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	<title>US-chinesischer Handelskonflikt Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Viel Getöse, wenig Konkretes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2020 04:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über das verlängerte Pfingstwochenende hat es im Großen und Ganzen zwei Einflussfaktoren gegeben, die sich auf die Finanzmärkte hätten auswirken können. Zum einen die teils gewaltsamen Auseinandersetzungen auf Amerikas Straßen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis. Und zum anderen der Konflikt zwischen den USA und China, der noch bis Freitagnachmittag zu eskalieren drohte. Denn die USA hatten zuvor geäußert, es gebe keine Grundlage mehr dafür, Hongkong anders als China zu behandeln, wodurch sich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1125)</strong>             Über das verlängerte Pfingstwochenende hat es im Großen und Ganzen zwei Einflussfaktoren gegeben, die sich auf die Finanzmärkte hätten auswirken können. Zum einen die teils gewaltsamen Auseinandersetzungen auf Amerikas Straßen nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis. Und zum anderen der Konflikt zwischen den USA und China, der noch bis Freitagnachmittag zu eskalieren drohte. Denn die USA hatten zuvor geäußert, es gebe keine Grundlage mehr dafür, Hongkong anders als China zu behandeln, wodurch sich eigentlich ernsthafte Folgen für den Handel ergeben müssten. Obwohl US-Präsident Donald Trump im Vorfeld am Freitag noch starke und bedeutsame Aktionen ankündigte, ergab sich diesbezüglich auf der Pressekonferenz am Freitagnachmittag nichts Konkretes, weswegen sich die Akteure an den Finanzmärkten hätten Sorgen machen müssen. Nichts zumindest, was auf eine Verstärkung des Konflikts zwischen den USA und China hingewiesen hätte.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12067" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/02062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/02062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/02062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unruhen verdrängen Corona aus den Schlagzeilen </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht hatte es Donald Trump auch ganz bewusst vermieden, konkreter zu werden, um den Teilnehmern an den Aktienmärkten keinen Vorwand zu geben, sich zumindest kurzfristig risikoavers auszurichten. Zumal es durchaus Stimmen gab, die angesichts der Unruhen in mehreren US-Metropolen ihre Befürchtung zum Ausdruck brachten, dass sich die teils gewaltsamen Auseinandersetzungen auch auf die Wirtschaft des Landes negativ auswirken könnten. Indes: Die seit Tagen andauernden Auseinandersetzungen haben bislang nicht zu sichtbaren Verwerfungen an den Finanzmärkten geführt. Und das, obwohl das Thema die Corona-Krise in den USA fast völlig aus den Schlagzeilen verdrängt hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich dürfte die plötzliche Zurückhaltung Donald Trumps, gegenüber China den starken Worten nicht wirklich Taten folgen zu lassen, einem anderen Konflikt geschuldet sein. Denn der US-Präsident ist davon überzeugt, dass er für einen Wahlsieg im November vor allem einen starken Aktienmarkt benötigt. Dazu passt es nicht, wenn die Trump-Administration gleichzeitig China mit massiven Maßnahmen überzieht, die eine Eskalation im Konflikt um Hongkong bewirken und den US-chinesischen Handelsdeal in Gefahr bringen würden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ankauf von US-Landwirtschaftsimporten gestoppt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen kann man die chinesische Reaktion, die Quellen zufolge darin bestand, dass chinesische Regierungsvertreter staatliche Agrarkonzerne angewiesen haben sollen, den Ankauf einiger US-Landwirtschaftsgüter wie Sojabohnen und Schweinefleisch zu stoppen, noch als moderat bezeichnen. Wir erinnern uns: China hat im Rahmen des sogenannten Phase-eins-Deals, der im Januar unterzeichnet wurde, für das laufende Jahr immerhin den Ankauf von US-Agrargütern im Wert von 36,5 Mrd. USD zugesagt. Allerdings wurden infolge der Corona Pandemie zumindest in den ersten drei Monaten lediglich Güter im Wert von 3,35 Mrd. USD (vgl. Bloomberg) importiert, so wenig wie zuletzt im Vergleichszeitraum des Jahres 2007. Wobei wir jedoch nicht den Import von Sojabohnen aus den USA im Wert von mehr als 1 Mrd. USD in den ersten beiden Maiwochen unterschlagen wollen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Etwas Euro-Optimismus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die US-Aktienmärkte gestern eine eher durchwachsene Performance mit einem leichten Tagesgewinn hingelegt haben, hat sich der Dollar den dritten Handelstag hintereinander mit einem Tagesverlust verabschiedet. Dies hat dazu geführt, dass der Euro im gleichen Zuge einen kurzfristigen Aufwärtstrend eingeschlagen hat, in dessen Verlauf sogar das Hoch vom 27. März (rd. 1,1145) überwunden wurde. Es ist aber unklar, ob der Euro tatsächlich durch eine anhaltende Risikofreude an den Aktienmärkten getrieben oder der Dollar auch aus anderen Gründen gemieden wird. Gut möglich, dass die Gefahr eines Auseinanderbrechens des Euro mancherorts nicht mehr als so groß wie noch vor zwei Wochen eingeschätzt und also die Zukunft der Gemeinschaftswährung etwas optimistischer gesehen wird. Auch wenn immer noch Zweifel bestehen, ob der Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung von Bestand sein wird, schätze ich die Situation des Euro zumindest so lange positiv ein, wie nun <strong>1,0975</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Trotz schlechter Stimmung zuletzt erholt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2020 15:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Inflationserwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Negativzinsen]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man könnte die abgelaufene Handelswoche auch als eine Woche der schlechten Stimmung bezeichnen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Aktienmärkte in der Vorperiode noch „irritierend robust“ präsentiert hatten.  Einer Investoren-Umfrage von Evercore ISI zufolge gehen nicht einmal 25 Prozent der Befragten davon aus, dass die nächste 10-Prozent-Bewegung an den US-Aktienmärkten eine Aufwärtsbewegung sein wird. Und selbst am vergangenen Freitag schienen vielen Kommentatoren und Marktteilnehmern die Aktienkurse – vornehmlich in den USA – noch nicht tief genug gefallen zu sein. In der hiesigen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0815)</strong>             Man könnte die abgelaufene Handelswoche auch als eine Woche der schlechten Stimmung bezeichnen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Aktienmärkte in der Vorperiode noch „irritierend robust“ präsentiert hatten.  