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	<title>Strafzölle Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Ein guter Deal für beide Seiten?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2020 05:56:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vermutlich wurde gestern immer noch darüber diskutiert, in welchem Umfang sich China bei dem sogenannten „Phase-eins-Deal“ innerhalb des US-chinesischen Handelsabkommens zu Käufen von US-Gütern verpflichtet haben könnte. Dieses soll nun heute um 17:30 Uhr (MEZ) unterzeichnet werden. Von einer Erhöhung des Importvolumens auf chinesischer Seite um 200 Mrd. USD im Laufe der kommenden beiden Jahre ist vor allem die Rede. Dabei soll den größten Posten...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1130)</strong>             Vermutlich wurde gestern immer noch darüber diskutiert, in welchem Umfang sich China bei dem sogenannten „Phase-eins-Deal“ innerhalb des US-chinesischen Handelsabkommens zu Käufen von US-Gütern verpflichtet haben könnte. Dieses soll nun heute um 17:30 Uhr (MEZ) unterzeichnet werden. Von einer Erhöhung des Importvolumens auf chinesischer Seite um 200 Mrd. USD im Laufe der kommenden beiden Jahre ist vor allem die Rede. Dabei soll den größten Posten der Ankauf von US-Industrieerzeugnissen darstellen.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11494" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/15012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/15012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/15012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine große Strafzollsenkung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und was bekommt China dafür? Ich habe gestern „en passant“ eine Chart der bislang geltenden US-Zölle auf Chinaimporte gesehen und war schon erstaunt, wie gering sich das Entgegenkommen der USA in der grafischen Darstellung niederschlägt. Die frühere Fed-Chefin Janet Yellen brachte es beim Asian Financial Forum am Montag auf den Punkt: Mit dem Teilabkommen bleiben chinesische Güter im Wert von hunderten Milliarden Dollar unverändert hoch besteuert. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nämlich mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent auf ein Importvolumen von 250 Mrd. USD. Die am 1. September 2019 verhängten Importzölle in Höhe von 15 Prozent auf etwa 120 Mrd. USD China-Importe werden um die Hälfte reduziert und auf die ursprünglich für Dezember 2019 geplante Einführung weiterer Strafzölle auf Konsumgüter mit einem Volumen von 156 Mrd. USD wird verzichtet. Und daran wird sich, wenn man einem Medienbericht von gestern Abend (MEZ) Glauben schenkt, vor den US-Präsidentschaftswahlen im November nichts ändern. Andere Positionen des Teilabkommens sind indes noch nicht richtig deutlich geworden. Immerhin: China wird nicht mehr als Währungsmanipulator bezeichnet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine deutliche US-Inflation in Sicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unter den gestern publizierten ökonomischen Daten ist die Entwicklung der US-Konsumentenpreise erwähnenswert, die mit +2,3 Prozent im Dezember (gegenüber Vorjahr) minimal hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückblieben. Aber die wichtigere Kernrate entsprach aufgerundet immerhin mit 2,3 Prozent der Median-Erwartung der Analysten. Zieht man außerdem das am vergangenen Freitag publizierte enttäuschende Lohnwachstum von nur +2,9 Prozent (ggü. Vj.) in Betracht, besteht für die US-Notenbank kein Anlass, auch nur im Traum über eine bedrohliche Inflationsentwicklung nachzudenken.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob der Euro gegenüber dem US-Dollar gestern deswegen etwas an Boden verlor, kann indes nicht zwingend bestätigt werden. Zumindest war die Schwäche nicht von nachhaltiger Natur, so dass der erneute Anlauf der Euro-Bären im Sande verlief. Tatsächlich befindet sich die Gemeinschaftswährung zurzeit, wie es gestern ein Kommentator ausdrückte, in „tiefem Morast“. Immerhin mit leichter Schwächeneigung, solange <strong>1,1180</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kurzer Blick in Pandoras Büchse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2019 17:26:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Langfristige Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade einmal ein Minus von 0,8 Prozent. Das ist das, was der breitgestreute S&#038;P 500-Index am vergangenen Freitag erstaunlicherweise gerade mal an Wert verloren hat. Denn die dafür verantwortliche Meldung hatte es in sich. So erwägt die Trump-Administration Medienberichten zufolge offenbar die Begrenzung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China. Und nach Angaben von Beteiligten, die mit der Angelegenheit betraut sind, wird anscheinend derzeit eine Möglichkeit durchgespielt, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an den US-Börsen handeln zu lassen. Oder aber auch die Engagements amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0940)</strong>             Gerade einmal ein Minus von 0,8 Prozent. Das ist das, was der breitgestreute S&amp;P 500-Index am vergangenen Freitag erstaunlicherweise gerade mal an Wert verloren hat. Denn die dafür verantwortliche Meldung hatte es in sich. So erwägt die Trump-Administration Medienberichten zufolge offenbar die Begrenzung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China. Und nach Angaben von Beteiligten, die mit der Angelegenheit betraut sind, wird anscheinend derzeit eine Möglichkeit durchgespielt, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an den US-Börsen handeln zu lassen. Oder aber auch die Engagements amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen. <img decoding="async" class="alignright wp-image-11136" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/30092019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/30092019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/30092019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine neue Eskalationsstufe</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Egal nun, ob derartige Schritte berechtigt sind oder nicht und ob sie überhaupt jemals in die Realität umgesetzt werden: Die Teilnehmer an den Finanzmärkten durften einen kurzen Blick in Pandoras Büchse werfen. Diese Büchse, in der alle Ingredienzen enthalten sind, die die Eskalation des US-chinesischen Handelskrieges auf ein neues Niveau hieven könnten, wird von nun an nicht mehr zu verschließen sein. Auch wenn die Sprecherin des US-Finanzministeriums Monica Crowley in der Nacht zum Sonntag (MESZ) beteuerte, dass die Administration <em>derzeit</em> nicht in Betracht ziehe, chinesische Aktiengesellschaften von den US Aktienmärkten auszuschließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber es scheint so, als ob die Börsianer den vollen Umfang dieser Maßnahmen noch nicht so richtig wahrgenommen oder verarbeitet haben. Oder haben sie einfach nur „rational“ Ruhe bewahrt? Natürlich: Die Aktienkurse chinesischer, in den USA gelisteter Unternehmen mussten noch am Freitag teils heftige Verluste hinnehmen. Aber der Rest?