<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Statussymbole Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/statussymbole/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/statussymbole/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Jul 2014 07:26:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Neues von den Superreichen</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/neues-von-den-superreichen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/neues-von-den-superreichen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 07:26:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[n-tv DeLuxe]]></category>
		<category><![CDATA[Neid]]></category>
		<category><![CDATA[Schadenfreude]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Statussymbole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=7279</guid>

					<description><![CDATA[<p>Meistens komme ich während meines Trainings im Sportstudio zum Fernsehen. So auch am letzten Wochenende geschehen, als ich, sozusagen „alternativlos“, wieder einmal beim Magazin „n-tv Deluxe – Alles was Spaß macht“ hängenblieb. Fast ist es schon ein running gag, wenn die Moderatorin des Magazins, Jennifer Knäble, ihre, sagen wir diskret, handverlesene Zielgruppe mit „Hallo, liebe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/neues-von-den-superreichen/">Neues von den Superreichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meistens komme ich während meines Trainings im Sportstudio zum Fernsehen. So auch am letzten Wochenende geschehen, als ich, sozusagen „alternativlos“, wieder einmal beim Magazin „n-tv Deluxe – Alles was Spaß macht“ hängenblieb. Fast ist es schon ein running gag, wenn die Moderatorin des Magazins, Jennifer Knäble, ihre, sagen wir diskret, handverlesene Zielgruppe mit „Hallo, liebe Milliardäre“ begrüßt. Nachdem ich erst vor kurzem eine ähnliche Sendung gesehen hatte, wurde mir jetzt klar: Das neuste Statussymbol ist eine eigene Insel. Vorgestellt wurde dem unbefangenen Zuschauer der Luxus-Concierge Doug Turner, der den Superreichen der Welt so ziemlich alles besorgt. Ja, Doug hat natürlich beste Verbindungen zu einem Aerotoys Store, bei dem man einen Mega-Privatjet für 6000 US-Dollar die Stunde mieten kann. Oder darf‘s die private Insel sein, natürlich mit dem „Rundum-sorglos-Paket“?</p>
<p>Und Doug selbst? Der guckt sich mal ganz schnell ein neues Eigenheim an und entscheidet dann („Ich nehm‘ die Hütte“) ganz spontan, die Immobilie im Vorbeigehen zu erwerben, weil er selbst mittlerweile zum Multimillionär mutiert ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sozialer Vergleich</strong></p>
<p>Muss man da neidisch werden? Ich selbst habe mich schon oft mit diesem wenig sympathischen Gefühl beschäftigt. Denn es handelt sich ja immerhin um eine ziemlich schmerzhafte Regung, die einen Menschen überkommt, wenn er erkennen muss, dass ein anderer etwas hat – eine Sache, eine Eigenschaft oder einen Status –, was er selbst für erstrebenswert hält, aber eben nicht besitzt. Immerhin zählt Neid zu den sieben Todsünden. Aber im Verlauf dieser Fernsehsendung wollte bei mir ein solches Gefühl nicht aufkommen. Ob es daran lag, dass ich mich bereits eine Dreiviertelstunde auf meinem Sportgerät derart verausgabt hatte, dass die Glücksgefühle woanders her kamen?</p>
<p>Dann fiel mir aber wieder ein, dass eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Neid der soziale Vergleich (vgl. <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.joachim-goldberg.com/neidgesellschaft-und-schwarzgeldgauner/"><strong>hier</strong></a></span>) ist. Je näher sich Menschen stehen, desto größer wird die Gefahr von Neid. Und deswegen beneidet man viel eher Nachbarn, Bekannte, Freunde oder Verwandte oder vielleicht sogar die eigenen Geschwister als den Superreichen, der in einer ganz anderen Liga spielt. Und dann sah ich ihn wieder, diesen Doug, wie er dieses Mal auf einer Yacht an den Prachtvillen vorbeifuhr. Hier die Behausung von Nick Nolte, die immerhin 12 Millionen US-Dollar gekostet haben soll. „Aber es geht noch fetter“, verkündete die Stimme aus dem Off verheißungsvoll. Und dann kam es, das Herrenhaus auf 3000 Quadratmetern, das für 40 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten wurde. Mit dem eigentlich unwichtigen Hinweis, der Besitzer sei blind. Oder sollte da dem TV-Zuseher vermittelt werden, dass Geld eben doch nicht alles ist? Mir ging sofort durch den Kopf, dass wer nicht neidisch ist, glücklicherweise