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	<title>Plunge Protection Team Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Mar 2020 05:52:03 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Tag der Verwüstung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 05:52:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Plunge Protection Team]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Wochenbeginn war für die Finanzmärkte ein Desaster, und die Liste der Vorschläge, wie man dem Baisse-Drama an den Aktienmärkten entgegenwirken könnte, ist lang. Dabei scheint die Fantasie der Akteure grenzenlos. Die einen erwarten mindestens einen weiteren außerplanmäßigen Zinsschritt der US-Notenbank von 50 Basispunkten, noch besser jedoch eine Zinssenkung von 100 Basispunkten, damit der Zielkorridor der Fed Funds auf 0 bis 0,25 Prozent sinkt...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1350)</strong>             Der Wochenbeginn war für die Finanzmärkte ein Desaster, und die Liste der Vorschläge, wie man dem Baisse-Drama an den Aktienmärkten entgegenwirken könnte, ist lang. Dabei scheint die Fantasie der Akteure grenzenlos. Die einen erwarten mindestens einen weiteren außerplanmäßigen Zinsschritt der US-Notenbank von 50 Basispunkten, noch besser jedoch eine Zinssenkung von 100 Basispunkten, damit der Zielkorridor der Fed Funds auf 0 bis 0,25 Prozent sinkt.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11717" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/10032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/10032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/10032020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Andere wiederum setzen auf Maßnahmen von der Trump-Administration – allerdings relativierte der US-Präsident auch gestern wieder einmal die Gefahr, die von dem Coronavirus ausgeht. Gemeint sind Hilfen für besonders von der Epidemie betroffene Unternehmen bis hin zu einer zeitweisen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Immerhin scheint man sich auf Regierungsseite mit diesem Thema ernsthaft zu beschäftigen, will man sogenannten Quellen Vertrauen schenken.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Andernorts wiederum wird angeregt, dass die Zentralbanken zumindest zeitweise risikobehaftete Anlagen wie Aktien, Unternehmensanleihen noch in dieser Woche aufkaufen sollen. Am besten in einem konzertierten Rahmen. Weil nicht wenige Akteure im jüngsten Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland sowie dem Covic-19 Virus die Zutaten für eine Kreditkrise sehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gesucht: Die &#8222;Hand Gottes&#8220; der Finanzmärkte</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gefragt ist schlichtweg eine Hand Gottes der Finanzmärkte. Und da musste ich natürlich unwillkürlich – wie stets in Zeiten der Krise und des Kontrollverlusts – an das Plunge Protection Team (PPT) denken. Eine schnelle Eingreiftruppe, deren Gründung dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan als Reaktion auf den Börsencrash 1987 zugeschrieben wird. Dem Vernehmen nach sollen diesem Zirkel ausgewählte Regierungsvertreter, Fed- und SEC-Chefs und hochangesehene Banker angehören. Ihr Auftrag: den Aktienmarkt durch Markteingriffe vor konjunkturgefährdenden Paniken und Crashs bewahren.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die einen darauf schwören, dass es das Plunge Protection Team zum Schutz der Märkte tatsächlich gibt, winken andere ab und meinen, die Gruppe sei in der Vergangenheit ja nicht gerade erfolgreich gewesen. Und in diesem Zusammenhang fällt mir das Frühjahr 2008 ein. Damals ging das Gerücht um, das Team sei bei einem Kursabsturz infolge der Subprime-Krise (Bear Stearns) als Käufer von Aktien aufgetreten. Allerdings ohne letztlich den späteren Absturz der US-Aktienmärkte im vierten Quartal 2008 verhindern zu können.