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich könnte man jetzt die Angelegenheit herunterspielen, als ob nur einige Falken in der Trump-Administration laut gedacht hätten, um den USA bei den für Oktober geplanten Verhandlungen mit China eine bessere Verhandlungsposition zu verschaffen. Aber China, das gerade erst als Zeichen des guten Willens US-Agrarprodukte wie Sojabohnen und Schweinefleisch in größerem Umfang gekauft haben soll, dürfte sich einmal mehr betrogen und zugleich auch bedroht fühlen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Anker</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber selbst, wenn all diese Pläne der US-Regierung nicht in die Tat umgesetzt würden, setzen sie dennoch einen neuen psychologischen Anker. Wobei derartige Anker im Handelsstreit mittlerweile eines gemeinsam haben. Denn gerade was die Ankündigungen von US-Strafzöllen auf China-Importe betrifft, wurden fast alle Drohungen früher oder später in die Praxis umgesetzt. Tatsächlich haben die USA bislang (Goldman Sachs zufolge) keinen der ursprünglich vorgeschlagenen wichtigen Importzölle jemals gesenkt, sondern bestenfalls verschoben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn das Weiße Haus – dem Vernehmen nach – etwaige Maßnahmen zur Begrenzung der Kapitalströme in Richtung China von den Handels-Verhandlungen isoliert betrachtet und mit der chinesischen Regierung darüber überhaupt noch nicht gesprochen haben mag, lässt sich das eine nicht vom anderen trennen. Und China wird zweifellos reagieren. Zwei der möglichen Optionen habe ich im Mai schon einmal <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/15/zwei-optionen-mit-wechselwirkung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> diskutiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vergeltung ist nicht weit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So geht immer wieder das Gerücht um, China würde möglicherweise seine massiven Bestände in US-Staatsanleihen als Druckmittel ins Spiel bringen. Obwohl eine solche Maßnahme nicht unumstritten ist. Zwar würde eine Reduzierung der Anleihebestände oder auch nur die ausbleibende Nachfrage nach US-Staatsanleihen in größerem Umfang den USA gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo die Fed über eine Ausweitung der Bilanzsumme nachdenken muss, nicht gerade gelegen kommen. Aber andererseits könnten die Anleihekurse durch etwaige Bondverkäufe Chinas zumindest vorübergehend sinken, mit ihnen zusammen aber auch der Wert des restlichen chinesischen Portfolios bei Anleiheverkäufen in größerem Stil. Ohne diesen Gedanken allzu weit zu spinnen, sind das keine guten Auspizien für den US-Dollar.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob sich China angesichts einer drohenden Eskalation im Handelskrieg wie bisher (soweit bekannt) mit Umschichtungen heraus aus dem Dollarraum zurückhalten wird? Ganz zu schweigen von der Signalwirkung für andere Nationen. Was machen denn Anleger und internationale Investoren, wenn sie befürchten müssen, dass ihre Dollar-Guthaben im Extremfall eingefroren werden? Eine Angst, die partiell schon einmal umging. Im Jahr 2002, als der frühere US Präsident George W. Bush in seiner berühmten Rede vom 29. Februar den Begriff der „Achse des Bösen“ prägte, in dessen Folge der Dollar zum Euro massiv abwertete.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück zur Gegenwart. Hier hat der Dollar zum Euro trotz überwiegend ermutigender ökonomischer Daten an Boden verloren. Einmal mehr hat sich auch gezeigt, dass die Gemeinschaftswährung trotz des kurzfristigen Abwärtstrends (<strong>1,1070/5</strong> bis <strong>1,0815/20</strong>) an der Unterseite nicht richtig vorankommt. Im Gegenteil: Im Zweifel ist die Oberseite wie bereits am Freitag leichter durchzuhandeln.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fed durch neue Strafzölle wieder unter Druck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2019 04:51:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einige Marktbeobachter glauben, dass das Timing des US-Präsidenten für die Eskalation des Handelskonflikts kein Zufall war. Denn aus seiner Sicht hatte die Fed seinen Wünschen nach schnellen Zinssenkungen mit dem Minimalschritt von 25 Basispunkten keineswegs entsprochen. Ob Donald Trump ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1125)</strong>             Eigentlich sollten Ökonomen stolz auf sich sein, wenn sie treffsichere Prognosen erstellen. Genau dies war nämlich am vergangenen Freitag der Fall, als die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Nicht-Agrarbereich (Nonfarm-Payrolls) der USA mit einem Plus von 164.000 publiziert wurde. Wir können uns jedenfalls nicht daran erinnern, dass diese normalerweise sehr volatile Zahl in den vergangenen Jahren die Medianprognose der Analysten jemals so genau getroffen hat. Aber auch der Rest des Arbeitsmarktberichts präsentierte sich so ausgewogen, dass die Devisenmärkte kaum reagierten. Da gab es auf der einen Seite für die Nonfarm-Payrolls eine Abwärtsrevision für die vergangenen beiden Monate. Auf der anderen Seite hatten sich die durchschnittlichen wöchentlichen Stundenlöhne (+3,2 Prozent ggü. Vorjahr) etwas stärker als erwartet erhöht.