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	<title>US-Zinsstrukturkurve Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Risikofreude mit Ansagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2020 05:43:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofreude]]></category>
		<category><![CDATA[US-Zinsstrukturkurve]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es waren gestern nicht die Devisenmärkte, die das Geschehen an den Finanzmärkten dominierten. Vielmehr lag das Augenmerk auf den Aktienmärkten dies-jenseits des Atlantiks. Und die haussierten eindrucksvoll. Und es dürfte nicht wenige Akteure gegeben haben, die bereits am Montag „mit angezogener Handbremse“ auf steigende Aktienkurse gesetzt hatten. Klar, dass im gleichen Zuge vor allen Dingen US-Staatsanleihen wieder an Boden verloren und von Rezessionsgefahren nicht mehr viel zu hören war...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/risikofreude-mit-ansagen/">Risikofreude mit Ansagen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nein, es waren gestern nicht die Devisenmärkte, die das Geschehen an den Finanzmärkten dominierten. Vielmehr lag das Augenmerk auf den Aktienmärkten dies-jenseits des Atlantiks. Und die haussierten eindrucksvoll. Und es dürfte nicht wenige Akteure gegeben haben, die bereits am Montag „mit angezogener Handbremse“ auf steigende Aktienkurse gesetzt hatten. Klar, dass im gleichen Zuge vor allen Dingen US-Staatsanleihen wieder an Boden verloren und von Rezessionsgefahren nicht mehr viel zu hören war.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11576" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/05022020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/05022020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/02/05022020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei den Währungsmärkten zeigte sich ein weiteres Mal, dass gestiegene Risikofreude nicht zwingend mit einem festeren Euro-Kurs einhergehen muss. Denn die Gemeinschaftswährung geriet gegenüber einem Korb an verschiedenen Währungen, aber auch gegenüber dem US-Dollar während des gestrigen Handelstages abermals leicht unter Druck. Immerhin: Die typischen Fluchtwährungen Schweizerfranken und der japanische Yen gaben im Verhältnis zu Euro und Dollar gleichermaßen nach.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Angst davor, etwas zu verpassen<br />
</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun ist es bei weitem nicht so, dass es bei der Bekämpfung des Corona-Virus einen nennenswerten Durchbruch gegeben hätte. Aber bereits tags zuvor konnte man feststellen, dass es die Börsianer an die Aktienmärkte zurückdrängte. Und die Tatsache, dass die Zahl der Virusinfizierten in China womöglich nicht mehr überproportional, sondern eher linear anstieg, dürfte bei vielen Finanzmarktakteuren eine Art Gewöhnungsprozess an negative Virus-Nachrichten eingeläutet haben. Wir erinnern uns: Am 19. Januar trat das Corona-Virus zum ersten Mal in stärkerem Maße in den hiesigen Medien auf. Und seitdem gab es an den Finanzmärkten in Europa und den USA zwar deutliche Reaktionen, aber zu keinem Zeitpunkt Anzeichen für einen Kontrollverlust oder gar eine Panik. Und nun scheint die Angst, die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends womöglich zu verpassen, größer zu sein als die vor einer sich ausweitenden Corona-Virus-Epidemie.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Rezessionsvorbote auf dem Rückzug</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ein genauerer Blick auf die US-Anleihemärkte zeigt sogar, dass der Renditeabstand der 10-jährigen Treasuries gegenüber T-Bills mit 3-monatiger Laufzeit gestern wieder positiv notierte. Dies ist insofern von Bedeutung, als vielerorts ein negativer Renditeabstand als Vorbote einer Rezession in zwölf Monaten gesehen wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen machte der ökonomische Chefberater des Weißen Hauses, Larry Kudlow,  deutlich, dass er aufgrund der Corona-Virus-Epidemie mit einer Verzögerung des erwarteten „Export-Booms“ nach China rechnet, der sich aufgrund des US-chinesischen Phase-Eins-Handelsabkommens eigentlich einstellen sollte. Allerdings rechne er nur mit einem