<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>US-Konjunkturprogramm Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/us-konjunkturprogramm/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/us-konjunkturprogramm/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Mar 2021 05:54:49 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>
	<item>
		<title>Noch mehr Billionen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/noch-mehr-billionen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/noch-mehr-billionen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 05:54:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=13247</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bisher war immer von „trillions of dollars“ (Billionen USD) die Rede. Gemeint ist das nächste große Konjunkturpaket, das die US-Regierung unter Führung von Präsident Joe Biden auf den Weg bringen möchte. Und wenn von trillions die Rede ist, sind eigentlich immer mindestens 2 davon gemeint. Dass das neue Konjunkturpaket nun 3 Billionen USD stark sein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-mehr-billionen/">Noch mehr Billionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bisher war immer von „trillions of dollars“ (Billionen USD) die Rede. Gemeint ist das nächste große Konjunkturpaket, das die US-Regierung unter Führung von Präsident Joe Biden auf den Weg bringen möchte. Und wenn von trillions die Rede ist, sind eigentlich immer mindestens 2 davon gemeint. Dass das neue Konjunkturpaket nun 3 Billionen USD stark sein soll, konnte man gestern etwa aus der New York Times erfahren<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><span style="color: #000000;">[<strong>1</strong>]</span></a>, wonach die ökonomischen Berater des Präsidenten diese Zahl ins Spiel gebracht haben sollen. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13248" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/23032021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/23032021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/03/23032021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit diesen 3 Billionen USD soll die Konjunktur angekurbelt, die CO2-Emissionen reduziert und die wirtschaftliche Ungleichheit in der Bevölkerung bekämpft werden. Beginnend mit einem riesigen Infrastrukturprogramm, das teilweise durch Steuererhöhungen für Unternehmen und Reiche finanziert werden könnte. Wobei die Zahl von 3 Billionen USD noch nicht einmal die Kosten für die Verlängerung vorübergehender Steuersenkungen zur Armutsbekämpfung enthalten soll; nach Schätzung von Regierungsbeamten geht es um weitere hunderte Milliarden von Dollar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neuer Anker</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird dieses Konjunkturpaket über viele Jahre verteilt werden, und es ist auch noch ziemlich unklar, wie der Vorschlag am Ende den Kongress passieren soll. Ob die Republikaner mitspielen, hängt wohl ganz davon ab, wie das Paket finanziert wird. Vor allem, was mögliche Steuererhöhungen betrifft, dürfte es „keine Begeisterung dafür“ geben, wenn es nach Mitch McConnell, dem republikanischen Oppositionsführer im Senat, geht. Aber selbst, wenn die Details für dieses Programm noch unklar sind, steht nun ein Anker im Raum, an dem sich die Finanzmärkte orientieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB hält Wort</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat die Europäische Zentralbank ihre Ankündigung wahrgemacht und ihre Anleihekäufe im Rahmen ihres pandemisches Not-Kaufprogramms PEPP in der Woche zum 17. März deutlich erhöht. Und zwar auf 21,1 Mrd. nach 14 Mrd. EUR in der Vorwoche. Mit dem Zweck, den Anstieg bei den Renditen langfristiger Staatsanleihen einzudämmen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wir erinnern uns: Im Anschluss an die EZB-Sitzung der vorvergangenen Woche hatten sogenannte gutinformierte Quellen eine vage Auskunft über die mögliche Höhe künftiger Anleihekäufe gegeben: Mehr als die bisherigen 60 Mrd. EUR pro Monat, aber keine 100 Mrd. EUR, lautete ihr Orakel. Damals habe ich die Mutmaßung (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/03/14/was-tatsaechlich-gemeint-war/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>) geäußert, man müsse eigentlich nur den Mittelwert aus beiden Beträgen nehmen, um auf das künftige Kaufvolumen zu schließen. Rechnet man nun die 21,1 Mrd. EUR auf den Monat hoch, so liegt dieser Betrag sogar deutlich über dem Rechenergebnis von 80 Mrd. EUR.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen hätte sich eigentlich niemand beschweren dürfen, wenn der Euro gestern seine Korrekturphase beendet und seinen kurzfristigen Abwärtstrend fortgesetzt hätte. Aber die Unterseite der korrektiven Zone bei 1,1870 (nunmehr <strong>1,1865</strong>, Obergrenze <strong>1,2015/20</strong>) hat einem frühen Angriff standgehalten. Stattdessen hat sich der Greenback wieder abgeschwächt, zumal die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen gestern eine Pause im Aufwärtstrend einlegte. Davon hat der Euro im Verlauf ordentlich profitiert und erholte zum Handelsschluss zeitweise bis auf 1,1945.