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	<title>Geldpolitik Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 01 Nov 2020 10:34:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die Hoffnung schwindet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2020 10:31:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Handelswoche dürfte gewesen sein, dass Aktienmarkt-Korrekturen nicht mehr wie in den Monaten zuvor von den Akteuren einfach weggesteckt werden. Hierzulande verloren DAX und EURO STOXX 50 nämlich rund 8,6 bzw. 7,5 Prozent an Wert, und in den USA sah es auch nicht besser aus. Natürlich könnte man als Hauptgrund die massiv gestiegenen Covid-19-Infektionen für die schwächste Aktienwoche seit dem Corona-Tief vom 19. März nennen. Aber diese Entwicklung war bereits in den Vorwochen erkennbar, und auch die neuesten Lockdowns (light) in der EU sollten keine Riesenüberraschung dargestellt haben...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/die-hoffnung-schwindet/">Die Hoffnung schwindet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>645)</strong>             Eine der wichtigsten Erkenntnisse der vergangenen Handelswoche dürfte gewesen sein, dass Aktienmarkt-Korrekturen nicht mehr wie in den Monaten zuvor von den Akteuren einfach weggesteckt werden. Hierzulande verloren DAX und EURO STOXX 50 nämlich rund 8,6 bzw. 7,5 Prozent an Wert, und in den USA sah es auch nicht besser aus. Natürlich könnte man als Hauptgrund die massiv gestiegenen Covid-19-Infektionen für die schwächste Aktienwoche seit dem Corona-Tief vom 19. März nennen. Aber diese Entwicklung war bereits in den Vorwochen erkennbar, und auch die neuesten Lockdowns (light) in der EU sollten keine Riesenüberraschung dargestellt haben. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12675" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/02112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/02112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/02112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stützende Faktoren verschwunden</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es sind seit vergangenem Montag einige aufbauende Hoffnungs-Elemente für die Börsianer weggefallen. Über das auf Eis gelegte US-Konjunkturprogramm habe ich an dieser Stelle schon mehrfach berichtet, und ob es zu einem großen Stimulus-Paket kommen wird, hängt vom Ausgang der US-Wahlen ab. Auch gibt es nicht wenige Kommentatoren, aber auch Marktteilnehmer, die bei einem knappen Wahlergebnis, vor allem wenn dieses zu Ungunsten von US-Präsident Donald Trump ausfällt, von der Gefahr einer möglichen Verfassungskrise, begleitet von einer längeren Periode der Unsicherheit, sprechen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wirkungslose Geldpolitik?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch ein anderer Unsicherheitsfaktor ist in den Vordergrund getreten: Die als solche mancherorts wahrgenommene schwindende Feuerkraft der Zentralbanken. Auch wenn EZB-Präsidentin Christine Lagarde durchblicken ließ, dass bei der Dezember-Sitzung der Notenbank noch geldpolitisch nachgelegt würde, bleiben Zweifel über die Effektivität dieser Maßnahmen. Der Chef der österreichischen Notenbank, Robert Holzmann, brachte es am Freitag auf den Punkt, als er äußerte, [die EZB] habe zwar „viel Geld auf den Tisch gelegt“, aber trotzdem habe sich die Inflation kaum bewegt. Dies wird von der jüngsten Schnellschätzung der Oktober-Zahlen für die Eurozone bestätigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zahlen ohne Wert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Blickt man indes auf die (vorläufige) Entwicklung des Wachstums in der Eurozone, so hätten die am Freitag publizierten Zahlen für das dritte Quartal eigentlich Mut machen müssen. Denn gegenüber dem Vorquartal war ein Plus von 12,7 Prozent bekannt gegeben worden, weit mehr als die Medianprognose der Ökonomen (+9,6 Prozent). Aber diese Daten sind schon wieder Makulatur. Denn die Entwicklung der Covid-19-Infektionszahlen deutet bereits darauf hin, dass eine sogenannte Double-Dip-Rezession unvermeidlich scheint.