minimalen negativen Einfluss auf die US-Wirtschaft. </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was natürlich nicht heißen soll, dass die USA (ich berichtete gestern <span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/02/04/mit-durchblick-handeln/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span> darüber) eine nachgiebigere Haltung hinsichtlich der von China im Teilabkommen mit den USA gegebenen Importversprechen einnehmen dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Schließlich gab es auch noch einige ökonomische Daten zu begutachten, die jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf das Devisenkurs-Geschehen hatten. Die Rede ist zum einen vom Produzentenpreisindex des Monats Dezember für die Eurozone, der gegenüber dem Vorjahr um -0,7 Prozent wie erwartet nachgab. Zum anderen überraschte der US-Auftragseingang für die Industrie auf der positiven Seite. Allerdings wurde dieser Effekt für Dezember durch eine entsprechende November-Revision ins Negative wieder ausgelöscht.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich konnte sich die Gemeinschaftswährung zum Ende der europäischen Handelssitzung gerade noch oberhalb der Marke von 1,1030 halten, die Voraussetzung für ein stabiles Umfeld innerhalb der breit angelegten Komfortzone zwischen 1,0980 und 1,1180.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Nur ein minimales Einlenken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 04:49:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[US-Zinsstrukturkurve]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl beide Seiten im Handelskonflikt immer wieder durchblicken lassen, dass es bei den US-chinesischen Verhandlungen in der vergangenen Woche Fortschritte gegeben habe, wird man den Eindruck nicht los, es handele sich um einen Waffenstillstand im Handelskrieg, den beide Seiten zwar temporär benötigen, der aber...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1025)</strong>             Erwartungsgemäß verlief der Euro-Handel gestern in engen Bahnen. Nicht zuletzt, weil die Anleihemärkte wegen des Columbus Day in den USA geschlossen blieben. Dabei hatten die Akteure an den Finanzmärkten einiges an Neuigkeiten zum US-chinesischen Waffenstillstand im Handelskrieg zu verarbeiten. Und skeptische Kommentatoren monierten schnell, die sogenannte „Phase One“ des vereinbarten Teilabkommens sei nicht einmal das Papier wert, auf dem es [noch] nicht geschrieben sei. Denn es hatte schon etwas Entlarvendes, als Finanzminister Steven Mnuchin gestern dem TV-Sender CNBC gegenüber äußerte, er gehe davon aus, dass die Strafzölle in Kraft treten würden, falls es keinen Deal gebe. Um dann ganz schnell hinzuzufügen: „Aber ich erwarte, dass wir einen Deal haben werden.“ Stunden zuvor gab es nämlich Berichte aus Peking, die einige Zweifel aufkommen ließen. Denn der tolle Deal wurde in den chinesischen Staatsmedien vorsichtig als ein „bilaterales Arrangement “ bezeichnet, um den Weg für weiterreichende Gespräche zu ebnen. Auch wolle China, so Medienberichte, weitere Gespräche führen, bevor das [Teil]abkommen tatsächlich unterzeichnet werde.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11188" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/15102019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/15102019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/10/15102019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Nicht mehr als ein Zweck-Waffenstillstand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Knackpunkt für eine offenbar erneute Entsendung einer chinesischen Delegation in Richtung Washington, um ein schriftliches Abkommen vorzubereiten, scheinen die für den 15. Dezember geplanten Strafzölle der USA auf chinesische Importe zu sein. Strafzölle, die aus chinesischer Sicht erst einmal beseitigt werden müssten, wie zu erfahren war. Obwohl beide Seiten immer wieder durchblicken lassen, dass es bei den US-chinesischen Verhandlungen in der vergangenen Woche Fortschritte gegeben habe, wird man den Eindruck nicht los, es handele sich um einen Waffenstillstand im Handelskrieg, den beide Seiten zwar temporär benötigen, der aber keine allzu hohen Commitments mit sich bringen darf. Denn US-Präsident Donald Trump muss sich zuhause vor allem mit der Impeachment-Untersuchung herumschlagen, während sich China nach wie vor mit den Unruhen in Hongkong befassen muss.