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	<title>Donald Trump Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Wie krank ist Donald Trump?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2020 11:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1715)</strong>             Die dramatische Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania an Covid-19 erkrankt sind, hat am Freitag die Schlagzeilen auf der ganzen Welt beherrscht. Und die Reaktionen dürften vielfältig gewesen sein. Damit sind nicht die offiziellen Genesungswünsche gemeint, denen auch wir uns an dieser Stelle anschließen möchten. Viel interessanter mag das sein, was sich die Menschen insgeheim in einer ersten Reaktion gedacht haben mögen, aber eben nicht offen ausgesprochen haben. Die Bandbreite reicht von starkem Mitgefühl und Gebeten bis hin zu Schadenfreude und dem typischen „Das habe ich kommen sehen“. Und genauso widersprüchlich, wie die Reaktionen am Freitag gewesen sein mögen, haben auch die Teilnehmer an den Finanzmärkten reagiert.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12566" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/05102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gespaltene Reaktion…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich gaben die Aktienmärkte erst einmal nach, aber längst nicht so stark, wie es einige Kommentatoren zunächst befürchtet hatten. So verlor der US-Aktienindex S&amp;P 500 zur Eröffnung am Freitag 1,7 Prozent, und der hiesige DAX machte von seinem anfänglichen Minus von 1,4 Prozent den größten Teil bis zum europäischen Handelsschluss wieder wett.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während die dramatischen Neuigkeiten die Märkte durcheinanderwirbelten, wurden in den Strategieabteilungen der Banken und Investoren bereits alle möglichen Szenarien durchgespielt. Würde Donald Trump bei den Wahlen am 3. November einen emotionalen Bonus aufgrund seines Gesundheitszustandes bekommen? Oder galt er jetzt als geschwächt und daher für viele jetzt nicht mehr wählbar? Wen könnte der US-Präsident vor allen Dingen im „unmaskierten“ Fernsehduell mit seinem Kontrahenten Joe Biden noch angesteckt haben? Was würde passieren, wenn Vizepräsident Mike Pence auch noch positiv auf Corona getestet würde? Droht etwa eine Staats- oder gar Verfassungskrise?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>… und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an möglichen Variablen beherrscht die Szenarien, aufgrund derer womöglich wichtige Entscheidungen gefällt werden. Und weil die Informationssituation so komplex ist, herrscht Unsicherheit, die sich bislang aber kaum in den Finanzmärkten niedergeschlagen hat. Zumindest lässt sich momentan feststellen, dass die zuletzt eher ungünstigen Umfragewerte für Trump und alle anderen für ihn ausgesprochen ungünstigen Themen wie seine verdächtig niedrigen Steuerzahlungen in den vergangenen Jahren in den Hintergrund getreten sind, was für sich betrachtet für den Präsidenten eher von Vorteil sein mag. Entscheidend ist jetzt allein, wie es Trump gesundheitlich geht, und jedes ärztliche Bulletin scheint wichtiger zu sein als alle ökonomischen Daten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Nerven für US-Arbeitsmarktbericht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist auch der US-Arbeitsmarktbericht für September, der normalerweise mit Spannung erwartet wird, völlig in den Hintergrund getreten. Während die Zahlen der privaten Arbeitsmarktagentur ADP am vergangenen Mittwoch noch besser als erwartet ausgefallen waren, fiel der offizielle Bericht vom Freitag eher durchwachsen aus. Zwar ergab sich ein Zuwachs von 661 Tsd. neu geschaffenen Stellen, der allerdings deutlich hinter der Medianerwartung der Ökonomen von zuletzt 875 Tsd. Stellen zurückblieb. Indes: Die Revisionen für die Monate Juli und August sorgten für zusätzliche 145.000 Tsd. außerhalb der Landwirtschaft. Damit bewahrheitet sich der Trend, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt zwar verbessert, aber das Momentum des Heilungsprozesses deutlich nachlässt. Immerhin: Etwas mehr als die Hälfte der Stellen, die im März und April durch die Coronakrise verlorengegangen waren, sind wieder zurückgewonnen worden. Dennoch