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch in den USA gab es eine Serie wichtiger Wirtschaftsdaten. Allerdings stießen sie angesichts der Covid-19-Situation und der US-Wahlen am kommenden Dienstag nur auf wenig Interesse. Dies galt selbst für den Index der persönlichen Verbrauchsausgaben (PCE), der im September gegenüber dem Vorjahr in der Kernrate um 1,5 Prozent gestiegen war. Die US-Notenbanker dürfte das zurzeit kaum beeindrucken, auch wenn es sich dabei um das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß handelt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar als sicherer Hafen nur mäßig gefragt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Trotz aller Risikoaversion war der Dollar als „sicherer Hafen“ längst nicht so gefragt, wie es die Risikoaversion an den Aktienmärkten hätte vermuten lassen. Das Minus von 1,8 Prozent in der abgelaufenen Woche ist sogar geringer als der Euro-Rückgang von vor fünf Wochen, und für den gesamten Oktober beträgt es sogar nur 0,6 Prozent. Allerdings sind etwaige positive Ambitionen der Gemeinschaftswährung aus der vorvergangenen Woche durch die jüngste Entwicklung vorerst auf Eis gelegt. Der Euro bleibt also leicht angeschlagen, solange er sich unter 1,1785/90 bewegt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Dauerwarnungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 09:07:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Abwertungswettlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesbank]]></category>
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		<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist in Sachen des vielerorts beschworenen Währungskriegs alles doch nicht so schlimm. Und wenn Finanzminister Schäuble gestern äußerte, der Euro befände sich gegenüber dem Yen in einer normalen Bandbreite und er könne auch keinen Abwertungswettlauf der japanischen Währung gegenüber dem Euro feststellen, bedeutet das nicht nur, dass die jüngste Entwicklung des Yen beim nächsten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist in Sachen des vielerorts beschworenen Währungskriegs alles doch nicht so schlimm. Und wenn Finanzminister Schäuble gestern äußerte, der Euro befände sich gegenüber dem Yen in einer normalen Bandbreite und er könne auch keinen Abwertungswettlauf der japanischen Währung gegenüber dem Euro feststellen,<span id="more-5681"></span> bedeutet das nicht nur, dass die jüngste Entwicklung des Yen beim nächsten G20-Treffen vermutlich nicht auf der Agenda landen wird. Vielmehr relativiert es auch die Position von Jens Weidmann, der unlängst vor einer Politisierung der Wechselkurse und den Risiken eines ebensolchen Abwertungswettlaufs gewarnt hatte. Tatsächlich scheint mir, dass der Bundesbankpräsident fast immer nur am Warnen ist, wobei er mit seinen Sorgen um die Zentralbankunabhängigkeit sicherlich Recht haben dürfte. Was jedoch die Wechselkurse angeht, hat sich, wie mir ein befreundeter Währungsstratege vorrechnete, der Yen gegenüber dem Euro noch nicht einmal in Richtung seines langjährigen Mittelwerts seit der Einführung des Euros bei 126,50 Yen abgeschwächt. Ganz zu schweigen davon, dass er derzeit immer noch viel fester als zu Beginn der Finanzkrise gehandelt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Yen korrigiert nur langfristigen Aufwärtstrend</b></p>
<p>In diesem Zusammenhang fand ich auch den heutigen Kommentar in der Financial Times <i>Weidmann‘s doubts</i> absolut lesenswert, in dem einige Dinge zurechtgerückt werden. Natürlich kann man über die angekündigte Gelddruckerei der Bank von Japan denken wie man will, aber eine derartige geldpolitische Maßnahme soll zunächst einmal dazu dienen, die jahrzehntelange Deflation Japans zu beseitigen. Wobei man sich natürlich durchaus die Frage stellen darf, ob es sinnvoll ist, eine solche Politik, die ja nun nicht erst seit gestern betrieben wird, ohne Erfolgsnachweis ad infinitum zu betreiben. Aber es ist nicht unnatürlich, wenn in diesem Zusammenhang als Nebeneffekt die eigene Währung an Wert verliert. Wechselkurse betreffen allerdings immer zwei Seiten einer Medaille: Als der Yen sich noch im vergangenen Jahr gegenüber dem Euro peu à peu befestigte, hat sich ja auch niemand darüber beschwert, dass sich daraus für die Eurozone ein Wettbewerbsvorteil ergeben könnte oder man hierzulande gar einen Währungskrieg angezettelt hätte.</p>
