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	<title>EFSF Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Relative Krisenbewältigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 13:45:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Reaktion der Finanzmärkte auf den gestrigen Lösungsbeitrag für die EU-Schuldenkrise ist zumindest anfangs fast schon ein bisschen euphorisch ausgefallen. Da muss der Referenzpunkt der Erwartungen schon sehr niedrig gelegen haben, wenn der DAX heute Früh mit einem weiteren Jubelsprung eröffnete. Gemessen an dem von Optimisten einmal erwarteten „großen Wurf“ beim Gipfel der EU-Staats- und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reaktion der Finanzmärkte auf den gestrigen Lösungsbeitrag für die EU-Schuldenkrise ist zumindest anfangs fast schon ein bisschen euphorisch ausgefallen. Da muss der Referenzpunkt der Erwartungen <span id="more-2723"></span>schon sehr niedrig gelegen haben, wenn der DAX heute Früh mit einem weiteren Jubelsprung eröffnete. Gemessen an dem von Optimisten einmal erwarteten „großen Wurf“ beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs, ist allerdings nicht allzu viel übrig geblieben. Und das, was beim gestrigen Treffen beschlossen wurde, mag vielleicht genügen um einen Brand, ausgehend von Griechenland, zu löschen. Nachhaltig ist diese Lösung jedoch nicht. Allein schon der Hebel für den EFSF, der dessen Volumen auf gut 1 Billion Euro aufblähen wird, ist zwar mit dem Faktor vier oder fünf schon recht hoch – doch die Erwartungen der Akteure für eine nachhaltige Beruhigung der Finanzmärkte liegen indes doppelt so hoch. Und so darf man auch für die gestrigen Beschlüsse, die überdies bezüglich des EFSF-Hebels noch zu konkretisieren sind, keine allzu langen Halbwertszeiten erwarten.</p>
<p><span style="font-size: small;">Immerhin konnte sich Angela Merkel zuvor im Bundestag eine Mehrheit von knapp 85 % der Abgeordneten sichern, von denen bestenfalls eine kleine Minderheit verstanden haben dürfte, wofür sie konkret gestimmt haben. Aber auch hier spielt der Referenzpunkt der Handlungsalternative (d. h. mit Nein zu stimmen oder sich zu enthalten) eine Rolle. Denn im Vergleich zu den <em>wahrgenommenen</em> unwägbaren, möglicherweise fürchterlichen Risiken und Konsequenzen, die eine Ablehnung der Aufblähung des EFSF-Schirms mit sich gebracht hätte, sieht eine irgendwie geartete &#8222;Rettung&#8220; schon richtig toll aus. Über diese und andere Themen, aber auch für die Folgen für die Märkte, habe ich übrigens in meinem heutigen Interview, das Andreas Scholz vom <a href="http://www.daf.fm/video/goldberg-nicht-zu-euphorisch-werden-50148850-DE0008469008.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehen (DAF)</a> mit mir führte, ausführlich gesprochen. </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Mein Kollege Gianni Hirschmüller sprach zudem im <a href="http://www.teleboerse.de/mediathek/mediathek_videos/teleboerse/Teleboerse-von-11-15-Uhr-article2995906.html">n-tv Interview </a>mit Sabrina Marggraf über das Markt-Sentiment und die Gefahren einer Short-Squeeze.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Groupthink für einen Augenblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 07:16:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Während der vergangenen Tage ist ein regelrechtes Durcheinander um die diversen Euro-Rettungsprogramme entstanden. Da wurde über erweiterte Rettungsschirme in verschiedenen nationalen Parlamenten abgestimmt – hierzulande mit dem Versprechen, etwa den EFSF-Garantiemechanismus nicht weiter aufzustocken. Trotzdem diskutierte man lautstark über eine möglichst effiziente Verwendung der entsprechenden Mittel. Von großen Hebeln ist die Rede, von Ausfallversicherungen und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während der vergangenen Tage ist ein regelrechtes Durcheinander um die diversen Euro-Rettungsprogramme entstanden. Da wurde über erweiterte Rettungsschirme in verschiedenen nationalen Parlamenten abgestimmt – hierzulande mit dem Versprechen, etwa den EFSF-Garantiemechanismus nicht weiter aufzustocken.<span id="more-2642"></span> Trotzdem diskutierte man lautstark über eine möglichst effiziente Verwendung der entsprechenden Mittel. Von großen Hebeln ist die Rede, von Ausfallversicherungen und schön verpackten strukturierten Produkten. Dann stellt man fest, die derzeitige Notfalleinrichtung EFSF kann mangels Eigenkapital nicht zur Bank gemacht werden und dann nimmt man halt einfach den anderen, für 2013 geplanten Mechanismus namens ESM. So will es zumindest das Handelsblatt aus hochrangingen EU-Diplomatenkreisen erfahren haben. Schließlich stellt sich heraus, dass die Banken der Eurozone mit rund 200 Milliarden € kapitalisiert werden müssen. Wie wäre es da mit TARP?</p>
