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	<title>S&amp;P 500 Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Thu, 11 Jul 2019 05:03:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Eine Art Mindest-Commitment</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 05:02:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
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		<category><![CDATA[Commitment]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jerome Powell hat, wie man auf Neudeutsch sagt, gestern bei seiner Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses „geliefert“. Er hat die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht durch irgendwelche Fragezeichen hinsichtlich einer Zinssenkung bei der kommenden Sitzung der US-Notenbank am 30./31. Juli enttäuscht, sondern seinen Teil dazu beigetragen, dass dieser Schritt mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit stattfinden wird. Gleichzeitig hat der Fed-Chef es allerdings auch vermieden, sich hinsichtlich eines möglichen Zeitrahmens für etwaige geldpolitische Lockerungsmaßnahmen festzulegen oder gar einen Hinweis darauf zu geben, wie viele Zinssenkungen notwendig seien, um die US-Wirtschaft vor etwaigen Risiken zu schützen. Genau genommen hat Powell...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1280)</strong>             Jerome Powell hat, wie man auf Neudeutsch sagt, gestern bei seiner Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses „geliefert“. Er hat die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht durch irgendwelche Fragezeichen hinsichtlich einer Zinssenkung bei der kommenden Sitzung der US-Notenbank am 30./31. Juli enttäuscht, sondern seinen Teil dazu beigetragen, dass dieser Schritt mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit stattfinden wird. Gleichzeitig hat der Fed-Chef es allerdings auch vermieden, sich hinsichtlich eines möglichen Zeitrahmens für etwaige geldpolitische Lockerungsmaßnahmen festzulegen oder gar einen Hinweis darauf zu geben, wie viele Zinssenkungen notwendig seien, um die US-Wirtschaft vor etwaigen Risiken zu schützen. Genau genommen hat Powell so wenig wie möglich und so viel wie nötig geliefert.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-10821" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/07/11072019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Begründungen für diese taubenhafte Haltung gab es ohnehin genug, und man hatte den Eindruck, Powell würde bereits aus dem gestern zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichten Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) der vergangenen Juni-Sitzung der Fed zitieren. Danach hätten sich für viele FOMC-Mitglieder die Voraussetzungen, die für eine lockerere geldpolitische Haltung der Notenbank sprächen, verstärkt, war zu hören. Nicht nur, weil sich die Unwägbarkeiten aus dem US-chinesischen Handelskonflikt verstärkt hätten, sondern auch wegen der Sorge, dass sich die globalen Wachstumsprobleme auch auf den ökonomischen Ausblick der USA auswirken könnten. Die Frage, ob der jüngste Arbeitsmarktbericht seine Meinung diesbezüglich geändert habe, beantwortete Powell mit einem klaren Nein. Damit bleiben das Wachstum „solide“ und der Arbeitsmarkt „stark“, aber dennoch nicht überhitzt. Und vermutlich wäre alles fantastisch, wenn die Inflationsentwicklung nicht so schleppend verliefe, so in etwa der Eindruck, den Powells Darstellung hinterließ.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>50 Basispunkte im Juli wieder Thema für Futures-Märkte </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so dürfte es dem Fed-Präsidenten nicht schwergefallen sein, sich gegenüber den zuletzt immer wieder aufkeimenden Tiraden des US-Präsidenten deutlich abzugrenzen. Nein, er habe nicht die Absicht, als Fed-Präsident zurückzutreten, sondern das Gesetz sehe für dieses Amt einen Zeitrahmen von vier Jahren vor, den er auch bedienen werde, so Powell.