Einer Investoren-Umfrage von Evercore ISI zufolge gehen nicht einmal 25 Prozent der Befragten davon aus, dass die nächste 10-Prozent-Bewegung an den US-Aktienmärkten eine Aufwärtsbewegung sein wird. Und selbst am vergangenen Freitag schienen vielen Kommentatoren und Marktteilnehmern die Aktienkurse – vornehmlich in den USA – noch nicht tief genug gefallen zu sein. In der hiesigen <em>Wirtschaftswoche</em> online<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> wurde am Freitag gar auf mysteriöse Käufer hingewiesen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12007" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/18052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/18052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/18052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was die Entwicklung des Dollar angeht, konnte man interessanterweise den Montag als den Tag der größten Risikoaversion ausmachen: Es war der Tag, an dem der Greenback gegenüber einem Korb verschiedener Valuten, gemessen am Dollar-Index, den größten Anteil an seinem 1,3 prozentigen Wochengewinn erzielen konnte. Interessanterweise verlor der Euro gegenüber dem Dollar im Vergleich dazu gerade einmal 0,2 Prozent. Wahrscheinlich, weil vielen Akteuren durch einen Artikel des Wall Street Journal klar wurde, dass es so schnell wohl nichts mit negativen Leitzinsen in den USA werden würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fragwürdige Schuldzuweisung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Umso erstaunlicher war es, dass ausgerechnet die US-Aktienmärkte erst einen Tag später mit Abverkauf auf diese Nachricht reagierten, so als ob man dortzulande erst einmal abwarten wollte, ob die Botschaft des vorgenannten WSJ-Artikels von Fed-Chef Jerome Powell noch einmal bestätigt werden würde. Dieser hatte nämlich im Rahmen eines Online-Seminars Negativzinsen in den USA eine klare Absage erteilt. Und für viele Kommentatoren war sofort der Fed-Chef als Sündenbock ausgemacht, der für die Schwäche an den Aktienmärkten herhalten musste.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist es aus meiner Sicht viel eher der Trump-Administration anzulasten, dass die Aktienkurse an Boden verloren haben. Denn die Spannungen im wieder aufgeflammten US-chinesischen Handelsstreit erhielten neue Nahrung. Nicht nur weil sich immer deutlicher abzeichnete, dass die Trump-Administration möglicherweise die US-amerikanischen Kapitalströme in Richtung China begrenzen möchte. Vielmehr haben die USA zuletzt schärfere Sanktionen gegen den chinesischen Smartphone-Anbieter und Netzausrüster Huawei angekündigt. Per Freitagabend waren es dann aber die US-Aktienmärkte, die die Woche erholt und lediglich mit einem Verlust von 1,8 Prozent, gemessen am S&amp;P 500, beendeten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Steigende US-Inflationserwartungen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Über die Wirtschaftsdaten vom Freitag wollte ich eigentlich gar nicht berichten. Weder über die erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im ersten Quartal (-3,2 Prozent gegenüber Vorquartal) noch über die miserablen US-Einzelhandelsumsätze des Monats April. Auch nicht über andere wichtige Fundamentaldaten wie die US-Industrieproduktion etc.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber dann hat doch noch ein Wirtschaftsdatum mein Interesse erweckt. Vor allem, weil viele Investoren zurzeit die Frage umtreibt, ob wir als Auswirkung der COVID-19-Krise eher mit einer Deflation oder einer Inflation zu rechnen haben. Darauf gibt es wohl mangels ähnlicher Erfahrung aus der Vergangenheit naturgemäß bis jetzt keine endgültige Antwort. Die Rede ist von der Stimmungsumfrage der Uni Michigan. Dabei spielte es keine Rolle, dass die erste Schätzung zum Verbrauchervertrauen besser als vom Mittel der Ökonomen erwartet ausgefallen war. Viel interessanter scheint mir, dass die Inflationserwartungen der Konsumenten deutlich angezogen haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Teure Lebensmittel </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Mittel erwarten nämlich die befragten Verbraucher auf Sicht von einem Jahr einen kräftigen Anstieg der Preise von 2,1 auf 3,0 Prozent. Auch die langfristigen Inflationserwartungen auf Sicht von fünf Jahren bewegten sich deutlich nach oben. Möglicherweise, weil die Preise für Lebensmittel (vor allem für Fleisch!) im April gegenüber dem Vormonat so stark wie zuletzt vor 46 Jahren gestiegen waren. Die Kernrate (ohne Lebensmittel- und Energiepreise) war übrigens im gleichen Zeitraum mit einem Minus von 0,4 Prozent (ebenfalls ggü. Vm) so stark wie noch nie gefallen. Aber die Betonung bei den Inflationserwartungen liegt auf jeden Fall auf „langfristig“, denn kurz- und mittelfristig dürften viele Verbraucher angesichts der hohen Arbeitslosigkeit kaum in der Lage sein, mit dem ihnen aktuell zur Verfügung stehenden Geld größere Konsumausgaben zu tätigen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">An der Position des Euro hat sich unterdessen wenig geändert: Die Gemeinschaftswährung bleibt trendlos mit einer kleinen Neigung zur Schwäche, die erst oberhalb von 1,0915/20 ausgeräumt werden dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a> <a href="https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/riedls-dax-radar-mysterioese-rettung-vor-dem-kursabsturz-in-letzter-sekunde/25833478.html">https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/riedls-dax-radar-mysterioese-rettung-vor-dem-kursabsturz-in-letzter-sekunde/25833478.html</a></span></p>