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Euro bleibt gefragt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Weil der US-Dollar auch gestern unter Druck blieb, hat sich an der guten Position des Euro, trotz des deutlichen Rücksetzers heute früh, nichts geändert: Dessen kurzfristiger Aufwärtstrend (in der steilen Version) bleibt jedenfalls intakt, solange sich die Gemeinschaftswährung oberhalb von <strong>1,1215/20 </strong>bewegt. Und wie weit sich der Markt von etwaigen Schieflagen mittelfristig orientierter Marktteilnehmer mittlerweile wegbewegt hat, zeigt unser Behavioral-Finance-Modell, wonach der mittlere Einstandspreis dieser Engagements bei 1,1040 anzusetzen wäre.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aufgrund eines technischen Fehlers war die gestrige Kurstabelle leider falsch zusammengesetzt. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/tag-der-verwuestung/">Tag der Verwüstung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Das Gold Destruction Team (GDT)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 08:40:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoins]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Gold-Crash]]></category>
		<category><![CDATA[Plunge Protection Team]]></category>
		<category><![CDATA[Szenariodenken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um es gleich vorwegzunehmen: Ich besitze schon seit einigen Monaten kein Gramm Gold mehr. Im Zweifel könnte man mich also als voreingenommen bezeichnen. Man könnte mir sogar unterstellen ich würde den Gold-Crash der vergangenen Tage mit einer gewissen Genugtuung sehen. Aber ich bin weit entfernt davon. Vielmehr beunruhigt mich, wie wenig Erhellendes von den Experten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/das-gold-destruction-team-gdt/">Das Gold Destruction Team (GDT)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um es gleich vorwegzunehmen: Ich besitze schon seit einigen Monaten kein Gramm Gold mehr. Im Zweifel könnte man mich also als voreingenommen bezeichnen. Man könnte mir sogar unterstellen ich würde den Gold-Crash der vergangenen Tage<span id="more-6003"></span> mit einer gewissen Genugtuung sehen. Aber ich bin weit entfernt davon. Vielmehr beunruhigt mich, wie wenig Erhellendes von den Experten zu den Ursachen dieser dramatischen Verkaufsorgie beigetragen wurde. Dass die Inflation zumindest in der nahen Zukunft nicht kommen wird, ist eigentlich nicht erst seit gestern offenkundig. Auch glaube ich nicht, dass eine chinesische Wachstumszahl, die 0,3 Prozent unter den Erwartungen der Ökonomen lag, zypriotische Goldverkäufe oder die Vermutung, die US-Notenbank werde ihre quantitativen Lockerungsprogramme in Bälde zurückführen, für den stärksten Kurseinbruch seit 30 Jahren beim gelben Metall ursächlich war.</p>
<p>Stutzig wurde ich allerdings, als ich im Internet <a title="" href="#_ftn1">[1]</a> auf einen Beitrag stieß, wonach ein Mitglied der früheren Reagan-Administration, Paul Craig Roberts äußerte, die Fed stecke hinter dem jüngsten Goldpreis-Crash. Denn 500 Tonnen Gold seien in Form von Leerverkäufen auf den Markt gelangt, was bei den Kursen vom Freitagvormittag einem Gegenwert von rund 24,8 Milliarden US-Dollar entsprochen hätte – eine Transaktion, die nur eine Notenbank wie die der USA durchführen könne. Wenn man dann auch noch liest<a title="" href="#_ftn2">[2]</a>, dass unter US-Präsident Ronald Reagan im März 1988 das berüchtigte Plunge Protection Team (PPT) ins Leben gerufen wurde, um durch Interventionen Abstürze im US-Aktienmarkt zu verhindern, sah ich mich schon einer neuen Verschwörungstheorie ausgesetzt. Klar, wenn es eine solche Arbeitsgruppe tatsächlich gegeben haben soll, dann wäre es ein Leichtes eine entsprechende Gruppe auch für die Kontrolle des Goldmarktes zu gründen. Womöglich unter dem Namen Gold Destruction Team (GDT).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Fed als Sündenbock</b></p>
