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	<title>Dollar am Morgen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Sep 2019 05:00:05 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ein Vorbote meldet sich zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 04:59:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Folgt man den hiesigen Medien, bekommt man zumindest unterschwellig den Eindruck: Eine Bestrafung für Boris Johnson muss sein. Aber die Briten äußern sich diesbezüglich viel weniger eindeutig. 43 Prozent sind einer gestrigen Umfrage von YouGov zufolge für einen Rücktritt Johnsons, 39 Prozent dagegen. Und allein schon daran wird deutlich, dass die britische Bevölkerung zwar das Urteil des Supreme Court...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1000)</strong>             Nun hat das höchste britische Gericht Boris Johnsons Entscheidung, das britische Unterhaus in einen fünfwöchigen Zwangsurlaub zu schicken, gestern als „gesetzwidrig und nichtig“ bezeichnet. Und 49 Prozent der Briten halten das Urteil für richtig, während 30 Prozent der Bevölkerung es als falsch ansehen. Eine klare Sache also. Aber welche Konsequenzen lassen sich daraus ableiten? Soll der Premierminister jetzt zurücktreten?<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11117" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/25092019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/25092019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/25092019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Folgt man den hiesigen Medien, bekommt man zumindest unterschwellig den Eindruck: Eine Bestrafung für Boris Johnson muss sein. Aber die Briten äußern sich diesbezüglich viel weniger eindeutig. 43 Prozent sind einer gestrigen Umfrage von YouGov zufolge für einen Rücktritt Johnsons, 39 Prozent dagegen. Und allein schon daran wird deutlich, dass die britische Bevölkerung zwar das Urteil des Supreme Court mit deutlicher Mehrheit gutheißt. Aber wenn es um die Konsequenzen geht, schrumpft dieser Vorsprung gewaltig und könnte sich bei einer neuerlichen Befragung der Bevölkerung in ein paar Tagen sogar umkehren.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ähnliche Mehrheitsverhältnisse würden sich wahrscheinlich auch feststellen lassen, wenn es zu einem neuerlichen Brexit-Referendum käme. Nun darf das Parlament wieder zurückkehren, aber die Brexit-Situation ist wenig verändert und unübersichtlich. Und so wundert es nicht, dass der Euro gegenüber dem britischen Pfund gestern kaum nachgegeben hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine klare Linie</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unübersichtlich bleibt auch die Lage im US-chinesischen Handelskonflikt. Während China – zumindest nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump – einerseits zwar seine Sojabohnenkäufe von den USA [als Zeichen des guten Willens] erneut aufgenommen haben soll, schlug Trump gestern vor der UN gegenüber China nicht gerade freundliche Töne an, was die Hoffnung auf ein langfristig angelegtes Abkommen nicht gerade befördert. Vielmehr glich seine Rede einer Schimpf-Tirade.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während der Devisenhandel bislang kaum reagiert hat, gab es bei den Aktien- und Anleihemärkten sichtbare Reaktionen. Ob diese allerdings auf die Rede Donald Trumps allein zurückzuführen sind, bleibt offen. Gut möglich, dass die gestrige Ankündigung der US-Demokraten, ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump einzuleiten, das ihrige dazu beigetragen hat. Und nachdem der Renditevorsprung zehnjähriger US-Staatsanleihen gegenüber denjenigen mit zweijähriger Laufzeit im Laufe des Monats schon einmal 10 Basispunkte betragen hat, ist dieser Spread gestern zeitweise bis auf unter 2 Basispunkte geschrumpft. Zur Erinnerung: Dieser Renditeabstand wird im Falle einer Inversion immer noch als Vorbote einer Rezession betrachtet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen blieb der Euro gegenüber dem Dollar fast bewegungslos und konnte nur vorübergehend etwas Boden gut machen. Der kurzfristige Abwärtstrend zwischen <strong>1,1085/90</strong> und <strong>1,0835</strong> bleibt ohne Momentum, jedoch weiterhin intakt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Erstaunliche Gelassenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2019 05:55:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstumsprognosen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> „Schlechtes Timing“, mögen sich gestern Marktbeobachter angesichts der ohnehin schon ungünstigen Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit gesagt haben, als sie die neuesten Wachstumsvorhersagen der EU-Kommission präsentiert bekamen. Zwar wurde die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone für das laufende Jahr...