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	<title>Prognosebänder Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Schreckensdaten überstürzen sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2020 04:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelhandelsumsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Prognosebänder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass die wilden Tage an den Finanzmärkten noch längst nicht vorbei sind, wurde gestern wieder einmal eindrucksvoll bestätigt. Denn mit einem Mal schien die Risikoaversion bei vielen Akteuren zurückgekehrt. Sei es, dass die Prognose des IWF vom Dienstag dem einen oder anderen klar gemacht hatte, dass vor allem die Erholung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks möglicherweise etwas zu deutlich ausgefallen sein mag. Aber hat diese Prognose tatsächlich so überrascht? Oder sei es, dass die Publizierung einiger ökonomischer Daten aus den USA...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,0870)</strong>             Dass die wilden Tage an den Finanzmärkten noch längst nicht vorbei sind, wurde gestern wieder einmal eindrucksvoll bestätigt. Denn mit einem Mal schien die Risikoaversion bei vielen Akteuren zurückgekehrt. Sei es, dass die Prognose des IWF vom Dienstag dem einen oder anderen klar gemacht hatte, dass vor allem die Erholung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks möglicherweise etwas zu deutlich ausgefallen sein mag. Aber hat diese Prognose tatsächlich so überrascht? Oder sei es, dass die Publizierung einiger ökonomischer Daten aus den USA den Marktteilnehmern womöglich einen Schrecken eingejagt hat. Ist den Akteuren plötzlich doch bewusst geworden, dass die Corona-Pandemie für Gesellschaft und Wirtschaft noch schlimmere Konsequenzen als bereits antizipiert haben könnte? <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11872" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/16042020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/16042020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/04/16042020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><br />
</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Extrem weite Prognosebänder reichen nicht aus</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es fällt schwer, angesichts des hohen Grundrauschens an negativen ökonomischen Berichten an einen Überraschungseffekt zu glauben. Wenn man nur einmal die gestrigen Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen des Monats März betrachtet. Ja, der Rückgang von 8,7 Prozent gegenüber dem Vormonat bedeutete nicht nur einen unrühmlichen Rekord. Vielmehr übertraf diese Zahl auch noch die Median-Erwartung der Ökonomen von -8,0 Prozent. Aber was dieser Konsens tatsächlich wert ist, zeigt die Bandbreite der Vorhersagen, die von 0 (!) bis -24 Prozent reichte.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Relativ ordentlich, aber absolut schlecht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wenn man die Autoverkäufe herausrechnet, sieht der Rückgang der Einzelhandelsumsätze mit einem Minus von 4,5 Prozent sogar relativ ordentlich (wenn man diesen Begriff überhaupt verwenden möchte) aus – die Ökonomen berechneten hierfür ein Minus von 5,0 Prozent. Wenn man dann auch noch die Umsätze im Bereich Lebensmittel, Baumaterialien und Kraftstoffe herausrechnet, landet man schließlich bei der sogenannten Kontrollgruppe, der Kernrate der Einzelhandelsumsätze. Und die ist im März sogar (überraschend) um 1,7 Prozent gestiegen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wären da nicht noch andere Daten fällig gewesen, wie etwa die Zahlen zur US-Industrieproduktion, die so stark wie zuletzt vor mehr als 70 Jahren abgestürzt war. Ganz zu schweigen vom New York State Empire-Index, der für April mit -78,2 sogar noch jenseits der pessimistischsten Prognosen der Ökonomen und sogar doppelt so tief wie zum schlimmsten Zeitpunkt nach der Finanzkrise 2008 lag.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Risikoaversion belebt Dollar- Nachfrage</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kurzum: Auch wenn die Wenigsten vermutlich wissen, wie schlimm diese Daten in ihrer absoluten Aussagekraft sein mögen, bekommt man zumindest einen relativen Eindruck davon, was sich ökonomische Experten so an Dramatik vorstellen können. Angesichts der fast schon überraschend deutlich zurückgekehrten Risikoaversion der Finanzmarktteilnehmer hat der Dollar naturgemäß gestern deutlich profitiert und zeitweise innerhalb dieser einen Handelssitzung sogar fast die kompletten Kurseinbußen seit einer Woche wettgemacht. Im gleichen Zuge hat sich der Euro wieder eindrucksvoll abgeschwächt und seinen beinahe schon zum Erliegen gekommenen kurzfristigen Abwärtstrend wiederbelebt. Allerdings hat sich das Risiko der Abwärtsbewegungen durch die Entwicklung der vergangenen Handelstage zumindest kurzfristig reduziert und reicht zunächst nur noch bis <strong>1,0675</strong>. Der Trend bleibt auf jeden Fall intakt, solange <strong>1,1000/05</strong> nicht mehr überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Mit PEPP gegen die Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2020 05:49:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[PEPP]]></category>
