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	<title>Diversifikation Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Entkommen unmöglich? – oder: Was Sie im ersten Quartal möglicherweise verpasst haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 08:19:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich bin ich es fast schon leid, immer wieder über Sensationsjournalismus schreiben zu müssen. So etwa der vielerorts mit Getöse für den vergangenen Donnerstag angekündigte Bank-Run in Zypern, der dann doch nicht stattgefunden hat und auch nicht hätte stattfinden müssen. Denn  die Lage für die Sparer dortzulande schien, wenn auch zum Negativen, weitgehend geklärt. Trotzdem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/entkommen-unmoglich-oder-was-sie-im-ersten-quartal-moglicherweise-verpasst-haben/">Entkommen unmöglich? – oder: Was Sie im ersten Quartal möglicherweise verpasst haben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich bin ich es fast schon leid, immer wieder über Sensationsjournalismus schreiben zu müssen. So etwa der vielerorts mit Getöse für den vergangenen Donnerstag angekündigte Bank-Run in Zypern, der dann doch nicht stattgefunden hat und auch nicht hätte stattfinden müssen. Denn  die Lage für die Sparer dortzulande schien, <span id="more-5955"></span>wenn auch zum Negativen, weitgehend geklärt. Trotzdem haben diverse Kommentatoren wieder einmal die Ostertage und die Zeit davor dazu genutzt, Angst und Schrecken zu verbreiten. Vor allem für diejenigen, die mehr als 100.000 Euro auf dem Konto haben. Dabei verstehe ich den ganzen Zirkus nicht. Wenn hierzulande ein Kreditinstitut Pleite ginge, würde man doch – abgesehen von einem bestimmten Betrag, den die Einlagensicherung später erstatten würde – ebenfalls seine Einlagen oder zumindest einen großen Teil davon verlieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Ein exemplarischer Einzelfall</b></p>
<p>Der Unterschied zu Zypern besteht vor allem in der Wahrnehmung dieses Sachverhalts. Denn mit den 100.000 Euro, einer runden Summe, für jedermann leicht zu merken, wird in der Eurozone zeitnah und relativ ortsnah (immerhin für Deutschland noch aus sicherer Distanz) der Ernstfall in der Praxis greifbar, exerziert an einem kleinen Land. Für die Wahrnehmung und Verarbeitung dieser Informationen braucht man kein besonderes Fachwissen, die Nachrichten sind eingängig, leicht verständlich und somit für jedermann schnell verfügbar und, auf den Einzelfall hierzulande übertragen, besonders gut vorstellbar. Kein Wunder, wenn solche Informationen gegenüber komplexeren Sachverhalten bevorzugt wahrgenommen werden. Wer jetzt clever ist, höre ich an jeder Straßenecke, verteilt sein Vermögen auf verschiedene Banken (derartiges habe ich bereits zu Beginn der Immobilienkrise in meinem Freundeskreis empfohlen<a title="" href="#_ftn1">[1]</a>), besser aber auch noch auf verschiedene Anlageklassen, am besten in verschiedene Sachwerte, rät so mancher Anlageprofi.</p>
<p>Auch wenn die Investitionen in Sachwerte zur Werterhaltung des Vermögens auf den ersten Blick ebenfalls leicht verständlich sein mögen, kann ich diesen Tipps nur dann etwas abgewinnen, wenn man von solchen Anlagemöglichkeiten tatsächlich etwas versteht. Wer etwa in Antiquitäten, Oldtimer, Teppiche, Kunst oder gar in teure Rotweine investiert muss über die jeweilige Anlageklasse wahrscheinlich mehr wissen als über den bei mir immer noch hoch im Kurs stehenden Aktienmarkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Vermeintliche Sicherheit</b></p>