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1205)</strong>             „Schlechtes Timing“, mögen sich gestern Marktbeobachter angesichts der ohnehin schon ungünstigen Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit gesagt haben, als sie die neuesten Wachstumsvorhersagen der EU-Kommission präsentiert bekamen. Zwar wurde die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone für das laufende Jahr lediglich von 1,3 auf 1,2 Prozent zurückgenommen, was vordergründig betrachtet eigentlich kein riesengroßer Aufreger sein dürfte. Aber dass die BIP-Prognose für Deutschland in diesem Jahr um mehr als die Hälfte auf 0,5 Prozent gesenkt wurde, ließ zumindest Aktienhändler aufhorchen. Und wie so oft bei solchen Prognosen wanderte die Aufmerksamkeit der Akteure besonders in Richtung Italien, wo die Auguren der EU-Kommission die Wachstumsaussichten für das laufende Jahr und das Jahr 2020 auf 0,1 bzw. 0,7 Prozent (jeweils -0,1 %) leicht nach unten korrigiert hatten. Aber in einer ersten Reaktion rechneten <img decoding="async" class="alignright wp-image-10506" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/08052019.jpg" alt="" width="150" height="469" />Kommentatoren ganz schnell nach, was dies für die Neuverschuldung Italiens bedeuten würde, dessen Haushaltsdefizit im kommenden Jahr den neuen Berechnungen zufolge nun 3,5 Prozent des BIP ausmachen würde – ein klarer Verstoß gegen die Regeln der EU. Indes: Die Reaktion der italienischen Anleiherenditen blieb überschaubar, genauso wie die des Euro zum US-Dollar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gerät die Fed unter Druck?</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während sich die Aktienmärkte gestern in den USA und auch hierzulande wegen der Trumpschen Drohung, die Handelszölle gegenüber China zu erhöhen, deutlich abschwächten, zeigte sich der Devisenhandel ausgesprochen ruhig. Von großer Risikoaversion war zumindest während der europäischen Handelssitzung wenig zu spüren, zumal sich eine typische Fluchtwährung, der Schweizerfranken, über weite Strecken sogar abschwächte. Dies ist insofern auch bemerkenswert, weil gestern früh bereits deutlich wurde, dass die Drohungen in Sachen Handelszölle keineswegs auf einen Alleingang Trumps zurückzuführen sind. Vielmehr dürften sich sowohl der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer, aber auch Finanzminister Steven Mnuchin Medienberichten zufolge bereits im Vorfeld für höhere Zölle auf China-Importe stark gemacht haben, sofern bis Freitag keine Einigung im Handelsstreit erreicht würde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Sollten sich die Streitigkeiten hinziehen und die angedrohten höheren Importzölle tatsächlich greifen, bliebe dies wahrscheinlich nicht ohne Wirkung auf die Haltung der US-Notenbank. Zwar wiederholte gestern deren Vizepräsident Richard Clarida genau das, was bereits Fed-Chef Jerome Powell in der vergangenen Woche nach der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) gesagt hatte. Danach habe die Notenbank derzeit keine Veranlassung, sich in die eine oder andere Richtung zu bewegen; auch sehe er die schwache Inflation lediglich als temporär an. Eine Einstellung, die sich allerdings rasch ändern könnte, wenn der FOMC die Risiken, die sich aus einem ungelösten Handelskonflikt ergeben könnten, anders bewertet. Einmal mehr würde dies nämlich den Druck erhöhen, die Leitzinsen eben doch eher früher als später zu senken.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Per Saldo geriet der Euro trotz aller ungünstigen Vorzeichen im Rahmen seines Abwärtstrends zwischen <strong>1,1265</strong> und <strong>1,1050</strong> auch gestern nicht stärker unter Druck. Tatsächlich scheint die Oberseite sogar etwas durchlässiger als die Unterseite des derzeitigen Marktumfeldes zu sein<em>.</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen</span></p>