<p>Aber diese Theorie ist klingt, weil anhand einfacher Szenarien erklärt, so glaubhaft, dass selbst ich plötzlich ins Grübeln gekommen bin. Natürlich! Zur Verteidigung des Dollar-Geldsystems muss man den Markt in Verruf bringen, den die Anleger als Alternative, als sicheren Hafen betrachten. Früher hat man so etwas auf plumpe und daher wenig populäre Weise durchgezogen, indem man zeitweise den Besitz von Gold verbot, aber derlei konfiszierender Maßnahmen bedarf es eigentlich gar nicht. Stattdessen bringt man den Goldmarkt durch massive Verkäufe in Misskredit. Ein Schelm ist, wer da weiter spekuliert: Der jüngste Crash bei den Bitcoins (gerne wird diese virtuelle Währung mit Gold verglichen) könnte ebenfalls durch die US-Notenbank ausgelöst worden sein. Indem sie womöglich klammheimlich schon vor vielen Monaten zur Portfoliodiversifikation vorsichtshalber auch Bitcoins gekauft hat, um sie am Höhepunkt der Blase (natürlich über Strohmänner) in einen umsatzschwachen Markt zu werfen.</p>
<p>Jetzt werden mir wahrscheinlich einige meiner Leser sagen, ich sei nicht besser als all die anderen Verschwörungstheoretiker. Ich bin mir auch nicht sicher ob diese Geschichten stimmen. Aber sollten dieser wider Erwarten doch richtig sein, kann die Konsequenz doch nur lauten: „Don’t fight the Fed“ – leg‘ dich nicht mit der US-Notenbank an! Will heißen: Gold und Bitcoins zu besitzen mag zwar ein Gefühl relativer Sicherheit zum Schutz des eigenen Vermögens vermitteln. Aber es handelt sich um eine Versicherung, die sich bei falschem Timing als sehr kostspielig herausstellen könnte. Gold und Bitcoins, die im schlimmsten Fall keiner mehr haben möchte.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl. <a href="http://www.paulcraigroberts.org/2013/04/13/assault-on-gold-update-paul-craig-roberts/">http://www.paulcraigroberts.org/2013/04/13/assault-on-gold-update-paul-craig-roberts/</a> bzw.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a>  Vgl.<a href="http://www.goldreporter.de/ex-regierungs-mitglied-die-fed-steckt-hinter-dem-goldpreis-crash/gold/31871/">http://www.goldreporter.de/ex-regierungs-mitglied-die-fed-steckt-hinter-dem-goldpreis-crash/gold/31871/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
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		<title>Flucht von Bitcoins ins Gold?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 07:39:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist gerade einmal eine Woche her, dass ich mich erstmals zu Bitcoins geäußert habe und angesichts des exponentiellen  Anstiegs dieser virtuellen Währung einen Vergleich mit der Tulipmania des 17. Jahrhunderts zog. Gestern Nacht haben wir einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen, was ein „BitCrash“ bedeutet. Denn nachdem der Kurs für die Kunstwährung ein neues Allzeithoch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/flucht-von-bitcoins-ins-gold/">Flucht von Bitcoins ins Gold?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist gerade einmal eine Woche her, dass ich mich erstmals zu Bitcoins geäußert habe und angesichts des exponentiellen  Anstiegs dieser virtuellen Währung einen Vergleich mit der <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/wenn-goldbarren-zu-bitcoins-werden/">Tulipmania des 17. Jahrhunderts zog</a>. Gestern Nacht haben wir einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen, was ein „BitCrash“ bedeutet. <span id="more-5986"></span>Denn nachdem der Kurs für die Kunstwährung ein neues Allzeithoch von 266 USD an der größten Bitcoin-Börse der Welt <i>Mt. Gox</i> erreicht hatte, kam es innerhalb von sechs Stunden zu einem Sturz, der Bitcoins temporär auf ein Tief von 105 USD krachen ließ. Das entspricht einem Wertverlust von 60 Prozent – so schnell ist noch nicht einmal der Markt