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	<title>n-tv DeLuxe Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Neues von den Superreichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 07:26:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[n-tv DeLuxe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meistens komme ich während meines Trainings im Sportstudio zum Fernsehen. So auch am letzten Wochenende geschehen, als ich, sozusagen „alternativlos“, wieder einmal beim Magazin „n-tv Deluxe – Alles was Spaß macht“ hängenblieb. Fast ist es schon ein running gag, wenn die Moderatorin des Magazins, Jennifer Knäble, ihre, sagen wir diskret, handverlesene Zielgruppe mit „Hallo, liebe [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Meistens komme ich während meines Trainings im Sportstudio zum Fernsehen. So auch am letzten Wochenende geschehen, als ich, sozusagen „alternativlos“, wieder einmal beim Magazin „n-tv Deluxe – Alles was Spaß macht“ hängenblieb. Fast ist es schon ein running gag, wenn die Moderatorin des Magazins, Jennifer Knäble, ihre, sagen wir diskret, handverlesene Zielgruppe mit „Hallo, liebe Milliardäre“ begrüßt. Nachdem ich erst vor kurzem eine ähnliche Sendung gesehen hatte, wurde mir jetzt klar: Das neuste Statussymbol ist eine eigene Insel. Vorgestellt wurde dem unbefangenen Zuschauer der Luxus-Concierge Doug Turner, der den Superreichen der Welt so ziemlich alles besorgt. Ja, Doug hat natürlich beste Verbindungen zu einem Aerotoys Store, bei dem man einen Mega-Privatjet für 6000 US-Dollar die Stunde mieten kann. Oder darf‘s die private Insel sein, natürlich mit dem „Rundum-sorglos-Paket“?</p>
<p>Und Doug selbst? Der guckt sich mal ganz schnell ein neues Eigenheim an und entscheidet dann („Ich nehm‘ die Hütte“) ganz spontan, die Immobilie im Vorbeigehen zu erwerben, weil er selbst mittlerweile zum Multimillionär mutiert ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sozialer Vergleich</strong></p>
<p>Muss man da neidisch werden? Ich selbst habe mich schon oft mit diesem wenig sympathischen Gefühl beschäftigt. Denn es handelt sich ja immerhin um eine ziemlich schmerzhafte Regung, die einen Menschen überkommt, wenn er erkennen muss, dass ein anderer etwas hat – eine Sache, eine Eigenschaft oder einen Status –, was er selbst für erstrebenswert hält, aber eben nicht besitzt. Immerhin zählt Neid zu den sieben Todsünden. Aber im Verlauf dieser Fernsehsendung wollte bei mir ein solches Gefühl nicht aufkommen. Ob es daran lag, dass ich mich bereits eine Dreiviertelstunde auf meinem Sportgerät derart verausgabt hatte, dass die Glücksgefühle woanders her kamen?</p>
<p>Dann fiel mir aber wieder ein, dass eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Neid der soziale Vergleich (vgl. <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.joachim-goldberg.com/neidgesellschaft-und-schwarzgeldgauner/"><strong>hier</strong></a></span>) ist. Je näher sich Menschen stehen, desto größer wird die Gefahr von Neid. Und deswegen beneidet man viel eher Nachbarn, Bekannte, Freunde oder Verwandte oder vielleicht sogar die eigenen Geschwister als den Superreichen, der in einer ganz anderen Liga spielt. Und dann sah ich ihn wieder, diesen Doug, wie er dieses Mal auf einer Yacht an den Prachtvillen vorbeifuhr. Hier die Behausung von Nick Nolte, die immerhin 12 Millionen US-Dollar gekostet haben soll. „Aber es geht noch fetter“, verkündete die Stimme aus dem Off verheißungsvoll. Und dann kam es, das Herrenhaus auf 3000 Quadratmetern, das für 40 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten wurde. Mit dem eigentlich unwichtigen Hinweis, der Besitzer sei blind. Oder sollte da dem TV-Zuseher vermittelt werden, dass Geld eben doch nicht alles ist? Mir ging sofort durch den Kopf, dass wer nicht neidisch ist, glücklicherweise auch nicht schadenfroh sein kann. Und deswegen fand ich das nicht nach echtem Mitgefühl klingende „Ja, das ist natürlich traurig“, ebenfalls aus dem Off gesprochen, unsensibel und so deplatziert, dass ich die Fernbedienung ergriff, den Off-Schalter drückte und mich fortan, ohne TV-Berieselung, ganz und gar auf mein Training konzentrierte.</p>
