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	<title>GDPNow Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 28 May 2021 04:52:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ein Hauch von Risikofreude</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 May 2021 04:52:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zumindest was den Euro angeht, liegt ein vergleichsweise ruhiger Handelstag hinter uns. Und die Handelsspanne von lediglich rund 45 Stellen spiegelt nicht die ganze Serie von ökonomischen US-Daten wider, die gestern publiziert wurden. Unter Strich lassen sich diese durchaus positiv bewerten. Sei es der Trend bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der deutlich nach unten zeigt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest was den Euro angeht, liegt ein vergleichsweise ruhiger Handelstag hinter uns. Und die Handelsspanne von lediglich rund 45 Stellen spiegelt nicht die ganze Serie von ökonomischen US-Daten wider, die gestern publiziert wurden. Unter Strich lassen sich diese durchaus positiv bewerten. Sei es der Trend bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, der deutlich nach unten zeigt und gestern mit einem Plus von 406.000 Anträgen in der Woche zum 21. Mai ein neues Tief während der Corona-Pandemie markierte. Und die Anhänger von US-Präsident Joe Biden können darauf verweisen, dass sich die Zahl der Erstanträge seit dessen Amtsübernahme praktisch halbiert hat. Indes: Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es in Sachen Arbeitsmarkt in den USA noch viel zu tun. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13507" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/28052021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/28052021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/28052021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Alte Daten werden überschätzt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf der anderen Seite haben die Aufträge bei den langlebigen Wirtschaftsgütern auf den ersten Blick die Erwartung der Ökonomen im Mittel enttäuscht, aber in der Kernrate dann doch positiv überrascht. Das Plus von 2,3 Prozent im April fiel immerhin fast dreimal so hoch aus wie in der Konsenserwartung. Komplettiert wurde der Reigen der Wirtschaftsdaten mit der ersten Revision des US-Bruttoinlandsprodukts sowie den Preisindices – alle wurden gegenüber der Schnellschätzung etwas nach oben revidiert. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen: Bei den Daten des ersten Quartals handelt es sich um „alte“ Daten, die von den Finanzmärkten längst, teilweise auch Monate im Voraus und manchmal sogar schon mehrfach „gehandelt“ wurden. So gesehen werden diese Daten mancherorts überschätzt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR/USD statisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dagegen ist die jüngste Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt der USA seitens der Fed von Atlanta wesentlich interessanter. Deren Modell GDPNow berechnet nämlich für das zweite Quartal ein Wachstum von 9,1 Prozent – ein Prozent weniger als bei der Schätzung vom 18. Mai. Immerhin wehte ein Hauch von Risikofreude durch die Finanzmärkte, wobei erwähnenswert ist, dass die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen gestern immerhin um rd. 4 Basispunkte angezogen haben. Allein der Euro wollte im Verhältnis zum US-Dollar nicht mitziehen und hängt deshalb fast schon statisch in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend, dessen Einfluss sich allerdings deutlich verringern dürfte, sofern <strong>1,2130/35</strong> nicht gehalten werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Nur eine technische Korrektur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2020 04:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[CFTC-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ür viele Marktteilnehmer war die vornehmlich technisch begründbare Erholung des Dollar bzw. der Rücksetzer des Euro am Freitag und gestern wohl längst überfällig gewesen. Wobei sich das Interesse vornehmlich auf den Dollar und weniger auf die Gemeinschaftswährung konzentrierte. Zumindest was die Begründungen für die längerfristige Entwicklung des Wechselkurses zwischen diesen beiden Währungen angeht. Die Hauptargumente der Akteure, die gegen den Dollar sprechen, bestehen in der Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen vornehmlich in den USA sowie in der Uneinigkeit der fiskalpolitischen Vertreter über die Ausgestaltung eines neuen Stimulus-Programms. Aber auch die fallenden Renditen am Bondmarkt werden als kritischer Faktor...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1770)</strong>             Für viele Marktteilnehmer war die vornehmlich technisch begründbare Erholung des Dollar bzw. der Rücksetzer des Euro am Freitag und gestern wohl längst überfällig gewesen. Wobei sich das Interesse vornehmlich auf den Dollar und weniger auf die Gemeinschaftswährung konzentrierte. Zumindest was die Begründungen für die längerfristige Entwicklung des Wechselkurses zwischen diesen beiden Währungen angeht. Die Hauptargumente der Akteure, die gegen den Dollar sprechen, bestehen in der Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen vornehmlich in den USA sowie in der Uneinigkeit der fiskalpolitischen Vertreter über die Ausgestaltung eines neuen Stimulus-Programms. Aber auch die fallenden Renditen am Bondmarkt werden als kritischer Faktor für die Einschätzung des Greenback angeführt.