<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>PEPP Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/pepp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/pepp/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Mar 2021 05:53:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>Mit ruhiger Hand, aber entschieden</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/mit-ruhiger-hand-aber-entschieden/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/mit-ruhiger-hand-aber-entschieden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2021 05:53:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Ratssitzung]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13207</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun mag mancherorts die gestrige Sitzung des EZB-Rates mit besonderem Interesse verfolgt worden sein, wenn man die Erwartungshaltung einiger Kommentatoren und Experten berücksichtigt. Aber eigentlich ging es in erster Linie darum, was die Entscheider im EZB-Rat gegen den Anstieg der Anleiherenditen tun würden, der ihnen vorgeblich nicht so recht in den Kram passt. Kurzum: Man [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mit-ruhiger-hand-aber-entschieden/">Mit ruhiger Hand, aber entschieden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun mag mancherorts die gestrige Sitzung des EZB-Rates mit besonderem Interesse verfolgt worden sein, wenn man die Erwartungshaltung einiger Kommentatoren und Experten berücksichtigt. Aber eigentlich ging es in erster Linie darum, was die Entscheider im EZB-Rat gegen den Anstieg der Anleiherenditen tun würden, der ihnen vorgeblich nicht so recht in den Kram passt. Kurzum: Man erwartete nach den Worten Taten. Und das Register dieser möglichen Taten reichte bis hin zu einer Ausweitung des Anleihekauf-Rahmens des pandemischen Notfallprogramms PEPP oder einer möglichen Kontrolle der Zinskurve („yield curve control“). <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13208" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/12032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/12032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/12032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erhöhte Prognosen von Inflation und Wachstum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zu alldem ist es nun glücklicherweise nicht gekommen. Denn man hätte der EZB in diesem Fall durchaus nachsagen können, womöglich zu panisch auf den Renditeanstieg in der Eurozone reagiert zu haben. Denn tatsächlich ist die Rendite für Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren zwischen Jahresbeginn und heute um 30 Basispunkte gestiegen und befindet sich immer noch im negativen Bereich. Zieht man nun auch noch die gestrigen neuen EZB-Prognosen zu Wachstum und Inflation in Betracht, relativiert sich jener Renditeanstieg sogar ein wenig.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Denn die Inflationsprognose für 2021 wurde von 1 auf 1,5 Prozent und für 2022 von 1,1 auf 1,2 Prozent angehoben. Zudem machte die EZB-Präsidentin klar, dass man durch etwaige kurzfristige Inflationsschübe „hindurchsehen“, diese also nicht berücksichtigen werde. Aber auch die Wachstumsprognose wurde für das laufende Jahr leicht auf 4 Prozent angehoben. Indes: Die EZB will auf jeden Fall ihr Anleihekaufprogramm in den kommenden drei Monaten mit einem deutlich höheren Tempo durchführen, als dies im ersten Quartal dieses Jahres geschehen ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nicht alles einstimmig im EZB-Rat</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es nicht lustig, aber offenbar dem Zeitgeist geschuldet, wenn nach einer solchen Sitzung Informationen von sogenannten mit der Angelegenheit betrauten Quellen durchgestochen werden. Vor allem, wenn von den EZB-Entscheidern zwar erhöhte monatliche Anleihekäufe im Rahmen des oben genannten PEPP-Programms festgelegt werden, aber gleichzeitig – so die Quellen – Stillschweigen über deren Volumen vereinbart wurde. Dieses soll zwar angeblich deutlich über den Anleihekäufen des Monats Februar von 60 Mrd., aber deutlich unter 100 Mrd. EUR pro Monat liegen. Auch soll die gestrige Sitzung längst nicht so harmonisch („total consensus“) verlaufen sein, wie dies Christine Lagarde während der Pressekonferenz vermittelte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">War der Euro gestern im Vorfeld Sitzung zunächst gestiegen, reagierte er in Reaktion auf die verkündeten erhöhten monatlichen Anleihekäufe erst einmal mit einem Rücksetzer. Bis zu dem Zeitpunkt, als den Akteuren klar wurde, dass der Rahmen der PEPP-Anleihekäufe überhaupt nicht vergrößert wurde, sondern lediglich ein Teil der ohnehin geplanten Käufe auf die kommenden drei Monate vorgezogen wird. Gepaart mit den „ausgewogeneren“ Wachstumsrisiken für die Eurozone, wie die EZB es ausdrückte, zeigte sich der Euro gegenüber dem Dollar nicht ganz ungerechtfertigt robust. Tatsächlich dürfte der Euro mit Überschreiten von <strong>1,1990</strong> seinen kurzfristigen Abwärtstrend deutlich verlangsamen und eine Korrekturphase eröffnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mit-ruhiger-hand-aber-entschieden/">Mit ruhiger Hand, aber entschieden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/mit-ruhiger-hand-aber-entschieden/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein paar Milliarden Euro mehr</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-paar-milliarden-euro-mehr/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ein-paar-milliarden-euro-mehr/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 05:38:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13193</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es sind nicht wirklich überzeugende Taten, die die EZB ihrer Besorgnis hinsichtlich der gestiegenen Anleiherenditen in der Eurozone bis jetzt hat folgen lassen. Die Rede ist von den wöchentlichen Anleihekäufen im Rahmen des Pandemie-Notkaufprogramms PEPP. Und nachdem vorgestern immerhin das Volumen der Netto-Anleihekäufe der vergangenen Woche – wohl gemerkt per Stichtag Mittwoch – mit 11,9 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-paar-milliarden-euro-mehr/">Ein paar Milliarden Euro mehr</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es sind nicht wirklich überzeugende Taten, die die EZB ihrer Besorgnis hinsichtlich der gestiegenen Anleiherenditen in der Eurozone bis jetzt hat folgen lassen. Die Rede ist von den wöchentlichen Anleihekäufen im Rahmen des Pandemie-Notkaufprogramms PEPP. Und nachdem vorgestern immerhin das Volumen der Netto-Anleihekäufe der vergangenen Woche – wohl gemerkt per Stichtag Mittwoch – mit 11,9 Mrd. EUR gegenüber der Vorwoche fast unverändert ausgefallen war, kam gestern die angekündigte Bereinigung dieses Volumens um fällig gewordene Anleihen während des Berichtszeitraums. