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	<title>Phase One Deal Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 16 Aug 2020 11:44:08 +0000</lastBuildDate>
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		<title>US-Anleger zuversichtlicher als Verbraucher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2020 11:44:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[CFTC]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die abgelaufene Handelswoche gehört für den Dollar sicherlich nicht zu den volatilsten der jüngeren Vergangenheit. Zumal sich in anderen Märkten – man denke nur an die Edelmetalle und die Bondmärkte – bedeutend mehr ereignet hat. Indes: Der Dollar musste gegenüber einem Korb an Währungen, gemessen am Dollar-Index, den achten Wochenverlust hintereinander hinnehmen. Dabei handelt es sich um die längste Serie dieser Art während der vergangenen zehn Jahre. Auf der anderen Seite markierte der Euro gleichzeitig den achten Wochengewinn in Serie, und nur zwei der vergangenen 13 Wochen endeten für die Gemeinschaftswährung überhaupt mit einem Verlust...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1840)</strong>             Die abgelaufene Handelswoche gehört für den Dollar sicherlich nicht zu den volatilsten der jüngeren Vergangenheit. Zumal sich in anderen Märkten – man denke nur an die Edelmetalle und die Bondmärkte – bedeutend mehr ereignet hat. Indes: Der Dollar musste gegenüber einem Korb an Währungen, gemessen am Dollar-Index, den achten Wochenverlust hintereinander hinnehmen. Dabei handelt es sich um die längste Serie dieser Art während der vergangenen zehn Jahre. Auf der anderen Seite markierte der Euro gleichzeitig den achten Wochengewinn in Serie, und nur zwei der vergangenen 13 Wochen endeten für die Gemeinschaftswährung überhaupt mit einem Verlust.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12388" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/17082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/17082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/17082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Spekulative Rekordpositionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist es auch kein Wunder, dass sich der Aufwärtstrend des Euro auch in den CFTC-Meldungen zu den Positionsdaten an der Chicagoer Futures-Börse niederschlägt. Dort summierten sich per <em>vergangenem Dienstag</em> die spekulativen Euro-Long-Positionen auf ein neues Rekordvolumen von knapp 200.000 Kontrakten. Dies entspricht einer Zunahme von etwas mehr als 10 Prozent gegenüber der Vorwoche. Allerdings schlug sich dieses abermals erhöhte Positionsvolumen nicht im Euro-Kurs nieder, der während des besagten Zeitraums an vier von fünf Handelstagen nachgegeben hatte. Aber wie schon so häufig an dieser Stelle erwähnt, sind besagte Futures-Positionen ohnehin nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt, sondern bestenfalls ein Spiegelbild für dessen Stimmung.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar-getriebene Entwicklung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings handelt es sich hier nach wie vor nicht um eine vom Euro, sondern um eine vom Dollar getriebene Kursentwicklung. Dabei ist es gut möglich, dass die US-Einzelhandelsumsätze des Monats Juli, die am Freitag publiziert wurden, als leicht enttäuschend empfunden wurden. Denn die Erholung im Einzelhandel vom Juni hat sich im Juli deutlich verlangsamt. Und was das Verbrauchervertrauen angeht (vgl. die vorläufigen August-Zahlen der Uni Michigan), sind die US-Konsumenten längst nicht so optimistisch wie die Teilnehmer an den dortigen Aktienmärkten, wo etwa der breitgestreute S&amp;P 500 am Freitag das bisherige Allzeithoch nur um wenige Punkte verfehlte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vorsichtshalber vertagt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein Termin, der am Samstag hätte stattfinden sollen und mich zumindest interessiert hätte, wurde übrigens kurzfristig gestrichen und auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Rede ist von der Überprüfung des sogenannten Phase-1-Deals des US-chinesischen Handelsabkommens vom 15. Februar dieses Jahres. Ursprünglich war nach sechs Monaten eine (Video)-Konferenz zwischen Vertretern beider Staaten geplant, um