<p>Aber reines Wissen garantiert noch nicht den Werterhalt des eigenen Vermögens: Wer heute etwa in einem Nachlass teures Porzellan oder angeblich wertvolle Kunstwerke veräußern möchte, wird sehr schnell feststellen, (auch darüber habe ich bereits mehrfach geschrieben) wie hoch die Handelsspannen zwischen An- und Verkauf solcher Güter sein können: 40 bis 50 Prozent „Wertverlust“ muss man als Verkäufer, sofern man verkaufen <i>möchte</i>, in vielen Fällen einkalkulieren, weitaus mehr sogar, wenn man verkaufen <i>muss</i>. Schnell wird man dann ernüchtert feststellen: Ein Gut ist eben doch nur so viel wert, wie dafür bezahlt wird. Und um einen 50-prozentigen Wertverlust auszugleichen, muss sich der Wert des Investments zuvor erst einmal verdoppelt haben. Viel wahrscheinlicher ist es jedoch, dass nicht die Investoren bei dieser Geschichte den Wert ihres investierten Geldes konservieren werden, sondern vor allem diejenigen daran verdienen, die damit berufsmäßig handeln. So gesehen ist eine 30-prozentige Sonderabgabe auf Einlagen von mehr als 100.000 Euro fast noch der günstigere Weg, von dem es wahrscheinlich kein Entkommen gibt.</p>
<p>Dass Krisenthemen auch die Leser unseres Blogs im abgelaufenen ersten Quartal dieses Jahres stark bewegt haben, zeigt sich an der „Rennliste“ der meistgelesenen Beiträge. Diejenigen Fragestellungen, die unseren Blog normalerweise auszeichnen, also Beiträge zur Behavioral Economics in der Praxis, sind dabei angesichts der Ängste und der verbreiteten Unsicherheit in der Bevölkerung offensichtlich in den Hintergrund getreten. „<a href="http://www.blognition.de/blog/markte/ist-die-krise-wieder-da/">Ist die Krise wieder da?</a>“ war ein Thema, das unsere Leser besonders stark wahrnahmen. Noch mehr Interesse erfuhr der Kommentar „<a href="http://www.blognition.de/blog/wirtschaft/nur-die-schnellen-gewinnen-beim-bank-run/">Nur die schnellen gewinnen beim Bank-Run</a>“. Der meistgelesene Blog der vergangenen drei Monate war (vielleicht auch wegen der etwas reißerisch anmutende Überschrift) „<a href="http://www.blognition.de/blog/markte/die-inflation-kommt/">Die Inflation kommt</a>“ – ein Beitrag, der es sogar auf die meisten Leser seit Bestehen von blognition.de. brachte.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Wenn das alle machen, würde eine Einlagen-Garantie von 100.000 Euro wahrscheinlich unbezahlbar</p>
</div>
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		<title>Starker Euro, starke SNB</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 10:53:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Las heute Morgen in der Online Ausgabe des Wall Street Journal, dass die Währungsreserven der Schweizer Nationalbank (SNB) per Ende September auf knapp 430 Milliarden Franken gestiegen sind – gegenüber den starken Zuwächsen der Vormonate kann man den jüngsten Anstieg von 8,5 Milliarden Franken fast schon als marginal bezeichnen. Viel interessanter als der absolute Zuwachs [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Las heute Morgen in der Online Ausgabe des Wall Street Journal, dass die Währungsreserven der Schweizer Nationalbank (SNB) per Ende September auf knapp 430 Milliarden Franken gestiegen sind – gegenüber den starken Zuwächsen der Vormonate<span id="more-5351"></span> kann man den jüngsten Anstieg von 8,5 Milliarden Franken fast schon als marginal bezeichnen. Viel interessanter als der absolute Zuwachs der Währungsreserven ist jedoch deren Verteilung auf die verschiedenen Valuten. Die hat sich nämlich gewaltig verändert: Während per Mitte 2012 noch 60 Prozent der Devisen in Euro gehalten wurden, hat sich dessen Anteil zum Ende des dritten Quartals deutlich verringert – er fiel auf 48 Prozent. Im gleichen Zeitraum sind vor allem die Dollar-und Pfund-Reserven der Zentralbank deutlich angestiegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ohne Draghi hätte es nicht geklappt</strong></p>