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12337" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/04082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/04082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/04082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überzogenes Sentiment</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am ehesten könnte man andererseits für die jüngste leichte Erholung des Dollar bzw. den Euro-Rücksetzer das überzogene Sentiment und die vergleichsweise hohen Euro-Long-Positionen als Erklärung anführen. Zumindest waren die spekulativen Euro-Positionen der Chicagoer Futures-Börse, die die CFTC am Freitag veröffentlichte, auf Rekordniveau. Und passend dazu stiegen umgerechnet die Dollar-Shortpositionen (vgl. Reuters) auf den höchsten Stand seit August 2011 in einer Größenordnung von mehr als 24 Mrd. USD. Allerdings sind diese gemeldeten Positionsvolumina bereits eine Woche alt und müssen nicht zwangsläufig den Gesamtmarkt repräsentieren. Sie taugen aber durchaus als Spiegel des vorherrschenden Sentiments.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Schnelle Gewinnmitnahmen?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei ist es durchaus bemerkenswert, dass das Euro-Sentiment seit Wochen im Steigen begriffen ist, ohne dass es gerade bei den spekulativen und oft kurzfristig orientierten Positionen zu sichtbaren Gewinnmitnahmen gekommen wäre. Abgesehen von den beiden vergangenen Handelstagen. Als angeblicher Auslöser für diese wahrscheinlich nur kurzfristigen Reaktionen wurden wieder einmal Wirtschaftsdaten genannt, allen voran der US-Einkaufsmanagerindex in der Version des ISM, der auf der positiven Seite überraschte. Allerdings war die Erholungsbewegung des Dollar schon deutlich vor Publizierung dieser Zahlen beendet, so dass es schwer fällt, einen Zusammenhang zwischen Währungsentwicklung und Fundamentaldaten herzustellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Volatile Wachstumsprognosen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fundamentaldaten, die übrigens dazu führten, dass die US-Wachstumsprognose des viel beachteten Modells der Fed von Atlanta, GDPNow, für das dritte Quartal von 11,9 Prozent am 31. Juli auf nunmehr 19,6 Prozent hochgeschossen ist. Natürlich sind die ökonomischen Prognosen des Modells in dieser frühen Phase ohnehin noch sehr volatil. Was aber viel wichtiger ist: Für mich sind die Vorhersagen – auch wenn ich diesem Modell grundsätzlich positiv gegenüberstehe – zurzeit nur von geringer Bedeutung. Denn die US-Notenbank hat es in ihrem Statement nach der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) am vergangenen Mittwoch deutlich gemacht, dass die ökonomische Erholung eng mit der Entwicklung der Corona-Pandemie verbunden ist. Und solange Covid-19 nicht eingedämmt werden kann, sind weitere Hilfsprogramme und geldpolitische Lockerungen erforderlich. Beide Einflussfaktoren lasten auf dem Dollar.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat der Rücksetzer des Euro gestern beinahe das Schlüsselniveau für den Fortbestand der steilen Version seines kurzfristigen Aufwärtstrends bei <strong>1,1690</strong> getestet, sich aber zum Schluss der Handelssitzung wieder deutlich erholt. Die Perspektive in Richtung <strong>1,2020</strong> bleibt somit erhalten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2020 04:55:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolldefizit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 22 Millionen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in vier Wochen – das klingt dramatisch und ist vor allem schlimm für die Betroffenen. Und wenn Kommentatoren daraus auf eine Arbeitslosenquote von 17 Prozent in den USA schließen, mag einem das eine Vorstellung geben, wie beängstigend derzeit die ökonomische Lage ist. Aber tatsächlich scheint es kaum jemanden mehr zu interessieren, ob diese Daten jetzt besser oder schlechter als von...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0870)</strong>             Mehr als 22 Millionen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in vier Wochen – das klingt dramatisch und ist vor allem schlimm für die Betroffenen. Und wenn Kommentatoren daraus auf eine Arbeitslosenquote von 17 Prozent in den USA schließen, mag einem das eine Vorstellung geben, wie beängstigend derzeit die ökonomische Lage ist. Aber tatsächlich scheint es kaum jemanden mehr zu interessieren, ob diese Daten jetzt besser oder schlechter als von den Ökonomen erwartet ausgefallen sind.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11875" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/17042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/17042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/17042020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… der Schlüssel sind</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Grunde haben diese Prognosen genau genommen ohnehin nur den Wert eines psychologischen Ankers. Aber soll man allein auf der Basis dessen, ob Prognosebänder und Median-Schätzungen im Guten oder im Schlechten verfehlt wurden, Finanzmarktentscheidungen treffen und womöglich gestern oder vorgestern in großem Stil Aktien verkaufen? Als ob der wesentliche Unterschied bei einer Differenz zwischen 5 oder 6 Millionen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in einer Woche darin bestünde, ob dieses Datum besser oder schlechter als von Experten erwartet ausgefallen ist. Den Unterschied kennen allenfalls die Millionen Menschen, die es betrifft.