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		<title>Alles nur Taktik?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2019 05:02:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Es mag gestern Marktteilnehmer gegeben haben, die die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strafzölle auf China-Importe zu erhöhen, mit Entsetzen aufgenommen haben. Denn jetzt war sie wieder da, die alte Drohung des US-Präsidenten, die Zölle auf Importe chinesischer Güter im Volumen von 200 Mrd. USD von derzeit 10 auf 25 Prozent zu erhöhen, falls es bis Freitag ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Es mag gestern Marktteilnehmer gegeben haben, die die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strafzölle auf China-Importe zu erhöhen, mit Entsetzen aufgenommen haben. Denn jetzt war sie wieder da, die alte Drohung des US-Präsidenten, die Zölle auf Importe chinesischer Güter im Volumen von 200 Mrd. USD von derzeit 10 auf 25 Prozent zu erhöhen, falls es bis Freitag keine Einigung im Handelskonflikt geben sollte. Und dazu sollen noch weitere bislang unbesteuerte chinesische Güter im Volumen von 325 Mrd. USD kommen, die dann ebenfalls mit einer Strafsteuer von 25 Prozent belegt werden. Wo es doch in der vergangenen Woche bereits so aussah, also ob ein Kompromiss im Handelsstreit der USA mit China nur noch eine Sache von wenigen Wochen wäre.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10500" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/07052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Gleichwohl mag es gestern aber auch Akteure gegeben haben, die zwar ebenfalls leicht aufgeschreckt waren, aber <em>nicht</em> mit Entsetzen reagierten. Ganz einfach, weil die Erfolgsmeldungen in Sachen Handelskonflikt seit Wochen von US-Seite fast einschläfernd immer gleich lauteten. Es gebe sehr gute Fortschritte, hieß es, aber auch noch bedeutende Hindernisse. Insgesamt sei man optimistisch, trugen Vertreter der Trump-Administration gebetsmühlenartig vor. Bis gestern.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Natürlich haben sich die Aktienmärkte – darunter ganz besonders der Shanghai Composite mit Verlusten von zeitweise mehr als 6 Prozent – anfänglich mehr oder weniger deutlich abgeschwächt. Aber sie haben sich anschließend auch wieder erholt. Und die Wechselkurse? Die typischen Krisenwährungen Schweizerfranken und Yen waren zwar anfangs gesucht, mussten aber im Verlauf der europäischen Handelssitzung (unter der feiertagsbedingten Abwesenheit japanischer und britischer Händler) diese Gewinne wieder abgeben. Mit anderen Worten: Die Trumpschen Tweets haben längst nicht so eingeschlagen, wie man es vielleicht hätte erwarten können.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bezugspunkt „100“</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Manche Akteure haben sich vermutlich auch die Frage gestellt, ob die jüngsten Drohungen des US Präsidenten lediglich Teil einer Verhandlungstaktik sein könnten. Dann wäre ja alles nicht so schlimm, so die Schlussfolgerung mancher Kommentatoren. Andere warnten indes davor, dass China womöglich die Verhandlungen ganz abbrechen könnte. Aber gestern Nachmittag schien es so, als ob sich China nicht vollends abwenden würde. Nachdem anfangs noch Meldungen die Runde machten, dass die chinesischen Unterhändler ihre Reise nach Washington – man erwartet dort Morgen eine chinesische Delegation unter Führung des chinesischen Vizepremiers Liu He – verschieben könnte, scheint sich China trotz der Drohungen Trumps kompromissbereit zu zeigen. Zumindest hörte man aus dem Außenministerium, dass eine Delegation nach Washington reisen werde. Allerdings ist unklar, ob der Vizepremier tatsächlich an den Verhandlungen teilnehmen wird und ob die angekündigten 100 Delegierten wirklich anreisen werden. Bereits jetzt scheinen sich Marktstrategen an diesen Bezugspunkt „100“ zu klammern. Denn daran, wie viele Vertreter von den 100 am Ende in die US-Hauptstadt anreisen, lässt sich nach Ansicht einiger Beobachter ermessen, wie es um die Beilegung des Handelskonflikt bestellt ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Unterdessen war auch der Dollar nur zur Handelseröffnung gestern früh in Australien vorübergehend etwas stärker gefragt, musste aber gegenüber dem Euro seine ohnehin überschaubaren Gewinne (rund 40 Stellen) allesamt wieder abgeben. Erneut wurde gestern wieder klar, dass der schwache Abwärtstrend des Euro (zwischen <strong>1,1270</strong> und <strong>1,1045/50</strong>) selbst unter dem Eindruck ungünstiger Nachrichten derzeit nicht ins Laufen kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/alles-nur-taktik/">Alles nur Taktik?