den Fortschritt der Vereinbarung zu überprüfen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Als Grund für die Verschiebung wurden, sogenannten „mit der Angelegenheit vertrauten“ Quellen zufolge, Terminprobleme genannt. Aber andernorts wurde verlautbart, dass die US-Vertreter China mehr Zeit geben wollten, damit es seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen könne. Denn von den einstmals für dieses Jahr von China zugesagten Importen von US-Gütern war zur Jahresmitte nicht zuletzt aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht einmal ein Viertel vollzogen worden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo bleibt der Euro innerhalb seiner Konsolidierung, nun zwischen <strong>1,1715</strong> und <strong>1,1925</strong>, die den derzeitigen übergeordneten Aufwärtstrend pausieren lässt. Innerhalb der Zone kann die Gemeinschaftswährung jedoch nur ihre positive Position bewahren, solange nun <strong>1,1770</strong> gehalten wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Wir haben einen (Teil)-Deal!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jan 2020 05:41:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist also der sogenannte „Phase-eins-Deal“ von Chinas Vizepremier Liu He und US-Präsident Donald Trump unterzeichnet worden. Ein Teilabkommen, um das es einen großen Hype gab und von dem man nach der Unterschriftszeremonie immerhin eines genau wusste: Das Vertragsdokument ist 86 Seiten lang. China wird unter anderem sein Importvolumen von US-Gütern und Dienstleistungen in den kommenden zwei Jahren drastisch erhöhen, und zwar, wie vorgestern bereits...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1150)</strong>             Nun ist also der sogenannte „Phase-eins-Deal“ von Chinas Vizepremier Liu He und US-Präsident Donald Trump unterzeichnet worden. Ein Teilabkommen, um das es einen großen Hype gab und von dem man nach der Unterschriftszeremonie immerhin eines genau wusste: Das Vertragsdokument ist 86 Seiten lang. China wird unter anderem sein Importvolumen von US-Gütern und Dienstleistungen in den kommenden zwei Jahren drastisch erhöhen, und zwar, wie vorgestern bereits durchgesickert war, um rund 200 Mrd. USD gegenüber dem Niveau von 2017, verteilt auf zwei Jahre. Auch hat sich China dazu verpflichtet, seine Währung nicht zu manipulieren.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11507" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/16012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/16012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/16012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Abkommen nicht viel mehr als ein Waffenstillstand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings enthält das Abkommen offenbar keine Vereinbarungen, sondern teils nur vage Absichtserklärungen zu den eigentlich wichtigsten Streitpunkten im Handelskonflikt. Dazu gehören etwa Pekings Subventionspolitik, die Bekämpfung der Internetkriminalität und eine Absage an Urheberrechtsverletzungen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf der anderen Seite bleiben die Strafzölle der USA auf chinesische Importe zu großen Teilen des 360 Milliarden USD umfassenden Volumens unverändert hoch. Immerhin ließ Handelsminister Robert Lighthizer durchblicken, dass eine weitere Reduzierung der Importsteuern Bestandteil des sogenannten „Phase 2-Deals“ sein soll. Entgegen Meldungen vom Dienstag beabsichtigt die Trump-Administration anscheinend allerdings nicht, mit diesem zweiten Teil des Abkommens zwingend bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November zu warten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kein “buy the rumour, sell the fact”</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die US-Aktienmärkte, die zunächst mit marginal höheren Allzeithochs aufwarteten, konnten ihre Intraday-Gewinne allerdings nicht vollständig halten. Auf der anderen Seite kam es bislang aber auch nicht zu einem großen Abverkauf, wie er vielerorts von Analysten prognostiziert worden war. Nach dem Motto „Buy the rumour, sell the fact“.