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10924" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/05082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/05082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/05082019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber selbst wenn der US-Arbeitsmarktbericht mit Überraschungen aufgewartet hätte, wären die Finanzmärkte kaum beeindruckt gewesen. Denn Fed-Chef Jerome Powell hatte bereits am vergangenen Mittwoch deutlich gemacht, dass die Fed bei ihrer jüngsten Zinssenkung nicht so stark auf den Arbeitsmarkt geblickt habe, sondern vielmehr auf die Implikationen der globalen Entwicklungen für den ökonomischen Ausblick. Konkret: Hauptgrund für die Senkung der Fed-Funds-Zielzone um 25 Basispunkte war das Risiko einer sich möglicherweise verschlechternden Situation im US-chinesischen Handelskonflikt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Perfektes Timing</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und dafür, dass sich die Rahmenbedingungen für eine Lösung des Handelskonflikts bereits einen Tag später deutlich verschlechterten, sorgte US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich. Er kündigte nämlich an, dass ab Anfang September zusätzliche Strafzölle in Höhe von 10 Prozent auf diejenigen Importe aus China erhoben würden, die bislang unbesteuert geblieben waren, also auf Waren in einem Volumen von 300 Mrd. USD. Und Trump machte am Wochenende abermals deutlich, dass der Satz von 10 Prozent durchaus noch deutlich erhöht werden könnte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einige Aktienhändler glauben, dass das Timing des US-Präsidenten kein Zufall war. Denn aus seiner Sicht hatte die Fed seinen Wünschen nach schnellen Zinssenkungen mit dem Minimalschritt von 25 Basispunkten keineswegs entsprochen. Ob Donald Trump die Erhöhung der Strafzölle auch verkündet hätte, wenn die Fed gehorsam den Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt und gleichzeitig deutlich gemacht hätte, dass auch noch eine Reihe von weiteren Zinssenkungen anstehe? Natürlich hätte Trump irgendwann in der nahen Zukunft die Strafzoll-Keule gegenüber China ausgepackt, aber eben nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Notenbanksitzung. Mit anderen Worten: Die schnelle Reaktion Trumps, eine Verschärfung des Handelskonflikts in Aussicht zu stellen, setzt die US-Notenbank umgehend unter Druck, die Zinsen weiter zu senken. Gleichzeitig ist die implizite Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im September auf 100 Prozent (vergleiche CME FedWatch-Tool) gestiegen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein ernstgemeinter Scherz</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber Donald Trump konnte am Freitagnachmittag immerhin auch einen produktiven Erfolg für sich verbuchen: Der Abschluss eines Deals mit der EU, mit dem Ziel, die US-Rindfleischexporte zu erhöhen. Und Trump konnte sich bei der Verkündung dieses Erfolgs einen Seitenhieb in Richtung EU nicht verkneifen. Man arbeite an einer Zustimmung der EU zu einem 25-prozentigen Zoll auf Kraftfahrzeuge, die von den USA importiert würden. Allerdings mag man Trumps umgehender Relativierung, es handele sich bei dieser Bemerkung nur um einen Scherz, nicht so recht Glauben schenken. Denn Trump machte Stunden später bereits deutlich, dass das Thema Auto-Strafzölle nicht vom Tisch ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Der Euro reagierte am Freitag im Gegensatz zu den Aktienmärkten kaum auf die jüngsten Entwicklungen im US-chinesischen Handelskonflikt. Ein Händler brachte es auf den Punkt, als er in seiner Phantasie schon einmal abspulte, was als Nächstes passieren werde: China werde auf die Trumpschen Maßnahmen reagieren, die Zölle werden die Entwicklung der globalen Wirtschaft negativ beeinflussen, die Zentralbanken der USA, der Eurozone, die Bank of Japan und die Bank of England werden allesamt eine Politik des leichten Geldes verfolgen, um somit ihre Volkswirtschaften zu stimulieren. Und da sie alle dieses Ziel verfolgen, bleibt der Kurs des Euro zwar vorerst in einem kurzfristigen Abwärtstrend, dessen Unterseite bei <strong>1,0995/00</strong> verläuft, dessen Momentum derzeit aber überhaupt nicht überzeugt. Allerdings bleibt die Gemeinschaftswährung angeschlagen, solange der Stabilitätspunkt bei <strong>1,1185/90</strong> nicht überwunden ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fed-durch-neue-strafzoelle-wieder-unter-druck/">Fed durch neue Strafzölle wieder unter Druck</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<item>
		<title>Trump legt nach</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/trump-legt-nach/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 05:05:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Entscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hätte die Fed die Zinsen am Mittwoch nicht gesenkt, hätte es wahrscheinlich heftige Reaktionen an den globalen Aktienmärkten, gegeben. Diese gab es dann gestern Abend aus einem anderen Grund. Denn US-Präsident Donald Trump verkündete, dass es ab Anfang September zusätzliche Strafzölle in Höhe von 10 Prozent auf Importe aus China geben wird. Und zwar auf das bislang restliche unbesteuerte Import-Volumen von 300 Milliarden USD. Und sollten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trump-legt-nach/">Trump legt nach</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1075)</strong>             Es dürfte gestern kaum jemanden überrascht haben, dass sich US-Präsident Donald Trump von Fed-Chef Jerome Powell im Stich gelassen fühlt. Aber Powell hätte wohl am Mittwochabend unserer Zeit, egal, was er geäußert hätte, immer Kritiker gefunden. Aber ist es fair, wenn etwa das Wall Street Journal in seinem vorgestrigen Leitartikel Jerome Powell als geldpolitischen Abenteurer bezeichnet? Andere wiederum bemängelten die schlechte Kommunikationsführung des Fed-Chefs während der Pressekonferenz. Aber eigentlich hat sich Powell doch recht ordentlich geschlagen, wenn man die Ausgangssituation bedenkt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10920" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/02082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/02082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/02082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Da gibt es einen US-Präsidenten, der seit Monaten versucht, die US-Notenbank für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Es gibt Finanzmarktteilnehmer, die wider alle ökonomische Vernunft insgeheim geglaubt hatten, die Fed würde tatsächlich den Leitzins um 50 Basispunkte senken. Und es gab während der Pressekonferenz der Fed Reporter, die vergeblich versuchten, aus den Worten Powells etwas Ergiebiges, etwas Wegweisendes herauszupressen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Um es kurz zu machen: Die US-Notenbank hat mit ihrer Entscheidung vom Mittwoch keinen neuen Zinszyklus eingeleitet, sondern lediglich eine Adjustierung mit Versicherungscharakter vorgenommen. Mit einer Chance auf mehr. Untergegangen war indes, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) mit seiner Ankündigung, den Schrumpfungsprozess der Fed-Bilanz bereits am 1. August, also zwei Monate früher als ursprünglich gedacht, zu beenden, eigentlich eine kleine Überraschung parat gehabt hatte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Neue Strafzölle auf China-Importe</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf jeden Fall wurde deutlich, dass das