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Fed zeigt sich (noch) nicht wirklich taubenhaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2019 06:15:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[EUR/USD]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obgleich sich in Zeiten normaler Volatilität kaum jemand über eine Euro-Erholung von rund 155 Stellen innerhalb von knapp vier Handelstagen aufregen würde, zeigten sich Kommentatoren bis gestern Mittag fast schon auffallend optimistisch. Das „main event“ des gestrigen Handelstages war indes die zum Abschluss gekommene Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank. Wie vielerorts...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fed-zeigt-sich-noch-nicht-wirklich-taubenhaft/">Fed zeigt sich (noch) nicht wirklich taubenhaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1200)</strong>             Obgleich sich in Zeiten normaler Volatilität kaum jemand über eine Euro-Erholung von rund 155 Stellen innerhalb von knapp vier Handelstagen aufregen würde, zeigten sich Kommentatoren bis gestern Mittag doch auffallend optimistisch. Europas ökonomische Erholung im ersten Quartal dieses Jahres zeige im Nachhinein, dass die abwartende Haltung von EZB-Präsident Mario Draghi richtig gewesen sei, war zu lesen. Tatsächlich ist das Wachstum in der Eurozone im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal vorläufigen Berechnungen zufolge mit +0,4 Prozent nicht nur etwas stärker als von den Ökonomen erwartet, sondern auch noch doppelt so hoch wie im Vorquartal ausgefallen. Wie man aus kleinen Zahlen so viel Positives herauslesen kann!<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10477" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/02052019-1.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Und wenn man noch die erste Schätzung zur Inflation in Deutschland hinzunimmt, die im April mit 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr nicht nur die Median-Erwartung der Ökonomen deutlich übertraf, war zumindest der vergangene Dienstag ein guter Tag für den Euro. Oder ist die gute deutsche Inflationszahl doch nur dem Osterfest geschuldet? Dieser in einigen Kommentaren geäußerte Einwand klingt fast so, als ob die Ökonomen bei ihren Prognosen die Ausgabefreudigkeit des deutschen Konsumenten an hohen Feiertagen unterschätzt hätten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Sicher nicht nach Trumps Geschmack</span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das „main event“ des gestrigen Handelstages war indes die zum Abschluss gekommene Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC). Wie vielerorts erwartet hat dieser die Fed Funds einstimmig bei 2,25 &#8211; 2,5 Prozent belassen und sich wahrscheinlich auch wegen der gegensätzlichen ökonomischen Signale weiterhin „geduldig“ gezeigt. Denn das Wachstum – das Statement der Fed bezeichnet dieses als solide – bleibt stark, während die Inflation, auch die Kernrate, auf 12- Monats-Basis gesunken ist. Die langfristigen Inflationserwartungen seien aber wenig verändert, hieß es. Allerdings ist es der Fed nicht entgangen, dass sich sowohl der Verbrauch der privaten Haushalte als auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen während des ersten Quartals verlangsamt haben. Darüber hinaus wurde die Senkung des Satzes für Überschusseinlagen von Banken auf 2,35 (zuvor: 2,40) Prozent beschlossen, ein technischer Schritt, um einem etwaigen Anstieg der Fed Funds Rate entgegenzuwirken.