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		<title>Euro bleibt leicht angeschlagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2020 04:40:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurtb Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch gestern gab es genügend Gründe, an den Finanzmärkten eine risikoaverse Haltung bzw. Positionierung einzunehmen. Und gemessen am Verhältnis positiver zu negativen Nachrichten hätte es vor allen Dingen dem Euro stärker an den Kragen gehen können. Nicht zuletzt, weil sich die EU-Kommission zu den ökonomischen Aussichten der Eurozone zu Wort gemeldet hat. Dort soll die Wirtschaft nämlich um 7,75 Prozent in diesem Jahr schrumpfen, in Italien, Spanien und Griechenland sogar um mehr als 9 Prozent. Und die Kommission erklärte unverblümt, dass die Stabilität der Eurozone ohne einen gemeinsamen Rettungsplan...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0800)</strong>             Auch gestern gab es genügend Gründe, an den Finanzmärkten eine risikoaverse Haltung bzw. Positionierung einzunehmen. Und gemessen am Verhältnis positiver zu negativen Nachrichten hätte es vor allen Dingen dem Euro stärker an den Kragen gehen können. Nicht zuletzt, weil sich die EU-Kommission zu den ökonomischen Aussichten der Eurozone zu Wort gemeldet hat. Dort soll die Wirtschaft nämlich um 7,75 Prozent in diesem Jahr schrumpfen, in Italien, Spanien und Griechenland sogar um mehr als 9 Prozent. Und die Kommission erklärte unverblümt, dass die Stabilität der Eurozone ohne einen gemeinsamen Rettungsplan gefährdet sei. Denn die Kluft zwischen nördlichen und südlichen Staaten würde sich zwangsläufig wegen der Rettungsprogramme und der ohnehin schon unterschiedlich stark angespannten Haushaltssituation in den einzelnen Ländern weiter vergrößern.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11971" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/07052020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/07052020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/07052020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Verbesserung am US-Arbeitsmarkt in Sicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu den negativen Nachrichten des gestrigen Tages gehörte auch der Bericht der US-Arbeitsmarktagentur ADP, wonach US-Unternehmen im April 20,55 Millionen Arbeitsplätze gestrichen haben. Und es klingt fast schon etwas zynisch, wenn man behauptet, diese Zahl sei geringfügig besser als von den Ökonomen im Mittel erwartet ausgefallen. Schließlich geht es, wie es ein Kommentator ganz richtig formulierte, nicht um Zahlen, sondern vor allem um menschliche Schicksale. Zumal die gestern publizierten Daten für April wahrscheinlich noch viel schlimmer ausgefallen sein müssen. Denn es wurden von der privaten Arbeitsmarktagentur (wie auch im März) lediglich die Zahl der Beschäftigten bis zum 12. des Monats registriert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur dumpfe Wahlkampf-Rhetorik? </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Damit wird es fast schon überflüssig zu erwähnen, dass sich die US-Rhetorik gegenüber China hinsichtlich dessen angeblichem Umgang mit der Corona-Pandemie gestern nicht beruhigt hat. Im Gegenteil. Mehr oder weniger laut wird neben neuen Strafzöllen über Schritte nachgedacht, wie man Lieferketten und Investmentströme mit China begrenzen könne. Und mancherorts ist sogar von der Gefahr eines neuen Kalten Krieges die Rede. Dabei scheint noch unklar zu sein, wie weit man auf US-Seite tatsächlich gehen würde. Denn eine erneute Eskalation im Handelskonflikt mit China würde auch der US-Wirtschaft und den Aktienbörsen schaden. Sicherlich mag ein Teil dieser verhärteten Haltung dem US-Wahlkampf geschuldet sein, der in den kommenden Monaten auf Hochtouren laufen wird. Eine Wahl, die, wie ein Kommentator süffisant anmerkte, zumindest für November geplant sei.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Börsianer wieder bearisher</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die Börsianer hierzulande scheinen die negativen Vorzeichen für die Aktienmärkte derzeit jedenfalls zu überwiegen. Denn die gestrige Umfrage der Börse Frankfurt hat gegenüber der Vorwoche einen deutlichen Anstieg des Pessimismus der Investoren (vgl. mein Kommentar <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/74dfd2c9-1730-468a-9cba-407adb39a424" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>) festgestellt. Dabei ist es zumindest beruhigend, dass das Gros der Akteure anscheinend von einer erneuten Verkaufswelle am Aktienmarkt sogar profitieren könnte. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum der Dollar den dritten Tag hintereinander gegenüber vielen Valuten gefragt war. Auch gegenüber dem Euro, der angesichts vorgenannter möglicher Spannungen durchaus stärker in Mitleidenschaft hätte gezogen werden können. Stattdessen bleibt die Gemeinschaftswährung zwar leicht angeschlagen, aber bislang ohne nachhaltigen Trend. Zumal für eine Stabilisierung der Lage nunmehr lediglich <strong>1,0925</strong> überwunden werden müsste.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 15:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[PELTROs]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat also der Euro doch noch vor dem Maifeiertag reagiert und einen deutlichen Sprung nach oben produziert. So stark, dass sogar der kurzfristige Abwärtstrend beendet wurde. Auf den ersten Blick passt diese Entwicklung, die vor allen Dingen am letzten Handelstag im April fast wie eine kleine Short-Squeeze aussah, nicht so recht ins Bild. Natürlich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/">Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0970)</strong>             Nun hat also der Euro doch noch vor dem Maifeiertag reagiert und einen deutlichen Sprung nach oben produziert. So stark, dass sogar der kurzfristige Abwärtstrend beendet wurde. Auf den ersten Blick passt diese Entwicklung, die vor allen Dingen am letzten Handelstag im April fast wie eine kleine Short-Squeeze aussah, nicht so recht ins Bild.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11951" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Christine Lagarde mit ruhiger Hand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann man Christine Lagarde bescheinigen, sie habe als Präsidentin in der ersten rein virtuellen Ratssitzung in der Geschichte der EZB Ruhe ausgestrahlt. Zumal der EZB-Rat darauf verzichtete, das 750 Mrd. EUR schwere Anleihekaufprogramm PEPP auszuweiten. Vorerst zumindest. Aber es wurden neue günstige, langfristige Kredite namens PELTROs<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> sowie niedrigere Zinsen für das bereits bestehende langfristige Kreditprogramm TLTRO III angekündigt – 25 Basispunkte unter dem durchschnittlichen Hauptrefinanzierungssatz (zurzeit -0,25 Prozent).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zwar ist die EZB im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen geblieben, aber die „kleine Zinssenkung durch die Hintertür“, wie Ökonomen die jüngsten Maßnahmen bezeichnet haben, spiegelte sich gar nicht im Kurs des Euro wider.