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		<title>Goldfinger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 05:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[n-tv DeLuxe]]></category>
		<category><![CDATA[selektives Entscheiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich treibe ich das ganze Jahr über Sport, aber zum Jahresbeginn bin ich immer besonders motiviert. Während ich also neulich im Fitness-Studio auf dem Crosstrainer meine Kondition schwungvoll zu steigern versuchte, richtete sich mein Blick zwangsläufig auf die acht vor mir flimmernden Bildschirme, bis ich mich schließlich für die Nachrichtensendung meines Lieblingssenders n-tv entschied. Normalerweise [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich treibe ich das ganze Jahr über Sport, aber zum Jahresbeginn bin ich immer besonders motiviert. Während ich also neulich im Fitness-Studio auf dem Crosstrainer meine Kondition schwungvoll zu steigern versuchte, richtete sich mein Blick zwangsläufig auf die acht vor mir flimmernden Bildschirme, <span id="more-6847"></span>bis ich mich schließlich für die Nachrichtensendung meines Lieblingssenders n-tv entschied. Normalerweise schaltete ich dann, wenn die anschließende Sendung „n-tv Deluxe – alles, was Spaß macht“ beginnt, auf ein anderes Programm um. Aber dieses Mal sollte es um das Gold der Milliardäre gehen – anscheinend sind sie die Zielgruppe dieser Sendung. Und angesichts der unübersichtlichen Lage am Goldmarkt konnte ich einfach nicht umhin, mir diesen Beitrag anzusehen. „Gold boomt!“, verkündete, fast schon ein wenig schrill, die Moderatorin Jennifer Knäble. Für mich indes hatte das gelbe Metall während der vergangenen Monate deutlich an Glanz verloren. Umso gespannter war ich auf die weiteren Analysen.</p>
<p>Sogleich wurde den Zuschauern der mir bis dahin unbekannte, vermutlich weil äußerst diskret agierende Hugo Hagen vorgestellt. Er also soll seit 50 Jahren Deutschlands gefragtester Experte in Sachen Gold und angeblich auch Herr über das größte private Goldlager des Landes sein – weshalb er von der Stimme aus dem Off geheimnisvoll als Mr. Goldfinger tituliert wurde. Ja, Gold gilt offenbar immer noch als Geheimtipp unter Superreichen. Zum Beleg wurde dem Zuschauer eine reiche Erbin vorgestellt, die offenbar alles hat – Aktien, Immobilien, Männer –, nur kein Gold.</p>
<p>Nun hätte ich mich riesig gefreut, wenn ich von Mister Goldfinger auch eine Prognose genannt bekommen hätte, aber ein Goldlager, bei dem alle Stahlfächer bis auf eines an Kunden vermietet sind, scheint wohl Beleg genug dafür zu sein, dass es sich beim gelben Metall um ein erfolgreiches Investment handeln muss. Und als Kronzeuge einer möglichen Goldhausse kommentierte die Stimme aus dem Off, wer vor 20 Jahren auf Hugo Hagen gehört habe, habe seinen Einsatz vervielfachen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Nur Champagner</b></p>
<p>Jetzt überfiel mich, der ich meine kompletten Bestände inklusive allem verfügbaren Zahngold bereits im Frühherbst des Jahres 2012 verkauft hatte, fast schon ein wenig Nervosität. Sollte ich jetzt wieder einsteigen? Denn Mr. Goldfingers Empfehlung, etwa 15 bis 20 Prozent des liquiden Vermögens in Edelmetallen anzulegen, war angesichts meines leeren Metalldepots schon so etwas wie eine klare Kaufempfehlung. Wenn er nur nicht gesagt hätte, bei ihm gäbe es auch „Gold to go“ (man kommt mit Geld und nimmt Gold mit), was in mir die Assoziation mit kaltem Kaffee aus Styroporbechern auslöste. Und als dann auch noch die Millionärserbin äußerte, in den Kreisen, in denen sie sich bewege, wäre Gold ein gerngesehenes Mitbringsel , bekam ich zusätzlich ein schlechtes Gewissen, weil ich zur Einladung bei lieben Freunden am selben Abend lediglich eine Flasche Champagner einpacken wollte.</p>
<p>Ich schlenderte in die Umkleidekabine zurück und besann mich unter der Dusche auf zwei wichtige Grundsätze, die ich mir als verhaltensorientierter Analyst immer wieder ganz besonders zu Herzen nehme. Der eine besagt, dass man ein Investment niemals davon abhängig machen soll, ob die vorherige Entscheidung ein Erfolg oder Misserfolg gewesen ist (selektives Entscheiden). Der andere besteht in der Warnung  vor so genannten geheimnisumwitterten Erfolgs-Tipps, vor allem wenn diese im Fernsehen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.</p>
