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	<title>Bezugspunkte Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Zwischen Hoffnung und Unsicherheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2020 04:39:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man konnte es an den Finanzmärkten spüren, dass heute die erste Hälfte des Jahres zur Neige geht. Denn die Kursausschläge an den Aktienmärkten waren überschaubar und mit einer positiven Note versehen. Bei den Währungen präsentierte sich der Dollar gegenüber einem Korb verschiedener Valuten, gemessen am Dollar-Index, den vierten Tag hintereinander mit einem Tagesgewinn,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/zwischen-hoffnung-und-unsicherheit/">Zwischen Hoffnung und Unsicherheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1240)</strong>             Man konnte es an den Finanzmärkten spüren, dass heute die erste Hälfte des Jahres zur Neige geht. Denn die Kursausschläge an den Aktienmärkten waren überschaubar und mit einer positiven Note versehen. Bei den Währungen präsentierte sich der Dollar gegenüber einem Korb verschiedener Valuten, gemessen am Dollar-Index, den vierten Tag hintereinander mit einem Tagesgewinn, aber richtig vorwärtsgehen wollte es mit dem Greenback zuletzt eigentlich nicht. Immerhin produzierte der Euro einen bemerkenswerten Sprung, der allerdings an unserem ersten wichtigen Angebotsniveau vom vergangenen Freitag hängen bleiben sollte. Und am Ende des Tages blieb von dem ordentlichen zwischenzeitlichen Kursgewinn fast nichts mehr übrig. Die Gemeinschaftswährung bewegt sich weiterhin in ihrer Seitwärtsentwicklung, zeigt sich allerdings oberhalb von <strong>1,1105/10</strong> stabil.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12195" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/30062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/30062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/30062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Überraschend gute Wirtschaftsdaten…</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hatten es die Marktteilnehmer gestern nicht einfach, zwischen positiv überraschenden US-Wirtschaftsdaten und Covid-19-Ängsten eine eindeutige Linie zu finden. Da gab es etwa die schwebenden Hausverkäufe, die mit einem Plus von 44,3 Prozent im Mai (ggü. Vormonat) nicht nur einen Rekordzuwachs markierten, sondern auch noch obendrein die optimistischsten Prognosen der Ökonomen übertrafen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das gestrige Ergebnis allerdings ein Minus von 5,1 Prozent, aber auch bei diesem Vergleich hatten die Ökonomen viel Schlimmeres erwartet.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie ich allerdings schon verschiedentlich an dieser Stelle klargemacht habe, ergeben diese Daten für mich eigentlich nur insofern einen Sinn, als sie den Akteuren gewissermaßen eine Art (vermeintliche) Sicherheit vermitteln, dass die Folgen der Corona-Pandemie in den USA und anderswo womöglich doch nicht so schlimm sein werden. Was hierbei als gut und was als schlecht gilt, bemisst sich allerdings an mehr oder weniger guten Prognosen und mitunter fragwürdigen Bezugspunkten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>…und Covid-19-Unsicherheit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In diesem Zusammenhang könnte man natürlich auch noch den Index der regionalen Fed von Dallas für das produzierende Gewerbe erwähnen, der ebenfalls die Erwartungen der Ökonomen auf der positiven Seite bei weitem übertraf. Allerdings sollte man bei diesen Daten – zwar weiß ich nicht, in welchem Maße – auch berücksichtigen, dass Texas neben Florida zurzeit das Epizentrum für das Coronavirus in den USA darstellt. Mehr noch: Die Wirtschaftsdaten von heute werden überdies möglicherweise in einem ganz anderen Licht erscheinen, wenn am kommenden Donnerstag der US-Arbeitsmarktbericht aufgrund des auf Freitag vorgezogenen Ersatzfeiertages (für den Unabhängigkeitstag am 4. Juli) zur Veröffentlichung ansteht. Das Hauptinteresse der Akteure dürfte allerdings derzeit darauf gerichtet sein, ob die USA womöglich zumindest partiell in den sogenannten Lockdown zurückkehren müssen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Nicht