<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>200-Tage Linie Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/200-tage-linie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/200-tage-linie/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 15 Apr 2021 04:46:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.3</generator>
	<item>
		<title>200-Tage-Linie ist kein Rubikon</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/200-tage-linie-ist-kein-rubikon/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/200-tage-linie-ist-kein-rubikon/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 04:46:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13327</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun ist der Euro gestern nicht durch eine besonders hohe Aktivität aufgefallen, so dass ich etwas Zeit hatte, mir den Kursverlauf der jüngsten Vergangenheit etwas genauer anzusehen. Und tatsächlich hat die Gemeinschaftswährung vor ein paar Tagen ihre 200-Tage-Linie wieder von unten nach oben überquert – ein Kaufsignal also. Ich habe dieses Signal vermutlich deswegen übersehen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/200-tage-linie-ist-kein-rubikon/">200-Tage-Linie ist kein Rubikon</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist der Euro gestern nicht durch eine besonders hohe Aktivität aufgefallen, so dass ich etwas Zeit hatte, mir den Kursverlauf der jüngsten Vergangenheit etwas genauer anzusehen. Und tatsächlich hat die Gemeinschaftswährung vor ein paar Tagen ihre 200-Tage-Linie wieder von unten nach oben überquert – ein Kaufsignal also. Ich habe dieses Signal vermutlich deswegen übersehen, weil für mich die 200-Tage-Linie sowieso unbedeutend ist. Und wenn ich einmal über diesen nicht totzukriegenden Mythos Aufhebens mache, ist es deswegen, weil in den Finanzmedien darüber geschrieben wird. Das ist am 9. April, also an jenem Tag, der besagter Überquerung durch den Schlusskurs des Euro gegenüber dem US-Dollar gefolgt ist, zumindest nicht mit großem Getöse geschehen. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13328" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/15042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/15042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/15042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur Gewinne sind interessant</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz anders als bei der vorvergangenen Überquerung der 200-Tage-Linie durch den Euro von oben nach unten am 23. März, die sogar von dem mir so geschätzten Kommentator John Authers (Bloomberg) seinerzeit ausführlicher erwähnt wurde. Auch ich konnte mich an jenem Tag (<strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/03/26/rueckkehr-eines-mythos/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>) nicht zurückhalten und wies nicht umsonst darauf hin, dass die 200-Tage-Strategie oftmals Fehlsignale produziert. Auch wenn dann und wann ein profitabler Trade generiert wird, wenn man der Strategie konsequent folgt. Weil aber die letzte Transaktion vermutlich einen – wenn auch überschaubaren – Verlust generiert hätte, las man so wenig über das jüngste Kaufsignal. Ein Signal, das vermutlich ebenfalls nicht profitabel sein wird, weil sich die Gemeinschaftswährung zurzeit in einer Seitwärtsentwicklung befindet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Renditepause setzt Dollar spürbar unter Druck</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was bis zum Ende vergangenen Monats dem Greenback zu einer kleinen Renaissance verholfen hatte, legt derzeit offenbar eine Pause ein. Die Rede ist von den bis Ende März gestiegenen US-Anleiherenditen, deren Aufwärtstrend seither etwas Luft zu holen scheint. Bemerkenswert dabei: Besagtes Luftholen hat etwa bei der Renditeentwicklung der US-Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit seit Ende März gerade einmal rund zehn Basispunkte gekostet – ein Klacks, verglichen mit dem Renditeanstieg seit Anfang dieses Jahres in einer Größenordnung von über 80 Basispunkten in der Spitze! Ganz anders der Greenback, der zwar seit Jahresbeginn ebenfalls deutlich gestiegen ist, seit Anfang April allerdings so sehr ins Trudeln geriet, dass er gegenüber dem Euro innerhalb von zwei Wochen fast die Hälfte seines Jahresgewinns wieder abgegeben hat<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<span style="color: #000000;"><strong>1</strong></span>]</a>.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so befindet sich die Gemeinschaftswährung in einer kurzfristig trendlosen Seitwärtsentwicklung, mit stabilem Charakter, solange <strong>1,1810/15</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span>Tatsächlich hat der Euro gegenüber dem US-Dollar vom 7. Januar bis zum 31. März dieses Jahres rund 5 Prozent an Wert eingebüßt und hätte mit Erreichen von 1,2015 die Hälfte dieses Verlustes innerhalb von zwei Wochen wettgemacht!</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/200-tage-linie-ist-kein-rubikon/">200-Tage-Linie ist kein Rubikon</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/200-tage-linie-ist-kein-rubikon/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückkehr eines Mythos</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/rueckkehr-eines-mythos/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/rueckkehr-eines-mythos/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2021 05:57:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmy]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13268</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein weiterer Tag, an dem sich der Dollar befestigt und der Euro abgeschwächt hat, liegt hinter uns. Und nach wie vor ist es nicht die Geschwindigkeit dieser Bewegung, die uns Sorgen machen sollte. Auch nicht die Tatsache, dass man für die Gemeinschaftswährung nun den dritten Tagesverlust hintereinander verbuchen muss. Vielmehr ist es bezeichnend, dass der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/rueckkehr-eines-mythos/">Rückkehr eines Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein weiterer Tag, an dem sich der Dollar befestigt und der Euro abgeschwächt hat, liegt hinter uns. Und nach wie vor ist es nicht die Geschwindigkeit dieser Bewegung, die uns Sorgen machen sollte. Auch nicht die Tatsache, dass man für die Gemeinschaftswährung nun den dritten Tagesverlust hintereinander verbuchen muss. Vielmehr ist es bezeichnend, dass der Euro während der vergangenen drei Handelssitzungen nicht mehr in der Lage war, eine signifikante Gegenbewegung zu produzieren. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13269" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/26032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/26032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/26032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Für manche ein wichtiges Verkaufssignal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass der Euro langsam, aber sicher absäuft, geht auch auf das jüngste Narrativ zurück, demzufolge Europa nach überstandener Covid-19-Krise für eine konjunkturelle Erholung wesentlich mehr Zeit benötigen würde als die USA. Hinzu kommen die gestiegenen realen Anleiherenditen dortzulande, die auf das Ausland magnetisch wirken. Und dann hätte ich fast noch ein technisches Argument übersehen, gäbe es nicht den von mir so geschätzten Kommentator John Authers (Bloomberg). Dieser wies nämlich darauf hin, dass der Euro unter seine 200-Tage-Linie gefallen sei, was landläufig als Verkaufssignal gewertet wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ausgesprochen profitabel</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun bin ich bekanntermaßen kein Freund dieser mystischen 200-Tage-Linie (vgl. <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/09/16/ungebrochener-mythos/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>), vor allem nicht, wenn einige Analysten zusätzlich behaupten, dass sie auf dem Weg nach oben als Widerstand und auf dem Weg nach unten als Unterstützung für den zugrundeliegenden Markt wirken würde. Dafür müsste es an diesen Durchschnittslinien entsprechende alte Schieflagen geben, die bei Erreichen besagter Linie glattgestellt würden. Aber ich muss in Sachen 200-Tage-Linie insofern Abbitte leisten, als das letzte Signal profitabel gewesen wäre, wenn man am 28. Mai 2020 Euro gegenüber dem US-Dollar gekauft hätte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">An jenem Tag hatte die Gemeinschaftswährung ihre 200-Tage-Linie zuletzt von unten nach oben überquert und ein Kaufsignal zu einem Kurs von etwa 1,1075 generiert. Die Glattstellung dieser Position wäre vor drei Tagen mit 1,1850, also mit einem satten Gewinn erfolgt. Und nun wäre man dieser Strategie zufolge Euro gegenüber US-Dollar short.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings muss ich gleich wieder Wasser in den Wein gießen, denn ein solcher Gewinn ist keineswegs eine Garantie dafür, dass der nächste Trade ebenfalls (so) profitabel wird. Im Gegenteil: Vor besagtem Kaufsignal am 28. Mai 2020 gab es etliche Fehlsignale durch mehrfaches Überqueren der 200-Tage-Linie in kürzeren Zeiträumen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wo ist das Stimmy-Geld geblieben?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA macht man sich unterdessen Sorgen, wo denn die 1.400 USD geblieben sind, die viele US-Bürger während der vergangenen Tage aus dem riesigen Konjunkturpaket erhalten haben. Wir erinnern uns: Nicht wenige Analysten großer Bankhäuser gingen davon aus, dass dieses Geld, liebevoll auch „Stimmy“ (Stimulus Money) genannt, zu einem massiven spekulativen Run auf US-Aktien führen könnte. Dieser Run und damit verbunden eine weitere massive Aufwärtsbewegung ist bislang offensichtlich leider ausgeblieben. Möglicherweise, weil man mit dem Geld vielleicht doch etwas anderes anfangen wollte. Oder schlichtweg endlich die während der Pandemie aufgelaufenen Schulden bei Freunden und Verwandten abbezahlt hat (vgl. etwa meinen Kommentar vom 14.3. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/03/14/was-tatsaechlich-gemeint-war/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was den Euro angeht, bleibt dieser gegenüber dem Greenback in einem mindestens kurzfristigen Abwärtstrend mit Potenzial bis <strong>1,1600/05</strong>. Eine erste Stabilisierung der Gemeinschaftswährung ist indes nunmehr nach Überschreiten von <strong>1,1880/85 </strong>angezeigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ab heute beginnt für den <em>Dollar am Morgen</em> für ein paar Tage in eine (vor)österliche Ruhepause – die nächste Ausgabe habe ich für </strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mittwoch, den 7. April vorgesehen</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/rueckkehr-eines-mythos/">Rückkehr eines Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/rueckkehr-eines-mythos/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Inflationsziel mit Unschärfe</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/inflationsziel-mit-unschaerfe/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/inflationsziel-mit-unschaerfe/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2020 15:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Durchschnitts-Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12425</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es dürfte nicht wenige Kommentatoren geben, die Jerome Powells Rede beim virtuellen Jackson-Hole-Symposium am vergangenen Donnerstag und den angekündigten Strategiewechsel der US-Notenbank als wegweisend bewerten. Vielleicht wird man sogar eines Tages von einem historischen Wendepunkt sprechen. Zumindest handelt es sich um eine Neuausrichtung der Geldpolitik, die sich zum einen in einem veränderten Umgang der Fed mit dem Begriff des Inflationsziels niederschlägt und zum anderen dem Ziel einer...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/inflationsziel-mit-unschaerfe/">Inflationsziel mit Unschärfe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1905)</strong>             Es dürfte nicht wenige Kommentatoren geben, die Jerome Powells Rede beim virtuellen Jackson-Hole-Symposium am vergangenen Donnerstag und den angekündigten Strategiewechsel der US-Notenbank als wegweisend bewerten. Vielleicht wird man sogar eines Tages von einem historischen Wendepunkt sprechen. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest handelt es sich um eine Neuausrichtung der Geldpolitik, die sich zum einen in einem veränderten Umgang der Fed mit dem Begriff des Inflationsziels niederschlägt und zum anderen dem Ziel einer maximalen Beschäftigung ein stärkeres Gewicht verleiht.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12426" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/31082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/31082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/31082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine Verzögerungstaktik</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man indes das Statement des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom vergangenen Donnerstag noch einmal liest, könnte man den Eindruck gewinnen, die Fed wisse selbst nicht so recht, wohin sich die Inflation in den USA tatsächlich bewegen wird. Denn die Einschätzung der langfristigen Inflationserwartungen werden nicht mehr an einem einzelnen Wert festgemacht, sondern bemisst sich nach einem Durchschnittswert von 2 Prozent. Ein Wert, dessen Berechnung in irgendeiner Weis<span style="color: #000000;">e<a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> auf I</span>nflationsraten der Vergangenheit beruhen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit anderen Worten: Die Einschätzung der Zukunft bezieht sich auf eine Zeitreihe, die auf Basis von Daten aus der Vergangenheit erhoben wir<span style="color: #000000;">d<a style="color: #000000;" href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a>.</span> Und das dürfte mit einer erheblichen Verzögerung geschehen, was immerhin den Vorteil böte, dass die Fed nicht verfrüht auf ein unerwünschtes Anziehen der Inflation reagieren muss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Träge wie eine 200-Tage-Linie?