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	<title>Kontrasteffekt Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 May 2021 08:33:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Nur ein Ausrutscher?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 04:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewöhnung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie kam nahezu aus dem Nichts: die recht deutliche Korrektur an den Aktienmärkten jenseits, aber auch diesseits des Atlantiks am gestrigen Handelstag. Der hiesige DAX markierte mit rund 2,5 Prozent immerhin den bislang größten Tagesverlust in diesem Jahr. Eine Reaktion, die natürlich einen Kontrast zu der engen Handelsbandbreite seit gut einem Monat darstellte. Tatsächlich waren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sie kam nahezu aus dem Nichts: die recht deutliche Korrektur an den Aktienmärkten jenseits, aber auch diesseits des Atlantiks am gestrigen Handelstag. Der hiesige DAX markierte mit rund 2,5 Prozent immerhin den bislang größten Tagesverlust in diesem Jahr. Eine Reaktion, die natürlich einen Kontrast zu der engen Handelsbandbreite seit gut einem Monat darstellte. Tatsächlich waren die Akteure auf der Suche nach einem plausiblen Grund für den Rücksetzer der Aktienkurse und konnten diesen – abgesehen von „Gewinnmitnahmen“ – eigentlich zunächst nicht finden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zum Glück gab es ja die US-Finanzministerin Janet Yellen, die gestern mit einem Statement für Furore sorgte. Denn Yellen räumte in einem Interview ein, dass die US-Zinsen möglicherweise etwas steigen müssten, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern. Sicherlich betonte Yellen, dass der Zinsanstieg sehr bescheiden sein werde – aber der „Schaden“ war angerichtet. Und der Grund für die deutliche Korrektur an den Aktienmärkten wurde so zumindest mit einiger Verspätung nachgeliefert. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13409" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/05052021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/05052021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/05/05052021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zinsanstieg nicht ganz unrealistisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man kann sich natürlich fragen, was die Finanzministerin geritten haben mag, ein derartiges Statement loszulassen. Ein Statement, das die jüngste Botschaft der US-Notenbank auf den ersten Blick eigentlich untergräbt. Die hatte nämlich gelautet, man würde angeblich noch nicht einmal daran denken, einen geldpolitischen Richtungswechsel überhaupt zu diskutieren. Wo doch Janet Yellen nachgesagt wird, sie habe als dessen Vorgängerin einen engen Kontakt zu Fed-Präsident Jerome Powell. Bei genauerem Hinsehen ist jedoch zu bedenken, dass Janet Yellen vermutlich überhaupt nicht die Leitzinsen gemeint haben dürfte oder sich für eine Anhebung derselben stark gemacht hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vermutlich wollte die Finanzministerin lediglich andeuten, dass der starke fiskalische Stimulus zwar einerseits die Wirtschaft überhitzen könne, andererseits aber die erforderliche erhöhte Emission von Staatsanleihen zur Finanzierung der entsprechenden Programme zu einer Erhöhung der Zinsen am langen Ende der Zinskurve führen könnte. Diese Schlussfolgerungen muss man fairerweise als realistisch bezeichnen; man sollte auch nicht den Fehler machen, die Äußerungen Yellens als Ausrutscher zu interpretieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gewöhnungsprozess hat begonnen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist Janet Yellen nicht Jerome Powell, aber es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, was passiert wäre, wenn ähnliche Worte aus dem Munde des Notenbankpräsidenten gekommen wären. Auf der anderen Seite muss man auch den Realitäten ins Auge blicken, denn die Diskussion um ein mögliches Tapering ist seitens der Fed zumindest offiziell in die Zukunft verschoben worden. Offenbar haben viele Akteure bereits das (virtuelle) Treffen der Notenbanker in Jackson Hole Ende August für den Beginn einer derartigen Diskussion auserkoren. Indes: Wie ich bereits gestern <span style="color: #000000;">(<strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/05/04/die-diskussion-hat-bereits-begonnen/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong>)</span> ausgeführt habe, hat das Tapering-Gerede längst angefangen. Zumindest wissen die Akteure, dass Jerome Powell eines Tages diesbezüglich etwas unternehmen muss, was ihnen nicht gefallen wird. Und der Gewöhnungsprozess daran hat möglicherweise bereits begonnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Betrachtet man indes die Reaktion des Dollar auf die gestrigen Ereignisse, so muss man diese als bescheiden bezeichnen. Auch der Euro blieb fast störrisch an der runden Marke von 1,20 hängen. Wahrscheinlich auch, weil die Schwäche der Gemeinschaftswährung im Rahmen ihres kurzfristigen Aufwärtstrends derzeit nur korrektiver Natur sein dürfte. Damit bleibt das beste Nachfrageniveau derzeit bei <strong>1,1975/80</strong>, während auf der anderen Seite für ein Wiedererstarken des Aufwärtsmomentums <strong>1,2090/95</strong> überwunden werden müsste.