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	<title>Stimulus-Programm Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Schlechte Aussichten für den Euro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2021 05:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Chartmuster]]></category>
		<category><![CDATA[Schneeballsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich möchte mich nicht zu lange mit der Fortsetzung des Aufstands der „Flashmob Trader“ aufhalten. Bereits am Sonntag war klar, dass der Silber-Markt der nächste sein würde, der von der Reddit Crowd angegriffen würde. Tatsächlich konnten sich einige Kommentatoren vorstellen, dass der Preis für eine Unze Silber durch sie zumindest mittelfristig auf 100 USD hochgetrieben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich möchte mich nicht zu lange mit der Fortsetzung des Aufstands der „Flashmob Trader“ aufhalten. Bereits am Sonntag war klar, dass der Silber-Markt der nächste sein würde, der von der Reddit Crowd angegriffen würde. Tatsächlich konnten sich einige Kommentatoren vorstellen, dass der Preis für eine Unze Silber durch sie zumindest mittelfristig auf 100 USD hochgetrieben werden könnte. Und nicht umsonst stellte ich mir die ketzerische Frage, ob das nicht selbst eingefleischte Edelmetall-Bullen dazu verleiten würde, ihre langfristig und vielerorts über Jahre hinweg sorgsam angehäuften Bestände bei einem solchen Marktpreis loszuschlagen. Vielleicht auch schon vor Erreichen des runden 100-USD-Niveaus. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13033" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/02022021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/02022021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/02/02022021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Geld geht vor Moral</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Viele Akteure haben sich natürlich Silber und vor allem Gold für den allergrößten Notfall zur Seite gelegt. Für den Fall, wenn alles zusammenbricht. Aber wann ist dieser Fall gegeben? Mir wird eines immer klarer – in meinem Blog zum Sonntag (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/31/aufstand-der-aktien-underdogs/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) habe ich es vielleicht nicht deutlich genug herausgearbeitet:  Was als Kampf der Anleger-Communities gegen die Hedgefonds mit möglicherweise hehren Motiven begann, dürfte sich schon bald als Schneeballsystem entpuppen. Bei diesem gewinnen nur die ersten, die Initiatoren, richtig gut. Aber spätestens, wenn die mancherorts zumindest als Buchgewinne angehäuften Reichtümer (bei einigen Protagonisten geht es dem Vernehmen nach mittlerweile um die Größenordnung eines Eigenheims und mehr) durch Gewinnmitnahmen anderer Akteure dahinschmelzen, dürfte der eigene Elan beim bildlichen Sturm auf die Bastille erschlaffen. Im Gegensatz zu den Revolutionären von 1789 merkt es heutzutage niemand, wenn man sich aus der anonymen Reddit Crowd klammheimlich auf Französisch verabschiedet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein kleingeredetes US-Rettungspaket</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In all den leidenschaftlichen Diskussionen, die auch gestern zum besagten Thema geführt wurden, hat bei den Finanzmarktakteuren möglicherweise eine andere Geschichte zu wenig Beachtung gefunden. Es geht um das Stimulus-Programm von US-Präsident Joe Biden, das nach dessen Wunsch einen Umfang von 1,9 Billionen USD umfassen soll. Nun hat eine Gruppe von 10 republikanischen Senatoren ihr eigenes Konjunkturpaket formuliert, zu dem sie bereit wären, mit Joe Biden zusammenzuarbeiten. Denn mit einer Mehrheit von 60 Stimmen (50 Demokraten und 10 Republikaner) könnte ein nervenaufreibendes Filibustering umgangen und ein Paket zügig durch den Senat gebracht werden. Allerdings ist der Vorschlag der kompromissbereiten Republikaner geradezu bescheiden: Der Plan sieht gerade einmal ein Volumen von 618 Mrd. USD vor. Vielleicht war das auch ein Grund, warum der US-Dollar gestern gut nachgefragt war. Abgesehen von positiven Wirtschaftsdaten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Techniker sind am Zug</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht geht es aber auch nur um den Versuch, ein vielerorts sichtbares Chartbild zu komplettieren, das etwa für den Euro gegenüber dem Dollar als Head &amp; Shoulders Formation gedeutet wird. Eine Formation, die spätestens mit einem Schlusskurs unterhalb von 1,2050, verbunden mit einem laut technischen Analysten allerdings