		<category><![CDATA[Prognosebänder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zugegebenermaßen fällt es manchmal schwer, über die (positive) Entwicklung der Finanzmärkte während der vergangenen Tage zu schreiben, solange immer noch das Corona-Virus die Welt in Atem hält und längst noch nicht unter Kontrolle ist. Ganz zu schweigen von den ökonomischen Folgen. Aber die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks produzieren derzeit zumindest eine Rallye im Bärenmarkt. Angetrieben durch die gigantischen Anleihekaufprogramme von Fed und EZB.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1060)</strong>             Zugegebenermaßen fällt es manchmal schwer, über die (positive) Entwicklung der Finanzmärkte während der vergangenen Tage zu schreiben, solange immer noch das Corona-Virus die Welt in Atem hält und längst noch nicht unter Kontrolle ist. Ganz zu schweigen von den ökonomischen Folgen. Aber die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks produzieren derzeit zumindest eine Rallye im Bärenmarkt. Angetrieben durch die gigantischen Anleihekaufprogramme von Fed und EZB.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11792" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/27032020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/27032020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/03/27032020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Mit neuen Regeln</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">So reichte gestern allein die Ankündigung der EZB, das 750 Mrd. Euro schwere Anleihekaufprogramm begonnen zu haben, für eine positive Stimmung. Natürlich dürfte auch der Verzicht der Zentralbank auf die einstmals selbst gesetzte Regel bei den neuen Anleihekäufen im Rahmen von PEPP (Pandemic Emergency Purchase Program) zur Nachfrage nach Aktien und Euro geführt haben: Die Beschränkung, dass die Notenbank höchstens ein Drittel aller Staatsanleihen eines Euro-Landes kaufen darf, soll nicht für PEPP gelten. Denn dadurch wäre womöglich die Effektivität des neuen Programms infrage gestellt worden. Wieder einmal heiligt also der Zweck die Mittel, denn die Drittel-Regel sollte verhindern, dass sich die EZB dem Verdacht aussetzt, Staatsfinanzierung zu betreiben.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch genügend Munition</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">In den USA gab es indes einen außergewöhnlichen, weil seltenen TV-Auftritt von Fed-Präsident Jerome Powell. Das Interview, das er dem Sender NBC gab, sollte nämlich dazu dienen, dem Durchschnittsamerikaner die Rolle der Notenbank während der Coronakrise etwas näherzubringen. Um es auf den Punkt zu bringen:  Powell machte deutlich, dass die Fed noch über genügend zusätzliche [geldpolitische] Munition, sofern nötig, verfüge.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fürchterliche Zahlen (wie erwartet)</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es um den US-Arbeitsmarkt nicht gut steht, habe ich bereits gestern ausgeführt. Noch nie in der Geschichte der Finanzmärkte dürfte die Publizierung der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA von den Akteuren mit so viel Spannung erwartet worden sein wie gestern. Aber diese fürchterliche Zahl von 3.283 Mio. „initial jobless claims“ in der Woche zum 20. März hatte ihren Schrecken eigentlich schon längst verloren, denn die „Flüsterschätzungen“ reichten sogar bis 5 Millionen, also bis zu einem Wert, der den „worst case“ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abdeckte. Die Konsensschätzung der Ökonomen lag übrigens bei knapp 1,7 Millionen, und die Bandbreite der 47 von Bloomberg befragten Volkswirte reichte von 360 Tsd. bis zu 4,4 Mio. Neuanträgen. Wobei ein Kommentator wohl scherzhaft gemeint die Frage stellte, ob der Ökonom, der für die untere Begrenzung dieses extrem breiten Prognosebandes verantwortlich war, sich nicht einen neuen Job suchen müsse.