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		<title>Verarmtes Deutschland – oder: Was Sie möglicherweise im vierten Quartal verpasst haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2012 09:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Christbaumschmuck]]></category>
		<category><![CDATA[n-tv DeLuxe]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es dürfte wohl nicht allzu viele Menschen geben, die derzeit ihre zu Anfang des Jahres gemachten Vorsätze daraufhin überprüfen, ob sie diese auch eingehalten haben. Immerhin kann ich für mich in Anspruch nehmen, dass ich bis vor kurzem auf dem Cross-Trainer im Fitnessstudio regelmäßig meine Einheiten absolviert habe. Mit direktem Blick auf einen der acht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es dürfte wohl nicht allzu viele Menschen geben, die derzeit ihre zu Anfang des Jahres gemachten Vorsätze daraufhin überprüfen, ob sie diese auch eingehalten haben. Immerhin kann ich für mich in Anspruch nehmen, <span id="more-5586"></span>dass ich bis vor kurzem auf dem Cross-Trainer im Fitnessstudio regelmäßig meine Einheiten absolviert habe. Mit direktem Blick auf einen der acht TV-Bildschirme habe ich mir dann auch (einzig und allein aus beruflichem Interesse) Mitte Dezember wieder einmal „n-tv Deluxe – alles, was Spaß macht“ zu Gemüte geführt. Und da war sie wieder die Weihnachtssendung mit der herzlichen Begrüßung: „Hallo, liebe Milliardäre!“. Der Saison entsprechend ging es natürlich um adäquate Christbäume und deren sauteuren Schmuck für Superreiche. Da kommen schnell einmal weit über 10.000 Euro für einen Baum zusammen.</p>
<p>Weniger weihnachtlich, aber materiell ähnlich anspruchsvoll, handelte ein weiterer Beitrag der Sendung vom anstrengenden Beruf eines so genannten Personal Assistent: Hier personifiziert durch Mandy Zimmermann und Gabriele Wismar, die alle Hände voll zu tun hatte, einem gewissen Herrn G., kurzerhand mit Privatjet aus Zürich eingeflogen, seine mitunter extravaganten Wünsche von den Augen abzulesen. Aber erinnere ich mich richtig? Diesen Filmbeitrag hatte ich doch schon einmal Anfang des Jahres gesehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weihnachten im Hotel</strong></p>
<p>Und auch den nächsten Streifen, in dessen Mittelpunkt ein mit Nerzteilen bestückter Christbaum stand, hatte ich schon einmal vor Weihnachten 2011 gesehen. Ja, da war sie wieder, jene Geschäftsfrau, deren Weihnachtsbaum in der Hotelsuite  gerade noch rechtzeitig vor der Bescherung geschmückt werden konnte. Und auch den Spruch der wohlwollende Stimme aus dem Off, die der erfolgreichen Unternehmerin, die da ganz alleine auf ihrem Sessel thronte und den pelzbewehrten Baum anstarrte, empfahl: „Jetzt muss sie sich nur noch in Weihnachtsstimmung bringen“ habe ich ganz bestimmt nicht vergessen. Denn ich wünschte mir schon damals, dass ihr das dann hoffentlich gelingen würde.</p>
<p>Hat die Zahl der Superreichen offensichtlich so stagniert, dass n-tv Deluxe zur Erstellung seiner Sendung auf die Filmkonserven des Vorjahres zugreifen musste? Ist Deutschland möglicherweise in 2012 sogar verarmt? Uns sind jedenfalls die Themen unserer Behavioral-Economics-Geschichten auch in diesem Jahr nicht ausgegangen. Unsere interne Hitliste der meistgelesenen Beiträge des vergangenen Quartals zeigt allerdings eine ganz deutliche Tendenz: Marktthemen waren besonders gefragt, vor allen Dingen wenn es um den Euro ging. Den dritten Platz unserer meistgelesenen Blogs belegte dabei der Beitrag <em><a href="http://www.blognition.de/blog/markte/euro-krise-der-hase-und-die-schildkrote/">Euro-Krise: Der Hase und die Schildkröte</a></em> vom 22.Oktober.<em> </em>Das Thema Wein <em><a href="http://www.blognition.de/blog/markte/nicht-alles-ist-rotes-gold/">Nicht alles ist rotes Gold</a></em> brachte es auf Platz zwei und der meistgelesene Artikel des vierten Quartals (29. November) drehte sich um noch einmal um die Eurokrise: <em><a href="http://www.blognition.de/blog/markte/griechenland-nur-nebenschauplatz/">Griechenland nur Nebenschauplatz</a></em>.</p>
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