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Eine nicht ganz unerwartete Korrektur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Apr 2021 04:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da habe ich mich gestern an dieser Stelle ziemlich kritisch über ein Phänomen geäußert, das eine Kommentatorin für den US-Aktienindex S&#38;P 500 herausgefunden hat. Nach der von ihr entdeckten Regel ist dort nämlich immer eine (mehr oder weniger große) Abwärts-Korrektur fällig, sobald sich der Index von seiner 200-Tage-Linie um 16 Prozent nach oben entfernt hat. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da habe ich mich gestern an dieser Stelle ziemlich kritisch über ein Phänomen geäußert, das eine Kommentatorin für den US-Aktienindex S&amp;P 500 herausgefunden hat. Nach der von ihr entdeckten Regel ist dort nämlich immer eine (mehr oder weniger große) Abwärts-Korrektur fällig, sobald sich der Index von seiner 200-Tage-Linie um 16 Prozent nach oben entfernt hat. Angeblich hat diese Regel (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/04/20/suesse-oder-bittere-sechzehn/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a>)</strong></span> seit Beginn der Pandemie bereits fünf Mal funktioniert und am vergangenen Montag gab es nun das sechste Signal dieser Art. Und wie dieses Signal funktioniert hat! Eine deutliche Korrektur beim S&amp;P 500 war fällig. Und der DAX machte hierzulande sogleich auch noch innerhalb von 48 Stunden die ganzen Kursgewinne zunichte, die während der beiden Wochen zuvor aufgelaufen waren. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13344" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/21042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/21042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/21042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der Kontrasteffekt lässt grüßen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das klingt dramatischer, als es tatsächlich gewesen ist, da sich das hiesige Börsenbarometer während dieser beiden Wochen über weite Strecken in einer ganz engen Bandbreite bewegt hat. Aber der Kontrasteffekt sorgte gestern dafür, dass die Korrektur der vergangenen beiden Handelstage im Vergleich zum ruhigen Geschehen aus der Zeit zuvor besonders stark wahrgenommen wurde. Und was die vorgenannte Handelsregel angeht, sah ich als Kritiker gestern in Sachen S&amp;P 500 zunächst einmal ganz schön alt aus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und der Repräsentativitätsirrtum ebenfalls</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Oder hat es sich bei dem Signal vom Montag doch nur um einen Zufall gehandelt? Sechs gute Signale hintereinander – das kann doch kein Zufall mehr sein (Vorsicht: Repräsentativitätsirrtum!), wird sich nun der eine oder andere Analyst sagen. Doch, kann es! Zumindest hat mich gestern der Ehrgeiz gepackt, so dass ich zu recherchieren begonnen habe.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man muss allerdings schon bis zum Jahr 2009 zurückgehen, damit man diese Regel überhaupt noch einmal testen kann. Von da an bis zum Beginn der Pandemie ist es nämlich nie mehr dazu gekommen, dass sich der S&amp;P 500 Index um besagte 16 Prozent von seiner 200-Tage-Linie entfernt hat. Je nachdem, was man als Treffer definiert, lässt sich im Jahr 2009 die oben beschriebene schöne Serie, die übrigens im September 2020 begann, leider nicht wiederholen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun konnte sich der Greenback im Rahmen der aufgekommenen Risikoaversion gestern etwas erholen und setzte den Euro, der zuvor mit rund 1,2080 noch das höchste Niveau seit dem 3. März markiert hatte, in der Folge so unter Druck, dass am Ende des Tages sogar ein kleiner Verlust übrig blieb. Dennoch bleibt die Gemeinschaftswährung in ihrer Seitwärtsentwicklung und in einem stabilen Umfeld, solange nun <strong>1,1935</strong> nicht mehr verletzt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Eine Frage der Perspektive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2020 09:25:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Stimulus-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Verfügbarkeitsirrtum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Marktteilnehmer mögen sich während der vergangenen Handelswoche gefragt haben, wie es denn sein kann, dass sowohl der DAX als auch der EURO STOXX 50 am Ende dieses Zeitraums mit einem Gewinn von rund 2,9 bzw. 2,6 Prozent aufwarteten. Darüber hinaus wurde außerdem jeder einzelne Handelstag aus der vergangenen Woche mit einem Plus beendet. Wo doch in Europa die Covid-19-Krise sich verschärft und das mit teils dramatisch steigender Tendenz. Steigende Aktienkurse trotz des Risikos einer sich erneut abschwächenden Wirtschaft?...