bescheidenen Kursziel von 1,1750, vollendet wäre. Dass ich von solchen Formationen nicht viel halte, habe ich bereits <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/27/plaedoyer-fuer-den-dollar/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span> und früher <strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/2015/09/11/unsterbliche-technische-analyse/" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #000000;">HIER</span></a></strong> zum Ausdruck gebracht. Denn diese vielerorts leicht verfügbare Information könnte sich schnell ins Gegenteil verkehren, wenn sich große, schwere Marktteilnehmer in der Hoffnung auf Liquidität der technisch orientierten Trader klammheimlich unterhalb von 1,2050 auf die Kaufseite stellen würden. Mit dem Resultat, dass statt einer starken Abwärtsbewegung eine Fehlentwicklung in die andere Richtung entstehen würde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was jedoch <strong>für</strong> einen schwächeren Euro spricht, ist der Umstand, dass das Gros der Akteure bereits im Euro investiert, sprich: long ist. Als Indiz werte ich hierfür, dass sich die beachtliche Höhe der spekulativen Euro-Long-Positionen in Chicago per vergangenem Dienstag (vergleiche CFTC-Meldung vom Freitag) nicht verringert hat. Mit anderen Worten: Die bereits seit Tagen laufende Euro-Korrektur im mittelfristigen Aufwärtstrend hat das Zeug, sich unterhalb von <strong>1,2000/05</strong> fortzusetzen; diese ungünstige Situation für den Euro würde sich nach wie vor erst nach Überschreiten von <strong>1,2235</strong> stabilisieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Eine Frage der Perspektive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2020 09:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Verfügbarkeitsirrtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Marktteilnehmer mögen sich während der vergangenen Handelswoche gefragt haben, wie es denn sein kann, dass sowohl der DAX als auch der EURO STOXX 50 am Ende dieses Zeitraums mit einem Gewinn von rund 2,9 bzw. 2,6 Prozent aufwarteten. Darüber hinaus wurde außerdem jeder einzelne Handelstag aus der vergangenen Woche mit einem Plus beendet. Wo doch in Europa die Covid-19-Krise sich verschärft und das mit teils dramatisch steigender Tendenz. Steigende Aktienkurse trotz des Risikos einer sich erneut abschwächenden Wirtschaft?...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>825)             </strong>Viele Marktteilnehmer mögen sich während der vergangenen Handelswoche gefragt haben, wie es denn sein kann, dass sowohl der DAX als auch der EURO STOXX 50 am Ende dieses Zeitraums mit einem Gewinn von rund 2,9 bzw. 2,6 Prozent aufwarteten. Darüber hinaus wurde außerdem jeder einzelne Handelstag aus der vergangenen Woche mit einem Plus beendet. Wo doch in Europa die Covid-19-Krise sich verschärft und das mit teils dramatisch steigender Tendenz. Steigende Aktienkurse trotz des Risikos einer sich erneut abschwächenden Wirtschaft?<img decoding="async" class="alignright wp-image-12591" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/12102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/12102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/12102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Warum Corona-Nachrichten nicht negativ auf Aktien wirkten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch aus Sicht der Behavioral Finance hätten die Aktienkurse auf den ersten Blick eigentlich nicht steigen dürfen. Denn die steigenden Infektionszahlen bei der Corona-Pandemie und die dazu gehörenden Einschränkungsmaßnahmen sind örtlich immer näher gerückt. Und glaubt man den Erkenntnissen des Verfügbarkeitsirrtums, werden orts- und zeitnahe, farbige Nachrichten deutlich stärker wahrgenommen als andere Informationen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es nicht so, dass die Erkenntnisse des Verfügbarkeitsirrtums plötzlich ihre Gültigkeit verloren hätten. Denn etwa aus US-Sicht wirken die Nachrichten zur Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in Europa nur aus der Ferne. Kurzum: Sie werden unterbewertet. Aus US-Sicht sind die Nachrichten aus dem eigenen Land, insbesondere diejenigen über den Präsidenten Donald Trump, zumindest in der Wahrnehmung der dort befindlichen Investoren, vielfach auch unbewusst, einfach wichtiger. Und sei es auch nur die Hoffnung, dass es nun doch noch zu einem Konjunkturpaket vor den Wahlen kommen wird. Denn sobald diese Hoffnung auflebt, wächst auch die Angst der Investoren, die nächste Rallye zu verpassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wechselbad für Investoren</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Um die Entwicklung von DAX und EURO STOXX 50 zu verstehen, sollte man auch auf den Wechselkurs des Euro blicken, der sich gegenüber dem Dollar zwar nicht markant, aber doch mit einem Wochengewinn von rund 0,9 Prozent ins Wochenende verabschiedet hat. Gut möglich, dass hinter dieser Bewegung wie schon so oft in den vergangenen Monaten Kapitalströme aus den USA in Richtung Eurozone stehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man kann natürlich der Meinung sein, dass US-Präsident Donald Trump angesichts sinkender Umfragewerte zu den Aussichten auf seine Wiederwahl in der vergangenen Woche – bildlich gesprochen – wie ein Westernheld mehrfach aus der Hüfte geschossen hat. Denn innerhalb von drei Tagen hat sich Trump vom Verhinderer eines Stimulus-Pakets zu dessen wohl glühendstem Befürworter im Weißen Haus und bei den Republikanern aufgeschwungen. Von einem noch überschaubaren „Stand Alone Bill“-Gesetzentwurf bis zum Wunsch, einen Deal in Höhe von 1,8 Billionen USD als Kompromiss zwischen den streitenden Republikanern und Demokraten zu sehen, hat Trump seinen Einsatz drastisch erhöht. Aber damit nicht genug: Am Freitag erklärte Trump, er wolle ein Konjunkturpaket sehen, das sogar jenseits der derzeitigen Gebote beider Parteien liegen soll. Also eine Steigerung von Null auf 100+. Oder anders ausgedrückt: Die Marktteilnehmer wurden einem massiven Wechselbad, einem deutlichen Kontrast, ausgesetzt: Von eiskalt blitzartig auf sehr warm, von negativ auf positiv.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gegenwind für Mnuchin und Pelosi </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun waren Finanzminister Steven Mnuchin und die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die während der Woche trotz der verschiedenen Ankündigungen des Präsidenten abseits der Öffentlichkeit weiterverhandelt haben, auch am Wochenende nicht untätig. Allerdings ohne sich auf einen Kompromiss zu einigen. Aber würde der Kongress überhaupt so kurz vor dem Wahltermin noch ein Super-Konjunkturpaket verabschieden können bzw. wollen, das wahrscheinlich Donald Trumps Chancen auf eine Wiederwahl deutlich verbessern könnte? Ganz zu schweigen davon, dass ein solches Paket dem Mehrheitsführer im Senat, dem Republikaner Mitch McConnell, sowie einigen anderen Senatoren aufgrund der damit einhergehenden Neuverschuldung im Magen liegen würde. Zumal man nicht vergessen darf, dass Mitch McConnell auch noch vor der Wahl die vorgeschlagene Richterin für den Supreme Court, Amy Coney Barrett, vom Senat bestätigen lassen muss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für den Euro bleibt die Ausgangsposition jedenfalls weiterhin positiv, insbesondere, solange nun <strong>1,1695</strong> nicht mehr unterlaufen wird. Mehr noch: Oberhalb von <strong>1,1860</strong> könnte ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend beginnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;We&#8217;ll See what Happens&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2020 04:46:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar gestern den vierten Tag hintereinander ein weiteres Tageshoch produzierte, wollte es nicht so recht vorangehen. Tatsächlich befindet sich die Gemeinschaftswährung nämlich am Scheideweg, ob sie die korrektive Schwächephase aus dem Monat September fortsetzen soll oder nicht. Aber es spricht viel mehr dafür, dass sich die im August und September aufgebaute Distributionsphase und ein darauf basierendes späteres Verkaufssignal vom 22. September für viele technische Analysten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/well-see-what-happens/">&#8222;We&#8217;ll See what Happens&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1715)</strong>             Auch wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar gestern den vierten Tag hintereinander ein weiteres Tageshoch produzierte, wollte es nicht so recht vorangehen. Tatsächlich befindet sich die Gemeinschaftswährung nämlich am Scheideweg, ob sie die korrektive Schwächephase aus dem Monat September fortsetzen soll oder nicht. Aber es spricht viel mehr dafür, dass sich die im August und September aufgebaute Distributionsphase und ein darauf basierendes späteres Verkaufssignal vom 22. September für viele technische Analysten (seinerzeit mit Unterlaufen von 1,1740) nicht das halten werden, was man sich ursprünglich davon versprochen hat.