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          In einer ersten Reaktion gab der Dollar nochmals etwas nach und hievte den Euro bis 1,1265, also nicht allzu weit entfernt von der Obergrenze seines kurzfristigen Abwärtstrends bei <strong>1,1275/80</strong>. Allerdings konnte der Greenback schlagartig zulegen, nachdem Fed-Chef Jerome Powell während der Pressekonferenz im Anschluss an die Notenbanksitzung für viele Akteure überraschenderweise deutlich machte, dass die niedrige Inflation des ersten Quartals möglicherweise nur ein vorübergehendes Phänomen sei. Tatsächlich sieht Powell derzeit keinen gewichtigen Grund, sich [bezüglich der Zinsen] in die eine oder andere Richtung zu bewegen. Damit zeigt sich Powell längst nicht so taubenhaft wie von vielen Marktteilnehmern erwartet. Und stellt sich damit gleichzeitig gegen den Wunsch von US-Präsident Donald Trump, die Zinsen deutlich zu senken. Ob der Dollar deswegen nachhaltig zulegen und den Euro wieder stärker unter Druck setzen wird, dürfte sich unterhalb von <strong>1,1170</strong> herausstellen. Dann wäre die fast viertägige korrektive Erholungsphase beendet, und das Abwärtsmomentum mit Potenzial bis <strong>1,1045/50</strong> würde wiederbelebt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fed-zeigt-sich-noch-nicht-wirklich-taubenhaft/">Fed zeigt sich (noch) nicht wirklich taubenhaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Hinkende Vergleiche</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/hinkende-vergleiche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2019 05:55:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Clarida]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl die meisten Händler davon ausgehen, dass sich an der abwartenden Haltung der Fed bei ihrer Morgen endenden Sitzung in Sachen Leitzinsen nichts ändern wird, hört man es hinter den Kulissen rumoren. Denn seit die US-Wachstumszahlen am vergangenen Freitag veröffentlicht wurden, scheint sich das große Bild in Sachen Wachstum und Inflation </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hinkende-vergleiche/">Hinkende Vergleiche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1185)</strong>             Obwohl die meisten Händler davon ausgehen, dass sich an der abwartenden Haltung der Fed bei ihrer Morgen endenden Sitzung in Sachen Leitzinsen nichts ändern wird, hört man es hinter den Kulissen rumoren. Denn seit die US-Wachstumszahlen am vergangenen Freitag veröffentlicht wurden, scheint sich das große Bild in Sachen Wachstum und Inflation unübersichtlicher zu gestalten. Zum einen, weil die Inflation – und darauf achten die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Notenbank derzeit ganz besonders – keine Fahrt aufnehmen will. Daran haben auch die gestern für Februar und März publizierten Daten zur Entwicklung des Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE) nicht viel geändert. Dass diese deutlich hinter dem Inflationsziel von zwei Prozent liegen würden, ist bereits seit der Schnellschätzung des Handelsministeriums vom vergangenen Freitag klar. Und was das Wachstum angeht, so hat dieses sogar die Erwartungen der Optimisten übertroffen. Anders ausgedrückt: Der Wachstums-Pessimismus, wie er noch zu Anfang des Jahres vorgeherrscht und bei vielen Akteuren in eine mentale Abwärtsspirale gemündet hatte, war wohl überzogen. Ein Pessimismus, der etwa an den Aktienmärkten vielfach zu Zurückhaltung der Investoren geführt hatte, die seinerzeit vorsichtig blieben und nun verspätet und zu hohen Kursen noch einsteigen müssen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10467" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/04/30042019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Zwar gibt es Stimmen, die davor warnen, dass eine voreilige Leitzinssenkung der US-Notenbank letztlich zu einer Blase an den Aktienmärkten führen könnte. Aber diese Bedenken scheint man innerhalb der Fed kaum zu teilen. Zumindest ist der Offenmarktausschuss offenbar in der Frage, wie es weitergehen soll, gespalten. Zumal auch noch politischer Druck von US-Präsident Donald Trump ausgeübt wird, dem die derzeitigen Zinsen immer noch zu hoch zu sein scheinen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Dass, basierend auf Terminkontrakten, die Wahrscheinlichkeit von mindestens einer Leitzinssenkung in diesem Jahr bei über 60 Prozent gesehen wird (vgl. CME FedWatch Tool), ist jedoch nicht nur dem Versuch der politischen Einflussnahme Trumps zuzuschreiben. Denn