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13194" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/10032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/10032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/10032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Anleihekäufe der EZB nicht überzeugend</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin erhöhte sich dadurch das Brutto-Anleihekaufvolumen auf 18,2 Mrd. EUR. Das war immerhin gegenüber der Vorperiode (brutto 16,9 Mrd. EUR) ein kleines Plus. Aber unter dem Strich kann man nicht von einem Markteingriff sprechen, um einem weiteren Anstieg der langfristigen Renditen entgegenzuwirken. Aber vielleicht bringt ja die morgige Sitzung des EZB-Rats mehr Licht ins Dunkel.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen ist jedoch gestern die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen per Saldo nicht weiter gestiegen – höchstwahrscheinlich aber aus anderen Gründen, die eher in der Entwicklung der US-Anleihemärkte zu suchen sind. So gab etwa die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen gestern um rund 6 Basispunkte nach.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>DAX-Rallye aus dem Stand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nicht nur heimische Investoren dürften sich hinsichtlich des DAX-Anstiegs die Augen gerieben haben, der seit Wochenbeginn mit einem Plus von nunmehr rund 3,4 Prozent, gepaart mit zwei neuen Allzeithochs zu Buche schlägt. Da finde ich es fast ein wenig sonderbar, wenn ein Kommentator lapidar behauptet, beim DAX sei endlich der Knoten geplatzt. Meine Erfahrung lehrt mich, dass ein solcher Kurssprung wie der des vergangenen Montags – es handelte sich immerhin um den größten Tagesgewinn seit der Kaufpanik vom 9. November 2020 – nicht zur Freude aller geschieht. Ob dabei auch Stopp-Loss-Käufe im Spiel waren, wird möglicherweise die Stimmungserhebung der Börse Frankfurt am heutigen Mittwoch zeigen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro leicht erholt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vermutlich auch im Verbund mit den leicht gesunkenen Renditen der US-Staatsanleihen hat die zuletzt starke Aufwärtsbewegung des Greenback am Ende des gestrigen Tages einen kleinen Dämpfer erhalten. Dadurch konnte sich der Euro, nachdem er zuvor noch auf den niedrigsten Stand seit dem 24. November vergangenen Jahres gefallen war (rund 1,1835), etwas erholen. Allerdings reicht der bisherige Rebound nicht aus, um die ungünstige Gemengelage für den Euro zu verbessern. Um allein den kurzfristigen Abwärtstrend (Untergrenze zurzeit <strong>1,1765/70</strong>) in seiner steilen Version zu gefährden, wäre nunmehr ein Überschreiten von <strong>1,1990</strong> notwendig.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-paar-milliarden-euro-mehr/">Ein paar Milliarden Euro mehr</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ein-paar-milliarden-euro-mehr/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Dollar meldet sich zurück</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/der-dollar-meldet-sich-zurueck/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/der-dollar-meldet-sich-zurueck/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 05:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bond-Auktionen]]></category>
		<category><![CDATA[CFTC]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13190</guid>

					<description><![CDATA[<p>Normalerweise bringe ich für die Versteigerungen des US-Schatzamtes kein sonderlich großes Interesse auf. Aber seit am vorvergangenen Donnerstag, den 25. Februar, eine Versteigerung siebenjähriger Staatsanleihen nicht besonders gut gelaufen ist und zum erstmaligen Sprung der Renditen bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Marke von 1,6 Prozent in diesem Jahr (vgl. HIER) führte, ist man gewarnt. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-dollar-meldet-sich-zurueck/">Der Dollar meldet sich zurück</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Normalerweise bringe ich für die Versteigerungen des US-Schatzamtes kein sonderlich großes Interesse auf. Aber seit am vorvergangenen Donnerstag, den 25. Februar, eine Versteigerung siebenjähriger Staatsanleihen nicht besonders gut gelaufen ist und zum erstmaligen Sprung der Renditen bei den zehnjährigen US-Staatsanleihen über die Marke von 1,6 Prozent in diesem Jahr (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/02/26/ungebremster-rendite-trend/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) führte, ist man gewarnt. Vor allem, weil das Schatzamt heute mit einer weiteren Serie von Versteigerungen mit einem Gesamtvolumen von 120 Mrd. USD beginnt. Heute geht es um dreijährige Papiere (58 Mrd. USD), morgen um zehnjährige (38 Mrd.) und am Donnerstag um Staatsanleihen mit 30-jähriger Laufzeit (24 Mrd. USD). Kurzum: Die Angst geht um, dass möglicherweise zumindest eine dieser Emissionen auf zu wenig Gegenliebe, sprich: Interesse der Investoren treffen könnte. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13191" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/09032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/09032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/09032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vorerst herrscht Schweigen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Angst vor einem neuerlichen Mißerfolg könnte so die Anleihekurse erneut unter Druck bringen und die Renditen folgerichtig auf neue Jahreshochs treiben. Dies ist umso bedeutender, als die Akteure zumindest keinen verbalen Gegenwind der Fed befürchten müssen. Denn die Vertreter des Offenmarktausschusses (FOMC) müssen seit dem Wochenende bis zur Notenbanksitzung in der kommenden Woche schweigen. Und was man zuletzt von den FOMC-Vertretern vernahm, hörte sich ohnehin nicht so an, als ob man größere Probleme mit dem derzeitigen Anstieg der Renditen der US-Staatsanleihen hätte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB zeigt sich zögerlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz anders die EZB. Dort zeigten sich in der vergangenen Woche diverse Vertreter des Rates hinsichtlich steigender Renditen in der Eurozone besorgt. Allerdings sind diesen verbalen Interventionsversuchen auch in der vergangenen Woche keine Taten in Gestalt von erhöhten Anleihekäufen im Rahmen des Pandemie-Notkaufprogramms PEPP gefolgt. Im Gegenteil: Die Anleihekäufe der EZB waren per Mittwoch vergangener Woche mit netto 11,9 Mrd. EUR praktisch genauso hoch wie in der Vorperiode. Allerdings verwies eine Sprecherin der EZB darauf, dass während des Berichtszeitraums ein größeres Volumen von Anleihen fällig geworden sei, das sich auf besagte Zahl ausgewirkt habe, dessen tatsächlicher Umfang jedoch erst heute publiziert werde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer noch recht hohe Positionen in Euro-Futures</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun habe ich den 25. Februar am Anfang auch deshalb hervorgehoben, weil sich der US-Dollar seither in eine Richtung bewegt hat, die weder in diesem Ausmaß erwartet wurde noch vielen Akteuren in den Kram passen dürfte. Denn der Greenback hat sich gegenüber einem Korb von Währungen, gemessen am Dollar-Index, seither in der Spitze um rund 3 Prozent