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Für die die US-Aktienmärkte gab es einen kleinen Sprung nach oben, wobei der breitgestreute S&amp;P 500-Index nur deswegen auffiel, weil er zum ersten Mal in seiner Geschichte die 3.000er Marke überwunden hatte. Die Futures-Märkte tendieren indes schon wieder zur Übertreibung, denn die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung von 50 Basispunkten ist per Ende Juli gestern von 3 auf rund 27 Prozent (vgl. CME FedWatch-Tool) gestiegen. Auch der Dollar konnte seine gestrigen Kursverluste nicht kompensieren, so dass sich der Euro zu erholen vermochte. Daran änderte auch das Protokoll der vergangenen FOMC-Sitzung nicht viel, deren Teilnehmer vielfach, aber wenig überraschend, sowohl die Risiken für das Wachstum, aber auch für die Inflation abwärtsgerichtet sahen. So gesehen peilen einige Mitglieder eine baldige Zinssenkung als „Polster“ gegen ein sich möglicherweise abschwächendes Wachstum an. Der Euro bewegt sich damit quasi im Niemandsland, da eine Stabilisierung erst jenseits von <strong>1,1330</strong> möglich und die Unterseite noch bis <strong>1,1155</strong> geöffnet ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Ist der Euro viel zu billig?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2019 05:02:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[OECD Kaufkraftmodell]]></category>
		<category><![CDATA[S&P 500]]></category>
		<category><![CDATA[self-fulfilling destruction]]></category>
		<category><![CDATA[self-fulfilling prophecy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>US-Präsident Donald Trump deutete gestern in einem seiner Tweets unmissverständlich auf den Schuldigen: Der Euro. Er sei gegenüber dem Dollar unterbewertet und das sei ein großer Nachteil für die USA, wetterte der US-Präsident wieder einmal.<br />
Und wie zum Beweis führten Kommentatoren gestern das unter Ökonomen beliebte Kaufkraftmodell der OECD an, wonach der Euro 22 Prozent unterbewertet ist. Aber...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1330)</strong>             Während es gestern beim Euro-Handel ausgesprochen ruhig blieb, setzten die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks ihre zu Beginn der vergangenen Woche begonnene Rallye zunächst fort. Die (angeblichen) Gründe: Hoffnungsvolle Aussichten auf ein baldiges Ende der Handelskonflikte, Risikofreude und die Erwartung von Zinssenkungen der US-Notenbank. Dabei gibt es für eine bevorstehende Einigung im Handelskonflikt der USA mit China wenig Grund zu Optimismus. Und der von Donald Trump als Erfolg gefeierte Kompromiss im möglicherweise nicht einmal nachhaltig beigelegten Streit mit Mexiko kann bestenfalls nachträglich als Begründung für die seit mehr als einer Woche steigenden Aktienkurse herhalten.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10686" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/06/12062019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch fällt es schwer, an eine Serie von Zinssenkungen zu glauben, wenn sich der breit gestreute S&amp;P 500-Index für US-Aktien demnächst an seinem Allzeithoch befinden sollte, von dem er gestern kurzzeitig nur noch 1,5 Prozent entfernt war. Und das, nachdem man noch zwei Wochen zuvor vielerorts von einem massiven Einbruch der Aktienmärkte weltweit ausgegangen war. Rezessionsängste, ein eskalierender Handelskrieg und massive technische Verkaufssignale sorgten für eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die sich für die Pessimisten später als eine Self-fulfilling destruction (mehr zu diesem Begriff <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2015/09/11/unsterbliche-technische-analyse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) erweisen sollte. Viele Akteure mussten schleunigst umschalten und ihre Short-Engagements teils mit Verlust wieder eindecken. Obwohl sich die ökonomischen Rahmenbedingungen während der ganzen Zeit nicht wesentlich geändert hatten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial black, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vom Handels- zum Währungskrieg?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Sind die Währungshändler damit cooler als ihre Kollegen an den Aktienmärkten geblieben? Tatsächlich hat sich der Dollar gegenüber einem Korb von Währungen, gemessen am Dollar-Index, seit Beginn des Monats gerade einmal um 0,8 Prozent abgeschwächt, während der S&amp;P 500 während der gleichen Zeit in der Spitze – von seinem Tiefpunkt aus gemessen – zeitweise um mehr als 6,5 Prozent zulegen konnte. US-Präsident Donald Trump deutete gestern in einem seiner Tweets unmissverständlich auf den Schuldigen: der Euro. Dieser sei gegenüber dem Dollar unterbewertet und das bringe einen großen Nachteil für die USA, wetterte der US-Präsident wieder einmal.