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	<title>Crash Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Wed, 22 Jan 2020 05:53:29 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Grüße aus Davos: Untergang oder hemmungsloser Optimismus?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2020 05:53:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bofa Merrill Lynch Fondsmanager Umfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Crash]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltwirtschaftsforum Davos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Teilnehmer an den Finanzmärkten mussten sich gestern mit wenig ökonomischen Daten, aber dafür mit vielen anderen Nachrichten herumschlagen. Natürlich galt das Hauptinteresse dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo die Reden von US-Präsident Donald Trump und der Klimaaktivistin Greta Thunberg die Gemüter polarisiert haben dürften. Anders ausgedrückt: Donald Trump stand für einen ungebremsten Optimismus, während Greta Thunberg für einen Klima-Pessimismus stand, der sich hoffentlich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1085)</strong>             Die Teilnehmer an den Finanzmärkten mussten sich gestern mit wenig ökonomischen Daten, aber dafür mit vielen anderen Nachrichten herumschlagen. Natürlich galt das Hauptinteresse dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo die Reden von US-Präsident Donald Trump und der Klimaaktivistin Greta Thunberg die Gemüter polarisiert haben dürften. Anders ausgedrückt: Donald Trump stand für einen ungebremsten Optimismus, während Greta Thunberg für einen Klima-Pessimismus stand, der sich hoffentlich als überzogen erweist. Genauso, wie man Donald Trumps selbstdienlichen Optimismus nicht folgen muss.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11519" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/22012020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/22012020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/01/22012020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Marktbewegend war auf jeden Fall keiner der beiden Vorträge, wobei Trump mit seiner Absage an Unkenrufer und ihre Untergangsprognosen möglicherweise nicht nur die Warner vor dem Klimawandel gemeint haben könnte. Sondern auch diejenigen, die immer wieder, mitunter nahezu lustvoll den Untergang der Finanzmärkte, die viel zu lockere Geldpolitik der Notenbanken – für Trump indes, was die Fed betrifft, immer noch nicht locker genug – und insbesondere den großen Crash an den Aktienmärkten beschwören.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Investoren noch nicht bullish genug</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass der Aktienmarkt vermutlich noch nicht reif für ein Crash ist, könnte man aus den Ergebnissen der gestern publizierten BofA Merrill Lynch-Umfrage unter internationalen Fondsmanagern herauslesen. Zwar gaben netto 32 Prozent der Befragten an, in Aktien übergewichtet zu sein. Aber auch wenn es sich seit August 2019 um die größte 180°-Wende zum Positiven seit 2011 handelt – damals waren netto 12 Prozent der Vermögensverwalter in Aktien untergewichtet –, reflektiert das gestrige Umfrageergebnis noch keine Euphorie. Interessant in diesem Zusammenhang: Bereits in der Dezember-Umfrage gaben 31 Prozent der Fondsmanager an, in globalen Aktien übergewichtet zu sein. Und diese Umfrage fand deutlich vor der Bekanntgabe einer Einigung im US-chinesischen Handelsstreit statt! Damit sieht es so aus, als ob dieser sogenannte „Phase-eins-Deal“ von den Befragten als „non event“ verbucht wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In Anbetracht einer Kassequote, die nun den dritten Monat hintereinander bei 4,2 Prozent liegt, bezeichnete der BofA-Chefanlagestratege Michael Hartnett übrigens die Investoren als „bullish, aber nicht euphorisch“. Dafür wäre dem Vernehmen nach außerdem eine Übergewichtung von netto 50 Prozent und mehr, gemessen an früheren Bullenmärkten, erforderlich.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Kaufargument ZEW-Index?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so ist es auch kein Wunder, dass der gestern ebenfalls publizierte ZEW-Index für Deutschland wieder einmal besser ausfiel, als von den Ökonomen im Mittel prognostiziert worden war. Dies gilt insbesondere für die Erwartungskomponente, die meiner Erfahrung nach häufig die Anlegerstimmung im Aktienmarkt widerspiegelt. Diese wird übrigens heute von der Börse Frankfurt erhoben. Immerhin scheint der ZEW-Index von den Euro-Händlern gestern positiv aufgenommen worden zu sein, weswegen die Gemeinschaftswährung vorübergehend fast 1,1120 berührte, diese Gewinne aber zum Handelsschluss komplett wieder abgeben musste.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Einmal mehr hat sich gezeigt, dass sich der Euro an der Oberseite nicht signifikant weiterentwickeln kann und latent unter Druck bleibt. Und das gilt, wie bereits an den Tagen zuvor so lange, wie sich die Gemeinschaftswährung unterhalb von <strong>1,1175/80</strong> bewegt. Übrigens: Laut oben genannter Umfrage halten per Saldo 53 Prozent der befragten Fondsmanager den US-Dollar für überbewertet. Das ist der zweithöchste Wert seit dem Jahr 2002 und könnte sich für den Euro als Belastung herausstellen.</span></p>