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird sich die Fed bei ihrer Inflationseinschätzung sicherlich nicht auf Kursverläufe oder gar Chartmuster der Vergangenheit verlassen. Aber die Betrachtung eines Durchschnittswerts früherer Inflationsraten erinnert schon an die berühmt/berüchtigte 200-Tage-Linie an den Aktienmärkten. Wer meine Blogbeiträge regelmäßig verfolgt (vgl. etwa <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2017/08/30/wiederbelebter-mythos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>), wird wissen, dass ich von solchen Durchschnittslinien überhaupt nichts halte – zumindest was deren Prognosequalität angeht. Aber eines lässt sich bereits jetzt feststellen: Um einen Durchschnittswert, der sich wie bei der US-Inflation seit Jahren unter der gewünschten Zielmarke  von 2 Prozent bewegt, anheben zu können, bedarf es normalerweise einer langen Periode – möglicherweise von einigen Jahren – mit überdurchschnittlichen Inflationsraten. Und erst wenn diese Durchschnittslinie 2 Prozent erreicht, würde die Fed nach der neuen Definition die geldpolitischen Zügel straffen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rationale Regeln für den Bedarfsfall</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat Jerome Powell gut daran getan, sein Auditorium im Dunkeln zu lassen, wie das durchschnittliche Inflationsziel von 2 Prozent mathematisch<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a> </span>definiert sein mag. Natürlich möchten sich der Fed-Präsident und das FOMC bei aller Offenheit gegenüber ihrem Publikum die Freiheit lassen, „flexibel“, sprich situativ, auf bestimmte Inflationsentwicklungen zu reagieren. Das ist strategisch durchaus nachvollziehbar, entspricht aber nicht einer regelbasierten Entscheidung. Vergleichbar mit einem Fondsmanager, der zwar diszipliniert, möglicherweise nach Regeln der Behavioral Finance, seinen Computersignalen folgen möchte, aber diese vorsichtshalber jedes Mal hinterfragt und bei Missfallen dann doch nicht befolgt. Sozusagen ein eigenhändig ausgestellter Freifahrtsschein, der es einem erlaubt, die einmal selbst gesetzten und für rational befundenen Regeln bei Bedarf beliebig außer Kraft zu setzen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ohne überzeugendes Momentum</span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber vielleicht mache ich mir darüber auch zu viele Sorgen. Denn ich lese in manchen Kommentaren, dass dieser Wert einer durchschnittlichen Inflation von 2 Prozent trotz aller geldpolitischen Lockerungen womöglich über Jahre hinweg gar nicht mehr erreicht werden könnte. Woraus sich folgern ließe, dass die US-Notenbank ihre geldpolitisch taubenhafte Haltung ebenfalls über Jahre hinweg beibehalten möchte. Die Devisenhändler haben zum Wochenschluss dem Dollar deswegen eine kleine Abfuhr erteilt, wovon der Euro zwangsläufig profitiert hat. Auch wenn der Stabilitätspunkt von 1,1910/15 am Freitag nicht überzeugend überwunden wurde, bleibt die Lage für die Gemeinschaftswährung weiterhin günstig, sofern <strong>1,1810</strong> nicht mehr unterlaufen wird. Ohnehin befindet sich der Euro in einem übergeordneten Aufwärtstrend, der allerdings erst oberhalb von <strong>1,1940/45</strong> überzeugendes Momentum auslösen dürfte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> das FOMC hat die Definition des Durchschnittswertes nicht bekannt gegeben</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a></span> vgl. <span style="color: #0000ff;">“<a style="color: #0000ff;" href="https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/powell20200827a.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>New Economic Challenges and the Fed&#8217;s Monetary Policy Review</em></a>”</span>, Rede von Fed-Chef Jerome H. Powell vom 27. August 2020 sowie die Pressemitteilung des FOMC vom selben Tage <em><span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20200827a.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.federalreserve.gov/newsevents/pressreleases/monetary20200827a.htm</a></span></em><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref3" name="_ftn3"><span style="color: #000000;">[3]</span></a> ebenda: …“In seeking to achieve inflation that averages 2 percent over time, we are not tying ourselves to a particular mathematical formula that defines the average. Thus, our approach could be viewed as a flexible form of average inflation targeting.”…</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/inflationsziel-mit-unschaerfe/">Inflationsziel mit Unschärfe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/inflationsziel-mit-unschaerfe/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ist der Euro wirklich bullish?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ist-der-euro-wirklich-bullish/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ist-der-euro-wirklich-bullish/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 04:56:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[200-Wochen-Linie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12254</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auch wenn der Euro zurzeit nicht recht vom Fleck kommt, geschweige denn, dass er einen schönen kurzfristigen Aufwärtstrend ausbildet, sorgt er doch mancherorts zurzeit für Aufmerksamkeit. Und so widmete sich gestern ein Kommentar der Gemeinschaftswährung. Darin werden zum einen politische und ökonomische Faktoren beschrieben, die für einen festen Euro sprechen könnten. Insbesondere wird der Optimismus der Akteure erwähnt, weil die EU im Vergleich zu den USA offensichtlich besser mit der Bekämpfung des Covid-19-Virus zurechtkommt. Auch die Gespräche... </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ist-der-euro-wirklich-bullish/">Ist der Euro wirklich bullish?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1270)</strong>             Auch wenn der Euro zurzeit nicht recht vom Fleck kommt, geschweige denn, dass er einen schönen kurzfristigen Aufwärtstrend ausbildet, sorgt er doch mancherorts zurzeit für Aufmerksamkeit. Und so widmete sich gestern ein Kommentar der Gemeinschaftswährung<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a>. Darin werden zum einen politische und ökonomische Faktoren beschrieben, die für einen festen Euro sprechen könnten. Insbesondere wird der Optimismus der Akteure erwähnt, weil die EU im Vergleich zu den USA offensichtlich besser mit der Bekämpfung des Covid-19-Virus zurechtkommt. Auch die Gespräche über den gemeinsamen „Wiederaufbau-Fonds“ und die relativ zügige Umsetzung der Lockdowns werden als Treiber einer möglichen Euro-Rallye gesehen. Letztlich traut man der EU eine schnellere ökonomische Erholung zu als den USA.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12255" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/10072020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/10072020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/07/10072020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nicht nur ökonomische Argumente</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und als weiteres Indiz für einen demnächst steigenden Euro wird die Entwicklung der Risk-Reversals im Optionshandel angeführt. So musste für EUR/USD-Calls gegenüber vergleichbaren Put-Optionen auf Sicht von sechs Monaten vorgestern zum ersten Mal seit langem wieder ein Aufschlag bezahlt werden – eine stetig positive Entwicklung seit dem Stimmungstief im März dieses Jahres. So weit, so gut.