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12562" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/02102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/02102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/02102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sicherlich konzentrieren sich die Akteure am heutigen Tage in erster Linie auf den US-Arbeitsmarktbericht vom September. Aber noch wichtiger als die Zahl der neu geschaffenen Stellen – die Medianerwartung der Ökonomen liegt zurzeit bei einem Zuwachs von 850.000 im Nicht Agrarbereich – sind die Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern zum neuen Stimulus-Paket. Dass ein solches endlich verabschiedet wird, erhoffen sich natürlich nicht nur Millionen von US-Bürgern, sondern auch die Teilnehmer an den Aktienmärkten in den USA und selbst hierzulande.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenn Hilfen wegfallen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einen kleinen Vorgeschmack, was der Wegfall der zusätzlichen Arbeitslosenhilfen von einst 600 USD pro Woche (das Programm endete am 31. Juli) für die Entwicklung der Persönlichen Einkommen bedeutet, vermittelten die dazu gestern publizierten Zahlen für den Monat August. Danach fielen die Einkommen gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent, etwas mehr also, als von Ökonomen im Mittel erwartet. Und das, obwohl US-Präsident Donald Trump im August per Executive Order angeordnet hatte, zumindest 400 USD pro Woche an die Arbeitslosenhilfe-Empfänger zu zahlen. Gut möglich natürlich, dass bürokratische Hürden für eine Verzögerung bei den Zahlungen sorgten. Kurzum: Wenn die zusätzlichen Hilfen von staatlicher Seite fehlen, fallen die Einkommen entsprechend. Und auch die persönliche Sparquote, die im August von 17,7 auf 14,1 Prozent gesunken ist, sowie der persönliche Verbrauch, dessen Plus nur noch 1,0 Prozent (Juli 1,5 Prozent) betrug.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Happy End?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Schenkt man einem Medienbericht von gestern Vertrauen, sollen die Chancen auf ein Happy End bei den Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern nicht gut stehen. Obwohl Finanzminister Steven Mnuchin und die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, angeblich hart an einem Kompromiss arbeiten. Aber die Verhandlungsangebote der Parteien liegen immer noch weit auseinander. So verbesserte Steven Mnuchin sein ursprüngliches Angebot für ein Hilfspaket von 1,5 auf 1,62 Billionen USD, und auf der anderen Seite stand gestern das Angebot von Pelosi in Höhe von 2,2 Billionen USD. Ein Kommentator drückte es so aus: 1,62 Billionen sind nicht die Mitte zwischen 1,5 und 2 Billionen. Und Donald Trump hätte möglicherweise seinen Lieblingssatz benutzt: &#8222;We&#8217;ll see what happens&#8220; – wir werden sehen, was geschieht. Unterdessen bleibt der Euro sozusagen im Niemandsland oberhalb von <strong>1,1670</strong> recht stabil. Mit einer Wiederaufnahme des kurzfristigen Aufwärtstrends ist allerdings erst nach Überschreiten von <strong>1,1810</strong> zu rechnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/well-see-what-happens/">&#8222;We&#8217;ll See what Happens&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Flucht in einen unsicheren Hafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2020 04:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchtwährung]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[US-Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch gestern ist der US-Dollar gestiegen, nicht mehr ganz so eindrucksvoll wie an den Tagen zuvor, aber wir konnten zumindest zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein höheres Tageshoch notieren. Analoges galt für den Euro, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Und abseits von all den Diskussionen, ob der Anstieg des Greenback, wenn schon nicht langfristig, wenigstens kurzfristig gerechtfertigt sei, bleibt doch vermutlich nicht nur für mich eine wesentliche Frage bestehen: Wie kann es sein, dass die Währung eines Landes...