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		<title>Immer wieder Crash-Ängste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 07:08:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Crash]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbergs Thema des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Intervention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade während der vergangenen Woche gab es bei den Börsianern immer wieder Crash-Ängste, etwa weil sich irgendwelche Indikatoren in Extrembereichen befänden (so war zu lesen). Dabei wird immer wieder vergessen, dass die Entwicklung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks seit vielen Monaten nicht naturgegeben sind, sondern auch dem Resultat einer massiven Interventionspolitik der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade während der vergangenen Woche gab es bei den Börsianern immer wieder Crash-Ängste, etwa weil sich irgendwelche Indikatoren in Extrembereichen befänden (so war zu lesen). Dabei wird immer wieder vergessen, dass die Entwicklung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks seit vielen Monaten nicht naturgegeben sind, sondern auch dem Resultat einer massiven Interventionspolitik der Notenbanken in Form von QE-Programmen und ultra-niedrigen Zinsen geschuldet ist.</p>
<p>Deswegen habe ich mich diesem Themenkreis während der vergangenen Tage besonders gewidmet. Zum einen bei einem Interview, das Friedhelm Tilgen von n-tv im Rahmen eines Zertifikate-Talks <em>Steigt der Markt weiter oder kommt der Crash?</em> <strong><span style="text-decoration: underline;">(<a href="http://www.teleboerse.de/n-tv_zertifikate/Steigt-der-Markt-weiter-oder-kommt-der-Crash-article14875841.html?view=zertifikate">HIER</a>)</span></strong> mit Marcel Langer (UBS) und mir führte.</p>
<p>Zum anderen habe ich mich in meinem jüngsten Thema des Monats, das ich für die WGZ Bank unter dem Titel <em>Zentralbanken – Motor der Aktienmärkte </em>verfassen durfte, zu dieser Problematik geäußert. Die Kolumne können Sie <strong><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a> </strong>abrufen</p>
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		<title>Crash-Ängste und Notenbankpolitik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2014 12:46:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Crash]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gerade während der vergangenen Wochen gab es bei den Börsianern immer wieder Crash-Ängste, etwa weil sich irgendwelche Indikatoren angeblich in Extrembereichen befänden (so war zu lesen) oder angeblich die sich ausweitenden Zinsdifferenzen zwischen Europa und den USA zur Gefahr würden (vgl. Die Welt vom 3.9.). Dabei wird immer wieder vergessen, dass die Entwicklung der Renditen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade während der vergangenen Wochen gab es bei den Börsianern immer wieder Crash-Ängste, etwa weil sich irgendwelche Indikatoren angeblich in Extrembereichen befänden (so war zu lesen) oder angeblich die sich ausweitenden Zinsdifferenzen zwischen Europa und den USA zur Gefahr würden (vgl. Die Welt vom 3.9.). Dabei wird immer wieder vergessen, dass die Entwicklung der Renditen dies- und jenseits des Atlantiks seit vielen Monaten nicht naturgegeben sind, sondern das Resultat einer massiven Interventionspolitik der Notenbanken geschuldet ist. Die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) hat überdies gezeigt, dass sich deren Mitglieder mehrheitlich hinsichtlich des Zeitpunktes einer Zinswende offenbar nicht festlegen, aber mit ihren Prognosen („dots“) zeigen möchten, wie ernst sie es in der Zukunft (also theoretisch) meinen werden, wenn es mit den Zinserhöhungen erst einmal losgeht.</p>
<p>Deswegen habe ich mich in meinem jüngsten Thema des Monats, das ich für die WGZ Bank verfassen durfte zu dieser Problematik aus verhaltensorientierter Sicht geäußert. Den Kommentar können Sie <strong><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a> </strong>abrufen.</p>