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im zweiten Teil des Kommentars geht es dann in erster Linie um Markttechnik, um mögliche Indizien dafür, dass es mit dem Euro auch tatsächlich nach oben gehen könnte. Nein, nicht dass die Kommentierung esoterisch würde. Und bislang war mir auch bekannt, dass sich vor allem Finanzmarkt-Kommentatoren besonders gerne auf die 200-Tage-Linie berufen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein Griff in den technischen Zauberkasten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass von diesem gleitenden Durchschnitt kaum Prognosekraft für den künftigen Kursverlauf einer Währung abgeleitet werden kann, habe ich schon diverse Male hinlänglich ausgeführt (ganz besonders <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/09/16/ungebrochener-mythos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>). Es mag tatsächlich eine Daumenregel geben, der zufolge ein Überqueren eines gleitenden Durchschnitts durch den Tagesschlusskurs von unten nach oben als Kauf- bzw. von oben nach unten als Verkaufssignal gewertet wird. Dahinter steckt wohl die Absicht, größere Trends auszunutzen. Während Phasen ausgedehnter Seitwärtsbewegungen können solche Durchschnittslinien naturgemäß häufiger überquert werden und damit zu einer ganzen Reihe von kostspieligen Fehlsignalen führen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die 200-Wochen-Linie</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun verweist der Artikel auf ein – zumindest für mich – neuartiges Signal. Da ist plötzlich von einer gleitenden 200-<em>Wochen</em>-Linie die Rede. Und sollte die Gemeinschaftswährung in dieser Woche tatsächlich „überzeugend“ oberhalb von 1,1332 (dort liegt der 200-Wochen-Durchschnitt) schließen, wäre dies als ein weiteres bullishes Signal zu werten. Die letzte Überquerung der 200-Wochen-Linie fand übrigens vor gut einem Jahr statt. Die Linie verläuft übrigens seit September 2018 fast waagerecht, also seitwärts, und ist damit schon deshalb als Trendfolge-Handelssignal völlig ungeeignet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nein, ich bin zurzeit auch kein Euro-Pessimist. Tatsächlich bleibt die Gemeinschaftswährung stabil, solange sie sich oberhalb von <strong>1,1250</strong> (darunter befindet sich nur mäßige Nachfrage!) hält. Aber die gestrige Kursentwicklung hat wieder einmal gezeigt, dass die Gemeinschaftswährung derzeit zwar immer wieder kleine Impulse nach oben setzt, etwaige Kursgewinne aber umgehend wieder zunichte gemacht werden. Und dies ist der Grund, weswegen wir dem Euro derzeit noch nicht einmal einen kurzfristigen Aufwärtstrend bescheinigen möchten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a><span style="color: #000000;"> <a style="color: #000000;" href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-07-09/europe-s-virus-response-has-put-the-euro-in-a-win-win-situation?srnd=premium-europe&amp;sref=GCxgXn1i">https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-07-09/europe-s-virus-response-has-put-the-euro-in-a-win-win-situation?srnd=premium-europe&amp;sref=GCxgXn1i</a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ist-der-euro-wirklich-bullish/">Ist der Euro wirklich bullish?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ist-der-euro-wirklich-bullish/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Senkrecht aufwärts: Die I-förmige Erholung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 04:48:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[I-förmige Erholung]]></category>
		<category><![CDATA[V-förmige Erholung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12135</guid>

					<description><![CDATA[<p>Den gestrigen Tag haben viele Devisenhändler wohl eher als ereignislos verbucht, vor allem wenn man die Entwicklung des Euro zum US-Dollar betrachtet. Dennoch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die anfängliche Risikoaversion der Aktienhändler nicht so recht im Euro-Kurs niederschlagen wollte. Hatten die hiesigen Aktienmärkte nach einem ersten Schwächeanfall ihre Kursverluste während der europäischen Handsitzung so gut wie wettgemacht, präsentierte die Gemeinschaftswährung sogar ein kleines Tagesplus. Und diese positive Tendenz setzte sich auch über Nacht und heute früh in Fernost fort. Tatsächlich bleibt der kurzfristige Trend...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/">Senkrecht aufwärts: Die I-förmige Erholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1345)</strong>             Den gestrigen Tag haben viele Devisenhändler wohl eher als ereignislos verbucht, vor allem wenn man die Entwicklung des Euro zum US-Dollar betrachtet. Dennoch konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die anfängliche Risikoaversion der Aktienhändler nicht so recht im Euro-Kurs niederschlagen wollte. Hatten die hiesigen Aktienmärkte nach einem ersten Schwächeanfall ihre Kursverluste während der europäischen Handsitzung so gut wie wettgemacht, präsentierte die Gemeinschaftswährung sogar ein kleines Tagesplus. Und diese positive Tendenz setzte sich auch über Nacht und heute früh in Fernost fort. Tatsächlich bleibt der kurzfristige Trend aufwärts gerichtet (in Richtung <strong>1,1485</strong>) und im Falle von Rücksetzern dürfte sich die beste Nachfrage um das Niveau von <strong>1,1145</strong> herum konzentrieren.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12136" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/16062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/16062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/16062020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine angemessene Korrektur der Aktienmärkte</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so hatte es fast den Anschein, als stünde gestern für die Teilnehmer an den Aktienmärkten mehr auf dem Spiel. Zumal die vergangene Woche an Wall Street mit dem größten Wochenverlust seit dem Höhepunkt der Corona-Panik im März beschlossen worden war. Außerdem haben sich die Akteure angesichts der wenig veränderten Nachrichtenlage hinsichtlich einer möglichen zweiten Welle der Corona-Epidemie anfangs eher auf dem Rückzug befunden. Mag sein, dass auch die sozialen Unruhen in den USA vom Wochenende hierzulande anfänglich zu Besorgnis geführt haben. Aber tatsächlich zeichnete sich für viele Kommentatoren und Händler deutlich ab, dass die Korrektur der Aktienmarktrallye, die beispielsweise den DAX vorübergehend rund 10 Prozent (gerechnet vom Höhepunkt der vergangenen Woche) seines Wertes gekostet hatte, eigentlich überfällig und angemessen war.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein anhaltendes Schockmoment</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei fällt auf, dass die Nachrichtenlage gar nicht dazu geeignet war, den Investoren – abgesehen von einem montäglichen frühen Schock zur Marktöffnung – einen nachhaltigen Schrecken einzujagen. Auch finde ich es interessant, dass die Überquerung der 200-Tage-Linie beim DAX und auch beim S&amp;P 500 US-Aktienindex von oben nach unten bei den Kommentatoren anders als sonst üblich dieses Mal nicht für Alarmstimmung sorgte. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Stattdessen konnte man den Eindruck gewinnen, dass das Gros der Akteure eher nach Kaufniveaus suchte, um so noch verspätet an einer möglichen Fortsetzung der fast drei Monate anhaltenden Erholungsrallye teilnehmen zu können. Gut möglich sogar, dass von den vielen Pessimisten, die wir etwa bei der Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt am vergangenen Mittwoch ausgemacht hatten, der eine oder andere froh war, den Einstandspreis seiner während der vergangenen drei Wochen eingegangenen Short-Position bzw. Absicherung wiederzusehen und somit durch Rückkäufe die schal gewordenen Engagements mit halbwegs heiler Haut zurückdecken zu können.