FOMC die Zinsen widerwillig gesenkt hat. Eigentlich bestand nach Ansicht mancher Kommentatoren für einen derartigen Zinsschritt sogar gar keine Veranlassung. Und hätte das FOMC die Zinsen nicht gesenkt, hätte es wahrscheinlich heftige Reaktionen, vor allen Dingen an den globalen Aktienmärkten, gegeben. Diese gab es dann gestern Abend aus einem anderen Grund. Denn US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass ab Anfang September zusätzliche Strafzölle in Höhe von 10 Prozent auf Importe aus China erhoben werden. Und zwar auf das restliche, bislang unbesteuerte Import-Volumen von 300 Milliarden USD. Und sollten die Verhandlungen mit China zu langsam verlaufen, könnte es auch eine Erhöhung der Strafzölle über die bisherige Höchstgrenze von 25 Prozent hinaus geben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar-Anstieg missfällt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Diese neuen, völlig unerwarteten Ankündigungen Trumps haben den Kurs des Dollar jedoch nur unerheblich beeinflusst. Zuvor hatte sich indes das Geschrei der Kommentatoren aus anderem Grund erhoben. Mit so einer Notenbank könne der Dollar nur hochgehen, hieß es gestern mancherorts. Auch zum Missfallen Donald Trumps. Und es sah in der Tat dramatisch aus, als sich der Greenback gegenüber einem Korb an Währungen (gemessen am Dollar-Index) auf den höchsten Kurs seit Mai 2017 aufschwang. Gemessen an der seit Februar dieses Jahres anhaltenden Seitwärtsentwicklung fiel diese Befestigung von zeitweise knapp einem Prozent in zwei Tagen aber vergleichsweise gering aus. Vermutlich sind die Devisenhändler volatilitätsentwöhnt. Das gilt auch für die Betrachtungsweise des Euro, der zwar vorgestern einen kurzfristigen Abwärtstrend eröffnet und sein vergleichsweise bescheidenes Potenzial bei <strong>1,1015/20</strong> nicht einmal ganz ausgeschöpft hat. Tatsächlich besteht sogar die Gefahr, dass der Euro mit Überschreiten von <strong>1,1105</strong> einen großen Teil seines Abwärtsmomentums verliert und in seine alte Seitwärtsentwicklung zurückfindet. Dafür bedarf es allerdings einer Überwindung des Stabilitätspunkts bei <strong>1,1185/90</strong>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gipfeltreffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 05:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[G20-Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn die meisten Akteure den abermaligen Beteuerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin, ein Abkommen im US-chinesischen Handelsstreit sei zu 90 Prozent unter Dach und Fach, nicht noch einmal wie im April dieses Jahres Glauben schenken wollen, hat sich doch mancherorts heimlich etwas Optimismus aufgebaut. Obwohl sich die beiden Parteien an den letzten 10 Prozent ihrer Streitigkeiten, die das Zustandekommen eines Deals noch gefährden könnten, wahrscheinlich die Zähne ausbeißen werden. Man ist schon zufrieden,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1365)</strong>             Während sich der Euro seit Beginn dieser Woche nur in ganz engen Bahnen bewegte, hat sich das Interesse der Marktteilnehmer während dieser Zeit zumindest vordergründig weg von der antizipierten geldpolitischen Wende der US-Notenbank in Richtung des G20-Gipfels bewegt, der heute und morgen in Japan stattfindet. Dabei hat der Ausgang des am Rande des Gipfels stattfindenden bilateralen Treffens zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Staatspräsident Xi natürlich Einfluss auf das weitere Verhalten der US-Notenbank, denn möglicherweise gelingt es den beiden Staatsoberhäuptern, bei dieser Begegnung die Voraussetzungen für eine Beilegung des <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10759" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/28062019.jpg" alt="" width="150" height="469" />Handelskonflikts zu schaffen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn die meisten Akteure den abermaligen Beteuerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin, ein Abkommen sei zu 90 Prozent unter Dach und Fach, nicht noch einmal wie im April dieses Jahres Glauben schenken wollen, hat sich doch mancherorts heimlich etwas Optimismus aufgebaut. Obwohl sich die beiden Parteien an den letzten 10 Prozent ihrer Streitigkeiten, die das Zustandekommen eines Deals noch gefährden könnten, wahrscheinlich die Zähne auszubeißen werden. Man ist schon zufrieden, wenn, wie gestern geschehen, die USA und China Medienberichten zufolge (Quelle stammt aus Hongkong, was eine gewisse Glaubwürdigkeit garantiert) angeblich einen vorläufigen Waffenstillstand im Handelskrieg erzielt haben. Zumindest sollen als Teil dieses Abkommens zunächst keine weiteren Strafzölle eingeführt werden. Falls keine Einigung zustande kommt, so Trumps Handelsminister Wilbur Ross, sei der Präsident ebenfalls glücklich, weitere Zölle auf China-Importe im Wert von 300 Milliarden USD in Kraft setzen zu können.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Referenzpunkt „Hoffnung“</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die einen ohnehin nicht allzu viel auf die Versprechen und Erfolgs-Ansagen der US-Administration geben, weil ihr Präsident die Neigung hat, jedes von den Finanzmärkten ausgerechnete neue Szenario gerne mit einem einzigen Tweet zunichte zu machen, sprechen andere bereits von einem Börsencrash, falls es im Handelskonflikt zwischen den USA und China wieder zu keinen Fortschritten kommen sollte. Auch wenn diese Prognose etwas überzogen klingt, weil die Hoffnung auf eine Lösung im Handelskonflikt und dass daraus resultierende Enttäuschungspotenzial bei den meisten Akteuren ohnehin sehr niedrig sein dürfte, rechnet man im schlimmsten Fall damit, dass die US-Notenbank zumindest den Aktienmärkten irgendwie zu Hilfe eilen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun stellen wir uns aber einmal vor, es käme tatsächlich zu greifbaren Fortschritten beim Gespräch zwischen Trump und Xi, und allerorten würde jubiliert. Gleichzeitig würde der US-Notenbank das wohl wichtigste Argument genommen, um die Leitzinsen zu senken. Davon würde der Dollar profitieren; wahrscheinlich sogar ganz besonders gegenüber dem Euro. Denn unbeachtlich, was bei den Gesprächen im US-chinesischen Handelskonflikt herauskommt, ist der nächste Gegner Trumps in Sachen Handelszölle die EU. Strafzölle, insbesondere auf Kraftfahrzeuge, denen Europa zumindest ökonomisch nach Ansicht einiger Kommentatoren nicht viel entgegenzusetzen hätte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Heißt der Verlierer Euro?