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Gegenüber dem Euro verharrte der US-Dollar vor und nach der Unterzeichnung des Abkommens bewegungslos – die Gemeinschaftswährung hatte zuvor bereits in geringem Umfang zugelegt. Zudem blieben ökonomische Daten angesichts des gestrigen Ereignisses ohne Bedeutung. Tatsächlich muss der Euro nach wie vor an der Oberseite <strong>1,1180/85</strong> überwinden, um seine leichte Schwächetendenz abzulegen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Ein guter Deal für beide Seiten?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2020 05:56:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vermutlich wurde gestern immer noch darüber diskutiert, in welchem Umfang sich China bei dem sogenannten „Phase-eins-Deal“ innerhalb des US-chinesischen Handelsabkommens zu Käufen von US-Gütern verpflichtet haben könnte. Dieses soll nun heute um 17:30 Uhr (MEZ) unterzeichnet werden. Von einer Erhöhung des Importvolumens auf chinesischer Seite um 200 Mrd. USD im Laufe der kommenden beiden Jahre ist vor allem die Rede. Dabei soll den größten Posten...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1130)</strong>             Vermutlich wurde gestern immer noch darüber diskutiert, in welchem Umfang sich China bei dem sogenannten „Phase-eins-Deal“ innerhalb des US-chinesischen Handelsabkommens zu Käufen von US-Gütern verpflichtet haben könnte. Dieses soll nun heute um 17:30 Uhr (MEZ) unterzeichnet werden. Von einer Erhöhung des Importvolumens auf chinesischer Seite um 200 Mrd. USD im Laufe der kommenden beiden Jahre ist vor allem die Rede. Dabei soll den größten Posten der Ankauf von US-Industrieerzeugnissen darstellen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11494" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/15012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/15012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/15012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine große Strafzollsenkung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und was bekommt China dafür? Ich habe gestern „en passant“ eine Chart der bislang geltenden US-Zölle auf Chinaimporte gesehen und war schon erstaunt, wie gering sich das Entgegenkommen der USA in der grafischen Darstellung niederschlägt. Die frühere Fed-Chefin Janet Yellen brachte es beim Asian Financial Forum am Montag auf den Punkt: Mit dem Teilabkommen bleiben chinesische Güter im Wert von hunderten Milliarden Dollar unverändert hoch besteuert. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nämlich mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent auf ein Importvolumen von 250 Mrd. USD. Die am 1. September 2019 verhängten Importzölle in Höhe von 15 Prozent auf etwa 120 Mrd. USD China-Importe werden um die Hälfte reduziert und auf die ursprünglich für Dezember 2019 geplante Einführung weiterer Strafzölle auf Konsumgüter mit einem Volumen von 156 Mrd. USD wird verzichtet. Und daran wird sich, wenn man einem Medienbericht von gestern Abend (MEZ) Glauben schenkt, vor den US-Präsidentschaftswahlen im November nichts ändern. Andere Positionen des Teilabkommens sind indes noch nicht richtig deutlich geworden. Immerhin: China wird nicht mehr als Währungsmanipulator bezeichnet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine deutliche US-Inflation in Sicht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unter den gestern publizierten ökonomischen Daten ist die Entwicklung der US-Konsumentenpreise erwähnenswert, die mit +2,3 Prozent im Dezember (gegenüber Vorjahr) minimal hinter den Erwartungen der Ökonomen zurückblieben. Aber die wichtigere Kernrate entsprach aufgerundet immerhin mit 2,3 Prozent der Median-Erwartung der Analysten. Zieht man außerdem das am vergangenen Freitag publizierte enttäuschende Lohnwachstum von nur +2,9 Prozent (ggü. Vj.) in Betracht, besteht für die US-Notenbank kein Anlass, auch nur im Traum über eine bedrohliche Inflationsentwicklung nachzudenken.