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Kommentator brachte es gestern auf dem Punkt, indem er erklärte, es sei ebenso rational wie irrational, die schwachen ökonomischen Daten, die bereits publiziert sind oder uns noch kurzfristig erwarten, einfach links liegen zu lassen. Weil doch jeder – stark vereinfacht ausgedrückt – schon im Voraus wisse, dass die Arbeitslosigkeit global steigen und die Einzelhandelsumsätze deutlich fallen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine Welt voller Kontrolldefizite</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass wir hinsichtlich ökonomischer Daten in einer Welt von Kontrolldefiziten leben müssen. Weil die ökonomischen Entwicklungen in erster Linie von der weiteren Entwicklung der COVID19-Pandemie abhängen werden, ist es zwar verständlich, wenn Ökonomen oder auch Kommentatoren diesbezüglich Prognoseversuche unternehmen. So mag in manchen Ökonomen auch gleichzeitig ein Virologe stecken. Obwohl die meisten Finanzmarktteilnehmer wissen, dass derartige Bemühungen ziemlich sinnlos sind, erwarten viele von ihnen, dass die Experten dennoch Prognosen stellen. Gar nicht einmal aus dem Motiv heraus, direkt Finanzmarktentscheidungen treffen zu wollen, sondern um das menschliche Kontrollbedürfnis, verursacht durch die derzeitige große Unsicherheit, mit Hilfe möglichst vieler Informationen zu befriedigen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und ein Modell mit Grenzen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob es die Modelle besser können? Ich habe mich in den vergangenen Wochen gar nicht mehr getraut, das in normalen Zeiten viel beachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, zu erwähnen. Dieses Modell macht ja eigentlich nichts anderes, als eine Prognose aus bereits publizierten Daten zu erstellen. Und in „normalen“ Zeiten ist das Modell darin gar nicht schlecht. Aber mit Recht weisen die Autoren auf ihrer Homepage in roten Lettern darauf hin, dass das Modell nur diese Daten verarbeiten kann. Aber natürlich keinesfalls die weiteren Einflüsse des COVID-19-Virus auf das Bruttoinlandsprodukt jenseits der bekannten Daten und bereits veröffentlichter ökonomischer Reports prognostizieren kann. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie sehr dieses Modell der tatsächlichen Situation hinterherhinkt, zeigt sich an der Entwicklung der Wachstumsprognose: Noch am 20. März ist das Modell von einem annualisierten saisonbereinigten Wachstum von 3,3 Prozent für die USA ausgegangen. Bis gestern hat es hingegen – auch bedingt durch den Einfluss oben genannter Daten – seine Vorhersage deutlich nach unten revidiert und zeigt nun immerhin eine Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal von -0,3 Prozent an.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Weitgehend unabhängig von den ökonomischen Daten hat sich der Dollar auch gestern weiter befestigt und den Euro im gleichen Zuge nach unten geschoben. Auch wenn sich manch einer schwertun sollte, diese Entwicklung aufgrund der gestrigen Datenlage zu begründen, bleibt doch die wichtigste Information, dass sich die Gemeinschaftswährung im kurzfristigen Abwärtstrend befindet. Dieser reicht zunächst bis 1,0675 und bleibt intakt, solange <strong>1,1000/05</strong> nicht mehr überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Seltene Serie</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/seltene-serie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 05:48:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed Minutes]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um es vorauszuschicken: In Wahrheit führe ich nicht – wie gestern behauptet – ein Euro-Tagebuch, aber ich habe durchaus weiter mitgezählt. Denn der Euro hat gestern seine unheimliche Serie fortgesetzt und gegenüber dem Dollar zum zwölften Mal hintereinander ein niedrigeres Tagestief und damit den niedrigsten Kurs seit April 2017 markiert. Eine längere Serie – 13 niedrigere Tagestiefs hintereinander – gab es seit der Einführung des Euro nur ein einziges Mal, und zwar...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/seltene-serie/">Seltene Serie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0795)</strong>             Um es vorauszuschicken: In Wahrheit führe ich nicht – wie gestern behauptet – ein Euro-Tagebuch, aber ich habe durchaus weiter mitgezählt. Denn der Euro hat gestern seine unheimliche Serie fortgesetzt und gegenüber dem Dollar zum zwölften Mal hintereinander ein niedrigeres Tagestief und damit den niedrigsten Kurs seit April 2017 markiert. Eine längere Serie – 13 niedrigere Tagestiefs hintereinander – gab es seit der Einführung des Euro nur ein einziges Mal, und zwar in der Zeit vom 26. Februar bis zum 16. März 2015. Damals summierten sich die Kursverluste des Euro übrigens auf mehr als 8 Prozent; die derzeitige Serie ist zumindest, was die Kursverluste angeht, deutlich kürzer und beträgt in der Summe nicht einmal 3 Prozent.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11642" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/20022020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/20022020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/20022020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch keine echten Wachstumssorgen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Interessanterweise gehörte der Euro gestern aber nicht zu den Verlierern des Tages, sondern konnte gegenüber einem Korb an diversen Währungen sogar zulegen. Allerdings präsentierte sich der US-Dollar gestern ähnlich stark, so dass für die Gemeinschaftswährung nur noch ein minimaler Tagesgewinn übrig blieb.