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte: Am Ende doch noch einen Dämpfer </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch aus Dollar-Sicht fällt es schwer zu erklären, dass dessen größter Tagesverlust sich ausgerechnet an dem Handelstag ereignete, an dem an den Aktienmärkten wieder eine deutliche Risikoaversion zu beobachten war. Gut möglich also, dass die Daumenregel der Akteure, wonach der Dollar im Zuge von Risikoaversion gefragt bzw. bei Risikofreude vorzugsweise verkauft wird, zurzeit ihre Gültigkeit verloren hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich mussten die Aktienmärkte, vornehmlich diejenigen in den USA, trotz des höchsten Monatsgewinns im April seit 1987 (gemessen am S&amp;P 500) ab der Wochenmitte doch noch einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Sofort meldeten sich die Anhänger der anderen, berühmten Börsenregel: „Sell in May and go away“ und verwiesen sogleich auf den Beginn des Wonnemonats im Vorjahr, als sich die Aktienkurse ebenfalls am Monatsanfang in Richtung Süden entwickelten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Niemand hat die Absicht …,</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich bin mir nicht sicher, ob Donald Trump diese Börsenregel kennt, sonst hätte er in der vergangenen Woche nicht bei mehreren Gelegenheiten durchblicken lassen, er werde möglicherweise in Form von neuen Strafzöllen eine Art Vergeltung an China üben. Denn der US-Präsident weist nach wie vor China die Verantwortung am Ausbruch der Corona-Krise zu. Ins gleiche Horn stieß auch der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, in einem CNBC Interview am Freitag. Man braucht sich gar nicht auszumalen, was es für den ohnehin fragilen Zustand der Weltwirtschaft bedeuten würde, wenn zusätzlich zur COVID-19-Krise inmitten einer globalen Depression auch noch das Gespenst eines wiederauflebenden Handelskonflikts zwischen den USA und China umgehen würde.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… die USA absichtlich für zahlungsunfähig zu erklären</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gar nicht beruhigend war in diesem Zusammenhang ein weiteres Statement Kudlows, wonach es die US-Administration keinesfalls in Betracht ziehe, die von China gehaltenen US-Staatsschulden nicht bedienen zu wollen. Dies ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Denn es ist erst wenige Wochen her, dass der US-Senator Lindsey Graham die Idee ins Spiel brachte, die USA könnten womöglich absichtlich eine Staatspleite erklären, um China zu schaden. Natürlich ist ein solcher Schritt unvorstellbar und würde keineswegs China allein, sondern auch alle anderen Gläubiger und somit Halter von US-Staatsanleihen treffen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn Kudlow betonte, dass der Präsident nichts tun werde, um den Status des Dollar als Reservewährung zu gefährden, wurde einmal mehr deutlich, dass es innerhalb der Trump-Administration (wieder einmal) durchaus Gedankenspiele gegeben haben könnte, missliebige Staaten von den US-Märkten abzuschneiden. Dies alles in Betracht gezogen, sollte es nicht wundern, wenn der Dollar während der vergangenen Tage unter Druck geraten ist. Damit bleibt der Euro bis auf weiteres in stabilem Terrain – zumindest, solange er sich oberhalb von <strong>1,0835</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></strong></span> Pandemic Emergency Longer-Term Refinancing Operations</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/">Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Wir haben einen (Teil)-Deal!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2020 05:41:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist also der sogenannte „Phase-eins-Deal“ von Chinas Vizepremier Liu He und US-Präsident Donald Trump unterzeichnet worden. Ein Teilabkommen, um das es einen großen Hype gab und von dem man nach der Unterschriftszeremonie immerhin eines genau wusste: Das Vertragsdokument ist 86 Seiten lang. China wird unter anderem sein Importvolumen von US-Gütern und Dienstleistungen in den kommenden zwei Jahren drastisch erhöhen, und zwar, wie vorgestern bereits...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1150)</strong>             Nun ist also der sogenannte „Phase-eins-Deal“ von Chinas Vizepremier Liu He und US-Präsident Donald Trump unterzeichnet worden. Ein Teilabkommen, um das es einen großen Hype gab und von dem man nach der Unterschriftszeremonie immerhin eines genau wusste: Das Vertragsdokument ist 86 Seiten lang. China wird unter anderem sein Importvolumen von US-Gütern und Dienstleistungen in den kommenden zwei Jahren drastisch erhöhen, und zwar, wie vorgestern bereits durchgesickert war, um rund 200 Mrd. USD gegenüber dem Niveau von 2017, verteilt auf zwei Jahre. Auch hat sich China dazu verpflichtet, seine Währung nicht zu manipulieren.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11507" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/16012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/16012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/16012020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Abkommen nicht viel mehr als ein Waffenstillstand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings enthält das Abkommen offenbar keine Vereinbarungen, sondern teils nur vage Absichtserklärungen zu den eigentlich wichtigsten Streitpunkten im Handelskonflikt. Dazu gehören etwa Pekings Subventionspolitik, die Bekämpfung der Internetkriminalität und eine Absage an Urheberrechtsverletzungen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf der anderen Seite bleiben die Strafzölle der USA auf chinesische Importe zu großen Teilen des 360 Milliarden USD umfassenden Volumens unverändert hoch. Immerhin ließ Handelsminister Robert Lighthizer durchblicken, dass eine weitere Reduzierung der Importsteuern Bestandteil des sogenannten „Phase 2-Deals“ sein soll. Entgegen Meldungen vom Dienstag beabsichtigt die Trump-Administration anscheinend allerdings nicht, mit diesem zweiten Teil des Abkommens zwingend bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November zu warten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein “buy the rumour, sell the fact”</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die US-Aktienmärkte, die zunächst mit marginal höheren Allzeithochs aufwarteten, konnten ihre Intraday-Gewinne allerdings nicht vollständig halten. Auf der anderen Seite kam es bislang aber auch nicht zu einem großen Abverkauf, wie er vielerorts von Analysten prognostiziert worden war. Nach dem Motto „Buy the rumour, sell the fact“.