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mit anderen Worten: Argumente für einen steigenden Euro sind gar nicht so leicht zu finden. Dies würde auch für den Fall gelten, dass die US-chinesischen Gespräche scheitern. Denn zwei US-Zinssenkungen sind in diesem Jahr fast vollständig und drei Zinsschritte dieser Art zu rund 60 Prozent (vgl. CME FedWatch Tool) bereits eingepreist, was auch für den Wechselkurs des Euro zum Dollar gelten dürfte. Und so ist der Euro letztlich auf Kapitalzuflüsse angewiesen, die sich meist nur auf niedrigerem Niveau ergeben und auch nur dann, wenn die Gefahr bestünde, dass das Vertrauen der Marktteilnehmer in die US-Geldmärkte langsam ausgehöhlt würde (vergleiche meinen Kommentar HIER). Zwar hat der Euro bislang unser Nachfrageniveau bei <strong>1,1345</strong> fast schon unerwartet gut verteidigt, aber auf der anderen Seite noch nicht einmal das Momentum entwickelt, um auf dem Weg in Richtung <strong>1,1450</strong> zumindest die erste Hürde (nun bei <strong>1,1420/25)</strong> zu nehmen. Das wichtigste Niveau an der Unterseite bleibt dagegen bei <strong>1,1265</strong>, da unterhalb davon nur wenig Nachfrage vor <strong>1,1170</strong> (oder gar erst bei <strong>1,1110</strong>) zu erwarten wäre.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eine Bedrohung, die es gar nicht gab?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2019 05:01:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed-Sitzung]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht einmal zwei Wochen her, da drohte US-Präsident Donald Trump, Mexiko mit Strafzöllen zu belegen, sofern das Land nicht den Strom von Flüchtlingen in Richtung USA stoppen würde. Aber genauso plötzlich, wie sie aufgekommen war, war die Trumpsche Drohung zum Ende der vergangenen Woche wieder verschwunden. Per Twitter, wie so häufig, wurde die Öffentlichkeit darüber informiert, dass Trump offenbar einen Deal mit Mexiko erreicht hat.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1310)</strong>             Es ist nicht einmal zwei Wochen her, da drohte US-Präsident Donald Trump, Mexiko mit Strafzöllen zu belegen, sofern das Land nicht den Strom von Flüchtlingen in Richtung USA stoppen würde. Aber genauso plötzlich, wie sie aufgekommen war, war die Trumpsche Drohung zum Ende der vergangenen Woche wieder verschwunden. Per Twitter, wie so häufig, wurde die Öffentlichkeit darüber informiert, dass Trump offenbar einen Deal mit Mexiko erreicht hatte – Details werden noch folgen –, demzufolge Mexiko nicht nur den illegalen Flüchtlingsstrom reduzieren oder gar völlig eindämmen, sondern angeblich auch noch große Mengen an US-Agrarprodukten ankaufen wird.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10681" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/11062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das klingt tatsächlich auf den ersten Blick wie eine Erfolg für den US-Präsidenten. Allerdings war Trumps aggressiver Schritt selbst in Teilen der US-Regierung von Sorge und Skepsis begleitet. Sowohl der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer als auch Finanzminister Steven Mnuchin schienen nicht glücklich über Trumps Vorpreschen. Und sogar einige republikanische Abgeordnete bezeichneten die angedrohten Strafzölle als falschen Schritt, um dem Strom illegaler Einwanderer in die USA Herr zu werden. Aber auch Ökonomen äußerten ihre Sorge darüber, dass die geplanten Strafzölle gerade bei der Fertigung von Kraftfahrzeugen, die im Laufe ihrer Produktion die US-mexikanische Grenze mehrere Male überqueren, auch den US-Kraftfahrzeug-Produzenten schaden würden. Kurzum: Was sich wie eine Erfolgsstory liest, könnte durchaus auch als ein, wenn auch nur temporärer, Rückzieher Donald Trumps interpretiert werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Drohung nicht ernst genommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Finanzmärkte Trumps Strafzoll-Drohung nicht ernst genommen haben, zeigt sich etwa an der Entwicklung des US-Aktienmarktes. So konnte etwa der breitgestreute S&amp;P 500 Index vom Tiefpunkt zu Beginn der vergangenen Woche aus gerechnet mit einem Plus von mehr als 5 Prozent abschließen. Als ob es den US-mexikanischen Konflikt nie gegeben hätte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kritiker werden natürlich sofort einwenden, dass der Aktienmarkt in den USA doch vor allen Dingen wegen der Hoffnung vieler Akteure auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank so stark angezogen hätte. Dabei haben sich die impliziten Wahrscheinlichkeiten für mindestens eine oder zwei Zinssenkungen in diesem Jahr per Saldo (vgl. CME FedWatch Tool) seit Beginn der vergangenen Woche nicht mehr wesentlich verändert. Aber durchaus die Stimmung der Marktteilnehmer und Analysten. Nicht zuletzt wegen des enttäuschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichts am vergangenen Freitag. Denn die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Nicht-Agrarbereich (Nonfarm Payrolls), aber auch die Entwicklung bei den Stundenlöhnen blieb hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Übertriebene Erwartungen an die Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie dem auch sei, gibt es mittlerweile sogar Strategen, die es für möglich halten, dass die US-Notenbank in einem ersten Schritt die Zinsen nicht nur um 25, sondern gar um 50 Basispunkte senken könnte. Befinden wir uns denn bereits in einer Finanzkrise? Glücklicherweise gibt es auch Analysten, die – vermutlich wie viele Mitglieder des Offenmarktausschusses selbst – nicht davon ausgehen, dass die Fed sogleich auf eine einzige schwache Nonfarm-Payrolls-Zahl reagiert. Mit Recht weisen Kommentatoren darauf hin, dass die Notenbank den sogenannten Powell Put nicht zu schnell ziehen solle.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Damit werden zweierlei Einflussfaktoren für den Dollar deutlich. Zum einen haben wir mit dem wohl vorläufig beendeten US-mexikanischen Strafzoll-Intermezzo nach derzeitiger Lesart ein Kaufargument für den Greenback vorliegen. Dieses könnte sich auch ergeben, wenn die Finanzmarktakteure zu dem Schluss kommen sollten, dass die Zinssenkungsfantasien wohl doch etwas übertrieben gewesen sein könnten. Zumindest hat nun die Schweigeperiode der Mitglieder des Offenmarktausschusses bis zur am 19. Juni endenden Fed-Sitzung begonnen, so dass aus dieser Ecke derzeit keine geldpolitischen Hinweise zu erwarten sind. Was den Euro dagegen angeht, hat dieser immerhin am vergangenen Freitag die Obergrenze seiner Konsolidierung bei 1,1320/25 durchbrochen, ohne allerdings einen neuen Trend auszulösen. Dennoch ist die Situation der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar als positiv einzustufen. Dies gilt zumindest, solange an der Unterseite <strong>1,1210/15</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Wenn Risiken an Gewicht verlieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2019 04:59:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchtwährungen]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
