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	<title>US-Staatsanleihen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 13 Jun 2021 09:14:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Zu viel Angst gehabt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 09:14:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vergangene Handelswoche mag sicherlich einige Akteure in einer gewissen Ratlosigkeit zurückgelassen haben. Zumindest dürfte es nicht ganz einfach sein, eine Erklärung dafür zu finden, warum etwa die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen mit einem Minus von fast 11 Basispunkten den größten Wochenverlust seit einem Jahr zeitigten. Und das, obwohl die Konsumentenpreisinflation im Mai weiter angezogen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die vergangene Handelswoche mag sicherlich einige Akteure in einer gewissen Ratlosigkeit zurückgelassen haben. Zumindest dürfte es nicht ganz einfach sein, eine Erklärung dafür zu finden, warum etwa die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen mit einem Minus von fast 11 Basispunkten den größten Wochenverlust seit einem Jahr zeitigten. Und das, obwohl die Konsumentenpreisinflation im Mai weiter angezogen hat und in der Kernrate mit einem Plus von 3,8 Prozent im Jahresvergleich den Konsens der Ökonomen um rund 0,4 Prozents übertraf. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13556" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/14062021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/14062021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/06/14062021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich könnte ich jetzt ketzerisch sagen, dass die Medianschätzung als Referenzpunkt womöglich für manchen Akteur nicht deutlich genug überschritten worden ist. Aber in einer Zeit, in der es erforderlich ist, in der Inflationsrate im Jahresvergleich einen Basiseffekt zu berücksichtigen und auch der Effekt von unterbrochenen Lieferketten nicht genau berechnet werden kann, spielen doch Referenzpunkte – auch wenn es nur Schätzungen sind – als Anker eine wesentliche Rolle.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hat die Fed doch recht?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Jetzt, da die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen etwas mehr als 30 Basispunkte (inflationsbereinigt -22 Bp.) von ihrem von Ende März resultierenden Jahreshoch gefallen sind, könnte man natürlich in der Nachbetrachtung behaupten, dass die Inflationserwartungen bzw. die Angst vor einem Tapering der US-Notenbank, die noch Ende des ersten Quartals zu spüren waren, womöglich übertrieben gewesen sein könnten. Ich kann mich noch an Kommentatoren im März erinnern, die seinerzeit die US-Notenbank von den Märkten geradezu in die Enge getrieben gesehen hatten. Als ob die Anleihehändler den Notenbankern diktieren wollten, dass eine etwaige spätere Inflation nicht vorübergehender („transitory“) Natur sein würde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Heute, rund drei Monate später, scheint sich zumindest ein Teil der Akteure an den Finanzmärkten nicht mehr ganz sicher zu sein, ob die Fed nicht doch noch recht bekommt. Zumindest zeigt die vergangene Woche, dass Händler, die zuletzt immer noch im großen Stil auf fallende Anleihekurse gesetzt hatten, offenbar doch nicht bis zum Herbst abwarten wollten, ob nun die hohe US-Inflation tatsächlich nur vorübergehend oder nachhaltiger Natur sein wird. Denn solange wird man warten müssen, bis man einen ersten greifbaren Anhaltspunkt zur Beantwortung dieser Frage erhalten wird. Und erst dann wird sich frühestens erweisen, ob die Fed (und auch andere Notenbanken) mit ihrer Ansicht recht gehabt haben wird. Kurzum: Es wurden wohl während der vergangenen Woche Short-Positionen im größerem Stile via Stop-Loss eingedeckt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gedämpfte Inflationserwartung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen hat es auch gepasst, dass die Inflationserwartung auf Basis vorläufiger Zahlen zum am Freitag publizierten Verbrauchervertrauen der Uni Michigan gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken ist. Während die US-Verbraucher im Mai noch von einer Inflation von 4,6 Prozent auf Sicht von einem Jahr ausgingen, hatte der Juni-Wert von 4,0 Prozent etwas Relativierendes. Wobei letzterer Wert immer noch hoch ist. Indes: Der Gesamtindex der Uni Michigan lag für Juni mit 86,4 oberhalb des Marktkonsenses.