nur Ökonomen brauchen Anker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2020 04:54:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was die ökonomische Situation in den USA betrifft, brachte der gestrige Handelstag wenig Erhellendes. Ja, das Plus bei den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter war in der Kernrate mit 4,0 Prozent (ggü. Vormonat) fast doppelt so stark wie die Medianprognose der Ökonomen ausgefallen. Schon bei dem Minus von 7,7 Prozent desselben Datums im Mai war ich kaum imstande einzuschätzen, wie schlimm dieser Einbruch tatsächlich war. Und auch jetzt fällt es mir schwer, die aktuelle Erholung einzuordnen. Abgesehen davon, dass...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1225)</strong>             Was die ökonomische Situation in den USA betrifft, brachte der gestrige Handelstag wenig Erhellendes. Ja, das Plus bei den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter war in der Kernrate mit 4,0 Prozent (ggü. Vormonat) fast doppelt so stark wie die Medianprognose der Ökonomen ausgefallen. Schon bei dem Minus von 7,7 Prozent desselben Datums im Mai war ich kaum imstande einzuschätzen, wie schlimm dieser Einbruch tatsächlich war. Und auch jetzt fällt es mir schwer, die aktuelle Erholung einzuordnen. Abgesehen davon, dass man sich auch kaum vorstellen kann, was diese Zahlen für die Betroffenen bedeuten. Und so ist dieses Plus von 4,0 Prozent gegenüber dem Vormonat zwar gut, aber eben nur relativ gut. Denn seine Bewertung hängt von den Bezugspunkten ab, auf die die Marktteilnehmer ihr Urteil stützen. Kurzum: Diese Zahl von +4,0 Prozent sieht gegenüber dem Vormonat gut aus und auch gegenüber dem, was die Ökonomen vorhergesagt hatten.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12189" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/26062020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/26062020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/06/26062020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Bezugspunkte gesucht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Indes: All diese Daten sind aufgrund eines bislang noch nie dagewesenen „Wachkomas“ der Volkswirtschaften in vielen Ländern entstanden, hervorgerufen durch den Lockdown, der in den USA und anderswo verhängt wurde. Volkswirtschaften, von denen man annimmt, dass sie hoffentlich bald aus der Narkose erwachen und schnell genesen. Aber genau so wenig, wie die langfristigen gesundheitlichen Folgen einer Corona-Infektion bisher eingehend erforscht werden konnten, können wir jetzt schon die Folgen und Nebenwirkungen des Narkosemittels für die Weltwirtschaft abschätzen. Und es ist ganz natürlich, dass sich Analysten und Akteure an den Finanzmärkten genauso schwertun wie „Joe Normal“, wenn sie etwas einschätzen sollen, was sie so noch nie erlebt haben. Und in dieser Orientierungslosigkeit verlässt man sich gerne auf Bezugspunkte, die allerdings nicht immer richtig sein müssen. Man spricht man diesem Zusammenhang von (manchmal irrelevanten) Ankern.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Einfluss von Ankern auf Unwissenheit</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich erinnern mich die Ökonomen und Kommentatoren zurzeit an die orientierungslosen Probanden aus einem Experiment der Psychologen Amos Tversky und Daniel Kahneman aus dem Jahr 1974. So sollten sie schätzen, wie hoch der prozentuale Anteil der afrikanischen Staaten an den Vereinten Nationen sei. Gleichzeitig wurde für die Probanden mithilfe eines Glücksrads (mit Zahlen zwischen 1 und 100) zufällig eine Zahl ermittelt – mit einem eindrucksvollen Resultat. Denn der Prozentsatz des von den Probanden angegebenen Anteils der afrikanischen Staaten wurde durch die vom Glücksrad gefundene Zahl deutlich beeinflusst: Die Schätzungen gingen in Richtung dieser eigentlich irrelevanten Zahl. Gleichzeitig war mit dem Experiment die sogenannte Verankerungsheuristik nachgewiesen. Dabei sei betont, dass natürlich nicht nur Ökonomen, sondern jeder Mensch – auch diejenigen, die von der Existenz dieser Anker wissen – tagtäglich und oft unbewusst von eben manchmal irrelevanten Ankern beeinflusst werden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch Trendeinschätzungen können als Anker wirken, um Marktentwicklungen beurteilen zu können. Und genau so ein Trend, nämlich der kurzfristige Aufwärtstrend des Euro, ist gestern gegenüber dem Dollar verletzt worden. Nicht richtig deutlich („nur“ 10 Stellen), so dass man geneigt sein könnte, noch einmal ein Auge zuzudrücken. Aber Händler wissen, dass das nicht klug ist. Damit ist die Gemeinschaftswährung kurzfristig in eine Seitwärtsentwicklung gedrängt, bleibt aber oberhalb von <strong>1,1095/00</strong> noch ordentlich nachgefragt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus persönlichen Gründen erscheint der nächste „Dollar am Morgen“ erst am Dienstag, den 30. Juni.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Relative Ruhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 04:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anker]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewöhnung]]></category>
		<category><![CDATA[relative Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass der US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag miserabel ausfallen würde, war klar. Wie miserabel, hängt natürlich vom Referenzpunkt ab. Soll man etwa die Konsensprognose der Ökonomen nehmen, die den Rückgang der Stellen für den Monat März mit 100.000 bezifferte? Dann ist die tatsächliche Zahl von 701 Tsd. siebenmal so hoch wie erwartet ausgefallen. Nimmt man die Bandbreite der Prognosen aller...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0820)</strong>             Dass der US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag miserabel ausfallen würde, war klar. Wie miserabel, hängt natürlich vom Referenzpunkt ab. Soll man etwa die Konsensprognose der Ökonomen nehmen, die den Rückgang der Stellen für den Monat März mit 100.000 bezifferte? Dann ist die tatsächliche Zahl von 701 Tsd. siebenmal so hoch wie erwartet ausgefallen. Nimmt man die Bandbreite der Prognosen aller 73 von Bloomberg befragten Ökonomen, reicht diese von +100 Tsd. bis -4 Mio. So gesehen waren die Zahlen zu den Nonfarm Payrolls gar nicht einmal so schlecht. Aber, halt! Die Erfassung der neu geschaffenen, pardon verlorenen Stellen reichte nur bis zum 12. März. Mit anderen Worten: Der Löwenanteil der Entlassungen infolge des landesweiten ökonomischen Stillstands in den USA war bei den am Freitag publizierten Daten noch nicht dabei.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11834" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/06042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/06042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/06042020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Horrormeldungen unvermeidbar</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl man den erhobenen Zeigefinger vieler Kommentatoren im Anschluss an den US-Arbeitsmarktbericht förmlich vor sich sehen konnte, reagierten die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks geradezu gelassen. Vielleicht auch, weil die Arbeitslosenquote von 3,5 – ihrem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten – &#8222;nur&#8220; auf 4,4 Prozent angestiegen war. Allerdings dürfte jedem klar gewesen sein, dass das „noch nicht alles“ an schlechten Zahlen war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Offensichtlich kann die Finanzmärkte nichts mehr schockieren. Fürchterliche Nachrichten, seien es nun die Opfer, die die Corona-Pandemie täglich fordert, oder die ökonomischen Folgen des weltweiten Shutdown, scheinen unvermeidbar. Dabei ist es fast zweitrangig, ob sich die Akteure an Horrormeldungen gewöhnt oder mental ganz einfach abgeschaltet haben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Relative Ruhe</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin hat die Volatilität an den Aktienmärkten im Vergleich zu den Kursausschlägen der vorangegangenen drei Wochen deutlich abgenommen. So produzierte etwa der heimische DAX eine Range von rund 8 Prozent während der abgelaufenen Handelswoche. Und das, obwohl sich die Marktteilnehmer darüber streiten, ob die zu erwartenden unterirdischen ökonomischen Daten bereits in den Kursen enthalten sind oder nicht. Es herrscht <em>relative</em> Ruhe.