<p>Bei alledem bleibt ein Eindruck der Intransparenz, wobei sie Frage stellt, ob diese gewollt oder nur ein Zeichen geballter Inkompetenz ist. In beiden Fällen tun sich die Kommentatoren schwer, all diese gut gemeinten Pläne tatsächlich erklären zu können. Geschweige denn gemäß ihrer tatsächlichen Kosten abwägen zu können. Und wenn sich die Finanzminister der Eurozone treffen, denkt niemand an jene ungünstige Gruppendynamik namens &#8222;Groupthink&#8220; (<a href="http://www.blognition.de/markte/nur-eine-mehrheit" target="_blank">vgl. gestriger Beitrag</a>) mit dem Zwang zu konformem Denken. Darüber mag auch nicht der Wille zu einer gemeinsamen europäischen Wirtschaftsregierung hinwegtäuschen. Zwar ist die Zusammensetzung der EU-Finanzminister so bunt gemischt wie die Passagiere eines Flugzeugs, das sich gerade im Landeanflug befindet. Doch man stelle sich einmal die Situation vor, wenn der Pilot wegen schlechten Wetters kurz vor dem Aufsetzen das Gefährt noch einmal nach oben ziehen muss. Dann kann man plötzlich beobachten, wie aus einer ursprünglich bunt zusammengewürfelten Gruppe eine homogene Masse wird, die völlig gleichgerichtet denkt und handeln mag. Aus lauter Angst, womöglich einer Bruchlandung ausgesetzt zu sein.</p>
<p>Auch der Eurozone droht womöglich eine Bruchlandung: Mit anderen Worten: Die Politiker und Manager der Finanzkrise mögen demnächst in ähnlicher Weise ausgeliefert sein wie die Insassen des beschriebenen Flugzeugs. Und mit einem Male kommen sämtliche die Randbedingungen für das gefährliche Groupthink-Phänomen zusammen: Eine auf sich gestellte (abgeschottete) Gruppe neigt plötzlich zur Kohäsion, weil unter externem Stress und Zeitdruck eine gemeinsame Entscheidung gefragt ist. Ohne große Diskussion, Hauptsache man kommt irgendwie durch und übersteht den gemeinsamen Flug. Dann gibt es keinen mehr, der kritische Fragen stellt, Alternativen werden nicht mehr ausreichend berücksichtigt.</p>
<p>Und nachdem der Pilot die Maschine heil auf die Erde herunter gebracht hat, geht jeder wieder seines eigenen Weges. Guten Flug!</p>
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		<title>Nein, es wird nicht getrickst!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 12:23:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nun hat der Bundestag also die Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ESFS beschlossen, wobei die Stimmen der Regierungskoalition alleine schon für eine einfache Mehrheit ausgereicht haben. Trotz einiger Abweichler. Wenn man bedenkt, dass sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vehement gegen den Vorwurf verwahrte, der erweiterte Rettungsfonds könne nach dem Bundestagsbeschluss womöglich hintenherum über Finanzhebel aufgestockt werden, muss man [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat der Bundestag also die Ausweitung des Euro-Rettungsfonds ESFS beschlossen, wobei die Stimmen der Regierungskoalition alleine schon für eine einfache Mehrheit ausgereicht haben. Trotz einiger Abweichler. Wenn man bedenkt, dass sich Finanzminister Wolfgang Schäuble vehement gegen den Vorwurf verwahrte,<span id="more-2573"></span> der erweiterte Rettungsfonds könne nach dem Bundestagsbeschluss womöglich hintenherum über Finanzhebel aufgestockt werden, muss man sich allerdings schon ein bisschen wundern, dass die Aktienmärkte darauf so gut wie gar nicht reagiert haben. Denn ein Großteil der bisherigen DAX-Erholungsrallye wurde von den Akteuren mit einer Hoffnung auf eine massive Ausweitung des ESFS-Schirmes auf möglicherweise 2000 Milliarden Euro oder noch mehr verbunden. Oder rechnen die Akteure insgeheim, dass sich eine derartige Aufblähung des Schirms am Ende doch noch in irgendeiner Form durchsetzen lässt, zumal man den Eindruck bekommen muss, der Ursprung dieser Idee stamme aus den USA?</p>
<p>Was die Akteure am Aktienmarkt aber auch den Handel der wichtigsten Währungen zurzeit – mit einem Hinweis auf den Schweizer Franken – tatsächlich bewegt, erfahren Sie im heutigen Interview des <a href="http://www.daf.fm/video/das-kalte-wasser-ist-momentan-500-punkte-tief-50148094-DE0008469008.html" target="_blank">Deutschen Anlegerfernsehens (DAF)</a>, wo ich heute zu Gast bei Melanie Kösser sein durfte.</p>