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/flucht-in-einen-unsicheren-hafen/">Flucht in einen unsicheren Hafen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1665)</strong>             Auch gestern ist der US-Dollar gestiegen, nicht mehr ganz so eindrucksvoll wie an den Tagen zuvor, aber wir konnten zumindest zum vierten Mal hintereinander in dieser Woche ein höheres Tageshoch notieren. Analoges galt für den Euro, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12536" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/25092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/25092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/25092020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fragwürdige Fluchtwährung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und abseits von all den Diskussionen, ob der Anstieg des Greenback, wenn schon nicht langfristig, wenigstens kurzfristig gerechtfertigt sei, bleibt doch vermutlich nicht nur für mich eine wesentliche Frage bestehen: Wie kann es sein, dass die Währung eines Landes, dessen Präsident sich gestern nicht festlegen wollte, ob er im Falle einer Wahlniederlage am 3. November einen friedlichen Machtübergang garantieren werde, so stark wie in den vergangenen Wochen gesucht ist?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Währung eines Landes, bei dem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den Wochen nach dem Wahltag ein hoher Grad an politischer Unsicherheit bestehen dürfte. Es ist doch fast paradox, wenn viele Akteure an den Finanzmärkten immer noch die Valuta eines Landes als Fluchtwährung bevorzugen, von dem man noch nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, ob dessen Staatsform im kommenden Jahr noch Demokratie heißen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Momentumsverlust bei Erholung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zum Tagesgeschäft. Da wären für gestern die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA als viel beachtetes ökonomisches Datum zu nennen. Dieses Mal waren es in der Woche zum 18. September 870 Tsd. Erstanträge. Dabei ist gar nicht so entscheidend, dass die Medianerwartung der Ökonomen nur bei 845 Tsd. Anträgen lag – da haben wir schon viel stärkere Abweichungen in diesem Jahr registrieren müssen. Vielmehr wird deutlich, dass das Momentum der Erholung am Arbeitsmarkt anscheinend zum Erliegen gekommen ist, zumal die Folgeanträge (rd. 12,6 Mio.) ebenfalls auf der negativen Seite überraschten. Rund 850 Tsd. Erstanträge pro Woche scheinen derzeit so etwas wie eine neue Referenzgröße darzustellen. Und im gleichen Zuge sind die Verhandlungen im Kongress über ein weiteres Covid-19-Stimulusprogramm festgefahren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stimulus-Programm notwendig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während einige Vertreter der US-Notenbank, allen voran ihr Chef Jerome Powell, in dieser Woche mehr oder weniger auf weitere fiskalpolitische Maßnahmen drängten, sieht es trotz der gestrigen Ankündigung von Finanzminister Steven Mnuchin, die Verhandlungen in Sachen Stimulus-Programm mit der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, wieder aufnehmen zu wollen, nicht nach einem schnellen Kompromiss aus. Während das Weiße Haus sich wohl mit einem Hilfs-Volumen von 1,5 Billionen USD anfreunden könnte, gibt es republikanische Senatoren, die sich gegen jedwede Art von zusätzlichen Hilfsmaßnahmen aussprechen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gut möglich, dass diese neuerliche Annäherung gestern nach einem anfänglich schwachen Beginn zu etwas mehr Risikofreude bei den Aktienmarktteilnehmern geführt hat. Und selbst der Euro konnte sich zum Handelsschluss von den Tiefständen des Tages (um 1,1625 herum) etwas erholen. Die Situation der Gemeinschaftswährung bleibt indes fragil (mit Abwärtspotenzial bis <strong>1,1490</strong>), solange sie sich unterhalb von <strong>1,1740/45</strong> bewegt. Dort erwarte ich Euro-Angebot aus gestrandeten Long-Positionen, und oberhalb von <strong>1,1825</strong> wäre die Gemeinschaftswährung sogar weitgehend aus dem Schneider, weil das vielerorts beachtete technische Verkaufssignal (vgl. <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/09/23/schon-wieder-ein-verkaufssignal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) vom vergangenen Dienstag zudem erneut als sogenannter „false break“ bestätigt würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der nächste <em>Dollar am Morgen</em> erscheint am Dienstag, den 29. September</strong></span></p>