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gegenüber dem Euro verharrte der US-Dollar vor und nach der Unterzeichnung des Abkommens bewegungslos – die Gemeinschaftswährung hatte zuvor bereits in geringem Umfang zugelegt. Zudem blieben ökonomische Daten angesichts des gestrigen Ereignisses ohne Bedeutung. Tatsächlich muss der Euro nach wie vor an der Oberseite <strong>1,1180/85</strong> überwinden, um seine leichte Schwächetendenz abzulegen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wie es der Administration gefällt</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wie-es-der-administration-gefaellt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2020 05:45:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Währungsmanipulator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie es aussieht, wird China nicht mehr das Label „Währungsmanipulator“ mit sich herumtragen müssen, mit dem es seit dem 5. August vergangenen Jahres gebrandmarkt wurde. Dies ließ gestern ein Vertreter der Trump-Administration verlautbaren. Eine Geste, die wohl angesichts der bevorstehenden Unterzeichnung des sogenannten „Phase-eins-Deals“ zwischen China und den USA für gut Wetter sorgen soll. Wir erinnern uns: Finanzminister Steven Mnuchin hatte im vergangenen Jahr ohnehin auf ein Handelsgesetz von 1988 zurückgreifen müssen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1135)</strong>             Wie es aussieht, wird China nicht mehr das Label „Währungsmanipulator“ mit sich herumtragen müssen, mit dem es seit dem 5. August vergangenen Jahres gebrandmarkt wurde. Dies ließ gestern ein Vertreter der Trump-Administration verlautbaren. Eine Geste, die wohl angesichts der bevorstehenden Unterzeichnung des sogenannten „Phase-eins-Deals“ zwischen China und den USA für gut Wetter sorgen soll. Wir erinnern uns: Finanzminister Steven Mnuchin hatte im vergangenen Jahr ohnehin auf ein Handelsgesetz von 1988 zurückgreifen müssen, um die Bezeichnung Währungsmanipulator rechtfertigen zu können. Denn einem späteren US-Gesetz von 2015 zufolge hätte China die Kriterien dafür nicht erfüllt. Der Anlass für diese Maßnahme war damals die Tatsache, dass die chinesische Währung im Verhältnis zum US-Dollar Anfang August die wichtige 7,0000-Linie unterschritten hatte. Nicht zuletzt infolge des Anfang August vergangenen Jahres von US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich forcierten Handelsstreits.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11491" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/14012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/14012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/14012020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein politisches Signal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wobei man nicht einmal sagen kann, dass die chinesische Zentralbank beim Kursverfall im August 2019 etwa mit Interventionen nachgeholfen hätte. Tatsächlich diktierte der Markt den Trend, und dieser wäre möglicherweise sogar wesentlich heftiger ausgefallen, wenn die People‘s Bank of China nicht dagegen gehalten hätte. Überhaupt: Seit Anfang Dezember hat der Yuan stetig aufgewertet, zumal sich eine Entspannung im Handelsstreit abzuzeichnen begann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn die symbolische Maßnahme, China als Währungsmanipulator zu bezeichnen, in der Praxis keine Konsequenzen nach sich zog, bedeutete sie doch ein politisches Signal. Genauso wie jetzt die Zurücknahme dieses Vorwurfs. Mit anderen Worten: Wer sich den Wünschen und Willen der Trump-Administration anpasst, wird offenbar zumindest symbolisch belohnt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wer nicht hören will…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es auch anders gehen kann, haben vor noch nicht allzu langer Zeit die Drohgebärden gegenüber China bewiesen. Etwa als Ende September vergangenen Jahres innerhalb der Trump-Administration offenbar die Begrenzung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China erwogen wurde. Dabei wurde wahrscheinlich nicht nur die Möglichkeit durchgespielt, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an der Börse handeln zu lassen, sondern auch in Betracht gezogen, die Engagements US-amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Oder etwa die jüngste Drohung der Amerikaner, wonach nach einem Bericht des <em>Wall Street Journal</em> vom Wochenende zufolge der Zugang des Irak zu dessen Konto bei der US-Notenbank gesperrt werden könnte, falls die US-Truppen das Land verlassen müssten. Auch wenn das Volumen der irakischen Zentralbank bei der Fed von New York Ende 2018 lediglich 3 Mrd. USD betragen haben soll, wären die ökonomischen Folgen für das Land beträchtlich. Einmal ganz abgesehen von der Signalwirkung für andere Staaten, die sich nicht nach den Vorstellungen der US-Administration verhalten. Die mittel- bis langfristigen Folgen habe ich bereits gestern (<a href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/01/12/erzwungene-sorglosigkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #000000;">HIER</span></strong></a>) skizziert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich der Euro gegenüber dem Dollar seit dem Freitagstief von knapp 1,1080 erwartungsgemäß etwas erholt, doch die schleppende Befestigung dürfte bei <strong>1,1170</strong> schon wieder auf Abgaben treffen. Und solange dieses Niveau nicht überwunden wird, bleibt der Euro in leicht angeschlagener Verfassung.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Angst, etwas zu verpassen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/angst-etwas-zu-verpassen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2020 05:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[AAII]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach wie vor bleibt das Handelsgeschehen bei Euro und Dollar sehr überschaubar. Dazu kam gestern auch noch, dass es an ökonomischen Daten fast nichts zu begutachten gab, geschweige, dass die Devisenmarktentwicklung interessante Ausmaße annahm – der Euro produzierte gerade einmal eine Handelsspanne von rund 30 Stellen. Dies soll allerdings nicht heißen, dass die Finanzmärkte ansonsten gestern nichts Spannendes anzubieten gehabt hätten. Dass dabei die Bullen an den Aktienmärkten das Zepter übernommen haben, sollte angesichts der zumindest vordergründig abnehmenden Spannungen und der in der Wahrnehmung der Akteure fast auf null gesunkenen Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/angst-etwas-zu-verpassen/">Angst, etwas zu verpassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1105)</strong>             Nach wie vor bleibt das Handelsgeschehen bei Euro und Dollar sehr überschaubar. Dazu kam gestern auch noch, dass es an ökonomischen Daten fast nichts zu begutachten gab, geschweige, dass die Devisenmarktentwicklung interessante Ausmaße annahm – der Euro produzierte gerade einmal eine Handelsspanne von rund 30 Stellen. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies soll allerdings nicht heißen, dass die Finanzmärkte ansonsten gestern nichts Spannendes anzubieten gehabt hätten. Dass dabei die Bullen an den Aktienmärkten das Zepter übernommen haben, sollte angesichts der zumindest vordergründig abnehmenden Spannungen und der in der Wahrnehmung der Akteure fast auf null gesunkenen Gefahr einer kriegerischen Auseinandersetzung im Nahen Osten kein Wunder darstellen. Aber diese für die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks positive Nachrichtenlage, die an den US-Märkten mit neuen historischen Hochs, aber auch vom heimischen DAX mit Kursen unweit vom Allzeithoch quittiert wurde, macht nur einen Teil der Bullensaga aus.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11480" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/10012020-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/10012020-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/10012020-1-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Angst vor Aufwärtstrend größer als vor Aktienkorrektur </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es nämlich in der ersten Woche des Jahres am Ende zu einer Aufwärtsbewegung kam, die einer Shortsqueeze ähnelte, war in erster Linie auf die vorsichtige Positionierung institutioneller Marktteilnehmer zurückzuführen, die sich zu Jahresbeginn mehrheitlich zunächst eher auf eine Korrektur der Aktienkurse eingestellt hatten. Dies vermittelte zumindest die Stimmungserhebung, die die Börse Frankfurt am Mittwoch (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/27d0190c-dcb2-4125-a4d6-3e2edb13ffe7" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) durchgeführt hatte und die ich in der Conclusio so kommentiert hatte: <em>Mit einer sinkenden Aufregung und Gewöhnung an die derzeitige [geopolitische] Situation würde gleichzeitig die Angst wachsen, eine weitere Aufwärtsbewegung im Aktienmarkt zu verpassen</em>.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA dürfte die Ausgangslage ähnlich gewesen sein, denn die gestern publizierten Ergebnisse der Sentiment-Umfrage der AAII (American Association of Individual Investors) vermittelte per 8. Januar, dass das Gros der dortigen Anleger offenbar nicht angemessen auf weitere größere Aufwärtsbewegungen am Aktienmarkt vorbereitet war. Auf einer Skala zwischen +100 und -100 lag der Stimmungsindex gerade einmal bei +3, was einem unterdurchschnittlichen Optimismus entspricht. Unterdessen spricht einiges dafür, dass sich das Stimmungsbild wahrscheinlich bereits gedreht hat. Die Angst, eine Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt zu verpassen, scheint jedenfalls größer als die Angst vor einem großen Rücksetzer zu sein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Handels-Deal wird wieder wahrgenommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist es müßig, darauf hinzuweisen, dass nun angesichts der schwindenden Angst vor einem Krieg im Nahen Osten thematisch wieder der sogenannte „Phase eins Deal“ zwischen den USA und China in den Vordergrund gerückt ist. Dabei ist es fast schon fahrlässig zu glauben, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten nichts mehr vom Konflikt zwischen den USA und dem Iran hören würden. Aber es hat gestern prima ins Bild gepasst, dass der Sprecher für das chinesische Handelsministerium, Gao Feng, nun (endlich) Einzelheiten zur Zusammensetzung der chinesischen Delegation bekanntgab, die den Vizepremier und Chefunterhändler Liu He auf seiner Reise nach Washington (vom 13. bis 15. Januar) zur Unterzeichnung des Teilabkommens zur Beilegung des US-chinesischen Handelskonflikts begleiten wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienmärkte haussierten, hielt sich die Dollarstärke, die immerhin zum dritten Tagesgewinn hintereinander geführt hatte, in Grenzen. Ähnliches gilt analog auch für den Euro, der sich allerdings gestern schwertat, noch einmal ein neues Tagestief zu produzieren. Zu gut scheint (noch) die Nachfragesituation vor <strong>1,1080/85</strong> zu sein, um auf die Schnelle den Weg für weitere Schwäche der Gemeinschaftswährung freizumachen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD ab sofort 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/angst-etwas-zu-verpassen/">Angst, etwas zu verpassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Haben wir einen Deal?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/haben-wir-einen-deal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2019 06:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Ratssitzung]]></category>
		<category><![CDATA[UK-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine bewegte Nacht liegt hinter uns. US-Präsident Donald Trump hat einem Teilabkommen zur Beilegung des US-chinesischen Handelskonflikts zugestimmt und in Großbritannien haben die Torys unter Führung von Boris Johnson Hochrechnungen zufolge offenbar eine absolute Mehrheit bei den Unterhauswahlen errungen. Zuvor hatte aber gestern die erste EZB-Ratssitzung...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1175)</strong>             Eine bewegte Nacht liegt hinter uns. US-Präsident Donald Trump hat einem Teilabkommen zur Beilegung des US-chinesischen Handelskonflikts zugestimmt und in Großbritannien haben die Tories unter Führung von Boris Johnson Hochrechnungen zufolge offenbar eine absolute Mehrheit bei den Unterhauswahlen errungen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zuvor hatte aber gestern die erste EZB-Ratssitzung unter Leitung ihrer neuen Präsidentin Christine Lagarde stattgefunden: Sowohl der Einlagensatz als auch das Volumen des Anleihekaufprogramms blieben erwartungsgemäß unverändert. So wird die EZB auch unter Lagarde nicht von ihrer geldpolitischen Linie abweichen, obwohl der Rat vorsichtige Anzeichen dafür sieht, dass die Wachstumsverlangsamung in der Eurozone allmählich zum Erliegen kommt. Genauso wie für einen leichten Anstieg der Inflation.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11421" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/13122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/13122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/13122019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mit der Weisheit einer Eule</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vermutlich trug auch ein Statement Lagardes bei ihrer ersten Pressekonferenz nach der Ratssitzung zur Beruhigung der Finanzmarktakteure bei, wonach sie die Notwendigkeit eines sehr akkommodierenden geldpolitischen Kurses für einen längeren Zeitraum sieht. Auch kündigte Lagarde – wie bereits gemeldet – die Überprüfung der geldpolitischen Strategie der EZB an. Eine Prüfung, die im Januar kommenden Jahres beginnen und Ende 2020 abgeschlossen sein soll.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für Fragezeichen bei einigen Kommentatoren sorgte schließlich ein humorvoll gemeintes Statement der EZB-Präsidentin, die sich nicht festlegen wollte, ob man sie als geldpolitische Taube oder Falken sehen solle. Sie würde lieber eine Eule sein, weil sie Eulen möge. Und weil Eulen sehr weise Tiere seien. Allerdings gelten Eulen vornehmlich nur in der westlichen Welt als Sinnbild der Weisheit.