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	<title>Zinssenkung Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Wieder ohne Drive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2019 04:40:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Offenmarktausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Zinssenkung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während das Gros der Marktteilnehmer wohl nicht davon ausgeht, dass die US-Notenbank den Leitzins in diesem Jahr unverändert belässt, werden die Akteure von widersprüchlichen Gedanken umgetrieben. Handelt es sich bei den möglichen Zinssenkungen nur um eine vorbeugende Maßnahme, um das derzeitige US-Wachstum am Laufen zu halten und die Inflation nicht weiter zu dämpfen? Oder würde ein derartiger Schritt von den Händlern am Ende gar als Eingeständnis der Fed bewertet, dass sich die Wachstumsaussichten bereits eingetrübt haben?</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1355)</strong>             Die derzeitige Entwicklung des Euro gleicht einem déjà vu, das noch gar nicht so lange her ist. Ähnlich wie bei ihrem letzten misslungenen Ausbruch an der Oberseite der Konsolidierung am 7. Juni, versucht die Gemeinschaftswährung seit Wochenbeginn, nach dem relativ explosiven Aufwärtsimpuls vom vergangenen Freitag mehr Momentum zu entfalten. Aber man kann es fast schon wieder spüren, wie schwer es – trotz aller eingängig klingenden Argumente – den Euro-Optimisten derzeit fällt, sich nachhaltig durchzusetzen. Oder fehlt ganz einfach der Mut, angesichts der nun bereits seit mehr als einem halben Jahr weitgehend seitwärts gerichteten Entwicklung des Euro tatsächlich die Initiative zu ergreifen?<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10740" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/26062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Widersprüchliche Gedanken</span></strong></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es fällt schwer zu glauben, dass die Märkte die US-Notenbank quasi vor sich her treiben, indem sie allein in diesem Jahr drei Zinssenkungen in Höhe von jeweils 25 Basispunkten einpreisen, der Greenback aber nicht dramatisch gefallen ist. Das macht gegenüber dem Euro in der Spitze gerade einmal 2,6 Prozent seit dem 23. Mai aus, dem Tag, als der Euro sein Jahrestief markierte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während das Gros der Marktteilnehmer wohl nicht davon ausgeht, dass die US-Notenbank den Leitzins in diesem Jahr unverändert belässt, werden die Akteure von widersprüchlichen Gedanken umgetrieben. Handelt es sich bei den möglichen Zinssenkungen nur um eine vorbeugende Maßnahme, um das derzeitige US-Wachstum am Laufen zu halten und die Inflation nicht weiter zu dämpfen? Oder würde ein derartiger Schritt von den Händlern am Ende gar als Eingeständnis der Fed bewertet, dass sich die Wachstumsaussichten bereits eingetrübt haben?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest vermitteln die gestern publizierten US-Daten zum Verbrauchervertrauen (Conference Board), die deutlich unter den Mai-Werten und unter den Median-Prognosen der Ökonomen lagen, den Eindruck, dass die Erwartung der Verbraucher in Sachen Wachstum zu leiden beginnt. Dazu passt auch, dass die Neubauverkäufe im Mai in den USA im Vergleich zum Vormonat mit einem Minus von 7,8 Prozent unerwartet deutlich zurückgingen. Allerdings hat der US-Dollar gestern auf diese Daten überhaupt nicht reagiert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine 50 Basispunkte im Juli</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf der anderen Seite machte James Bullard gestern deutlich, dass es sich bei einer etwaigen Zinssenkung im Juli um eine Art „Versicherung“ [gegen eine Wachstumsschwäche] handeln würde, wobei er gleichzeitig äußerte, dass er einen Schritt in Höhe von 50 Basispunkten ausschließe. Dies ist insofern bemerkenswert, als es sich beim Chef der Fed von St. Louis vermutlich um die größte Taube unter den Mitgliedern im Offenmarktausschuss der Fed handelt. Damit erhielten entsprechende (überzogene) Hoffnungen mancher Marktteilnehmer – eine Zinssenkung von 50 Basispunkten im Juli war mit einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent bis dahin eingepreist – einen gehörigen Dämpfer.