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat die Bilanzsumme der US-Notenbank infolge der quantitativen Lockerungsmaßnahmen in der vergangenen Woche zum ersten Mal die Grenze von 5 Billionen USD bei weitem überschritten. Die Anleihekäufe der EZB erreichten mit über 40 Mrd. Euro in einer Woche einen neuen Rekord. Und die US-Regierung wird sich massiv verschulden, um die geplanten Stimulus-Programme ins Laufen zu bringen. Gleichzeitig flutet die Fed die Märkte mit US-Dollar, damit diese liquide und am Leben bleiben. Unter diesen Umständen müsste der Kurs des Greenback doch eigentlich fallen.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Dollar vielen zu stark</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber der Dollar hat sich in der abgelaufenen Woche nicht nur gegenüber dem Euro deutlich erholt. Tatsächlich beendete die Gemeinschaftswährung die vergangenen fünf Handelstage jeweils mit einem Minus, nachdem sie in der Vorwoche fünfmal hintereinander mit einem Gewinn geschlossen hatte. Man könnte auch sagen, dass der wiedererstarkte Dollar eben auch als Zeichen dafür gelten muss, dass die Krise – denn während Krisenzeiten ist die US-Valuta eben naturgemäß stark gesucht – noch längst nicht zu Ende ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wie sehr sich die Meinung zum Euro indes seit Ende Februar geändert hat, zeigt sich einmal mehr an den am Freitag veröffentlichten CFTC-Meldungen zu den Engagements an der Chicagoer Futures-Börse. Dort wurden nämlich die spekulativen Euro-Positionen in den fünf Wochen bis zum 31. März von 114.000 Short- auf 74.000 Long-Kontrakte gedreht. Es mag sein, dass diese Engagements auch die mittelfristigen Positionen insgesamt widerspiegeln, die durch die Euro-Entwicklung zum Wochenende etwas unter Wasser geraten sind. Denn die Gemeinschaftswährung befindet sich im kurzfristigen Abwärtstrend, dessen Risiko zunächst bis 1,0500 reicht, während der Stabilisierungspunkt auf <strong>1,1005/10</strong> heruntergerutscht ist.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Das ist der Gipfel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 15:31:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[3:1 Regel]]></category>
		<category><![CDATA[Allzeithoch]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschieberitits]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[entgangene Gewinne/Verluste]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungsaversion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer wenn ein Markt neue Allzeithochs markiert, richten Kommentatoren die Frage an Experten und Analysten: „Was raten Sie dem Anleger? Kann man jetzt noch einsteigen?“ Im Prinzip befinden sich derzeit viele Investoren (nicht nur) beim DAX in einer ähnlichen Situation, weil sie den Aufwärtstrend, der sich nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9504 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/05/Senti_100517-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Immer wenn ein Markt neue Allzeithochs markiert, richten Kommentatoren die Frage an Experten und Analysten: „Was raten Sie dem Anleger? Kann man jetzt noch einsteigen?“ Im Prinzip befinden sich derzeit viele Investoren (nicht nur) beim DAX in einer ähnlichen Situation, weil sie den Aufwärtstrend, der sich nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November vergangenen Jahres etabliert hatte, möglicherweise schlichtweg komplett verpasst haben. Eigentlich wäre man gerne in irgendeiner Form bei diesem starken Trend dabei gewesen dessen Plus etwa beim DAX – selbst wenn man erst an der Spitze des ersten mehrtägigen Impulses nach dem US-Wahltag bei rund 10.800 DAX-Zählern eingestiegen wäre – bis zum Montag dieser Woche rund 18 Prozent betragen hätte. Ein Konjunktiv, der letztlich nichts anderes als einen entgangenen Gewinn in gleicher Höhe bedeutet.</p>
<p>Für Börsenprofis, die sich etwa an einer Benchmark messen müssen, ist dieser entgangene Gewinn gleichbedeutend mit einem relativen Verlust. Eine Benchmark, die für den Privatanleger normalerweise nicht besteht, es sei denn, er befindet sich im persönlichen Wettstreit mit seinem Nachbarn, der möglicherweise an der Börse besser abgeschnitten hat als er selbst. Daher nehmen viele der Möchtegern-Bullen selbst große entgangene Gewinne überhaupt erst dann wahr, wenn neue Allzeithochs markiert werden. Verluste, die aus entgangenen Gewinnen entstehen, wiegen daher längst nicht so schwer wie reale, sofort spürbare Verluste, die sich etwa aus einem „echten“ (Aktien)-engagement ergeben. Mit Folgen für das Management jener Verluste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Einstiegsdisziplin</strong></p>
