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	<title>QE-Programm Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Wahltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 05:53:55 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern ordentlich erholten, blieb der Dollar interessanterweise dennoch gefragt. Der Euro produzierte gar zum sechsten Mal hintereinander einen Tagesverlust. Zwar ist der Ausgang der US-Wahlen völlig ungewiss, aber es hat den Anschein, als ob die Akteure zumindest nicht mit einer Aktien-Short-Position in die Wahlnacht gehen möchten. Und es gibt durchaus Analysten, die sich vorstellen können, dass der Ausgang der wohl wichtigsten Wahlen in den USA seit Jahrzehnten für die Finanzmärkte sogar am Ende ein sogenanntes Non-event darstellen könnte. Natürlich besteht weiterhin die Meinung,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>655)</strong>             Während sich die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks gestern ordentlich erholten, blieb der Dollar interessanterweise dennoch gefragt. Der Euro produzierte gar zum sechsten Mal hintereinander einen Tagesverlust. Zwar ist der Ausgang der US-Wahlen völlig ungewiss, aber es hat den Anschein, als ob die Akteure zumindest nicht mit einer Aktien-Short-Position in die Wahlnacht gehen möchten. Und es gibt durchaus Analysten, die sich vorstellen können, dass der Ausgang der wohl wichtigsten Wahlen in den USA seit Jahrzehnten für die Finanzmärkte sogar am Ende ein sogenanntes Non-event darstellen könnte.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12682" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/11/03112020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Im Zweifel handelt die Fed</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich besteht weiterhin die Meinung, dass ein Erdrutschsieg der Demokraten Hoffnung auf ein Konjunkturprogramm wiederbeleben und damit ein Kaufargument für Aktien darstellen würde. Zumindest kurzfristig. Aber es gibt mittlerweile Stimmen, die einem US-Stimulus-Programm gar nicht mehr so große Bedeutung beimessen. Psychologisch verständlich, denn mental hatte man jedwede Hoffnung auf ein solches Programm zumindest auf kurze Sicht ohnehin abgeschrieben. Aber wenn nun schon die Fiskalpolitik nicht schnell reagieren kann, spielt mancherorts plötzlich doch wieder die Geldpolitik der Zentralbank eine Rolle. Zumindest insofern, als zusätzliche quantitative Lockerungsmaßnahmen zumindest den US-Aktienmärkten wie schon in den Monaten zuvor noch einmal einen Schub verleihen könnten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Am Ende doch wieder bullisch</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dies wäre insofern von Bedeutung, falls das Wahlergebnis von heute Nacht knapp ausfiele oder angefochten werden sollte. Zwar würden die Aktienmärkte vermutlich erst einmal risikoavers reagieren. Wahrscheinlich gelangten die Akteure dann aber recht schnell zu der Überzeugung, dass es ja immer noch ein Ass im Ärmel gibt: Die Fed, die im Zweifel mit weiteren taubenhaften geldpolitischen Maßnahmen für noch mehr Liquidität sorgen würde. So gesehen ist die Angst, die nächste Rallye am Aktienmarkt zu verpassen, womöglich größer als die Angst vor einem unklaren Wahlausgang oder einer Verschlechterung der Covid-19-Situation.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So gesehen liegen die Vorteile derzeit beim Dollar, und der Euro bleibt trendlos und leicht unter Druck (Risiko zunächst bis <strong>1,1510</strong>). Dies gilt zumindest solange, wie das Niveau von <strong>1,1780/85</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em>Da ich Mittwochvormittag wegen der US-Wahlen beruflich anderweitig engagiert bin, wird es mir nicht möglich sein, einen zeitnahen Kommentar zu erstellen. Die nächste Ausgabe von Dollar am Morgen kann daher erst am Donnerstag (5. November) erscheinen.</em></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Deutsche Anleihen – Trendwende oder nur Korrektur?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2015 07:38:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesanleihe]]></category>
		<category><![CDATA[Deflationsängste]]></category>
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		<category><![CDATA[Rendite]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Monate ist es gerade einmal her, dass die Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen mit fünf Basispunkten einen neuen historischen Tiefpunkt mar­kierte. Bei den Papieren mit kürzerer Laufzeit war die Rendite zu einem großen Teil sogar unter die Nulllinie gefallen. Dass es hierfür nur wenige fundamentale Erklärungen gab, beunruhigte viele Investoren und Marktbeobachter. Nun ist [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Monate ist es gerade einmal her, dass die Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen mit fünf Basispunkten einen neuen historischen Tiefpunkt mar­kierte. Bei den Papieren mit kürzerer Laufzeit war die Rendite zu einem großen Teil sogar unter die Nulllinie gefallen. Dass es hierfür nur wenige fundamentale Erklärungen gab, beunruhigte viele Investoren und Marktbeobachter.</p>