		<category><![CDATA[Time discounting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn die Auswirkungen der jüngsten Maßnahmen im Handelsstreit zwischen den USA und China erst in ein paar Wochen wirklich zu Tage treten werden und ihre negativen Folgen noch völlig ungewiss sind, werden diese von vielen Finanzmarktteilnehmern bereits mental in ihrer Bedeutung abgewertet – wie alle Risiken, die nicht richtig greifbar sind und auch noch in der Zukunft liegen. Und ähnlich... </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1155)</strong>             Eine wichtige Handelswoche liegt hinter uns. Dabei haben die Finanzmärkte recht unterschiedlich auf die Fortsetzung im US-chinesischen Handelskonflikt reagiert. Denn nicht nur die Einführung der erhöhten Strafzölle der USA auf China-Importe, sondern auch die Vergeltungsmaßnahmen Chinas als Reaktion darauf mussten von den Akteuren verarbeitet werden. Aber offensichtlich wirkte allein schon die Ankündigung der USA, die Einführung etwaiger weiterer Strafzölle auf Auto-Importe um bis zu sechs Monate zu verschieben, wie eine Beruhigungsspritze auf viele Investoren. Zumindest was deren Geschäfte an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks angeht. Diese haben nämlich die ganze Handelsstreit-Saga in der vergangenen Woche nahezu vollständig weggesteckt.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10568" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/20052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und selbst dass das US-Handelsministerium den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei auf die schwarze Liste gesetzt hat, wurde von vielen Händlern fast schon mit einem Achselzucken beantwortet. Obwohl das Verbot, dass US-Firmen künftig mit Huawei und seinen 68 Tochtergesellschaften (von Ausnahmen abgesehen) keine Geschäfte mehr machen dürfen, einer weiteren Eskalation im Handelskrieg gleichkommt. Und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis China reagieren wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mental abdiskontiert</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn die Auswirkungen der jüngsten Maßnahmen im Handelsstreit zwischen den USA und China erst in ein paar Wochen wirklich zu Tage treten werden und ihre negativen Folgen noch völlig ungewiss sind, werden diese von vielen Finanzmarktteilnehmern bereits mental in ihrer Bedeutung abgewertet – wie alle Risiken, die nicht richtig greifbar sind und auch noch in der Zukunft liegen. Und ähnlich verhält es sich auch mit den Autozöllen, die nun fürs Erste, also in der Gegenwart, erst einmal abgewendet worden sind. Damit sind sie zwar immer noch nicht vom Tisch, scheinen aber noch weit entfernt in der Zukunft zu liegen, weshalb auch alles, was daraus an Negativem resultieren könnte, zunächst an Gewicht und Bedeutung verloren hat.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Devisenhändler leicht risikoavers<br />
</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die Aktienhändler zumindest vordergründig fast risiko-immun zu sein schienen, manifestierte sich im Devisenhandel immerhin eine gewisse Sorge. Dies zeigt sich an der Entwicklung des Schweizerfranken und des japanischen Yen, die etwa gegenüber dem Euro als sogenannte Fluchtwährungen während der vergangenen Woche gefragt waren. Die Risikoaversion der Devisenhändler zeigt sich vor allen Dingen an der Entwicklung des Yen, der sich beispielsweise gegenüber dem australischen Dollar während des besagten Zeitraums vorübergehend um mehr als 2,1 Prozent befestigte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen brachte es die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar fertig, die vergangenen fünf Handelstage hintereinander jeweils mit einem Tagesverlust abzuschließen. Verluste, die in der Summe allerdings nicht einmal 0,8 Prozent betrugen. Nicht nur aus Gründen der Risikoaversion müsste der Euro aber deutlich niedriger notieren. Denn die am Freitag veröffentlichten ökonomischen Daten (etwa das überraschend positiv ausgefallene Verbrauchvertrauen (vorl.) der Uni Michigan) sprachen für den Greenback. Somit beschloss der Euro die Handelswoche vor einem wichtigen Nachfrageniveau (<strong>1,1145</strong>) und bleibt in seiner Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1370</strong> gefangen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus organisatorischen Gründen erscheint der nächste ausführliche Bericht <strong>erst am Mittwoch, den 22. Mai</strong>. Die wichtigsten Kursniveaus werden jedoch am morgigen Dienstag aktualisiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurs-Update vom 21. Mai 2019 6:30 Uhr</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gab nur ganz gerinfügige Veränderungen. Der Euro rangiert fast unbewegt oberhalb des wichtigen Nachfrageniveaus von <strong>1,1140</strong>. Die kurzfristige Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1110</strong> und <strong>1,1370</strong> bleibt erhalten. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der nächste &#8222;Dollar am Morgen&#8220; folgt am Mittwoch. <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10572" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/21052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wenn-risiken-an-gewicht-verlieren/">Wenn Risiken an Gewicht verlieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<item>