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ich kaufe ein I</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Offen gesagt ist mir bei solchen Bilderbuchszenarien nicht besonders wohl, bei denen – zumindest erwecken einige Kommentare des gestrigen Handelstages diesen Eindruck – das Gros der Marktteilnehmer die Korrektur der „überzogenen“ Rallye haben kommen sehen und genügend Zeit hatten, um als Käufer zu halbwegs „vernünftigen“ Kursen aktiv zu werden. Vermutlich werden die fortwährenden Mutmaßungen über eine mögliche zweite COVID-19-Welle schon mit sinkendem Interesse wahrgenommen. Und auch wenn man den gestrigen Auftritt des ökonomischen Chefberaters von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, für Wahlkampfrhetorik halten mag, vermittelte er in einem TV-Interview gegenüber Fox News den Eindruck, dass die Lage in Sachen Corona-Krise unter Kontrolle sei. Und es mag den gestrigen Käufern willkommen gewesen sein, dass Kudlow in seinen Ausführungen nicht von einer V-förmigen Erholung der US-Wirtschaft ausging, sondern sogar einen massiven Sprung, eine bislang mir nicht bekannte sogenannte „I-shaped recovery“ (eine I-förmige Erholung) prognostizierte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/">Senkrecht aufwärts: Die I-förmige Erholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/senkrecht-aufwaerts-die-i-foermige-erholung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warten auf neue Auslöser</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-neue-ausloeser/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-neue-ausloeser/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2020 05:48:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Übertreibung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11512</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nein, die vergangene Handelswoche war wieder einmal nichts für Euro-Händler. Auch wenn die Gemeinschaftswährung nun die dritte Woche hintereinander gegenüber dem US-Dollar mit einem Minus beschlossen hat, ist der Wechselkurs weit davon entfernt, einen Trend zu begründen. Und jedes Mal, wenn sich ein wenig Dollarschwäche einstellt, nimmt auch der Euro einen neuen Anlauf nach oben. Aber auch das letzte Mal vergebens, wie etwa die vergangenen sieben Handelstage zeigen. Da geht es...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-neue-ausloeser/">Warten auf neue Auslöser</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1095)</strong>             Nein, die vergangene Handelswoche war wieder einmal nichts für Euro-Händler. Auch wenn die Gemeinschaftswährung nun die dritte Woche hintereinander gegenüber dem US-Dollar mit einem Minus beschlossen hat, ist der Wechselkurs weit davon entfernt, einen Trend zu begründen. Und jedes Mal, wenn sich ein wenig Dollarschwäche einstellt, nimmt auch der Euro einen neuen Anlauf nach oben. Aber auch das letzte Mal vergebens, wie etwa die vergangenen sieben Handelstage zeigen. Da geht es eine Woche langsam aufwärts und innerhalb von zwei Tagen, wie zuletzt geschehen, wird dann alles wieder zunichte gemacht.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11513" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/20012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/20012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/20012020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wer sich gar auf die so gern ebenso von Kommentatoren wie von Profis zitierte (von mir als weitgehend als nicht so wichtig erachtete) 200-Tage-Linie verlassen hat (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2017/08/30/wiederbelebter-mythos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>), deren Überqueren angeblich eine neue Trendrichtung angeben soll, musste nun – je nach Referenzkurs – allein während der vergangenen beiden Monate mindestens drei Fehlsignale hinnehmen. Ein Kommentator brachte es auf den Punkt: Die Hauptwährungen brauchen einen neuen Auslöser, neue Themen, um einen nachhaltigen Trend zu begründen. Was das sein könnte, scheint allerdings unklar. Und die niedrige implizite Volatilität bei EUR/USD deutet darauf hin, dass die Zahl größerer Schieflagen überschaubar ist.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der nicht enden wollende Bullenmarkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während also die Devisenhändler in Ermangelung guter Storys im Dunkeln tappen, gilt dies nicht für die bullishen Teilnehmer an den Aktienmärkten, insbesondere in den USA. Dort markierte etwa der breitgestreute S&amp;P 500 am vergangenen Freitag das achte Allzeithoch hintereinander. Während bei den Devisenhändlern das in der vergangenen Woche unterzeichnete Teilabkommen zwischen den USA und China wenig richtungsweisend war, musste es bei vielen Kommentatoren als Haupttreiber für die nicht enden wollende US-Aktienhausse herhalten. Obwohl man sich vielerorts darüber einig war, dass das Abkommen nicht viel mehr als einen Waffenstillstand im Handelskonflikt bedeutet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber eigentlich ist es zweitrangig, ob die Aktienkurse wegen der zuletzt immer wieder zitierten überbordenden Liquiditätssituation in den USA steigen oder weil Investoren aus dem Bauch heraus bereit sind, für Aktien immer höhere Preise zu bezahlen. Dabei war die Lage in den vergangenen zwölf Monaten für viele Akteure längst nicht so eindeutig, wie es heute aussieht. Tatsächlich gab es mindestens drei Situationen im vergangenen Jahr, bei denen man sich vielerorts irriger Weise in großem Stil in Hinblick auf eine große Korrektur, wenn nicht gar einen Crash positioniert hatte. Es sind nicht zuletzt die daraus resultierenden Shortsqueezes, die den Aufwärtstrend befeuert haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verbranntes Geld</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kommt auch noch hinzu, dass Absicherungen gegen Kursrückgänge trotz vergleichsweise niedriger Optionsprämien im Zuge neuer historischer Höchstkurse ex-post wie sinnlos zum Fenster hinaus geworfenes Geld aussehen. Und wer heute Kasse machen möchte, sieht sich gleich zwei Problemen gegenüber: Wohin mit dem freigewordenen Geld? Oder man muss dem Aktienmarkt am Ende doch noch (zurzeit nur zu höheren Kursen) hinterher laufen, um eine bessere Rendite als auf dem Giro-bzw. Sparkonto zu erwirtschaften? Womöglich auch nur, weil andere mit Aktien weiter Geld verdienen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zum Euro, über den man sich offenbar weniger Gedanken machen muss. Weil die Gemeinschaftswährung angeschlagen bleibt, solange 1,1180/85 nicht überwunden wird. Vielleicht bringt ja auch das Weltwirtschaftsforum in Davos, das vom 21. bis 24. Januar stattfindet, neue Impulse. Am heutigen landesweiten US-Feiertag, dem Martin Luther King’s Day, bleiben unterdessen Banken und Börsen geschlossen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-neue-ausloeser/">Warten auf neue Auslöser</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/warten-auf-neue-ausloeser/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Keine ungeteilte Zustimmung zu geplanter US-Zinssenkung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/keine-ungeteilte-zustimmung-zur-us-zinssenkung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/keine-ungeteilte-zustimmung-zur-us-zinssenkung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2019 05:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=10824</guid>