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trump in Hochform</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber eigentlich gab es am gestrigen Handelstag viel wichtigere Botschaften. So etwa einen Tweet von US-Präsident Donald Trump, wonach man mit China ganz kurz vor dem Abschluss eines großen Deals stehe. Vermutlich wäre dieser Tweet nicht wirklich ernst genommen worden, wenn nicht das <em>Wall Street Journal</em> zur gleichen Zeit verlautbart hätte, dass die US-Vertreter sogenannten gutinformierten Quellen zufolge bereit seien, die derzeitigen Strafzölle auf China-Importe im Volumen von 360 Mrd. USD bis um die Hälfte zu senken. Auch hieß es, dass die Unterhändler die für den 15. Dezember vorgesehenen neuen Strafzölle fallen lassen würden. Indes: Die chinesische <em>Global Times </em>vermutete (ebenfalls in einem Tweet) hinter der Trumpschen Botschaft lediglich den Versuch, den Aktienmarkt nach oben zu treiben<em>.</em> Genau dies geschah dann auch recht eindrucksvoll in den USA, wo die wichtigen Indices vorübergehend neue Allzeithochs markierten. Dabei gab es im weiteren Verlauf des gestrigen Abends zunächst auch widersprechende Meldungen, wer wem was und wann angeboten haben soll. Aber am Ende stellte sich heraus, dass zwischen den USA und China die Unterzeichnung eines Teilabkommens (Phase-1-Abkommen) – bereits gestern Nacht von Donald Trump abgesegnet – offenbar vor der Unterzeichnung steht. Allerdings soll einem Medienbericht von heute früh zufolge die Zustimmung Chinas noch nicht sicher sein.<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Boris Johnson gewinnt deutlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu guter Letzt hat Boris Johnsons Konservative Partei Hochrechnungen zufolge die britischen Unterhauswahlen mit großer Mehrheit gewonnen. Johnson dürfte sich nun im Brexit-Prozess eine komfortable absolute Mehrheit stützen können, womit das von Großbritannien und der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen im Unterhaus zügig verabschiedet werden könnte. Davon profitierte auch der der Euro, der nun im Rahmen seines Aufwärtsimpulses Potenzial für Kurssteigerungen zunächst in Richtung <strong>1,1275</strong> besitzt. Die Lage bleibt positiv für den Euro, solange Rücksetzer <strong>1,1065</strong> nicht unterschreiten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Von Erfolg zu Erfolg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Dec 2019 06:11:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[UMSCA]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist man ein Pessimist, wenn man einem gestrigen Artikel des Wall Street Journal mit Skepsis begegnet? Demzufolge wären die Beteiligten im US-chinesischen Handelskonflikt gerade dabei, die Grundlage für eine Verschiebung der eigentlich für den 15. Dezember anberaumten US-Strafzölle auf chinesische Importe auszuarbeiten, hieß es. Doch war im selben Artikel zu lesen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1090)</strong>             „Das ist eines der besten je für dieses Land abgeschlossenen Handelsabkommen“, sagte US-Präsident Donald Trump noch am Montag. Doch meinte er damit nicht einen Durchbruch bei den US-chinesischen Verhandlungen in Hinblick auf das „Phase eins“ genannte Teilabkommen. Vielmehr geht es um das überarbeitete Freihandelsabkommen UMSCA für die USA, Mexiko und Kanada, das allerdings noch vom US-Kongress ratifiziert werden muss. Ein Abkommen, bei dem es nur Sieger gibt: Donald Trump, den Entscheider, der alles durchgesetzt hat. Oder die Demokraten, die, so man ihren Äußerungen Glauben schenken will, den Vertrag noch einmal deutlich verbessert haben. Ein Pakt, der auf dem einstigen NAFTA-Abkommen basiert und der für mein Empfinden eigentlich schon längst bei vielen Akteuren mental als beschlossen abgehakt war. Ein Grund für die Finanzmärkte zu feiern?<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11407" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/11122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/11122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/11122019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Strafzölle verschoben?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Feiern haben zumindest einen Vorteil: Sie lenken von anderen Problemfeldern ab, die es allein in Sachen Handelskonflikte noch zu bewältigen gibt. Oder ist man ein Pessimist, wenn man dem gestrigen Artikel des <em>Wall Street Journal</em><a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><em><span style="color: #000000;">[1]</span></em></a> mit Skepsis begegnet? Demzufolge wären die Beteiligten im US-chinesischen Handelskonflikt gerade dabei, die Grundlage für eine Verschiebung der eigentlich für den 15. Dezember anberaumten US-Strafzölle auf chinesische Importe<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><span style="color: #000000;">[2]</span></a> auszuarbeiten, hieß es. Doch habe, so war im selben Artikel zu lesen, US-Präsident Donald Trump diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen. Zur Erinnerung: Trump verlangt ein Commitment Chinas – und dies scheint ziemlich unrealistisch –, Agrarprodukte in einem Volumen von angeblich jährlich 40 bis 50 Mrd. USD von den USA abzunehmen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gute Stimmung herrscht vor</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie dem auch sei: Obwohl eine Aussetzung der für den 15. Dezember vorgesehenen Strafzölle, also eine Verlängerung des Waffenstillstands, von den Finanzmarktakteuren eigentlich als das Mindeste, das im Handelsstreit auf der positiven Seite beschlossen werden könnte, angesehen wird, reagierten die zuvor schwachen Aktienmärkte dies- und jenseits Atlantiks mit einer deutlichen Erholungsbewegung.