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		<title>Alarmzeichen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 07:55:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich gestern im manager magazin online den Beitrag Die Spielsüchtigen – Geldhäuser zocken wieder fand, stellte ich fest: Es wurden überwiegend wieder einmal Stereotype bedient. Dennoch kam wahrscheinlich nicht nur bei mir beim Lesen ein ungutes Gefühl auf, der nächste Crash könnte näher sein als uns lieb ist. Weil die Geldhäuser, wie es der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gestern im manager magazin online den Beitrag <i>Die Spielsüchtigen – Geldhäuser zocken wieder</i> fand, stellte ich fest: Es wurden überwiegend wieder einmal Stereotype bedient. Dennoch kam wahrscheinlich nicht nur bei mir beim Lesen ein ungutes Gefühl auf, der nächste Crash könnte näher sein als uns lieb ist. Weil <span id="more-6992"></span>die Geldhäuser, wie es der Autor des Artikels Ulric Papendick so schön beschreibt, zocken wie eh und je. Und als Indizien für eine neuerliche Finanzkrise werden im Großen und Ganzen die Ingredienzen des Cocktails genannt, die einst zur Finanzkrise der Jahre 2008 ff. geführt haben: hohe Risiken, toxische Anlagen, überbewertete Immobilien, Spitzengehälter.  Und, was keinesfalls fehlen darf, die Gier der Banker, die wieder prächtig verdienen. Jetzt beseitigt auch noch der Anlagenotstand vieler Investoren die letzten Hemmungen. Dabei spielt die Investmentbank J. P. Morgan offenbar eine besonders wichtige Rolle. Nicht nur, weil mit dem Handel und Verkauf hochverzinslicher Papiere Milliarden Dollar verdient wurden, sondern weil die Europazentrale des New Yorker Finanzgiganten ausgerechnet in dem Gebäude residiert, wo sich einst auch die Europazentrale von der Pleitebank Lehman Brothers befand. Da drängt sich dem Leser doch gleich ein fürchterlicher Verdacht auf. Ob sich die Geschichte womöglich wiederholt? Wo doch die Banker längst der Ethik und der Moral wieder eine lange Nase ziehen und in London und New York wieder wie damals, vor der vergangenen Finanzkrise, teure Automarken bestellen und feudal dinieren.</p>
<p>Allerdings sorgt der Verfügbarkeitsirrtum – also die Neigung der Menschen, leicht verständliche, dramatische, farbige Informationen sowie leicht erkennbare Muster der Vergangenheit, bevorzugt wahrzunehmen – dafür, dass wir derartigen Berichten möglicherweise ein Gewicht beigemessen, das sie nicht verdienen. Sie sind per se zwar nicht falsch. Jedoch besteht das Problem mit solch schaurigen Geschichten darin, dass ein guter Teil davon durchaus wahr ist, aber aufgrund eben dieser verfügbaren alten Muster Verbindungen und Schlüsse gezogen werden, die in die Irre führen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Der Begriff „Zukunft“ ist dehnbar</b></p>
<p>Dabei gehöre auch ich zu denen, die in den derzeit sehr niedrigen Zinsen und der überbordenden Liquidität der US-Notenbank die Wirkung einer Droge sehen, die man den Finanzmärkten wahrscheinlich nie mehr ohne gravierende Folgen vollständig wird entziehen können. Und wenn ich dann nackte Zahlen zu lesen bekomme (CNBC.com), wonach Unternehmen außerhalb des Finanzsektors seit Beginn des Jahres ein Rekordvolumen von mehr als 236 Milliarden US-Dollar an Krediten guter Qualität aufgenommen haben, kommt natürlich bei mir sofort die Frage auf, was mit diesem Geld gemacht wurde. Ich habe nicht den Eindruck, dass ein Großteil dieses Geldes in wachstumsträchtige Investitionen eingesetzt wurde. Wenn man berücksichtigt, dass derartige Unternehmen seit Mitte Dezember eigene Aktien im Werte von etwa 115 Milliarden US-Dollar zurückgekauft haben sollen, wundere ich mich nicht, wenn hier und da tatsächlich ausgiebig gefeiert wird.</p>
<p>Ich bin nicht der einzige, der derzeit bezüglich der Notenbankpolitik des ultraleichten Geldes pessimistisch in die Zukunft blickt. Doch der Begriff Zukunft ist dehnbar. Denn die frühen Crash-Auguren der Jahre 2012 und 2013 haben schmerzhaft erkennen müssen, wie falsch getimte Kassandrarufe ihre Jünger mitunter sehr teuer zu stehen kamen. Weswegen der eine oder andere Experte mittlerweile sogar in die Wüste geschickt wurde. Und je länger dieser Zustand teilweise künstlich aufgepumpter Börsen anhält, desto unglaubwürdiger werden die verbliebenen Schwarzmaler. Einer von ihnen wird – sofern er nur lange genug mit pessimistischen Prognosen durchhält – eines Tages sogar Recht bekommen, weil er das Glück hat, zur rechten Zeit am rechten Ort von vielen Menschen wahrgenommen zu werden. Das wird dann der neue Guru.</p>
<p>Wir müssen uns unterdessen mit weitaus profaneren Dingen auseinandersetzen. Etwa mit der Stimmung der Börsianer, die mein Mitstreiter Gianni Hirschmüller heute für die Börse Frankfurt (<b><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+dax+anleger+liegen+weiter+auf+der+lauer+65000">hier</a></span></b>) analysiert und kommentiert hat.</p>
