfte beschreiben die massiven Kursgewinne an den Aktienmärkten immer noch als Rallye in einem Bärenmarkt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… internationale Investoren kauften trotzdem</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch waren die Investoren insgesamt zum ersten Mal seit Februar dieses Jahres in Aktien übergewichtet. Auch stellt die Gefahr einer zweiten COVID-19-Welle immer noch das größte Extrem-Risiko bei den Befragten dar. Die Umfrageergebnisse zusammengenommen legen eigentlich nur einen Schluss nahe: Diejenigen, die tatsächlich ihre Kassenbestände verringert und dieses Geld in die Aktienmärkte gesteckt haben, taten dies mehrheitlich wahrscheinlich nicht, weil sie aus freien Stücken und zutiefst überzeugt über Nacht bullish geworden wären. Sondern weil sie gezwungenermaßen bullish werden <em>mussten</em>. Denn eine bearishe Positionierung wurde – obwohl fundamental und rational durchaus vertretbar – aufgrund der immer weiter anziehenden Aktienkurse schlichtweg zu teuer.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">… <strong>aber nicht aus freien Stücken</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz nebenbei bemerkt haben sich diese Käufe nicht etwa primär im US-Aktienmarkt abgespielt. Denn der Prozentsatz derjenigen Fondsmanager, der nach eigenen Angaben dort übergewichtet ist, hat sich mit netto 22 Prozent sogar gegenüber dem Vormonat geringfügig verringert. Stattdessen waren Papiere der Eurozone gefragt – dabei hatten wir im Vormonat noch eine Untergewichtung bei per Saldo 17 Prozent der Fondsmanager notiert. Im Juni gaben nämlich netto 7 Prozent der Befragten an, nunmehr in der Eurozone übergewichtet zu sein. Eine Verschiebung, die ich übrigens bereits vor drei Wochen (<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/b7556121-9b1d-4dfe-bf2c-433eadadc940" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>) anlässlich einer Sentiment-Erhebung der Börse Frankfurt vermutet hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro hält nicht mit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienmärkte jenseits des Atlantiks zur Eröffnung mit einem satten Plus aufwarteten, konnte der Euro im weiteren Verlauf des gestrigen Handelstages überhaupt nicht mithalten und musste sogar eine deutliche Einbuße hinnehmen. Teilweise las ich von plötzlich gestiegener Risikoaversion (Nordkorea, gestiegene COVID-19-Zahlen in den USA und China etc.). Indes: Die Hauptbewegung zugunsten des US-Dollar ereignete sich zeitgleich mit den bedeutend besser als von den Ökonomen im Mittel erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätzen. Oder war es das Humphrey Hawkins Testimony, die turnusmäßig halbjährlich stattfindende Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell (gestern vor dem Bankenausschuss des US-Senat), die zur Stärkung des Greenback beitrug? Wie auch immer: Der Dollar machte seinen Schwächeanfall vom Vortag gestern vorübergehend fast wieder wett. Und der Euro verlor wertvolles Momentum in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, den wir derzeit zwischen <strong>1,1110/15</strong> und <strong>1,1490</strong> verorten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/bullish-wider-willen/">Bullish wider Willen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/bullish-wider-willen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Senkrecht aufwärts: Die I-förmige Erholung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 04:48:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[I-förmige Erholung]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12135</guid>

					<description><![CDATA[<p>Den gestrigen Tag haben viele Devisenhändler wohl eher als ereignislos verbucht, vor allem wenn man die Entwicklung des Euro zum US-Dollar betrachtet. Dennoch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die anfängliche Risikoaversion der Aktienhändler nicht so recht im Euro-Kurs niederschlagen wollte. Hatten die hiesigen Aktienmärkte nach einem ersten Schwächeanfall ihre Kursverluste während der europäischen Handsitzung so gut wie wettgemacht, präsentierte die Gemeinschaftswährung sogar ein kleines Tagesplus. Und diese positive Tendenz setzte sich auch über Nacht und heute früh in Fernost fort. Tatsächlich bleibt der kurzfristige Trend...