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-frage-der-perspektive/">Eine Frage der Perspektive</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>825)             </strong>Viele Marktteilnehmer mögen sich während der vergangenen Handelswoche gefragt haben, wie es denn sein kann, dass sowohl der DAX als auch der EURO STOXX 50 am Ende dieses Zeitraums mit einem Gewinn von rund 2,9 bzw. 2,6 Prozent aufwarteten. Darüber hinaus wurde außerdem jeder einzelne Handelstag aus der vergangenen Woche mit einem Plus beendet. Wo doch in Europa die Covid-19-Krise sich verschärft und das mit teils dramatisch steigender Tendenz. Steigende Aktienkurse trotz des Risikos einer sich erneut abschwächenden Wirtschaft?<img decoding="async" class="alignright wp-image-12591" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/12102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/12102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/12102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Warum Corona-Nachrichten nicht negativ auf Aktien wirkten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch aus Sicht der Behavioral Finance hätten die Aktienkurse auf den ersten Blick eigentlich nicht steigen dürfen. Denn die steigenden Infektionszahlen bei der Corona-Pandemie und die dazu gehörenden Einschränkungsmaßnahmen sind örtlich immer näher gerückt. Und glaubt man den Erkenntnissen des Verfügbarkeitsirrtums, werden orts- und zeitnahe, farbige Nachrichten deutlich stärker wahrgenommen als andere Informationen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es nicht so, dass die Erkenntnisse des Verfügbarkeitsirrtums plötzlich ihre Gültigkeit verloren hätten. Denn etwa aus US-Sicht wirken die Nachrichten zur Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in Europa nur aus der Ferne. Kurzum: Sie werden unterbewertet. Aus US-Sicht sind die Nachrichten aus dem eigenen Land, insbesondere diejenigen über den Präsidenten Donald Trump, zumindest in der Wahrnehmung der dort befindlichen Investoren, vielfach auch unbewusst, einfach wichtiger. Und sei es auch nur die Hoffnung, dass es nun doch noch zu einem Konjunkturpaket vor den Wahlen kommen wird. Denn sobald diese Hoffnung auflebt, wächst auch die Angst der Investoren, die nächste Rallye zu verpassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wechselbad für Investoren</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Um die Entwicklung von DAX und EURO STOXX 50 zu verstehen, sollte man auch auf den Wechselkurs des Euro blicken, der sich gegenüber dem Dollar zwar nicht markant, aber doch mit einem Wochengewinn von rund 0,9 Prozent ins Wochenende verabschiedet hat. Gut möglich, dass hinter dieser Bewegung wie schon so oft in den vergangenen Monaten Kapitalströme aus den USA in Richtung Eurozone stehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man kann natürlich der Meinung sein, dass US-Präsident Donald Trump angesichts sinkender Umfragewerte zu den Aussichten auf seine Wiederwahl in der vergangenen Woche – bildlich gesprochen – wie ein Westernheld mehrfach aus der Hüfte geschossen hat. Denn innerhalb von drei Tagen hat sich Trump vom Verhinderer eines Stimulus-Pakets zu dessen wohl glühendstem Befürworter im Weißen Haus und bei den Republikanern aufgeschwungen. Von einem noch überschaubaren „Stand Alone Bill“-Gesetzentwurf bis zum Wunsch, einen Deal in Höhe von 1,8 Billionen USD als Kompromiss zwischen den streitenden Republikanern und Demokraten zu sehen, hat Trump seinen Einsatz drastisch erhöht. Aber damit nicht genug: Am Freitag erklärte Trump, er wolle ein Konjunkturpaket sehen, das sogar jenseits der derzeitigen Gebote beider Parteien liegen soll. Also eine Steigerung von Null auf 100+. Oder anders ausgedrückt: Die Marktteilnehmer wurden einem massiven Wechselbad, einem deutlichen Kontrast, ausgesetzt: Von eiskalt blitzartig auf sehr warm, von negativ auf positiv.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gegenwind für Mnuchin und Pelosi </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun waren Finanzminister Steven Mnuchin und die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die während der Woche trotz der verschiedenen Ankündigungen des Präsidenten abseits der Öffentlichkeit weiterverhandelt haben, auch am Wochenende nicht untätig. Allerdings ohne sich auf einen Kompromiss zu einigen. Aber würde der Kongress überhaupt so kurz vor dem Wahltermin noch ein Super-Konjunkturpaket verabschieden können bzw. wollen, das wahrscheinlich Donald Trumps Chancen auf eine Wiederwahl deutlich verbessern könnte? Ganz zu schweigen davon, dass ein solches Paket dem Mehrheitsführer im Senat, dem Republikaner Mitch McConnell, sowie einigen anderen Senatoren aufgrund der damit einhergehenden Neuverschuldung im Magen liegen würde. Zumal man nicht vergessen darf, dass Mitch McConnell auch noch vor der Wahl die vorgeschlagene Richterin für den Supreme Court, Amy Coney Barrett, vom Senat bestätigen lassen muss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für den Euro bleibt die Ausgangsposition jedenfalls weiterhin positiv, insbesondere, solange nun <strong>1,1695</strong> nicht mehr unterlaufen wird. Mehr noch: Oberhalb von <strong>1,1860</strong> könnte ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend beginnen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Licht am Ende des Tunnels?