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat der Euro gestern, nicht zuletzt auch infolge der fortgesetzten Dollarschwäche, den fünften Handelstag hintereinander – auch als ein Zeichen zurückgekehrter Risikofreude – mit einem Kursplus aufwarten können. Dabei ist das Stabilitätsniveau von 1,0965 gestern überschritten worden und hat dem kurzfristigen Abwärtstrend sein Momentum genommen. Letzteres würde derzeit erst wieder unterhalb von <strong>1,0860</strong> neu aufleben.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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		<title>Die Kraft von Vorhersagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 17:39:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[EZB-Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Overconfidence]]></category>
		<category><![CDATA[Prognosebänder]]></category>
		<category><![CDATA[Prognosen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prognosen seien schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft beträfen, das wusste schon Mark Twain. Denn ihm wird dieses wunderbare Bonmot zugeschrieben. Dennoch sind treffsichere Vorhersagen – gerade wenn es um Geld geht – sehr gesucht. Und so wundert es nicht, wenn Finanzmarktexperten Prognoseirrtümer nicht gerne zugeben möchten. Viel häufiger werden indes Vorhersagen, die sich als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Prognosen seien schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft beträfen, das wusste schon Mark Twain. Denn ihm wird dieses wunderbare Bonmot zugeschrieben. Dennoch sind treffsichere Vorhersagen – gerade wenn es um Geld geht – sehr gesucht. Und so wundert es nicht, wenn Finanzmarktexperten Prognoseirrtümer nicht gerne zugeben möchten. Viel häufiger werden indes Vorhersagen, die sich als falsch herausstellen, nicht zurückgenommen, sondern vorzugsweise peu à peu an die tatsächliche Marktentwicklung angepasst, als ob nichts geschehen sei und man immer schon gewusst habe, wohin der Kursverlauf strebt. Die Leidtragenden sind dann diejenigen, die sich auf solche Analysen verlassen haben, Sie müssen dann zusehen, wie sie mit diesen „Anpassungen“ zurechtkommen. Und oft geht ihre Anpassung an die Realität mit monetären Verlusten einher.</p>
<p>Deswegen erstaunte mich unlängst die Geschichte eines bekannten Analysten, von der mir mein ehemaliger Mitstreiter Herman Brodie berichtete. Denn der Experte – und das ist für diese Branche unüblich – gab unumwunden zu, dass er sich bezüglich der Entwicklung des Ölpreises geirrt habe: Der Fachmann hatte offenbar vor längerer Zeit vollmundig verkündet, der Preis für Rohöl würde, zumindest solange er auf der Welt sei, nicht mehr unter 50 Dollar pro Barrel fallen. In der Tat eine taktisch nicht ganz ungefährliche Prognose, denn auch Experten in Sachen Zukunft leben heutzutage manchmal länger, als sie es selbst für möglich halten. Mit anderen Worten: Der Analyst wäre gut beraten gewesen, die Gültigkeit seiner Prognose zeitlich zu begrenzen.</p>
<p>Aber nicht nur auf der zeitlichen Ebene überschätzen sich Prognostiker recht häufig. Gerade wenn es um Bandbreiten von Vorhersagen geht, stellt sich immer wieder heraus, dass die Experten diese Prognosebänder – oftmals auf Grund eines überzogenen Vertrauens (overconfidence) in die eigene Treffsicherheit – häufig viel zu eng fassen. Kritisch wird es, wenn auf Basis dieser Vorhersagen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Zum Beispiel im EZB-Rat.</p>
<p>So wies mich mein Ex-Kollege unlängst darauf hin, dass die Inflationsprognosen des Beraterstabs innerhalb der Europäischen Zentralbank seit langem permanent zu hoch ausfielen. So war etwa der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HICP) der EU für Dezember 2014 zwei Jahre zuvor mit einer Bandbreite zwischen 0,6 und 2,2 Prozent prognostiziert worden. Der tatsächliche Wert fiel dann mit -0,2 Prozent deutlich aus diesem Rahmen. Natürlich kann man sich irren, aber es hat uns dann doch überrascht, dass die jüngste Zwei-Jahresvorhersage nun sogar mit einem noch engeren Band von 0,6 bis 2,0 Prozent angegeben wurde. Ganz davon abgesehen, dass negative Preis-Veränderungen die Vorstellungskraft der Experten offenbar übersteigen.</p>
<p>Was die Vorstellungskraft der institutionellen Anleger hinsichtlich der DAX-Entwicklung angeht, habe ich die jüngsten Ergebnisse der Stimmungsumfrage der Börse Frankfurt <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+verpasste+kaufgelegenheit+78151" target="_blank"><strong>HIER</strong></a> kommentiert.</p>
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