befestigt, gegenüber dem Euro sogar noch deutlicher um 3,4 Prozent. Gleichzeitig sind aber etwa die spekulativen Euro-Long-Positionen an der Chicagoer Futures-Börse, gemessen an den CFTC-Meldungen der vergangenen beiden Wochen, gerade einmal um 10 Prozent zurückgegangen und lagen mit zuletzt 126 Tsd. Kontrakten (per 2. März) größenmäßig immer noch weit vor den Futures-Position der anderen Valuten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich mögen diese Meldungen nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt sein, aber vermitteln doch (mit einem Timelag) ein gewisses Stimmungsbild. Ein Stimmungsbild, in dessen Rahmen für den Euro belastende Positionsauflösungen nicht überraschen sollten. Das für ihn ohnehin ungünstige Umfeld hat sich jedenfalls durch die gestrige Kursentwicklung weiter verschlechtert, so dass wir für den Euro nunmehr einen kurzfristigen Abwärtstrend feststellen, in dessen Verlauf sich das Umfeld für den Euro erst nach Überschreiten von <strong>1,1995</strong> verbessern wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/der-dollar-meldet-sich-zurueck/">Der Dollar meldet sich zurück</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/der-dollar-meldet-sich-zurueck/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Euro zieht nach</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/euro-zieht-nach/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/euro-zieht-nach/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2020 05:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12543</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich war die Erholung des Euro vom gestrigen Handelstag schon längst überfällig, wenn man bedenkt, wie stark die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks am Montag zur Risikofreude tendierten. Aber es bleibt für die Gemeinschaftswährung dennoch im September Stand heute ein Monatsverlust von rund 1,7 Prozent gegenüber dem Dollar übrig – der erste übrigens seit April. Dennoch würde es sich um den größten Minus-Monat seit Juli vergangenen Jahres handeln. Aber nicht zu vergessen: Der Euro überschritt am 3. September zuvor die Marke von 1,20 und notierte damit so hoch wie zuletzt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/euro-zieht-nach/">Euro zieht nach</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1735)</strong>             Eigentlich war die Erholung des Euro vom gestrigen Handelstag schon längst überfällig, wenn man bedenkt, wie stark die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks am Montag zur Risikofreude tendierten. Aber es bleibt für die Gemeinschaftswährung dennoch im September Stand heute ein Monatsverlust von rund 1,7 Prozent gegenüber dem Dollar übrig – der erste übrigens seit April. Dennoch würde es sich um den größten Minus-Monat seit Juli vergangenen Jahres handeln. Aber nicht zu vergessen: Der Euro überschritt am 3. September zuvor die Marke von 1,20 und notierte damit so hoch wie zuletzt im Mai 2018.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12544" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/30092020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/30092020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/09/30092020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ängste vor Deflationsspirale</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Spätestens mit der Publizierung des vorläufigen deutschen Verbraucherpreisindex für den Monat September (-0,2 Prozent ggü. Vorjahr bzw. -0,4 Prozent in der harmonisierten Version) wurden bei nicht wenigen Akteuren und Analysten Befürchtungen wach, dass sich die Eurozone womöglich am Beginn einer deflationären Spirale befinden könnte. Zumal die Inflationsrate weit schlechter als im Mittel der Ökonomen erwartet ausgefallen war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch wenn die Interpretation der Daten aufgrund der Corona-Situation weniger genau als zu normalen Zeiten sein mag, könnten sich die EZB-Entscheider möglicherweise zum Handeln gezwungen sehen. Natürlich wird man noch die Preisentwicklung in der Eurozone insgesamt abwarten müssen, aber für viele Marktteilnehmer ist die Erhöhung des PEPP-Programms (Pandemic Emergency Purchase Programme) der EZB von derzeit 1.350 Mrd. Euro noch in diesem Jahr bereits eine ausgemachte Sache.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die acht Insider von der EZB</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch die Angst vor einer importierten Deflation über einen zu festen Euro, wie sie bereits zu Anfang September schon einmal virulent war, ist mit den gestrigen Zahlen mancherorts wieder wachgerufen worden. Abgesehen davon, dass eine direkte Intervention gegen den Euro mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Falle eines neuerlichen Anstiegs nicht zu erwarten ist, ist die Situation im EZB-Rat offenbar nicht von Einigkeit gekennzeichnet. Zumindest wenn man einem Reuters-Beitrag vom Montag Glauben schenken mag. Danach sind sich die Mitglieder im EZB-Rat anscheinend darüber uneins, wie man die Wirtschaft der Eurozone möglichst unbeschadet durch eine zweite Covid-19-Welle führen kann. Dieses Bild zeichnete sich offenbar in Gesprächen mit acht EZB-Insidern ab, die allesamt mit intimen Kenntnissen über die Stimmung im höchsten Gremium der Zentralbank aufwarten konnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB-Rat offenbar gespalten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die geldpolitischen Falken im EZB-Rat dem Vernehmen nach bereits bei der September-Sitzung bemängelten, die EZB [vertreten durch Christine Lagarde] würde positive ökonomische Daten, die, wie es im Sommer mehrfach der Fall war, die Erwartungen übertrafen, zu wenig berücksichtigen, sehen die Tauben das naturgemäß ganz anders. Angeblich wünschen sie sich von der EZB-Präsidentin eine stärkere Betonung der Wachstumsrisiken und der Gefahren, die von einem zu stark aufwertenden Euro ausgehen könnten. Aber die besagten acht Quellen ließen auch durchblicken, dass sich die Falken in der EZB angesichts der relativ günstigen Marktbedingungen für eine klammheimliche Verminderung der Anleihekäufe ausgesprochen hätten, um diese im Falle einer Verschlechterung der ökonomischen Lage wieder erhöhen zu können, ohne später beim PEPP-Programm noch einmal nachlegen zu müssen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gut möglich, dass sich die Händler gestern angesichts der anscheinend delikaten Situation im EZB-Rat verstärkt zu Euro-Käufen durchgerungen haben. Der daraufhin ansteigende Kurs des Euro wurde zumindest temporär an unserem ersten wichtigen Angebotsniveau bei 1,1740/45 aufgehalten und heute Nacht in Fernost mit Mühe überwunden. Damit hat sich die fragile Lage des Euro etwas verbessert, insbesondere solange nun <strong>1,1665</strong> an der Unterseite nicht mehr verletzt wird. Indes: Nur ein Überschreiten von <strong>1,1810/15</strong> würde die Euro-Bären entscheidend in die Grenzen weisen. Insgesamt lässt sich also feststellen, dass sich in diesem Fall die Auspizien für einen weiteren Euro Anstieg (insbesondere aufgrund der dann bestätigten vorangegangenen Fehlentwicklung an der Unterseite) noch einmal verbessern könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aus technischen Gründen erscheint der nächste <em>Dollar am Morgen </em>erst wieder am Freitag, den 2. Oktober</strong></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/euro-zieht-nach/">Euro zieht nach</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/euro-zieht-nach/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein aufgePEPPtes Programm</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-aufgepepptes-programm/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ein-aufgepepptes-programm/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2020 04:44:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Langfristige Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12090</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun konnte der Euro gestern sogar den achten Handelstag hintereinander einen Tagesgewinn gegenüber dem Dollar verbuchen. Und dabei werden Erinnerungen wach, nämlich an eine ähnlich lange Phase täglicher Kursgewinne im Februar dieses Jahres – sie dauerte insgesamt zwölf Handelstage und wurde nur von einem einzigen Minus-Tag (Tag 9) unterbrochen. Natürlich waren die Voraussetzungen vor etwas mehr als einem Vierteljahr ganz anders, aber interessanterweise startete der Euro-Aufwärtstrend damals am 19. Februar, genau an dem Tag, an dem die wichtigsten Aktienindices...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-aufgepepptes-programm/">Ein aufgePEPPtes Programm</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1350)</strong>             Nun konnte der Euro gestern sogar den achten Handelstag hintereinander einen Tagesgewinn gegenüber dem Dollar verbuchen. Und dabei werden Erinnerungen wach, nämlich an eine ähnlich lange Phase täglicher Kursgewinne im Februar dieses Jahres – sie dauerte insgesamt zwölf Handelstage und wurde nur von einem einzigen Minus-Tag (Tag 9) unterbrochen. Natürlich waren die Voraussetzungen vor etwas mehr als einem Vierteljahr ganz anders, aber interessanterweise startete der Euro-Aufwärtstrend damals am 19. Februar, genau an dem Tag, an dem die wichtigsten Aktienindices in den USA und hierzulande ihr bisheriges Allzeithoch markierten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12091" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/05062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/05062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/05062020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun sollten solche statistischen Ähnlichkeiten nicht dazu verführen, auf Wiederholungen in der Zukunft oder gar auf Kausalitäten bzw. Korrelationen zu schließen. Das einzige, was tatsächlich als bemerkenswert gelten darf, ist, dass sich kurzfristige Trends in den vergangenen Monaten anscheinend in ihrer Struktur dergestalt verändert haben, dass sie kaum noch von Korrekturen gekennzeichnet sind. Und von diesen neuartigen Bewegungen haben wir in diesem Jahr neben der jetzigen bereits drei an der Zahl gehabt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Indiz für langfristige Kapitalflüsse</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Trend ohne Korrekturen mag ein Indiz dafür sein, dass der Kurs des Euro während der vergangenen Tage durch längerfristige Kapitalströme getrieben wurde – gemäß dem Motto: „Raus aus dem Dollar, rein in die Eurozone“. Neben der Idee, dass Fondsmanager in den vergangenen beiden Wochen ihre Untergewichtung in Aktien der Eurozone zulasten ihrer Übergewichtung in US-Aktien korrigiert haben könnten<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>, gibt es natürlich noch andere Gründe, dem Greenback längerfristig den Rücken zu kehren. Etwa wenn China im Rahmen des Konflikts mit den USA eine leichte Umschichtung seiner Dollar-lastigen Währungsreserven in andere Valuten vorgenommen haben sollte. Per Ende April haben diese Währungsreserven immerhin umgerechnet 3,092 Billionen USD betragen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>PEPP treibt Euro</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Den Hauptgrund für die gestrige Eurostärke (zeitweise bis 1,1360) dürfte allerdings das Ergebnis der EZB-Sitzung dargestellt haben. Wie ich gestern (HIER) anmerkte, ist dies durchaus nicht selbstverständlich, denn geldpolitische Lockerungen würden unter normalen Umständen zu einer fallenden Währung führen. So haben die Ratsmitglieder gestern mit breitem Konsens – also nicht einstimmig – beschlossen, das wegen der Corona-Krise aufgelegte PEPP-Programm (Pandemic Emergency Purchase Programme) um 600 Mrd. auf 1,35 Billionen Euro aufzustocken und dieses Programm mindestens bis Juni 2021 laufen zu lassen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Ausweitung des PEPP-Programms mag die Erwartungen der Marktteilnehmer (im Durchschnitt ging man wohl von einer Ausweitung des Programms von 500 Mrd. Euro aus) leicht übertroffen haben, stieß aber dennoch nicht überall auf Gegenliebe. So gab es Kommentatoren, die die Erhöhung des Anleihekaufprogramms zum jetzigen Zeitpunkt für falsch halten. Aber was wäre wohl passiert, wenn die EZB gezögert und somit die Markterwartung enttäuscht hätte? Vielleicht hätten die hiesigen Aktienmärkte einen vorübergehenden Rücksetzer hinnehmen müssen, genauso wie der Euro. Dieser verbleibt nun in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, dessen gestern avisiertes Potenzial mit 1,1335 bereits überschritten wurde, während seine untere Begrenzung in der steilen Version nun auf <strong>1,1170</strong> angehoben werden kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Vgl. etwa die BofA Umfrage unter internationalen Fondsmanagern per 14. Mai mit einer starken Untergewichtung der Manager in Aktien der Eurozone.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-aufgepepptes-programm/">Ein aufgePEPPtes Programm</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ein-aufgepepptes-programm/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aktienrallye: „Bizarr, wenn nicht sogar pervers“</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/aktienrallye-bizarr-wenn-nicht-sogar-pervers/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/aktienrallye-bizarr-wenn-nicht-sogar-pervers/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 04:49:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktienhausse]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12082</guid>