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin gab es aus den USA Wirtschaftsdaten zu begutachten, von denen der Produzentenpreisindex im Januar – auch in der Kernrate (+1,7 % ggü. Vorjahr) – deutlich stärker als erwartet ausgefallen war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Neubaubeginne gingen zwar gegenüber Dezember deutlich zurück, aber Analysten hatten einen viel stärkeren Einbruch erwartet. In der Summe ergab sich eine erhöhte Schätzung für das US-Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal 2020 laut des viel beachteten Modells der Fed von Atlanta, GDPNow. Danach wird nun ein annualisiertes Wachstumsplus von 2,6 Prozent (nach zuletzt 2,4 %) berechnet. Doch möchte ich erneut darauf hinweisen, dass derartige Vorhersagen in diesem noch recht frühen Stadium des Quartals recht volatil und daher noch nicht unbedingt aussagekräftig sein müssen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Auch Deutschland optimistisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Optimistisch ist auch die Einschätzung von Finanzminister Olaf Scholz, der gestern in einem Interview mit Reuters erklärte, er sehe derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass Deutschland in eine Rezession schlittern könnte. Vielmehr hielt er trotz der Coronavirus-Epidemie an seiner Prognose fest, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,1 Prozent wachsen werde. Und somit dürften sich Hoffnungen auf etwaige fiskalpolitische Stimulus-Programme für die nähere Zukunft als unrealistisch erweisen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Keine Überraschungen oder größeren Kursausschläge ergaben sich aus dem Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank vom 28./29 Januar: Die Fed hält die derzeitige geldpolitische Haltung für angemessen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am kurzfristigen Abwärtstrend des Euro hat sich unterdessen nicht viel verändert, aber die Unterseite scheint zurzeit vor dem nächsten Potenzialpunkt bei <strong>1,0750/55</strong> recht ordentlich abgesichert zu sein. Insgesamt dürften sich Erholungen der Gemeinschaftswährung am heutigen Tage etwas leichter behaupten können, allerdings müssen sie für eine erste Stabilisierung mindestens <strong>1,0915</strong> überschreiten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/seltene-serie/">Seltene Serie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Ein Freitag für Ökonomen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 05:35:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
		<category><![CDATA[Nowcast]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war eine Angelegenheit von etwas mehr als 24 Stunden, und der Euro hatte gegenüber dem US-Dollar am vergangenen Freitag nicht nur den kompletten Wochenverlust aufgeholt, sondern unter dem Strich sogar ein Plus von 30 Stellen gemacht. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Handelsbandbreite mit 70 Stellen für die gesamte Woche zu den drei niedrigsten des ganzen Jahres in vergleichbaren Zeiträumen zählt, relativiert sich diese unter einem Brennglas dramatisch aussehende Bewegung der Gemeinschaftswährung. Übrig bleibt das Resultat: Der Euro hat es nicht geschafft, einen kurzfristigen Abwärtstrend loszutreten. Obwohl dies eigentlich unter anderen Umständen ganz einfach gewesen wäre...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-freitag-fuer-oekonomen/">Ein Freitag für Ökonomen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1060)</strong>             Es war eine Angelegenheit von etwas mehr als 24 Stunden, und der Euro hatte gegenüber dem US-Dollar am vergangenen Freitag nicht nur den kompletten Wochenverlust aufgeholt, sondern unter dem Strich sogar ein Plus von 30 Stellen gemacht. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Handelsbandbreite mit 70 Stellen für die gesamte Woche zu den drei niedrigsten des ganzen Jahres in vergleichbaren Zeiträumen zählt, relativiert sich diese unter einem Brennglas dramatisch aussehende Bewegung der Gemeinschaftswährung. Übrig bleibt das Resultat: Der Euro hat es nicht geschafft, einen kurzfristigen Abwärtstrend loszutreten. Obwohl dies eigentlich unter anderen Umständen ganz einfach gewesen wäre.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11322" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/18112019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/18112019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/18112019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Daten enttäuschen mehrheitlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Jetzt braucht man natürlich nur bei den Ökonomen nachzufragen, warum der Dollar am vergangenen Freitag noch unter Druck geriet. Und man bekommt eine schlüssige Antwort: unerfreuliche US-Daten. Tatsächlich enttäuschte die Kernrate bei den Einzelhandelsumsätzen nur ein wenig, Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung für Oktober blieben schon etwas deutlicher hinter den Erwartungen der Analysten zurück, ähnlich wie der NY Empire State-Produktionsindex. Und nimmt man alle Daten der vergangenen Woche zusammen, verdüstert sich die Datengrundlage für die Wachstumsschätzung der Fed von Atlanta (GDPNow) für das vierte Quartal. Das viel beachtete Modell warf nämlich nur noch ein Wachstumsplus von 0,3 Prozent (annualisiert und saisonbereinigt) für das vierte Quartal aus. Die Schätzung der Fed von New York (Nowcast) tendierte übrigens in die gleiche Richtung, so dass sich deren Wachstumsprognose von 0,7 auf 0,4 Prozent für denselben Zeitraum abschwächte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro-Erholung nur relativ deutlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich befinden sich die Prognosemodellrechnungen der beiden regionalen Ableger der US-Notenbank für das vierte Quartal noch in einem frühen Stadium. Und so wundert es auch nicht, dass die Fed Funds Futures die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung der Fed im Dezember (vgl. GDPNow) zum Wochenschluss mit weniger als einem Prozent berechneten (Vorwoche 4,4 %). Auch die US-Aktienmärkte ließen sich bestenfalls vorübergehend etwas beirren, schlossen aber – gemessen am S&amp;P 500 Index – die Woche mit einem neuen Rekordhoch. Nicht zuletzt, weil der Optimismus, dass es im US-chinesischen Handelskonflikt zumindest ein Teilabkommen geben könnte, ungebrochen ist. Dafür genügen momentan allein verbale Versicherungen aus Reihen der US-Administration, dass der Deal angeblich nahezu in trockenen Tüchern sei.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den Devisen hat es am vergangenen Freitag erwartungsgemäß eine kräftige Euro-Erholung gegeben. Aber eben nur in relativer Proportion. Absolut betrachtet handelt es sich um eine unterdurchschnittliche Korrektur. Auch hat sich die Situation für die Gemeinschaftswährung gegenüber den vergangenen Tagen kaum verbessert: Während an der Unterseite das Niveau von <strong>1,0990</strong> nach wie vor die Entstehung eines kurzfristigen Abwärtstrends verhindert, muss der Euro auf der anderen Seite für eine kurzfristige Stabilisierung seiner latenten Schwäche <strong>1,1105/10</strong> überschreiten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