für Tulpenzwiebeln vor rund 300 Jahren zusammengebrochen. Natürlich klingt es bösartig, wenn der Blogger Tyler Durden (<a href="http://www.zerohedge.com/news/2013-04-10/bitcrash-continues-down-40-and-dumping">zerohedge.com, vgl. auch den dort aufgezeigten Kursverlauf</a>) darauf hinweist, bei einem derartigen Markt gäbe es keine automatischen Trading-Unterbrechungen wie an der NYSE oder gar ein Plunge Protection Team, das ähnlich wie beim US-Aktienmarkt im Notfall in Aktion treten würde, um den Verfall der Kurse abzufangen. Unabhängigkeit von staatlichen Interventionsmöglichkeiten hat eben ihren Preis und womöglich ist gestern bereits eine Blase geplatzt, die sich mancher Akteur vor einigen Tagen noch nicht vorstellen konnte beziehungsweise überhaupt nicht für möglich hielt. Ganz zu schwiegen von denjenigen, die sich in Bitcoins bezahlen lassen und ihre Erlöse in fungiblere Valuten umtauschen möchten. Wo bleibt die ewige Nachfrage? Aber vielleicht war das alles ja nur eine „gesunde technische Korrektur“ im Aufwärtstrend. Nein, ich sollte den später folgenden „Bounce“ der Kurse auf 180 USD (das sind satte 70 Prozent!) nicht unterschlagen.</p>
<p>Allerdings glaube ich nicht, dass die gestrigen Verkäufe einen Exodus der Anleger in Richtung Gold bedeuten, auch wenn Letzteres immer wieder mit den Bitcoins gerne verglichen wird. Tatsächlich sind die Gold-Lagerbestände von ETF-Anbietern (SPDR Holdings) gestern auf den niedrigsten Stand seit Mai 2010 gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Manipulative Überschrift</b></p>
<p>Unterdessen sorgt sich der Daily Telegraph um die Deutschen und titelt heute (vgl. Online Ausgabe) ein Viertel der Deutschen wolle den Euro loswerden<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> – ein klassischer Fall, wie man durch „Gestaltung“ des Bezugsrahmens (Framing) einen Sachverhalt verzerrt darstellen kann. Denn die Zeitung bezieht sich auf eine bereits vor einigen Tagen publizierte Forsa-Umfrage des Handelsblatts, wonach trotz der andauernden Schuldenkrise fast 70 Prozent der Deutschen (der bislang höchste Zustimmungswert!) den Euro behalten wollen. So lässt sich richtig gut Stimmung machen.</p>
<p>Um Stimmung ging es auch bei unserer jüngsten Sentiment-Erhebung, die wir wie immer mit der Börse Frankfurt durchgeführt haben und die ich <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+ein+zu+glattes+baeren+szenario+49287">hier kommentiert</a></span> habe. Um die Detailanalyse hat sich dieses Mal mein Mitstreiter <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+ein+zu+glattes+baeren+szenario+49287#reiter=detailanalyse">Gianni Hirschmüller hier</a></span> gekümmert.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Quarter of Germans ’want to drop the euro’</p>
</div>
</div>
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		<title>Die Hand Gottes der Finanzmärkte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 10:05:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Breakeven]]></category>
		<category><![CDATA[Einstandspreisabhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Plunge Protection Team]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nein, es hat mir einfach keine Ruhe gelassen, das Plunge Protection Team (PPT), von dem eigentlich niemand wirklich weiß, ob es überhaupt existiert. Die einen schwören Stein und Bein darauf, dass es diese schnelle Eingreiftruppe zum Schutz der Märkte gibt, während andere abwinken und meinen, die Gruppe sei in der Vergangenheit ja nicht gerade erfolgreich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-hand-gottes-der-finanzmarkte/">Die Hand Gottes der Finanzmärkte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span>Nein, es hat mir einfach keine Ruhe gelassen, das Plunge Protection Team (PPT), von dem eigentlich niemand wirklich weiß, ob es überhaupt existiert. <span id="more-2251"></span> Die