					<description><![CDATA[<p>In unserem Diarium könnten wir den siebten Handelstag in Folge notieren, an dem der Euro gegenüber dem Dollar einen Tagesgewinn produziert hat. Mit anderen Worten: Seit dem 25. Mai (Pfingstmontag) musste die Gemeinschaftswährung keinen nennenswerten Rücksetzer mehr hinnehmen. Dies ist insofern bemerkenswert, als fast zeitgleich die jüngste Kaufwelle an den Aktienmärkten eingesetzt hatte. Nur um zwei Zahlen zu nennen: Die Gemeinschaftswährung legte seither bis zum Schluss der gestrigen europäischen Handelssitzung um gut 3 Prozent zu, während der DAX seit Handelsschluss am Freitag vor Pfingsten mit einem Plus von mehr als 12 Prozent...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/aktienrallye-bizarr-wenn-nicht-sogar-pervers/">Aktienrallye: „Bizarr, wenn nicht sogar pervers“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1235)</strong>             In unserem Diarium könnten wir den siebten Handelstag in Folge notieren, an dem der Euro gegenüber dem Dollar einen Tagesgewinn produziert hat. Mit anderen Worten: Seit dem 25. Mai (Pfingstmontag) musste die Gemeinschaftswährung keinen nennenswerten Rücksetzer mehr hinnehmen. Dies ist insofern bemerkenswert, als fast zeitgleich die jüngste Kaufwelle an den Aktienmärkten eingesetzt hatte. Nur um zwei Zahlen zu nennen: Die Gemeinschaftswährung legte seither bis zum Schluss der gestrigen europäischen Handelssitzung um gut 3 Prozent zu, während der DAX seit Handelsschluss am Freitag vor Pfingsten mit einem Plus von mehr als 12 Prozent performed hat!<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12083" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/04062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/04062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/04062020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ökonomische Daten erklären nichts</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es ist müßig, die Entwicklung des Euro allein mit der Risikofreude der Aktienmarktteilnehmer zu erklären. Aber Wirtschaftsdaten werden derzeit ohnehin nur dann von den Akteuren an den Finanzmärkten goutiert, wenn sie zur Marktentwicklung passen. Nun gab es gestern zumindest in den USA die Mai-Daten der privaten Arbeitsmarktagentur ADP zu begutachten, die wesentlich besser als erwartet ausfielen. Statt der Medianprognose der Ökonomen von 9 Millionen vernichteter Stellen (das Prognoseband war so breit wie ein geöffnetes Scheunentor und reichte von -11,5 bis -2,1 Mio.) sind im Mai tatsächlich „nur“ rd. 2,8 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen. Das sind immer noch 2,8 Millionen Einzelschicksale, aber offenbar Grund genug für manchen Finanzmarktakteur, makabrer Weise von einer positiven Überraschung zu sprechen. Indes: Der Dollar hat kaum positiv reagiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch einmal aufgepeppt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun könnte man für die positive Euro-Entwicklung natürlich auch noch die Hoffnungen der Marktteilnehmer anführen, die diese in die heute stattfindende Sitzung des EZB-Rates setzen. Zumindest geht man vielerorts davon aus, dass die EZB ihr Pandemie-Anleihekauf-Programm PEPP noch einmal um mindestens 500 Mrd. EUR aufpeppen wird. In normalen Zeiten wäre diese Erhöhung von Anleihekäufen durchaus ein Argument für einen schwächeren Euro gewesen. Aber wir befinden uns nicht in normalen Zeiten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies zeigt sich insbesondere am heimischen Aktienmarkt, der natürlich auf eben diese zusätzlichen Maßnahmen der EZB setzen mag. Aber unabhängig davon scheint die Aktienindices dies- und jenseits des Atlantiks derzeit ohnehin nichts zu bremsen. Und dennoch hat sich bei unserer gestrigen Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt die Zahl der Pessimisten gegenüber der Vorwoche in einem deutlich steigenden Markt nochmals erhöht (vgl. meinen gestrigen Kommentar <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/c1ad23f2-18bf-4548-bed1-20fd434e23e1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong>)</a></span>. Als ob die Investoren sagen wollten, wie bizarr – es fiel sogar der Ausdruck „pervers“ – die massive Rallye der Aktienmärkte doch sei. Und es gibt nicht Wenige, die sich fragen, wer denn für die steigenden Aktienkursen sorgt, wenn nicht die mittelfristigen institutionellen Marktteilnehmer.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer noch Nachfrage auf hohen Niveaus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vieles spricht dafür, dass langfristiges Kapital für die steigenden Kurse gesorgt hat. Auch aus dem Ausland. Gut möglich, dass deswegen auch der Euro zugelegt hat. Obgleich man durchaus der Ansicht sein kann, dass die Gemeinschaftswährung im Falle massiver Zuflüsse noch deutlicher hätte steigen müssen. Aber es ist noch nicht allzu lange her, da war noch von einem drohenden Auseinanderbrechen der EU die Rede, und auch in Sachen Brexit sieht es nicht rosig aus. Will sagen: Wer sich als ausländischer Anleger in der Eurozone engagiert, könnte durchaus auf die Idee kommen, zumindest die Währungsseite dieses Engagements abzusichern. Solche Transaktionen wären dann neutral für den Kurs des Euro. Aber nicht nur hierzulande tun sich die Akteure schwer, die Hausse an den Aktienmärkten zu erklären. Denn auch in den USA dürften viele Marktteilnehmer von der massiven Aufwärtsbewegung der Aktienkurse überrascht worden sein.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obgleich es also längst nicht entschieden ist, ob die Risikofreude an den Aktienmärkten für einen steigenden Euro, oder der fallenden Dollar für mehr Risikofreude an den Aktienmärkten gesorgt hat, bewegt sich die Gemeinschaftswährung weiterhin in ihrem kurzfristigen Aufwärtstrend mit Potenzial bis <strong>1,1335</strong>. Und ihre Position bleibt stark, solange nunmehr <strong>1,1070</strong> nicht mehr unterlaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/aktienrallye-bizarr-wenn-nicht-sogar-pervers/">Aktienrallye: „Bizarr, wenn nicht sogar pervers“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/aktienrallye-bizarr-wenn-nicht-sogar-pervers/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2020 15:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[PELTROs]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<category><![CDATA[Sell-in-May-Regel]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11945</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun hat also der Euro doch noch vor dem Maifeiertag reagiert und einen deutlichen Sprung nach oben produziert. So stark, dass sogar der kurzfristige Abwärtstrend beendet wurde. Auf den ersten Blick passt diese Entwicklung, die vor allen Dingen am letzten Handelstag im April fast wie eine kleine Short-Squeeze aussah, nicht so recht ins Bild. Natürlich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/">Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0970)</strong>             Nun hat also der Euro doch noch vor dem Maifeiertag reagiert und einen deutlichen Sprung nach oben produziert. So stark, dass sogar der kurzfristige Abwärtstrend beendet wurde. Auf den ersten Blick passt diese Entwicklung, die vor allen Dingen am letzten Handelstag im April fast wie eine kleine Short-Squeeze aussah, nicht so recht ins Bild.