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		<title>Plötzliches Comeback des Dollar?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2020 04:48:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schon bemerkenswert, dass sich der US-Dollar gestern Nachmittag „quasi aus dem Nichts“ recht deutlich erholte und damit die Serie von fünf negativen Handelstagen in Folge beendete. Man konnte das ratlose Achselzucken der Händler, ihre Irritation, förmlich spüren. Denn so richtig wollte diese Gegenbewegung nicht ins Konzept passen. Daher auch die erste Reaktion einiger Trader: „Es gab doch gar keine Schlagzeile“. Was aber nicht ganz stimmt, wenn man etwa die online-Ausgabe des Wall Street Journal studierte...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ploetzliches-comeback-des-dollar/">Plötzliches Comeback des Dollar?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1845)</strong>             Es ist schon bemerkenswert, dass sich der US-Dollar gestern Nachmittag „quasi aus dem Nichts“ recht deutlich erholte und damit die Serie von fünf negativen Handelstagen in Folge beendete. Man konnte das ratlose Achselzucken der Händler, ihre Irritation, förmlich spüren. Denn so richtig wollte diese Gegenbewegung nicht ins Konzept passen. Daher auch die erste Reaktion einiger Trader: „Es gab doch gar keine Schlagzeile“. Was aber nicht ganz stimmt, wenn man etwa die online-Ausgabe des Wall Street Journal studierte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12404" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/20082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/20082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/20082020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dort befasste sich nämlich gestern ein größerer Beitrag mit dem Wiederaufflammen der Covid-19-Infektionen in Europa. Aber ob dies der Auslöser für Euro-Verkäufe war, scheint fraglich. Zumal sich die Corona-Situation in Europa – selbst wenn man die zuletzt deutlich gestiegenen Infektionszahlen berücksichtigt – immer noch besser als in den USA darstellt. So weist das Wall Street Journal darauf hin, dass, wenn man den Sieben-Tages-Durchschnitt der Neu-Infektionen vergleicht, die Fallzahl pro Million Einwohner in den USA fünfmal höher sei als die in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und dem Vereinigten Königreich zusammengenommen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur eine Überbrückung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich ist es nachvollziehbar, wenn sich die Akteure zunächst auch gestern auf einen schwächeren Dollar bzw. einen festeren Euro eingestellt hatten. Dabei muss man immer wieder betonen, dass die Gemeinschaftswährung momentan nicht über einen eigenen Antrieb verfügt. Vielmehr wird der Wechselkurs überwiegend vom Greenback getrieben. Und was die USA angeht, gab es hinsichtlich der festgefahrenen Verhandlungen für ein neues großes Stimulus-Paket auch nicht gerade Ermutigendes zu berichten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin – sofern man am Mittwoch mit der Angelegenheit betrauten Quellen folgen möchte – soll es nun eine Art von Überbrückungsvereinbarung in einem Gesamtvolumen von gerade einmal 500 Mrd. USD geben. Das wäre gerade einmal die Hälfte dessen, was die Republikaner ursprünglich einmal als Verhandlungsangebot abgegeben haben. Und viel weniger als das, was sich die Demokraten zuletzt als „Treffpunkt in der Mitte“ (2,4 USD $) mit den Republikanern einmal vorgestellt hatten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hauptfaktor Markttechnik</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am ehesten lässt sich der gestrige Schwächeanfall des Euro gegenüber dem Dollar (besser gesagt dessen Stärke) technisch begründen. Denn die Gemeinschaftswährung befindet sich zwar im Aufwärtstrend und hätte diesen gestern umgehend fortsetzen müssen. Stattdessen tauchte der Euro wieder in seine frühere Konsolidierungszone ein. Mit dem gestrigen Rückfall hat sich gleichzeitig das Risiko erhöht, dass es sich beim tags zuvor geschehenen Ausbruch des Euro in Richtung 1,1965 um eine Fehlentwicklung („false break“) gehandelt haben könnte. Dies gilt insbesondere, wenn nun an der Unterseite <strong>1,1810/15</strong> nicht gehalten werden kann. Für diesen Fall wäre der vorherrschende Aufwärtstrend des Euro neuerlichen Abwärts-Korrekturen in Richtung <strong>1,1715</strong> ausgesetzt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Urlaubsbedingt wird der nächste <em>Dollar am Morgen</em></span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"> erst wieder in einer Woche erscheinen</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Super-Deal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2020 05:51:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag stand ganz im Zeichen des US-Stimulus-Pakets in Höhe von mehr als 2 Billionen USD, auf das sich das Weiße Haus und der Kongress geeinigt hatten und das bereits die Abstimmungshürde im Senat genommen hat. Vorzustellen hat man es sich als Helikopter-Geld, das vom Himmel herabregnen und auch Amerikanern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugutekommen wird...