<p>Nun könnte man geneigt sein, die Interventionspolitik der SNB<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> seit Herbst 2011, habe Früchte getragen. Eine Politik, die ich übrigens schon verschiedentlich kritisiert hatte. Doch diesen Erfolg allein der SNB zuzuschreiben, mag vielleicht etwas vorschnell sein. Denn man darf nicht vergessen, dass EZB Präsident Mario Draghi mit seiner berühmten Londoner Rede Ende Juli dieses Jahres, die EZB werde alles tun, um den Euro zu unterstützen – samt der späteren Ankündigung unlimitierter Anleihekäufen im Rahmen ihres Mandats  – das Vertrauen in den Euro wieder hergestellt hat. Vertrauen dass der Gemeinschaftswährung auch aus dem Ausland entgegengebracht wurde. Der Kapitalstrom, vornehmlich aus dem Dollarraum, in den Euro muss jedoch so stark gewesen sein, dass sich die SNB ohne dass dies der Markt wirklich zur Kenntnis genommen hätte, von ihren überproportional hohen Euro-Beständen klammheimlich trennen konnte. Mehr noch, hat mit dem zurückgekehrten Vertrauen in den Euro die Fluchtbewegung in den Schweizer Franken ihren Schwung verloren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Keine weiteren Euro-Verkäufe zu erwarten</strong></p>
<p>Das Problem der hohen Devisenreserven der SNB ist damit zwar noch nicht gelöst, aber immerhin sind jene besser als zuvor diversifiziert, der Anteil des Euro liegt nunmehr etwa auf dem von der Zentralbank angestrebten langfristigen Anteil von 50 Prozent. Damit sind weitere massive Euroverkäufe gegenüber dem US-Dollar der SNB wohl nicht mehr zu erwarten, womit dem EUR/USD- Wechselkurs das Tor zu einer weiteren Aufwertung weit offen steht. Sofern noch weitere gute Nachfrage besteht. Nachfrage die den Euro übrigens seit Mitte Juli bis Mitte September trotz der SNB-Verkäufe bereits von rund 1,21 auf 1,31 USD getrieben hat.</p>
<p>Unterdessen scheint sich am deutschen Aktienmarkt stimmungstechnisch vordergründig nicht allzu viel getan zu haben. Welche Perspektiven sich bei genauerem Hinsehen jedoch für den DAX ergeben, erfahren Sie in der Analyse meines Kollegen Gianni Hirschmüller, die er <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/dax+sentiment+dax+haendler+machen+um+sandy+keinen+wirbel+42720" target="_blank">hier</a> für die Börse Frankfurt erstellt hat. Meine Detaileinschätzung können Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/detailanalyse+investoren+behalten+die+uebersicht+42721">hier</a> einsehen.</p>
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<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Im Falle einer Befestigung des Frankens gegenüber dem Euro verspricht die SNB den Euro bei 1,20 CHF stabil zu halten, notfalls mit unlimitierten Euro-Käufen</p>
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		<title>Kein Markowitz-Depot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2012 06:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Großes Erstaunen bei der Lektüre der FTD. Das Markowitz‘sche Gesetz der Diversifikation, so musste ich dort lesen, soll wieder funktionieren, wo doch gerade dieses Konzept während der Finanzkrise in die Kritik geraten war. Denn wer damals sein Portfolio im Sinne des Nobelpreisträgers aufgebaut und seine Risiken gestreut hatte, konnte mitunter erleben, was passiert, wenn die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Großes Erstaunen bei der Lektüre der FTD. Das Markowitz‘sche Gesetz der Diversifikation, so musste ich dort lesen, soll wieder funktionieren, wo doch gerade dieses Konzept während der Finanzkrise in die Kritik geraten war. Denn wer damals sein Portfolio im Sinne des Nobelpreisträgers aufgebaut <span id="more-5022"></span>und seine Risiken gestreut hatte, konnte mitunter erleben, was passiert, wenn die Mehrheit der Finanz-Profis weltweit nach demselben Schema handelt. Und