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ob der Euro gegenüber dem US-Dollar gestern deswegen etwas an Boden verlor, kann indes nicht zwingend bestätigt werden. Zumindest war die Schwäche nicht von nachhaltiger Natur, so dass der erneute Anlauf der Euro-Bären im Sande verlief. Tatsächlich befindet sich die Gemeinschaftswährung zurzeit, wie es gestern ein Kommentator ausdrückte, in „tiefem Morast“. Immerhin mit leichter Schwächeneigung, solange <strong>1,1180</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ein-guter-deal-fuer-beide-seiten/">Ein guter Deal für beide Seiten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Wie es der Administration gefällt</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/wie-es-der-administration-gefaellt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2020 05:45:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Währungsmanipulator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie es aussieht, wird China nicht mehr das Label „Währungsmanipulator“ mit sich herumtragen müssen, mit dem es seit dem 5. August vergangenen Jahres gebrandmarkt wurde. Dies ließ gestern ein Vertreter der Trump-Administration verlautbaren. Eine Geste, die wohl angesichts der bevorstehenden Unterzeichnung des sogenannten „Phase-eins-Deals“ zwischen China und den USA für gut Wetter sorgen soll. Wir erinnern uns: Finanzminister Steven Mnuchin hatte im vergangenen Jahr ohnehin auf ein Handelsgesetz von 1988 zurückgreifen müssen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1135)</strong>             Wie es aussieht, wird China nicht mehr das Label „Währungsmanipulator“ mit sich herumtragen müssen, mit dem es seit dem 5. August vergangenen Jahres gebrandmarkt wurde. Dies ließ gestern ein Vertreter der Trump-Administration verlautbaren. Eine Geste, die wohl angesichts der bevorstehenden Unterzeichnung des sogenannten „Phase-eins-Deals“ zwischen China und den USA für gut Wetter sorgen soll. Wir erinnern uns: Finanzminister Steven Mnuchin hatte im vergangenen Jahr ohnehin auf ein Handelsgesetz von 1988 zurückgreifen müssen, um die Bezeichnung Währungsmanipulator rechtfertigen zu können. Denn einem späteren US-Gesetz von 2015 zufolge hätte China die Kriterien dafür nicht erfüllt. Der Anlass für diese Maßnahme war damals die Tatsache, dass die chinesische Währung im Verhältnis zum US-Dollar Anfang August die wichtige 7,0000-Linie unterschritten hatte. Nicht zuletzt infolge des Anfang August vergangenen Jahres von US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich forcierten Handelsstreits.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11491" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/14012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/14012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/14012020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ein politisches Signal</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wobei man nicht einmal sagen kann, dass die chinesische Zentralbank beim Kursverfall im August 2019 etwa mit Interventionen nachgeholfen hätte. Tatsächlich diktierte der Markt den Trend, und dieser wäre möglicherweise sogar wesentlich heftiger ausgefallen, wenn die People‘s Bank of China nicht dagegen gehalten hätte. Überhaupt: Seit Anfang Dezember hat der Yuan stetig aufgewertet, zumal sich eine Entspannung im Handelsstreit abzuzeichnen begann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn die symbolische Maßnahme, China als Währungsmanipulator zu bezeichnen, in der Praxis keine Konsequenzen nach sich zog, bedeutete sie doch ein politisches Signal. Genauso wie jetzt die Zurücknahme dieses Vorwurfs. Mit anderen Worten: Wer sich den Wünschen und Willen der Trump-Administration anpasst, wird offenbar zumindest symbolisch belohnt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wer nicht hören will…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es auch anders gehen kann, haben vor noch nicht allzu langer Zeit die Drohgebärden gegenüber China bewiesen. Etwa als Ende September vergangenen Jahres innerhalb der Trump-Administration offenbar die Begrenzung US-amerikanischer Kapitalströme in Richtung China erwogen wurde. Dabei wurde wahrscheinlich nicht nur die Möglichkeit durchgespielt, Aktien chinesischer Unternehmen nicht mehr an der Börse handeln zu lassen, sondern auch in Betracht gezogen, die Engagements US-amerikanischer Pensionskassen in China zu begrenzen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Oder etwa die jüngste Drohung der Amerikaner, wonach nach einem Bericht des <em>Wall Street Journal</em> vom Wochenende zufolge der Zugang des Irak zu dessen Konto bei der US-Notenbank gesperrt werden könnte, falls die US-Truppen das Land verlassen müssten. Auch wenn das Volumen der irakischen Zentralbank bei der Fed von New York Ende 2018 