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	<title>Währungspolitik Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Die Macht der runden Zahlen II</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Mar 2017 17:03:49 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9441 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/03/Senti_08032017-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Innerlich richtig zusammengezuckt bin ich heute früh beim Studium meiner Lieblings-Börsen-Zeitung, als ich als Überschrift über einem Artikel las, dass Chinas Devisenreserven über 3 Billionen Dollar gestiegen seien. Tatsächlich sind die chinesischen Fremdwährungsbestände um 6,9 Milliarden US-Dollar im Februar (zum ersten Mal seit Mitte 2016) gestiegen und haben dabei „die als marktpsychologisch wichtig&#8220; angesehene Marke von 3 Bill. Dollar überschritten. Möglicherweise, weil nach Ansicht von Händlern der Druck auf den chinesischen Yuan nachgelassen hat. Bereits seit Frühjahr 2016 befindet sich die chinesische Währung in einem deutlichen mittelfristigen Abwärtstrend, der erst Mitte Januar dieses Jahres eine ernsthafte Korrektur erfuhr. Nicht zuletzt, weil die chinesische Zentralbank zuvor durch Interventionen einen zu starken Verfall ihrer eigenen Währung verhindern wollte.</p>
<p>Aber die Marktteilnehmer gehen aufgrund der im Februar gestiegenen Währungsreserven nun sogar davon aus, dass sich die Konjunktur Chinas stabilisiert hat. Wobei diese positive Entwicklung auch auf striktere Kapitalverkehrsbeschränkungen und die damit sinkenden Kapitalabflüsse zurückgeht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Magische 3-Billionen-Dollar-Grenze</strong></p>
<p>Dennoch glaube ich, dass der jüngste Anstieg der chinesischen Währungsreserven in Zusammenhang mit dem Überschreiten der magischen 3-Billionen-Dollar -Grenze überbewertet wird. Denn im Vergleich zu den seit Juni 2014 um umgerechnet rund 1 Billion USD gefallenen Währungsreserven Chinas, (was einem durchschnittlichen monatlichen Abfluss von fast 27 Milliarden USD entspricht), nimmt sich ein bislang temporärer Anstieg von 6 Milliarden US-Dollar eigentlich gering aus und wäre ohne Überschreiten der runden Zahl (so etwa wie im Juni 2016, als die chinesischen Reserven außer der Reihe um 14 Mrd. USD angezogen hatten) womöglich keine Schlagzeile wert gewesen.</p>
<p>Natürlich könnte man mit etwas gutem Willen eine Unterbrechung des starken Schrumpfungsprozesses der Währungsreserven Chinas bescheinigen, nachdem auf die starken Dezember-Abflüsse (rund 40 Mrd. USD) im Januar nur noch ein Rückgang um rund 12 Mrd. Dollar festgestellt wurde. Offen bleibt jedoch, ob die Aufwärtskorrektur des Yuan tatsächlich einer Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes oder letztlich eben doch nur den teilweise massiven Interventionsbemühungen der Zentralbank geschuldet ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fiskalpolitik schlägt Notenbankpolitik</strong></p>
<p>Über verbesserte Wachstumsaussichten scheint es indes in den USA vordergründig eigentlich wenig Zweifel zu geben. Die hohen Erwartungen, die an einen möglichen positiven Einfluss der dortigen Fiskalpolitik gerichtet werden, scheinen derzeit für die Akteure an den Finanzmärkten sogar die Bedeutung der Zinspolitik der US-Notenbank in den Hintergrund zu drängen. Dies stellt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem jüngsten Quartalsbericht fest. Diese Erkenntnis ist jedoch nicht auf eine veränderte Wahrnehmung der Akteure an den Finanzmärkten zurückzuführen. Vielmehr ist die Erwartungshaltung der Investoren hinsichtlich weiterer Zinsschritte der US-Notenbank so weit festgelegt, dass selbst eine Zinserhöhung des Offenmarktausschusses bereits  am kommenden Mittwoch um 25 Basispunkte kein Marktrisiko darstellt – sie wird vielerorts fast schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erwartet. Ganz im Gegensatz zu den wirtschaftspolitischen Veränderungen in den USA. Über den Zeitpunkt, wann die quantitativen und qualitativen Maßnahmen greifen sollen, ist immer noch wenig Konkretes bekannt, so dass diese Frage für Marktteilnehmer zunehmend zu einem Unsicherheitsfaktor wird. Was das für das hiesige Aktien-Sentiment bedeutet, können Sie wie immer meinem wöchentlichen Kommentar entnehmen, den ich <span style="color: #ff0000;"><a style="color: #ff0000;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Schnelle-Stimmungswechsel-in-ruhigem-Marktumfeld-2256556" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span> für die Börse Frankfurt erstellt habe.</p>