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der letzte Handelstag der vergangenen Woche zeigte einen Euro, der doch noch recht stark unter Druck geriet. Zumindest war der Dollar so gut nachgefragt, dass fast schon der Eindruck entstehen musste, dass es demnächst keine US-Staatsanleihen mehr zu einem vernünftigen Preis geben würde. Am Ende des Tages bleibt die Gemeinschaftswährung in angeschlagener Position, die sich erst oberhalb von <strong>1,2215/20</strong> wieder verbessern kann. Im gleichen Zuge ist der kurzfristige Aufwärtstrend in eine Seitwärtsbewegung umgeschwenkt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Von Rekord zu Rekord</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2021 10:49:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalflüsse]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemessen an der Aufregung, die während der vergangenen Woche nicht zuletzt wegen der Sitzung der US-Notenbank an den Finanzmärkten vorherrschte, nimmt sich die gesamte Bandbreite des Euro gegenüber dem US-Dollar von rund einem Prozent moderat aus. Und am Ende blieb mit 0,4 Prozent ein doch schon bemerkenswert niedriger Wochenverlust übrig. Zumindest, wenn man der angeblichen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gemessen an der Aufregung, die während der vergangenen Woche nicht zuletzt wegen der Sitzung der US-Notenbank an den Finanzmärkten vorherrschte, nimmt sich die gesamte Bandbreite des Euro gegenüber dem US-Dollar von rund einem Prozent moderat aus. Und am Ende blieb mit 0,4 Prozent ein doch schon bemerkenswert niedriger Wochenverlust übrig. Zumindest, wenn man der angeblichen Denke vieler Händler Glauben schenken mag, dass der US-Dollar während der vergangenen Tage immer dann gut nachgefragt war, wenn die Rendite der langlaufenden US-Staatsanleihen, gemessen an den zehnjährigen Treasuries, anzog.<img decoding="async" class="alignright wp-image-13244" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/22032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/22032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/22032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Asymmetrische Dollar-Reaktion </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber am Ende der Woche müssen wir feststellen, dass die Rendite der zehnjährigen Papiere per Saldo zwar um rund 10 Basispunkte gestiegen ist, der Greenback allerdings nicht richtig mithalten konnte. Nimmt man gar den 9. März als Maßstab, an dem der Euro mit rd. 1,1835 gegenüber dem Greenback den niedrigsten Kurs dieses Jahres markiert hat, bleibt festzustellen, dass es dem Euro trotz der guten Rahmenbedingungen am US-Anleihemarkt nicht gelungen ist, besagtes Kursniveau auch nur zu testen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und das, obwohl die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen während des besagten Zeitraums in der Spitze um mehr als 20 Basispunkte zulegen konnte und sich die Rendite für deutsche Bundesanleihen mit vergleichbarer Laufzeit bis dahin per Saldo fast nicht verändert hat. Kurzum: Der Dollar mag zwar von steigenden US-Renditen profitiert haben, solange diese tatsächlich zulegten, hat aber bei Stillstand oder gar Rückgang derselben sofort wieder nachgegeben – eine asymmetrische Reaktion also.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rekordzuflüsse bei Aktienfonds</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch eine andere Story ist bemerkenswert. Die Rede ist von den Aktienfonds, die sich in der Woche zum 17. März abermals eines neuen Rekordzuflusses in Höhe von 68,3 Mrd. USD (vgl. Bloomberg bzw. Bank of America) erfreuen konnten. Trotz aller Markt-Volatilität, die durch die steigenden US-Anleiherenditen befeuert wurde. Und angesichts dieser außergewöhnlichen Zuflüsse rechnete der BofA-Chefstratege Michael Hartnett gleich einmal hoch, welches Volumen die Fonds bei gleichbleibenden Zuflüssen in diesem Jahr zu erwarten hätten: 1,6 Billionen USD. Auch wenn ich kein Freund solcher Hochrechnungen bin, entspricht die in den Raum geworfene Zahl gar nicht so viel weniger als dem erst vor kurzer Zeit auf den Weg gebrachten US-Konjunkturpaket.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich dürfte es niemanden überraschen, dass die Investoren in diesem Jahr bislang vor allem US-Aktien bevorzugt haben<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a>. So stehen den US-Zuflüssen in Höhe von 138 Mrd. USD fast schon mickrig anmutende 264 Mio. USD für Europa gegenüber. Indes: Interessanterweise haben während des gleichen Zeitraums Aktien der Eurozone – gemessen am EURO STOXX 50 – mit einem Plus von 8 Prozent deutlich besser als etwa der S&amp;P 500 performt, der nur um 4 Prozent zugelegt hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro-Long-Positionen abgebaut </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Noch einmal zurück zum Euro, der immer noch durch Long-Positionen belastet zu sein scheint. Positionen, die allerdings während der vergangenen Wochen verringert worden sein dürften. Nun sind die wöchentlichen Meldungen der CFTC zu den spekulativen Währungspositionen an der Chicagoer Futures-Börse sicher nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt. Dennoch zeigt sich dort zumindest ein Stimmungstrend: Die Euro-Long-Positionen haben sich seit dem Jahreshöchststand vom 29. Januar an sechs von sieben Wochen per 16. März von zuhöchst rd. 165 Tsd. auf zuletzt 90 Tsd. Kontrakte verringert. Auch handelt es sich bei der jüngsten Meldung um die niedrigste Long-Position seit Juni 2020. Mit anderen Worten: Der Druck auf den Euro wird spürbar und dürfte dessen kurzfristigen Abwärtstrend am Ende weiter befeuern. Letzterer ist allerdings zurzeit durch eine Korrekturbewegung (Obergrenze <strong>1,1990</strong>) gestört, die unterhalb von <strong>1,1870</strong> beendet sein dürfte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;"><strong>[1]</strong></span></a> Vgl. Bank of America und EPFR</span></p>
