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	<title>US-Stimulus-Program Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Gute Anker, schlechte Anker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2021 05:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Lockdown]]></category>
		<category><![CDATA[relative Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[US-Stimulus-Program]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die korrektive Erholung des US-Dollar hat sich gestern fortgesetzt und letztlich den Euro mit zutiefst 1,2110 auf den niedrigsten Stand seit dem 10. Dezember gedrückt. Das alles geschah, bevor die neuesten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche per 8. Januar) in den USA publiziert wurden. Nun sind 965 Tsd. Erstanträge noch keine Million, aber [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die korrektive Erholung des US-Dollar hat sich gestern fortgesetzt und letztlich den Euro mit zutiefst 1,2110 auf den niedrigsten Stand seit dem 10. Dezember gedrückt. Das alles geschah, bevor die neuesten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche per 8. Januar) in den USA publiziert wurden. Nun sind 965 Tsd. Erstanträge noch keine Million, aber es wird, wie auch gestern, in den Medien gern aufgerundet. Aber abgesehen davon, mag die Zahl vor allen Dingen deshalb schockiert haben, weil sie die Konsens-Erwartung der Ökonomen von rund 785 Tsd. Anträgen – nichts anderes als ein Anker – deutlich übertraf; selbst die pessimistischste Prognose lag nur bei 875 Tsd. Man könnte jetzt wie mancher Kommentator noch weitere negative Bezugspunkte anführen, um zu „beweisen“, wie schlecht – vor allen Dingen im Kontext mit dem Arbeitsmarktbericht vom Dezember – diese Daten sind.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12959" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/15012021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/15012021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/01/15012021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Das 2 Billionen Dollar Preisschild</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber Gott sei Dank gibt es in den USA ja das Stimulus-Programm, das der designierte Präsident Joe Biden gestern Nacht vorgestellt hat. Und auch dort wurde im Voraus für das Volumen dieses Pakets ein Anker gesetzt, der einem Medienbericht zufolge bei 2 Billionen USD liegen sollte. Am Ende stellte Joe Biden ein Programm mit einem Volumen von 1,9 Billionen USD vor, nur unwesentlich weniger. Dabei muss man allerdings davon ausgehen, dass jener Betrag am Ende nicht so hoch ausfallen wird, weil die US-Demokraten – man plant ein Paket, das im Senat zumindest die Zustimmung von zehn Republikanern bekommt, um langwierigen Diskussionen<span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[<strong>1</strong>]</a></span> aus dem Weg zu gehen – Kompromisse eingehen werden müssen. Auch in der eigenen Partei (vgl. auch meine Kommentare <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/13/den-schalter-umgelegt/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong> und <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/01/10/gegenwind-fuer-dollar-baeren/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong>)</span>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der 2.000 USD Anker</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das Einzige, was wohl einer breiten überparteilichen Mehrheit sicher scheint, sind die einkommensabhängigen 2.000-USD-Schecks, als Hilfe für die US-Bürger. Auch bei diesen 2.000 USD handelt es sich um einen Anker, der bereits im vergangenen Jahr gesetzt wurde und an den sich die meisten US-Bürger schon längst gewöhnt haben. Dabei war mir bis gestern immer noch nicht klar, ob die bereits im Rahmen des vergangenen Stimulus-Pakets unter dem scheidenden Finanzminister Steven Mnuchin zugesagten 600 USD pro Kopf auf die 2000 USD angerechnet werden. Das würde nämlich für manchen Bürger nur einen Betrag von 1.400 USD bedeuten und wäre verglichen mit dem Bezugspunkt von 2.000 USD mental ein herber Verlust. Nun ist es genau so geplant.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Lockdown extrem</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Hierzulande versucht man in Sachen Covid-19 Krise ebenfalls Anker zu setzen. So ist seit einigen Tagen zu vernehmen, dass der derzeitige Lockdown möglicherweise bis Ostern verlängert wird, was zumindest den Effekt hat, dass eine derartige Maßnahme, sofern sie später offiziell verkündet werden sollte, keine Überraschung mehr darstellen würde. Auch dass gestern kolportiert wurde, die Lockdown-Schraube könne noch stärker und bundesweit angezogen werden, bis hin zu Ausgangssperren und eventuell sogar bis zu einer Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs, kann als Anker begriffen werden, der sich unweigerlich in den Köpfen festsetzt. Auch wenn Dementi folgen sollten. Sollte es dann nicht ganz so schlimm kommen, würde das verglichen mit dem worst case für viele Menschen immerhin einen relativen mentalen Gewinn bedeuten. Indes: An den Finanzmärkten waren bislang keine Reaktionen auf diese Gemengelage festzustellen. Der Euro bleibt somit in seinem Korrekturmodus des Aufwärtstrends, solange an der Oberseite nunmehr <strong>1,2255/60</strong> nicht mehr überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[<strong>1</strong>]</span></a> Gemeint ist das sogenannte filibustering, das bei einer Mehrheit von 60 Stimmen im Senat entfallen würde</span></p>