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/super-deal/">Super-Deal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0915)</strong>             Der gestrige Handelstag stand ganz im Zeichen des US-Stimulus-Pakets in Höhe von mehr als 2 Billionen USD, auf das sich das Weiße Haus und der Kongress geeinigt hatten und das bereits die Abstimmungshürde im Senat genommen hat. Vorzustellen hat man es sich als Helikopter-Geld, das vom Himmel herabregnen und auch Amerikanern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugutekommen wird. 1.200 USD-Schecks pro Kopf und 500 USD pro Kind werden „ausgeschüttet“. Unterdessen sollen Arbeitnehmer – zusätzlich zu dem, was sie im Rahmen der staatlichen Arbeitslosenprogramme ohnehin bekommen hätten – noch einmal vier Monate lang 600 USD pro Woche erhalten. Verglichen mit dem Hilfspaket während der Finanzkrise 2008 ist dieses finanzielle Stimulus-Programm mehr als doppelt so groß und wird als die bislang größte staatliche Unterstützungsmaßnahme aller Zeiten in die Geschichte eingehen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11789" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/26032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/26032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/26032020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nachhaltige Unterstützung ungewiss<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob dieses gigantische Paket geeignet sein wird, auch die Aktienbörsen nachhaltig zu unterstützen, scheint allerdings alles andere als gewiss. Zumindest die Investoren hierzulande ließen sich von einem möglicherweise aufkommenden Optimismus (vgl. etwa die gestrige Umfrage der Börse Frankfurt <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/1c4ae393-0786-4bf1-b9fc-03904d9d09dc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) bislang nicht wirklich mitreißen. Vielleicht auch, weil die ökonomischen Schreckensbotschaften erst noch kommen werden, ganz zu schweigen von den Unsicherheiten, die sich aus der Entwicklung der Corona-Pandemie ergeben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoher Anker bei den „Jobless Claims“</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einen ersten Vorgeschmack auf das, was an fürchterlichen Zahlen noch kommen wird, dürften die für heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe geben. Und davon wird es viele geben. Sehr viele sogar, wenn man etwa den Prognosen von Ökonomen und anderen Experten Glauben schenken mag. Die Medianprognose geht davon aus, dass in der Woche zum 20. März 1,64 Millionen Menschen einen solchen Antrag, „Jobless Claim“ genannt, stellen werden. Eine Zahl, die wahrscheinlich noch viel zu optimistisch ist, wenn man anderen Berechnungen folgt, wonach allein in der vergangenen Woche bis zu 3,8 Millionen Erstanträge eingereicht wurden. Kurzum: Es kann eigentlich angesichts dieser bereits so bedrückenden Erwartungen fast keine negative Überraschung mehr geben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang wurde gestern übrigens von Kommentatoren die gemeinnützige und überparteiliche US-Institution The Economic Policy Institute (EPI) zitiert, die von 3,4 Millionen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche ausgeht. Überträgt man diesen Wert auf die Arbeitslosenquote, würde diese innerhalb einer einzigen Woche von zuletzt 3,5 auf 5,5 Prozent steigen! Die Finanzmarktteilnehmer sind also auf das Schlimmste vorbereitet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-size: 10pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Dollar-Nachfrage schwindet, aber nicht wirklich gebrochen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen ebbte gestern die Dollar-Nachfrage zwar weiter ab, ist aber angesichts der von der US-Notenbank angekündigten quantitativen Lockerungsmaßnahmen (QE) sowie dem fiskalpolitischen riesigen Stimulus-Paket zumindest für meinen Geschmack nach wie vor erstaunlich hoch. Immerhin verhalf der Rücksetzer des Dollar gegenüber vielen Währungen auch dem Euro zu einer Erholung im kurzfristigen Abwärtstrend. Dessen Potenzial reicht derzeit immer noch bis <strong>1,0550</strong> bzw. <strong>1,0430</strong><strong>, </strong>solange <strong>1,0965</strong> nicht überwunden wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/super-deal/">Super-Deal</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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