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin gelang es dem Euro, die Aufwärtstendenz vom Vortag fortzusetzen, was mancherorts von Händlern einem besser als erwartet ausgefallenen ZEW-Index (Dezember) zugeschrieben wurde. Allerdings deute ich die gute Stimmung unter den Teilnehmern eher als Spiegel der zuletzt bullishen Aktieninvestoren und weniger als ein ökonomisches Stimmungsbild. Der Anleger-Optimismus (vgl. Börse Frankfurt) war nämlich bereits in der vergangenen Woche relativ hoch. Ohnehin sprechen wir nach wie vor über recht überschaubare Euro-Bewegungen gegenüber dem Dollar, die sich überdies immer noch in der Range vom vergangenen Freitag abspielen. Die Aussichten für die Gemeinschaftswährung bleiben jedenfalls positiv, solange <strong>1,1030</strong> gehalten wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt; color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a style="color: #000000;" href="https://www.wsj.com/articles/u-s-and-chinese-trade-negotiators-planning-for-delay-of-december-tariff-11575984743?mod=searchresults&amp;page=1&amp;pos=2">https://www.wsj.com/articles/u-s-and-chinese-trade-negotiators-planning-for-delay-of-december-tariff-11575984743?mod=searchresults&amp;page=1&amp;pos=2</a></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt; color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Es handelt sich um neue Zölle in Höhe von 15 Prozent auf ein Importvolumen von etwa 160 Milliarden USD</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Er hat es gar nicht so gemeint</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2019 05:36:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da sind sie nun glücklicherweise rechtzeitig aufgetaucht, die sogenannten Quellen, die zwar nicht genannt werden, aber nach eigenen Angaben ganz nah am US-chinesischen Verhandlungstisch verortet sein sollen. Jene wollten nämlich einem gestrigen Medienbericht zufolge Kenntnis davon erlangt haben, dass sich die beteiligten Parteien in Sachen Handels-Deal – wir sprechen immer noch von einem Teilabkommen, der sogenannten „Phase eins“ – wohl wieder einmal näher gekommen sind. Vor allen Dingen bezüglich der Rücknahme der Handelszölle, war zu vernehmen. Und US-Präsident Donald Trump, der sich noch an den beiden Tagen zuvor, insbesondere beim NATO-Gipfel in London am Dienstag, als der Herr der Strafzölle aufzuspielen schien, hat...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/er-hat-es-gar-nicht-so-gemeint/">Er hat es gar nicht so gemeint</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1080)</strong>             Da sind sie nun glücklicherweise rechtzeitig aufgetaucht, die sogenannten Quellen, die zwar nicht genannt werden, aber nach eigenen Angaben ganz nah am US-chinesischen Verhandlungstisch verortet sein sollen. Jene wollten nämlich einem gestrigen Medienbericht zufolge Kenntnis davon erlangt haben, dass sich die beteiligten Parteien in Sachen Handels-Deal – wir sprechen immer noch von einem Teilabkommen, der sogenannten „Phase eins“ – wohl wieder einmal näher gekommen sind. Vor allen Dingen bezüglich der Rücknahme der Handelszölle, war zu vernehmen. Und US-Präsident Donald Trump, der sich noch an den beiden Tagen zuvor, insbesondere beim NATO-Gipfel in London am Dienstag, als der Herr der Strafzölle aufzuspielen schien, hat wohl, wenn man den Quellen folgt, alles gar nicht so gemeint. Und schon gar nicht sollte der Eindruck entstehen, die Handelsgespräche seien womöglich ins Stocken geraten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11394" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/05122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/05122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/05122019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Investoren haben es kommen sehen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin: Während der Dollar von dieser Meldung unbeeindruckt blieb, galt dies nicht für die Aktienmärkte. Aber man braucht sich eigentlich gar keine Sorgen zu machen, wenn man etwa die Stimmung bei den hiesigen institutionellen Investoren betrachtet, die die Börse Frankfurt allwöchentlich (vgl. gestern <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/887c3b7a-b0da-4e9a-970e-ac19c40d93b3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) befragt. Diese scheinen den Braten irgendwie gerochen zu haben und haben sich von den Trumpschen Einlassungen am Montag und Dienstag gar nicht erst ins Bockshorn jagen lassen. Der Optimismus der Profi-Börsianer war jedenfalls bereits vor Veröffentlichung des Quellen-Geflüsters weiter gestiegen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dafür gab es von der US-ökonomischen Datenfront gestern wieder eine kalte Dusche, die die Börsianer nicht, wohl aber die Devisenhändler interessierte. Zum einen enttäuschte die Zahl der neu geschaffenen Stellen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP, und zum anderen blieb auch der ISM-Einkaufsmanagerindex außerhalb des verarbeitenden Gewerbes hinter der Median-Erwartung der Ökonomen zurück. In einer ersten Reaktion geriet der Dollar abermals unter Druck und versetzte dem Euro gleichzeitig den von einigen Händlern sehnlichst erwarteten Anschub nach oben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro-Anschub im Sande verlaufen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun mag es einer späteren, detaillierten Inspektion der ISM-Zahlen geschuldet sein, dass sich der Greenback wieder erholte. Denn bei genauem Hinsehen hatten sich die Neuaufträge und auch die Beschäftigungskomponente im November gegenüber dem Vormonat sogar verbessert. Dennoch gab es hier und da bereits erste Spekulationen, ob die US-Notenbank angesichts der bereits schwachen ISM-Zahlen der Industrie vom Montag sich womöglich bei ihrer Dezember-Sitzung genötigt sehen könnte, die Zinsen doch noch einmal um 25 Basispunkte zu senken. Aber wir erinnern uns: Die Fed will eigentlich erst wieder aktiv werden, wenn die Datenlage signifikant schwächer aussieht. In diesem Zusammenhang dürfte natürlich der US-Arbeitsmarktbericht am morgigen Freitag eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Indes: Die Fed Funds Futures (vgl. CME FedWatch Tool) lieferten gestern keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Fed am kommenden Mittwoch die Zinsen verändern wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so müssen wir für die Euro-Entwicklung des gestrigen Handelstages festhalten, dass mit 1,1090 zwar ein wichtiges Angebotsniveau überwunden wurde, aber das vielerorts erwartete Momentum am Ende doch nicht zustande kam. Die Tatsache, dass die Gemeinschaftswährung in einem – für manchen technisch orientierten Akteur – entscheidenden Augenblick wieder auf das gestrige Eröffnungsniveau zurückgefallen ist, hinterlässt auch bei uns einige Fragezeichen. Allerdings wäre der Euro erst nach Unterschreiten von <strong>1,1030</strong> als instabil einzuschätzen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus organisatorischen Gründen kann die nächste Ausgabe von Dollar am Morgen am Freitag nur in Form eines Kurs-Updates erscheinen – die nächste ausführliche Version gibt es wieder am kommenden Montag.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/er-hat-es-gar-nicht-so-gemeint/">Er hat es gar nicht so gemeint</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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