wer gemäß der Theorie von Markowitz eine Streuung seines Vermögens in verschiedene Anlageklassen vorgenommen hatte, die möglichst wenig miteinander korrelierten, um Verluste besser abfedern zu können, durfte zeitweise mitansehen, wie eine gut gemeinte Idee ad absurdum geführt wurde. Denn wenn viele Menschen dieselbe Theorie benutzen, bewegen sie sich ungewollt in Herden. Mit der Folge, dass Anlageklassen, die vormals nur wenig miteinander zu tun hatten, mit einem Male eng korreliert waren. Und als dann 2008 im Zuge der Immobilienkrise und des Lehman-Crashs viele Akteure gleichzeitig ihr Geld zurückhaben wollten, verwandelte sich eine vielversprechende, aber bis heute alternativlose Idee zur Risikostreuung, wie übrigens viele andere Goldene Regeln auch, in einen Fluch. Weil man nicht der einzige blieb, der sie anzuwenden versuchte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Problematische Sachwerte</strong></p>
<p>Jetzt, Jahre später, nachdem die großen Kursstürze von damals Historie sind, scheint manch einer erneut auf den guten, alten Markowitz setzen zu wollen. Doch wie soll man sein Portfolio absichern? Kein Wunder, dass man gerade in Zeiten der Unsicherheit schnell auf Sachwerte schielt, zumal Anleihen derzeit kaum Rendite bringen und auch Aktien zumindest hierzulande nicht wirklich gefragt sind. Doch mit den Sachwerten ist das so eine Sache. Wer Gold und Silber bereits hat – und das trifft bestimmt auf ziemlich viele zu –, muss sich auf weniger Bewegliches beschränken. Denn abgesehen  von Wohnimmobilien bleibt da nicht allzu viel übrig. Oldtimer? Kunst? Oder edle Bordeaux-Weine? Ein Privatbanker brachte es auf den Punkt: Wer ein bestimmtes Faible habe und sich zum Beispiel bei Weinen auskenne, für den könne so etwas durchaus ein gutes Investment sein, konnte man in der gestrigen Ausgabe der FTD erfahren. Aber Herzblut müsse schon darin stecken, so das caveat des Geschäftsführers der Private-Banking-Sparte einer deutschen Bank. Eigentlich sind das Eigenschaften, die auch auf mich zutreffen, dachte ich mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Langfristig“ und „Geduld“ klingt nicht nach Gewinn</strong></p>
<p>Aber immer wenn ich das Wort „langfristig“ in Zusammenhang mit dem Begriff „Geduld“ lese, beschleicht mich ein seltsames Gefühl. Denn diese Kombination klingt in meinen Ohren verdächtig nach Engagements, die zumindest in der Gegenwart nicht ohne Verluste glattgestellt werden können. Gerade dies gilt derzeit für den Bordeaux-Wein-Markt, dessen Preise sich – gemessen am Live-Ex Fine Wine 100 Index<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> –über fünf Jahre hinweg bis Mitte 2011 immerhin mehr als verdreifacht hatten. Ja, ich kann mich noch erinnern, wie bei einer Versteigerung von Sotheby&#8217;s in Hongkong eine Flasche Chateau Lafitte-Rothschild aus dem Jahre 1869 alle Rekorde brach und für 233.000 USD den Besitzer wechselte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Intransparenter Markt</strong></p>
<p>Seither ist es allerdings mit den Preisen für die besten Gewächse der Welt stetig nach unten gegangen, so dass die führende Benchmark von der Spitze gut 27 Prozent an Wert verloren hat und nur noch auf dem Hoch vom Jahr 2008 notiert, also bevor die Immobilienkrise so richtig begann. Ganz zu schweigen, dass man als Laie im Falle eines Notverkaufs auch noch eine saftige Händlerspanne von locker 20 bis 30 Prozent in Kauf nehmen müsste, weswegen aus der einst so hochpreisigen Anlage aufgrund mangelnder Markttransparenz nur noch ein kleines Vermögen übrig bleiben dürfte. Ein Umstand, der bei vielen Sachinvestitionen übersehen wird.</p>