kann am Arbeitsmarkt nicht von einer V-förmigen Erholung gesprochen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Fortschritte beim Stimulus-Programm</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang muss auch das US-Stimulus-Programm genannt werden, mit dem es am Freitag wieder nicht vorangegangen ist. Zwar haben die Demokraten noch am Donnerstagabend ein Rettungspaket in Höhe von 2,2 Billionen USD im Repräsentantenhaus verabschiedet, aber dieses Paket wird den Senat nicht passieren. Denn der dortige republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell dürfte zurzeit kaum einem Programm zustimmen, dessen Volumen mehr als 650 Mrd. USD beträgt. Gleichzeitig sind die Einflussmöglichkeiten Donald Trumps gering – er würde sich möglicherweise für ein Paket von 1,5 Billionen USD stark machen –, vom Krankenhaus aus Druck auf die Parteigenossen auszuüben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Euro präsentierte sich am Freitag zwar leicht schwächer, beendete allerdings die europäische Handelssitzung dort, wo er sie begonnen hatte. Tatsächlich schaffte die Gemeinschaftswährung zum ersten Mal seit einem Monat wieder einen größeren Wochengewinn, bleibt allerdings in einer Art Niemandsland oberhalb von <strong>1,1670/75</strong> stabil. Für eine Beendigung der derzeitigen Korrekturphase und Eröffnung eines neuen kurzfristigen Aufwärtstrends müsste allerdings <strong>1,1805</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Reineke Trump oder Donald Fuchs?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 20:13:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Komplexitätsaversion]]></category>
		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele dürften sich gefragt haben, ob es klug von Donald Trump war, das Transskript des Telefonats, das er am 25. Juli mit dem ukrainischen Staatschef Selenskyj geführt hatte, tatsächlich zu veröffentlichen. Und zwar insbesondere deshalb, weil die US-Demokraten im Repräsentantenhaus am Dienstag die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet hatten, weil sie ihm einen Verfassungsbruch vorwerfen. Und seit heute Nachmittag geht es in den US-Medien um nichts anderes, die Empörung ist groß: Dieses Mal könnte Donald Trump zu weit gegangen sein, war heute auch hierzulande immer wieder zu hören...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0945)</strong>             Viele dürften sich gefragt haben, ob es klug von Donald Trump war, das Transskript des Telefonats, das er am 25. Juli mit dem ukrainischen Staatschef Selenskyj geführt hatte, tatsächlich zu veröffentlichen. Und zwar insbesondere deshalb, weil die US-Demokraten im Repräsentantenhaus am Dienstag die Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump eingeleitet hatten, weil sie ihm einen Verfassungsbruch vorwerfen. Und seit heute Nachmittag geht es in den US-Medien um nichts anderes, die Empörung ist groß: Dieses Mal könnte Donald Trump zu weit gegangen sein, war heute auch hierzulande immer wieder zu hören.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11126" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/26092019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/26092019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/09/26092019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Eine pessimistische Fabel</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass auch diese Episode Donald Trump nicht wirklich schaden wird. Tatsächlich mag einen der US-Präsident an Reineke Fuchs erinnern. Reineke Fuchs, die Hauptrolle einer Tierfabel, von Johann Wolfgang von Goethe Ende des 18. Jahrhunderts in fantastische Verse gesetzt. Das Epos, dessen Ursprung bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zurückgeht, handelt von dem genialen Fuchs und Übeltäter Reineke Fuchs, der mit allerhand Boshaftigkeit und Niedertracht für sein Auskommen sorgt und sich immer wieder aus fast aussichtslosen Situationen rettet. Und am Ende setzt sich der Fuchs nicht nur gegen alle Widersacher erfolgreich durch, sondern sogar gegenüber dem Vertreter des Guten, dem Wolf Isegrim. Zwar mit allerhand unsportlichen und bösartigen Tricks, aber mit dem pessimistisch stimmenden Resultat, dass das Gute entehrt, das Böse siegt und Reineke sogar