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		<title>Trump gibt sich spendabel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2020 04:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Stimulus-Program]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer gestern das Geschehen an den Aktienmärkten allein aufgrund der Kursentwicklung hätte beurteilen müssen, wäre zumindest, was die Aktien der Eurozone angeht, kaum auf die Idee gekommen, dass in der Nacht zuvor so etwas Bedeutsames wie die Verhandlungen zum nationalen Stimulus-Paket von US-Präsident Donald Trump abrupt beendet worden waren. Aber selbst die US-Märkte, die zu jener Zeit unglücklicherweise geöffnet waren, machten gestern die entstandenen Verluste wieder wett. Denn nur Stunden nach Trumps „Abbruchsanweisung“ ruderte der Präsident scheinbar zurück, als er sich für einen separaten Gesetzentwurf („Stand Alone Bill“) stark machte, damit er noch vor dem Wahltag...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,17</strong><strong>65)       </strong>Wer gestern das Geschehen an den Aktienmärkten allein aufgrund der Kursentwicklung hätte beurteilen müssen, wäre zumindest, was die Aktien der Eurozone angeht, kaum auf die Idee gekommen, dass in der Nacht zuvor so etwas Bedeutsames wie die Verhandlungen zum nationalen Stimulus-Paket von US-Präsident Donald Trump abrupt beendet worden waren. Aber selbst die US-Märkte, die zu jener Zeit unglücklicherweise geöffnet waren, machten gestern die entstandenen Verluste wieder wett. Denn nur Stunden nach Trumps „Abbruchsanweisung“ ruderte der Präsident scheinbar zurück, als er sich für einen separaten Gesetzentwurf („Stand Alone Bill“) stark machte, damit er noch vor dem Wahltag Stimulus-Schecks in Höhe von 1.200 USD pro Person höchstpersönlich unterschreiben könne. Dieser zweckgerichtete Gesetzentwurf, der im Prinzip nur einen geringen Teil des Stimulus-Pakets ausmachen würde, soll außerdem 160 Mrd. USD für die krisengeschüttelten Fluglinien und kleinen Unternehmen umfassen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12584" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/08102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/08102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/08102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Psychologischer Schaden unübersehbar</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Selbst wenn sich nun die Aktienmärkte gestern erholt haben, ist der psychologische Schaden, den Donald Trump angerichtet hat, unübersehbar. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass sich Fed-Chef Jerome Powell vorgestern, ein paar Stunden vor der Entscheidung Trumps, geradezu hilfesuchend an die Fiskalpolitik gewandt und sich für ein möglichst schnelles Stimulus-Programm ausgesprochen hatte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch das Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC), das gestern publiziert wurde, zeigt, dass viele seiner Mitglieder als Basis ihrer Prognosen mit einem weiteren Stimulus-Programm in diesem Jahr rechneten. Und so gibt es nicht wenige Kommentatoren, die Trumps Chancen auf eine Wiederwahl ähnlich schwinden sehen wie die Chancen auf ein Rettungspaket noch vor dem Wahltag. Denn Millionen von arbeitslosen US-Amerikanern laufen nun Gefahr, ohne die dringend benötigten staatlichen Hilfen vor dem wirtschaftlichen Nichts zu stehen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Stimulus-Paket kommt, aber erst viel später</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei wird allerdings völlig übersehen, dass viele Finanzmarktakteure noch vor gut einer Woche ohnehin nicht mehr an einen Kompromiss zwischen Demokraten und Republikanern bis zum Wahltag geglaubt haben. Denn für eine Übereinkunft wäre der zeitliche Rahmen bis dahin wahrscheinlich ohnehin zu knapp gewesen. Dies mag auch ein Grund sein, warum die Teilnehmer an den Finanzmärkten von Trumps Alleingang nicht wirklich beeindruckt waren. Tatsächlich haben sich nicht wenige Akteure gefragt, ob Trump noch ganz bei Sinnen war oder unter dem Einfluss der schweren Covid-19- Medikamente stand, als er sich zu besagter Volte entschied. Nun wird das Stimulus-Paket wahrscheinlich bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres warten müssen. Nicht zuletzt, weil sich nach dem Wahltag erst einmal eine neue Regierung konstituieren muss.