lediglich 3 Mrd. USD betragen haben soll, wären die ökonomischen Folgen für das Land beträchtlich. Einmal ganz abgesehen von der Signalwirkung für andere Staaten, die sich nicht nach den Vorstellungen der US-Administration verhalten. Die mittel- bis langfristigen Folgen habe ich bereits gestern (<a href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/01/12/erzwungene-sorglosigkeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #000000;">HIER</span></strong></a>) skizziert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich der Euro gegenüber dem Dollar seit dem Freitagstief von knapp 1,1080 erwartungsgemäß etwas erholt, doch die schleppende Befestigung dürfte bei <strong>1,1170</strong> schon wieder auf Abgaben treffen. Und solange dieses Niveau nicht überwunden wird, bleibt der Euro in leicht angeschlagener Verfassung.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/wie-es-der-administration-gefaellt/">Wie es der Administration gefällt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>Erzwungene Sorglosigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2020 17:15:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Abend]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Absicherungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asymmetrische Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gelernte Sorglosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[US-Iran-Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die erste komplette Handelswoche des neuen Jahres eines gezeigt hat, ist es dies: In der Welt der Finanzmärkte stehen die Aktienmärkte weiterhin im Vordergrund. Und wer dazu neigt, antizyklisch zu denken, also sich gegen die Massebewegung der Akteure zu positionieren, kann mittlerweile den Mut verlieren. Denn zu klar scheinen (ex post) die Kaufargumente für Aktienengagements, und jeder, der sich tatsächlich traute, nicht nur antizyklisch zu denken, sondern während der vergangenen zwölf Monate dann und wann auch antizyklisch zu handeln, ist meist nicht belohnt worden. Im Gegenteil darf man davon ausgehen, dass sich Absicherungen gegen Kurseinbrüche oft, trotz niedriger Optionsprämien,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1120)</strong>             Wenn die erste komplette Handelswoche des neuen Jahres eines gezeigt hat, ist es dies: In der Welt der Finanzmärkte stehen die Aktienmärkte weiterhin im Vordergrund. Und wer dazu neigt, antizyklisch zu denken, also sich gegen die Massebewegung der Akteure zu positionieren, kann mittlerweile den Mut verlieren. Denn zu klar scheinen (ex post) die Kaufargumente für Aktienengagements, und jeder, der sich tatsächlich traute, nicht nur antizyklisch zu denken, sondern während der vergangenen zwölf Monate dann und wann auch antizyklisch zu handeln, ist meist nicht belohnt worden. Im Gegenteil darf man davon ausgehen, dass sich Absicherungen gegen Kurseinbrüche oft, trotz niedriger Optionsprämien, als kostspieliger Irrtum herausgestellt haben. Verständlich, dass man nach den jüngsten Erlebnissen und Wetten auf eine Korrektur an den Aktienmärkten kaum mehr Appetit verspürt, sich abermals abzusichern. Viel fehlt nicht mehr, und den Börsianern wird demnächst das Erlernen von Sorglosigkeit geradezu aufgezwungen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11483" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/13012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/13012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/13012020-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Am Ende teure Absicherungen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumal, wenn die Ausgangslage von den Kommentatoren so beschrieben wird, dass eigentlich nur bullishe Schlüsse gezogen werden können. Ich lasse einmal ganz bewusst die einschlägig bekannten Dauerkritiker beiseite, die immer ein Haar in der Suppe suchen und schon seit Jahren von der drohenden Apokalypse an den Finanzmärkten sprechen, ohne dass diese bislang eingetreten ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Ereignisse im Nahen Osten haben viele Börsianer fast mit einem Achselzucken weggesteckt. Und nun, da der Iran nach Tagen beharrlicher Leugnung sogar eingeräumt hat, das in der Nähe von Teheran verunglückte ukrainische Flugzeug irrtümlicherweise