letztlich an Ansehen gewinnt und ihm alle Übeltaten vergeben werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trump hat mehr Fans als im August</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch aus anderer Sicht hat Donald Trump längst noch nicht verloren. Zwar leiteten die Demokraten gestern formal die Vorbereitung für ein Impeachment ein, aber bereits jetzt schon ist klar, dass eine derartige Amtsenthebung zwar das Repräsentantenhaus passieren könnte, aber letztlich an der Mehrheit der Republikaner im Senat scheitern dürfte. Jene besetzen nämlich derzeit 53 der dortigen 100 Sitze. Für ein erfolgreiches Impeachment wäre jedoch eine Zweidrittelmehrheit im Senat notwendig. Da müsste schon extrem viel passieren, um die erforderlichen republikanischen Stimmen dafür zu gewinnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vorstellbar wäre das nur, wenn Donald Trump und die Republikaner in der US-Bevölkerung einen großen Teil ihres Rückhalts verlieren würden. Doch schenkt man den jüngsten Umfragen vom Dienstag Glauben, ist die Zahl derjenigen, die Trumps Arbeit gut finden, wieder deutlich gestiegen – einer Umfrage von Emerson zufolge sogar auf ein neues Zweieinhalbjahreshoch von 48 Prozent! Ein großer Teil der US-Bevölkerung bewertet also selbst nach dem Stimmungseinbruch vom August wieder Donald Trumps Politik positiv. Wird sich diese Unterstützung trotz des gestern publizierten Transskripts massiv verringern?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Selektive Wahrnehmung und Komplexitätsaversion</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nach den Erkenntnissen der Behavioral Economics vermutlich nicht. Denn genauso wie die Finanzmarktakteure, die unter dem Eindruck eines Verlustes Informationen selektiv wahrnehmen, dürfte es auch vielen Trump-Fans gehen. Nachrichten, die ihrer Position widersprechen, werden kleingeredet oder gänzlich ignoriert, während Bestätigendes stark vergrößert wahrgenommen wird. Ein Verlust bzw. ein Wechsel des Favoriten wird nur vorgenommen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Es ist noch gar nicht so lange her, da zitierte die Washington Post (<a href="https://www.washingtonpost.com/politics/2019/03/14/if-trump-shot-someone-dead-fifth-avenue-many-supporters-would-call-his-murder-trial-biased/"><strong>HIER</strong></a>) Donald Trump mit: „“I could stand in the middle of Fifth Avenue and shoot somebody and wouldn’t lose any voters, okay?”</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber selbst wenn wechselwillige Trump-Wähler sich abwenden wollten, steht auch noch ein anderes Hindernis im Weg: Die Komplexitätsaversion, die den Menschen innewohnende Abneigung, komplexe Sachverhalte verarbeiten zu müssen. Und die Bewertung des Transskripts von Trumps Telefonat und dem darin erwähnten möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden scheint nun einmal sehr komplex. So komplex, dass die Menschen nun einmal, häufig sogar nur unbewusst, zur Vereinfachung tendieren. Und was bleibt dann stark vereinfachend und stereotyp hängen? Begriffe wie „Joe Biden“ (obwohl nach derzeitigem Stand sein Sohn Hunter keines Vergehens verdächtig ist), „Ukraine“ und „Korruption“. Dafür hat auch die von den Medien angebliche „Flucht nach vorne“ und die heutige Stellungnahme Donald Trumps zum Transskript gesorgt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und warum hat sich der Euro plötzlich aus seiner tagelangen Lethargie doch noch gelöst? Aus Risikoaversion der Marktteilnehmer? Dagegen spricht eigentlich die positive Entwicklung an den US-Aktienmärkten. Machen wir es uns doch einfach: Der Euro befindet sich ohnehin in einem kurzfristigen Abwärtstrend, dessen Grenzen nunmehr zwischen <strong>1,1085</strong> und <strong>1,0825/30</strong> verlaufen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Referenzpunkt Alabama</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2017 15:28:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Poltitische Hygiene]]></category>