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/licht-am-ende-des-tunnels/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2020 04:41:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>US-Präsident Donald Trump hat sich nun nicht gerade damit hervorgetan, die Dimension der Bedrohung durch die Corona-Pandemie – vor allem in seinem eigenen Land – richtig einzuschätzen. Daher bleibt ein Restzweifel bestehen, ob die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern tatsächlich wegen seines Twitter-Statements, wonach er Licht am Ende des Tunnels sehe, eine so starke Rallye abgeliefert haben. Aber manchmal reicht ja schon ein kleiner Hoffnungsschimmer, um in einem fast ausschließlich von negativen Coronavirus-Meldungen gespeisten Nachrichtenstrom einen ziemlich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/licht-am-ende-des-tunnels/">Licht am Ende des Tunnels?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0820)</strong>             US-Präsident Donald Trump hat sich nun nicht gerade damit hervorgetan, die Dimension der Bedrohung durch die Corona-Pandemie – vor allem in seinem eigenen Land – richtig einzuschätzen. Daher bleibt ein Restzweifel bestehen, ob die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern tatsächlich wegen seines Twitter-Statements, wonach er Licht am Ende des Tunnels sehe, eine so starke Rallye abgeliefert haben. Aber manchmal reicht ja schon ein kleiner Hoffnungsschimmer, um in einem fast ausschließlich von negativen Coronavirus-Meldungen gespeisten Nachrichtenstrom einen ziemlich deutlichen Optimismus auszulösen.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Daten stimmen hoffnungsvoll</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sei es, dass in den USA der Staat New York zum ersten Mal seit Beginn der Krise von Sonntag auf Montag einen Rückgang bei den neuen Corona-Fällen verzeichnen konnte. Auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, wie es so schön heißt, kommt der Kontrasteffekt zum Tragen, wenn die Dinge etwas besser als ursprünglich befürchtet aussehen. Oder wenn publik wird, dass beispielsweise Spanien, das nach Italien in Europa am stärksten von Corona betroffene Land, am Montag den vierten Tag hintereinander eine sinkende Sterberate vermelden kann. Oder wenn Österreich anscheinend die erste europäische Nation sein wird, die ihre Quarantäne-Maßnahmen vorsichtig zurückfahren möchte. So ist in der Alpenrepublik geplant, kleine Geschäfte und Baumärkte nach Ostern wieder zu öffnen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11837" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/07042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/07042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/07042020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der unvermeidbare Einbruch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gut möglich, dass die Akteure aber auch gestern Gelegenheit hatten, ein CNBC-Interview mit Janet Yellen anzusehen (vgl. <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&amp;v=BZBaKUWDw34&amp;feature=emb_logo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a>)</strong></span>, in dem die frühere Fed-Chefin durchaus keine guten ökonomischen Botschaften infolge der Corona-Krise zu präsentieren hatte. Aber die Art und Weise, wie sie eine mögliche US-Arbeitslosenquote von 12, 13 Prozent oder vielleicht sogar mehr herüberbrachte oder eine Schrumpfung des US-Bruttoinlandsprodukts von 30 Prozent im zweiten Quartal (annualisiert) für möglich hielt, wirkte fast schon beruhigend. Denn ihr Vortrag hätte sachlicher (und monotoner) nicht sein können. Als ob sie den Akteuren sagen wollte, dass diese Zahlen, so schlimm sie auch sein mochten, eben einfach unvermeidbar seien.