		<title>Hauptsache,  es wird verhandelt</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/hauptsache-es-wird-verhandelt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2019 05:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Auto-Zölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Vergleicht man den Devisenhandel mit dem, was sich am vergangenen Freitag etwa an Wall Street abgespielt hat, kann man fast schon von stoischen Marktteilnehmern sprechen. Während nämlich die Euro-Dollar-Händler den Geschehnissen um den US-chinesischen Handelsstreit eine fast schon unheimliche Gelassenheit entgegenbrachten, spielte sich an den US-Aktienmärkten </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1230)</strong>             Vergleicht man den Devisenhandel mit dem, was sich am vergangenen Freitag etwa an Wall Street abgespielt hat, kann man fast schon von stoischen Marktteilnehmern sprechen. Während nämlich die Euro-Dollar-Händler den Geschehnissen um den US-chinesischen Handelsstreit eine fast schon unheimliche Gelassenheit entgegenbrachten, spielte sich an den US-Aktienmärkten – zumindest was die Kursentwicklung des Tages angeht – vergleichsweise ein Drama ab, das allerdings in ein Happy End einmündete. Jedenfalls am Freitag. Aber auch ein Kursverlust des breitgestreuten S&amp;P 500 Index von 2,2 Prozent innerhalb einer Woche seit der Trumpschen Strafzoll-Ankündigung zeugt nicht gerade von Panik. Den Akteuren genügte es offensichtlich, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China zumindest nicht abgebrochen wurden. Damit war immerhin die Minimal-Anforderung der meisten Finanzmarktakteure erfüllt; alles andere schien nicht so wichtig zu sein.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10536" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/13052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Auch wenn sich der chinesische Chefunterhändler Liu He und US-Präsident Donald Trump sichtlich bemühten, nicht den Eindruck zu erwecken, man habe alle Kommunikationswege abgeschnitten, ist der Konflikt weiter fortgeschritten. Nicht nur, weil die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Erhöhung der Strafzölle auf weitere Importe aus China in Kraft getreten ist. Für bestimmte China-Importe im Wert von 50 Mrd. USD erhebt die USA ohnehin schon einen Strafzoll von 25 Prozent, ein Satz, der nun seit Freitag auf Importe in einem Volumen von weiteren 200 Mrd. USD Anwendung findet. Vielmehr lässt Donald Trump bereits jetzt schon Sonderzölle auf alle übrigen Importe aus China in Höhe von etwa 300 Mrd. USD vorbereiten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verhandlungen und Ultimatum</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl die Verhandlungen doch so konstruktiv gewesen sein sollen, hat die Trump-Administration bereits deutlich gemacht, dass die neuen Strafzölle auf besagte 300 Mrd. USD in einem Monat in Kraft treten werden, sofern es bis dahin mit China keine Einigung geben sollte. Genauso lange dürfte es in etwa dauern, bis die bereits am Freitag erhöhten Zölle auf das Importvolumen von 200 Mrd. USD Wirkung zeigen. Denn die Abgaben werden nur auf neu verschiffte Güter, von denen die meisten dem Vernehmen nach auf dem mehrwöchigen Seeweg über den Pazifik abgewickelt werden, wirksam. Also nicht auf Produkte, die bereits in Richtung USA unterwegs sind.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Den Euro hat dies am Freitag alles nicht beeinflusst, obwohl US-Handelsminister Wilbur Ross deutlich machte, dass Donald Trump bis zum 18. Mai eine Entscheidung hinsichtlich möglicher Auto-Zölle treffen werde. Maßnahmen, die natürlich auch die ökonomische Entwicklung der Eurozone negativ beeinflussen könnten. Dennoch hat die Gemeinschaftswährung zeitweise zugelegt. Und zwar nach Publizierung der US-Konsumentenpreise für April. Da aber der Konsumentenpreisindex in der Kernrate in etwa den Erwartungen entsprach und die Fed ohnehin bei ihren Entscheidungen ihr Augenmerk auf den Index der privaten Konsumausgaben (PCE) richtet, konnte die Gemeinschaftswährung ihren wenig überzeugenden kurzfristigen Abwärtstrend (<strong>1,1250</strong>&#8211;<strong>1,1060/65</strong>) immer noch nicht brechen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen</span></p>
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		<title>Alles nur Taktik?</title>
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					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/alles-nur-taktik/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2019 05:02:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Es mag gestern Marktteilnehmer gegeben haben, die die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strafzölle auf China-Importe zu erhöhen, mit Entsetzen aufgenommen haben. Denn jetzt war sie wieder da, die alte Drohung des US-Präsidenten, die Zölle auf Importe chinesischer Güter im Volumen von 200 Mrd. USD von derzeit 10 auf 25 Prozent zu erhöhen, falls es bis Freitag ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1210)</strong>             Es mag gestern Marktteilnehmer gegeben haben, die die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strafzölle auf China-Importe zu erhöhen, mit Entsetzen aufgenommen haben. Denn jetzt war sie wieder da, die alte Drohung des US-Präsidenten, die Zölle auf Importe chinesischer Güter im Volumen von 200 Mrd. USD von derzeit 10 auf 25 Prozent zu erhöhen, falls es bis Freitag keine Einigung im Handelskonflikt geben sollte. Und dazu sollen noch weitere bislang unbesteuerte chinesische Güter im Volumen von 325 Mrd. USD kommen, die dann ebenfalls mit einer Strafsteuer von 25 Prozent belegt werden. Wo es doch in der vergangenen Woche bereits so aussah, also ob ein Kompromiss im Handelsstreit der USA mit China nur noch eine Sache von wenigen Wochen wäre.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10500" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/07052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Gleichwohl mag es gestern aber auch Akteure gegeben haben, die zwar ebenfalls leicht aufgeschreckt waren, aber <em>nicht</em> mit Entsetzen reagierten. Ganz einfach, weil die Erfolgsmeldungen in Sachen Handelskonflikt seit Wochen von US-Seite fast einschläfernd immer gleich lauteten. Es gebe sehr gute Fortschritte, hieß es, aber auch noch bedeutende Hindernisse. Insgesamt sei man optimistisch, trugen Vertreter der Trump-Administration gebetsmühlenartig vor. Bis gestern.  </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Natürlich haben sich die Aktienmärkte – darunter ganz besonders der Shanghai Composite mit Verlusten von zeitweise mehr als 6 Prozent – anfänglich mehr oder weniger deutlich abgeschwächt. Aber sie haben sich anschließend auch wieder erholt. Und die Wechselkurse? Die typischen Krisenwährungen Schweizerfranken und Yen waren zwar anfangs gesucht, mussten aber im Verlauf der europäischen Handelssitzung (unter der feiertagsbedingten Abwesenheit japanischer und britischer Händler) diese Gewinne wieder abgeben. Mit anderen Worten: Die Trumpschen Tweets haben längst nicht so eingeschlagen, wie man es vielleicht hätte erwarten können.