auch nicht schadenfroh sein kann. Und deswegen fand ich das nicht nach echtem Mitgefühl klingende „Ja, das ist natürlich traurig“, ebenfalls aus dem Off gesprochen, unsensibel und so deplatziert, dass ich die Fernbedienung ergriff, den Off-Schalter drückte und mich fortan, ohne TV-Berieselung, ganz und gar auf mein Training konzentrierte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/neues-von-den-superreichen/">Neues von den Superreichen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/neues-von-den-superreichen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fluch des ewigen Vergleichens (Positionsgüter Teil 5)</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/fluch-des-ewigen-vergleichens-positionsgueter-teil-5/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/fluch-des-ewigen-vergleichens-positionsgueter-teil-5/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 05:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Ethics]]></category>
		<category><![CDATA[Behavioral Living]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[böser Trieb]]></category>
		<category><![CDATA[interner Referenzpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Positionsgüter]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialer Vergleich]]></category>
		<category><![CDATA[Statussymbole]]></category>
		<category><![CDATA[Todsünde]]></category>
		<category><![CDATA[zehn Gebote]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=6656</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen vier Beiträgen zu Positionsgütern dürfte bei manchem Leser der Eindruck entstanden sein, dass diesen Dingen eigentlich nicht allzu viel Positives abzugewinnen ist. Wozu der ganze Stress, mag mancher denken, wozu dieses ewige Wettrennen um den besseren gesellschaftlichen Status, dieses permanente  Vergleichen, diese dauernde Frustration, weil es immer andere geben wird, die mehr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fluch-des-ewigen-vergleichens-positionsgueter-teil-5/">Fluch des ewigen Vergleichens (Positionsgüter Teil 5)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen vier Beiträgen zu Positionsgütern dürfte bei manchem Leser der Eindruck entstanden sein, dass diesen Dingen eigentlich nicht allzu viel Positives abzugewinnen ist. Wozu der ganze Stress, mag mancher denken, wozu dieses ewige Wettrennen um den besseren gesellschaftlichen Status, dieses permanente  Vergleichen, diese dauernde Frustration, <span id="more-6663"></span>weil es immer andere geben wird, die mehr haben oder mehr können. Aber auch der teilweise hemmungslose Tausch von positionsunabhängigen Gütern wie Freizeit, Familienleben, Arbeitsplatzsicherheit, Schlaf etc. gegen das Positionsgut Geld hinterlässt bei vielen Menschen Spuren. Und glücklicher wird die Gesellschaft als Ganzes dadurch auch nicht: Nicht zufällig ist der Burnout die Modekrankheit unserer Epoche. Nicht umsonst befassen sich zwei der zehn biblischen Gebote mit dem Problem, dass sich zu allen Zeiten Menschen der Positionsgüter anderer bemächtigen oder mit deren Eigentümern mindestens gleichziehen wollen. „Du sollst nicht stehlen!“, heißt es im 2. Buch Mose, und weiter: „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Hab und Gut sowie Deines Nächsten Weib“. Woraus auch abzulesen wäre, dass eine Ehefrau damals ebenfalls als Positionsgut angesehen wurde.</p>
<p>Allein schon die Tatsache, dass den Menschen schon vor Jahrtausenden solche Gebote gegeben wurden, um ihrem unentwegten Streben nach Mehr, ihrem Wachstumstrieb, ihrer Gier Einhalt zu gebieten, zeigt: Die Frage, welchen Rang bekleide ich innerhalb meiner sozialen Gruppe und wie kann ich ihn gegebenenfalls verbessern, treibt den Einzelnen seit Menschheitsgedenken um. Das zeigt sich auch indirekt darin, dass sich gleich drei der sieben Todsünden, auf die ich (<span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.blognition.de/blog/markte/die-borse-und-das-bose-ii/">hier</a></span>) und<span style="text-decoration: underline;"> (</span><a href="http://www.blognition.de/blog/behavioral-livin/die-borse-und-das-bose/">hier</a>) eingegangen bin, mit negativen Charaktereigenschaften beschäftigen, die allesamt im Zusammenhang mit der dauernden Konkurrenz um den höheren Status stehen.  Gemeint sind Gier, Neid und Stolz – alle gelten sie als schwere Verfehlungen, die der christlichen Lehre zufolge zur ewigen Verdammnis in der Hölle führen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Wider den „bösen Trieb“</b></p>
