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	<title>Bofa Merrill Lynch Umfrage Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Nicht nur draußen wird es heißer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2017 12:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich mit der jüngsten Fondsmanager-Umfrage von BofA Merrill Lynch, die gestern veröffentlicht wurde, eingehender beschäftigt, könnte den Eindruck gewinnen, dass sich die globalen Aktienmärkte immer mehr erhitzen. Denn netto 37 Prozent der befragten Vermögensverwalter vertreten die Ansicht, Aktien seien überbewertet; das ist der höchste Stand seit Januar 2000. Damals sollte es dann nur noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9511 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/05/Senti_17052017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Wer sich mit der jüngsten Fondsmanager-Umfrage von BofA Merrill Lynch, die gestern veröffentlicht wurde, eingehender beschäftigt, könnte den Eindruck gewinnen, dass sich die globalen Aktienmärkte immer mehr erhitzen. Denn netto 37 Prozent der befragten Vermögensverwalter vertreten die Ansicht, Aktien seien überbewertet; das ist der höchste Stand seit Januar 2000. Damals sollte es dann nur noch ein paar Wochen dauern, bis die sogenannte Dotcom-Blase platzte. Dennoch sind die derzeitigen Werte, zumindest was die USA betrifft, mit denen von damals nicht seriös vergleichbar: Netto 82 Prozent der Fondsmanager halten nämlich US-Aktien für zu teuer und sind daher in diesen Papieren untergewichtet.</p>
<p>Von der Suche nach Alternativen konnten Aktien der Eurozone profitieren und das trotz einer bereits im Vormonat vorhandenen starken Übergewichtung in diesem Bereich. Zumindest wurde die Situation damals bereits von netto 48 Prozent der Fondsmanager so eingeschätzt. Im Mai ist diese Gruppe sogar auf 59 Prozent der Investoren angestiegen – es handelt sich mithin um den dritthöchsten Stand seit Bestehen der Befragung –, weshalb wir getrost davon ausgehen können, dass auch deutsche Standardwerte noch einmal profitiert haben. Außerdem halten per Saldo immer noch 20 Prozent der Fondsmanager Aktien der Eurozone für unterbewertet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Euro-phorie</strong></p>
<p>Nach der überstandenen französischen Präsidentschaftswahl scheinen europäische Risiken ohnehin bei den internationalen Vermögensverwaltern ausgeblendet zu sein. Ein Auseinanderbrechen der Eurozone, das im Vormonat noch als größtes Extrem-Risiko für die Finanzmärkte gesehen wurde, scheint derzeit praktisch niemand mehr als Bedrohung zu empfinden.</p>
<p>Fast schon könnte man von einer Euro-phorie sprechen, denn die Sorglosigkeit hat sich auch auf das Hedge-Verhalten ausländischer Akteure ausgewirkt, die immer weniger Bereitschaft an den Tag legen, sich gegen das Risiko eines Euro-Kursrückgangs gegenüber dem US-Dollar abzusichern. So sollen dem Vernehmen nach zuletzt nur noch 20 Prozent der amerikanischen Kapitalzuflüsse in Aktien-ETFs der Eurozone gehedged worden sein. Mit anderen Worten: Die Investoren gehen offensichtlich davon aus, dass der Aufwärtstrend des Euro auch längerfristig Bestand haben könnte. Auch hier passt die BofA Merrill Lynch-Umfrage ins Bild, derzufolge netto 23 Prozent der Befragten den US-Dollar für überbewertet halten.</p>
<p>Und was machen die hiesigen Börsianer? In der Vorwoche hielt das Gros der Akteure gegen die offenbar vom Ausland gestützte Aufwärtsbewegung des DAX. Ob der Wille, gegen den Trend zu halten, auch weiterhin besteht, können Sie meinem heutigen Kommentar zum DAX-Sentiment entnehmen, den ich  <span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Die-Euphorie-der-Anderen-2275498" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span> für die Börse Frankfurt erstellt habe. Einen Video-Kommentar dazu können Sie <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="https://www.youtube.com/watch?v=C3Ml-YaZspw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span> ansehen.</p>
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		<title>Die große Flucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 14:29:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Umfrage]]></category>