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		<title>Ungebremster Rendite-Trend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 06:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturpaket]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der deutliche Aufwärtstrend sowohl bei den Renditen der US-Staatsanleihen als auch bei den hiesigen Bundesanleihen scheint ungebrochen. Gestern Abend schoss etwa die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise auf mehr als 1,6 Prozent. Treiber war erhöhter Verkaufsdruck am Bondmarkt, verstärkt durch ein ausgesprochen niedriges Interesse der Akteure an einer Versteigerung siebenjähriger US-Staatsanleihen des Schatzamts. Tatsächlich bedeutet diese [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungebremster-rendite-trend/">Ungebremster Rendite-Trend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der deutliche Aufwärtstrend sowohl bei den Renditen der US-Staatsanleihen als auch bei den hiesigen Bundesanleihen scheint ungebrochen. Gestern Abend schoss etwa die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise auf mehr als 1,6 Prozent. Treiber war erhöhter Verkaufsdruck am Bondmarkt, verstärkt durch ein ausgesprochen niedriges Interesse der Akteure an einer Versteigerung siebenjähriger US-Staatsanleihen des Schatzamts. Tatsächlich bedeutet diese Entwicklung einen Rendite-Anstieg von 0,6 Prozent innerhalb eines Monats! Eine Geschwindigkeit, die sich auch in deutlichen Kursrückgängen an den US-Aktienmärkten entlud. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13160" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/26022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/26022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/26022021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wie aus einem Guss</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings scheint man bei der US-Notenbank diesbezüglich noch keine Probleme zu sehen, wenn man sich etwa die gestrigen Reden der Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) James Bullard (Chef der Fed von St. Louis), Raphael Bostic (Atlanta) oder Esther George (Kansas City) – sie fanden allesamt <em>vor</em> besagter Versteigerung statt – vor Augen führt. Sie alle bezeichneten den Anstieg der Bond-Renditen als angemessen in Bezug auf die Wachstumserwartungen. Im Einklang mit den Reden der FOMC-Vertreter vom Vortag, Vizepräsident Richard Clarida und Lael Brainard, wirkt ihr Auftreten (zusammen mit Fed-Chef Jerome Powell) wie aus einem Guss: An irgendwelche Tapering-Fantasien ist derzeit nicht zu denken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur hauchdünne Mehrheit beim Stimulus-Paket</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so bekommen die Akteure an den Finanzmärkten den Eindruck, dass nur wenig gegen die steigenden Renditen unternommen werden kann. Natürlich hätte die Fed theoretisch die Möglichkeit, die Fälligkeiten ihrer im Bestand befindlichen Anleihen auf solche mit längerer Laufzeit zu verschieben, aber davon spricht (im Gegensatz zu vor etwas mehr als zwei Monaten) zurzeit niemand.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen scheint auch ein anderer Aspekt in der Wahrnehmung der Finanzmarktakteure zu wenig Beachtung zu finden. Denn auf der fiskalpolitischen Seite spricht vieles dafür, dass das Stimulus-Paket – eines der Hauptauslöser für die derzeitigen Reflationserwartungen – nicht die angestrebten 1,9 Billionen USD erreichen wird. Nun dürfte das Paket sicherlich das Repräsentantenhaus passieren, aber im US-Senat ist die Mehrheit der Demokraten hauchdünn.