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">P.S.: Über den Absturz der türkischen Lira, nachdem Präsident Erdoğan überraschend den Notenbankchef gefeuert hat, ist gestern anderweitig genug geschrieben worden, so dass ich nicht auch noch darauf eingehen muss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> </span><a href="https://www.nytimes.com/2021/03/22/business/biden-infrastructure-spending.html"><span style="color: #000000;">https://www.nytimes.com/2021/03/22/business/biden-infrastructure-spending.html</span></a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-mehr-billionen/">Noch mehr Billionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/noch-mehr-billionen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stillstand und trotzdem gute Stimmung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/stillstand-und-trotzdem-gute-stimmung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/stillstand-und-trotzdem-gute-stimmung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 11:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12864</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Euro hat im Verhältnis zum US-Dollar in der abgelaufenen Handelswoche eine bemerkenswert enge, aber dennoch recht volatile Handelsspanne in der Größenordnung von nicht einmal einem Prozent durchlaufen. Seitdem sich die Covid-19-Pandemie in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat, gab es nur eine Woche, in der der Euro-Handel in noch engeren Bahnen verlief. Dabei ist es nicht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stillstand-und-trotzdem-gute-stimmung/">Stillstand und trotzdem gute Stimmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro hat im Verhältnis zum US-Dollar in der abgelaufenen Handelswoche eine bemerkenswert enge, aber dennoch recht volatile Handelsspanne in der Größenordnung von nicht einmal einem Prozent durchlaufen. Seitdem sich die Covid-19-Pandemie in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat, gab es nur eine Woche, in der der Euro-Handel in noch engeren Bahnen verlief. Dabei ist es nicht so, dass während der vergangenen Tage überhaupt nichts geschehen wäre. Aber es gab bei den wichtigen offenen „Deals“ eben mehr Stillstand als Fortschritt.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12865" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/14122020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/14122020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/12/14122020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nur kurzfristig von Bedeutung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies betrifft vor allen Dingen die Verhandlungen zu einem geordneten Brexit, bei denen zuletzt so wenig Fortschritte zu verzeichnen waren, dass sowohl der britische Premier Boris Johnson als auch die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen alles andere als optimistische Statements abgaben. Hört man nur auf die beiden, muss man eigentlich davon ausgehen, dass alles auf eine ungeregelte Scheidung zwischen Großbritannien und der EU hinauslaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Devisenhändler schien diese deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits jedoch zumindest vordergründig nicht wirklich zu scheren. Sterling verlor in der abgelaufenen Woche gegenüber dem Euro rd. 1,5 bzw. gegenüber dem Greenback 1,7 Prozent an Wert. Zwar notierten im Optionshandel GBP/USD Risk-Reversals mit einmonatiger Fälligkeit so stark zugunsten von Sterling-Put-Optionen wie zuletzt im März dieses Jahres. Dagegen wird bereits auf Sicht von sechs Monaten für Pfund-Calls mehr bezahlt als für vergleichbare Puts. Kurzum: Kurzfristig mögen sich die Händler leicht besorgt zeigen, aber mittel- bis längerfristig scheint das Brexit-Thema die Devisen-Entscheider nicht mehr zu interessieren.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Verbraucherstimmung von Parteivorliebe abhängig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA ist es in Sachen Konjunkturpaket während der vergangenen Tage auch nicht mehr weiter vorangegangen. Dennoch fiel der Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan für den laufenden Monat in der vorläufigen Version deutlich besser als erwartet aus. Mit einem Wert von 81,4 wurden sogar die optimistischen Prognosen von Ökonomen übertroffen, wobei die Stimmung der Befragten je nach Sympathie für eine Partei offenbar sehr unterschiedlich ist. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So zeigten sich Fans der Demokraten hinsichtlich der künftigen ökonomischen Perspektiven deutlich positiver eingestellt als ihre republikanischen Pendants. In den fünf Monaten von August bis Dezember, so schrieb der für die Umfrage zuständige Chefökonom Richard Curtin, stieg der betreffende Unterindex der ökonomischen Erwartungen der „Demokraten“ um 39,5 Punkte, während derjenige für die  Anhänger der Republikaner um knapp 35 Punkte abrutschte. Mit anderen Worten: Nicht nur die Beurteilung der hohen Infektionszahlen und Todesfälle infolge der Covid-19-Pandemie, sondern auch die Bewertung der ökonomischen Fundamentaldaten scheint bei den Befragten stark von deren Präferenz für eine Partei abhängig zu sein.