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		<title>Am besten: Mund halten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 09:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[G7-Statement]]></category>
		<category><![CDATA[Währungskrieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es hatte schon fast etwas von einer Komödie, wenn man sich zu Gemüte führt, was die G7-Staaten im Vorfeld des G20-Treffens der Finanzminister und Notenbanker produziert haben. Während man auf der einen Seite mit einem offiziellen Währungs-Statement Einigkeit zeigen und die Politik Japans zumindest verbal nicht unterlaufen wollte, hat man es dann offenbar doch mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es hatte schon fast etwas von einer Komödie, wenn man sich zu Gemüte führt, was die G7-Staaten im Vorfeld des G20-Treffens der Finanzminister und Notenbanker produziert haben. Während man auf der einen Seite mit einem offiziellen Währungs-Statement Einigkeit zeigen und die Politik Japans zumindest verbal nicht unterlaufen wollte, <span id="more-5749"></span>hat man es dann offenbar doch mit der Angst zu tun bekommen. Denn die Devisenhändler verstanden das Kommuniqué implizit als Einladung, den Yen offenbar weiterhin ungestört Short gehen zu können, was sich umgehend im Wechselkurs niederschlug.  So gesehen, wirkte der mysteriöse unbekannte Offizielle der G7, der kurze Zeit später mitteilte, die Märkte hätten deren Statement völlig falsch verstanden, wie eine Notbremse: Man habe sehr wohl auf Japan [wegen der expliziten Äußerung seines Premiers Abe zum Yen] gezielt. Auch wenn die Bemerkungen des G7-Offiziellen vom US-Finanzministerium und auch von Großbritannien dementiert wurden, bleibt bei den meisten Akteuren ein Gefühl, man sei sich innerhalb der G7 in Sachen Währungspolitik nicht einig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Uneinigkeit eher vordergründig</b></p>
<p>Aber diese Uneinigkeit mag vielleicht nur vordergründig als solche erscheinen. Denn sowohl an den Märkten als wahrscheinlich auch innerhalb der G7 dürfte man sich darüber einig sein, dass die quantitativen Lockerungsprogramme in den USA, Japan und Großbritannien letztlich nicht ohne Auswirkung auf den Außenwert ihrer Währungen bleiben können. Deswegen sogleich von einem Währungskrieg zu sprechen, halte ich ohnehin für übertrieben <a href="http://www.blognition.de/blog/markte/dauerwarnungen/">(vgl. hier),</a> selbst wenn der japanische Premier im Dezember vergangenen Jahres geäußert hatte, es mache einen großen Unterschied ob der Yen bei 80 oder 90 JPY pro Dollar gehandelt wird. Und selbst wenn EZB Präsident Mario Draghi beim G20-Treffen das Währungsthema auf den Tisch bringen möchte, dürfte es eine ausgemachte Sache sein, dass der Yen im internationalen Reigen, gefolgt vom britischen Pfund und dem US-Dollar die schwächste Währung darstellen sollte. Und der Euro die stärkste Valuta. Sogar ein Euro von 1,50 oder gar 1,60 USD dürfte für die Eurozone keine riesigen Probleme darstellen, sofern diese Aufwertung langsam von statten geht. Und das ist die eigentliche Sorge der G7: Im Grunde besteht Einigkeit, allein das Tempo, wie die Adjustierung der Wechselkurse vor sich geht ist für viele zu hoch. Das tatsächliche Problem liegt also darin, wie man die Geschwindigkeit unter Kontrolle bekommt. Dabei sind die Mittel der Zentralbanken erfahrungsgemäß beschränkt. Aber es macht eben einen Unterschied, ob man eine lockere Geldpolitik verfolgt und deren Wirkung auf den Wechselkurs unkommentiert lässt, oder, wie in Japan geschehen, dieses Thema explizit ins Spiel bringt. Am besten also: Mund halten.</p>
<p>Reden sollten indes die mittelfristig orientierten Akteure am deutschen Aktienmarkt, die die Börse Frankfurt jede Woche nach ihrer Marktmeinung befragt. Die dazugehörige Analyse von mir finden Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+ploetzlicher+kaufdrang+46978" target="_blank">hier</a>, während sich Gianni Hirschmüller dieses Mal <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+ploetzlicher+kaufdrang+46978#reiter=detailanalyse">um die Details</a> gekümmert hat.</p>
