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	<title>Lockdown 2.0 Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Im Griff des Lockdown</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 05:50:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Lockdown 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[US-Konjunkturprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun haben wir ihn also: den neuen Shutdown (light) in Deutschland, der ab Montag den ganzen November lang greifen soll. Dass die Aktienmärkte diesen Schritt nicht goutierten, sollte nicht überraschen. Der DAX verlor gestern abermals deutlich an Wert, dieses Mal mehr als 4 Prozent. Auch hat es nun den Euro erwischt, der für meinen Geschmack immer noch verhalten auf die Welle der Risikoaversion reagierte. Aber auch die US-Aktienmärkte haben Federn gelassen. Vermutlich nicht einmal nur wegen der neuen Lockdown-Maßnahmen in Deutschland oder anderswo in Europa. Vielmehr haben die US-Börsianer daran zu kauen, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/im-griff-des-lockdown/">Im Griff des Lockdown</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>750)</strong>             Nun haben wir ihn also: den neuen Shutdown (light) in Deutschland, der ab Montag den ganzen November lang greifen soll. Dass die Aktienmärkte diesen Schritt nicht goutierten, sollte nicht überraschen. Der DAX verlor gestern abermals deutlich an Wert, dieses Mal mehr als 4 Prozent. Auch hat es nun den Euro erwischt, der für meinen Geschmack immer noch verhalten auf die Welle der Risikoaversion reagierte.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12666" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/29102020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/29102020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/10/29102020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch die US-Aktienmärkte haben Federn gelassen. Vermutlich nicht einmal nur wegen der neuen Lockdown-Maßnahmen in Deutschland oder anderswo in Europa. Vielmehr haben die US-Börsianer daran zu kauen, dass das wochenlang diskutierte US-Konjunkturprogramm nicht auf die Schnelle kommen wird. Und je nach Wahlausgang könnte sich die Verabschiedung eines von den US-Bürgern doch so stark benötigten Stimulus-Programms sogar noch weiter verzögern. Sollte es nämlich den Demokraten nicht gelingen, die Mehrheit im Senat zu übernehmen, und Donald Trump nicht zum US-Präsidenten wiedergewählt werden, wäre die Chance auf ein späteres großes Stimulus-Paket eher gering.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Großes US-Stimulus-Programm auch später nicht gesichert </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und selbst mit einem wiedergewählten Donald Trump wäre es noch längst nicht sichergestellt, dass das Konjunkturpaket einmal tatsächlich 2 Billionen USD – dies ist der Referenzpunkt der Akteure an den Finanzmärkten – umfassen wird. Denn auch in einem neu zusammengesetzten US-Senat gäbe es natürlich Republikaner, die möglicherweise darauf bestehen würden, ein Paket so klein wie möglich, aber so groß wie nötig zu schnüren. Und sollten die Wahl-Prognosen in die Richtung gehen, dass es doch nicht zu einem Erdrutschsieg der Demokraten kommen sollte, müssten die Akteure an den Finanzmärkten ein massives Ausgabenprogramm auspreisen. Die Folge: sinkende Aktienkurse und ein steigender Dollar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Investoren mehrheitlich zuversichtlich</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dennoch scheinen zumindest die heimischen Investoren den DAX noch nicht abgeschrieben zu haben. Denn interessanterweise hat sich das Sentiment der Börse Frankfurt sowohl bei den institutionellen als auch bei den Privatanlegern bei der gestrigen Befragung, die ich <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/ad3af1c8-9f57-4108-b5f2-0424e597dfd0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong> (oder im Online-Video <strong><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.youtube.com/watch?v=zUnecEekaE8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></span></strong>) kommentiert habe, verbessert. Bei den institutionellen Investoren ist sogar leichter Optimismus erkennbar. Offenbar glaubt zumindest ein Teil der Befragten, dass auch diese deutliche Abwärtskorrektur von mehr als 10 Prozent alleine innerhalb des Zeitraums der vergangenen neun Tage wieder aufgefangen wird. Zumindest hätte eine darauf basierende Taktik während der großen Erholungsrallye seit den Corona-Tiefs der Aktienmärkte seit Ende März – richtiges Timing vorausgesetzt – funktioniert.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Unterdessen hat sich die gestiegene Risikoaversion der Akteure auch in der Dollar-Nachfrage niedergeschlagen und letztlich auch den Euro mit Versagen von 1,1755 aus seinem positiven Fahrwasser befördert. Und der kurzfristige Aufwärtstrend wäre bei dieser Gelegenheit auch noch fast beendet worden – dies wäre nun nach Unterlaufen von <strong>1,1715</strong> der Fall. Derzeitige Schwächetendenz des Euro bleibt jedenfalls vorherrschend, solange <strong>1,1805</strong> nicht überwunden wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Von Fröschen lernen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 05:57:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Adaption]]></category>