<p>Nehmen wir einmal an, jemand hat sich in einem Markt engagiert und setzt sich eine Verlustbegrenzung in Form eines Stopp-Loss von beispielsweise x Prozent, gemessen am Einstandspreis, in der Hoffnung, gemäß einer weit verbreiteten Faustregel etwa das Dreifache seines eventuellen Verlusts zu verdienen<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>.</p>
<p>Konsequenterweise müsste man eine solche Faustregel auch für entgangene Gewinne anwenden. Denn viele Akteure hätten sich während der vergangenen Monate gerne im steigenden Aktienmarkt engagiert, aber natürlich nicht zu Höchstpreisen. Die typische Verhaltensweise: Man wartet auf eine Korrektur von ein paar Prozent, um etwas günstiger einsteigen zu können. Dieses „etwas günstiger“ bedeutet gegenüber dem jeweiligen Verlaufshochs des Marktes für den Börsianer einen relativen Gewinn. Sofern die gewünschte Marktkorrektur überhaupt zustande kommt.</p>
<p>Jemand, der seit Beginn der Aufwärtsbewegung im November 2016 etwa auf eine 3-prozentige Korrektur des DAX wartete, um einen erträglichen Markteinstieg zu erreichen, bekam seither immerhin drei Rücksetzer des Börsenbarometers in dieser Größenordnung präsentiert. Wer sich jedoch vorgenommen hatte, auf eine Korrektur von 4 Prozent zu setzen, wartet bis heute auf diese hypothetische Kaufgelegenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Begrenzte Gewinne vs. Ungezügelte Verluste</strong></p>
<p>Stattdessen ist der DAX 18 Prozent davongelaufen. Einem möglichen relativen Gewinn (entgangener Verlust) von 4 Prozent steht nun ein relativer Verlust (entgangener Gewinn) von 18 Prozent gegenüber. Anders ausgedrückt: Man hat gegenüber einem begrenzten Gewinn Verluste laufen lassen.</p>
<p>Dies sollte für alle Anhänger von Stopp-Loss Strategien zur Konsequenz haben, dass man eigentlich für einen möglichen relativen Gewinn, hier in Form einer 4-pro­zen­­ti­­gen Korrektur den Markt nur einen Bruchteil davon nach oben davonlaufen lassen darf. Will sagen: Dem Warten auf eine Korrektur, nur um sich besser fühlen zu können, steht das erhebliche Risiko gegenüber, dass einem der Markt schlichtweg davonläuft. Ganz abgesehen davon, dass die gewünschte Korrektur, sofern sie sich  tatsächlich ereignen sollte, möglicherweise nicht vertrauenserweckend aussieht oder zum falschen Zeitpunkt eintritt wie beispielsweise vor dem ersten Wahlgang bei den  französischen Präsidentschaftswahlen, als der DAX immerhin um 3,5 Prozent gefallen war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Entscheidungs-Aversion</strong></p>
<p>Letztlich wird erkennbar, dass das Warten auf Korrekturen nichts anderes darstellt als eine verkappte Aversion dagegen, eine Entscheidung treffen zu müssen. Man möchte sich nicht jetzt, sondern lieber später (Aufschieberitis) oder möglicherweise gar nicht positionieren. Verständlich, dass für diese Marktteilnehmer ein Kauf am Allzeithoch mit einem besonders schwindelerregenden Blick vom DAX-Gipfel nach unten in die Tiefe einhergeht.</p>
<p>Ob von den hiesigen Börsianern viele den Einstieg gewagt haben, werde ich für Sie an Hand der heutigen Stimmungserhebung, die ich für die Börse Frankfurt <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Zu-schnell-zu-hoch-2273278" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span> erstellt habe, erläutern. Für diejenigen, die nicht gerne lesen, sei dieses Web-Video (<span style="color: #008000;"><a style="color: #008000;" href="https://www.youtube.com/watch?v=-ozVquGz7Ds&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a></span>) empfohlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Bei einem Stopp-Loss im DAX von beispielsweise 500 Punkten würde ein derartiges Kursziel nach dieser Faustregel (3:1 Regel) bei 1500 Zählern liegen.</p>