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit der Erholung der Aktienmärkte am gestrigen Handelstag bildete sich auch der US-Dollar wieder etwas zurück und verhalf dem Euro zu einer kleinen Erholung. Ohnehin bleibt die Gemeinschaftswährung oberhalb von <strong>1,1685/90</strong> stabil – ein kurzfristiger Aufwärtstrend würde allerdings erst nach Überschreiten von <strong>1,1855/60</strong> eingeläutet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Er ist wieder da(heim)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2020 04:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Stimulus-Program]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Damit eines klar ist: Donald Trump geht es bestens! Zumindest wenn man den Verlautbarungen Glauben schenken will, die gestern aus dem Weißen Haus zu hören waren. Der Zustand des Präsidenten verbessere sich zusehends, war zu lesen. Indes: Die Finanzmärkte nahmen kaum Notiz von Trumps Heimkehr und dem vortrefflich inszenierten Passionsspiel des Präsidenten, der sich am Ende die Covid-19-Maske vom Gesicht zog, als ob er nun aller Leiden ledig sei. Nicht umsonst bemühten manche Kommentatoren sogar den Vergleich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/er-ist-wieder-daheim/">Er ist wieder da(heim)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,17</strong><strong>35) </strong>Damit eines klar ist: Donald Trump geht es bestens! Zumindest wenn man den Verlautbarungen Glauben schenken will, die gestern aus dem Weißen Haus zu hören waren. Der Zustand des Präsidenten verbessere sich zusehends, war zu lesen. Indes: Die Finanzmärkte nahmen kaum Notiz von Trumps Heimkehr und dem vortrefflich inszenierten Passionsspiel des Präsidenten, der sich am Ende die Covid-19-Maske vom Gesicht zog, als ob er nun aller Leiden ledig sei.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12573" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/07102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/07102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/07102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nicht umsonst bemühten manche Kommentatoren sogar den Vergleich zwischen der Rückkehr Trumps aus dem Krankenhaus nach drei Tagen mit der Auferstehung Christi. Auch kein Wunder, dass ein Trump-Fan diesen als unbesiegbaren Helden bezeichnete. Und Trumps Pressedirektorin für die Wahlkampagne, Erin Perrine, ließ gegenüber Fox News sogar durchblicken, Trumps Kontrahent, Joe Biden, sei nicht für das Präsidentenamt qualifiziert, weil er bislang noch keine Covid-19-Infektion gehabt habe. Im Gegensatz zum Präsidenten, der nun Erfahrungen aus erster Hand vorweisen könne.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aus der Hüfte geschossen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie es mit Trump weitergeht, scheint die Akteure offenbar nur noch am Rande zu interessieren, aber auch der Stillstand beim Stimulus-Programm hatte bis gestern Abend nicht zu Risikoaversion geführt. Obwohl beide Seiten sich zuletzt kein nennenswertes Stück näher gekommen waren. Zwar signalisierte das Weiße Haus gestern Bereitschaft, ein mehr als 1,6 Billionen USD schweres Stimulus-Paket zu verabschieden, während die Demokraten zuletzt dafür einen Umfang von 2,2 Billionen USD durchsetzen wollten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat Donald Trump gestern Abend aber völlig überraschend angeordnet, dass die Verhandlungen zum Stimulus-Paket erst nach dem Wahltag fortgesetzt werden sollen. Am vergangenen Sonntag klang das noch ganz anders.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Fast umsonst warnte zuvor Fed-Chef Jerome Powell noch einmal die politischen Entscheider vor den Gefahren für die US-Wirtschaft, sollten die Hilfen zu gering ausfallen. Weitaus größer seien diese Gefahren, verglichen mit denen, die sich aus einem zu großzügig bemessenen Programm ergeben könnten. Kurzum: Powell drängte auf die fiskalpolitische Unterstützung der Geldpolitik der Notenbank.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kapitalabflüsse hinter Renditeanstieg?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während der europäischen Handelssitzung stieg die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen gestern mit 0,7920 Prozent in der Spitze immerhin auf den höchsten Stand seit dem 10. Juni, angeblich in der Erwartung, dass es zu einem Kompromiss beim US-Stimulus-Programm kommen könnte. Indes: Stehen womöglich hinter diesem Renditeanstieg auch noch Kapitalabflüsse? Eigentlich hätte der Dollar in diesem Fall gestern weiter unter Druck geraten müssen. Und dem Euro gelang es als möglichem Nutznießer etwaiger Kapitalverschiebungen auch nicht, das wichtige Niveau von 1,1805 deutlich genug zu überwinden, um einen kurzfristigen Aufwärtstrend einzuleiten. Dieser Auslöser liegt nun wesentlich höher bei <strong>1,1860/65</strong>. Ein Umstand, der allerdings nichts an der grundlegend freundlichen Tendenz des Euro ändert, die oberhalb von <strong>1,1685/90</strong> erhalten bleibt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/er-ist-wieder-daheim/">Er ist wieder da(heim)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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