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bezugspunkt „100“</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Manche Akteure haben sich vermutlich auch die Frage gestellt, ob die jüngsten Drohungen des US Präsidenten lediglich Teil einer Verhandlungstaktik sein könnten. Dann wäre ja alles nicht so schlimm, so die Schlussfolgerung mancher Kommentatoren. Andere warnten indes davor, dass China womöglich die Verhandlungen ganz abbrechen könnte. Aber gestern Nachmittag schien es so, als ob sich China nicht vollends abwenden würde. Nachdem anfangs noch Meldungen die Runde machten, dass die chinesischen Unterhändler ihre Reise nach Washington – man erwartet dort Morgen eine chinesische Delegation unter Führung des chinesischen Vizepremiers Liu He – verschieben könnte, scheint sich China trotz der Drohungen Trumps kompromissbereit zu zeigen. Zumindest hörte man aus dem Außenministerium, dass eine Delegation nach Washington reisen werde. Allerdings ist unklar, ob der Vizepremier tatsächlich an den Verhandlungen teilnehmen wird und ob die angekündigten 100 Delegierten wirklich anreisen werden. Bereits jetzt scheinen sich Marktstrategen an diesen Bezugspunkt „100“ zu klammern. Denn daran, wie viele Vertreter von den 100 am Ende in die US-Hauptstadt anreisen, lässt sich nach Ansicht einiger Beobachter ermessen, wie es um die Beilegung des Handelskonflikt bestellt ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Unterdessen war auch der Dollar nur zur Handelseröffnung gestern früh in Australien vorübergehend etwas stärker gefragt, musste aber gegenüber dem Euro seine ohnehin überschaubaren Gewinne (rund 40 Stellen) allesamt wieder abgeben. Erneut wurde gestern wieder klar, dass der schwache Abwärtstrend des Euro (zwischen <strong>1,1270</strong> und <strong>1,1045/50</strong>) selbst unter dem Eindruck ungünstiger Nachrichten derzeit nicht ins Laufen kommt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein geeigneter Sündenbock</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2019 05:21:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
		<category><![CDATA[Trump]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was die Wachstumsperspektiven betrifft, liest sich der am Freitag publizierte US-Arbeitsmarktbericht großartig – zumindest auf den ersten Blick. Dass die Arbeitslosenquote (3,6 %) im April auf den niedrigsten Stand seit 49 Jahren gefallen ist, klingt wie ein Superlativ. Allerdings mit der Einschränkung, dass die unerwartet niedrige Arbeitslosigkeit...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-geeigneter-suendenbock/">Ein geeigneter Sündenbock</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1190)</strong>             Was die Wachstumsperspektiven betrifft, liest sich der am Freitag publizierte US-Arbeitsmarktbericht großartig – zumindest auf den ersten Blick. Dass die Arbeitslosenquote (3,6 %) im April auf den niedrigsten Stand seit 49 Jahren gefallen ist, klingt wie ein Superlativ. Allerdings mit der Einschränkung, dass die unerwartet niedrige Arbeitslosigkeit mit einem deutlichen Rückgang bei der Zahl der erwerbsfähigen Personen (labor force) einherging. Und auch der Zuwachs an Stellen im Nicht-Agrarbereich scheint mit +263.000 selbst <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10497" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/06052019.jpg" alt="" width="150" height="469" />optimistische Prognosen übertroffen zu haben. Dabei hätte der Überraschungseffekt eigentlich gar nicht so groß sein dürfen, hatte doch bereits am vergangenen Mittwoch die private Arbeitsmarktagentur ADP mit ihren auffallend guten Zahlen die Vermutung nahegelegt, dass auch das Arbeitsministerium Positives vermelden würde. Aber offensichtlich sahen sich die meisten Analysten nicht genötigt, ihre Prognosen im Vorfeld der Freitagszahlen anzuheben. Oder sie haben wegen des Mai-Feiertages in vielen europäischen Ländern – Japan war ohnehin während der ganzen Woche geschlossen – und der Sitzung der US-Notenbank am selben Tag die guten ADP-Zahlen ganz einfach nicht wahrgenommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Die Arbeitsmarktdaten dürften zwar die Angst vor einer etwaigen Verlangsamung des US-Wachstums beschwichtigt und der abwartenden Haltung der US-Notenbank Recht gegeben haben. Wenn da nicht die Median-Erwartung der Ökonomen bei der Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne leicht enttäuscht worden wäre. Und damit wird auch US-Präsident Donald Trump nicht von seiner Forderung nach Zinssenkungen abrücken. Das machten entsprechende Statements von Vizepräsident Mike Pence und dem ökonomischen Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, am Freitag deutlich, die wegen der schleppenden Inflationsentwicklung von der Notenbank entsprechende Maßnahmen forderten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Auch wenn Trump nun auf die Besetzung zweier offener Sitze im Fed-Vorstand mit seinen Wunschkandidaten Herman Cain und Stephen Moore verzichten muss, bleiben seine Forderungen und Tiraden natürlich bestehen. Diese bauen nicht nur Druck auf die Entscheider im Offenmarktausschuss der Notenbank auf, sondern liefern dem US-Präsidenten eine hervorragende psychologische Ausgangslage. Sollten sich die US-Wirtschaft und Aktienkurse nicht in seinem Sinne entwickeln, hat er – so unsinnig seine Forderungen für viele Kommentatoren klingen mögen – mit der Fed einen geeigneten Sündenbock.</span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">         </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trumps Strafzoll-Tweet lässt Euro wenig beeindruckt </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen beschloss der Dollar die vergangene Handelswoche gegenüber dem Euro mit einem leichten Minus. Dies ist insofern bemerkenswert, als der Euro noch nach Publizierung des US-Arbeitsmarktberichts vorübergehend auf den niedrigsten Kurs der Woche zurückgefallen war. Die Erholung zum Handelsschluss zeigt indes zweierlei. Zum einen war der Ausflug des Euro in Richtung Unterseite lediglich auf kurzfristige Engagements zurückzuführen, die letztlich wieder glattgestellt werden mussten. Zum anderen will der Abwärtstrend des Euro (zwischen <strong>1,1270/75</strong> und <strong>1,1045/50</strong>) nicht so recht ins Laufen kommen. Das dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die für einen Trend notwendigen Schieflagen, vornehmlich von mittelfristig engagierten Akteuren, wahrscheinlich nicht in großem Maße vorhanden sind. Auch die Ankündigung Donald Trumps via Twitter, Sonderzölle auf Einfuhren aus China in die USA von Freitag an zu erheben und die damit möglicherweise völlig zum Stillstand kommenden Handelsgespräche, haben heute früh bislang bei der Gemeinschaftswährung lediglich eine vorübergehende Abwärtsreaktion von 30 Stellen gezeitigt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-geeigneter-suendenbock/">Ein geeigneter Sündenbock</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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