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/">Senkrecht aufwärts: Die I-förmige Erholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1345)</strong>             Den gestrigen Tag haben viele Devisenhändler wohl eher als ereignislos verbucht, vor allem wenn man die Entwicklung des Euro zum US-Dollar betrachtet. Dennoch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die anfängliche Risikoaversion der Aktienhändler nicht so recht im Euro-Kurs niederschlagen wollte. Hatten die hiesigen Aktienmärkte nach einem ersten Schwächeanfall ihre Kursverluste während der europäischen Handsitzung so gut wie wettgemacht, präsentierte die Gemeinschaftswährung sogar ein kleines Tagesplus. Und diese positive Tendenz setzte sich auch über Nacht und heute früh in Fernost fort. Tatsächlich bleibt der kurzfristige Trend aufwärts gerichtet (in Richtung <strong>1,1485</strong>) und im Falle von Rücksetzern dürfte sich die beste Nachfrage um das Niveau von <strong>1,1145</strong> herum konzentrieren.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12136" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/16062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/16062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/16062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine angemessene Korrektur der Aktienmärkte</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so hatte es fast den Anschein, als stünde gestern für die Teilnehmer an den Aktienmärkten mehr auf dem Spiel. Zumal die vergangene Woche an Wall Street mit dem größten Wochenverlust seit dem Höhepunkt der Corona-Panik im März beschlossen worden war. Außerdem haben sich die Akteure angesichts der wenig veränderten Nachrichtenlage hinsichtlich einer möglichen zweiten Welle der Corona-Epidemie anfangs eher auf dem Rückzug befunden. Mag sein, dass auch die sozialen Unruhen in den USA vom Wochenende hierzulande anfänglich zu Besorgnis geführt haben. Aber tatsächlich zeichnete sich für viele Kommentatoren und Händler deutlich ab, dass die Korrektur der Aktienmarktrallye, die beispielsweise den DAX vorübergehend rund 10 Prozent (gerechnet vom Höhepunkt der vergangenen Woche) seines Wertes gekostet hatte, eigentlich überfällig und angemessen war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein anhaltendes Schockmoment</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei fällt auf, dass die Nachrichtenlage gar nicht dazu geeignet war, den Investoren – abgesehen von einem montäglichen frühen Schock zur Marktöffnung – einen nachhaltigen Schrecken einzujagen. Auch finde ich es interessant, dass die Überquerung der 200-Tage-Linie beim DAX und auch beim S&amp;P 500 US-Aktienindex von oben nach unten bei den Kommentatoren anders als sonst üblich dieses Mal nicht für Alarmstimmung sorgte. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Stattdessen konnte man den Eindruck gewinnen, dass das Gros der Akteure eher nach Kaufniveaus suchte, um so noch verspätet an einer möglichen Fortsetzung der fast drei Monate anhaltenden Erholungsrallye teilnehmen zu können. Gut möglich sogar, dass von den vielen Pessimisten, die wir etwa bei der Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt am vergangenen Mittwoch ausgemacht hatten, der eine oder andere froh war, den Einstandspreis seiner während der vergangenen drei Wochen eingegangenen Short-Position bzw. Absicherung wiederzusehen und somit durch Rückkäufe die schal gewordenen Engagements mit halbwegs heiler Haut zurückdecken zu können.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ich kaufe ein I</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Offen gesagt ist mir bei solchen Bilderbuchszenarien nicht besonders wohl, bei denen – zumindest erwecken einige Kommentare des gestrigen Handelstages diesen Eindruck – das Gros der Marktteilnehmer die Korrektur der „überzogenen“ Rallye haben kommen sehen und genügend Zeit hatten, um als Käufer zu halbwegs „vernünftigen“ Kursen aktiv zu werden. Vermutlich werden die fortwährenden Mutmaßungen über eine mögliche zweite COVID-19-Welle schon mit sinkendem Interesse wahrgenommen. Und auch wenn man den gestrigen Auftritt des ökonomischen Chefberaters von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, für Wahlkampfrhetorik halten mag, vermittelte er in einem TV-Interview gegenüber Fox News den Eindruck, dass die Lage in Sachen Corona-Krise unter Kontrolle sei. Und es mag den gestrigen Käufern willkommen gewesen sein, dass Kudlow in seinen Ausführungen nicht von einer V-förmigen Erholung der US-Wirtschaft ausging, sondern sogar einen massiven Sprung, eine bislang mir nicht bekannte sogenannte „I-shaped recovery“ (eine I-förmige Erholung) prognostizierte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/">Senkrecht aufwärts: Die I-förmige Erholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Als ob es keine Risiken gäbe</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/als-ob-es-keine-risiken-gaebe/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/als-ob-es-keine-risiken-gaebe/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 05:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Dienstbotenhausse]]></category>