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		<category><![CDATA[Neuwahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die überraschende Ankündigung von Neuwahlen in Großbritannien am 8. Juni hatte gestern zu denkwürdigen Reaktionen im britischen Pfund geführt. Zum einen gab es eine für manchen Akteur sicherlich furchterregend anmutende Rallye in Kabelpfunden, bei der die britische Währung am gestrigen Tage in der Spitze um mehr als 3 Prozent gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Dass die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9480 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/04/Senti_190417-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Die überraschende Ankündigung von Neuwahlen in Großbritannien am 8. Juni hatte gestern zu denkwürdigen Reaktionen im britischen Pfund geführt. Zum einen gab es eine für manchen Akteur sicherlich furchterregend anmutende Rallye in Kabelpfunden, bei der die britische Währung am gestrigen Tage in der Spitze um mehr als 3 Prozent gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Dass die Marktreaktion so heftig ausgefallen war, dürfte vor allen Dingen daran gelegen haben, dass eine große Mehrheit der Akteure zuvor in Pfund Sterling vermutlich short gewesen war.</p>
<p>Daraus allerdings zu schließen, dass sich die Neuwahlen positiv für das britische Pfund auswirken können, mag dennoch zu kurz gesprungen sein. Denn der dortige Aktienindex FTSE 100 hat sich am selben Tag um fast 2,5 Prozent in der Spitze abgeschwächt, was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass die jüngste Pfund-Stärke auch auf Auflösung von Absicherungen internationaler Aktienengagements gegen einen Wechselkursverfall beruht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hastige Reaktionen</strong></p>
<p>Reaktionen gab es auch bei den Analysten einiger Bankhäuser, wobei eine davon recht deutlich ausfiel: Weil die Verhandlungsposition der Premierministerin Theresa May bei den Brexit-Verhandlungen mit der EU, gestützt durch eine schätzungsweise breitere Mehrheit bei den Unterhauswahlen, flexibler als zuvor sein dürfte, wurden sogleich alle bearishen Kursziele für die britische Währung zurückgenommen.</p>
<p>Ein für mich auf den ersten Blick sehr drastisch anmutender Stimmungswechsel. Denn man kann durchaus auch die Meinung eines anderen Bankhauses (vgl. Börsenzeitung von heute) vertreten, wonach es die EU-Verhandler hinsichtlich der eigenen Position kaum scheren dürfte, auf welche Mehrheiten sich die Gegenseite im britischen Parlament stützen kann.</p>
<p>Am Ende wird wie bei allen Verhandlungen die Psyche der Beteiligten eine große Rolle spielen. Entscheidend für das Verhalten der Marktteilnehmer ist am Ende ohnehin nur, inwieweit ihre Erwartungen – gemessen an Bezugspunkten und nicht an absoluten Zahlen – erfüllt oder enttäuscht wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aktien der Eurozone sehr beliebt</strong></p>
<p>Kein Wunder, dass die gestern veröffentlichten Ergebnisse der BofA Merrill Lynch- Umfrage unter Fondsmanagern im April medial bislang wenig Beachtung fand. Zumindest musste ich ziemlich suchen, um der wichtigsten Ergebnisse habhaft zu werden.</p>
<p>Danach ist die Vorliebe für europäische Aktien unter den Vermögensverwaltern zuletzt noch einmal deutlich gestiegen. Denn frei nach dem Motto „Raus aus US-Aktien, rein in europäische Werte“ gaben per Saldo 48 Prozent der Fondsmanager an, in Aktien der Eurozone (Vormonat 27 Prozent) übergewichtet zu sein<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>. Im gleichen Zuge zeigt sich nämlich für US-Papiere eine Untergewichtung von netto 20 Prozent der Befragten (nach einer Übergewichtung von noch netto einem Prozent im März) – die fünftgrößte Rotation in Aktien der Eurozone seit 1999<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a>. Dazu passt auch, dass 83 Prozent der Investoren US-Aktien – das ist Umfragerekord – für überbewertet halten. Nicht ganz dazu passt allerdings, dass das größte Extremrisiko – allerdings wesentlich niedriger als noch vor zwei Monaten – immer noch in einem Zerfall der EU gesehen wird. Diese Zahlen sind normalerweise ein gefundenes Fressen für sogenannte Contrarians, die sich bei solchen Werten eigentlich von Aktien der Eurozone verabschieden und schleunigst US-Werte kaufen müssten.</p>