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		<title>Eine gute Rückversicherung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 05:47:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt(e)]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine bemerkenswerte Woche liegt hinter uns. Aber in erster Linie waren es die US-Aktienmärkte, die regelrecht vor Kraft strotzten, so dass der breit gestreute S&#038;P 500 Index die vierte Woche hintereinander mit einem Plus und auf dem höchsten Niveau aller Zeiten beschloss. Vergleicht man dazu die Devisenmärkte, muss man fast schon von einer gewissen Teilnahmslosigkeit sprechen. Die Gründe für den neuerlichen Aktien-Hype</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1165)</strong>             Eine bemerkenswerte Woche liegt hinter uns. Aber in erster Linie waren es die US-Aktienmärkte, die regelrecht vor Kraft strotzten, so dass der breit gestreute S&amp;P 500 Index die vierte Woche hintereinander mit einem Plus und auf dem höchsten Niveau aller Zeiten beschloss. Vergleicht man dazu die Devisenmärkte, muss man fast schon von einer gewissen Teilnahmslosigkeit sprechen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11271" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/04112019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/04112019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/11/04112019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Gründe für den neuerlichen Aktien-Hype sind zwar schnell ausgemacht, aber eigentlich nicht so eindeutig, wie es der Kursverlauf vom Freitag vermittelt. Natürlich gab es einen guten Arbeitsmarktbericht aus den USA. Der Zuwachs der Stellen im Nicht-Agrarbereich fiel im Oktober deutlich höher aus, als es von den meisten Ökonomen erwartet worden war. Und das Stellenplus von 128.000 wurde auch noch durch zusätzliche 95 Tsd. neu geschaffene Stellen unterstützt, eine Zahl, die sich aus den Revisionen der beiden Vormonate ergibt. Kurzum: Der Arbeitsmarkt hat sich viel besser entwickelt, als dies etwa die Unterkomponenten der Einkaufsmanagerindices (Markit) aus dem Vormonat ursprünglich hatten vermuten lassen. Ja, selbst die streikbedingten vorübergehenden Entlassungen bei General Motors, die zu einem Stellenminus von 41.600 Jobs führten, sind in der Zahl vom Freitag enthalten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Alles nur eine Frage des Referenzpunktes</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ja, die US-Wirtschaft befindet sich in einem guten Zustand, wie dies auch diverse Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) zum Wochenschluss betonten. Dabei ist es keineswegs so, dass die Akteure an den Finanzmärkten kein Ohr für ungünstige US-Wirtschaftsdaten gehabt hätten. Zwar hat sich der ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie im Oktober leicht erholt, lag aber mit 48,3 nicht nur unter der Medianerwartung der Ökonomen, sondern immer noch unter der 50er-Signallinie. Letztere trennt bekanntlich wirtschaftliche Expansion und Schrumpfung voneinander.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber man kann es auch anders sehen. Denn gemessen am Chicago Einkaufsmanagerindex vom vergangenen Donnerstag, der mit einem Wert von 43,2 noch viel niedriger ausgefallen war, hätte es eigentlich noch viel schlimmer kommen können. Dieser niedrige Referenzpunkt hat also dafür gesorgt, dass der ISM-Index vom Freitag gar nicht so schlimm für die Ökonomen aussah.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Angst, wir sind „Fed-versichert“</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat die Fed von Atlanta die erste Veränderung ihres viel beachteten Prognosemodells GDPNow im vierten Quartal bekannt gegeben. Aber es hat niemanden gestört, dass die Wachstumsprognose für die USA innerhalb eines Tages aufgrund der jüngsten Wirtschaftsdaten von 1,5 auf 1,1 Prozent zurückgenommen werden musste. Sicherlich ist die Modellentwicklung gerade in der frühen Phase des Quartals noch recht volatil. Aber schlechte ökonomische Nachrichten spielen unter dem Eindruck der Notenbanksitzung vom vergangenen Mittwoch sowieso keine bedrohliche Rolle. Denn die Fed wird im Zweifel asymmetrisch reagieren (vergleiche auch meinen Kommentar <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/11/01/asymmetrische-geldpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vom Donnerstag</a></span></strong>): Keine Zinserhöhung auf lange Sicht, aber Potenzial (bei Bedarf) für weitere Zinssenkungen. Da muss man fast schon sorglos werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neues Optimum</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es soll aber auch Finanzmarktakteure gegeben haben, die eine andere Ursache für die starke Verfassung der US-Aktienmärkte am Freitag ausgemacht haben. Denn es hat offensichtlich Fortschritte bei den Vereinbarungen für die sogenannte „Phase 1“ des US-chinesischen Handelsabkommens gegeben. Das wurde zumindest in übereinstimmenden Erklärungen von Washington und Peking bekannt gegeben. Auch wenn das Gros der Akteure längst nicht mehr an einen langfristigen Deal zwischen den USA und China glaubt, scheint man froh zu sein, wenn es auch nur zu einem kleinen Teilerfolg kommt. Und so ist der Referenzpunkt dafür, was als großer