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wie zum Beweis führten Kommentatoren gestern das unter Ökonomen beliebte Kaufkraftmodell der OECD an, wonach der Euro 22 Prozent unterbewertet ist. Und selbst gegenüber dem nicht-veganen Big-Mac-Index ist die Gemeinschaftswährung 15 Prozent zu billig. Nun hat sich der Kurs des Euro (vor dessen Einführung die D-Mark) gegenüber dem Dollar nur selten diesem theoretischen Diktum gebeugt und sich über Jahrzehnte hinweg teils stark über- oder unterbewertet präsentiert. Tatsächlich ist es fast fünf Jahre her, dass der Euro, gemessen am Kaufkraftmodell der OECD, fair bewertet war.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es Donald Trump mit der Unterbewertung des Euro ausgesprochen ernst ist, zeigt ein Medienbericht vom vergangenen Freitag, wonach das US-Handelsministerium ungenannten Quellen zufolge zurzeit einen (allerdings noch unausgegorenen) Vorschlag ausarbeitet, der den bestehenden Handelskrieg noch einmal verschärfen würde. Danach hätten Staaten, die nach Ansicht der USA ihre Währungen zu stark abgewertet hätten, mit Strafzöllen zu rechnen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auch wenn wir uns bei unseren Analysen nicht auf Kaufkraftmodelle stützen, spricht derzeit kurzfristig einiges für eine weitere Befestigung des Euro. Dieser bleibt jedenfalls stabil, solange an der Unterseite <strong>1,1210/15</strong> nicht unterlaufen wird, und hat überdies die Chance, <strong>1,1450/55</strong> zu testen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Hauptsache,  es wird verhandelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2019 05:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
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		<category><![CDATA[S&P 500]]></category>
		<category><![CDATA[Strafzölle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p> Vergleicht man den Devisenhandel mit dem, was sich am vergangenen Freitag etwa an Wall Street abgespielt hat, kann man fast schon von stoischen Marktteilnehmern sprechen. Während nämlich die Euro-Dollar-Händler den Geschehnissen um den US-chinesischen Handelsstreit eine fast schon unheimliche Gelassenheit entgegenbrachten, spielte sich an den US-Aktienmärkten </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1230)</strong>             Vergleicht man den Devisenhandel mit dem, was sich am vergangenen Freitag etwa an Wall Street abgespielt hat, kann man fast schon von stoischen Marktteilnehmern sprechen. Während nämlich die Euro-Dollar-Händler den Geschehnissen um den US-chinesischen Handelsstreit eine fast schon unheimliche Gelassenheit entgegenbrachten, spielte sich an den US-Aktienmärkten – zumindest was die Kursentwicklung des Tages angeht – vergleichsweise ein Drama ab, das allerdings in ein Happy End einmündete. Jedenfalls am Freitag. Aber auch ein Kursverlust des breitgestreuten S&amp;P 500 Index von 2,2 Prozent innerhalb einer Woche seit der Trumpschen Strafzoll-Ankündigung zeugt nicht gerade von Panik. Den Akteuren genügte es offensichtlich, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China zumindest nicht abgebrochen wurden. Damit war immerhin die Minimal-Anforderung der meisten Finanzmarktakteure erfüllt; alles andere schien nicht so wichtig zu sein.<img decoding="async" class="alignright wp-image-10536" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/05/13052019.jpg" alt="" width="150" height="469" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Auch wenn sich der chinesische Chefunterhändler Liu He und US-Präsident Donald Trump sichtlich bemühten, nicht den Eindruck zu erwecken, man habe alle Kommunikationswege abgeschnitten, ist der Konflikt weiter fortgeschritten. Nicht nur, weil die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Erhöhung der Strafzölle auf weitere Importe aus China in Kraft getreten ist. Für bestimmte China-Importe im Wert von 50 Mrd. USD erhebt die USA ohnehin schon einen Strafzoll von 25 Prozent, ein Satz, der nun seit Freitag auf Importe in einem Volumen von weiteren 200 Mrd. USD Anwendung findet. Vielmehr lässt Donald Trump bereits jetzt schon Sonderzölle auf alle übrigen Importe aus China in Höhe von etwa 300 Mrd. USD vorbereiten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Verhandlungen und Ultimatum</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl die Verhandlungen doch so konstruktiv gewesen sein sollen, hat die Trump-Administration bereits deutlich gemacht, dass die neuen Strafzölle auf besagte 300 Mrd. USD in einem Monat in Kraft treten werden, sofern es bis dahin mit China keine Einigung geben sollte. Genauso lange dürfte es in etwa dauern, bis die bereits am Freitag erhöhten Zölle auf das Importvolumen von 200 Mrd. USD Wirkung zeigen. Denn die Abgaben werden nur auf neu verschiffte Güter, von denen die meisten dem Vernehmen nach auf dem mehrwöchigen Seeweg über den Pazifik abgewickelt werden, wirksam. Also nicht auf Produkte, die bereits in Richtung USA unterwegs sind.