<p>Zum Glück bin ich ein echter Wein-Fan, liebe den Rebensaft nicht um der Rendite oder der Risikostreuung willen, sondern genieße das rote Gold aus Spaß und Leidenschaft. Nein, das Wertpapierdepot wird nicht mit Wein aufgefüllt, auch wenn Markowitz wieder in Mode sein sollte.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> *Es handelt sich dabei um die führende Benchmark der Weinindustrie – Bordeaux ist mit gut 90 Prozent im Index am stärksten vertreten</p>
</div>
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		<title>Noch stärkere Bias im DAX</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Aug 2012 12:12:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich am vergangenen Freitag im Anschluss an die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht hatte, dass die damit in Verbindung stehende Aufwärtsbewegung deutscher Aktien den heimischen institutionellen Akteuren genutzt haben könnte, muss ich wohl zu optimistisch gewesen sein. Denn ich hatte mir natürlich gedacht, dass die vorherige Abwärtskorrektur beim DAX (ausgelöst durch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-starkere-bias-im-dax/">Noch stärkere Bias im DAX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich am vergangenen Freitag im Anschluss an die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht hatte, dass die damit in Verbindung stehende Aufwärtsbewegung<span id="more-4847"></span> deutscher Aktien den heimischen institutionellen Akteuren genutzt haben könnte, muss ich wohl zu optimistisch gewesen sein. Denn ich hatte mir natürlich gedacht, dass die vorherige Abwärtskorrektur beim DAX (ausgelöst durch die „EZB-Enttäuschung“) von den Händlern genutzt wurde, um ihre teils deutlichen Schieflagen abzubauen. Sicher wäre im besten Fall immer noch ein Verlust von 3 Prozent zu realisieren gewesen. Aber das war jedoch für die meisten offenbar zu viel des Schlechten. Und so ist das Resultat der gestrigen Sentiment-Umfrage mit der Börse Frankfurt entsprechend düster ausgefallen: Obwohl sich der DAX noch einmal im Wochenvergleich um 2,7 Prozent befestigt hatte, ist der Pessimismus, gemessen an unserem Bull/Bear-Index, wieder auf den Stand der Vorwoche gestiegen, womit sich die ohnehin schon auf Jahreshoch befindliche Bias noch einmal verstärkt hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>SNB-Reserven im Juli über 400 Mrd. Franken</strong></p>
<p>Wenn also nicht die institutionellen Investoren gekauft haben, müssen andere für den Anstieg deutschen Aktienmarkt, der sich übrigens auch im EuroStoxx50 niederschlug, verantwortlich gewesen sein. Ein Indiz, dass diese Nachfrage aus den USA gekommen sein dürfte, ist der bis heute früh gut nachgefragte Euro, der für meinen Geschmack zum Dollar eigentlich deutlich niedriger notieren müsste. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Schweizer Nationalbank unlängst abermals deutlich gestiegene Währungsreserven vermeldet hat – im Juli allein haben sich  diese noch einmal um mehr als zehn Prozent erhöht. Währungsreserven die aus dem Euro wegdiversifiziert werden müssen, vornehmlich in den Dollarraum. Wozu dies führen kann und welche Kapitalströme am Ende die Oberhand behalten sollten, erfahren Sie im <a href="http://www.daf.fm/video/goldberg-die-glocke-zu-lockerungsmassnahmen-wird-in-usa-gelaeutet-50156301.html" target="_blank">heutigen TV-Interview, das Melanie Kösser vom deutschen Anlegerfernsehen</a> mit mir führte. Die Stimmung im deutschen Aktienmarkt hat mein Kollege <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/dax+sentiment+kursanstieg+ergibt+fuer+haendler+wenig+sinn+39207" target="_blank">Gianni Hirschmüller hier</a> kommentiert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/noch-starkere-bias-im-dax/">Noch stärkere Bias im DAX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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