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der Manchin-Faktor</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich habe in diesem Zusammenhang schon mehrfach auf Joe Manchin (<strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/02/18/ploetzlich-ist-der-dollar-gefragt/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> und <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/10/gegenwind-fuer-dollar-baeren/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) hingewiesen, der als konservativstes Mitglied seiner Fraktion im Senat gilt und in der Vergangenheit schon häufiger zusammen mit den Republikanern zugunsten von Donald Trumps Programmen gestimmt hatte. Und weil die Mehrheitsverhältnisse im Senat mit 50 zu 50 Stimmen ausgeglichen und knapper nicht sein können, gibt zwar im Zweifel die Stimme der Vizepräsidentin Kamala Harris den Ausschlag. Aber eben nur, wenn es bei einer Abstimmung 50 zu 50 steht. Fällt jedoch der Demokrat Joe Manchin als Befürworter des Konjunkturpakets aus, müsste seine Stimme durch einen oppositionellen Senator ersetzt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und tatsächlich hat Manchin, dem die Financial Times gestern einen größeren Beitrag widmete (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.ft.com/content/e6067f3c-8af3-4bc6-91b7-3a567800fed3" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>), immer wieder seine Muskeln spielen und erst kürzlich zum wiederholten Male durchblicken lassen, dass er in Sachen Mindestlohn eine parteiübergreifende Lösung sucht. Während die Demokraten derzeit einen Stundenlohn von 15 USD (in ein paar Jahren) anstreben, liegt etwa das Gebot des gemäßigten Republikaners Mitt Romney zurzeit bei 10 USD. Ob man sich bei 12,50 Dollar trifft? Vielleicht. Vielleicht sind aber noch weitere Kompromisse notwendig, die das Konjunkturpaket und damit die Neuverschuldung, erheblich verringern könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro nicht wirklich gefragt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Devisenhändler schienen die US-Renditen allerdings (bei 1,5 Prozent für 10jährige Titel) noch nicht attraktiv genug zu sein. Zumindest gab es gestern wenig sichtbare Dollar-Nachfrage. Im Gegenteil: Der Greenback präsentierte sich den Tag über in schwächlicher Verfassung und konnte sich erst im New Yorker Handel deutlicher erholen. Mit Folgen für den Euro, der am Ende des Tages seinen ganzen Kursgewinn wieder hergeben musste. Dabei hat es zunächst noch so ausgesehen, dass ein bullishes Chartbild der technischen Analysten (eine umgedrehte Schulter-Kopf-Schulter-Formation) wenigstens im zweiten Anlauf hätte komplettiert werden können. Für mich bleibt die Gemeinschaftswährung allerdings immer noch in einer seitwärts gerichteten Orientierung, aber unterhalb von <strong>1,2095</strong> mit einer negativen Bias.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungebremster-rendite-trend/">Ungebremster Rendite-Trend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Blow-off</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/blow-off/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 09:49:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blow-off]]></category>
		<category><![CDATA[Spekulationsblase]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was die Aktienmärkte angeht, sind die Blasen-Ängste in der vergangenen Woche keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Immer wieder verweisen Kommentatoren und Experten auf die Gefahr hin, dass die Bubble zum Platzen reif sei. Bislang ist nichts passiert, aber natürlich kann so etwas tatsächlich irgendwann geschehen, und dann wird mindestens einer der warnenden Auguren Recht bekommen. Obwohl es keinen objektiven Maßstab dafür gibt, wann eine Spekulationsblase in einem Markt vorhanden ist, ganz zu schweigen davon ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/blow-off/">Blow-off</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer die Medienberichte der vergangenen Woche über die USA verfolgt hat, konnte tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass mit der Vereidigung Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA ein neues Zeitalter angebrochen sei. Die Aktienmärkte jedenfalls applaudierten auf ihre Art und warteten mit neuen Höchstständen auf. Wahrscheinlich nicht, weil Joe Bidens im Vergleich zu seinem Vorgänger Donald Trump einen menschlicheren Anstrich zu haben scheint. Vielmehr geht es an den Finanzmärkten nur um eines: Geld. Und Geld soll nun gleich am Anfang der Ära Biden reichlich fließen, sofern man an das verkündete 1,9 Billionen USD schwere Konjunkturpaket denkt. Und an ein Statement der designierten Finanzministerin Janet Yellen, dass Bedenken hinsichtlich der damit verbundenen steigenden US-Staatsverschuldung hintanzustehen hätten. Und Steuererhöhungen? Die werden irgendwann später kommen, aber eben nicht in der nahen Zukunft, so die Wahrnehmung vieler Akteure. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12991" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/25012021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/25012021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/25012021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bereits eingepreist</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienmärkte in Feierlaune waren und selbst hierzulande einen kleinen Wochengewinn beim DAX zeitigten, ist beim Handel mit den US-Staatsanleihen merklich Ruhe eingekehrt. Während die Renditen in den ersten Tagen nach der Stichwahl in Georgia, die den Demokraten eine hauchdünne Mehrheit im US-Senat bescherte, im Vorgriff auf das Konjunkturpaket rasant nach oben zogen, ist nun etwa bei den Renditen der Anleihen mit zehnjähriger Fälligkeit die zweite Woche hintereinander jeweils ein – wenn auch winziger – Verlust zu verbuchen. Kurzum: Der starke Abverkauf der Staatsanleihen ist unterbrochen worden. Nicht zuletzt, weil nun ein deutlicher Anstieg der Kerninflation eingepreist scheint und zudem sehr wahrscheinlich ist, dass das Konjunkturpaket in der ursprünglich geplanten Höhe nicht ohne Probleme den Senat passieren wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Reich sein und reich werden</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was die Aktienmärkte angeht, sind die Blasen-Ängste in der vergangenen Woche keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Immer wieder verweisen Kommentatoren und Experten auf die Gefahr hin, dass die Bubble zum Platzen reif sei. Bislang ist nichts passiert, aber natürlich kann so etwas tatsächlich irgendwann geschehen, und dann wird mindestens einer der warnenden Auguren Recht bekommen. Obwohl es keinen objektiven Maßstab dafür gibt, wann eine Spekulationsblase in einem Markt vorhanden ist, ganz zu schweigen davon – und das ist entscheidend –, wann diese platzt, habe ich <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2021/01/22/those-who-want-to-stay-rich/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> ein wunderbares Zitat des Chef-Investmentstrategen der Bank of America vom vergangenen Donnerstag gefunden. „Es gibt zwei Arten von Investoren. Diejenigen, die reich werden wollen, und diejenigen, die reich bleiben wollen. Wenn sich diejenigen, die reich bleiben wollen, so verhalten, wie diejenigen, die es werden wollen, befinden wir uns vermutlich in einer späten Phase eines spekulativen Blow-off“, so Michael Hartnett.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Illusionäre Absicherung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das Statement passt trefflich zu einer Erfahrung, die ich unlängst gemacht habe. Ein(e) durchaus eher konservative(r) Investor(in) wollte eigentlich nie etwas mit dem Bitcoin Markt zu tun haben, weil dieser „viel zu spekulativ“ und unüberschaubar sei. Bis zum Ende vorvergangener Woche. Plötzlich änderte sich, vermutlich angeregt durch die exponentiellen Kurssteigerungen der Crypto-Währung, seine/ihre Einstellung. Darüber war ich nachgerade richtig erschrocken, zumal ich bekanntlich nicht viel mit Bitcoins am Hut habe (vgl. etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/12/kleine-und-grosse-korrekturen/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>). Meine Warnung, dass die digitale Bitcoin-Brieftasche, die sogenannte <em>Wallet</em>, gehackt werden oder, wie kürzlich zu hören war, ein verlorenes Passwort den Zugang zu gekauften Coins im Gegenwert von mehreren Millionen USD für immer verwehren könnte, wurde von meinem Gegenüber umgehend entkräftet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Er/sie habe ein Vehikel gefunden, wie man indirekt am Bitcoin-Boom teilnehmen könne, ohne die von mir genannten Risiken eingehen zu müssen. Ich erfuhr zwar nicht, welches Vehikel gemeint war, aber ich denke, es handelt sich möglicherweise um börsennotierte handelbare Anteile am Grayscale Bitcoin Trust (GBTC)<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #000000;">1</span></strong>]</a>. Mental mag sich ein solches Investment wie das in eine Aktie anfühlen. Eine Aktie, deren Kurs allerdings immer noch zu großen Teilen von einem hochspekulativen Investment abhängt. Wollen wir hoffen, dass alles gut geht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Euro-Händler haben es dagegen zurzeit halb so wild, aber immerhin konnte die Gemeinschaftswährung einen kleinen Wochengewinn in Höhe von 0,7 Prozent gegenüber dem US-Dollar verbuchen. Auch wenn die Gemeinschaftswährung während der vergangenen vier Handelstage graduell steigende Tageshochs produzierte, ist sie dennoch erst oberhalb von <strong>1,2235</strong> und insofern auch nur halbwegs aus dem Schneider.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> GBTC ist der mit Abstand größte Bitcoin Trust (vgl. etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://decrypt.co/resources/gbtc-everything-you-need-to-know-about-the-grayscale-bitcoin-trust" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>).</span></p>