		<category><![CDATA[TSE Mothers Index]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12071</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist schon bemerkenswert, wie die Aktienmärkte derzeit dies- und jenseits des Atlantiks performen. Was die USA angeht, ist es erstaunlich, wie nonchalant der (Handels)konflikt zwischen den USA und China, bei dem in den vergangenen beiden Jahren schon minimale Zuspitzungen dafür ausreichten, um Abwärtskorrekturen den Aktienmärkten auszulösen, derzeit schlichtweg ignoriert wird. Obwohl die Spannungen zwischen den USA und China aktuell wesentlich bedrohlicher aussehen als 2019. Auch mag es Marktteilnehmer geben, die sich verwundert die Augen reiben, weil weder die Unruhen in den US-Metropolen noch die Androhung des Einsatzes...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/als-ob-es-keine-risiken-gaebe/">Als ob es keine Risiken gäbe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>EUR USD (1,1205)</strong>             Es ist schon bemerkenswert, wie die Aktienmärkte derzeit dies- und jenseits des Atlantiks performen. Was die USA angeht, ist es erstaunlich, wie nonchalant der (Handels)konflikt zwischen den USA und China, bei dem in den vergangenen beiden Jahren schon minimale Zuspitzungen dafür ausreichten, um Abwärtskorrekturen den Aktienmärkten auszulösen, derzeit schlichtweg ignoriert wird. Obwohl die Spannungen zwischen den USA und China aktuell wesentlich bedrohlicher aussehen als 2019. Auch mag es Marktteilnehmer geben, die sich verwundert die Augen reiben, weil weder die Unruhen in den US-Metropolen noch die Androhung des Einsatzes von Militär zu Rücksetzern bei US-Werten führen. Aber wahrscheinlich müssen die Unruhen wesentlich länger anhalten, um makroökonomisch Wirkung zu zeigen. Zumal die wirtschaftliche Situation infolge der Corona-Krise sowieso vieles überdecken dürfte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12072" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/03062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/03062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/03062020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>V-förmige Erholung gewinnt Anhänger</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Mittlerweile gehen angesichts der steigenden Aktiennotierungen mehr und mehr Analysten davon aus, dass sich die Wirtschaft doch noch V-förmig erholen könnte. Mitte Mai gab es dafür gerade einmal eine kleine Minderheit von 15 Prozent der internationalen Fondsmanager, die sich laut der wichtigen Umfrage der Bank of America seinerzeit so etwas vorstellen konnten.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Hierzulande hat der DAX immerhin gestern die 12.000er Marke überschritten, und ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Freude darüber vielerorts in Grenzen hält. Natürlich höre ich hier und da Statements wie: „Wenn die Rahmenbedingungen nicht so negativ wären, könnte man sich glatt inmitten der Dotcom-Blase kurz vor der Jahrtausendwende wähnen.“ Tatsächlich sind die Begründungen für den neuerlichen starken Sprung des DAX, vor allem feiertagsbedingt, mittlerweile gar nicht so einfach zu finden. Zum Glück haben wir ja die Beratungen zum hiesigen Konjunkturpaket, die gestern mancherorts als Treiber der Aktien-Hausse genannt wurden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Anzeichen für eine „Dienstbotenhausse“?</strong></span></h3>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Während ich nicht davon ausgehe, dass ein etwaiger Familienbonus zu massiven Aktienkäufen führen wird, las ich gestern erstmals vom japanischen „Tokyo Stock Exchange Mothers Index“<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;">1</span>]</a> und dachte fast schon reflexartig an eine Fonds-Version für die berühmten japanischen Hausfrauen („Japanese Housewives“). Tatsächlich könnte man meinen, wenn so etwas medial aufgegriffen wird, kann das Ende der Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten (hierzulande spricht man dann von einer Dienstbotenhausse) nicht mehr fern sein kann. Aber tatsächlich handelt es sich beim „Japanes Mothers Index“ um ein Barometer für aufstrebende heimische [japanische] Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Und dieser Index ist seit dem Tiefpunkt am 19. März