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Risikofreude, aber nicht überall</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so könnte man durchaus dem gestrigen Handelstag mit dem Etikett „Zurückgekehrte Risikofreude“ versehen. Zumindest was die Aktien und Anleihemärkte in den USA, aber auch hierzulande betraf. Und wenn Risikofreude zurückgekehrt ist, hätte eigentlich der US-Dollar nach derzeitiger Lesart durchaus einen Rücksetzer hinnehmen müssen. Aber wenn man sich etwa die gestrige Handelsbandbreite – es handelte sich übrigens um die niedrigste Tages-Range seit dem 26. Februar – zum Euro ansieht, ist von dieser Risikofreude nicht viel zu bemerken. Tatsächlich bleibt der Euro im kurzfristigen Abwärtstrend mit Risiko bis 1,05, und der Stabilisierungspunkt notiert gegenüber dem Freitag mit <strong>1,1005/10</strong> unverändert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Große Delegation weckt große Hoffnungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2019 04:46:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fake News]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es sind keine großen Reaktionen, die sich gestern an den Währungsmärkten ereigneten. Aber es ist schon bemerkenswert, wenn der Dollar gegenüber den typischen Fluchtwährungen Schweizerfranken und Yen in einem ausgesprochen ruhigen, wenn nicht gar bewegungslosen Markt plötzlich an Wert gewinnt. Und zwar angeblich, weil China bekanntgab...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0965)</strong>             Es sind keine großen Reaktionen, die sich gestern an den Währungsmärkten ereigneten. Aber es ist schon bemerkenswert, wenn der Dollar gegenüber den typischen Fluchtwährungen Schweizerfranken und Yen in einem ausgesprochen ruhigen, wenn nicht gar bewegungslosen Markt plötzlich an Wert gewinnt. Und zwar angeblich, weil China bekanntgab, zur 13. Runde der Handelsgespräche mit den USA eine seiner bisher größten Delegationen nach Washington schicken zu wollen. Als ob die schiere Größe schon den positiven Ausgang der Verhandlungen zwischen China und den USA garantieren würde. Immerhin: China scheint die Verhandlungen ernst zu nehmen. Zumindest hob sich eine derartige Meldung gestern scheinbar wohltuend als Kontrast zum ansonsten pessimistisch anmutenden Nachrichtenstrom in Sachen Handelskonflikt ab.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11165" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/09102019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/09102019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/09102019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sanktionsliste dämpft Optimismus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Denn die Optimisten unter den Marktteilnehmern, die immer noch auf ein positives Ende der Verhandlungen im Handelskonflikt hoffen, bekamen bereits vorgestern Nacht nach Handelsschluss erneut einen Dämpfer: Die Trump-Administration setzte unter anderem acht chinesische Technologie-Riesen – angeblich wegen Verletzung von Menschenrechten gegen muslimische Minderheiten – auf eine schwarze Liste. Unternehmen, die ohne besondere Erlaubnis der US-Regierung keine Geschäfte mehr mit amerikanischen Unternehmen abschließen dürfen. China kündigte bereits Vergeltung an.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch ein anderes Thema stand gestern plötzlich wieder auf der Tagesordnung. Und zwar erneut die mögliche Beschränkung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China. Dabei ist es gerade einmal etwas mehr als eine Woche her, dass der Handelsberater des Weißen Hauses, Peter Navarro, Medienberichte bezüglich geplanter Investitionsbeschränkungen Chinas als „Fake News“ zurückgewiesen hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Investitionsbeschränkungen doch keine Fake News?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zwar scheint es dem Vernehmen nach derzeit keine Pläne zu geben, chinesische Aktien vom Handel an den US-Börsen auszuschließen. Aber gestern machten Medienberichte die Runde, wonach im Weißen Haus nach wie vor erwogen wird, Investments von staatlichen US-Pensionskassen bei chinesischen Unternehmen zu beschränken. Gespräche, die übrigens bereits in der vergangenen Woche stattgefunden haben sollen. Damit wird es immer schwerer vorstellbar, wie es angesichts eines derartigen Setups überhaupt noch zu irgendwelchen kleineren Teilverträgen zwischen den USA und China kommen kann. Dennoch scheint es unter den Finanzmarktakteuren immer noch Optimisten zu geben, die sich vorstellen können, dass die für den 15. Oktober geplante Erhöhung der US-Strafzölle auf China-Importe als Geste des guten Willens noch einmal verschoben werden könnte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin gab es gestern aus den USA neue ökonomische Daten für September zu vermelden. So blieb der Produzentenpreisindex deutlich unter den Werten des Vormonats und den mittleren Erwartungen der Ökonomen zurück. Die Kernrate des Index ist dabei von 2,3 auf 2,0 Prozent gesunken und dürfte etwaige positive Erwartungen auf den am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden Konsumentenpreisindex dämpfen. Der Dollar geriet allerdings wegen dieser Daten gestern nicht unter Druck. Im Gegenteil. So schaffte es der Euro auch den vierten Tag hintereinander nicht, die nächste Hürde an der Oberseite bei <strong>1,1005</strong> auch nur ansatzweise in Angriff zu nehmen. Stattdessen gab es einen kleinen Rücksetzer im Rahmen des kurzfristigen Abwärtstrends, der zwischen <strong>1,1040</strong> und <strong>1,0835/40</strong> verläuft und fast kein Momentum aufweist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Warum ausgerechnet jetzt ein Trend?