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen zeigt ein Blick auf unser verhaltensorientiertes Modell, dass sich der Euro ohnehin noch nicht weit von seinem wahrgenommenen fairen Wert bei etwa 1,1240 entfernt hat. Deswegen dürften kurzfristige Schieflagen der Akteure relativ überschaubar sein. Und dies ist auch der Grund, warum wir uns nach wie vor scheuen, einen Euro-Aufwärtstrend auszurufen. Die Gemeinschaftswährung bleibt zwar stabil, solange <strong>1,1260</strong> an der Unterseite nicht verletzt wird. Aber ein überzeugender Aufwärtsimpuls mit Potenzial bis <strong>1,1460/1,1515</strong> sieht einfach anders aus. Und bereits ein Unterschreiten von <strong>1,1345</strong> könnte einen deutlichen Momentumsverlust bedeuten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aus organisatorischen Gründen gibt es am morgigen Donnerstag zwar ein Kurs-Update, aber keinen weitergehenden Kommentar.</strong></span></p>
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		<title>Verspätete Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2019 05:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul Krugman]]></category>
		<category><![CDATA[Vergeltungsmassnahme]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun scheint es im US-chinesischen Handelskonflikt offensichtlich doch richtig ernst zu werden. Zumindest bekommt man diesen Eindruck, wenn man auf die Entwicklung der Aktienmärkte am gestrigen Handelstag blickt, wo etwa der S&amp;P 500 Index an einem Tag mehr Federn lassen musste als in der kompletten Woche zuvor. Die Ursache liegt auf der Hand, denn im Handelskonflikt mit den USA hat China nun seinerseits die Zölle auf US-Importe im Gesamtwert von 60 Mrd. USD erhoben. Dabei gelten nun Strafzölle in Höhe von 5 bis 25 Prozent, dem Vernehmen nach ab 1. Juni. Aber kam diese <img decoding="async" class="alignright wp-image-10540" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/14052019.jpg" alt="" width="150" height="469" />Vergeltungsmaßnahme für die Marktteilnehmer so überraschend? Hat man ernsthaft gedacht, dass China auf die jüngste Erhöhung der Strafzölle seitens der USA und die Drohgebärden von US-Präsident Donald Trump nicht reagieren würde? Oder hat man ernsthaft geglaubt, dass China Sojabohnen, Energie und andere Güter von den USA weiterhin im bisherigen Maße kaufen würde? Chinesischen Medienberichten zufolge denken dortige Wissenschaftler bereits laut über die (nicht ganz neue) Möglichkeit nach, ob China seine Bestände an US-Staatsanleihen senken solle. Vor allem aber, auf welche Weise dies geschehen würde.</p>
<p>Auch wenn gestern Szenarien entwickelt wurden, denen zufolge  die Auswirkungen der Strafzölle zwar die politischen Beziehungen zwischen Washington und Peking stark beeinflussen würden. Aber dramatische ökonomische Folgen? Der Nobelpreisträger Paul Krugman etwa vergleicht (<strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.nytimes.com/2019/05/11/opinion/killing-the-pax-americana.html">HIER</a></span></strong>) einen Importzoll mit einer Steuer. Und da gewinnt man fast den Eindruck, als ob der Handelskrieg zwischen den USA und China zumindest bis jetzt schwerlich eine globale Rezession auslösen könnte. Auch andere Kommentatoren schienen  sichtlich bemüht, die makroökonomischen Folgen des Handelskonflikts eher herunterspielen zu wollen.</p>
<p>Aber das Entscheidende ist wohl, dass die Akteure an den Finanzmärkten vielfach ihre Hoffnung begraben haben, dass Peking und Washington noch miteinander kommunizieren würden. Denn das war die Mindestvoraussetzung für die Hoffnung, dass es bestimmt „nicht so schlimm werden wird“.</p>
<p>Ganz nebenbei bemerkt: Der stellvertretende Fed-Chef Richard Clarida ging gestern in einer Rede nicht auf den Handelskonflikt ein. Dennoch dürfte das Thema Zinssenkungen bei den Mitgliedern der US-Notenbank bald schon wieder stärker, wenn auch nicht explizit, in den Vordergrund treten. Zumindest in der Gestalt, dass die Risiken für die Einschätzung der ökonomischen Gesamtlage wieder stärker betont werden. Immerhin: Die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung noch in diesem Jahr (vgl. CME FedWatch Tool) hatte sich gestern Abend deutlich auf 72 Prozent (Anfang vergangener Woche lag diese noch bei etwas mehr als 50 Prozent) erhöht. Und diejenige für mindestens zwei Zinsschritte lag gestern bei mehr als 30 Prozent.</p>