dieses Jahres um rund 80 Prozent gestiegen und hat damit seither wahrscheinlich so ziemlich jede Benchmark in diesem Zeitraum hinter sich gelassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Auch der Euro hat gestern seinen kurzfristigen Aufwärtstrend fortsetzen können mit dem altbekannten Hauptargument: Risikofreude. Immerhin handelte es sich um den sechsten Tagesgewinn der Gemeinschaftswährung in Folge, während der Greenback fast analog nur auf vier Verlusttage hintereinander zurückblicken kann. Gut möglich, dass es neben der Risikofreude der Finanzmarktteilnehmer auch noch andere Gründe gibt, dem Dollar angesichts der derzeitigen Nachrichtenlage aus den USA den Rücken zu kehren. Der Euro bleibt auf jeden Fall in seiner starken Position, solange nun 1,1030 nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a><span style="color: #000000;"> <a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2020/06/02/euphoric-mothers-and-giant-painkillers/">https://heisenbergreport.com/2020/06/02/euphoric-mothers-and-giant-painkillers/</a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/als-ob-es-keine-risiken-gaebe/">Als ob es keine Risiken gäbe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/als-ob-es-keine-risiken-gaebe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anleger immun gegen schlechte Nachrichten</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/anleger-immun-gegen-schlechte-nachrichten/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/anleger-immun-gegen-schlechte-nachrichten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 05:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11941</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auch gestern setzte sich die nicht enden wollende Jubel-Rallye an den Aktienbörsen dies- und jenseits des Atlantiks fort. Dabei wird jeder Hoffnungsschimmer in Sachen Corona-Pandemie zum Anlass für Käufe genommen. Gestern sollen vielversprechende Fortschritte bei der Erforschung des vom Unternehmen Gilead untersuchten Medikaments Remdesivir zur COVID-19-Bekämpfung eine Kaufwelle ausgelöst haben. Dies ist insofern bemerkenswert, als es zu diesem Medikament erst vor Kurzem durchaus widersprüchliche Studien gab. Aber die selektive Wahrnehmung solcher Informationen zeigt, dass nicht nur die Börsianer nach einem Ende der Krise lechzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/anleger-immun-gegen-schlechte-nachrichten/">Anleger immun gegen schlechte Nachrichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0855)</strong>             Auch gestern war das Geschehen an den Devisenmärkten, zumindest wenn man auf den US-Dollar blickt, kaum der Rede wert. Zwar produzierte der Greenback gegenüber einem Korb an Währungen (gemessen am Dollar-Index) den vierten Tagesverlust hintereinander. Aber angesichts dessen, was sich etwa an den Aktienmärkten abspielte, spiegelt sich die dortige Risikofreude immer noch nicht angemessen im Dollar wider. Tatsächlich bewegt sich die US-Valuta etwa auf dem gleichen Niveau wie zum Zeitpunkt, als die Aktienmärkte das bisherige Allzeithoch (19. Februar) markierten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11942" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/30042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/30042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/30042020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gab es dazwischen große Kursausschläge in beide Richtungen. Aber angesichts der Tatsache, dass sich etwa die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen seither von knapp 1,6 Prozent um rund einen Prozentpunkt ermäßigt und die US-Notenbank ihre Bilanzsumme durch quantitative Lockerungsmaßnahmen seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent auf rund 6,5 Billionen USD aufgebläht hat, ist die Widerstandskraft des Greenback doch bemerkenswert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rezession interessiert nicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Daran hat auch die erste Schnellschätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals, die gestern mit einem Minus von annualisiert 4,8 Prozent publiziert wurde, nichts geändert. Es scheint auch weder die Devisen- noch die Aktienhändler interessiert zu haben, dass der private Verbrauch – eine wichtige Wachstumsstütze –</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">infolge der Corona-Pandemie in den USA im ersten Quartal um 7,6 Prozent zurückgegangen ist. Nein, selbst wenn solche Daten schlechter als erwartet ausfallen und eine US-Rezession unausweichlich scheint, sind