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		<title>Höhenangst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 14:12:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitulation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich war es eine glasklare Angelegenheit, dass man nach dem Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl Aktien kaufen musste. Einzig und allein die Frage des Preises war vor diesem Wahlgang noch offen. So gab es nicht wenige, die für die europäischen Aktienmärkte ein Desaster prognostizierten, falls die beiden antieuropäischen Kandidaten in die Stichwahl gegangen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9484 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/04/Senti_260417-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Eigentlich war es eine glasklare Angelegenheit, dass man nach dem Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl Aktien kaufen musste. Einzig und allein die Frage des Preises war vor diesem Wahlgang noch offen. So gab es nicht wenige, die für die europäischen Aktienmärkte ein Desaster prognostizierten, falls die beiden antieuropäischen Kandidaten in die Stichwahl gegangen wären: 10,15, im Extremfall sogar 30 Prozent billiger hätte man nach Ansicht mancher Auguren einsteigen können. Sofern man in dieser Situation überhaupt noch den Mut dazu gehabt hätte. Genug auf jeden Fall, um sich gegen einen derartigen Eventual-Sturz vorsichtshalber abzusichern.</p>
<p>Nun ist bekanntermaßen alles anders gekommen, und am Montagmorgen gab es keine Schnäppchenpreise mehr. Das bisherige Rekordhoch des DAX wurde geradezu mit Bravour genommen, und gestern zog der Kurs sogar noch etwas weiter an. Haben wir es nun mit überbordender Euphorie oder „nur“ mit einer Kapitulation der Skeptiker zu tun?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Panikkäufe, Kapitulationen und Bezugspunkte</strong></p>
<p>Kapitulationen gibt es nämlich nicht nur in fallenden, sondern auch in steigenden Märkten, wenn man die vielen entgangenen Gewinne (gleichbedeutend mit relativen Verlusten<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>) nicht länger ertragen oder Dritten gegenüber rechtfertigen kann. Kommt dann noch ein neues Allzeithoch hinzu, ist es leicht nachvollziehbar, dass eigentlich nur derjenige kauft, der kaufen muss.</p>
<p>Anderenfalls hat man vielleicht auch einen Bezugspunkt gefunden, dem gegenüber ein später Einstieg immer noch relativ günstig aussieht. Das ist bei einem neuen Rekordhoch, bei dem die Kurse praktisch durch die Decke schießen, schlecht möglich; es sei denn, man ist tatsächlich noch vor diesem Referenzpunkt des 10. April 2015 (12.391) am Montag zur Eröffnung bei knapp 12.300 DAX-Zählern zum Zuge gekommen. Eine Transaktion, die gegenüber dem bisherigen Allzeithoch immer noch ein klein wenig günstiger ausgefallen wäre, wenngleich sie gegenüber dem Korrekturtief vom vergangenen Donnerstag von rund 11.945 Punkten wiederum ziemlich schlecht aussieht. Im ersten Fall handelt es sich also um einen relativen Gewinn, mit dem man ex post ganz gut leben kann – bei der ungünstigen Betrachtungsweise hingegen um einen relativen Verlust, der auch heute nicht zur Euphorie verleitet, weil er noch nicht wettgemacht wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Relative Schnäppchen</strong></p>
<p>Es gibt aber dann noch ganz kluge Börsianer, die sich am weniger bekannten DAX-Kursindex orientieren, der Ausschüttungen im Gegensatz zum „normalen“ DAX unberücksichtigt lässt. Der lag gestern zum Schluss immerhin noch knapp 5 Prozent unterhalb seines Allzeithochs vom 10. April 2015. Und wenn man sich diesen Bezugspunkt wählt, ist man selbst noch gestern nicht nur relativ günstig eingestiegen, sondern atmet auch eine wesentlich weniger dünne Luft als derjenige, der sich am DAX Performance-Index orientieren muss und angesichts des Rekordhochs nach einem Aktienkauf lieber nicht nach unten blickt und zumindest gefühlt die schwindelerregende Höhenluft einatmet. Vielleicht hilft es, wenn man sich in einem solchen Fall, sozusagen in einem „uncharted territory“ oder einer „terra incognita“, an der runden Zahl 13.000 als nächstem Gipfel orientiert und sich dann wohler fühlt?</p>