<p>Was die hiesigen Anleger derzeit im Sinn haben, können Sie der jüngsten Stimmungserhebung der Börse Frankfurt, die ich <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Es-braut-sich-etwas-zusammen-2267310" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span> kommentiert habe, entnehmen.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Vgl. Reuters</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Vgl. <a href="http://www.zerohedge.com/news/2017-04-18/fund-managers-revolt-cut-allocation-record-overvalued-us-stocks-lowest-2008" target="_blank"><span style="color: #008000;">zerohedge.com vom 18.4.2017</span> </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zu viele haben es kommen sehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2017 16:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kommt jetzt die große Korrektur im US-Aktienmarkt? Wenn ja, wurde sie vom Gros der Fondsmanager und Kommentatoren schon längst erwartet. Und es scheint nicht wenige unter ihnen zu geben, die gestern fast so etwas wie Schadenfreude empfanden, als der breitgestreute S&#38;P 500 eine wichtige Serie beendete. Zum ersten Mal seit 109 Handelstagen brach der breitgestreute [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9453 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/03/Senti_22032017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Kommt jetzt die große Korrektur im US-Aktienmarkt? Wenn ja, wurde sie vom Gros der Fondsmanager und Kommentatoren schon längst erwartet. Und es scheint nicht wenige unter ihnen zu geben, die gestern fast so etwas wie Schadenfreude empfanden, als der breitgestreute S&amp;P 500 eine wichtige Serie beendete. Zum ersten Mal seit 109 Handelstagen brach der breitgestreute US-Aktienindex um mehr als ein Prozent ein. Fast wäre auch noch der Rekord von 1995 eingestellt worden, als derselbe Index eine vergleichbare Serie von sogar 110 Tagen beendet hatte. Und dann muss man schon bis 1985 zurückgehen, bis man ein Szenario vorfindet, bei dem der Index nach 112 Tagen „endlich“ einmal wieder einen Tagesverlust von mehr als einem Prozent produzierte. Und mit Erstaunen las ich, dass die bisher längste Serie von 185 Tagen sich bereits in den 1960er Jahren ereignete.</p>
<p>Natürlich sind angesichts dieses gestrigen Tagesverlusts auch hierzulande einige Akteure aufgeschreckt, was angesichts der ausgesprochen niedrigen Volatilität am Aktienmarkt nicht verwunderlich sein sollte. Relativ betrachtet mag dies sicherlich ein Schockerlebnis gewesen sein, aber ist dies tatsächlich mit einem Ende des Aufwärtstrends in den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks gleichzusetzen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aktien scheinen überbewertet – aber nur in den USA!</strong></p>
<p>Überall begegnet mir die Warnung vor allzu großer Euphorie, gerade was die US-Aktienmärkte angeht. Eine Euphorie, die ich nicht so recht nachvollziehen kann. Schenkt man der jüngsten Fondsmanager-Umfrage von BofA Merrill Lynch Glauben, sind die Akteure vielmehr besorgt, denn per Saldo halten 34 Prozent der Vermögensverwalter Aktien für überbewertet. Das ist immerhin der höchste Wert seit 17 Jahren!</p>
<p>Dieses Ergebnis ist natürlich besonders aus US-Sicht verständlich, wenn per Saldo 81 Prozent der Fondsmanager US-Aktien für überbewertet halten. Und ketzerisch könnte man jetzt anmerken, dass jeder nur das für überbewertet hält, was er selbst nicht (mehr) besitzt.</p>
<p>Das gilt explizit nicht für Aktien der Eurozone, die laut der vom 10. bis 16. März durchgeführten Umfrage netto 23 Prozent der Befragten für unterbewertet halten. Kein Wunder also, dass die Fondsmanager für diese Region eine besondere Vorliebe an den Tag legen: Per Saldo gaben 27 Prozent der Fonds an, in Aktien des Euroraums übergewichtet zu sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Euphorie sieht anders aus</strong></p>