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		<title>Den Schalter umgelegt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2021 05:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[US-Senat]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die bemerkenswerteste Kursentwicklung der vergangenen sechs Tage ist sicherlich bei den Renditen langlaufender US-Staatsanleihen zu finden – den Bitcoin-Stress vom Wochenanfang blende ich einmal bewusst aus. Seitdem feststeht, dass die Demokraten in den USA die Mehrheit im Senat übernommen haben (am 6. Januar dieses Jahres), gab es bei den Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen erst gestern einen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die bemerkenswerteste Kursentwicklung der vergangenen sechs Tage ist sicherlich bei den Renditen langlaufender US-Staatsanleihen zu finden – den Bitcoin-Stress vom Wochenanfang blende ich einmal bewusst aus. Seitdem feststeht, dass die Demokraten in den USA die Mehrheit im Senat übernommen haben (am 6. Januar dieses Jahres), gab es bei den Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen erst gestern einen Tag, der mit einem kleinen Verlust endete. Ausgehend von rund 0,92 Prozent konnten wir bis zum gestrigen Handelsschluss ein Plus von rd. 22 Basispunkten feststellen. Als ob man einen Schalter umgelegt hätte. Im gleichen Zuge ist übrigens auch die negative Realverzinsung dieser Anleihen deutlich (15 Basispunkte) angestiegen; ein Grund offenbar, warum sich der Dollar zeitweise erholen konnte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12940" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/13012021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/13012021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/13012021-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hemmungslose Ausgabenpolitik wenig wahrscheinlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie ich bereits mehrfach an dieser Stelle bemerkt habe, könnte man die Reaktion der Bondmärkte auf die neuen Mehrheitsverhältnisse im US-Senat möglicherweise als überzogen einstufen. Denn die von den Demokraten geplanten, „Billionen schweren“ Stimulus-Programme müssen von einer hauchdünnen Mehrheit getragen werden. Eine Mehrheit, die einem politisch breiten Spektrum von Senatoren gerecht werden muss. Auch wenn das geplante Konjunkturpaket angeblich riesig sein soll, wird es daher am Ende Kompromisse geben müssen. Eine hemmungslose Ausgabenpolitik ist so gesehen wenig wahrscheinlich.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch innerhalb der Fed scheint vor ein paar Tagen ein Schalter umgelegt worden zu sein. Plötzlich hat es den Anschein, als ob einige Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) zumindest über ein Zurückfahren der Anleihekaufprogramme (Tapering), womöglich noch in diesem Jahr, sehr bald diskutieren möchten. Und wo diskutiert wird, entstehen neue Meinungen und Prognosen. Natürlich wird immer wieder betont, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen für einen solchen Schritt stimmen müssten, vor allem aber sei alles vom Erfolg bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie abhängig.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Optimistischer als die größten Optimisten?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Beginn des Tapering noch in diesem Jahr würde einen mittelfristigen Ausblick bei den FOMC-Mitgliedern bedingen, der optimistischer als etwa derjenige von Goldman Sachs wäre. Deren jüngste Vorhersagen, wonach sich die Welt bereits auf der Zielgeraden befinde, gelten unter Beobachtern bereits als ausgesprochen positiv. Trotz mutierender Viren und einer politisch immer noch brisanten Lage in den USA, die bekanntlich in der vergangenen Woche mit einem Sturm auf das Kapitol in Washington einen bislang unrühmlichen Höhepunkt markierte. Dabei wird Goldman Sachs dergestalt zitiert, dass man dort eine erste Straffung der quantitativen Lockerungsmaßnahmen im Jahr 2022, eine erste Anhebung der Fed Funds nun im zweiten Halbjahr 2024 sieht. Und das bei einer Wachstumsprognose, die für 2021 ein Bruttoinlandsprodukt von +6,4 Prozent vorsieht, deutlich höher als der Konsens vieler anderer Ökonomen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so haben sich auch mancherorts die Dollar-Prognosen während der vergangenen Tage von extrem bearish auf leicht bullish gedreht – eine Folge von möglichen Positionsveränderungen. Deswegen hat auch der Euro während der gleichen Zeit gelitten, musste aber gestern kein neues Tagestief hinnehmen. Der Korrekturmodus der Gemeinschaftswährung im übergeordneten Aufwärtstrend bleibt jedenfalls erhalten, solange sich die Kurse unterhalb von <strong>1,2265</strong> bewegen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Noch schwächer als der Euro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Jun 2019 05:05:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[CME FedWatch Tool]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[UMSCA]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blickt man dies- und jenseits des Atlantiks auf die Aktienmärkte zum vergangenen Wochenschluss, muten die Kursentwicklungen dramatisch an. Dabei haben ökonomische Daten höchstwahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Vielmehr beschäftigen sich die Akteure an den Finanzmärkten mit dem weiter eskalierenden...