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EZB-Beschlüsse ohne Folgen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf die Situation des Euro hat dies alles wenig Einfluss gehabt. Auch die Ergebnisse der jüngsten EZB-Ratssitzung haben sich in der Währungsbewertung kaum niedergeschlagen, nicht einmal die Tatsache, dass die Erhöhung des Volumens des Notfall-Anleihekaufprogramms (PEPP) um 500 Mrd. EUR „nur“ das Ergebnis eines Kompromisses gewesen sein soll. Tatsächlich hat die steile Version des Aufwärtstrends des Euros so lange Bestand, wie <strong>1,2025</strong> an der Unterseite unverletzt bleibt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/stillstand-und-trotzdem-gute-stimmung/">Stillstand und trotzdem gute Stimmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/stillstand-und-trotzdem-gute-stimmung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Griff des Lockdown</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/im-griff-des-lockdown/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/im-griff-des-lockdown/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 05:50:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Lockdown 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12663</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun haben wir ihn also: den neuen Shutdown (light) in Deutschland, der ab Montag den ganzen November lang greifen soll. Dass die Aktienmärkte diesen Schritt nicht goutierten, sollte nicht überraschen. Der DAX verlor gestern abermals deutlich an Wert, dieses Mal mehr als 4 Prozent. Auch hat es nun den Euro erwischt, der für meinen Geschmack immer noch verhalten auf die Welle der Risikoaversion reagierte. Aber auch die US-Aktienmärkte haben Federn gelassen. Vermutlich nicht einmal nur wegen der neuen Lockdown-Maßnahmen in Deutschland oder anderswo in Europa. Vielmehr haben die US-Börsianer daran zu kauen, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/im-griff-des-lockdown/">Im Griff des Lockdown</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>750)</strong>             Nun haben wir ihn also: den neuen Shutdown (light) in Deutschland, der ab Montag den ganzen November lang greifen soll. Dass die Aktienmärkte diesen Schritt nicht goutierten, sollte nicht überraschen. Der DAX verlor gestern abermals deutlich an Wert, dieses Mal mehr als 4 Prozent. Auch hat es nun den Euro erwischt, der für meinen Geschmack immer noch verhalten auf die Welle der Risikoaversion reagierte.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12666" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/29102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/29102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/29102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch die US-Aktienmärkte haben Federn gelassen. Vermutlich nicht einmal nur wegen der neuen Lockdown-Maßnahmen in Deutschland oder anderswo in Europa. Vielmehr haben die US-Börsianer daran zu kauen, dass das wochenlang diskutierte US-Konjunkturprogramm nicht auf die Schnelle kommen wird. Und je nach Wahlausgang könnte sich die Verabschiedung eines von den US-Bürgern doch so stark benötigten Stimulus-Programms sogar noch weiter verzögern. Sollte es nämlich den Demokraten nicht gelingen, die Mehrheit im Senat zu übernehmen, und Donald Trump nicht zum US-Präsidenten wiedergewählt werden, wäre die Chance auf ein späteres großes Stimulus-Paket eher gering.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Großes US-Stimulus-Programm auch später nicht gesichert </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und selbst mit einem wiedergewählten Donald Trump wäre es noch längst nicht sichergestellt, dass das Konjunkturpaket einmal tatsächlich 2 Billionen USD – dies ist der Referenzpunkt der Akteure an den Finanzmärkten – umfassen wird. Denn auch in einem neu zusammengesetzten US-Senat gäbe es natürlich Republikaner, die möglicherweise darauf bestehen würden, ein Paket so klein wie möglich, aber so groß wie nötig zu schnüren. Und sollten die Wahl-Prognosen in die Richtung gehen, dass es doch nicht zu einem Erdrutschsieg der Demokraten kommen sollte, müssten die Akteure an den Finanzmärkten ein massives Ausgabenprogramm auspreisen. Die Folge: sinkende Aktienkurse und ein steigender Dollar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Investoren mehrheitlich zuversichtlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch scheinen zumindest die heimischen Investoren den DAX noch nicht abgeschrieben zu haben. Denn interessanterweise hat sich das Sentiment der Börse Frankfurt sowohl bei den institutionellen als auch bei den Privatanlegern bei der gestrigen Befragung, die ich <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/ad3af1c8-9f57-4108-b5f2-0424e597dfd0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong> (oder im Online-Video <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.youtube.com/watch?v=zUnecEekaE8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) kommentiert habe, verbessert. Bei den institutionellen Investoren ist sogar leichter Optimismus erkennbar. Offenbar glaubt zumindest ein Teil der Befragten, dass auch diese deutliche Abwärtskorrektur von mehr als 10 Prozent alleine innerhalb des Zeitraums der vergangenen neun Tage wieder aufgefangen wird. Zumindest hätte eine darauf basierende Taktik während der großen Erholungsrallye seit den Corona-Tiefs der Aktienmärkte seit Ende März – richtiges Timing vorausgesetzt – funktioniert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich die gestiegene Risikoaversion der Akteure auch in der Dollar-Nachfrage niedergeschlagen und letztlich auch den Euro mit Versagen von 1,1755 aus seinem positiven Fahrwasser befördert. Und der kurzfristige Aufwärtstrend wäre bei dieser Gelegenheit auch noch fast beendet worden – dies wäre nun nach Unterlaufen