<p>Warum also Positionsgüter nicht einfach abschaffen oder zumindest weniger attraktiv machen? Der Kommunismus hat genau das versucht, wenn auch ohne Erfolg. Es gibt nicht wenige, die am liebsten sogar Geld als fungibelstes aller Positionsgüter oder zumindest Zins und Zinseszins als Ursache gesellschaftlichen Übels abschaffen würden und sich dann paradoxerweise für Gold oder gar Bitcoins stark machen. Wo doch gerade seine relative Knappheit Gold zum Positionsgut par excellence gemacht hat.</p>
<p>Auch haben sich schon viele Menschen seit Jahrtausenden den Kopf darüber zerbrochen, wie man diesen „bösen Trieb“ des Menschen nach Mehr in den Griff bekommen könnte<a title="" href="#_ftn1">[1]</a>. Vor allem, wenn Menschen wegen sozialer Vergleiche Gesetze brechen oder Dinge tun, die sie normalerweise nie begehen würden, zu denen sie sich aber im Wettbewerb um den besten Rang in der Gesellschaft genötigt sehen. Oder sie geraten unter Zugzwang, weil alle anderen an einem Trend partizipieren. So könnte allein  aus Gründen der Sicherheit die Anschaffung eines Positionsgutes geradezu zwingend angezeigt sein. Wer sich beispielsweise als Einziger mit einem alten Austin Mini zwischen lauter gepanzerten SUVs im Straßenverkehr fortbewegt, droht zerquetscht zu werden. Schon weil sein niedriges Chassis vor ihrem mächtigen Kühlergrill verschwindet.</p>
<p>Bieten denn also Regeln und Reglementierungen die einzige Lösung des Problems? Soll man den „bösen Trieb“ per Gesetz unterdrücken? Das würde allerdings auch bedeuten, dass damit jedes  gesellschaftliche Wachstum, jede Weiterentwicklung genauso im Keim erstickt würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Interne statt externe Bezugspunkte</b></p>
<p>Immerhin gelingt es vielen Menschen immer wieder, ihren Selbstwert nicht allein aus dem Vergleich mit anderen zu beziehen, sondern diesen vielmehr an internen Bezugspunkten festmachen. Vielleicht sollte man sich einfach viel häufiger fragen, ob man diese oder jene Anschaffung auch tätigen würde, wenn der Bekannte oder Freund nicht neulich damit voller Besitzerstolz bei einem aufgetaucht wäre, so dass unsere Begehrlichkeit geweckt wurde. In einer Straße, die nicht vollgeparkt mit den teuren Schlitten der Nachbarn wäre, würde man vielleicht auch eher aufs Fahrrad umsatteln.  </p>
<p>Aus gesellschaftlicher Sicht bestünde daher ein erster Schritt gegen Positionsgüter darin, diese weniger attraktiv erscheinen zu lassen. Möglicherweise durch eine (be)steuernde Gesetzgebung. Aber wer möchte das tatsächlich und wie effektiv wären entsprechende Maßnahmen, wenn sich die Führenden auf der Positionsleiter diese Güter trotz einer massiven Verteuerung immer noch leisten könnten?  Ein anderer Weg bestünde darin, die Wertschätzung von positionsunabhängigen Gütern zu erhöhen und diese zu schützen.</p>
<p>Der wichtigste Schritt, sich von der Fessel der Statussymbole und Positionsgüter zu befreien, muss aus der Gesellschaft selbst heraus gemacht werden, denn Gesetze können – wenn überhaupt – immer nur einen Entscheidungsrahmen bilden, und Sündenregister und Moralkeulen funktionieren nur als Drohung oder Appell. Vielmehr sollte man daher das Bewusstsein für die negativen Mechanismen des sozialen Vergleichs schärfen. Mehr aber noch ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Menschen tatsächlich wahrnehmen, bewerten und entscheiden. Dazu kann die Behavioral Economics einen wichtigen Beitrag leisten. Wer die Mechanismen des ewigen sozialen Vergleichens durchschaut und wer andererseits begreift, was Menschen langfristig wirklich glücklich macht, wird vielleicht eher zu dem Schluss kommen, nicht bei jedem Gerangel ums Sozialprestige mehr mitmachen zu müssen.</p>
<div><br clear="all" /></p>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Stellvertretend seien hier die „Fabel des bösen Triebs“ aus dem Babylonischen Talmud („The Fable of the Evil Impulse“, zitiert aus Ohrenstein, Roman A. und Gordon, Barry L. J. (2009): <i>Economic Analysis in Talmudic Literature</i>, 3rd revised Ed., Brill NV, Leiden, pp. 48 ff.) oder die von mir häufig erwähnte <i>Bienenfabel </i>von Bernard Mandeville erwähnt. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/fluch-des-ewigen-vergleichens-positionsgueter-teil-5/">Fluch des ewigen Vergleichens (Positionsgüter Teil 5)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/fluch-des-ewigen-vergleichens-positionsgueter-teil-5/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