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jul 2019 04:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewöhnungseffekte]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es sei Zeit, sich auf einen Euro-Trend vorzubereiten, schrieb gestern ein Kommentator. Ein Statement, das man immer dann vernehmen kann, wenn sich der Euro der Untergrenze einer Seitwärtsbewegung annähert. Und ein Trend sei nun einmal jetzt fällig, so die Logik, weil die Seitwärtsbewegung lange genug angehalten habe. Eine Seitwärtsentwicklung, die in diesem Jahr eine Bandbreite von rund 4 Prozent aufweist und damit nicht einmal halb so groß ist wie...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1150)</strong>             Es sei Zeit, sich auf einen Euro-Trend vorzubereiten, schrieb gestern ein Kommentator. Ein Statement, das man immer dann vernehmen kann, wenn sich der Euro der Untergrenze einer Seitwärtsbewegung annähert. Und ein Trend sei nun einmal jetzt fällig, so die Logik, weil die Seitwärtsbewegung lange genug angehalten habe. Eine Seitwärtsentwicklung, die in diesem Jahr eine Bandbreite von rund 4 Prozent aufweist und damit nicht einmal halb so groß ist wie die bislang geringste Jahresspanne seit Einführung des Euro. Jene Range betrug im ganzen Jahr 2013 nur rund 9 Prozent. Daraus jetzt aber abzuleiten, dass der Euro deswegen zwingend Nachholbedarf habe, erscheint bestenfalls Statistiker zu interessieren. Fakt ist auf jeden Fall, dass seit dem vierten Quartal 2018 alle bisherigen Ansätze der Gemeinschaftswährung zu einem Ausbruch aus den jeweiligen Konsolidierungszonen stets als Fehlentwicklung geendet haben. Zuletzt geschah dies Ende Juni an der Oberseite. Warum sollte es also gerade dieses Mal zu einem nachhaltigen Trend kommen?<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10871" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/24072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kontrasteffekte irritieren</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich ist doch die gestrige Abwärtsbewegung nur deswegen aufgefallen, weil sie mit einer Handelsbandbreite von rund 65 Stellen einen starken Kontrast zu dem extrem ruhigen Vortag (rund 20 Stellen) bildete und deshalb besonders auffiel. Absolut betrachtet handelte es sich um einen ganz normalen Handelstag. Mit relativ wenig interessanten Wirtschaftsdaten. Eine Entwicklung, die zumindest hinsichtlich der Argumente für einen schwächeren Euro bzw. festeren Dollar schon tags zuvor hätte einsetzen können. Denn wir wiesen bereits vorgestern darauf hin, dass Kommentatoren vor möglichen ökonomischen Schocks warnten. Und dass die Europäische Zentralbank die Zinsen eher früher als später senken müsse. Psychologisch interessant daran ist allenfalls, dass diese Perspektive den Händlern wohl erst gestern so richtig bewusst geworden ist. Und auch erst allmählich, wie die gestrige Entwicklung der Gemeinschaftswährung vermuten lässt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es ist schwer einzuschätzen, wie die Chancen für einen wenigstens kurzfristigen Abwärtstrend des Euro tatsächlich stehen. Denn sollte die EZB bei ihrer morgigen Ratssitzung – wovon wir eher nicht ausgehen – tatsächlich als Sofortmaßnahme den Leitzins senken, um womöglich der US-Notenbank nicht hinterherlaufen zu müssen, wäre zumindest dieser Effekt ziemlich rasch verpufft. Denn die Fed wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der kommenden Woche ebenfalls ihren Leitzins um 25 Basispunkte senken. Argumentativ wäre der Euro, allein aus diesem Blickwinkel betrachtet, nicht nachhaltig unter Druck zu setzen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Positive Überraschungen würden schwerer wiegen als negative</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es scheint Marktteilnehmer zu geben, die auf eine negative Überraschung für den Euro setzen, obwohl ein solches Szenario zumindest aus ökonomischer Nachrichtensicht nicht sehr wahrscheinlich ist. Denn eigentlich sollten sich die Akteure schon längst daran gewöhnt haben. Ob die heute zur Veröffentlichung anstehende Schnellschätzung der Einkaufsmanager-Indices als Auslöser taugen? Sollten diese für die Eurozone schwächer als erwartet ausfallen, wäre dies doch keine echte Überraschung. Ein positiver Ausreißer hingegen schon.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzfristig bleibt die Unterseite des Euro ohnehin offen bis auf <strong>1,1110/15</strong>, gleichzeitig die Untergrenze einer früheren Konsolidierungszone und das bislang niedrigste Niveau des Jahres. Unterhalb davon würde formal tatsächlich ein kurzfristiger Abwärtstrend eingeleitet, dessen Potenzial derzeit mit <strong>1,1030</strong> zunächst nicht gerade vielversprechend aussieht. Ob es tatsächlich für einen Trend reicht? Es wird schwierig, denn wir würden im Falle eines Versagens von <strong>1,1110/15</strong> den derzeit gültigen Stabilitätspunkt des Euro von nunmehr <strong>1,1265/70</strong> noch einmal tiefer, und zwar auf <strong>1,1230</strong> setzen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da ich morgen noch einmal unterwegs sein werde, erscheint der nächste ausführliche „Dollar am Morgen“ erst am kommenden Freitag.</span></p>