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Weiterer Abschnitt der Zinsstrukturkurve wieder positiv </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen möchte ich noch eine andere Entwicklung aus der vergangenen Woche nachtragen. Denn der Optimismus zum Verlauf der US-chinesische Handelsgespräche hat – wenn auch nicht ausschließlich – dafür gesorgt, dass ein weiteres (vermeintliches) Anzeichen für eine drohende Rezession in den USA (in sechs bis 24 Monaten) verschwunden ist. Gemeint ist die Zinsstrukturkurve, deren viel beachteter Renditeabstand zwischen den Fälligkeiten zehnjähriger Staatsanleihen und T-Bills mit einer dreimonatigen Laufzeit nun wieder positiv ist. Genauso wie schon seit einiger Zeit der Abstand zwischen Staatsanleihen mit zehnjähriger und zweijähriger Laufzeit, der sich während der vergangenen Woche allerdings nur unwesentlich erhöht hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei verwies ein Kommentator zu Recht darauf, dass der inverse Verlauf der Zinsstrukturkurve im Abschnitt zwischen der Rendite zehnjährigen Staatsanleihen und dreimonatigen T-Bills zuvor lange genug bestanden hätte, als dass man dieses Rezessionssignal einfach ignorieren könne. Darüber hinaus spiegelt der jetzige Verlauf der Zinsstrukturkurve auch das Bemühen der US-Notenbank wider, durch die Interventionen im Zuge der Verspannungen am Repo-Markt zum vergangenen Quartalsende (vgl. auch meinen Kommentar vom 23.9. <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/09/23/vorzeitige-heimreise/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>, Abschnitt „Kein echtes QE-Programm“), das kurze Ende der Zinskurve wieder unter Kontrolle zu bringen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen präsentierte sich der Euro mit einer Handelsspanne von knapp 40 Stellen gegenüber Freitag fast unverändert. Dabei bleibt die Position der Gemeinschaftswährung mit Potenzial bis <strong>1,1085/90</strong> (darüber <strong>1,1240</strong>) stabil, solange sie sich oberhalb von <strong>1,0975</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Weihnachten ist gerettet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 04:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[US-Zinsstrukturkurve]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Weihnachten ist gerettet!“ Dies soll gestern Nachmittag ein Händler erleichtert ausgerufen haben, als bekannt wurde, dass die USA einen Teil der für den 1. September geplanten Strafzölle auf chinesische Importe erst am 15. Dezember erheben werden. Auf dieser Liste der Ausnahmen stehen Importgüter, die typischerweise an Weihnachten auf dem Gabentisch der US-Bürger landen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1170)</strong>             „Weihnachten ist gerettet!“ Dies soll gestern Nachmittag ein Händler erleichtert ausgerufen haben, als bekannt wurde, dass die USA einen Teil der für den 1. September geplanten Strafzölle auf chinesische Importe in Höhe von 10 Prozent auf ein Volumen von etwa 300 Mrd. USD erst am 15. Dezember erheben werden. Auf dieser Liste der Ausnahmen stehen Importgüter, die typischerweise an Weihnachten auf dem Gabentisch der US-Bürger landen: Mobiltelefone, Laptops, Video-Spielkonsolen, Spielzeuge, Computermonitore, bestimmte Schuhe und Kleidung. Auch wenn die von der USTR (Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten) publizierte Liste derjenigen Güter, für die Strafzölle ab dem 1. September in Kraft treten sollen, sechs Mal so lang ist wie die Liste der ab dem 15. Dezember geltenden Importzölle, war die Reaktion an den Finanzmärkten deutlich. Die Aktienmärkte erholten sich, die Anleiherenditen verbesserten sich ein wenig, und der Dollar gewann vor allen Dingen gegenüber den typischen Fluchtwährungen in Krisenzeiten, dem Schweizerfranken und dem Yen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10959" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/14082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/14082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/14082019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Sie