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		<title>Warten auf die große Lösung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 06:14:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist der Optimismus der von der Börse Frankfurt wöchentlichen befragten Akteure doch noch einmal zurückgegangen. Aber nicht wegen des heutigen „Event-Risikos“ der Bundestagsabstimmung zum EFSF-Rettungsschirm. Und auch nicht zum Trotz der von uns zuletzt beobachteten Mini-Euphorie bei kurzfristig agierenden Händlern, angesichts der Spekulationen um einen stark erweiterten EFSF-Rettungsschirm auf bis zu 2.000 Mrd. Euro.  [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist der Optimismus der von der <a href="http://www.blognition.de/tag/borse">Börse</a> Frankfurt wöchentlichen befragten Akteure doch noch einmal zurückgegangen. Aber nicht wegen des heutigen „Event-Risikos“ der Bundestagsabstimmung zum EFSF-Rettungsschirm.<span id="more-2568"></span> Und auch nicht zum Trotz der von uns zuletzt beobachteten Mini-Euphorie bei kurzfristig agierenden Händlern, angesichts der Spekulationen um einen stark erweiterten EFSF-Rettungsschirm auf bis zu 2.000 Mrd. Euro.  Immerhin scheinen immer noch viele Akteure an dieses auf den ersten Blick „smart“ aussehende Rettungspaket zu glauben. Obwohl von politischer Seite, etwa von Finanzminister Schäuble, bereits abgewunken wurde. Auf der anderen Seite möchte aber auch die EZB offenbar nicht an einer derartigen Lösung beteiligt werden (vgl. etwa FTD von heute), indem sie dem EFSF in großem Stil gegen Hinterlegung von Anleihen Geld leiht.</p>
<p><span style="font-size: small;">Warum unser Bull/Bear-Index gestern trotzdem auf einen praktisch neutralen Wert zurückgegangen ist, verrate ich Ihnen in der jüngsten Ausgabe von <a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/cognitrend-tv/index.html" target="_blank">WGZ Cognitrend TV.</a> </span></p>
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		<title>Eine unglückliche Allianz</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/eine-ungluckliche-allianz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 09:08:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ratingagenturen mussten sich während der vergangenen Monate von europäischen Politikern und Notenbankern immer wieder heftige Kritik gefallen lassen: Fitch, S&#38;P und Moody’s wurde nicht nur die Subprime-Krise angelastet, sondern sie mussten sich vorhalten lassen, sie seien während der europäischen Schuldenkrise nicht besser als andere Akteure informiert gewesen, sie handelten (vielleicht auch als Reaktion auf vorangegangene [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-ungluckliche-allianz/">Eine unglückliche Allianz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ratingagenturen mussten sich während der vergangenen Monate von europäischen Politikern und Notenbankern immer wieder heftige Kritik gefallen lassen: Fitch, S&amp;P und Moody’s wurde nicht nur die Subprime-Krise angelastet, sondern <span id="more-191"></span>sie mussten sich vorhalten lassen, sie seien während der europäischen Schuldenkrise nicht besser als andere Akteure informiert gewesen, sie handelten (vielleicht auch als Reaktion auf vorangegangene Kritik, zu langsam gewesen zu sein) verfrüht, voreilig und mit einem zweifelhaften Timing. Da muss es geradezu inkonsequent wirken, wenn die jüngst ins Leben gerufene EFSF*  – entgegen aller Kritik – sich ausgerechnet bei diesem Trio eiligst um ein AAA-Rating bemüht.</p>
<p>Aber die Repräsentanten der Gesellschaft werden natürlich trotz aller offensichtlichen Mängel Kritikern gegenüber einwenden, Ratingagenturen seien nun einmal Teil der Welt in der wir leben: Die EFSF möchte ihre Anleihen an Investoren verkaufen, deren Kaufbereitschaft eben durch die Einschätzungen der Ratingagenturen bestimmt würden.</p>
<p>Aber da macht man es sich es ein bisschen zu einfach. Von den Teilhabern der EFSF, den europäischen Mitglieds-staaten, haben nämlich gerade einmal drei ein AAA-Rating und von den übrigen Ländern kann man einigen getrost das Prädikat „subprime“ verleihen. Damit die EFSF trotzdem ein Top-Rating für ihre Anleihen erhält, muss jeder Staat 120 Prozent seiner Beteiligung garantieren. Ein Commitment, das jedoch erst einer Prüfung standhält, wenn ein Land gerettet werden muss. Frühestens in diesem Fall, würde nämlich die EFSF überhaupt versuchen, Anleihen an den Mann zu bringen. Aber spätestens dann sollte man sich fragen, ob diese Bonds von den Agenturen immer noch das einstige Top-Rating erhielten. Vermutlich würden die Eurogruppe und die EZB erneut die bösen Ratingagenturen heftig tadeln. Aber dies würde dem Land, das dringend eine günstige Finanzierung benötigt, dann auch nicht mehr helfen.  </p>
<p>*(Europäische Finanzmarktstabilisierungsfazilität), der Rettungsschirm für finanziell angeschlagene Länder der Eurozone</p>
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