der stellvertretende Fed-Präsident Richard Clarida machte erst unlängst in einem Interview deutlich, dass man doch auch in den Jahren 1995 und 1998 vorsorglich, sozusagen als Versicherung gegen eine drohende Wachstumsschwäche, die Zinsen gesenkt habe, obwohl damals [wie zurzeit] keine Rezession drohte. Ein Blick in die Annalen zeigt indes, dass zwei Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahre 1995 durchaus als Konsequenz auf die ersten beiden wachstumstechnisch enttäuschend ausgefallenen Quartale (die Wachstumsraten lagen damals in Q1 und Q2 bei annualisiert 1,4 bzw. 1,2 Prozent) gesehen werden können und keineswegs nur als Vorsichtsmaßnahme. Und was 1998 angeht, war doch ein Hauptgrund für die Zinssenkungen die Schieflage des Hedgefonds LTCM (Long-Term Capital Management), als der Notenbank überhaupt (ausgehend von 5,5 Prozent!) nichts anderes übrigblieb, als die Zinsen umgehend zu senken. Denn alles andere als eine direkte Intervention hätte damals womöglich zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems geführt. Insofern hinkt Claridas Vergleich, macht aber zumindest deutlich, dass die „Munition“ der Notenbank heutzutage im Falle einer Krisensituation heutzutage begrenzt und nur bei einer lediglich politisch motivierten vorschnellen Zinssenkung noch geringer wäre.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Die Situation des Euro hat sich unterdessen wenig geändert. Nach wie vor befindet er sich in einem langsamen kurzfristigen Abwärtstrend (Obergrenze nunmehr <strong>1,1290</strong>) mit Potenzial bis zunächst <strong>1,1055/60</strong>. Allerdings hat sich das ohnehin niedrige Momentum des Trends gestern noch einmal verringert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wegen des Maifeiertages erscheint die nächste Ausgabe von „Dollar am Morgen“ erst am Donnerstag.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hinkende-vergleiche/">Hinkende Vergleiche</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Ungeliebtes US-Wachstum</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2019 05:41:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist noch nicht einmal zwei Monate her, da wurde die Prognose eines viel beachteten Wachstumsmodells publiziert, die für die USA ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von +0,3 Prozent (annualisiert) für das erste Quartal dieses Jahres vorsah. Und es war genau dieses Modell,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auszug aus meinem Devisen-Frühbericht (näheres dazu <strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/04/29/dollar-am-morgen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;">HIER</span></a></strong>):<br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1160)</strong>             Es ist noch nicht einmal zwei Monate her, da wurde die Prognose eines viel beachteten Wachstumsmodells publiziert, die für die USA ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von +0,3 Prozent (annualisiert) für das erste Quartal dieses Jahres vorsah. Und es war genau dieses Modell, das mit der Zeit immer höhere Wachstumswerte berechnete – am 25. April lag seine Vorhersage immerhin bei +2,7 Prozent. Die Rede ist vom Prognosemodell der Fed von Atlanta (GDPNow), das allerdings die am vergangenen Freitag publizierte erste Schätzung des Handelsministeriums zum US-BIP von +3,2 Prozent noch um einiges verfehlt hat. Trotzdem war es immer noch besser als die Median-Prognose der Ökonomen, die nur bei +2,3 Prozent lag. So gesehen handelte es sich also um eine faustdicke Überraschung, die nicht jedem in den Kram gepasst haben mag. Zumindest, wenn man sich einmal die überwiegend kritischen Kommentare zu Gemüte führt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10442" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/04/29042019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">         Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass die gleichzeitig veröffentlichten Inflationszahlen für das erste Quartal schwach ausgefallen sind, wenn man etwa die Kernrate des Index der privaten Konsumausgaben (PCE) – die Messzahl, die für die Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank in Sachen Inflation maßgeblich ist – mit der des vorangegangenen Quartals vergleicht. Aber unter dem Strich wurde die erste Schätzung zum US-Wachstum im ersten Quartal mit dem Prädikat „auf den ersten Blick sehr gut, aber bei genauem Hinsehen, bei Betrachtung der einzelnen Wachstumskomponenten, eben doch nicht so positiv“ versehen. Das hört sich fast so an wie „noch einmal Glück gehabt, aber ab jetzt kann es nur noch schlechter werden“.