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		<title>Kleiner Impuls ohne Folgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2019 05:03:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldengrenze]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man sollte nicht den Versuch unternehmen, in einen absolut betrachtet geringen Kursimpuls des Euro zu viel hineinzulesen. Denn das, was wie Volatilität am gestrigen Handelstag ausgesehen haben könnte, gilt nur für die relative Betrachtungsweise des Geschehens. Denn 40 Stellen temporärer Kursgewinn wirken nur unter einem Brennglas betrachtet sehr groß...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1160)</strong>             Zum europäischen Handelsschluss kam gestern fast so etwas wie Leben in den Euro, als dieser aus seiner leicht bearishen Lethargie zu erwachen schien. Aber der Sprung von rund 40 Stellen gegenüber dem Dollar war kurzlebig. Und wer womöglich auf eine größere Serie von Stopp-Loss Käufen gesetzt hatte, musste sich schon kurze Zeit später wieder getäuscht sehen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun sollte man nicht den Versuch unternehmen, in einen absolut betrachtet geringen Kursimpuls zu viel hineinzulesen. Denn das, was wie Volatilität am gestrigen Handelstag ausgesehen haben könnte, gilt nur für die relative Betrachtungsweise des Geschehens. Denn 40 Stellen temporärer Kursgewinn wirken nur unter einem Brennglas betrachtet sehr groß, weil der Euro zuvor für eine Abwärtsbewegung, die in ihrer extremen Ausprägung gerade einmal 125 Stellen ausmachte, acht Tage benötigte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10578" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/22052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gibt es zurzeit nicht gerade aufregende ökonomische Daten zu begutachten, die das Währungspaar betreffen. Und auf der politischen Ebene im US-chinesischen Handelskonflikt hat die Huawei-Story als Eskalationsfaktor eher die Aktien- als die Devisenmärkte im Griff.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wahlen werfen Schatten voraus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin scheinen sich die Kommentatoren mit den möglichen Szenarien zu beschäftigen, die sich aus den EU-Wahlen zwischen dem 23. und dem 26. Mai ergeben könnten. Ganz besonders, was beispielsweise Italien betrifft. Sei es, dass die dortige Lega Nord, die Partei, der der stellvertretende Premierminister Matteo Salvini vorsteht, die Anzahl ihrer Sitze von sechs tatsächlich auf die derzeit prognostizierten 27 Sitze dramatisch erhöht. Damit würde sich wahrscheinlich nicht nur die harte Haltung der italienischen Regierung hinsichtlich der angekündigten Überschreitung der neuen Verschuldungsgrenze verfestigen. Vielmehr wird vielfach damit gerechnet, dass in der Folge italienische Staatsanleihen deutlich unter Druck geraten und so ihren Renditevorsprung gegenüber Bundesanleihen weiter vergrößern. Aber auch der Euro selbst könnte nach Ansicht vieler Akteure weiter unter Druck geraten, sollten die Wahlen einen steigenden Anteil der populistischen Parteien im Europäischen Parlament zeitigen. Dazu würde auch ein deutlicher Wahlsieg der noch jungen Brexit-Partei in Großbritannien zählen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zuvor steht jedoch heute das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank vom 30. April/1. Mai zur Veröffentlichung an. Diese sogenannten „Minutes“ dürften jedoch insofern an Bedeutung verloren haben, als sie den Verlauf einer Sitzung wiedergeben, die noch vor der Eskalation des US-chinesischen Handelskonflikts stattfand.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo lässt sich feststellen, dass der Euro in seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1365/70</strong> erhebliche Schwierigkeiten hat, sich der Unterseite zu nähern. Dafür sorgt nicht zuletzt das wichtige Nachfrageniveau bei nunmehr <strong>1,1130</strong>. Die Oberseite des Feldes ist indes wesentlich interessanter, da erstes signifikantes Angebot nicht vor <strong>1,1290</strong> zu erwarten ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/kleiner-impuls-ohne-folgen/">Kleiner Impuls ohne Folgen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Faustregel als Falle</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/faustregel-als-falle/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2019 05:58:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Faustregel]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Jerome Powell]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrasteffekt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Faustregeln haben den großen Vorteil, dass sie gerade bei Entscheidungen unter Zeitdruck zu schnellen Ergebnissen führen. Verbunden mit dem Nachteil, dass diese Ergebnisse manchmal nicht genau sind oder sogar in die Irre führen. Genauso eine Faustregel galt bislang auch im Devisenhandel, wenn es um Streitigkeiten im Handelskonflikt zwischen den USA und China...