					<description><![CDATA[<p>Genau genommen sind weder der Euro noch der Dollar derzeit nachhaltig aus ihrem Gleichgewicht zu bringen. Und das liegt nicht nur an den Nachrichten, die die Devisenhändler zu verarbeiten haben. Tatsächlich befand sich der Wechselkurs des Euro zum Greenback gestern zum Handelsschluss in Europa ziemlich genau auf dem Niveau des wahrgenommenen fairen Wertes unseres mittelfristigen Berechnungsmodells, das auf Erkenntnissen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/keine-ungeteilte-zustimmung-zur-us-zinssenkung/">Keine ungeteilte Zustimmung zu geplanter US-Zinssenkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1270)</strong>             Genau genommen sind weder der Euro noch der Dollar derzeit nachhaltig aus ihrem Gleichgewicht zu bringen. Und das liegt nicht nur an den Nachrichten, die die Devisenhändler zu verarbeiten haben. Tatsächlich befand sich der Wechselkurs des Euro zum Greenback gestern zum Handelsschluss in Europa ziemlich genau auf dem Niveau, das unser mittelfristiges Berechnungsmodell, das auf Erkenntnissen der Behavioral Finance basiert, als den als fair wahrgenommenen Wert ermittelt hat. Mit anderen Worten: Es gibt zumindest mittelfristig keine größeren Schieflagen. Dafür spricht auch, dass der Dollar gegenüber einem Korb an Währungen, gemessen am Dollar-Index, in diesem Jahr bereits mehrere Male seine 200-Tage-Linie überquert und dabei jeweils Fehlsignale ausgelöst hat. Auch wenn wir der Aussagekraft dieser gleitenden Durchschnittslinien für künftige Kursverläufe im Gegensatz zu vielen Kommentatoren und Fondsmanagern keinerlei Bedeutung beimessen, bedeutet diese häufige Aneinanderreihung von vielen Signalen nichts anderes, als dass der Dollar in den vergangenen Monaten keinen direktionalen Trend entwickelt hat. Nicht aber, dass es so bleiben muss.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10827" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/12072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB-Sitzungsprotokoll ohne Wert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so wundert es auch nicht, dass das gestern publizierte Protokoll der EZB zur vergangenen Sitzung am 6. Juni keine marktbewegenden Statements beinhaltete. Eher eine Formsache also. Insofern bedeutete es auch keine Überraschung, dass der EZB-Rat sich darin einig war, dass man sich auf eine geldpolitische Lockerung vorbereiten müsse. Dazu gehöre auch der entsprechende Maßnahmenkatalog, der eine Wiederaufnahme der quantitativen Lockerungen und Zinssenkungen beinhalte. Indes: Um dem, was beim EZB-Statement der vergangenen Sitzung noch relativ undeutlich umrissen war, klarere Konturen und Deutlichkeit zu verleihen, sah sich EZB-Präsident Mario Draghi bei seiner Rede im portugiesischen Sintra (18. Juni) zu mehr Klarheit genötigt. Bekanntlich wies er dort explizit darauf hin, dass die EZB angesichts düsterer Wirtschaftsaussichten zu einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik bereit sei. Eine Ankündigung, die von anderen Ratsmitgliedern in der Folge bis heute ebenfalls mehr oder weniger deutlich kommuniziert wurde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ökonomische Prognosen und Daten beeindrucken nicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Wirtschaftsaussichten für die Eurozone düster sind, zeigte die gestrige Stellungnahme des IWF, die sowohl eine kraftlose Inflation als auch ein schleppendes Wachstum für das laufende Jahr von jeweils 1,3 Prozent vorsieht. Nicht ohne auf die steigenden Risiken für die Wirtschaft der Eurozone hinzuweisen: Ganz besonders Spannungen, die sich aus Handelskonflikten ergeben könnten, sowie der Brexit und die Verschuldungsproblematik Italiens. Aber solche Prognosen verunsichern die Akteure längst nicht mehr.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus den USA gab es gestern immerhin Zahlen zur Entwicklung der Konsumentenpreise im Monat Juni. Der Konsumentenpreisindex entsprach mit einem Plus von 1,6 Prozent (ggü. Vorjahr) den Erwartungen der Ökonomen, während die Kernrate mit +2,1 Prozent nicht nur etwas höher als im Vormonat, sondern auch leicht über den Erwartungen der Marktteilnehmer lag. Allerdings ist das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß nach wie vor der Index der privaten Konsumausgaben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dessen ungeachtet hat sich auch am zweiten Tag der Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem Kongress, dieses Mal vor dem Bankenausschuss des Senats, naturgemäß nichts Spannendes ergeben: Alles andere als eine Zinssenkung von 25 Basispunkten Ende Juli wäre nun für den Markt eine extreme Überraschung. Allerdings scheint es im Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) keine uneingeschränkte Zustimmung zu einer Zinssenkung zu geben. Aber die beiden Bedenkenträger, die Chefs der regionalen Ableger der Fed<strong>, </strong>Raphael Bostic (Atlanta) und Thomas Barkin (Richmond), die sich gestern dazu äußerten, sind in diesem Jahr nicht stimmberechtigt<strong>. </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro aber rangiert unterdessen nach wie vor im Niemandsland, da eine Stabilisierung erst jenseits von <strong>1,1330</strong> möglich und die Unterseite noch bis <strong>1,1155</strong> geöffnet ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/keine-ungeteilte-zustimmung-zur-us-zinssenkung/">Keine ungeteilte Zustimmung zu geplanter US-Zinssenkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/keine-ungeteilte-zustimmung-zur-us-zinssenkung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein durchgestrichenes Wort verändert alles</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-durchgestrichenes-wort-veraendert-alles/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ein-durchgestrichenes-wort-veraendert-alles/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2019 04:50:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikoaversion]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofreude]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=10730</guid>

					<description><![CDATA[<p>Tatsächlich ist vielen Beobachtern vermutlich nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass im Gefolge der Sitzung der US-Notenbank in der vergangenen Woche sowohl die US-Aktien- als auch die Anleihemärkte haussierten. Der S&#038;P 500 Aktien-Index markierte neue Allzeithochs, und die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen fiel zum ersten Mal seit dem Jahr 2016 unter 2 Prozent. Und manch einer wird sich gefragt haben, wie das gut gehen kann, wenn die für Risikofreude stehenden Aktienmärkte</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-durchgestrichenes-wort-veraendert-alles/">Ein durchgestrichenes Wort verändert alles</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1365)</strong>             Die US-Notenbank streicht das Wort „patient“ aus ihrem Statement und die Finanzmärkte spielten verrückt, bemerkte eine Kommentatorin zum Wochenschluss. Tatsächlich ist vielen Beobachtern vermutlich nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass im Gefolge der Sitzung der US-Notenbank in der vergangenen Woche sowohl die US-Aktien- als auch die Anleihemärkte haussierten. Der S&amp;P 500 Aktien-Index markierte neue Allzeithochs, und die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen fiel zum ersten Mal seit dem Jahr 2016 unter 2 Prozent. Und manch einer wird sich gefragt haben, wie das gut gehen kann, wenn die für Risikofreude stehenden Aktienmärkte und die in Zeiten der Risikoaversion gesuchten Anleihemärkte gleichzeitig so deutlich, wie in der vergangenen Woche geschehen, anziehen. Und sowohl die risikofreudigen Aktienbullen als auch die risikoaversen Käufer von Bonds behaupten jeweils von sich, der andere liege falsch. Aktienfreunde verweisen darauf, dass die Bond-Händler Probleme bekämen, wenn sich herausstellen sollte, dass es womöglich doch keine Rezession gebe. Und Anleihe-Händler halten wiederum die Aktienkäufer für viel zu euphorisch.