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis der ökonomische Chefberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, von der US-Notenbank mehr oder weniger offen eine Zinssenkung [Anm: am besten noch bei ihrer kommenden Sitzung] fordern würde, was er denn auch am vergangenen Freitag tat. Die Inflation, so Kudlow zur Begründung, sei nach Maßstäben, die sich die Fed immerhin selbst gesetzt habe, viel zu niedrig. Dabei hat Kudlow offenbar verdrängt, dass die Fed gemäß Mandat nicht nur die Inflation, sondern auch das Wachstum im Auge behalten muss.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Und wie haben die Märkte reagiert? Immerhin beträgt die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung von 25 Basispunkten in diesem Jahr (vgl. CME FedWatch Tool) rund 65 Prozent, aber dieser Wert hat sich interessanterweise nach Veröffentlichung der US-Wachstumsdaten kaum verändert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Unterdessen hat der US-Dollar die vergangene Woche nicht nur gegenüber dem Euro mit einem leichten Dämpfer beendet. Letzterer bewegt sich zwar in einem langsamen, kurzfristigen Abwärtstrend mit Potenzial bis zunächst <strong>1,1065/70</strong>. Allerdings würde dieser Trend (Obergrenze <strong>1,1290/95</strong>) auf der anderen Seite bereits mit Überschreiten von <strong>1,1175/80</strong> deutlich an Momentum einbüßen. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Dieser beträgt für EUR/USD 10 Stellen</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungeliebtes-us-wachstum/">Ungeliebtes US-Wachstum</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Dollar am Morgen</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2019 05:15:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Devisenmarktberichte, die ich täglich erhalte, fallen durch eines auf: Zahlen, Zahlen und noch einmal Zahlen. Eine Unzahl Ökonomischer Daten, charttechnischer Berechnungen wie Fibonacci-Retracements, Bollinger-Bänder, Candlestick-Analysen, gleitende Durchschnittslinien, überladene Grafiken etc. – für den Leser bedeutet dieses Überangebot an Information oft eine Überforderung. Die Nutzer solcher Marktberichte – ich denke vor allen Dingen an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Devisenmarktberichte, die ich täglich erhalte, fallen durch eines auf: Zahlen, Zahlen und noch einmal Zahlen. Eine Unzahl Ökonomischer Daten, charttechnischer Berechnungen wie Fibonacci-Retracements, Bollinger-Bänder, Candlestick-Analysen, gleitende Durchschnittslinien, überladene Grafiken etc. – für den Leser bedeutet dieses Überangebot an Information oft eine Überforderung. Die Nutzer solcher Marktberichte – ich denke vor allen Dingen an mittelfristig orientierte Akteure wie zum Beispiel Ex- und Importeure – möchten aber keine seitenlangen Mainstream-Ausführungen durcharbeiten, sondern sich möglichst schnell einen Überblick über die jüngsten Bewegungen am Markt verschaffen sowie die Einschätzung eines Experten dazu erfahren.</p>
<p>Genau das können Sie hier in meinem Blog bekommen, denn ich plane an dieser Stelle für eine begrenzte Zeit handelstäglich zwischen 8.00 und 8.30 Uhr einen Auszug aus meinem Devisen-Frühbericht (Euro/US-Dollar) unter der Rubrik „Dollar am Morgen“ zu veröffentlichen. Den unter Behavioral-Finance-Gesichtspunkten erstellten Report (mehr dazu <strong><span style="color: #00ff00;"><a style="color: #00ff00;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2017/02/28/finanzmarktanalysen-mit-behavioral-finance/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) biete ich in voller Länge, also unter Berücksichtigung mehrerer Währungspaare, meinen Kunden, an.</p>
<p>Den ersten Bericht finden Sie ab 8:00 Uhr <strong><span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/04/29/ungeliebtes-us-wachstum/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span>.</strong></p>
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