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	<title>US-Anleiherenditen Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Nicht immer ist man hinterher schlauer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2021 08:16:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[US-Anleiherenditen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die abgelaufene Handelswoche eines gezeigt hat, ist es der misslungene Versuch, Marktentwicklungen makroökonomisch zu erklären. Und selbst wenn es nur im Nachhinein sein sollte. Das ließ sich in den vergangenen Tagen vortrefflich an den US-Anleihemärkten beobachten, insbesondere bei der Rendite der Papiere mit zehnjähriger Fälligkeit. Aber nicht nur jenseits des Atlantiks, auch hierzulande wurde [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn die abgelaufene Handelswoche eines gezeigt hat, ist es der misslungene Versuch, Marktentwicklungen makroökonomisch zu erklären. Und selbst wenn es nur im Nachhinein sein sollte. Das ließ sich in den vergangenen Tagen vortrefflich an den US-Anleihemärkten beobachten, insbesondere bei der Rendite der Papiere mit zehnjähriger Fälligkeit. Aber nicht nur jenseits des Atlantiks, auch hierzulande wurde etwa die Rendite der Bundesanleihen mit ähnlicher Laufzeit in Mitleidenschaft gezogen (Tiefpunkt: </span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">-0,344%). Nein, es konnte nicht angehen, dass die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen innerhalb einer Woche ohne ökonomischen Grund mal schnell um zeitweise 20 Basispunkte absackte. Diesen Eindruck musste man zumindest bekommen, wenn man die Marktkommentare las. <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-13670" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/12072021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/12072021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/07/12072021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Teuer gewordene Positionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Akteure rätselten, ob nun angesichts dieser Entwicklung das Reflations-Narrativ hinfällig geworden sei oder sich das Wachstum in den USA doch nicht als so robust wie gedacht entwickeln würde. Kurzum: Man sprach zeitweise von Wachstumsängsten und von einer ungewissen Entwicklung der Delta-Variante. Als ob sich die Finanzmärkte seit Februar vergangenen Jahres – abgesehen von einem kurzzeitigen Crash an den Aktienmärkten – tatsächlich um Covid-19 gekümmert hätten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei wurde einfach nur vergessen, dass Fondsmanager so stark wie noch nie in US-Anleihen untergewichtet waren. Und nun war einfach der Tag gekommen, dass mancherorts Positionen geschlossen wurden und es im Rahmen einer daraus resultierenden Kettenreaktion zu panikartigen Rückkäufen am Anleihemarkt kam. Positionen, die nicht aufgrund einer Veränderung fundamentaler Rahmenbedingungen, sondern schlichtweg deswegen liquidiert werden mussten, weil sie plötzlich zu teuer wurden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Alternativlose Aktien</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Mittlerweile hat sich Lage an den Bondmärkten wieder entspannt. Zwar wurde bis einschließlich Freitag nur rund die Hälfte des Wochenverlusts bei der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen wieder wettgemacht, aber die Entwicklung von anderen Anlageklassen machte deutlich, dass die Angst vor einer US-Wachstumsschwäche anscheinend übertrieben gewesen sein muss. So markierten sowohl der S&amp;P 500-Index als auch der Dow-Jones-Index neue Allzeithochs, und selbst der zwischenzeitlich schwächelnde DAX kam wieder richtig auf die Füße. Auf jeden Fall flossen allein in der Woche zum 7. Juli trotz aller Unwägbarkeiten 6,8 Mrd. USD in globale Aktienfonds – seit Anfang des Jahres sprechen wir nun von Zuflüssen in Höhe von insgesamt 591 Mrd. USD. Und glaubt man den Angaben der Bank of America, haben ihre Privatanleger zuletzt rekordverdächtige 64,9 Prozent ihres Vermögens in Aktien angelegt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen gelang es dem Euro, gegenüber dem US-Dollar seine zwischenzeitlichen Verluste zu großen Teilen wieder wettzumachen, so dass er die Woche gar mit einem winzigen Plus beschließen konnte. Damit bleibt der kurzfristige Abwärtstrend trotzdem erhalten, und weiterhin lastet Druck auf der Gemeinschaftswährung, solange <strong>1,1895/00</strong> nicht überwunden wird. An der Unterseite ist das wichtige Niveau von <strong>1,1765/70</strong> zu erwähnen, das als Auslöser für stärkere Abwärtsbewegungen der Gemeinschaftswährung gilt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Von einer Squeeze zur nächsten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2021 09:20:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Shortsqueeze]]></category>