Erfolg erachtet werden könnte, in den vergangenen Wochen deutlich gesunken: Das Optimum wäre wahrscheinlich erreicht, wenn US-Präsident Donald Trump die geplante Einführung der Strafzölle auf China-Importe am 15. Dezember zurücknehmen oder zumindest verschieben würde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Devisenhändler scheinen sich allerdings noch nicht ganz einig zu sein, wohin die Reise geht. Denn eigentlich müsste der Dollar gerade angesichts der zu erwartenden asymmetrischen Geldpolitik der Fed deutlich schwächer notieren, als dies zurzeit der Fall ist. Tatsächlich verharrte der Euro am Freitag immer noch in seiner neutralen Zone zwischen <strong>1,1065/70</strong> und <strong>1,1180</strong>. Aber selbst ein Überschreiten der Obergrenze würde erst jenseits von <strong>1,1205</strong> einen kurzfristigen Aufwärtstrend mit überschaubarem Potenzial (<strong>1,1280</strong>) einläuten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Dehnbares Datum für den Brexit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2019 05:57:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Flextension]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
		<category><![CDATA[Nowcast]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Natürlich kann sich derzeit niemand vorstellen, dass Frankreich als einziges Land der EU die Verantwortung für einen sogenannten No-Deal-Brexit übernehmen möchte – vielerorts wird wie bereits im April noch mit einem Einlenken Macrons gerechnet. Aber zunächst einmal möchte die europäische Seite sowieso erst mal abwarten, ob Boris Johnson mit seinem Antrag auf Neuwahlen Erfolg haben wird. Erst dann soll möglicherweise über ein flexibles Austrittsdatum – eine sogenannte „Flextension“, wie sie dem Vernehmen nach...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dehnbares-datum-fuer-den-brexit/">Dehnbares Datum für den Brexit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1080)</strong>             Eigentlich haben in der vergangenen Woche viele Akteure auf eine Lösung im Brexit-Drama gesetzt. Dies lässt zumindest ein Beitrag von Bloomberg vom vergangenen <span style="color: #000000;">Freitag<a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1"><strong>[1]</strong></a></span> durchblicken. Danach haben internationale Investoren in der Woche zum 23. Oktober rund 300 Millionen USD in Aktien der EU investiert. Ein Zufluss, der eine 16-wöchige Phase von Kapitalabflüssen beendet und das größte Plus seit Februar 2018 markiert. Gleichzeitig wurde auch meine entsprechende Vermutung bestätigt, die ich bei meiner Kommentierung zum DAX- Sentiment vom 23. Oktober <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/news/90f9b40f-8840-49f7-ba37-8129642103a2"><strong>HIER</strong></a></span> geäußert hatte. Ein Optimismus, der übrigens in erster Linie darauf basiert, dass das Vereinigte Königreich die EU nicht ohne Abkommen verlassen wird. Und so wundert es auch nicht, dass der hiesige DAX die vergangene Woche auf dem höchsten Niveau in diesem Jahr beschloss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Spielverderber Frankreich?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ist dieser Brexit-Optimismus angebracht, wo es doch nun am heutigen Montag eine Abstimmung über Neuwahlen für den 12. Dezember im britischen Unterhaus geben soll? Es spricht nicht viel dafür, dass Premierminister Boris Johnson die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit im House of Commons erhalten wird. Unterdessen ist man sich innerhalb der EU weitgehend einig darüber, dass das Brexit-Austrittsdatum vom 31. Oktober verschoben wird. Uneinigkeit herrscht allerdings hinsichtlich der Dauer für die Verschiebung, wobei sich Staatspräsident Emmanuel Macron derzeit wahrscheinlich bestenfalls für eine kurze Verschiebung des Termins erwärmen dürfte. Frankreich ist auf jeden Fall der einzige Staat, der den 31. Januar 2020 nicht als neue Deadline akzeptieren möchte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>„Flextension“</strong> <strong>für Großbritannien?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann sich derzeit niemand vorstellen, dass Frankreich als einziges Land der EU die Verantwortung für einen sogenannten No-Deal-Brexit übernehmen möchte – vielerorts wird wie bereits im April noch mit einem Einlenken Macrons gerechnet. Aber zunächst einmal möchte die europäische Seite sowieso erst mal abwarten, ob Boris Johnson mit seinem Antrag auf Neuwahlen Erfolg haben wird. Erst dann soll möglicherweise über ein flexibles Austrittsdatum – eine sogenannte „Flextension“, wie sie dem Vernehmen nach ein EU-Diplomat bezeichnete – bis spätestens 31. Januar 2020 entschieden werden. Dies vor dem optimistischen Hintergrund, dass Boris Johnson seinen mit der EU vereinbarten Austritts-Deal noch vor diesem Datum durch die beiden Parlamentskammern durchbringen kann. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Realistisch betrachtet ist jedoch in der vergangenen Woche in Sachen Brexit weder etwas Signifikantes erreicht, noch ist ein etwaiger No-deal-Austritt tatsächlich vom Tisch. Dieses Risiko dürfte uns noch lange und über den 31. Januar kommenden Jahres hinaus begleiten. Ja, man kann mittlerweile Kommentatoren verstehen, die sich eher einen kurzfristig schmerzhaften Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Abkommen vorstellen können, um dieses jahrelange Theater zu Gunsten einer langfristigen besseren Planbarkeit zu beenden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Impulse durch wichtige Daten? </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fast schon auffallend ruhig gestaltete sich das Geschehen in der vergangenen Woche bei den US-Treasuries, wo etwa die Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit in recht engen, seitwärts gerichteten Bahnen gehandelt wurden. Dies wird sich vermutlich in dieser Woche ändern, da neben der am Mittwoch endenden Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank auch noch wichtige Wirtschaftsdaten zur Veröffentlichung anstehen. Während von der Fed vielerorts eine weitere Zinssenkung von 25 Basispunkten erwartet wird, wird am gleichen Tag ein paar Stunden zuvor die erste Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals publiziert. Dabei liegen die Prognosen der beiden bekannten Modelle der Fed von Atlanta (GDPNow) und der Fed von New York (Nowcast) mit einem BIP von 1,8 bzw. 1,9 Prozent (annualisiert) für das dritte Quartal recht nah beieinander. Darüber hinaus steht am kommenden Freitag der US-Arbeitsmarktbericht für Oktober zur Veröffentlichung an. Dabei geht die Median-Schätzung der Ökonomen von einem Zuwachs von 90.000 Stellen im Nicht Agrarbereich aus.