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">          Den Euro hat dies am Freitag alles nicht beeinflusst, obwohl US-Handelsminister Wilbur Ross deutlich machte, dass Donald Trump bis zum 18. Mai eine Entscheidung hinsichtlich möglicher Auto-Zölle treffen werde. Maßnahmen, die natürlich auch die ökonomische Entwicklung der Eurozone negativ beeinflussen könnten. Dennoch hat die Gemeinschaftswährung zeitweise zugelegt. Und zwar nach Publizierung der US-Konsumentenpreise für April. Da aber der Konsumentenpreisindex in der Kernrate in etwa den Erwartungen entsprach und die Fed ohnehin bei ihren Entscheidungen ihr Augenmerk auf den Index der privaten Konsumausgaben (PCE) richtet, konnte die Gemeinschaftswährung ihren wenig überzeugenden kurzfristigen Abwärtstrend (<strong>1,1250</strong>&#8211;<strong>1,1060/65</strong>) immer noch nicht brechen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße Ihre Gültigkeit. Diese beträgt</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">für EUR/USD 10 Stellen</span></p>
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		<title>Trump-o-logy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2016 14:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Behavioral Ethics]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Phänomen Donald Trump beherrscht auch zwei Wochen nach der Wahl die Schlagzeilen in den Medien ebenso wie die Finanzmärkte. Dabei fällt auf, dass die Wall Street einerseits eine ausgelassene Trump-Party feiert (Börsenzeitung) und dem US-Aktienmarkt vor lauter Euphorie gestern im morgendlichen Newsletter des Handelsblatts gar ein 15-prozentiger Anstieg seit dem Wahltag bescheinigt wurde, den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trump-o-logy/">Trump-o-logy</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-9300 alignleft" src="http://joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2016/11/Senti_23112016-300x114.jpg" alt="senti_23112016" width="300" height="114" />Das Phänomen Donald Trump beherrscht auch zwei Wochen nach der Wahl die Schlagzeilen in den Medien ebenso wie die Finanzmärkte. Dabei fällt auf, dass die Wall Street einerseits eine ausgelassene Trump-Party feiert (Börsenzeitung) und dem US-Aktienmarkt vor lauter Euphorie gestern im morgendlichen Newsletter des Handelsblatts gar ein 15-prozentiger Anstieg seit dem Wahltag bescheinigt wurde, den ich in dieser Größenordnung offenbar verpasst haben muss.</p>
<p>Andererseits wird dem hiesigen DAX offenbar eine Konsolidierungszone zum Verhängnis, aus der er trotz aller Jubelrufe aus den USA bislang nicht nach oben ausbrechen möchte. „Langsam wird es peinlich“, konstatierte etwa ard.boerse.de diesbezüglich online. Dabei haben sich im Vergleich zum S&amp;P 500 sowohl der EURO STOXX 50 als auch der DAX gemessen an den Monatstiefs kurz vor oder nach dem Wahltag bislang nicht schlechter geschlagen. Aber ein 6-prozentiger Kursanstieg innerhalb einer sehr breiten, seit Wochen anhaltenden Konsolidierung klingt fast schon etwas langweilig. Dies scheinen die von der Börse Frankfurt allwöchentlich befragten Akteure aber immer noch positiv zu sehen – meinen Kommentar dazu können Sie dieses Mal <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Party-ohne-Musik-1654404" target="_blank"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a> abrufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Videobotschaft</strong></p>
<p>Natürlich kann man sich die Frage stellen, warum ausgerechnet Europa bzw. Deutschland von einem Wahlsieg Donald Trumps profitieren sollten. Denn trotz aller geplanten fiskalpolitischen Maßnahmen des designierten US-Präsidenten, sollte man selbst angesichts eines damit verbundenen Aufwärtstrends des US-Dollar und den damit möglicherweise erwarteten steigenden Erlösen für die europäische Exportwirtschaft nie vergessen: Amerika comes first. Und im Zweifel müssen andere [angesichts möglicherweise drohender Handelsbarrieren] aus den USA draußen bleiben.</p>