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		<title>Dauerwarnungen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/dauerwarnungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 09:07:42 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Abwertungswettlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesbank]]></category>
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		<category><![CDATA[Geldpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun ist in Sachen des vielerorts beschworenen Währungskriegs alles doch nicht so schlimm. Und wenn Finanzminister Schäuble gestern äußerte, der Euro befände sich gegenüber dem Yen in einer normalen Bandbreite und er könne auch keinen Abwertungswettlauf der japanischen Währung gegenüber dem Euro feststellen, bedeutet das nicht nur, dass die jüngste Entwicklung des Yen beim nächsten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dauerwarnungen/">Dauerwarnungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist in Sachen des vielerorts beschworenen Währungskriegs alles doch nicht so schlimm. Und wenn Finanzminister Schäuble gestern äußerte, der Euro befände sich gegenüber dem Yen in einer normalen Bandbreite und er könne auch keinen Abwertungswettlauf der japanischen Währung gegenüber dem Euro feststellen,<span id="more-5681"></span> bedeutet das nicht nur, dass die jüngste Entwicklung des Yen beim nächsten G20-Treffen vermutlich nicht auf der Agenda landen wird. Vielmehr relativiert es auch die Position von Jens Weidmann, der unlängst vor einer Politisierung der Wechselkurse und den Risiken eines ebensolchen Abwertungswettlaufs gewarnt hatte. Tatsächlich scheint mir, dass der Bundesbankpräsident fast immer nur am Warnen ist, wobei er mit seinen Sorgen um die Zentralbankunabhängigkeit sicherlich Recht haben dürfte. Was jedoch die Wechselkurse angeht, hat sich, wie mir ein befreundeter Währungsstratege vorrechnete, der Yen gegenüber dem Euro noch nicht einmal in Richtung seines langjährigen Mittelwerts seit der Einführung des Euros bei 126,50 Yen abgeschwächt. Ganz zu schweigen davon, dass er derzeit immer noch viel fester als zu Beginn der Finanzkrise gehandelt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Yen korrigiert nur langfristigen Aufwärtstrend</b></p>
<p>In diesem Zusammenhang fand ich auch den heutigen Kommentar in der Financial Times <i>Weidmann‘s doubts</i> absolut lesenswert, in dem einige Dinge zurechtgerückt werden. Natürlich kann man über die angekündigte Gelddruckerei der Bank von Japan denken wie man will, aber eine derartige geldpolitische Maßnahme soll zunächst einmal dazu dienen, die jahrzehntelange Deflation Japans zu beseitigen. Wobei man sich natürlich durchaus die Frage stellen darf, ob es sinnvoll ist, eine solche Politik, die ja nun nicht erst seit gestern betrieben wird, ohne Erfolgsnachweis ad infinitum zu betreiben. Aber es ist nicht unnatürlich, wenn in diesem Zusammenhang als Nebeneffekt die eigene Währung an Wert verliert. Wechselkurse betreffen allerdings immer zwei Seiten einer Medaille: Als der Yen sich noch im vergangenen Jahr gegenüber dem Euro peu à peu befestigte, hat sich ja auch niemand darüber beschwert, dass sich daraus für die Eurozone ein Wettbewerbsvorteil ergeben könnte oder man hierzulande gar einen Währungskrieg angezettelt hätte.</p>
<p>Ein haltloses Gerücht um den Bundesbankpräsidenten spielte aber auch am Aktienmarkt in dieser Woche eine Rolle. Ob diese Geschichte längerfristig auf die Stimmung der mittelfristig orientierten Börsianer geschlagen hat, beantwortet Gianni Hirschmüller in seiner jüngsten Sentiment-Analyse für die Börse Frankfurt, die Sie <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+weidmann+geruecht+lockt+haendler+aus+der+schonung+46049">hier finden</a>. Meine eigene Detailanalyse finden Sie unter dem entsprechenden Reiter an <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktsentiment+weidmann+geruecht+lockt+haendler+aus+der+schonung+46049">gleicher Stelle</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/dauerwarnungen/">Dauerwarnungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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