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich der Euro am Freitag weiter abgeschwächt und schloss nur unweit des Wochentiefs von 1,1070. Gleichzeitig musste die Gemeinschaftswährung stärkere bullishe Ambitionen begraben und befindet sich derzeit zwischen <strong>1,1050</strong> (gilt nur heute!) und <strong>1,1155/65</strong> gewissermaßen im Niemandsland. Etwas mehr Stabilität ist nur mit Überschreiten der Obergrenze dieses Bereichs zu erwarten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aus organisatorischen Gründen wird es am morgigen Dienstag lediglich ein kurzes Kurs-Update geben. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span><a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-10-25/brexit-relief-fuels-biggest-european-equity-inflows-in-20-months" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;">https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-10-25/brexit-relief-fuels-biggest-european-equity-inflows-in-20-months</span></a></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Durch nichts zu erschütterndes Vertrauen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/durch-nichts-zu-erschuetterndes-vertrauen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 04:52:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Dot Plots]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<category><![CDATA[GDPNow]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielen Akteuren und Kommentatoren dürfte die Sitzung der US-Notenbank am kommenden Dienstag und Mittwoch noch mehr zu denken geben. Vor allen Dingen nach den am Freitag publizierten ökonomischen US-Daten, die kaum Anzeichen für eine bevorstehende Rezession enthielten. Die Einzelhandelsumsätze des Monats Mai waren schon etwas besser als von den meisten Ökonomen erwartet ausgefallen. Aber es waren die teils deutlichen Aufwärtsrevisionen für den Monat April, die positiv überraschten. Und auch die Daten zur US-Industrieproduktion wussten zu überzeugen. Das Resultat: Das vielbeachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, berechnete zum Wochenende ein von 1,4 auf 2,1 Prozent erhöhtes Bruttoinlandsprodukt</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/durch-nichts-zu-erschuetterndes-vertrauen/">Durch nichts zu erschütterndes Vertrauen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1220)</strong>             Euro-Händler dürften mit einem mulmigen Gefühl ins Wochenende gegangen sein. Aber sollte man sich tatsächlich über einen Tagesverlust von 0,6 Prozent gegenüber dem Dollar aufregen? Ist das nicht vielmehr nur ein Sturm im Wasserglas? Aber man muss eben doch bis zum 24. April zurückgehen, um einen Tagesverlust in ähnlicher Größenordnung zu finden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gleichzeitig dürfte vielen Akteuren und Kommentatoren die Sitzung der US-Notenbank am kommenden Dienstag und Mittwoch noch mehr zu denken geben. Vor allen Dingen nach den am Freitag publizierten ökonomischen US-Daten, die kaum Anzeichen für eine bevorstehende Rezession enthielten. Die Einzelhandelsumsätze des Monats Mai waren schon etwas besser als von den meisten Ökonomen erwartet ausgefallen. Aber es waren die teils deutlichen Aufwärtsrevisionen für den Monat April, die positiv überraschten. Und auch die Daten zur US-Industrieproduktion wussten zu überzeugen. Das Resultat: Das vielbeachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, berechnete zum Wochenende ein von 1,4 auf 2,1 Prozent erhöhtes Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal dieses Jahres. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10705" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/17062019-1.jpg" alt="" width="150" height="469" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immun gegen gute Daten</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch haben die Finanzmärkte auf diese Entwicklung praktisch nicht reagiert. Anhand der Fed-Funds-Futures ergibt sich für eine Zinssenkung von mindestens 25 Basispunkten bei der Juli-Sitzung immer noch eine implizite Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent – bis zum Jahresende ist ein derartiger Schritt weiterhin zu 99 Prozent eingepreist. Aber auch hinsichtlich mehrerer Zinssenkungen in diesem Jahr scheint das Vertrauen der Marktteilnehmer unerschüttert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es sind nicht nur die Erwartungen der Finanzmarktteilnehmer, die die Entscheider im Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) massiv unter Druck setzen. Allen voran machte US-Präsident Donald Trump noch einmal deutlich, was er von der bisherigen Geldpolitik der Fed hält: nämlich nichts. Und der ökonomische Chefberater Donald Trumps, Larry Kudlow, brachte indirekt sogar eine erste Zinssenkung für die Juni-Sitzung ins Spiel. Auch wenn die meisten Marktteilnehmer momentan nicht von einem derartigen Schritt ausgehen, setzt dieses Statement einen unbewussten Anker.