die Teilnehmer an den Finanzmärkten weitgehend immunisiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>…aber die (rosige) Zukunft</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Stattdessen interessiert vielmehr die Zukunft. Und deswegen wundert es auch nicht, wenn sich das Gros der Ökonomen offenbar einig ist, dass die US-Wirtschaft zwar im ersten Halbjahr stark schrumpfen, aber sich im zweiten Halbjahr umso prächtiger präsentieren wird. Eine V-förmige Erholung gilt fast schon als sicher, wenn man etwa zu Beginn der Woche den Worten von US-Präsident Trump oder gestern dessen ökonomischem Chefberater, Larry Kudlow, folgen möchte. Dieser geht nämlich davon aus, dass das US-Wachstum im zweiten Halbjahr ein Plus von 17 bis 20 Prozent aufweisen wird.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Jubel-Rallye geht weiter</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so setzte sich auch gestern die nicht enden wollende Jubel-Rallye an den Aktienbörsen dies- und jenseits des Atlantiks fort. Dabei wird jeder Hoffnungsschimmer in Sachen Corona-Pandemie zum Anlass für Käufe genommen. Gestern sollen vielversprechende Fortschritte bei der Erforschung des vom Unternehmen Gilead untersuchten Medikaments Remdesivir zur COVID-19-Bekämpfung eine Kaufwelle ausgelöst haben. Dies ist insofern bemerkenswert, als es zu diesem Medikament erst vor Kurzem durchaus widersprüchliche Studien gab. Aber die selektive Wahrnehmung solcher Informationen zeigt, dass nicht nur die Börsianer nach einem Ende der Krise lechzen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es kann aber auch gut sein, dass gestern hierzulande auch eine Short-Squeeze den DAX über die 11.000er Marke gehievt hat. Die gestrige Sentiment-Befragung der institutionellen Investoren (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/d88c461d-d658-46b3-97ec-5905e6354bbb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) durch die Börse Frankfurt hatte noch am Vormittag eine unverändert bearishe Mehrheit von institutionellen Investoren ausfindig gemacht. Investoren, die zumindest teilweise gestern Nachmittag die Notbremse gezogen haben könnten.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fed-Sitzung ohne Überraschungsmoment</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Schließlich gab es dann am Abend noch die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank, bei der erwartungsgemäß keine neuen geldpolitischen Beschlüsse gefällt wurden. Tatsächlich enthielt das Statement wie erwartet eine dramatische Zustandsbeschreibung der US-Wirtschaft. Und sollte sich die Lage, die durch die Corona-Pandemie verursacht wurde, verschlechtern, wird die Fed nicht zögern, zu handeln. Darüber hinaus machte Fed-Chef Jerome Powell in der Pressekonferenz deutlich, dass er weiteren Handlungsbedarf für die Notenbank sieht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des Tages zeigte sich der Euro zwar in recht guter Verfassung, konnte aber auch gestern nicht das Niveau von <strong>1,0895/00</strong> überwinden, um den kurzfristigen Abwärtstrend zu beenden. Insofern bleibt die Unterseite – auch wenn das Trend-Momentum zum Erliegen gekommen ist – immer noch bis <strong>1,0675</strong> recht ungeschützt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/anleger-immun-gegen-schlechte-nachrichten/">Anleger immun gegen schlechte Nachrichten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/anleger-immun-gegen-schlechte-nachrichten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist es auch Müll, so hat es dennoch Einfluss</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ist-es-auch-muell-so-hat-es-dennoch-einfluss/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ist-es-auch-muell-so-hat-es-dennoch-einfluss/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 04:35:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Datenmüll]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11809</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn es um ökonomische Daten geht, erwarten die Akteure an den Finanzmärkten derzeit nichts Gutes. Umso überraschender muss es gestern für die Händler gewesen sein, als Chinas staatliche Statistikbehörde frühmorgens die Zahlen zu den Einkaufsmanagerindices für März publizierte. Diese lagen nämlich sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für die Dienstleister mit Indexwerten von 52,0 bzw. 52,3 sogar wieder über der 50er Schwelle, die ja bekanntlich als Trennlinie zwischen Rezession und Expansion gilt. Auch befanden sich die Werte weit entfernt von den mittleren Schätzungen der