<p>Damit wird auch verständlich, warum vor allen Dingen viele institutionelle Anleger hierzulande seit einigen Wochen ausgesprochen pessimistisch sind. Sie bilden das Komplementär zu den internationalen Kapitalflüssen, von denen in den vergangenen Wochen auch der DAX profitiert hat. Das Hauptargument der hiesigen Pessimisten besteht eben in einer vor allen Dingen in den USA vorherrschenden vermeintlichen Euphorie, die den dortigen und in der Folge dann auch den hiesigen Aktienmärkten schon bald den Garaus machen werde. Ganz abgesehen von angeblichen Blasenbildungen.</p>
<p>Zieht man jedoch die jüngste Umfrage der American Association for Individual Investors (AAII) zurate, ist von extrem bullisher Stimmung nichts zu spüren. Vielmehr offenbarte diese Befragung in der vergangenen Woche einen Pessimismus, der über dem langfristigen historischen Durchschnitt liegt.</p>
<p>Nein, bei einem so starken Bewusstsein der Investoren für drohende Gefahren kann von Euphorie nicht die Rede sein. Denn Euphorie ist das Kennzeichen einer Kontrollillusion, bei der die Akteure an den Finanzmärkten ebensolche Gefahrenzeichen außer Acht lassen. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die jüngsten Kursrückgänge nicht mehr als eine Korrektur im Aufwärtstrend darstellen.</p>
<p>Wie es um die Stimmung hierzulande steht, können Sie wie immer meinem Kommentar entnehmen, den ich für die Börse Frankfurt dieses Mal <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Hoffen-auf-die-Trendwende-2260397" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span> zur Verfügung gestellt habe.</p>
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		<title>Hoffnung auf bessere Zeiten ist bereits eingepreist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 15:12:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Umfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Monatsmitte ist es wieder einmal Zeit, sich die jüngste BofA Merrill Lynch Umfrage unter Fondsmanagern zu Gemüte zu führen, die vom 3. bis zum 9. Februar durchgeführt wurde. Dabei sind zwei interessante Entwicklungen zu beobachten. Obwohl 36 Prozent der Umfrageteilnehmer das bedrohlichste Extremrisiko für die Finanzmärkte in den bevorstehenden Wahlen einiger europäischer Länder sehen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-bessere-zeiten-ist-bereits-eingepreist/">Hoffnung auf bessere Zeiten ist bereits eingepreist</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9414 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_150217-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_150217-300x114.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_150217-768x293.jpg 768w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_150217.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zur Monatsmitte ist es wieder einmal Zeit, sich die jüngste BofA Merrill Lynch Umfrage unter Fondsmanagern zu Gemüte zu führen, die vom 3. bis zum 9. Februar durchgeführt wurde. Dabei sind zwei interessante Entwicklungen zu beobachten. Obwohl 36 Prozent der Umfrageteilnehmer das bedrohlichste Extremrisiko für die Finanzmärkte in den bevorstehenden Wahlen einiger europäischer Länder sehen, da deren Ausgang möglicherweise den Fortbestand der EU gefährden könnte, sind Aktien der Eurozone offenbar dennoch nach wie vor beliebt. Immerhin sind netto 23 Prozent der Fondsmanager dort übergewichtet, was gegenüber Januar noch einmal einen Zuwachs von 6 Prozentpunkten bedeutet. Das ist erheblich mehr als die Übergewichtung in den USA. Hier ist die Zahl der in US-Aktien übergewichteten Anleger um einen Prozentpunkt auf netto 13 Prozent der Befragten gesunken. Auch die Angst vor einem Handelskrieg oder Protektionismus, der sogar ein Ende des langfristigen Aufwärtstrends in den Aktienmärkten bedeuten könnte, ist stark ausgeprägt. Dennoch waren bei der Umfrage netto 39 Prozent der befragten Fondsmanager in Aktien übergewichtet, oftmals jedoch mit dem Vorbehalt, dass Aktien generell überbewertet seien.</p>