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11951" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/05/04052020-2-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Christine Lagarde mit ruhiger Hand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann man Christine Lagarde bescheinigen, sie habe als Präsidentin in der ersten rein virtuellen Ratssitzung in der Geschichte der EZB Ruhe ausgestrahlt. Zumal der EZB-Rat darauf verzichtete, das 750 Mrd. EUR schwere Anleihekaufprogramm PEPP auszuweiten. Vorerst zumindest. Aber es wurden neue günstige, langfristige Kredite namens PELTROs<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> sowie niedrigere Zinsen für das bereits bestehende langfristige Kreditprogramm TLTRO III angekündigt – 25 Basispunkte unter dem durchschnittlichen Hauptrefinanzierungssatz (zurzeit -0,25 Prozent).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zwar ist die EZB im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen geblieben, aber die „kleine Zinssenkung durch die Hintertür“, wie Ökonomen die jüngsten Maßnahmen bezeichnet haben, spiegelte sich gar nicht im Kurs des Euro wider.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte: Am Ende doch noch einen Dämpfer </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch aus Dollar-Sicht fällt es schwer zu erklären, dass dessen größter Tagesverlust sich ausgerechnet an dem Handelstag ereignete, an dem an den Aktienmärkten wieder eine deutliche Risikoaversion zu beobachten war. Gut möglich also, dass die Daumenregel der Akteure, wonach der Dollar im Zuge von Risikoaversion gefragt bzw. bei Risikofreude vorzugsweise verkauft wird, zurzeit ihre Gültigkeit verloren hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich mussten die Aktienmärkte, vornehmlich diejenigen in den USA, trotz des höchsten Monatsgewinns im April seit 1987 (gemessen am S&amp;P 500) ab der Wochenmitte doch noch einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Sofort meldeten sich die Anhänger der anderen, berühmten Börsenregel: „Sell in May and go away“ und verwiesen sogleich auf den Beginn des Wonnemonats im Vorjahr, als sich die Aktienkurse ebenfalls am Monatsanfang in Richtung Süden entwickelten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Niemand hat die Absicht …,</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ich bin mir nicht sicher, ob Donald Trump diese Börsenregel kennt, sonst hätte er in der vergangenen Woche nicht bei mehreren Gelegenheiten durchblicken lassen, er werde möglicherweise in Form von neuen Strafzöllen eine Art Vergeltung an China üben. Denn der US-Präsident weist nach wie vor China die Verantwortung am Ausbruch der Corona-Krise zu. Ins gleiche Horn stieß auch der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, in einem CNBC Interview am Freitag. Man braucht sich gar nicht auszumalen, was es für den ohnehin fragilen Zustand der Weltwirtschaft bedeuten würde, wenn zusätzlich zur COVID-19-Krise inmitten einer globalen Depression auch noch das Gespenst eines wiederauflebenden Handelskonflikts zwischen den USA und China umgehen würde.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… die USA absichtlich für zahlungsunfähig zu erklären</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gar nicht beruhigend war in diesem Zusammenhang ein weiteres Statement Kudlows, wonach es die US-Administration keinesfalls in Betracht ziehe, die von China gehaltenen US-Staatsschulden nicht bedienen zu wollen. Dies ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Denn es ist erst wenige Wochen her, dass der US-Senator Lindsey Graham die Idee ins Spiel brachte, die USA könnten womöglich absichtlich eine Staatspleite erklären, um China zu schaden. Natürlich ist ein solcher Schritt unvorstellbar und würde keineswegs China allein, sondern auch alle anderen Gläubiger und somit Halter von US-Staatsanleihen treffen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn Kudlow betonte, dass der Präsident nichts tun werde, um den Status des Dollar als Reservewährung zu gefährden, wurde einmal mehr deutlich, dass es innerhalb der Trump-Administration (wieder einmal) durchaus Gedankenspiele gegeben haben könnte, missliebige Staaten von den US-Märkten abzuschneiden. Dies alles in Betracht gezogen, sollte es nicht wundern, wenn der Dollar während der vergangenen Tage unter Druck geraten ist. Damit bleibt der Euro bis auf weiteres in stabilem Terrain – zumindest, solange er sich oberhalb von <strong>1,0835</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a></strong></span> Pandemic Emergency Longer-Term Refinancing Operations</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/">Trumpsche Rachegelüste gegenüber China</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/trumpsche-rachegelueste-gegenueber-china/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Gewande eines Corona-Bonds</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/im-gewande-eines-corona-bonds/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/im-gewande-eines-corona-bonds/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 04:46:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Bond]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11801</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Geschichte des Euro gibt es nur drei Wochenabschnitte, in denen er gegenüber dem Dollar einen größeren Gewinn als in der vergangenen Woche zeitigte. Und das ist schon lange her – man muss dafür bis zum März 2009 zurückgehen. Auch wenn sich für die Kursentwicklung der vergangenen drei Monate de facto kein auch nur annähernd vergleichbarer historischer Vorläufer finden lässt, ist die Erklärung für den massiven Euro-Anstieg, der eigentlich eher als gravierende Dollarschwäche bezeichnet werden müsste, recht einfach...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/im-gewande-eines-corona-bonds/">Im Gewande eines Corona-Bonds</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1080)</strong>             In der Geschichte des Euro gibt es nur drei Wochenabschnitte, in denen er gegenüber dem Dollar einen größeren Gewinn als in der vergangenen Woche zeitigte. Und das ist schon lange her – man muss dafür bis zum März 2009 zurückgehen. Auch wenn sich für die Kursentwicklung der vergangenen drei Monate de facto kein auch nur annähernd vergleichbarer historischer Vorläufer finden lässt, ist die Erklärung für den massiven Euro-Anstieg, der eigentlich eher als gravierende Dollarschwäche bezeichnet werden müsste, recht einfach.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11802" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/30032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/30032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/30032020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erhöhte Swap-Linien</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">War der Greenback bis zur vorvergangenen Woche aufgrund eines Dollar-Finanzierungs-Stresses im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten stark nachgefragt, konnte die US-Notenbank schließlich durch ihre geldpolitischen Maßnahmen für eine nachhaltige Entspannung sorgen. Tatsächlich hat die Fed allein in der Woche bis zum vergangenen Mittwoch ihre Swap-Linien mit anderen Zentralbanken um 206 Mrd. USD erhöht. Ein Volumen, das selbst während der Finanzkrise im Jahr 2008 in keiner einzigen Woche erreicht wurde. Am Höhepunkt der Krise damals betrug das Volumen der Swap-Linien jedoch fast 600 Mrd. USD. Sicherlich trugen auch die anderen Maßnahmen der Fed vom vorvergangenen Sonntag zusätzlich zur Dollarschwäche bei, etwa das 700 Mrd. USD schwere quantitative Lockerungsprogramm (QE).