<p>Welche Strategie die Anleger hierzulande gewählt haben, können Sie ab 18:30 Uhr auf jeden Fall meinem heutigen Kommentar zur DAX-Stimmung <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Fern-von-jeglicher-Kapitulation-2269285" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>HIER</strong></a> </span>entnehmen, den ich regelmäßig für die Börse Frankfurt erstelle.</p>
<p>Alternativ dazu können Sie auch gerne sofort mein Video-Interview, das die Börse Frankfurt mit mir heute geführt hat, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5sVK4DovC6E" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> abrufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Tatsächlich wiegen echte Verluste stärker als Verluste, die sich aus der relativen Betrachtung entgangener Gewinne ergeben</p>
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		<title>Die Macht der Bezugspunkte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2016 06:39:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Goldbergs Thema des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation von Referenzpunkten]]></category>
		<category><![CDATA[relative Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[Verankern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Menschen bewerten ihre materielle, aber auch persönliche Situation oft nicht unter absoluten Gesichtspunkten. Es genügt vielen nicht nur eine Million Euro ihr Eigen zu nennen was per se (absolut) eigentlich positiv wäre. Aber die Geschichte sieht schon ganz anders aus, wenn sehr viele Menschen im persönlichen Umfeld ebenfalls eine Million Euro besäßen. Denn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-8984 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/07/Der-menschliche-Faktor-300x114.jpg" alt="Der menschliche Faktor" width="300" height="114" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/07/Der-menschliche-Faktor-300x114.jpg 300w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/07/Der-menschliche-Faktor-768x293.jpg 768w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/07/Der-menschliche-Faktor.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die meisten Menschen bewerten ihre materielle, aber auch persönliche Situation oft nicht unter absoluten Gesichtspunkten. Es genügt vielen nicht nur eine Million Euro ihr Eigen zu nennen was per se (absolut) eigentlich positiv wäre. Aber die Geschichte sieht schon ganz anders aus, wenn sehr viele Menschen im persönlichen Umfeld ebenfalls eine Million Euro besäßen. Denn wir leben in einer Welt von ständigen Vergleichen. Ob wir etwas gut oder schlecht finden, ist daher oft relativ. Das gilt ganz besonders für Gewinne und Verluste an den Finanzmärkten, die in Abhängigkeit von einem Bezugspunkt (Referenzpunkt) bewertet werden. Diesen Bezugspunkten kommt eine besondere Bedeutung zu, weil Menschen mit Verlusten anders umgehen als mit Gewinnen.</p>
<p>Bezugspunkte spielen aber nicht nur an den Finanzmärkten, sondern auch im Alltag eine ganz wichtige Rolle. Nicht selten werden Dinge gekauft oder nicht gekauft, weil man sich möglicherweise an einem falschen Referenzpunkt orientiert, etwa wenn Güter billiger (z. B. Rabatte) oder teurer als erwartet angeboten werden. Und nicht selten werden von geschickten Geschäftsleuten Referenzpunkte derart manipuliert, dass das Verhalten ihrer möglichen Partner und Kunden in eine bestimmte Richtung gelenkt wird.</p>
<p>Deswegen geht es auch in Thema des Monats Juli, <em>(K)eine feine Art der Manipulation</em>, das ich wie immer <span style="color: #ff0000;"><strong><u><a style="color: #ff0000;" href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html">HIER</a></u></strong></span> für die WGZ Bank hier erstellt habe, um Bezugspunkte.</p>
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		<title>Behavioral Training</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/behavioral-training/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2013 06:44:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[abnehmende Sensitivität]]></category>
		<category><![CDATA[Bezugspunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Cross-Trainer]]></category>
		<category><![CDATA[Framing]]></category>