<p>Weniger beachtet von den Kommentatoren, aber dennoch interessant ist die Beurteilung der positiven Aspekte einer Steuerreform in den USA. Allerdings erwartet nur ein knappes Viertel der befragten Fondsmanager, dass diese noch vor der Sommerpause im August 2017 vom Kongress verabschiedet wird. Die große Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der Teilnehmer an dieser Umfrage geht indes davon aus, dass das Reformvorhaben nicht vor dem Jahresende umgesetzt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gold unterbewertet wie zuletzt 2009</strong></p>
<p>Damit wird deutlich, dass die Hoffnung auf positive fiskalpolitische Maßnahmen unter der Präsidentschaft Donald Trumps in den derzeitigen Aktienkursen bereits eingepreist ist, ob es sich hierbei nun um Steuererleichterungen oder auch um eine Reform der Regulierungen handeln wird. Dass sich viele Fondsmanager derzeit durchaus der möglichen politischen und anderen Marktrisiken bewusst sind, zeigt deren Einschätzung zum Goldpreis: Netto 15 Prozent der Befragten – das ist ein Prozentsatz so hoch, wie ihn die BofA Merrill Lynch Umfrage zuletzt im Januar 2009 ermittelt hatte – halten Gold [als Krisenmetall] für unterbewertet. Aus der verhaltensorientierten Betrachtung ist dies ein Indiz dafür, dass bereits entsprechende Long-Positionen aufgebaut <em>wurden </em>und damit ein Teil möglicher mittel- bis langfristiger Nachfrage bereits verbraucht ist.</p>
<p>Die Haltung der deutschen Börsianer passt in dieses Gesamtbild – die heutige Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt habe ich dieses Mal <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Diesmal-muss-es-klappen!-2250718" target="_blank"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a> kommentiert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-bessere-zeiten-ist-bereits-eingepreist/">Hoffnung auf bessere Zeiten ist bereits eingepreist</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Fette Weihnachtsfeier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2016 22:07:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich sagte mir ein Mitstreiter, wenn in vier Jahren die erste Amtszeit Donald Trumps vorbei sei, würden in den USA einige Wenige um ein Vielfaches reicher sein als heute. Und die große Masse, die sich von der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten eine bessere Zukunft und mehr Gerechtigkeit versprochen hat, dürfte dann insgesamt noch schlechter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fette-weihnachtsfeier/">Fette Weihnachtsfeier</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9336 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/12/Senti_14122016-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Neulich sagte mir ein Mitstreiter, wenn in vier Jahren die erste Amtszeit Donald Trumps vorbei sei, würden in den USA einige Wenige um ein Vielfaches reicher sein als heute. Und die große Masse, die sich von der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten eine bessere Zukunft und mehr Gerechtigkeit versprochen hat, dürfte dann insgesamt noch schlechter als heute dastehen. Mit anderen Worten: Die Ungleichheit, die während der vergangenen Jahre einem vielerorts verhassten Establishment zugeschrieben wurde, wird sich noch verschärfen. Auch wird es in einigen Monaten wahrscheinlich kaum jemanden mehr interessieren, ob die US-Wahlen möglicherweise durch russische Hacker beeinflusst wurden. Nicht nur, weil wir uns an diese Diskussion gewöhnt haben werden, sondern weil uns gerade das Beispiel Trump wieder einmal zeigt: „The winner takes it all“. Und es soll hinterher niemand sagen, der designierte Präsident sei bezüglich dieses Credos unehrlich gewesen.</p>