<p>Jetzt werden mir gleich wieder einige sagen, ich solle doch nicht so pessimistisch sein, denn auch Donald Trump sei doch bereits dabei, zurück zu rudern. Tatsächlich hatte dieser gestern in einer Videobotschaft die Prioritäten für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit dargestellt. Kommentatoren mögen darin nichts Überraschendes gefunden haben und sogar darauf verweisen, dass es wichtiger sei, darauf zu achten, worauf Trump in seiner Botschaft <strong><em>nicht</em> </strong>eingegangen sei. Mag sein, dass in dem etwa zwei-minütigen Videoclip nicht mehr die Rede von einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ist. Auch dass die im Wahlkampf angekündigte Abschaffung von „Obamacare“ nicht mit einem Wort erwähnt wurde. Ganz zu schweigen von anderen von vielen als radikal empfundenen Maßnahmen. Kein Waterboarding also?</p>
<p>Dass all dies keine Erwähnung gefunden hat, heißt nicht, dass es nicht kommt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rabatte und Mentale Konten wirken </strong></p>
<p>Ich höre schon wieder die Stimmen, die mir weismachen wollen, dass der Mann eigentlich gar nicht so schlimm sei. Dies mag, gemessen an den durch den Wahlkampf extrem gesetzten Referenzpunkten, sogar eine relative Verbesserung sein. Nein, Donald Trump verkauft uns nicht die nackte Wahrheit, sondern eine extreme Vision, reduziert um einen kleinen Rabatt, aber am Ende mit dem gleichen Ergebnis. Genau so, wie man eben einen Gebrauchtwagen verkaufen muss.</p>
<p>Die mentale Kontoführung sorgt dafür, dass wir den Rabatt aus einem überhöhten Verkaufspreis separat und deshalb wie einen Gewinn wahrnehmen. Genauso verhält es sich mit der Einladung der Chefs der wichtigsten Nachrichtensender von Trumps Gnaden am Montag, der bei dieser Gelegenheit seinen Gästen dem Vernehmen nach, obwohl „off the records“, der Lüge bezichtigte und so richtig den Kopf gewaschen haben soll, nur um einem seiner offenkundigen Gegner einen Tag später zu bedeuten, dass er doch alle ganz lieb habe und seine journalistischen Gäste ein großartiges Juwel für Amerika, ja, die ganze Welt seien.</p>
<p>Soll doch da noch jemand von einer bevorstehenden Einschränkung der Pressefreiheit fabulieren. Ich ziehe es jedenfalls vor, statt mich mit diesen Spiegelfechtereien zu beruhigen, mich nicht auf das zu konzentrieren, was Trump sagt, sondern darauf, was er tut. Und da muss man sich nur die von ihm geplante Besetzung der Schlüsselpositionen seiner Regierung ansehen, um zu begreifen, was in den USA trotz anderslautender Beteuerungen zu erwarten ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/trump-o-logy/">Trump-o-logy</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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		<title>„It stinks“ – Wenn ein Aktienindex zum Bruttoinlandsprodukt wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2014 10:23:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist schon bemerkenswert, wenn man in der US-Notenbank anlässlich eines zehnprozentigen Rückgangs der Aktienkurse (gemessen am S&#38;P 500 Index) – manche sprechen von einer gesunden Korrektur – offenbar ins Grübeln gerät. Denn in der vergangenen Woche kamen die nicht stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, John Williams und James Bullard, zumindest verbal den strauchelnden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/it-stinks-wenn-ein-aktienindex-zum-bruttoinlandsprodukt-wird/">„It stinks“ – Wenn ein Aktienindex zum Bruttoinlandsprodukt wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon bemerkenswert, wenn man in der US-Notenbank anlässlich eines zehnprozentigen Rückgangs der Aktienkurse (gemessen am S&amp;P 500 Index) – manche sprechen von einer gesunden Korrektur – offenbar ins Grübeln gerät. Denn in der vergangenen Woche kamen die nicht stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, John Williams und James Bullard, zumindest verbal den strauchelnden Aktienmärkten zu Hilfe. Obwohl die Mehrheit der Marktteilnehmer davon ausgeht, dass das quantitative Lockerungsprogramm QE3 mit der Oktober-Sitzung auf null zurückgefahren und damit beendet wird, sind durch die Statements der beiden Chefs der Notenbank von San Francisco und St. Louis zumindest temporär neue Fantasien geweckt worden. Nicht umsonst haben die Aktienbullen am vergangenen Freitag gejubelt, als ihnen wieder einmal vermittelt wurde: Wenn es runter geht, hilft die Fed und ansonsten geht’s nach oben.</p>