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/faustregel-als-falle/">Faustregel als Falle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1220)</strong>             Faustregeln haben den großen Vorteil, dass sie gerade bei Entscheidungen unter Zeitdruck zu schnellen Ergebnissen führen. Verbunden mit dem Nachteil, dass diese Ergebnisse manchmal nicht genau sind oder sogar in die Irre führen. Genauso eine Faustregel galt bislang auch im Devisenhandel, wenn es um Streitigkeiten im Handelskonflikt zwischen den USA und China ging. Flammten diese auf, zog der US-Dollar gewöhnlich an, und bahnte sich eine Lösung der Streitigkeiten an, geriet der Greenback unter Druck. Diese Faustregel schien zumindest gestern außer Kraft gesetzt zu sein. Zwar konnte sich der Dollar gegenüber dem Euro am Vormittag tatsächlich etwas befestigen. Doch erholte sich die Gemeinschaftswährung wieder – der gestrige Kurssprung am Nachmittag ist ein Indiz dafür, dass ein paar Händler trotz des zu eskalieren drohenden Handelskonflikts auf dem falschen Fuß erwischt worden waren. Eine Faustregel, die sich als Falle erwies. Dies ist vor allen Dingen deswegen bemerkenswert, als der ökonomische Kalender gestern nicht gerade mit bedeutenden oder überraschenden Daten gespickt war.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10528" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/10052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Schließlich gab es eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell, die im Vorfeld von einigen Marktteilnehmern als „ganz wichtig“ eingestuft wurde. Powell sprach bei der Eröffnung einer Konferenz mit dem Titel &#8222;Renewing the Promise of the Middle Class“. Studiert man dabei den Redetext <span style="color: #000000;">(<a style="color: #000000;" href="https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/powell20190509a.htm"><strong>HIER</strong></a>)</span>, wird man schwerlich einen Hinweis auf die Geldpolitik der Notenbank finden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fragwürdiges Rezessionssignal </span></strong></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer jedoch auf der Suche nach Rezessionssignalen gewesen sein sollte, wäre gestern fast fündig geworden. Denn der Renditevorsprung der zehnjährigen US-Staatsanleihen gegenüber T-Bills mit dreimonatiger Laufzeit war zum Ende der europäischen Handelssitzung auf null geschrumpft. Wir erinnern uns: Im März dieses Jahres wurde eine Inversion bei diesen beiden Fälligkeiten – diese wird mancherorts als Vorbote einer Rezession gesehen – beobachtet. Ganz nebenbei bemerkt: Bis zum August vergangenen Jahres schauten die Marktteilnehmer diesbezüglich noch auf den sogenannten Spread zwischen Anleihen mit 10- und 2-jähriger Laufzeit. Und der betrug gestern +20 Basispunkte.    </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Wenn man infolge des US-chinesischen Handelskonflikts mit sinkenden Leitzinsen rechnet, sollte man auf die implizite Wahrscheinlichkeit blicken, die sich für mindestens eine Zinssenkung bis zum Jahresende (vgl. CME FedWatch Tool) seit vergangenen Donnerstag von knapp 50 auf nunmehr 58 Prozent erhöht hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Bei all diesen Argumenten darf jedoch nicht vergessen werden, dass die gestrige Handelsspanne des Euro deshalb relativ groß erscheint, weil sich der Euro in den beiden Wochen zuvor in noch engeren Bahnen bewegt hat. Ein Kontrast, der vermutlich eher technischen Faktoren zuzuschreiben ist und sich letztlich in einem kleinen Sprung des Euro manifestierte. Zumal der kurzfristige Euro-Abwärtstrend (<strong>1,1255</strong> bis <strong>1,10<u>60/65</u></strong>) bereits an den Tagen zuvor fast zum Erliegen gekommen und die Oberseite immer noch etwas durchlässiger ist. Daran änderte bislang auch die Anhebung der Sonderzölle auf China-Importe seitens der USA im Volumen von 200 Mrd. USD von 10 auf 25 Prozent nichts. Die Regelung trat heute früh um 6 Uhr ME(S)Z in Kraft, nachdem bei den US-chinesischen Handelsgesprächen kein Durchbruch erzielt worden war. Letztere sollen heute immerhin fortgesetzt werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/faustregel-als-falle/">Faustregel als Falle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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