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wirtschaftsdaten von geringem Wert </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang haben in der vergangenen Woche Wirtschaftsdaten praktisch keine Rolle gespielt. Angesichts der Corona-Pandemie braucht die Entwicklung des sonst viel beachteten Index der privaten Konsumausgaben für den Monat Februar (Kernrate +1,7 Prozent gegenüber Vorjahr) wirklich niemanden mehr zu kümmern. Und dass im Februar die privaten Einkommen gegenüber dem Vormonat mit +0,6 Prozent stärker als erwartet gestiegen sind, ist für die US-Konsumenten angesichts der kurz danach auftretenden Covid-19-Krise im März wohl höchstens ein schwacher Trost und für die Märkte eine zu vernachlässigende Größe.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch werden ökonomische Prognosen auch für die Zeit nach der Pandemie heiß diskutiert, wo doch noch nicht einmal die Zahl der tatsächlich am Coronavirus erkrankten Menschen in den USA und anderswo auch nur halbwegs erfasst ist und die Dauer eventueller Quarantänemaßnahmen und möglicher Ausgangssperren noch nicht absehbar scheint.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein verkleideter Euro-Bond</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die EZB hierzulande ihr 750 Mrd. EUR schweres PEPP-Anleihekaufprogramm begonnen und dabei auf die Beschränkung verzichtet hat, dass die Notenbank höchstens ein Drittel aller Staatsanleihen eines Euro-Landes kaufen darf, hat indes den Euro in seinem Marsch nach oben nicht gebremst. Vielleicht auch weil einmal mehr klar wurde, dass es bislang keine Einigung hinsichtlich der Auflage eines gemeinsamen Corona-Bonds gegeben hat. Eine Anleihe, die allerdings nichts anderes als ein verkleideter Euro-Bond wäre, gegen den sich Deutschland seit Jahren – und das aus gutem Grunde – wehrt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen beschloss der Euro die vergangene Handelswoche leicht oberhalb seines 52-Wochen-Mittels von rund 1,1115 und hat in der vergangenen Woche seinen Verlust aus der Vorwoche fast wieder wettgemacht. Dabei bleibt die Gemeinschaftswährung ohne echten Trend weiterhin stabil, solange sie sich oberhalb von <strong>1,0890</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/im-gewande-eines-corona-bonds/">Im Gewande eines Corona-Bonds</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/im-gewande-eines-corona-bonds/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mit PEPP gegen die Krise</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/mit-pepp-gegen-die-krise/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/mit-pepp-gegen-die-krise/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2020 05:49:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<category><![CDATA[Prognosebänder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11791</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zugegebenermaßen fällt es manchmal schwer, über die (positive) Entwicklung der Finanzmärkte während der vergangenen Tage zu schreiben, solange immer noch das Corona-Virus die Welt in Atem hält und längst noch nicht unter Kontrolle ist. Ganz zu schweigen von den ökonomischen Folgen. Aber die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks produzieren derzeit zumindest eine Rallye im Bärenmarkt. Angetrieben durch die gigantischen Anleihekaufprogramme von Fed und EZB.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mit-pepp-gegen-die-krise/">Mit PEPP gegen die Krise</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1060)</strong>             Zugegebenermaßen fällt es manchmal schwer, über die (positive) Entwicklung der Finanzmärkte während der vergangenen Tage zu schreiben, solange immer noch das Corona-Virus die Welt in Atem hält und längst noch nicht unter Kontrolle ist. Ganz zu schweigen von den ökonomischen Folgen. Aber die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks produzieren derzeit zumindest eine Rallye im Bärenmarkt. Angetrieben durch die gigantischen Anleihekaufprogramme von Fed und EZB.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11792" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/27032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/27032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/27032020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mit neuen Regeln</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So reichte gestern allein die Ankündigung der EZB, das 750 Mrd. Euro schwere Anleihekaufprogramm begonnen zu haben, für eine positive Stimmung. Natürlich dürfte auch der Verzicht der Zentralbank auf die einstmals selbst gesetzte Regel bei den neuen Anleihekäufen im Rahmen von PEPP (Pandemic Emergency Purchase Program) zur Nachfrage nach Aktien und Euro geführt haben: Die Beschränkung, dass die Notenbank höchstens ein Drittel aller Staatsanleihen eines Euro-Landes kaufen darf, soll nicht für PEPP gelten. Denn dadurch wäre womöglich die Effektivität des neuen Programms infrage gestellt worden. Wieder einmal heiligt also der Zweck die Mittel, denn die Drittel-Regel sollte verhindern, dass sich die EZB dem Verdacht aussetzt, Staatsfinanzierung zu betreiben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch genügend Munition</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA gab es indes einen außergewöhnlichen, weil seltenen TV-Auftritt von Fed-Präsident Jerome Powell. Das Interview, das er dem Sender NBC gab, sollte nämlich dazu dienen, dem Durchschnittsamerikaner die Rolle der Notenbank während der Coronakrise etwas näherzubringen. Um es auf den Punkt zu bringen:  Powell machte deutlich, dass die Fed noch über genügend zusätzliche [geldpolitische] Munition, sofern nötig, verfüge.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fürchterliche Zahlen (wie erwartet)</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es um den US-Arbeitsmarkt nicht gut steht, habe ich bereits gestern ausgeführt. Noch nie in der Geschichte der Finanzmärkte dürfte die Publizierung der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA von den Akteuren mit so viel Spannung erwartet worden sein wie gestern. Aber diese fürchterliche Zahl von 3.283 Mio. „initial jobless claims“ in der Woche zum 20. März hatte ihren Schrecken eigentlich schon längst verloren, denn die „Flüsterschätzungen“ reichten sogar bis 5 Millionen, also bis zu einem Wert, der den „worst case“ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abdeckte. Die Konsensschätzung der Ökonomen lag übrigens bei knapp 1,7 Millionen, und die Bandbreite der 47 von Bloomberg befragten Volkswirte reichte von 360 Tsd. bis zu 4,4 Mio. Neuanträgen. Wobei ein Kommentator wohl scherzhaft gemeint die Frage stellte, ob der Ökonom, der für die untere Begrenzung dieses extrem breiten Prognosebandes verantwortlich war, sich nicht einen neuen Job suchen müsse.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat der Euro gestern, nicht zuletzt auch infolge der fortgesetzten Dollarschwäche, den fünften Handelstag hintereinander – auch als ein Zeichen zurückgekehrter Risikofreude – mit einem Kursplus aufwarten können. Dabei ist das Stabilitätsniveau von 1,0965 gestern überschritten worden und hat dem kurzfristigen Abwärtstrend sein Momentum genommen. Letzteres würde derzeit erst wieder unterhalb von <strong>1,0860</strong> neu aufleben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/mit-pepp-gegen-die-krise/">Mit PEPP gegen die Krise</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/mit-pepp-gegen-die-krise/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ausverkauf(t)</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ausverkauft/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ausverkauft/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2020 05:55:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Activity Bias]]></category>