einen schwören Stein und Bein darauf, dass es diese schnelle Eingreiftruppe zum Schutz der Märkte gibt, während andere abwinken und meinen, die Gruppe sei in der Vergangenheit ja nicht gerade erfolgreich gewesen. Aber vielleicht muss das Wirken dieser „heimlichen Hand Gottes der Finanzmärkte“ so geheimnisvoll und undurchschaubar bleiben. Denn es wäre fatal, wenn sich die Akteure stets darauf verlassen könnten, dass der amerikanische Aktienmarkt aus allen heftigeren Turbulenzen gerettet würde. Denn im sicheren Gefühl einer gelernten Sorglosigkeit würden sich viele Marktteilnehmer nicht mehr gegen Kursstürze absichern. Nach dem Motto: „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“ – die Eingreiftruppe wird es schon richten.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Aber darum geht es mir nicht. Vielmehr bin ich ins Grübeln gekommen, weil mir einfiel, dass ich mich im Frühjahr 2008 schon einmal in einer Kolumne mit dem PPT beschäftigt hatte. Auch damals ging das Gerücht um, das Team sei im März 2008 bei einem Kursabsturz in Folge der Subprime-Krise (Bear Stearns) als Käufer von Aktien aufgetreten. Aus reiner Neugier schaute ich nach, wo denn zu jener Zeit der Dow Jones Index gestanden hatte, und geriet (was ich ansonsten nicht gerne mache) richtig ins Spekulieren. Wie Sie nämlich anhand der Grafik sehen können, stimmt die damalige Entwicklung des wichtigsten US-Aktienindex ziemlich genau mit dessen Aufwärtsbewegung vor Beginn des jüngsten Kurseinbruchs überein.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Ich spekuliere weiter.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> <a href="http://www.blognition.de/wp-content/uploads/2011/08/DOW-deutsch2.png"><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-2260" title="DOW JONES INDEX" src="http://www.blognition.de/wp-content/uploads/2011/08/DOW-deutsch2-300x191.png" alt="" width="300" height="191" /></a></span></p>
<p>So hatte ich mich schon immer gefragt, was das PPT wohl mit all‘ den Aktien gemacht haben mag, die es während seiner Interventionen auf Rechnung der Regierung gekauft haben soll. Vor allem im Frühjahr 2008 dürften nicht alle diese Käufe mit Gewinn abgeschlossen worden sein, da der Aktienmarkt bekanntlich nach dem März vor drei Jahren noch viel tiefer abgestürzt war. Die Chart (siehe oben) zeigt sehr schön, dass ganz offenbar in den Wochen vor dem aktuellen Niedergang die Aktienkurse ziemlich genau in der Zone vom März 2008 zum Halten gebracht worden sein müssen.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Meine Hypothese – und jetzt wage ich mich weit vor ins Reich der Spekulation – lautet: Die Schieflagen des PPT aus dem Jahr 2008 konnten im Juli 2011 zumindest ohne Verlust zu Einstandspreisen glatt gestellt werden. Wie ich bereits in den vergangenen beiden Wochen mehrfach geäußert habe, vermute ich, dass der Kurssturz im Aktienmarkt durch „schwere“ Marktteilnehmer ausgelöst wurde, die sich zuvor ihrer Engagements entledigt hatten. Wäre es nicht ein schlechter Treppenwitz der Finanzmarktgeschichte, wenn es sich bei diesem Marktteilnehmer ausgerechnet um das Plunge Protection Team gehandelt hat? In diesem Fall hätte das Expertengremium, das eigentlich gravierende Kursabstürze verhindern soll, indirekt zu einem Kurssturz des DAX um 25 Prozent beigetragen, so wie ein Geist, der stets das Gute will und doch das Böse schafft …</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-hand-gottes-der-finanzmarkte/">Die Hand Gottes der Finanzmärkte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Retter in geheimer Mission</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 07:07:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun haben wir schon die zweite Krisenwoche hinter uns, und die Aktienmärkte haben sich zumindest ein bisschen beruhigt. Der Schritt der US-Notenbank, das Versprechen, man werde den Leitzins bis Mitte 2013 extrem niedrig halten, hat indes bislang noch keine große Wirkung entfaltet. Mehr noch, hatte das Statement des Offenmarktausschusses auch noch das Wort „likely“ (= [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/retter-in-geheimer-mission/">Retter in geheimer Mission</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> <span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span><strong><span style="font-family: Calibri;"> </span></strong></span></div>