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10731" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/24062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gleichzeitig risikofreudig und risikoavers?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine Antwort auf dieses Szenario, welches in dieser Form übrigens nicht allzu lange aufrechterhalten werden dürfte, gibt die Juni-Umfrage unter Fondsmanagern von BofA Merrill Lynch, auf die wir <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/06/19/draghis-kleine-ueberraschung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> bereits einmal eingegangen sind. Diese war zwar bereits zum 13. Juni abgeschlossen, zeigte aber zu diesem Zeitpunkt, dass die Aktieninvestoren so bearish wie zuletzt im März 2009 gewesen waren. Und das, obwohl sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bereits seit Anfang Juni auf dem Weg nach oben befanden. Mit anderen Worten: Die bearishe Positionierung dieser Akteure und die steigende Marktentwicklung verliefen konträr. Eine Marktentwicklung, die später wahrscheinlich zahlreiche Aktienpessimisten zur Aufgabe und somit zu Aktienkäufen zwang.  Kurzum: Die steigenden Aktienmärkte dürfen letztlich nicht als ein Zeichen überbordender Euphorie, sondern müssen als eine Notbremsung schiefliegender Marktteilnehmer gewertet werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz anders die Engagements der Anleihehändler, denen BofA Merrill Lynch den höchsten Stand seit September 2011 bescheinigte: Markt und Positionierung verliefen gleichgerichtet, so dass es am vergangenen Freitag nur zu ein paar Gewinnmitnahmen kam. Mit anderen Worten: Die Resultate der Fed-Sitzung der vergangenen Woche mögen gar nicht einmal so marktentscheidend gewesen sein. Viel wichtiger erscheint, wie die Positionierungen der Akteure im Vorfeld gewesen waren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der „Bond King“ und die 200-Tage-Linie</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zurück zum Dollar. Der hat nämlich gegenüber einem Korb an Währungen, gemessen am Dollar-Index, in der vergangenen Woche um rund 1,3 Prozent nachgegeben. Ein Umstand, der den „Bond King“ Jeffrey Gundlach via Twitter wieder einmal auf dem Plan rief, weil der Greenback auch noch seine 200-Tage-Linie von oben nach unten (für viele Akteure ein klares Verkaufssignal) durchstoßen hatte. Diese Stunde der Wahrheit („moment of truth“), wie Gundlach den Durchbruch der Durchschnittslinie in seinem Tweet bezeichnete, hatte Gundlach im März schon einmal ausgerufen. Damals wie auch bereits zuvor im Januar erwiesen sich ähnliche Signale umgehend als falsch. Aber der fragwürdige Mythos der 200-Tage-Linie, zu dem ich mich <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2014/09/16/ungebrochener-mythos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> einmal ausgiebig ausgelassen hatte, scheint unsterblich zu sein.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin: Für den Eurokurs zum Dollar gab es bislang in Sachen 200-Tage-Linie noch keine derartigen Signale. Abgesehen vom vergangenen Freitag. Da war es dann auch für die Gemeinschaftswährung so weit. Auch wenn wir dieser Überquerung der 200-Tage-Linie von unten nach oben (landläufig ein Kaufsignal) keine Bedeutung zumessen, hat der Euro zumindest die Obergrenze seiner (verbreiterten) Konsolidierung (1,1110-1,1345) durchstoßen. Ob dieses Mal ein wegweisendes Signal dabei herauskommt? Für einen kurzfristigen Aufwärtstrend hat es bislang zumindest noch nicht gereicht, aber solange sich der Euro oberhalb von <strong>1,1225/30</strong> bewegt, besteht eine gute Chance für weitere Kurssteigerungen in Richtung <strong>1,1435/40</strong>.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-durchgestrichenes-wort-veraendert-alles/">Ein durchgestrichenes Wort verändert alles</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ein-durchgestrichenes-wort-veraendert-alles/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Matrizen, Mutmaßungen und Mythen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2017 15:53:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
		<category><![CDATA[Szenariodenken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9640</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es hat mich doch erstaunt, welche Art von Research ich während der vergangenen Tage von verschiedenen Analysten auf den Tisch bekommen habe. Fangen wir mit dem Naheliegenden an. Nachdem der DAX in der vergangenen Woche wie vielerorts angekündigt oder befürchtet seine 200-Tage-Linie von oben nach unten (nach gängiger Lesart gleichbedeutend mit einem Verkaufssignal, vgl. auch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/">Matrizen, Mutmaßungen und Mythen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9636 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/09/Senti_06092017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Es hat mich doch erstaunt, welche Art von Research ich während der vergangenen Tage von verschiedenen Analysten auf den Tisch bekommen habe. Fangen wir mit dem Naheliegenden an. Nachdem der DAX in der vergangenen Woche wie vielerorts angekündigt oder befürchtet seine 200-Tage-Linie von oben nach unten (nach gängiger Lesart gleichbedeutend mit einem Verkaufssignal, vgl. auch meinen Kommentar zu diesem Mythos: <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2017/08/30/wiederbelebter-mythos/" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #000000;"><strong>HIER</strong></span></a>) und nur 48 Stunden später wieder von unten nach oben durchstoßen hatte (Kaufsignal, Basis Schlusskurs, tatsächliche Exekution meist schlechter), ergab sich erwartungsgemäß ein Verlustsignal. Aber heute Morgen muss ich erneut diesen fürchterlichen Unsinn lesen, wonach es für den DAX möglicherweise wieder zappenduster aussähe, wenn die 200-Tage-Linie (heute bei 12.045 DAX Zählern) ihre Unterstützung versagen und überdies die runde 12.000er Marke kurz danach zur Disposition stünde. Ob es wohl dieses Mal klappt?</p>
<p>Zum zweiten bekomme ich Überlegungen präsentiert, was wohl dem Euro nach der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank alles passieren könnte. Folgende Szenarien befinden sich derzeit vielerorts im Angebot. Wird EZB-Präsident Mario Draghi</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>a)     &#8230;wohl eine Ankündigung oder nur versteckte Andeutung machen, ob – sofern die ökonomischen Voraussetzungen gegeben sind – bei der darauffolgenden Zusammenkunft des EZB-Rats am 26. Oktober über einen sanften Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm entschieden wird?</p>
<p>oder</p>
<p>b)     werden bereits Morgen Nägel mit Köpfen gemacht und direkt eine geldpolitische Wende eingeläutet (unwahrscheinlich)?</p>
<p>oder sagt …</p>
<p>c)     &#8230;Draghi gar nichts zu diesem Thema?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann lese ich sinngemäß:</p>
<p>Wenn a) geschieht, dann könnte der Euro steigen</p>
<p>wenn b) eintritt, dann könnte der Euro ganz besonders stark steigen und</p>
<p>Wenn c) geschieht, könnte die Gemeinschaftswährung – weil dann alle enttäuscht sind – ganz deutlich fallen.</p>