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1185)</strong>             Blickt man dies- und jenseits des Atlantiks auf die Aktienmärkte zum vergangenen Wochenschluss, muten die Kursentwicklungen dramatisch an. Dabei haben ökonomische Daten höchstwahrscheinlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Vielmehr beschäftigen sich die Akteure an den Finanzmärkten mit dem weiter eskalierenden US-chinesischen Handelskrieg und der neuen Front, die US-Präsident Donald Trump gegenüber Mexiko am vergangenen Donnerstag eröffnet hat.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10644" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/03062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Trump möchte nun Mexiko mit Strafzöllen dazu zwingen, die Flüchtlingsströme in Richtung USA zu stoppen. 5 Prozent auf Mexiko-Importe soll der Strafzoll ab 10. Juni betragen und sich schrittweise bis auf 25 Prozent im Oktober erhöhen, sofern Mexiko nicht den Strom von Flüchtlingen an der Grenze zu den USA eindämmt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Abgesehen davon, dass noch unklar ist, wie derartige Schritte aussehen sollen, steht der jüngste Vorstoß Trumps dem neuen, noch nicht ratifizierten Freihandelsabkommen (UMSCA) zwischen den USA, Kanada und Mexiko diametral entgegen. Auch wenn der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer Medienberichten zufolge gegen solche Strafzölle sein soll wie auch US-Finanzminister Steven Mnuchin, fühlten sich einige Akteure darin bestätigt, dass sich der US Präsident offensichtlich nicht an bereits gemachte Zusagen gegenüber seinen Handelspartnern hält.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine gewisse Ungläubigkeit</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch eine gewisse Ungläubigkeit war bei manchem Kommentator zu beobachten. Trump würde womöglich nur bluffen, hieß es. Trump werde vermutlich einen Rückzieher machen müssen, äußerten andere Kommentatoren. Auch sei es vollkommen unklar, wie die Strafzölle so schnell umgesetzt werden könnten, war zu hören. Ganz zu schweigen von der Rechtmäßigkeit derartiger Maßnahmen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch im US-chinesischen Handelsstreit ist nicht mit einer durchgreifenden Entspannung zu rechnen. Denn China blieb in der vergangenen Woche nicht tatenlos und begann, eine schwarze Liste derjenigen Unternehmen aufzusetzen [„unreliable entities“], die den Interessen chinesischer Firmen schaden könnten – eine weitere Reaktion auf US-Maßnahmen gegen Huawei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mehr als eine US-Zinssenkung</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen sind die Renditen US-Staatsanleihen weiter gefallen. Und gleichzeitig hat sich auch die abschnittweise Inversion der Zinsstrukturkurve verstärkt. Der von vielen als Vorbote einer Rezession beachtete Spread von US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit gegenüber T-Bills mit dreimonatiger Fälligkeit hat sich zum Handelsschluss am Freitag auf -22 Basispunkte vergrößert. Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit den Erwartungen der Investoren, die längst nicht mehr von nur einer US-Leitzinssenkung innerhalb dieses Jahres ausgehen. Auch das CME FedWatch Tool berechnete zuletzt die implizite Wahrscheinlichkeit von mindestens zwei Zinssenkungen bis Ende 2019 mit rund 74 Prozent, das ist doppelt so viel wie noch eine Woche zuvor. Mittlerweile ist die Wahrscheinlichkeit für vier (!) Zinssenkungen mit rund 10 Prozent sogar höher als diejenige für den Fall, dass die Fed alles so belässt, wie es ist (5 Prozent). Nicht zuletzt, weil der am Freitag für April publizierte und von der US-Notenbank vornehmlich beachtete Index der privaten Verbrauchsausgaben (PCE) in der Kernrate zwar der Median-Erwartung der Ökonomen entsprach. Aber das Plus von 1,6 Prozent (ggü. Vorjahr) liegt eben deutlich unter dem Zielwert der Fed von 2,0 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen ist es dem Euro am Freitag nicht gelungen, die Untergrenze seiner Konsolidierungszone zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1320/25</strong> noch einmal in Angriff zu nehmen. Und obwohl die Gemeinschaftswährung gegenüber den typischen Flucht-Valuten Schweizerfranken und Yen am Freitag klar das Nachsehen hatte, zeigte sich der Dollar als noch schwächerer Kandidat. Die Folge: Der Euro konnte sich, gemessen am langsamen Sinkflug der Vortage, zum Wochenschluss mit einem Zuwachs von rund 70 Stellen recht eindrucksvoll erholen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Zwei Optionen mit Wechselwirkung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 05:38:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Abwertung]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiheverkäufe]]></category>