sprechen wieder miteinander</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Marktreaktion fiel auch deswegen zunächst so deutlich aus, weil der chinesische Vizeministerpräsident Liu He einer Mitteilung auf der Internetseite des Pekinger Handelsministeriums zufolge mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin gestern telefoniert haben und weitere Gespräche in zwei Wochen geplant sein sollen. Dabei durfte auch US-Präsident Donald Trumps Tweet nicht fehlen, wonach China angeblich (wieder einmal) im Gegenzug bereit sei, von den USA große Mengen von Agrarerzeugnissen abzunehmen. Ob es dieses Mal klappt? Auch wenn damit der Handelskonflikt noch längst nicht beigelegt ist, handelte es sich insofern um eine positive Überraschung für die Märkte, als man vielerorts davon ausgegangen war, dass die Handelsgespräche eingefroren seien und noch nicht einmal hinter verschlossenen Türen Kontaktversuche zwischen den beteiligten Parteien bestünden. Aber Donald Trump machte gestern auch eines klar: Mit der Verzögerung der Strafzölle auf einige China-Importgüter möchte er verhindern, dass die Freude der US-Verbraucher bei den Weihnachtseinkäufen durch Preiserhöhungen getrübt würde.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenig Reaktion auf US-Preisdaten</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vielleicht war die „gute Botschaft“ auch deswegen auf so guten Nährboden gefallen, weil die Stimmung zuvor ausgesprochen gedrückt war. So zeigte etwa die miserabel ausgefallene ZEW-Umfrage für den Monat August, dass selbst die gegenwärtige Lage deutlich negativer beurteilt wurde, als dies von den Ökonomen erwartet worden war. Auch wenn diese Umfrage häufig die Positionierung an den Aktienmärkten widerspiegelt, lässt sie dennoch auch für die heute anstehende Veröffentlichung des vorläufigen deutschen Bruttoinlandsprodukts bzw. der Eurozone nichts Gutes erwarten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA wurde gestern der Konsumentenpreisindex für den Monat Juli veröffentlicht, der gegenüber dem Vorjahr mit +1,8 Prozent etwas stärker als von den Ökonomen erwartet ausgefallen war. Dies gilt auch für die Kernrate (+2,2 Prozent). Diese Preissteigerungen (auch gegenüber dem Vormonat) werden allerdings durch die im Vergleich zum Vormonat nicht so stark ausgefallene Entwicklung der Löhne relativiert. Aber da die US-Notenbank ohnehin vorzugsweise auf den Index der Privaten Konsumausgaben (PCE) als Inflationsmaß blickt, blieben die Marktentwicklungen überschaubar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Zinsstrukturkurve wenig verändert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des Tages hatte die Hoffnung auf weitergehende positive Gespräche zwischen den USA und China allerdings nicht dafür gesorgt, dass sich die Rezessionsängste merklich verringert hätten. Denn der Renditeabstand zwischen zehnjährigen US-Treasuries und T-Bills mit dreimonatiger Laufzeit zeigte sich mit -33 Basispunkten nur wenig verändert. Zur Erinnerung: Ein negativer Renditeabstand, also eine inverse Zinsstrukturkurve in diesem Bereich, gilt vielerorts als Vorbote einer späteren Rezession. Bemerkenswert: Der Abstand zwischen den Papieren mit zehnjähriger und zweijähriger Laufzeit, eine Messzahl, die noch vor gut einem Jahr als Rezessionsindikator galt und nun aus der Mode gekommen ist, betrug gestern nach Veröffentlichung der US-Preisdaten und zum Tagesschluss nur noch einen Basispunkt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die gestern Nachmittag eingekehrte Dollarstärke hat auch den Euro etwas unter Druck gesetzt, ohne dass dabei allerdings wichtige Niveaus verletzt wurden. Damit bewegt sich die Gemeinschaftswährung weiterhin im Rahmen ihrer Seitwärtsentwicklung zwischen <strong>1,1100/05</strong> und <strong>1,1365/70</strong> (<strong>1,1410</strong>). Dabei bleibt die Oberseite weiterhin etwas interessanter, aber für stärkere Impulse müsste <strong>1,1235</strong> überwunden werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/weihnachten-ist-gerettet/">Weihnachten ist gerettet</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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