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		<title>Hässliches Ende einer Blase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2013 07:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Boom]]></category>
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		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Spekulationsblase]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute scheint wieder Blasentag zu sein. Zu dieser Erkenntnis gelange ich, wenn ich mir den derzeitigen Aufmacher von Spiegel online Die Billionen-Blase betrachte. Danach pumpen sich bei Aktien und Anleihen – aber nur „womöglich“ – gewaltige Spekulationsblasen auf. Denn wenn die Zinsen steigen, drohe der Crash, lese ich. Auch dass die Börsenkurse nicht den Fundamentaldaten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hassliches-ende-einer-blase/">Hässliches Ende einer Blase</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute scheint wieder Blasentag zu sein. Zu dieser Erkenntnis gelange ich, wenn ich mir den derzeitigen Aufmacher von Spiegel online <i>Die Billionen-Blase</i> betrachte. Danach pumpen sich bei Aktien und Anleihen<span id="more-6160"></span> – aber nur „womöglich“ – gewaltige Spekulationsblasen auf. Denn wenn die Zinsen steigen, drohe der Crash, lese ich. Auch dass die Börsenkurse nicht den Fundamentaldaten gehorchten – das taten sie auch häufig schon vor der Krise nicht – wird vom Verfasser bemängelt. Dann wird die Politik des billigen Geldes der USA und Japans, die &#8222;normalerweise&#8220; zu Inflation führen soll, als weiteres Blasenindiz angeführt. Aber von Inflation sei gar nicht so viel zu sehen, wird sogleich wieder relativiert. Wahrscheinlich ist jedoch der Waren- und Güterkorb einfach nicht richtig zusammengesetzt. Aber: im Mai sind Lebensmittel und Lottospielen (das habe selbst ich gemerkt) teurer geworden. Schließlich wird auch noch eine Studie angeführt, wonach eine lockere Geldpolitik die Risikoaversion der Investoren zu verringern scheint und diese deswegen mehr Risiken in Form von Aktieninvestments eingehen. Die Folge: eine Vermögenspreisinflation.</p>
<p>Jetzt könnte ich mich natürlich zurücklehnen und ganz schnell damit beruhigen, es handele sich lediglich um einen dieser reißerischen Artikel, wie man sie im Internet jeden Tag zu lesen bekommen kann. Aber solch prominent platzierte Beiträge werden natürlich von einer breiten Leserschaft wahrgenommen. Und wenn man jene dann so liest, sieht auch noch alles plausibel und einfach aus. Ja, der Leser möchte Finanzmärkte zum Anfassen, hat mir unlängst ein Bekannter gesagt. „Bitte nichts Kompliziertes zum Thema Geld“. Doch diese Einfachheit hat den Preis, dass man recht leicht eine Suppe aus Hausmacherökonomie und viel Spekulativem, gewürzt mit ein, zwei wissenschaftlichen Studien serviert bekommen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Trampelt die Herde wieder?</b></p>
<p>Am Ende bleibt der Anleger mit der Erkenntnis, er werde auf dem Sparkonto keine Zinsen bekommen, und dass sich Anleihen und Aktienkurse, aber auch Immobilien  in einer gefährlichen Blase befinden. Es handele sich um einen herdengetriebenen Boom, dessen Entstehung zwar nicht durch makroökonomische Daten gedeckt und durch die realwirtschaftliche Entwicklung nicht mehr zu begründen sei, wird schließlich Thomas Straubhaar, Direktor des HWWI, zitiert. Das riecht nach irrationalem Verhalten. Dann aber sollten wir zumindest nicht erwarten, dass sich die Blase nach rationalen Gesetzmäßigkeiten und den darauf basierenden Expertenprognosen entladen wird. Tatsächlich weiß niemand so richtig, was eigentlich passieren wird. Eine Unsicherheit, die vor allem Analysten und Experten hassen. Deswegen <i>muss</i> die Blase zwangsläufig „hässlich“ enden.</p>
<p>Von euphorisierten Anlegern, scheint zumindest bei den von der Börse Frankfurt allwöchentlich Befragten institutionellen und privaten Investoren indes nichts zu sehen zu sein. Vielmehr herrscht weiterhin eine gesunde, aber vielfach leider kostspielige Skepsis vor. Also etwas, das nicht so recht zu einem Börsenboom passen will. Die Auswertung der <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+ein+unerfuellter+baeren+traum+51730">gestrigen Stimmungserhebungen</a></span> können Sie hier lesen – um die <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+ein+unerfuellter+baeren+traum+51730#reiter=detailanalyse">Detailanalyse</a></span> hat sich mein Kollege Gianni Hirschmüller kümmert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hassliches-ende-einer-blase/">Hässliches Ende einer Blase</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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