		<category><![CDATA[Matteo Salvini]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldengrenze]]></category>
		<category><![CDATA[US-Staatsanleihen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn es gestern im US-chinesischen Handelskonflikt eine leichte Beruhigung zu geben schien, blieb für viele Kommentatoren die Frage bestehen, wie effektiv Chinas Vergeltungsmaßnahmen als Antwort auf die erhöhten US-Strafzölle tatsächlich sein können. Denn die USA importieren nun einmal von China...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/">Zwei Optionen mit Wechselwirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Auch wenn es gestern im US-chinesischen Handelskonflikt eine leichte Beruhigung zu geben schien, blieb für viele Kommentatoren die Frage bestehen, wie effektiv Chinas Vergeltungsmaßnahmen als Antwort auf die erhöhten US-Strafzölle tatsächlich sein können. Denn die USA importieren nun einmal von China bedeutend mehr als umgekehrt. Und sollten die USA tatsächlich alle chinesischen Importe mit Strafzöllen belegen, so würde dies Güter in einem Volumen von über 500 Milliarden USD betreffen. Auf der anderen Seite machten die von China importierten US-Waren zuletzt gerade einmal 120 Mrd. USD aus. Kein Wunder, dass man sich bereits über andere Vergeltungsmaßnahmen Gedanken gemacht hat. Wir berichteten bereits gestern darüber, dass chinesischen Medienberichten zufolge Wissenschaftler darüber nachdenken, ob China seine Bestände an US-Staatsanleihen – das Land hält derzeit 1,13 Billionen USD davon – </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">senken solle.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10548" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/15052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Nicht das erste Mal wird kolportiert, China würde möglicherweise seine massiven Bestände in US-Staatsanleihen als Druckmittel in den Verhandlungen mit den USA ins Spiel bringen. Denn ähnliche Diskussionen gab es schon einmal vor mehr als einem Jahr. Aber unverändert gilt, dass eine solche Maßnahme nicht unumstritten ist. Denn nicht zuletzt würde eine Reduzierung der Anleihebestände, oder auch nur ausbleibende Nachfrage nach US-Staatsanleihen, in größerem Ausmaße Druck auf den Dollar ausüben und letztlich zu einer ungewollten verbesserten Wettbewerbsposition im Außenhandel für die USA führen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Gleichzeitig würden durch etwaige Bondverkäufe Chinas die Anleihekurse sinken und der Wert des chinesischen Portfolios sich verringern. Auf der anderen Seite könnte die US-Notenbank den Effekt größerer Anleiheverkäufe ihrerseits durch Anleihekäufe abmildern. Theoretisch könnte die Fed mehr Anleihen ins eigene Portfolio nehmen, als die chinesische Seite jemals würde verkaufen können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Schließlich wäre natürlich auch noch die Frage zu klären, wo China mit den Erlösen aus den Anleihekäufen tatsächlich hinmöchte. In ein Land, dessen Anleihen schlechter als die der USA rentieren?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Die zweite Option Chinas, die ebenfalls den Wechselkurs beeinflussen würde, wäre eine schrittweise Abwertung des Yuan, um so den negativen Effekt etwaiger Strafzölle abzumildern. Aber auch diese von chinesischer Seite bevorzugte Option mit entgegengesetzter Wirkung ist umstritten. Und so ist es bislang nur bei Drohgebärden Chinas geblieben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Italien nicht aus den Augen lassen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei allen Diskussionen um den US-chinesischen Handelsstreit sollte indes Italien nicht aus den Augen gelassen werden. Denn dort machte gestern der stellvertretende Premierminister Matteo Salvini von sich reden. Der Chef der Lega Nord äußerte nämlich, die Regierung sei, um den Arbeitsmarkt zu beleben, bereit, die Neuverschuldungsgrenze von 3 Prozent zu überschreiten. Mehr noch nehme Italien in Kauf, dass die Gesamtverschuldung des Landes entgegen der EU-Haushaltsregeln möglicherweise von 130 auf 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anstiege. Interessanterweise haben die Anleihemärkte während der vergangenen Tage bereits reagiert, weswegen sich der Renditevorsprung italienischer Staatsanleihen mit zehnjähriger gegenüber Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit auf rund 280 Basispunkte erhöhte und somit gestern den höchsten Stand seit dem 11. Februar markierte. Dies mag womöglich auch ein Grund für die leichte Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar gewesen sein, der im Rahmen seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1125</strong> und <strong>1,1375</strong> auf eine insgesamt etwas weichere Unterseite trifft.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/">Zwei Optionen mit Wechselwirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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