<p>Ein haltloses Gerücht um den Bundesbankpräsidenten spielte aber auch am Aktienmarkt in dieser Woche eine Rolle. Ob diese Geschichte längerfristig auf die Stimmung der mittelfristig orientierten Börsianer geschlagen hat, beantwortet Gianni Hirschmüller in seiner jüngsten Sentiment-Analyse für die Börse Frankfurt, die Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+weidmann+geruecht+lockt+haendler+aus+der+schonung+46049">hier finden</a>. Meine eigene Detailanalyse finden Sie unter dem entsprechenden Reiter an <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+weidmann+geruecht+lockt+haendler+aus+der+schonung+46049">gleicher Stelle</a>.</p>
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		<title>Fed, Herrin über ökonomische Schalter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 08:44:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anleihekaufprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich hat es mich schon ein wenig erstaunt, wie überrascht die Finanzmärkte von der Ankündigung Ben Bernankes gewesen waren, die US-Notenbank werde ihre Niedrigzinspolitik in Zukunft an feste ökonomische Werte binden. Denn während der vergangenen Wochen war doch durchaus immer wieder erkennbar, dass der Offenmarktausschuss der Fed zu einem derartigen Schritt tendieren würde, nachdem mehrere [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hat es mich schon ein wenig erstaunt, wie überrascht die Finanzmärkte von der Ankündigung Ben Bernankes gewesen waren, die US-Notenbank werde ihre Niedrigzinspolitik in Zukunft an feste ökonomische Werte binden. <span id="more-5541"></span>Denn während der vergangenen Wochen war doch durchaus immer wieder erkennbar, dass der Offenmarktausschuss der Fed zu einem derartigen Schritt tendieren würde, nachdem mehrere seiner Mitglieder (Janet Yellen, Charles Evans und andere) bereits mit Zahlenvorschlägen von sich Reden gemacht hatten. Dass die Politik extrem niedriger Fed-Funds-Zinsen fortgeführt werden soll, solange sich die Arbeitslosenquote oberhalb von 6,5 Prozent bewegt und auf Sicht von ein bis zwei Jahren eine Inflationsrate von höchstens 2,5 Prozent erwartet wird, mag auf den ersten Blick vorteilhaft erscheinen: Es handelt sich um eine im Voraus definierte Kombination von Regeln, womit die Notenbankpolitik vordergründig berechenbarer erscheint. Ja, fast bekommt man den Eindruck, Ben Bernanke wolle mit seiner Zahlengläubigkeit der Ökonomie doch noch den Status einer Naturwissenschaft verleihen. Etwas, das den Ökonomen bis heute nicht gelungen ist.</p>
<p>Natürlich würde nach Eintritt der nunmehr quantifizierbaren Bedingungen nicht sofort ein Schalter umgelegt und eine Phase massiv steigender Zinsen eingeleitet werden. Aber wie ich schon an <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/zahlenglaubigkeit-der-fed/">anderer Stelle</a> andeutete, setzt der Glaube an die Bedeutung ökonomischer Schwellenwerte voraus, dass die zurate gezogenen ökonomischen Indikatoren für die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung tatsächlich auch sinnvoll sind. Ich bin mir nicht sicher, ob dies tatsächlich der Fall ist.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Trügerische Sicherheit und Kontrollillusion</strong></p>
<p>Abgesehen davon, dass die Akteure an den Finanzmärkten mit den neuen ökonomischen Zielmarken nicht nur psychologischen Ankereffekten unterliegen werden, würde etwa die Wirkung einer Zinserhöhung nach Eintreten der dafür erforderlichen Bedingung vielerorts wahrscheinlich völlig überschätzt. Man bekommt quasi den Eindruck, die Fed sei mit ihrer Politik der Zahlengläubigkeit in der Lage, in realiter etwas zu bewegen. Nach dem Motto: Wer den Schalter bedienen kann, hat auch die Kontrolle über das, was er damit bewegt. Womit sich die Investoren womöglich in einer trügerischen Sicherheit wiegen werden. Wo doch gerade das Beispiel der japanischen Notenbank (BoJ) zeigt, wie wenig geldpolitische Instrumente im Zweifel ausrichten können. Immerhin muss man Ben Bernanke und seinen Mitstreitern zugutehalten, dass sie sich eine Hintertür offengelassen haben. Denn die <em>quantitativen</em> Regeln gelten nur für den Leitzins, während die Anleihekaufprogramme einer <em>qualitativen</em> Bewertung der ökonomischen Situation unterzogen werden, womit sich die Notenbank zumindest nicht ihrer Flexibilität beraubt.</p>