<p>Das ganze natürlich unter der Voraussetzung, dass auf dieser Welt sonst nichts Dramatisches (Stichwort: Nordkorea, USA) passiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht ist es Ihnen genauso ergangen wie mir. Was im Idealfall wie eine simple Entscheidungsmatrix aussieht, ist an viele andere Bedingungen geknüpft. Bedingungen, durch die sich die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser einfach aussehenden Szenarien mit jedem hinzukommenden Element weiter verringert. Denn es muss in einem solchen Szenario nur eine Voraussetzung nicht eintreffen, Mario Draghi sich (und das ist nicht unwahrscheinlich) nicht ganz klar ausdrücken oder eine Entscheidung unter weiteren Bedingungen ankündigen, und das ganze analytische Kartenhaus bricht zusammen. Was mag erst geschehen, wenn der Markt bereits vor der Zentralbanksitzung positioniert ist? Angesichts der Informationsvielfalt an den Finanzmärkten lieben wir scheinbar simple Szenarien – was allerdings mit dem Nachteil verbunden ist, dass wir angesichts der tatsächlichen Komplexität dessen, was geschehen könnte, nur einen ganz winzigen Ausschnitt sehen können.</p>
<p>Relativ einfach ist indes die Umfrage der Börse Frankfurt, die diese allwöchentlich mit ihren Investoren veranstaltet. Das Ergebnis und meinen Kommentar dazu finden Sie A) schriftlich <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Doppelte-Bestrafung-2300705" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> oder B) als Video-Interview <a href="https://www.youtube.com/watch?v=LGKVvyzFUpE" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #00ff00;">DORT</span></strong></a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/">Matrizen, Mutmaßungen und Mythen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/matrizen-mutmassungen-und-mythen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wiederbelebter Mythos</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wiederbelebter-mythos/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/wiederbelebter-mythos/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2017 13:29:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[200-Tage Linie]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Handelssignale]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustaversion]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustserien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9630</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es mögen während der vergangenen Tage viele Gründe dafür gesprochen haben, deutsche Aktien zu verkaufen. Den Vogel schossen jedoch Analysten und Kommentatoren am gestrigen Handelstag ab, denn es trafen gleich zwei Umstände zusammen, warum es den DAX besonders stark erwischt hatte. Zum einen wurde die sagenumwobene runde 12.000er-Linie unterschritten, was für sich alleine betrachtet schon [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wiederbelebter-mythos/">Wiederbelebter Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es mögen während der vergangenen Tage viele Gründe dafür gesprochen haben, deutsche Aktien zu verkaufen. Den Vogel schossen jedoch Analysten und Kommentatoren am gestrigen Handelstag ab, denn es trafen gleich zwei Umstände zusammen, warum es den DAX besonders stark erwischt hatte. Zum einen wurde die sagenumwobene runde 12.000er-Linie unterschritten, was für sich alleine betrachtet schon bei vielen Anlegern offensichtlich große Angst auslöst. Weil aber auch noch fast gleichzeitig die 200-Tage-Linie des DAX von oben nach unten durchstoßen wurde, war anscheinend das Maß voll: Kurzfristig haben offensichtlich die Bären das Zepter des Handelns in die Hand genommen.</p>
<p>Nun ist es schon länger her, seit wir uns das letzte Mal mit einer Überquerung der 200-Tage-Linie des DAX befasst haben. Tatsächlich stammt das letzte Signal vom 20. Juli 2016<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong><span style="color: #0000ff;">1</span></strong>]</a>, und wer seinerzeit mit 10.142 Zählern (auf Basis Schlusskurs) beim DAX eingestiegen ist, konnte mit dem gestrigen Verkaufssignal einen satten Gewinn von sage und schreibe rund 17 Prozent einstreichen. Ist die 200-Tage-Linie offensichtlich doch mehr als ein Mythos?, mögen sich viele gefragt haben. Tatsächlich muss man bis ins Jahr 2013 zurückgehen, denn damals hätte man zuletzt einen ähnlich hohen Gewinn des DAX mit Hilfe der 200-Tage-Linie realisieren können. 2015 wären sogar mit einem Trade dieser Art mehr als 10 Prozent zu verdienen gewesen. Danach gab es im selben Jahr leider auch fünf Mal falschen Alarm, gefolgt von einem kleineren Profit und elf weiteren, teils teuren Fehlsignalen in 2016.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hohe psychische Belastung</strong></p>
<p>Was bei dieser Strategie übrigens gerne verschwiegen wird, ist die psychische Belastung, die entsteht, wenn man dieser Systematik folgt. Nicht nur, dass man sehr lange warten muss, bis man einen großen Gewinn realisieren kann, sondern meist auch noch einen hohen Teil bereits mental verfrühstückter Buchgewinne wieder hergeben muss. Doch es sind vor allem die mitunter langen Serien von Fehlsignalen, die per se gar nicht einmal so teuer sein müssen. Aber selbst kleine Verluste sind nur schwer auszuhalten, wenn sie sich wie im Beispiel erwähnt elf Mal hintereinander und auch noch in kürzeren Zeitabständen ereignen. Und so ist es kein Wunder, dass gerne über die 200-Tage-Linie geredet und geschrieben, aber kaum profitabel danach gehandelt wird. Übrigens: Die Wahrscheinlichkeit, gestern ein profitables Verkaufssignal erhalten zu haben, ist sehr gering, denn es geschieht selten, dass der simple 200-Tage-Linie-Handelsansatz zwei Gewinnsignale hintereinander generiert.</p>
<p>Auch ein anderer Mythos hält sich hartnäckig: Es gibt immer noch Analysten und Kommentatoren, die der 200-Tage-Linie seltsame Kraft bescheinigen. Danach sollen die Kurse häufig an diesem Durchschnitt der vergangenen 200 Tage abprallen und nicht selten das Ende wichtiger Korrekturbewegungen markieren. Abprallen können die Kurse allerdings nur, wenn an dieser Linie tatsächlich Angebot oder Nachfrage besteht. Es ist jedoch kaum anzunehmen, dass sich ausgerechnet an diesem Durchschnittswert der vergangenen 200 Tage alte Positionen schiefliegender Akteure befinden. Alles nur Zufall also? Ich möchte mich zumindest auf solche Annahmen nicht verlassen.</p>
<p>Interessanter ist daher die wöchentliche Befragung zur Anlegerstimmung, die die Börse Frankfurt unter institutionellen und privaten Investoren durchführt und die ich dieses Mal <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Doppelte-Bestrafung-2300705" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a> schriftlich und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cGObsrEPRZE&amp;feature=em-uploademail" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #00ff00;"><strong>DORT</strong></span></a> in Form eines Video-Interviews kommentiert habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #0000ff;">[1]</span></a> Es handelt sich dabei um die Aneinanderreihung täglich ermittelter Durchschnittskurse, beispielsweise des DAX‘ (Schlusskurse) über die vergangenen 200 Tage. Bereits vor vielen Dekaden hat sich dabei folgende Börsenregel herausgebildet. In ihrer einfachsten Form besagt sie, dass ein Überschreiten dieser Linie durch den Aktienindex (das gilt auch für andere Märkte) per Schlusskurs von unten nach oben einen Kauf signalisiert, während ein Überqueren von oben nach unten ein Verkaufssignal bedeutet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wiederbelebter-mythos/">Wiederbelebter Mythos</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/wiederbelebter-mythos/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