<p>Jenem Motto scheinen sich auch die internationalen Investoren verschrieben zu haben. Gemessen an deren Euphorie und an der Entwicklung der US-Aktienmärkte, scheint der designierte US-Präsident Trump geradezu als Heilsbringer gefeiert zu werden. Deswegen gibt es auch keine weiteren Fragen. Hatte man vor dem Wahltag im vergangenen November eine Wahl Donald Trumps als möglicherweise hohes Risiko für die Finanzmärkte eingestuft, ist von dieser Befürchtung nunmehr nicht mehr viel zu spüren. So zeigt etwa die jüngste Fondsmanager-Umfrage von BofA Merrill Lynch, dass nicht nur per Saldo 57 Prozent der Befragten auf Sicht von einem Jahr mit einem stärkeren globalen Wachstum rechnen. Vielmehr glaubt ein fast genauso hoher Anteil – es handelt sich um den höchsten seit sechseinhalb Jahren – an rosige Aussichten für Unternehmensgewinne. Überdies zeigt die Umfrage, dass sich die Finanzmärkte auf eine fiskalpolitische Lockerung in den USA vorbereiten. Dies schlägt sich vornehmlich in den Aktienkursen nieder, und weil viele Akteure ausgesprochen bullish gestimmt und entsprechend positioniert sind, wird etwa das Risiko eines Handelskriegs – es scheint als Einzelrisiko in der Umfrage keine Rolle mehr zu spielen – offenbar ausgeblendet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aber ohne Europa</strong></p>
<p>Leider zeigt die Fondsmanager-Umfrage auch etwas Anderes: Europa wird von all der positiven Stimmung am Ende nicht allzu viel abbekommen. Denn per Saldo hat sich ein Prozent der Vermögensverwalter dafür entschieden, den Anteil europäischer Aktien in den Portfolien unterzugewichten – im Vormonat ergab sich diesbezüglich noch eine Übergewichtung von 8 Prozent. Diese Aversion wird besonders deutlich, wenn man bedenkt, dass die Befragten als höchstes Extremrisiko ein Zerbrechen der EU oder einen Bankenausfall in einem der EU-Länder angeführt haben. Damit hat sich auch meine Annahme bestätigt, dass sich der jüngste Aufwärtstrend im hiesigen Markt nicht auf langfristige Nachfrage durch ausländisches Kapital stützen kann.</p>
<p>Dennoch hat sich der zum Teil auch jahreszeitbedingte Kaufrausch im deutschen Aktienmarkt zu einer Jahresendrallye entwickelt, was sich in der heutigen Stimmungserhebung der Börse Frankfurt niederschlägt, die ich <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Sicherheit-geht-vor-2235992" target="_blank"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> kommentiert habe: Es hat eine Überraschung gegeben.</p>
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		<title>Die Angst vor dem Anleihe-Crash</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2016 15:16:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während das Handelsgeschehen beim DAX weiterhin seitwärts verläuft und auch keine allzu großen Impulse für einen großangelegten Trend zu erwarten sind, gibt es doch hinsichtlich der Risikoeinschätzungen an den Aktienmärkten einige Veränderungen. Dies zeigt auch die jüngste BofA Merrill Lynch-Umfrage unter Fondsmanagern, bei der von allen Ängsten immer noch diejenige vor einem Auseinanderbrechen der EU [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9216 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/10/Senti_19102016-Kopie-300x114.jpg" alt="senti_19102016-kopie" width="300" height="114" />Während das Handelsgeschehen beim DAX weiterhin seitwärts verläuft und auch keine allzu großen Impulse für einen großangelegten Trend zu erwarten sind, gibt es doch hinsichtlich der Risikoeinschätzungen an den Aktienmärkten einige Veränderungen. Dies zeigt auch die jüngste BofA Merrill Lynch-Umfrage unter Fondsmanagern, bei der von allen Ängsten immer noch diejenige vor einem Auseinanderbrechen der EU am größten ist. Aber an zweiter Stelle wird von den Befragten nunmehr das Risiko eines Crashs am Bondmarkt genannt, gefolgt von einem Sieg der Republikaner bei den anstehenden US-Präsidentschaftswahlen.</p>
<p>Die Befürchtung, China könne seine Währung abermals abwerten, spielt für die meisten Vermögensverwalter offensichtlich nur noch eine untergeordnete Rolle. Und die möglichen negativen Folgen des Brexit – zum Zeitpunkt der Befragung (7. bis 13. Oktober) ging man vielerorts noch von einem sogenannten „hard Brexit“ aus!  – scheinen trotz der heftigen Bewegungen des britischen Pfundes für die Fondsmanager unterhalb der Wahrnehmungsschwelle zu liegen. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Kassequote von 5,5 Prozent im Vormonat im Oktober wieder auf 5,8 Prozent gestiegen ist und damit das Niveau vom Juli, kurz nach dem Brexit-Referendum, erreicht hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fondsmanager sind gut positioniert</strong></p>