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während sowohl die jüngsten ökonomischen Daten als auch die Entwicklung am US-Aktienmarkt für sich betrachtet noch nicht einmal einen Hinweis auf bevorstehende Zinssenkungen der Fed rechtfertigen, haben die Marktteilnehmer Jerome Powell (und seine Kollegen) bildlich gesprochen in die Ringecke gedrängt. Jene müssen auch noch ihre Einschätzung zur Entwicklung in der US-Handelspolitik bei ihrer Entscheidung am Mittwoch berücksichtigen. Eine Einschätzung, die angesichts eines extrem sprunghaft agierenden Donald Trump erschwert wird. Zumal man sich – dies zeigt etwa die Entwicklung im Handelsstreit mit Mexiko – auf Trumps Zusagen nicht verlassen kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ungeliebte DOT-Plots</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie bereits an anderer Stelle erwähnt (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/06/14/im-zinssenkungsfieber/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> hier), sind die Erwartungen an die Notenbanker nun extrem hochgesteckt, und auch das Enttäuschungspotenzial bei den Prognosen zur Zinsentwicklung, den sogenannten DOT-Plots der FOMC-Mitglieder, riesengroß. Prognosen, die nur die Meinung der einzelnen Fed-Mitglieder reflektieren sollen, aber dennoch als geldpolitische Wetterkarte von den Marktteilnehmern in ihrer Bedeutung überbewertet werden. So gesehen ist es nachvollziehbar, wenn einzelne Kommentatoren und auch Mitglieder des Offenmarktausschusses die zeitnahe Publikation der DOT-Plots um Wochen verschieben oder gar ganz abschaffen möchten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allein der Dollar hat am Freitag gegenüber einem Korb an verschiedenen Valuten (gemessen am Dollar-Index) durch seinen Aufwärtsimpuls verdeutlicht, dass sich das FOMC am 19. Juni womöglich weniger taubenhaft als vielfach erwartet gerieren könnte. Gleichzeitig hat der Euro durch Unterlaufen der Marke von 1,1210/15 am Freitag seine Stabilität verloren – auch wenn es sich nur um Glattstellungen durch risikoscheue kurzfristige Akteure gehandelt haben sollte. Im gleichen Zuge ist ein Test der Unterseite der erweiterten Konsolidierungszone (1,1110-1,1345) wesentlich wahrscheinlicher geworden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Entscheidung vertagt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2019 04:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Autozölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sehr die Finanzmärkte nach einer positiven Nachricht lechzten, zeigte sich an der gestrigen Reaktion der Börsen dies- und jenseits des Atlantiks auf Medienberichte, wonach US-Präsident Donald Trump vorerst keine Strafzölle auf Fahrzeugimporte verhängen wird. Insbesondere für die EU und Japan als Hauptbetroffene ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1205)</strong>             Wie sehr die Finanzmärkte nach einer positiven Nachricht lechzten, zeigte sich an der gestrigen Reaktion der Börsen dies- und jenseits des Atlantiks auf Medienberichte, wonach US-Präsident Donald Trump vorerst keine Strafzölle auf Fahrzeugimporte verhängen wird. Insbesondere für die EU und Japan als Hauptbetroffene bedeutet dies eine Pause von bis zu sechs Monaten, abhängig vom Verlauf der jeweiligen weiteren Handelsgespräche mit den USA. Allerdings hatten die meisten Lobbyisten der Auto-Industrie ohnehin damit gerechnet, dass die Trump-Administration die Entscheidung zu den Zöllen auf Kraftfahrzeuge und deren Bauteile, die eigentlich erst am 18. Mai fällig gewesen wäre, vertagen würde. Aber vor allen Dingen die Aktienmärkte quittierten die Meldung mit einem Kurssprung, und selbst der Euro erholte sich für seine Verhältnisse zeitweise deutlich von seinem Tagestief bei 1,1175.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10557" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/16052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz offensichtlich, so die Analyse vieler Kommentatoren, wolle der US Präsident nach der Eskalation im US-chinesischen Handelsstreit nicht noch eine weitere Front eröffnen. Daraus könnte man allerdings auch negativ schließen, dass der Streit mit China wohl nicht auf die Schnelle gelöst werden wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bevor diese weithin positiv aufgefassten Meldungen eintrafen, hatte sich der Euro peu à peu abgeschwächt, wobei die typischen Fluchtwährungen Schweizerfranken und Yen erneut gesucht waren. Nicht zuletzt auch wegen der unsicheren Lage in der Golfregion.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ökonomische Daten wenig gefragt</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gegenüber neuen ökonomischen Daten blieb der Dollar indes immun, wenn man etwa an die enttäuschend ausgefallenen US-Einzelhandelsumsätze des Monats April denkt. Diese sind natürlich neben anderen Daten in die neue Prognose des Modells der Fed von Atlanta (GDPNow) eingegangen: Danach würde das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal (annualisiert und saisonbereinigt) nur noch 1,1 Prozent betragen, also 0,5 Prozent weniger, als noch am 9. Mai berechnet wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Keine richtige Entspannung gab es auf der Euro-Seite bei der Entwicklung der Renditen italienischer Staatsanleihen, deren Renditevorsprung sich gegenüber deutschen Bundesanleihen im Zehnjahresbereich temporär auf rund 291 Basispunkte erhöhte und damit fast das Jahreshoch von Anfang Februar (rund 293 Basispunkte) erreichte. Damit bleibt der Euro in seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1125</strong> und <strong>1,1375</strong> zumindest heute noch bei <strong>1,1155</strong> ordentlich nachgefragt, während sich die relativ massive Angebotssituation an der Oberseite etwas gelichtet hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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