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<p>Nun haben wir schon die zweite Krisenwoche hinter uns, und die Aktienmärkte haben sich zumindest ein bisschen beruhigt. Der Schritt der US-Notenbank, das Versprechen, man werde den Leitzins bis Mitte 2013 extrem niedrig halten, hat indes bislang noch keine große Wirkung entfaltet. Mehr noch, hatte<span id="more-2222"></span> das Statement des Offenmarktausschusses auch noch das Wort „likely“ (= wahrscheinlich) enthalten. Ein Wort, das viele Kommentatoren unabsichtlich oder willentlich übersehen haben, das jedoch für ein psychologisches <a href="../../../../../tag/commitment">Commitment</a>, ein ernst zu nehmendes Versprechen, extrem wichtig ist.</p>
<p>Ehrlich gesagt glaube ich gar nicht, dass dieses am vergangenen Dienstag geäußerte Versprechen überhaupt für die temporäre Erholung der Aktienmärkte ausschlaggebend war. Aber wie immer, wenn in rasant fallenden Märkten plötzlich eine kräftige Erholung eintritt, und die US-Aktienmärkte aus dem Nichts Freudensprünge machen, möchte der <a href="../../../../../tag/investor">Investor</a> natürlich gerne wissen, mit wem er es zu tun hat. Und so dauerte es auch dieses Mal nicht lange bis man einen möglichen Käufer ausfindig gemacht hatte: Wie stets in den Zeiten der Krise und des Kontrollverlusts machte auch in der vergangenen Woche wieder die Legende vom Plunge Protection Team (PPT) die Runde, dessen Gründung dem früheren US-Präsident Ronald Reagan als Reaktion auf den Börsencrash 1987 zugeschrieben wird [1]. Dem Vernehmen nach sollen dieser Schnellen Eingreiftruppe ausgewählte Regierungsvertreter, Fed- und SEC-Chefs und hochangesehene Banker angehören. Ihr Auftrag: den <a href="../../../../../tag/aktienmarkt">Aktienmarkt</a> durch Markteingriffe vor konjunkturgefährdenden Paniken und Crashs zu bewahren.</p>
<p>Selbst diejenigen, die an solch geheime Marktkräfte immer als erstes glauben, räumen allerdings ein, dass Interventionen wie die des PPT nur kurzfristigen Effekt haben dürften. Mehr noch: Sie nützen nur dann etwas, wenn sich andere Käufer von deren Optimismus anstecken lassen. Übrigens kursieren keine Gerüchte darüber, dass es in Europa eine vergleichbare Organisation geben könnte. Aber selbst wenn diese sagenumwobene Gruppe tatsächlich aktiv sein sollte –– deren geheime Operation hätte in jedem Fall einen Haken: Wenn solche Käufe einmal ihre Wirkung verfehlen sollten (dies wäre etwa 2008 der Fall gewesen, als nach dramatischen Verkäufen am US-Aktienmarkt ebenfalls das PPT zur Rettung losgeschickt worden sein soll, was sich allerdings als „mission impossible“ erwies) wäre nicht nur der Staat der Leidtragende, der eines Tages die Interventionsbestände irgendwann wieder los werden müsste. Aber auch die Optimisten waren gestraft, weil sie auf nichts als eine Chimäre gesetzt hatten.</p>
<p>Genau das kann auch vergangene Woche geschehen sein, als Aktienkäufer, für die die niedrigen Kurse wie ein Schnäppchen aussahen, die Kombination mit dem wieder aufgeflammten Geraune über das Wirken geheimer Mächte einen gewissen Sog ausübte.</p>
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<p>[1] Executive Order 12631 &#8212; Working Group on Financial Markets</p>
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<p><span style="font-family: Times New Roman; font-size: small;"> </span></div>
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