<p>Die wieder aufgeflammte Risikoaversion lässt sich aber mit dem Umstand erklären, dass netto 76 Prozent der befragten Fondsmanager damit rechnen, dass die Renditekurve in den USA einen steileren Verlauf nehmen und damit in den kommenden sechs Monaten zum entscheidenden Einflussfaktor für die Aktienkurse wird. Ganz zu schweigen von der hohen Volatilität, die viele Akteure für die Finanzmärkte erwarten, falls Donald Trump tatsächlich die Wahlen gewinnen sollte. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass nunmehr netto 50 Prozent der Fondsmanager bereits in globalen Anleihen untergewichtet und insofern gegen fallende Kurse bzw. steigende Renditen abgesichert sind. Vor diesem Hintergrund wirken ihre Äußerungen weit weniger überraschend.</p>
<p>Kein Wunder, dass europäische Aktien bei den Fondsmanagern nur auf untergeordnetes Interesse stoßen: Aktien der Eurozone erfuhren wie im Vormonat eine leichte Übergewichtung von 5 Prozent. Damit wird gleichermaßen deutlich, dass der heimische DAX während der vergangenen Wochen kaum von ausländischen Kapitalströmen profitiert haben dürfte. Dass das Börsenbarometer vielmehr fast ausschließlich von heimischen Interessen getrieben wird, zeigt auch die jüngste Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt, die ich <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Zuviel-Zuversicht-kann-schaden-1646105" target="_blank"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a> kommentiert habe.</p>
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		<title>DAX, die positive Ausnahme</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2016 15:56:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich die gestrige BofA Merrill Lynch-Umfrage unter internationalen Fondsmanagern sah, geriet ich zunächst ins Grübeln. Denn die globalen Investoren haben ihre Kassehaltung auf nunmehr 5,8 % ihrer gemanagten Anlagen erhöht. Dabei handelt es sich immerhin um das höchste Niveau seit November 2001. Natürlich bedeutet dies im Vergleich zum Vormonat nur eine Steigerung von 0,1 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8980 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/07/Senti_20072016-300x114.jpg" alt="Senti_20072016" width="300" height="114" />Als ich die gestrige BofA Merrill Lynch-Umfrage unter internationalen Fondsmanagern sah, geriet ich zunächst ins Grübeln. Denn die globalen Investoren haben ihre Kassehaltung auf nunmehr 5,8 % ihrer gemanagten Anlagen erhöht. Dabei handelt es sich immerhin um das höchste Niveau seit November 2001. Natürlich bedeutet dies im Vergleich zum Vormonat nur eine Steigerung von 0,1 %. Aber wenn man bedenkt, dass zwischen diesen beiden Umfragen immerhin das Brexit-Votum stattfand, kann man verstehen, dass selbst diese kleine Steigerung für Irritationen sorgen kann. Denn der US-Aktienindex S&amp;P 500 hat während der Umfrage immerhin neue Allzeithochs erreicht.</p>
<p>Eine weiterreichende Analyse muss nicht unbedingt für mehr Klarheit sorgen. So haben zum ersten Mal seit vier Jahren Fondsmanager globale Aktien untergewichtet, aber der Rückgang ist im Vergleich zum Vormonat nur insofern nennenswert, als damit ein Vorzeichenwechsel von netto +1 nach -1 Prozent der Befragten vollzogen wurde.</p>
<p>Kein Wunder ist es indes, dass per Saldo 27 Prozent aller befragten Fondsmanager Aktien aus Großbritannien in den kommenden zwölf Monaten in ihrem Portfolio untergewichten wollen. Dennoch liegt der dortige Index FTSE100 rund 5 Prozent höher als am Vorabend des Brexit-Votums. Berücksichtigt man jedoch, dass die britische Währung gegenüber einem Korb ausländischer Valuten im gleichen Zeitraum rund 10 % ihres Wertes verloren hat, wird das Desinteresse ausländischer Investoren am Vereinigten Königreich verständlich. Fast liegt die Vermutung nahe, dass eine Welle von patriotischen Käufen gegen die Krise für diese stabilen Verhältnisse am britischen Aktienmarkt gesorgt hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Europa kommt nicht gut weg</strong></p>