zum Absturz gebracht zu haben, ist für viele Akteure der Beweis erbracht, dass sowohl die USA als auch der Iran zumindest vordergründig kein Interesse daran haben, die Spannungen zwischen beiden Staaten in einen offenen Krieg eskalieren zu lassen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Es muss schon viel passieren</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so war es auch kein Wunder, dass der sogenannte „Phase-eins-Vertrag“ zwischen den USA und China, der möglicherweise am 15. Januar abgeschlossen werden soll, wieder ins Bewusstsein der Marktteilnehmer rückte. Ja, es scheint klar, dass bestehende Strafzölle reduziert werden und China im Gegenzug seine Käufe von US-Gütern, allen voran Agrarprodukte, dramatisch nach oben schrauben wird. Indes: Bis jetzt gibt es keinen amtlichen Text zu diesem Teilabkommen, von dem man auch nicht mit Sicherheit sagen kann, ob es tatsächlich in der kommenden Woche unterzeichnet wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber die Zuversicht der Finanzmarktteilnehmer überwiegt. Und etwaige Rücksetzer an den Aktienmärkten, ausgelöst durch die eine oder andere Meldung, dürften zu weiteren Käufen genutzt werden. Und sollten die Dinge sich richtig schlecht entwickeln, gibt es am Ende ja immer noch die US-Notenbank, die mit ihrer asymmetrischen Geldpolitik (vgl. etwa <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/11/01/asymmetrische-geldpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) im Zweifel den Börsianern zu Hilfe eilen kann.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man nun auch noch in Betracht zieht, dass etwa der breitgestreute S&amp;P 500 Aktienindex </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">(rd. 3.265) </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">nach Angaben von Analysten<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></strong></span> derzeit weit entfernt von Niveaus notiert , an denen aufgrund der derzeitigen Options-Positionierungen stärkere Abwärtsreaktionen losgetreten werden könnten (3.198), wird man noch einmal zur Sorglosigkeit verleitet. Weil angeblich sehr viel passieren muss, bis die derzeitige Trendsituation an den Aktienmärkten von Marktteilnehmern und Analysten neu beurteilt wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine deutliche US-Drohung in Richtung Irak</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch hinsichtlich des am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktberichts ergab sich ein weiteres Indiz, dass sich die US-Wirtschaft in einem Goldilocks-Szenario – moderates Wachstum gepaart mit niedriger Inflation – befindet. Zwar war der Zuwachs der Stellen im Nicht-Agrarbereich zum Ende der vergangenen Dekade nicht gerade berauschend, aber die Dezember-Zahlen (+145.000 Stellen) sorgten insgesamt dennoch für eine positive Wahrnehmung zum Jahresausklang. Zumal die Revisionen der beiden Vormonate minimal ausfielen. Dass die durchschnittlichen Stundenlöhne mit einem Plus von 2,9 Prozent (ggü. Vorjahr) hinter der Median-Erwartung der Ökonomen zurückblieben und im Dezember außerdem so niedrig wie zuletzt im Juli 2018 ausgefallen waren, sorgte zwar für eine leichte Dollarschwäche. Aber die jüngste Berechnung des viel beachteten Modells der Fed von Atlanta GDPNow berechnete für das Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals zum dritten Mal hintereinander einen Wert von 2,3 Prozent, so dass sich die Abgaben in Grenzen hielten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wer in der vergangenen Woche auf einen steigenden Euro setzte, weil die Risikofreude an den Finanzmärkten zurückgekehrt und auch die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung bis zum Jahresende (vgl. CME FedWatch Tool) aufgrund des US-Arbeitsmarktberichts leicht gestiegen war, musste sich bislang in Geduld üben. Zwar ist die Unterseite bei <strong>1,1080</strong> weiterhin gut unterstützt, aber trotz leicht gestiegener Chancen für eine Euro-Erholung bleibt diese in ihrem wahrscheinlichen Ausmaß zunächst doch recht limitiert (<strong>1,1175</strong>).