<p>Unterdessen bleibt die Stimmung an den Aktienmärkten, deren gestrige Erhebung die jüngsten Maßnahmen der Fed naturgemäß noch nicht beinhalten konnte, fast ungetrübt. Ob dieser Optimismus von Dauer ist, können Sie in <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+7+600+reizt+nur+wenige+zu+gewinnmitnahmen+44646">meinem Sentiment-Kommentar für die Börse Frankfurt nachlesen</a>, während sich Gianni Hirschmüller (unter dem entsprechenden Reiter auf derselben Seite) um die <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+7+600+reizt+nur+wenige+zu+gewinnmitnahmen+44646">Detailanalyse</a> gekümmert hat.</p>
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		<title>Ein harmloses Spiel</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ein-harmloses-spiel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 07:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[abnehmende Sensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
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		<category><![CDATA[Rang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unlängst, ich weiß nicht, warum, erinnerte ich mich plötzlich wieder an meine erste intensive Erfahrung mit Geld. Ich muss damals ungefähr neun Jahre alt gewesen sein, als eines Tages ein bislang eher schüchtern und unscheinbar wirkender Schulkamerad alle Kinder in meiner Klasse aufforderte, unser Spielgeld von zu Hause mitzubringen und bei ihm abzuliefern. Anfangs waren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-harmloses-spiel/">Ein harmloses Spiel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;">Unlängst, ich weiß nicht, warum, erinnerte ich mich plötzlich wieder an meine erste intensive Erfahrung mit Geld. Ich muss damals ungefähr neun Jahre alt gewesen sein, als eines Tages ein bislang eher schüchtern und unscheinbar wirkender Schulkamerad <span id="more-2624"></span>alle Kinder in meiner Klasse aufforderte, unser Spielgeld von zu Hause mitzubringen und bei ihm abzuliefern. Anfangs waren wir überrascht, dann wurden wir neugierig. Und tatsächlich begannen wir, die Registrierkassen in unseren Kaufmannsläden zu plündern oder ganze Monopoly-Bestände mit in die Schule zu bringen. Der Mitschüler musste nur noch die gesamte Barschaft einsammeln. Ein harmloses Spiel begann.<strong></strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Jeden Tag bekam ein Großteil der Klassenkameraden einen Teil des Spielgeldes wieder ausbezahlt. Kinder, die dem kleinen Bankier nahestanden, erhielten etwas mehr, die weniger Wohlgelittenen etwas weniger. Jeden Tag gab es neues Geld, und jeder bekam, abhängig von Rang und Status, was ihm zustand. Wobei man durch Wohlverhalten und andere Gefallen seinen Tageslohn erheblich steigern konnte. Es dauerte nicht lange, und es traten zwei wesentliche Erkenntnisse zu Tage. Die eigene Position innerhalb der Klasse war extrem wichtig. Zum anderen entschieden nicht länger körperliche Kraft und schulische Leistung über den Rang innerhalb der Gemeinschaft, sondern die auf den Spielgeldscheinen aufgedruckten Ziffern. Keiner meiner Mitschüler unternahm irgendeine Anstrengung, diese teils willkürliche Ordnung etwa durch heimliches Beimengen zusätzlichen Spielgeldes zu verbessern. Etwas anderes war viel dringlicher. Jeder meiner Klassenkameraden verlangte von Tag zu Tag mehr Geld, so dass die Geldreserven alsbald aufgebraucht waren. In seiner Not hatte der Finanzstratege einen scheinbar großartigen Einfall: Er begann einfach weiteres Spielgeld zu drucken. Bald reichten nicht mehr die 100er Noten, auch nicht die Tausender. Ganz schnell landeten wir bei Millionen- und Milliardenscheinen. Schließlich wurden selbst die einfältigsten Mitschüler misstrauisch. Und es dauerte nicht lange, bis von Betrug die Rede war. Schnell breitete sich Wut aus – der kleine Große Gatsby war entzaubert. Und wenn die Lehrerin nicht dazwischen gegangen wäre, hätte es vermutlich Klassenkeile gegeben. </span></p>
<p>Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger wundert es mich, dass mir diese längst vergessene Geschichte gerade jetzt wieder eingefallen ist.</p>
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		<title>Post von Goldberg – Lieber Herr Trichet,</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 08:12:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Commitment]]></category>