<p>Aber auch Europa ist bei der Fondsmanager-Umfrage nicht gut weggekommen – betrachteten im Juni noch 26 Prozent der Investoren Europa als bevorzugtes Ziel für Aktieninvestments, möchten nun per Saldo 4 Prozent dieser Akteure Europa lieber untergewichten und zwar zum ersten Mal seit drei Jahren. Dieser Rückgang ist auch insofern bemerkenswert, als es sich doch um dieselbe Region handelt, die von den Investoren seit Auflage des quantitativen Lockerungsprogramms der Europäischen Zentralbank im vergangenen Jahr am stärksten gesucht worden war.</p>
<p>Aus dieser negativen Einschätzung sticht jedoch der DAX (vgl. FT-Aufschlüsselung von gestern!<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>) als positive Ausnahme hervor. Deutsche Aktien scheinen, von den meisten Kommentatoren der Umfrage nicht beachtet, sogar noch stärker als im Vormonat begehrt zu sein, gefolgt von Schweizer Werten. Mehr als 30 Prozent der Befragten gaben an, deutsche Aktien in den kommenden zwölf Monaten übergewichten zu wollen.</p>
<p>Aber auch das Interesse an US-Aktien hat sich gegen den Trend entwickelt, denn nachdem sich vor einem Monat noch per Saldo 15 Prozent der Fondsmanager gegen ein dortiges Investment ausgesprochen hatten, votierten nun unter dem Strich 9 Prozent für ein Engagement in US-Werten, womit die dortige gute Performance erklärt werden kann.</p>
<p>Was die Stimmung hiesiger Anleger angeht, habe ich <strong><span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Gegen-Europa-aber-fuer-Deutschland-836705" target="_blank">HIER</a></span></strong> wie immer einen Kommentar für die Börse Frankfurt abgegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://next.ft.com/content/d36522c6-43b2-3a31-8857-dc315df0cf78">https://next.ft.com/content/d36522c6-43b2-3a31-8857-dc315df0cf78</a>, gelesen am 20. Juli 2016</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dax-die-positive-ausnahme/">DAX, die positive Ausnahme</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>&#8222;Rationaler Überschwang&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2015 16:08:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[irrationaler Überschwang]]></category>
		<category><![CDATA[rationale Übertreibung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die jüngste BofA Merrill Lynch Umfrage unter globalen Fondsmanagern hat es ans Licht gebracht: Die Aktienmärkte werden für überbewertet gehalten. Zwar ist die Gruppe der Investoren, die diese Meinung vertreten, im Vergleich zur März-Umfrage nur um zwei Prozentpunkte auf jetzt netto 25 Prozent gestiegen, doch markiert dies den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/rationaler-ueberschwang/">&#8222;Rationaler Überschwang&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngste BofA Merrill Lynch Umfrage unter globalen Fondsmanagern hat es ans Licht gebracht: Die Aktienmärkte werden für überbewertet gehalten. Zwar ist die Gruppe der Investoren, die diese Meinung vertreten, im Vergleich zur März-Umfrage nur um zwei Prozentpunkte auf jetzt netto 25 Prozent gestiegen, doch markiert dies den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Das Rekordhoch der Umfrage von netto 42 Prozent (der Anteil der Fondsmanager, die Aktien für überbewertet halten minus derer, die das nicht tun) rührt übrigens aus dem Jahre 1999. Dennoch gelten sowohl japanische als auch europäische Aktien im Gegensatz zu US-Titeln (die per Saldo 68 Prozent der Befragten für global am stärksten überbewertet halten) für unterbewertet. Möglicherweise deswegen sprach Manish Cabra, Stratege für europäische Aktien bei BofA Merrill Lynch, von einem rationalen Überschwang an den europäischen Aktienmärkten. Als wollte er damit andeuten, man dürfe hierzulande immer noch unbesorgt einsteigen, weil die Übertreibung zwar vorhanden, aber eben nicht <em>irrational</em> sei.</p>
<p>Dass wir tatsächlich von einer Übertreibung – sei sie nun rational oder nicht – am deutschen Aktienmarkt noch meilenweit entfernt sind, zeigt auch die jüngste Sentiment-Umfrage der Börse Frankfurt, die ich dieses Mal <strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+kein+irrationaler+ueberschwang+82093">HIER</a></span></strong> kommentiert habe.</p>
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