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: Die Drohung der Amerikaner, über die das <em>Wall Street Journal</em> am Samstag <a href="https://www.wsj.com/articles/u-s-warns-iraq-it-risks-losing-access-to-key-bank-account-if-troops-told-to-leave-11578759629?mod=searchresults&amp;page=1&amp;pos=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a> schrieb, wonach der Irak seinen Zugang zu seinem Konto bei der US-Notenbank verlieren könnte, falls die US-Truppen das Land verlassen müssten, hat es in sich. Denn was mag mit auf Dollar lautenden Guthaben anderer Staaten geschehen, die sich nicht entsprechend der Vorstellungen der US-Administration verhalten? Mittel- bis langfristig sind dies keine positiven Auspizien für den US-Dollar (vgl. etwa meine Artikel <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/29/kurzer-blick-in-pandoras-buechse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> und <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/05/17/vergleich-mit-2003/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #333300;">HIER</span></strong></a>).</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"><span style="color: #000000;">[1]</span></a> Vgl. etwa <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://heisenbergreport.com/2020/01/10/nomuras-mcelligott-it-would-take-an-enormous-macro-shock-to-tip-systematic-dominoes/">https://heisenbergreport.com/2020/01/10/nomuras-mcelligott-it-would-take-an-enormous-macro-shock-to-tip-systematic-dominoes/</a></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Weihnachten kann kommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2019 05:53:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Brexit]]></category>
		<category><![CDATA[Phase One Deal]]></category>
		<category><![CDATA[UMSCA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich verlief die vergangene Woche für US-Präsident Donald Trump ausgesprochen erfolgreich. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Boris Johnson, der mit seiner Konservativen Partei in Großbritannien einen Erdrutschsieg errang. Johnson kann sich nun auf 365 Abgeordnete seiner Partei im Unterhaus stützen, 39 Mandate mehr, als für die absolute Mehrheit nötig . Entsprechend deutlich war die Reaktion des britischen Pfundes, das gegenüber dem Euro in der vergangenen Woche zeitweise um 2,8 Prozent zulegen konnte. Davon blieb allerdings nur ein magerer Wochengewinn von rund 0,9 Prozent übrig. Trotz des Jubels...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1135)</strong>             Eigentlich verlief die vergangene Woche für US-Präsident Donald Trump ausgesprochen erfolgreich. Aber nicht nur für ihn, sondern auch für Boris Johnson, der mit seiner Konservativen Partei in Großbritannien einen Erdrutschsieg errang. Johnson kann sich nun auf 365 Abgeordnete seiner Partei im Unterhaus stützen, 39 Mandate mehr, als für die absolute Mehrheit nötig. Entsprechend deutlich war die Reaktion des britischen Pfundes, das gegenüber dem Euro in der vergangenen Woche zeitweise um 2,8 Prozent zulegen konnte.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11425" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/16122019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unterschätzte Brexit-Risiken</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von diesen 2,8 Prozent blieb allerdings nur ein magerer Wochengewinn von rund 0,9 Prozent übrig. Trotz des Jubels beim Wahlgewinner und der Erleichterung der EU-Vertragspartner im Brexit-Prozess. Dieser würde nun ganz schnell vonstattengehen, so die Analyse vieler Beobachter. Denn die unsicheren Mehrheitsverhältnisse im britischen Parlament seien ab sofort nicht mehr gegeben. Boris Johnson kann durchregieren und dabei weitgehend frei in Sachen Brexit entscheiden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Das sieht auf den ersten Blick so aus, als ob es die EU nur noch mit einem einzigen Verhandlungspartner zu tun hätte. Richtig. Aber es handelt sich auch um einen Verhandlungspartner, der nun zwar einen schnelleren Brexit-Prozess garantieren mag. Allein ist ein großes Risiko damit immer noch nicht vom Tisch. Und zwar das, wovor die Finanzmarktteilnehmer immer schon am meisten Angst hatten: einem Austritt Großbritanniens aus der EU ohne Handelsabkommen. Tatsächlich hat sich dieses Risiko sogar vergrößert, weil Boris Johnson nur noch durch seine eigene Partei und nicht durch eine starke Opposition im britischen Unterhaus kontrolliert werden kann.