<p>So hat es den Anschein, als würde man bei der US-Notenbank darüber nachdenken, angesichts der Aktienschwäche den Zeitpunkt einer Zinswende lieber wieder in die fernere Zukunft zu verschieben, nachdem man vor einer guten Woche noch vielerorts eher für das erste Quartal 2015 eine Anhebung der US-Leitzinsen erwartet hatte. Mehr noch rechnet man damit, dass einer fortgesetzten Aktien-Baisse in den USA mit einem erneuten quantitativen Lockerungsprogramm oder zumindest einer Pause im laufenden QE3-Prozess zu Leibe gerückt wird. Das Ganze natürlich unter dem Vorwand, dass man sich Sorgen um die niedrige Inflation macht.</p>
<p>Die Situation am Aktienmarkt erinnert mich ein bisschen an den Februar dieses Jahres, als sich die Chancen für eine konjunkturelle Erholung in den USA innerhalb weniger Wochen deutlich zu verschlechtern schienen. Glücklicherweise gab es damals eine Begründung für die ungünstiger als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten: Die extremen Wetterbedingungen in den USA, die im Dezember 2013 vorherrschten, wurden seinerzeit für die schwächelnde Wirtschaft verantwortlich gemacht. Dieses Mal kann man den Kursrückgang am Aktienmarkt allerdings nicht irgendwelchen unkontrollierbaren externen Wetterkräften in die Schuhe schieben.</p>
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<p><strong>„It stinks“</strong></p>
<p>Die nervöse Reaktion einiger Notenbanker vermittelt vielmehr den Eindruck, als sei man sich dort bewusst, dass große Teile der Vermögen der Superreichen, der so genannten „high beta rich“, an das Schicksal der Aktienmärkte gebunden sind. Und das in großem Maße mit Aktienkäufen auf Kredit. So verfehlte die so genannte NYSE Margin Debt im August das historische Februar-Hoch von 466 Mrd. nur noch um 3 Mrd. US-Dollar.</p>
<p>Dabei ist in jüngster Zeit immer wieder davon zu hören, dass die Entwicklung der Ungleichheit in den USA weiter zugenommen haben soll. In einem Blogbeitrag habe ich seinerzeit im Februar (<strong><a href="https://www.joachim-goldberg.com/zur-falschen-zeit-das-richtige-tun/">HIER</a></strong>) bereits dargelegt, dass allein im Jahr 2012 die oberen fünf Prozent der Spitzenverdiener gemäß einer Studie<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> für 38 Prozent des heimischen Verbrauchs verantwortlich waren und man davon ausgehen kann, dass 90 Prozent der inflationsbereinigten Konsumausgaben von den oberen 20 Prozent der am Einkommen gemessenen Haushalte getätigt wurden. Sobald Highend­produkte nicht mehr nachgefragt werden, weil sich bei den Superreichen eine Korrektur im Aktienmarkt in deren Portfolien überproportional niederschlägt, bedarf es nicht mehr viel Fantasie, um zu verstehen, was der Journalist und Schriftsteller Robert Frank meint, wenn er den S&amp;P 500 als das neue Bruttoinlandsprodukt bezeichnet. Immerhin: Im Februar dieses Jahres hat man seitens der US-Notenbank das Zurückfahren der Anleihekaufprogramme, das so genannte Tapering, wahrscheinlich aufgrund der Wetterausrede nicht gestoppt.</p>
<p>Dieses Mal liegt der Fall anders, insbesondere weil sich überdies die konjunkturelle Situation in der Eurozone deutlich verschlechtert hat und es nicht den Anschein hat, als besäße die EZB eine schnelle und wirkungsvolle Antwort darauf. Nicht umsonst hat Wolfgang Münchau in einer Kolumne der gestrigen Ausgabe der „Financial Times“ darauf hingewiesen, dass die eigentliche Gefahr für die Eurozone nicht primär in deren Verschuldung, sondern in einer wirtschaftlichen Stagnation liegt.</p>
<p>War das also alles nach unten am Aktienmarkt? Selbst wenn sich die Börsen dies-und jenseits des Atlantiks kurzfristig stabilisieren sollten – mich treibt eine Ahnung um, die ein Brite so beschreiben würde: „It stinks“.</p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Cynamon, Barry Z. and Fazzari, Steven M. (Jan 23rd, 2014): <em>Inequality, the Great Recession, and Slow Recovery</em>, <a href="http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2205524">http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2205524</a></p>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 17:10:09 +0000</pubDate>
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