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		<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Zinsen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>die Meldung, die nukleare Katastrophe in Fukushima werde nunmehr von der japanischen Regierung mit der gleichen Stufe 7 wie das Unglück von Tschernobyl aus dem Jahre 1986 bewertet, löste bei mir sogleich eine Assoziation aus: Ich erinnerte mich sofort wieder an Ihre einleitende Worte zur EZB-Pressekonferenz ein paar Tage zuvor, als sie der Opfer der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/post-von-goldberg-lieber-herr-trichet/">Post von Goldberg – Lieber Herr Trichet,</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>die Meldung, die nukleare Katastrophe in Fukushima werde nunmehr von der japanischen Regierung mit der gleichen Stufe 7 wie das Unglück von Tschernobyl aus dem Jahre 1986 bewertet, löste bei mir sogleich eine Assoziation aus: Ich erinnerte mich sofort wieder an Ihre <span id="more-1249"></span>einleitende Worte zur EZB-Pressekonferenz ein paar Tage zuvor, als sie der Opfer der japanischen Katastrophe gedachten. Kurz zuvor hatte die von Ihnen geleitete Zentralbank die Zinsen für die Eurozone um 0,25 % erhöht.</p>
<p>Sicher könnte man jetzt einwenden: Es gibt keinen „richtigen“ Zeitpunkt für eine Leitzinserhöhung, zumal wenn mit ihr womöglich ein Kurswechsel eingeläutet werden soll. Denn immer wird es neue Fakten, Nachrichten oder Ereignisse geben, die unsere ökonomischen Prognosen beeinflussen könnten. Dennoch bleibt wohl unbestritten, dass die Lage auf unserem Globus während der vergangenen Wochen noch unübersichtlicher als sonst gewesen ist. Nicht nur weil Japan bei seinem Versuch, die äußerst riskante Situation in den havarierten Reaktoren in den Griff zu bekommen, immer wieder von massiven Nachbeben heimgesucht wurde. Zu allem Übel musste am Abend vor der Zinsentscheidung auch noch Portugal die EU und den IWF um Hilfe bitten, ganz zu schweigen von den bevorstehenden Wahlen in Finnland, bei denen zu befürchten steht, dass hitzige Euroskeptiker an die Regierung kommen werden – und das in einem Land, dessen Zustimmung für alle Rettungsverträge notwendig ist. Wäre es daher wirklich so absurd gewesen, den Zinsentscheid zumindest um einen Monat zurückzustellen, in der berechtigten Hoffnung, bis dahin eine etwas klarere Sicht der Dinge zu gewinnen? Zumal diese Verschiebung sicherlich den mittelfristigen Inflationsausblick nicht wesentlich verändert hätte.</p>
<p>Und hatten nicht Sie selbst zugegeben, dass es vorranging externe Faktoren gewesen seien, die die derzeitige Inflation verursacht hätten? Bekommt man diese Faktoren mit Zinserhöhungen so ohne weiteres unter Kontrolle? Darüber hinaus schätzen Sie doch die konjunkturellen Aussichten für die Eurozone momentan als leicht positiv und die Risiken als ausgewogen ein, nicht ohne einzuräumen, dass die Prognoseunsicherheit sich gleichzeitig deutlich erhöht habe. Interessanterweise scheinen Sie im Gegensatz zu früher aber auch nicht wirklich mehr die Geldmengen­-Aggregate zu berücksichtigen. Dabei hatte sich die Zentralbank bei ihren Zinsentscheidungen doch stets dazu bekannt, dass die Geldmenge eine der beiden Säulen sei, auf die sie ihrer Politik stützen wolle. Tatsächlich ist das Geldmengenwachstum derzeit so niedrig, dass man daraus wohl kaum auf eine steigende Inflation schließen dürfte. Aber auch die derzeitige Inflationsrate von <em>schätzungsweise</em> 2,6 % befindet sich nicht wesentlich über der Zielzone der EZB – am Montagabend hatten Ökonomen des IWF sogar prognostiziert, die Kernrate werde noch vor dem Jahresende in Europa in den Zielbereich zurückkehren.</p>
<p>Lieber Herr Trichet, warum um alles in der Welt haben Sie diesen Schalter gerade jetzt umgelegt? War mit der &#8222;starken Wachsamkeit&#8220; das &#8222;Pre-Commitment&#8220;  (eine Festlegung im Voraus, von der Sie doch normalerweise nie etwas wissen wollen) so hoch, dass man einen Politikwechsel um jeden Preis vorantreiben musste, egal, was in den folgenden vier Wochen passieren würde?</p>
<p>Herzlichst</p>
<p>Ihr</p>
<p>J. F. Goldberg</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/post-von-goldberg-lieber-herr-trichet/">Post von Goldberg – Lieber Herr Trichet,</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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