<p>Nun ist der seit September 2014 anhal­tende Abschwung der Renditen zehn­jähriger Bundesanleihen unter ein Prozent seit neun Wochen in einer rasanten Korrekturbewegung zu­mindest temporär bis über die Ein-Prozent-Linie wettgemacht gemacht worden. Trendwende oder nur Korrektur? In meinem „Thema des Monats“ Juni bin ich der Beantwortung dieser Frage im Auftrag der WGZ Bank unter dem Titel <em>Deflationsängste, negative Zinsen – alles schon vorbei?</em> <span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.wgz-zertifikate.de/de/zertifikate/infothek/goldberg/index.html" target="_blank">HIER</a></strong></span> nachgegangen.</p>
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		<title>Deutschland will nicht (Teil II)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 16:24:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[selektive Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angesichts der starken Kursverwerfungen der vergangenen Tage und der heute endenden Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank mag das jüngste Statement von Bundesbankpräsident Jens Weidmann nicht auf das übliche Interesse gestoßen sein. So hatte Weidmann gegenüber dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten noch einmal seinen Widerstand gegen den Kauf von Staatsanleihen bekräftigt. Und dies, obwohl die Bundesbank [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der starken Kursverwerfungen der vergangenen Tage und der heute endenden Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank mag das jüngste Statement von Bundesbankpräsident Jens Weidmann nicht auf das übliche Interesse gestoßen sein. So hatte Weidmann gegenüber dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten noch einmal seinen Widerstand gegen den Kauf von Staatsanleihen bekräftigt. Und dies, obwohl die Bundesbank zehn Tage, nachdem sie bereits ihren Inflationsausblick nach unten korrigiert hatte, noch einmal eine Revision nachreichte. Für mich sah es so aus, als habe Jens Weidmann seine Position noch nie so offen und deutlich wie gestern dargelegt, und das nicht nur, weil der Bundesbankpräsident einräumte, dass selbst in Deutschland einige Monate negativer Inflationsraten möglich seien und er eine solche Entwicklung dennoch nicht als Deflation bezeichnen würde. Denn er erklärte außerdem, dass die EZB ihrem Auftrag, für Preisstabilität zu sorgen, sogar dann nachkommen würde, wenn das Inflationsziel einige Zeit nicht erreicht würde – ein Zustand, der nun bereits seit knapp zwei Jahren in der Eurozone vorherrscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Mit anderen Worten: <strong>Es gibt keine Deflation, und es wird auch keine geben</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun kann man durchaus über die Effektivität von quantitativen Lockerungsprogrammen trefflich diskutieren und auch der Meinung sein, die EZB sei kein „Sklave der Märkte“. Eine Notenbank müsse, wenn nötig, auch mal die Märkte enttäuschen, ließ sich Weidmann vernehmen. Das Problem ist nur: Dank der großen Versprechungen von EZB-Präsident Mario Draghi haben die Märkte ein quantitatives Lockerungsprogramm bereits seit langem eingepreist. Dass sich eine Enttäuschung über das Ausbleiben eines wirksamen Anleihekaufprogramms in den Finanzmärkten entsprechend entladen könnte, ist dabei eine Sache, und davor zu schützen fällt nicht in den Aufgabenbereich der EZB. Obwohl eine entsprechende Erwartungshaltung in Folge von Draghis Ausspruch „Whatever it takes“ 2012 vermutlich sogar eine massive Eurokrise verhindert hat.</p>
<p>Auch hat Jens Weidmann Recht, dass ein QE-Programm zu einer Umverteilung der Risiken zwischen den Steuerzahlern der einzelnen Staaten führen würde. „Es sei denn…. jede Notenbank kauft auf eigenes Risiko Anleihen des eigenen Landes.“</p>
<p>Da frage ich mich, wozu man dann eigentlich noch eine Europäische Zentralbank oder gar eine Gemeinschaftswährung braucht. Vor allem aber hat uns Jens Weidmann klargemacht, dass es in der nahen oder selbst ferneren Zukunft keine Konfiguration von Umständen geben wird, bei der er ein Anleihekaufprogramm à la QE unterstützen würde. Nein, nicht nur Deutschland will nicht (vgl. meinen Beitrag <span style="text-decoration: underline;"><a href="https://www.joachim-goldberg.com/deutschland-will-nicht/" target="_blank"><strong>HIER</strong></a></span>), sondern auch seine Notenbankvertreter bleiben bei einem klaren Nein, ohne allerdings Lösungsalternativen anzubieten, die mehr zu bieten haben als eine schlichte Leugnung der Realität.</p>