		<category><![CDATA[Prospect Theorie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=5658</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dreimal pro Woche gehe ich ins Sportstudio. Und das schon seit etlichen Jahren. Daher werde ich immer wieder einmal gefragt, ob ich das, was ich dort an einem so genannten Cross-Trainer vollbringe – es handelt sich in der Regel um ein 45minütiges Training – nicht allmählich als langweilig empfände. Gott sei Dank könne man ja [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/behavioral-training/">Behavioral Training</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dreimal pro Woche gehe ich ins Sportstudio. Und das schon seit etlichen Jahren. Daher werde ich immer wieder einmal gefragt, ob ich das, was ich dort an einem so genannten Cross-Trainer vollbringe – es handelt sich in der Regel um ein 45minütiges Training – nicht allmählich als langweilig empfände. Gott sei Dank <span id="more-5658"></span>könne man ja dabei fernsehen, wiegele ich dann meistens ab. Aber es gibt dennoch durchaus Tage, an denen das Training richtig ätzend sein kann. Und dann blicke ich doch recht häufig auf die Uhr, wann das Ganze endlich überstanden ist und ich verschwitzt, aber mit gutem Gewissen vom Gerät wieder absteigen kann.</p>
<p>Unlängst hatte ich während der Weihnachtsferien in Norddeutschland auch das dortige Sportstudio  aufgesucht, welches sich, wohl in bewusster Abgrenzung zur rauen Landschaft Schleswig-Holsteins, „California-Club“ nennt. Dort hängen nicht wie in Frankfurt acht Bildschirme an der Hallendecke, von denen ganz verschiedene Programme flimmern. Vielmehrt gibt es nur einen Fernseher und damit auch nur einen Sender. Dafür handelt es sich bei den Cross-Trainern um hochwertige Maschinen der Firma precor, ausgestattet mit einer Uhr der besonderen Art. Auf ihr sieht man nämlich nicht wie sonst üblich nur die bereits absolvierte Trainingszeit, sondern man kann sich stattdessen auch die noch verbleibende Zeit bis zum Erreichen des Trainingsziels anzeigen lassen. Eine tolle Idee, denn oft kommt es mir geradezu endlos vor, bis 45 Minuten verstrichen sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Nur eine Frage der Präsentation (Framing)</b></p>
<p>Aber da ich mittlerweile immer mehr versuche, mein Leben verhaltensökonomisch so angenehm wie möglich zu gestalten, setzte ich die Umschaltmöglichkeit zwischen verstrichener und noch zu absolvierender Zeit ganz gezielt bei meinem Training ein. Denn eine Uhr, die ausgehend vom Bezugspunkt 0 nur das bereits abgeleistete Training misst, hat den gravierenden Nachteil, dass jeder Trainingsfortschritt mental zwar als Gewinn, aber (gemäß der Prospect Theorie der Psychologen Kahneman &amp; Tversky) leider gleichzeitig auch mit abnehmender Sensitivität wahrgenommen wird.</p>
<p>Andererseits würde eine Uhr, die nur die noch abzuleistende Zeit anzeigt und deren Anzeige sich demzufolge ausgehend von 45 Minuten in Richtung 0 bewegte, das Training mental im Verlustbereich starten lassen. Was zur Folge hätte, dass man sich zu Beginn so demotivierend weit vom Referenzpunkt „Ziel“ entfernt fühlt, dass man am liebsten gar nicht erst anfangen möchte. Doch je kleiner die Zahlen gegen Ende der Übung werden, desto besser, so meine Erfahrung im Selbstversuch, fühlte ich mich im Gegensatz zu früher, weil ich jede verbleibende Minute mit wachsender Sensitivität wahrnahm.</p>
<p>Die Konsequenz für mich lautete also, mit dem Modus „Verstrichene Zeit“ das Training zu beginnen und es im umgekehrten Modus „Verbleibende Zeit“ zu beenden. Doch wann sollte ich umschalten? Um den besten Effekt zu erzielen, nahm ich wiederum die Erkenntnisse der Prospect Theorie zu Hilfe, wonach Menschen Verluste etwa doppelt so stark wie Gewinne in gleicher Höhe bewerten. Und da ich im Modus „Verbleibende Zeit“ quasi Verluste wettmache und die „Gewinne“ der „Verstrichenen“ Trainingszeit auch noch mit abnehmender Sensitivität wahrnehme, bietet es sich an, im ersten Modus doppelt so viel Zeit zu verbringen wie im zweiten. Um also 45 Minuten Trainingszeit psychologisch optimal einzuteilen, sollte man sich von der Uhr während der ersten 15 Minuten die verstrichene und für die übrigen 30 Minuten die verbleibende Zeit anzeigen lassen.</p>
<p>Bei so viel Motivation braucht man wahrscheinlich kein TV-Programm zur Ablenkung mehr.</p>
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