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		<category><![CDATA[Steve Bannon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich heute Morgen in aller Frühe erfuhr, dass seit 25 Jahren mit Doug Jones zum ersten Mal seit 1992 einen Demokrat für Alabama in den US-Senat einziehen wird, war ich überrascht. Denn ich hatte eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass der republikanische Gegner Roy Moore das Rennen verlieren würde. Zumal US-Präsident Donald Trump sich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute Morgen in aller Frühe erfuhr, dass seit 25 Jahren mit Doug Jones zum ersten Mal seit 1992 einen Demokrat für Alabama in den US-Senat einziehen wird, war ich überrascht. Denn ich hatte eigentlich nicht mehr damit gerechnet, dass der republikanische Gegner Roy Moore das Rennen verlieren würde. Zumal US-Präsident Donald Trump sich für diesen trotz der Beschuldigung von mehreren Frauen, Moore habe sie sexuell belästigt, bis zuletzt gegen die Bedenken moderater Republikaner eingesetzt hatte. Gemessen daran, dass Alabama einst eine republikanische Hochburg darstellte, könnte man natürlich jetzt den Wählern gratulieren, die sich mehrheitlich nicht für den umstrittenen Moore entschieden haben. Und wenn man die heutigen Kommentare verfolgt, entsteht sogar der Eindruck, US-Präsident Donald Trump habe nicht nur seine eigene Autorität verloren, sondern außer ihm auch sein Unterstützer und immer noch heimlicher Stratege Steve Bannon.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kurzsichtige Betrachtungsweise</strong></p>
<p>Tatsächlich ist diese Betrachtungsweise kurzsichtig und wahrscheinlich auch einem falschen Referenzpunkt geschuldet. Denn ein Sitz für das konservative Alabama im Senat ist zwar verloren gegangen, aber 48,4 Prozent der Wähler haben sich dennoch für den umstrittenen Moore entschieden – also jeder Zweite. Das entspricht eben doch nicht, wie das Wall Street Journal heute jubelt, einem echten „Akt politischer Hygiene“.</p>
<p>Mit Jones‘ Wahl werden sich die Kräfteverhältnisse im Senat zuungunsten der Republikaner verschieben, die sich mit einer Mehrheit von nur noch 51 zu 49 Stimmen nach diesem Verlust bei künftigen Entscheidungen nicht mehr als einen Abweichler leisten können. Jedoch nicht vor dem 26. Dezember, da an diesem Tag das gestrige Wahlergebnis erst noch endgültig bestätigt werden muss. Umso wichtiger ist es für die Republikaner, die Steuerreform noch vor diesem Datum im Kongress durchzupeitschen, und es spricht einiges dafür, dass schon bald eine Einigung über die beiden unterschiedlichen Gesetzesvorlagen von Senat und Repräsentantenhaus erzielt werden wird. Ob sich die Börsianer hierzulande von den Ereignissen in Alabama haben beeinflussen lassen, könnte die heutige Stimmungserhebung der Börse Frankfurt zeigen, die ich für Sie <a href="http://www.dbagproject.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Ausgeblendete-Risiken-2326019" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #00ff00;">HIER</span></strong></a> schriftlich und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EHjPJfNRsBQ&amp;feature=em-uploademail" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff0000;"><strong>DORT</strong></span></a> per Skype-Interview kommentiert habe.</p>
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		<title>Magische Zahlenspiele</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2017 15:35:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Transition Team]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstumsprognosen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hätten wir die 12.000er Marke beim DAX nicht schon einmal vor zwei Jahren gesehen, hätte das Überschreiten dieses Niveaus bei Börsianern heute für großes Entzücken gesorgt. Dennoch hat diese runde Marke, deren Bedeutung allenthalben überschätzt wird, ihren Reiz wohl doch noch nicht ganz verloren. Denn als Begründung der gestrigen Aufwärtsbewegung findet man bei den Kommentatoren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9420 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_22022017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_22022017-300x114.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_22022017-768x293.jpg 768w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/02/Senti_22022017.jpg 810w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Hätten wir die 12.000er Marke beim DAX nicht schon einmal vor zwei Jahren gesehen, hätte das Überschreiten dieses Niveaus bei Börsianern heute für großes Entzücken gesorgt. Dennoch hat diese runde Marke, deren Bedeutung allenthalben überschätzt wird, ihren Reiz wohl doch noch nicht ganz verloren. Denn als Begründung der gestrigen Aufwärtsbewegung findet man bei den Kommentatoren nicht allzu viel Greifbares. Auch die Feststellung, der DAX habe zu einem Befreiungsschlag angesetzt, bezieht sich allenfalls auf die Entwicklung bis Mitte Februar, die bis dahin noch wie eine Seitwärtsbewegung des Börsenbarometers ausgesehen hatte.</p>