<p>Deutlich Ja gesagt haben indes die von der Börse Frankfurt wöchentlich befragten Anleger zum DAX, obwohl dieser im Wochenvergleich vier Prozent an Wert verloren hat. Die entsprechende Analyse, die ich wie immer für die Börse Frankfurt erstellt habe, finden Sie<span style="text-decoration: underline;"> <strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+eiskalt+ins+fallende+messer+gegriffen+77293" target="_blank">HIER</a>.</strong></span></p>
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		<title>Deutschland will nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2014 17:15:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Deflationsbekämpfung]]></category>
		<category><![CDATA[EZB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeichen mehren sich, dass die Europäische Zentralbank das größte Anleihekaufprogramm in ihrer Geschichte möglicherweise bereits im Januar in Angriff nehmen wird. Nun gibt es nach Informationen der FAZ innerhalb der EZB Berechnungen darüber, wie sich ein solches QE-Programm auf die Inflation auswirken könnte. Danach würde ein Anleihekaufprogramm in Höhe von 1.000 Milliarden Euro eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/deutschland-will-nicht/">Deutschland will nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeichen mehren sich, dass die Europäische Zentralbank das größte Anleihekaufprogramm in ihrer Geschichte möglicherweise bereits im Januar in Angriff nehmen wird. Nun gibt es nach Informationen der FAZ innerhalb der EZB Berechnungen darüber, wie sich ein solches QE-Programm auf die Inflation auswirken könnte. Danach würde ein Anleihekaufprogramm in Höhe von 1.000 Milliarden Euro eine Erhöhung der Inflationsrate von lediglich 0,15-0,60 Prozent mit sich bringen. Diese Berechnung basiert auf verschiedenen makroökonomischen Modellen, bei denen der Durchschnittsinvestor vermutlich keine Ahnung hat, worauf diese beruhen. Aber darum geht es auch nicht.</p>
<p>Die Reaktion auf diese Simulationen fiel erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Die einen wehren sich ohnehin vehement aus verschiedensten Motiven gegen ein QE-Programm. Wobei man natürlich durchaus zu dem Schluss kommen könnte, dass bei einer Erhöhung der Inflationsrate am unteren Ende der Simulationsbandbreite von 0,15 Prozent Anleihekäufe zur Bekämpfung von Deflationsgefahren ohnehin keinen Sinn hätten. Andere wiederum rechnen hoch und kommen zu dem Schluss, dass man für ein Prozent Mehr an Inflation ein QE-Programm von ca. 7.000 Milliarden Euro auflegen müsste.</p>
<p>Mir scheint indes nur eines gewiss: Die bisherigen Maßnahmen der EZB (Covered Bonds und ABS-Ankäufe) sind nicht dazu geeignet, die Bilanzsumme der Zentralbank um eine Billion Euro aufzublähen, geschweige denn gegen sinkende Inflationsraten wirkungsvoll vorzugehen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass jene Maßnahmen zu einem Zeitpunkt beschlossen wurden, als die Prognosen der EZB und anderer Institute für Wachstum und Inflation der Eurozone noch wesentlich höher als zuletzt lagen. Anders ausgedrückt: Die EZB hat ihr Mandat bislang nicht überschritten, sondern mit Kompromissen wegen des Widerstands der Neinsager innerhalb des EZB-Rats vernachlässigt.</p>
<p>Schon lange stoßen die Pläne der EZB, massenhaft Staatsanleihen aufzukaufen, bei vielen Ökonomen hierzulande auf teilweise sehr deutlich formulierte Kritik. Und manchem Kommentator ist erst vor kurzem klar geworden, dass der Ankauf von Staatsanleihen letztlich dieselbe Wirkung und die gleiche Haftung der Mitgliedstaaten wie die Einführung von Eurobonds mit sich bringt. Abgesehen davon, dass die Kritiker dieser Pläne keine wirkungsvollen Alternativen vorschlagen, bleibt bei der ganzen Diskussion eines unverkennbar: Deutschland will nicht für die anderen haften. Tatsächlich bin ich geneigt, Martin Wolf von der Financial Times zu folgen, der in seiner heutigen Kolumne feststellt, dass sich Deutschland nicht darum gerissen habe, den Euro zu bekommen. Im Gegenteil: Der Euro war der Preis, den andere törichterweise von den Deutschen für die Wiedervereinigung verlangt hatten. Aber eines stellt Wolf ebenfalls klar: Die deutschen Politiker hätten die politischen und ökonomischen Konsequenzen einer Währungsunion [damals durchaus] begriffen. Und dieser Zahltag rückt nun auf die eine oder andere Weise immer näher.</p>
<p>Wie die Börsianer anhand dieser Erkenntnisse derzeit die Lage für den DAX einschätzen, können Sie wie immer mittwochs <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+jahresendrallye+geht+die+luft+aus+76997" target="_blank"><strong>HIER</strong></a> nachlesen, wo ich die jüngste Stimmungsumfrage für die Börse Frankfurt kommentiert habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/deutschland-will-nicht/">Deutschland will nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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