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erfolge für den „Herr der Zölle“?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber zurück in die USA. Dort hatte US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche gleich Grund, zwei Abkommen zu feiern. Zum einen den Durchbruch beim überarbeiteten Freihandelsabkommen UMSCA für die USA, Mexiko und Kanada zu Wochenanfang. Ein Pakt, der auf dem ehemaligen NAFTA-Abkommen basiert und für die Finanzmärkte keine echte Neuigkeit dargestellt haben dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der zweite Grund war die Einigung der USA und Chinas auf ein Teilabkommen im Handelsstreit. Dieser sogenannte „Phase-eins-Deal“ soll dem Vernehmen nach im Januar unterzeichnet werden. Dabei werden, wie Trump in einer Serie von Tweets am Freitag verkündete, die für ursprünglich gestern angekündigten Handelszölle auf Importe im Volumen von rund 160 Milliarden USD fallen gelassen. Darüber hinaus werden (laut Trump und einer entsprechenden Pressemitteilung des USTR <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>) die im September eingeführten Strafzölle auf ein Handelsvolumen von rund 120 Milliarden USD von 15 auf 7,5 Prozent gesenkt. Die Strafzölle auf China-Importe in Höhe von 250 Milliarden USD in Höhe von 25 Prozent, die zu Beginn des Handelskonflikts im März 2018 eingeführt wurden, werden beibehalten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Unklarer Beitrag Chinas</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während also klar ist, was die USA zu liefern haben, bleibt die USTR-Pressemeldung (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://ustr.gov/about-us/policy-offices/press-office/press-releases/2019/december/united-states-and-china-reach" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) hinsichtlich des chinesischen Beitrags relativ unscharf. So ist lediglich die Rede von „substanziellen zusätzlichen Käufen“ von US-Gütern und </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">-Dienstleistungen in den kommenden Jahren. Immerhin machte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer deutlich, es handele sich unter anderem um den Kauf von Agrargütern zwischen 40 und 50 Milliarden USD. Allerdings präzisierte der ökonomische Chefberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, dass sich diese Käufe nicht, wie ursprünglich von vielen Kommentatoren verstanden, auf ein jährliches Volumen, sondern über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: China hat sich bislang nicht zu diesen Zahlen konkret bekannt. Ein klares Commitment Chinas, so ein Medienbericht, hätte wohl zu deutlicheren Nachlässen bei den US-Handelszöllen geführt. Und so bleibt am Ende der Eindruck, dass das US-chinesische Teilabkommen in erster Linie für ein ruhiges Weihnachtsfest bei den Teilnehmern an den Finanzmärkten sorgen sollte. Auch wenn der Text des Abkommens bereits stehen sollte, ist noch nichts unterschrieben. Auch scheint zweifelhaft, ob die „Phase zwei“ der Verhandlungen – wie von Trump am Freitag angekündigt – sofort beginnen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überschaubare Kursgewinne</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und die Märkte? Die US-Aktienindices markierten neue Allzeithochs, aber der Wochengewinn hielt sich, gemessen am S&amp;P 500 Index, mit nicht einmal einem Prozent doch sehr in Grenzen. Auch der hiesige DAX markierte zwar ein neues Jahreshoch, aber der Wochengewinn von ebenfalls einem Prozent erscheint angesichts all der guten Botschaften doch sehr überschaubar. Noch nüchterner fiel die Bilanz des Euro gegenüber dem Dollar aus, der zwar den Freitag mit einem relativ deutlichen Anstieg bis zu seinem ersten stärkeren Abgabeniveau (1,1195/00) begann, aber den Tag am Ende sogar mit einem kleinen Verlust beenden musste. Damit ist eine weitere Chance, womöglich das Fundament für einen kurzfristigen Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung zu schaffen, vertan. Einziger Trost: Der Euro bleibt, solange er sich oberhalb von <strong>1,1065</strong> bewegt, stabil.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> USTR (Office of the United States Trade Representative), Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten</span></p>
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