Ökonomen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ist-es-auch-muell-so-hat-es-dennoch-einfluss/">Ist es auch Müll, so hat es dennoch Einfluss</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1025)</strong>             Wenn es um ökonomische Daten geht, erwarten die Akteure an den Finanzmärkten derzeit nichts Gutes. Umso überraschender muss es gestern für die Händler gewesen sein, als Chinas staatliche Statistikbehörde frühmorgens die Zahlen zu den Einkaufsmanagerindices für März publizierte. Diese lagen nämlich sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für die Dienstleister mit Indexwerten von 52,0 bzw. 52,3 sogar wieder über der 50er Schwelle, die ja bekanntlich als Trennlinie zwischen Rezession und Expansion gilt. Auch befanden sich die Werte weit entfernt von den mittleren Schätzungen der Ökonomen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11813" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/01042020-2.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/01042020-2.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/01042020-2-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Als ob nichts passiert wäre</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf den ersten Blick könnte man nach den infolge der Corona-Epidemie im Februar miserabel ausgefallenen Zahlen von einer V-förmigen Erholun<span style="color: #000000;">g<a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> </span>der chinesischen Wirtschaft ausgehen. Aber selbst, wenn diese Daten – deren Echtheit immer wieder angezweifelt wird – tatsächlich der Realität entsprechen sollten, stellen sie doch nichts anderes als die Antwort der Einkaufsmanager auf die Frage dar, ob das ökonomische Umfeld besser, schlechter oder gleichbleibend sein werde. Und da sich die Corona-Krise in China zuletzt sichtlich entspannt hat, wäre alles andere als eine unter dem Strich optimistische Einstellung der Einkaufsmanager eher bedenklich gewesen. Aber vielleicht ist die positive Stimmung tatsächlich angebracht und wird womöglich durch weitere Fundamentaldaten im April bestätigt.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch schlechter als schlecht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was den Corona-Zeitstrahl angeht, befindet man sich hinsichtlich der Entwicklung der Infektionen und Todesfälle hierzulande, aber insbesondere in den USA noch weit hinter China. Dieser Umstand hat sich auch noch einmal auf die jüngsten Wachstumsprognosen der Ökonomen für die USA ausgewirkt. So korrigierte etwa der Chefvolkswirt von Goldman Sachs, Jan Hatzius, seine Kontraktions-Prognose zum US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal dramatisch von -24 auf -34 Prozent (annualisiert) nach unten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Anker im Datenmüll </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie schwierig (man könnte auch sinnlos sagen) derzeit ökonomische Prognosen sind, zeigt sich etwa an der Bandbreite der Vorhersagen für den US-Arbeitsmarktbericht, der am kommenden Freitag für den Monat März publiziert wird. Hinsichtlich der Prognosen für die Nonfarm-Payrolls wird im Durchschnitt von einem Rückgang der neu geschaffenen Stellen in Höhe von 252 Tsd. ausgegangen. Die Bandbreite der Prognosen, die während der vergangenen Tage wohl in einigen Fällen auch nicht mehr revidiert wurden, reicht dabei von der Erwartung eines extrem optimistischen Stellenplus von 100 Tsd. bis zu einem Minus von 4 Millionen Stellen! Kurzum: Man könnte auch von Datenmüll sprechen. Ist es auch Müll, so kann es trotzdem durchaus einen psychologischen Effekt haben: Die Erwartungsbandbreite ist so groß, dass es aufgrund des Ankereffektes kaum mehr zu Überraschungen kommen kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Laufe des gestrigen Tages war der Dollar jedoch wieder nachgefragt und sorgte auch dafür, dass der Euro zumindest vorübergehend deutlicher unter Druck geriet (1,0925). Die Gemeinschaftswährung bleibt auch nach diesem Rücksetzer oberhalb von <strong>1,0890</strong> in stabilem Fahrwasser – ein neuer Trend ist allerdings bislang nicht entstanden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></span> V-förmig, weil die grafische Darstellung der Einkaufsmanagerindices von Januar bis März einem V ähnelt</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ist-es-auch-muell-so-hat-es-dennoch-einfluss/">Ist es auch Müll, so hat es dennoch Einfluss</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ist-es-auch-muell-so-hat-es-dennoch-einfluss/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