<p>Fehlende Begründungen und der Verweis auf technische Analysen, Aufwärtstrendkanäle und eben jene ominösen runden Zahl zeugen davon, dass die jüngste Aufwärtsbewegung Analysten und Kommentatoren überrascht hat. Tatsächlich passt einiges nicht zusammen, wenn man etwa vor ein paar Tagen im „Wall Street Journal“ lesen konnte, dass die Planungen der Trump-Administration für das Budget auf Annahmen basieren sollen, die die Entwicklung des US-Wachstums in den kommenden Jahren weit positiver sehen als viele unabhängige Experten, aber auch einige öffentliche Behörden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Überzogene Wachstumsaussichten</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu manchen Wahl-Versprechen, die Donald Trump möglichst schnell zu erfüllen versucht, dringen aus dem Weißen Haus kaum Details über die geplanten großen ökonomischen Vorhaben des neuen US-Präsidenten.  Wenig Konkretes gibt es über das, was etwa auf Obamacare folgen soll, oder über massive Investments in die Infrastruktur oder über die große Steuerreform zu hören. Dennoch zeigen sich besonders die US-Aktienmärkte von ihrer Schokoladenseite.</p>
<p>In diesem Zusammenhang spielen Wachstumsvorhersagen – diese werden im Vorfeld vom überparteilichen Council of Economic Advisers (CEA) erarbeitet – insofern eine wichtige Rolle, weil sie als Basis der Budgetvorlage des Weißen Hauses im Kongress dienen. Normalerweise geben dabei die Mitarbeiter des CEA eine Wachstumsprognose unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen ab. Diese gilt als Grundlage für die Vorhersage, wie sich die Maßnahmen des Präsidenten auf die Konjunktur, aber auch auf die Haushaltsdefizite auswirken werden.</p>
<p>Naturgemäß sind diese Prognosen immer etwas zu optimistisch, aber sie sollten dennoch realistisch bleiben. Angeblich soll Trumps Transition Team<span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> </span>aber die CEA gedrängt haben, ein Wachstum zwischen 3 und 3,5 Prozent zu prognostizieren und danach auch noch nachträglich ihre Modelle so anzupassen, dass die anderen Daten diese Wachstumsraten auch gewährleisteten<span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a></span>. Folge: Sind die Wachstumsschätzungen zu hoch, fallen die Einschätzungen zur Verschuldungssituation naturgemäß zu günstig aus.</p>
<p>Tatsächlich ist das inflationsbereinigte Wachstum in den vergangenen zehn Jahren um knapp 2 Prozent gestiegen, und die US-Notenbank prognostiziert derzeit lediglich ein langfristiges Wachstum von 1,8 Prozent pro Jahr, das überparteiliche Congressional Budget Office (CBO) geht von 1,9 Prozent aus. Ja, selbst die Obergrenze extrem optimistischer Vorhersagen liegt für ein anhaltendes Wachstum bislang bei nur 2,75 Prozent.</p>
<p>Es gibt jedoch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob die hiesigen Börsianer von zu optimistischen Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft in ihren Handelsentscheidungen beeinflusst wurden. Ob sich ihr Optimismus aus der Vorwoche tatsächlich gehalten hat, erfahren Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Die-magischen-12-000-2252571" target="_blank"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> in meiner heutigen Analyse, die ich wie immer für die Börse Frankfurt erstellt habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Das ist das für die Übergangsphase von einer zu nächsten Regierung zuständige Team</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Gelesen in der Washington Post, online Ausgabe vom 22. Februar 2017</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/magische-zahlenspiele/">Magische Zahlenspiele</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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