<p>Während gestern die Nachfrage nach den typischen Fluchtwährungen Schweizerfranken und Yen deutlicher als in der vergangenen Woche angezogen hatte, profitierte auch der Euro gegenüber dem Dollar. Allerdings nur zeitweise, aber dennoch reichte der Ausflug in Richtung 1,1265 aus, um den kurzfristigen Abwärtstrend in eine Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1125</strong> und <strong>1,1375</strong> zu überführen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hinweis</strong></p>
<p>Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zinssenkung! Jetzt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 09:07:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Akteure an den Finanzmärkten versprechen sich von der heutigen Sitzung der EZB nicht allzu viel Neues. Und schon gar nicht eine Zinssenkung. Wenn man sich jedoch gerade die Begründungen für die jüngsten Abwärtskorrekturen der europäischen Aktienmärkte ansieht, sollte Mario Draghi vielleicht doch ins Grübeln kommen. Natürlich sind die Argumente, Italien und Spanien sein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Akteure an den Finanzmärkten versprechen sich von der heutigen Sitzung der EZB nicht allzu viel Neues. Und schon gar nicht eine Zinssenkung. Wenn man sich jedoch gerade die Begründungen für die jüngsten Abwärtskorrekturen der europäischen Aktienmärkte ansieht, sollte Mario Draghi vielleicht doch ins Grübeln kommen. <span id="more-5727"></span>Natürlich sind die Argumente, Italien und Spanien sein für den heftigen Kursrückgang verantwortlich fadenscheinig – über die mögliche Schwarzgeldaffäre des spanischen Premier Rajoy sowie die leicht verbesserten Umfragewerte für den ehemaligen italienischen Premier Berlusconi als scheinbare Bedrohung für die Stabilität der Eurozone habe ich bereits <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/ist-die-krise-wieder-da/"><span style="text-decoration: underline;">an dieser Stelle</span></a> geschrieben. Und dass der englische Aktienindex FTSE100 unter Druck geraten sein soll, weil sich Frankreich und Deutschland angeblich nicht über ein gemeinsames Niveau für den Euro einigen konnten, ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass ich wieder einmal auf kostenlose Information im Internet vertraut habe, statt endlich Geld für ordentlich recherchierte Nachrichten auszugeben.</p>
<p>Unter dem Strich bleibt damit das komische Gefühl, dass die einstige Ankündigung Mario Draghis, den Euro um jeden Preis zu unterstützen, bei den Akteuren an den Finanzmärkten so langsam ihre Wirkung zu verlieren scheint. Nicht umsonst wird wieder über den Euro-Untergang sinniert, begleitet von den Schwarzmalereien der üblichen Verdächtigen à la Nouriel Roubini. Wäre für den EZB-Präsidenten jetzt nicht der geeignete Zeitpunkt gekommen, ein Zeichen zu setzen und so seinen Worten des vergangenen Jahres, auf denen die ganze Erholung der Euro-Krise fußt, etwas Nachdruck zu verleihen? Eigentlich fand ich ja vor allem während der Krise, eine Senkung des Schlüsselzinses um ein Viertelprozent würde den Marktteilnehmern kaum etwas bringen. Wenn jedoch Draghi einen derartigen Schritt heute verkünden würde, würde dies für das Gros der Akteure eine Überraschung darstellen, ganz zu schweigen vom psychologischen Effekt einer derartigen Maßnahme, der dem einstigen Versprechen des EZB-Präsidenten Nachdruck verleihen würde. Mit anderen Worten: Für eine Zinssenkung jetzt und heute bekäme Mario Draghi vermutlich den größtmöglichen Gegenwert . Dass damit dem designierten Chef der Bank von England, Mark Carney sowie dem italienischen Premier Mario Monti zur Stärkung ihrer jeweiligen Position geholfen wäre, sei hier nur am Rande erwähnt. Wohl wissend, dass alle drei Persönlichkeiten einst für Goldman Sachs gearbeitet haben, möchte ich damit keinesfalls Verschwörungstheoretikern Wasser auf die Mühlen schütten.</p>
<p>Viel lieber halte ich mich an klare Tatsachen, wie die jüngste Erhebung der Börse Frankfurt zum Sentiment der mittelfristig orientierten Akteure. Die Kommentierung der Zahlen hat Gianni Hirschmüller <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+investoren+kommt+dax+korrektur+gelegen+46699">an dieser Stelle</a> vorgenommen, während ich mich um <a href="unter%20http:/www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+investoren+kommt+dax+korrektur+gelegen+46699#reiter=detailanalyse"><span style="text-decoration: underline;">die Detailanalyse</span></a> gekümmert habe.</p>
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