von <strong>1,1715</strong> der Fall. Derzeitige Schwächetendenz des Euro bleibt jedenfalls vorherrschend, solange <strong>1,1805</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/im-griff-des-lockdown/">Im Griff des Lockdown</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/im-griff-des-lockdown/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Aufgewacht</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/aufgewacht/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/aufgewacht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 05:54:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Repräsentativitätsirrtum]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12646</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der gestrige Handelstag hat wieder einmal gezeigt, dass sich die Akteure keineswegs an die gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen gewöhnt haben. Auch wenn in der vergangenen Woche mitunter dieser Eindruck entstanden sein mag. Nun hat es unter den Aktien-Indices den heimischen DAX mit einem Tagesverlust von 3,7 Prozent besonders stark erwischt, nicht zuletzt wegen des dramatischen Absturzes der SAP-Aktie von mehr als 20 Prozent. Und weil es sich dabei um den wertvollsten deutschen Konzern im DAX handelt, wurde besonders stark wahrgenommen, dass die Covid-19-Pandemie...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/aufgewacht/">Aufgewacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>830)</strong>             Der gestrige Handelstag hat wieder einmal gezeigt, dass sich die Akteure keineswegs an die gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen gewöhnt haben. Auch wenn in der vergangenen Woche mitunter dieser Eindruck entstanden sein mag. Nun hat es unter den Aktien-Indices den heimischen DAX mit einem Tagesverlust von 3,7 Prozent besonders stark erwischt, nicht zuletzt wegen des dramatischen Absturzes der SAP-Aktie von mehr als 20 Prozent. Und weil es sich dabei um den wertvollsten deutschen Konzern im DAX handelt, wurde besonders stark wahrgenommen, dass die Covid-19-Pandemie Europas größtem Softwarehersteller SAP stärker als bisher gedacht zugesetzt hat. Denn der aus der Verhaltensökonomik bekannte, sogenannte Repräsentativitätsirrtum dürfte möglicherweise bei manchem Anleger überdies zu einem gedanklichen Schnellschuss geführt haben, so dass sie die Situation von SAP stellvertretend auch für andere (DAX)-Unternehmen gesehen haben.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-12647" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/27102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/27102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/27102020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zu viel des Negativen auf einmal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Man könnte natürlich noch andere Gründe für die gestrige Risikoaversion der Akteure anführen. Rasant steigende Covid-19-Infektionsfälle in Europa, wobei Deutschland aufgrund des Wochenendeffekts und der damit verzögerten Meldungen montags naturgemäß mit niedrigen Zahlen aufwartet. Für Gewöhnung an diese dramatischen Zahlen blieb also ohnehin kein Spielraum. Ganz zu schweigen von der Drohung Chinas, Boeing mit Sanktionen zu belegen, oder die Abwertung der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar. Letztere befindet sich schon seit geraumer Zeit in einem Abwärtstrend, zeitweise verbunden mit neuen Allzeittiefs. Aber gestern überquerte der Greenback zum ersten Mal die runde Marke von 8,0000, ein Umstand der nicht nur bei Kommentatoren besonderes Aufsehen erregte. Über die gestern publizierten ökonomischen Daten aus den USA zu den enttäuschend ausgefallenen Neubauverkäufen möchte ich mich gar nicht erst auslassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hoffnung auf US-Konjunkturprogramm erloschen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Hatte in der vergangenen Woche die Hoffnung auf die Einigung über ein Konjunkturprogramm noch vor dem Wahltag dafür gesorgt, dass bei den Teilnehmern an den Aktienmärkten die Covid-19-Sorgen nicht mit voller Wucht durchschlugen, ist davon zu Wochenbeginn praktisch nichts mehr übrig geblieben. Zwar gingen die Gespräche zwischen Demokraten und Republikanern weiter, aber nichts deutete auf eine Einigung hin. Mehr noch: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, hat gestern Nacht dessen nächste Sitzung auf den 9. November vertagt, so dass die Verabschiedung eines Konjunkturprogramms vor dem Wahltermin am 3. November nicht mehr möglich ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Angesichts der Kursverluste an den Aktienmärkten und der damit einhergehenden Risikoaversion bleibt es zumindest für gestern ein bemerkenswertes Phänomen, dass der US-Dollar nicht viel stärker als Fluchtwährung profitieren konnte. Gegenüber dem Euro, der sich zwar leicht abschwächte, konnte noch nicht einmal die Handelsbandbreite des Vortages verletzt werden. Und so bleibt die Gemeinschaftswährung, auch wenn sie angesichts der negativen Rahmenbedingungen gestern nichts für ihren kurzfristigen Aufwärtstrend tun konnte, zumindest in positivem Fahrwasser, solange, was auch schon an den Vortagen galt, <strong>1,1760</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/aufgewacht/">Aufgewacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/aufgewacht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