		<category><![CDATA[US-Anleiherenditen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es waren vor allen Dingen die fast durchweg positiv überraschenden US-Wirtschaftsdaten vom vergangenen Donnerstag, die in der weiteren Folge die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks fast schon zwangsläufig zu Teilen sogar auf weitere neue Allzeithochs trieben. Ja, selbst der heimische DAX konnte zum Wochenschluss doch noch ein neues Rekordhoch markieren. Vielleicht auch, weil man [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es waren vor allen Dingen die fast durchweg positiv überraschenden US-Wirtschaftsdaten vom vergangenen Donnerstag, die in der weiteren Folge die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks fast schon zwangsläufig zu Teilen sogar auf weitere neue Allzeithochs trieben. Ja, selbst der heimische DAX konnte zum Wochenschluss doch noch ein neues Rekordhoch markieren. Vielleicht auch, weil man gerade hierzulande in den beiden Wochen zuvor schlichtweg zu pessimistisch eingestellt gewesen war. Zumindest vermittelte dies die Sentiment-Umfrage der Börse Frankfurt, die ich zuletzt (<strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/f51b6d5a-b9c8-40ef-b7b2-6273d6655128" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></span></strong>) kommentiert habe. Das hatte zur Folge, dass man möglicherweise Shortpositionen in den steigenden Markt hinein glattstellen musste und so eine sogenannte kleine Squeeze auslöste. <img decoding="async" class="alignright wp-image-13336" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/19042021.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/19042021.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2021/04/19042021-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Squeeze am US-Bondmarkt überraschte vielfach</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Eine Short-Squeeze gab es auch bei den US-Staatsanleihen, von denen ich vorzugsweise diejenigen mit zehnjähriger Fälligkeit beobachte. Denn normalerweise sollten die Anleihekurse angesichts der jüngsten überdeutlichen Bestätigung einer ökonomischen „Wiederauferstehung“ in den USA eigentlich fallen. Tatsächlich muss es am vergangenen Donnerstag massive Nachfrage nach ebendiesen Bonds gegeben haben, so dass deren Rendite den größten Tagesverlust seit einigen Monaten hinnehmen musste. Und auch am Freitag hat sich die Rendite der zehnjährigen Treasuries nicht wesentlich erholen können.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun kann man als Ursache für die jüngste Nachfrage nach langlaufenden US-Bonds eine Art „sell the rumour, buy the fact“-Effekt ausmachen. Vielerorts waren die Erwartungen an die jüngsten US-Daten ohnehin hochgesteckt, und da diese noch besser als vielerorts erwartet ausfielen, könnte dies ein Grund für aufkommende Risikoaversion (nach dem Motto: Besser kann es nicht werden) und nachfolgende Bondkäufe gewesen sein. Ein Argument, das sich allerdings auf die Aktienmärkte nicht übertragen lässt. Denn die beschlossen die Woche bekanntermaßen auf höheren Niveaus.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>„Schwere“ Adressen gegen den Rest des Marktes</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber egal, ob nun neu erwachte Risikoaversion der Treiber für die Anleihekäufe darstellte oder auch die angeblich aufgeflammte Nachfrage japanischer Adressen – die langfristigen US-Renditen und mit ihnen auch die Steilheit der Zinsstrukturkurve haben einen deutlichen Dämpfer erhalten. Denn wenn „schwere“ Adressen – aus welchem Grund auch immer – große, eventuell sogar marktbewegende Kaufvolumina abzuwickeln haben, tun sie dies vorzugsweise in einem Moment, in dem auf der anderen Seite Aussicht auf ein ausreichendes Angebot besteht. Und dies ist vor allen Dingen dann zu erwarten, wenn eben aufgrund wunderbarer ökonomischer Daten das Gros der übrigen Akteure an einen erneuten Einbruch der Anleihekurse glaubt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Entwicklung am vergangenen Donnerstag zeigt dabei eindrucksvoll, dass selbst dieses Angebot von der plötzlich aufkommenden Nachfrage großer Adressen nicht nur aufgesogen, sondern auch noch übertroffen wurde. Das dann etwaige Stopp-Loss Käufe die Aufwärtsbewegung der Anleihekurse (bzw. die Abwärtsbewegung der Renditen) am Ende noch verstärkten, war nicht mehr als eine Begleiterscheinung. Und sollte damit gar ein neuer kurzfristiger Trend, also weiter sinkende Anleiherenditen, begründet worden sein, werden die dazugehörenden Narrative nicht lange auf sich warten lassen. Eines davon habe ich bereits am Freitag (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2021/04/16/gemischte-gefuehle/" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></strong></span>, vgl. Absatz zum Taper Tantrum) vorgestellt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Im Vergleich dazu hat der US-Dollar eine ruhige Handelswoche absolviert. So etwa gegenüber dem Euro, der in diesem Zeitraum eine Range von gerade einmal etwas mehr als 1 Prozent hinterließ. Erstaunlich dabei: Seit vergangenem Mittwoch konnte die Gemeinschaftswährung trotz der deutlichen Entwicklung gerade an den US-Aktien und Anleihemärkten kaum mehr zulegen und scheiterte immer wieder knapp vor dem zuletzt wichtigen Niveau von <strong>1,2000</strong>. Nicht zuletzt, weil der Euro sich in einer trendlosen Seitwärtsbewegung, aber dennoch oberhalb von <strong>1,1810/15</strong> in stabiler Umgebung befindet.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Ungetrübter Anleihetrend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 10:45:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[US-Anleiherenditen]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Abverkauf der US-Staatsanleihen hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt und dafür gesorgt, dass etwa die Rendite der Papiere mit zehnjähriger Fälligkeit mit 1,625 Prozent erwartungsgemäß schnell ein neues Jahreshoch markierten. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 0,7 Prozenpunkten seit Jahresbeginn, und selbst inflationsbereinigt bleibt ein Plus von rund 42 Basispunkten für diesen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungetruebter-anleihetrend/">Ungetrübter Anleihetrend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Abverkauf der US-Staatsanleihen hat sich auch in der vergangenen Woche fortgesetzt und dafür gesorgt, dass etwa die Rendite der Papiere mit zehnjähriger Fälligkeit mit 1,625 Prozent erwartungsgemäß schnell ein neues Jahreshoch markierten. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 0,7 Prozenpunkten seit Jahresbeginn, und selbst inflationsbereinigt bleibt ein Plus von rund 42 Basispunkten für diesen Zeitraum übrig. Und das Allerbeste daran: Selbst die US-Notenbank scheint kein Problem damit zu haben, dass sich die Renditen mit einer doch veritablen Geschwindigkeit erhöhen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verordnetes Schweigen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nicht nur Fed-Chef Jerome Powell, sondern auch viele seiner Kolleg*innen im Offenmarktausschuss (FOMC) haben den Akteuren vermittelt, dass dieser Renditeanstieg in erster Linie doch ein Spiegel der verbesserten ökonomischen Erwartungen sei. Und im besten Fall konnte man es als Bedenken bei einigen Fed-Entscheidern (aber längst nicht bei allen) werten, dass sie ankündigten, ein Auge auf etwaige unangemessene Entwicklungen am Anleihemarkt zu haben. Nun werden wir bis zum Ende der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) am 17. März wegen der Schweigephase (blackout period) nichts mehr von Fed-Offiziellen zu hören bekommen, was einem weiteren Anstieg der Renditen im Wege stehen könnte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aktienmärkte halbwegs davongekommen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin scheinen in der vergangenen Woche die Teilnehmer an den Aktienmärkten mancherorts Sorgenfalten auf der Stirn bekommen zu haben, als sie einem weiteren Anstieg der Anleiherenditen zusehen mussten, die im Zehnjahresbereich am vergangenen Freitag fast ein Plus von einem Viertelprozent innerhalb einer Woche zeitigten. Dass es bei den damit zusammenhängenden Kursverlusten beim S&amp;P 500 nicht geblieben ist, dürfte dem Arbeitsmarktbericht zu verdanken sein, der am vergangenen Freitag publiziert wurde: Am Ende stand ein winziges Wochenminus, und selbst die besonders unter die Räder gekommene Nasdaq konnte rund die Hälfte ihres zwischenzeitlichen Verlusts von rund 6,9 Prozent wieder wettmachen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Arbeitsmarkt beflügelt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So ergab sich bei den neu geschaffenen Stellen im Nichtagrarbereich ein Zuwachs von 379 Tsd. im Februar, das ist etwa doppelt so viel, wie die Ökonomen im Mittel erwartet hatten. Dies allein war schon für viele Kommentatoren ein Grund zum Feiern, ganz zu schweigen von der respektablen Aufwärtsrevision der Januar-Zahl von ursprünglich mageren 49 Tsd. auf 166 Tsd. neu geschaffene Stellen. </span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Bei all diesen Beobachtungen spielt die Wahl des Referenzpunktes eine nicht unerhebliche Rolle. Soll man tatsächlich die Mittelwerte bei der Schätzung nehmen? Oder doch besser die Bandbreite aller Prognosen? Die lag für Februar immerhin zwischen -50 Tsd. und +500 Tsd. Stellen. Aber auch so gesehen sieht das publizierte Datum jedenfalls sehr ordentlich aus. Aber wie immer gibt es natürlich auch ein Aber. Denn ein Kommentator berechnete, dass es selbst bei einer linearen Fortschreibung der neu geschaffenen Stellen vom Februar bis zum April 2023 dauern würde, um wieder auf das Niveau vom Februar 2020, also vor Corona, zu gelangen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Erhöhte Prognosen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende sollte es jedenfalls nicht verwundern, dass manche Analysten ihre Prognosen für die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen nach oben korrigiert haben. Ob da ein Wert von beispielsweise 2 Prozent bis zum Jahresende angesichts der vorgelegten Trendgeschwindigkeit nicht schon ein bisschen zu konservativ aussieht?</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass die Rendite besagter Papiere am Freitag nicht am Tageshoch, sondern 7 Basispunkte niedriger schloss, zeigt indes, dass die Nachfrage an diesen Anleihen auf jenem Niveau zu steigen scheint. Insbesondere, wenn man den Verlauf des Dollar betrachtet. Dieser legte nämlich allein gegenüber dem Euro den größten Wochengewinn seit Ende Oktober 2020 hin und drückte die Gemeinschaftswährung kurzzeitig marginal unter das untere Ende unserer angedeuteten Seitwärtsentwicklung zwischen nunmehr <strong>1,1895/90</strong> (modifiziert) und 1,2250. Dabei bleibt der Euro gegenüber dem Greenback weiterhin unter Druck – zumindest, solange nun <strong>1,2020/25</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ungetruebter-anleihetrend/">Ungetrübter Anleihetrend</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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