		<category><![CDATA[Korrelationen]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11758</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auch der gestrige Tag stand im Zeichen des Ausverkaufs, und das nicht nur an der Börse. Und selbst wer ein breitgestreutes simples Portfolio, bestehend aus Aktien, Anleihen und Gold, besaß, musste erfahren, dass es sogar mit einer derartigen Mischung performancetechnisch deutlich nach unten gehen kann. Denn die selbst als sogenannte „sichere Häfen“ geltenden Anlageklassen sind nun bereits seit rund zehn Tagen massiv unter Druck geraten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ausverkauft/">Ausverkauf(t)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0890)</strong>             Auch der gestrige Tag stand im Zeichen des Ausverkaufs, und das nicht nur an der Börse. Und selbst wer ein breitgestreutes simples Portfolio, bestehend aus Aktien, Anleihen und Gold, besaß, musste erfahren, dass es sogar mit einer derartigen Mischung performancetechnisch deutlich nach unten gehen kann. Denn die selbst als sogenannte „sichere Häfen“ geltenden Anlageklassen sind nun bereits seit rund zehn Tagen massiv unter Druck geraten.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11762" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/19032020-1.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/19032020-1.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/19032020-1-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sichere Anlagen liquidiert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich war dieser besagte 9. März ein extremer Tag für Anleihen und Gold. So waren etwa die Renditen zehnjähriger US-Treasuries temporär auf ein Rekordtief von 0,3 Prozent gefallen, um anschließend bis heute auf rund 1,25 Prozent hochzuschnellen. Und die Feinunze Gold, die Versicherung gegen alle möglichen Notfälle, die an jenem Tag in der Spitze bis auf 1.702 USD gestiegen war, verlor seither bis zum Ende des gestrigen Handelstages mehr als 12 Prozent an Wert. Einfach ausgedrückt: Als sicher geltende Anlagen, zum Teil mit erklecklichen Gewinnen, wurden vielerorts eiligst liquidiert, um die Verluste aus anderen Anlageklassen wie etwa den Aktienmärkten auszugleichen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Implodierte Korrelationen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Beispielsweise galt es, Margin Calls an den Futures-Märkten nachzukommen. Oder Engagements mit zu hohem Hebel in dramatischer Weise zurückzufahren. Weil die Risikomodelle aufgrund der drastisch gestiegenen Volatilität an den Aktien-, aber auch an den Anleihemärkten quasi selbst „befahlen“, genau jene Hebel zurückzufahren. Hebel, die naturgemäß in den Zeiten niedriger Volatilität, wie sie etwa noch kurz nach Jahresbeginn bis Mitte Februar vorherrschte, aufgrund von Risikoberechnungen vergleichsweise hoch waren. Kurzum: Die Korrelation, der zufolge Anleihen als typischer Hedge für Aktien funktionieren sollen, besteht nicht mehr. Und all das geschah, obwohl die US-Notenbank erst am vergangenen Sonntag ein Anleihekaufprogramm mit einem Volumen von 700 Mrd. USD angekündigt hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Helikoptergeld offenbar verdoppelt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während sich an den Finanzmärkten mancherorts Angst und Panik die Türklinke in die Hand gaben, darf man natürlich den Auslöser dieses Desasters, die Corona-Pandemie, nicht aus den Augen lassen. Zumal das Weiße Haus mittlerweile vielen US-Bürgern – sogenannten anonymen Quellen zufolge – nicht nur, wie gestern gemeldet, 1000, sondern zweimal 1000 USD, zahlbar am 6. April und dann wieder am 18. Mai, als Soforthilfe zukommen lassen möchte. Von derartigem Helikoptergeld hat man hierzulande (noch) nichts gehört.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Activity Bias samt Ausverkauf</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Stattdessen erleben wir neben den Einschränkungen des täglichen Lebens nach wie vor einen Run auf Toilettenpapier in den Supermärkten, der sich am besten mit einem Begriff aus der Verhaltensökonomik, der „activity bias“, erklären lässt. Dabei geht es primär nicht einmal um eine panikartige Bewegung, sondern eher um eine vermehrte Aktivität, um angesichts der schwer fassbaren Folgen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Kontrolldefiziten das Gefühl zu haben, diesen Bedrohungen entgegenwirken zu können. Offenbar vermittelt Toilettenpapier die Sicherheit, für alles, was noch kommen mag, gewappnet zu sein, ist darüber hinaus auch noch vergleichsweise günstig im Preis. Ein Ausverkauf, dem sich übrigens selbst rationale Menschen nicht entziehen können, wenn sie vor den leeren Regalen in Supermärkten und Drogerien stehen. Wie lange Ihr persönlicher Toilettenpapiervorrat reichen wird, können Sie übrigens auf dieser Website <span style="color: #000000;"><strong>(<a style="color: #000000;" href="https://howmuchtoiletpaper.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong>)</span> genauestens überprüfen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB legt Notfallprogramm PEPP auf</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zu den Finanzmärkten. So war es gestern dem US-Dollar vorbehalten, als anscheinend letzter Zufluchtsort für die Teilnehmer an den Finanzmärkten zu dienen. Dabei kam auch der Euro noch einmal recht ordentlich unter die Räder und bleibt in schwacher Position, solange an der Oberseite <strong>1,1045/50</strong> nicht mehr überwunden wird. Unterdessen hat die EZB gestern Nacht in einer Sondersitzung ein Notfallprogramm zur Bewältigung der Corona-Pandemie mit einem Volumen von 750 Milliarden EUR verabschiedet. Im Rahmen dieses „Pandemic Emergency Purchase Program“ (PEPP) will die EZB bis zum Jahresende sowohl staatliche als auch private Wertpapiere aufkaufen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ausverkauft/">Ausverkauf(t)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ausverkauft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