		<category><![CDATA[Lockdown 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Stopp-Loss]]></category>
		<category><![CDATA[Verlustaversion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hieß es nicht lange Zeit hierzulande, dass es auf keinen Fall einen zweiten totalen Lockdown geben werde? Nicht zuletzt, weil man ihn sich ökonomisch nicht leisten könne? Nun scheint aber genau dieser Lockdown immer wahrscheinlicher zu werden. Auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schließt einen solchen Schritt nicht mehr aus, und in Deutschland tastet man sich ganz vorsichtig an das eigentlich Undenkbare heran. Nach der Vorstellung einiger Ministerpräsidenten der Bundesländer könnte es aber auch ein stufenweiser Weg hinein...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-froeschen-lernen/">Von Fröschen lernen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1</strong><strong>775)</strong>             Hieß es nicht lange Zeit hierzulande, dass es auf keinen Fall einen zweiten totalen Lockdown geben werde? Nicht zuletzt, weil man ihn sich ökonomisch nicht leisten könne? Nun scheint aber genau dieser Lockdown immer wahrscheinlicher zu werden. Auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schließt einen solchen Schritt nicht mehr aus, und in Deutschland tastet man sich ganz vorsichtig an das eigentlich Undenkbare heran. Nach der Vorstellung einiger Ministerpräsidenten der Bundesländer könnte es aber auch ein stufenweiser Weg hinein in den vollständigen Lockdown sein.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Langsam oder sofort zum Lockdown 2.0?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Noch vor einer Woche wollte eigentlich kaum jemand über einen Lockdown 2.0 öffentlich sprechen. Dennoch diskutierte ich (<span style="color: #000000;"><strong><a style="color: #000000;" href="https://www.joachim-goldberg.com/2020/10/21/lockdown-2-0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>), dass die seinerzeit noch lokal begrenzten Aktionen an einen Flickenteppich erinnerten, der mit der Zeit immer einheitlicher werden würde. Nun haben die stark gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen dafür gesorgt, dass alles noch viel schneller geht. Und der stufenweise Lockdown scheint auf den ersten Blick den Eindruck zu vermitteln, noch sei man Herr der Lage, ohne zum Äußersten greifen zu müssen. Als Alternative war gestern aber auch von der Möglichkeit eines sogenannten kurz angelegten „Wellenbrecher-Lockdowns“ die Rede, wie ihn etwa der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ins Spiel brachte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Langsam zu Tode gekocht</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dabei interessiert mich weniger, welche Methode nun am Ende die erfolgreichere wäre. Aus psychologischer Sicht ist aber zumindest anzumerken, dass Menschen selbst den Widerwillen gegen eine bestimmte Situation nicht absolut, sondern in seiner Intensität relativ empfinden. Um dieses Phänomen erklären zu können, bedient man sich manchmal des grausamen Experiments mit einem Frosch zur Veranschaulichung. Würde man das arme Geschöpf in kochend heißes Wasser werfen, so würde es sofort versuchen, wieder aus dem Topf herauszuspringen. Wenn man den Frosch stattdessen in kaltes Wasser setzt und dieses langsam erhitzt, wird er in aller Ruhe hinnehmen, wie man ihn langsam zu Tode kocht. Kein schöner Gedanke.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Aussitzen oder Stopp Loss?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Übertragen auf die Covid-19-Problematik scheinen einige Ministerpräsidenten der Länder die betroffenen Menschen schrittweise, möglicherweise auch schneller, wenn es die Infektionszahlen notwendig machen, in Richtung Lockdown 2.0 zu manövrieren. Verbunden mit der zweifelhaften Chance, dass sie sich an die weitreichenden Einschränkungen langsam gewöhnen würden. Das erinnert mich an einen Händler mit einer schiefen Position, die zwar noch nicht existenzbedrohende Verluste zeitigt, aber jeden Tag ein bisschen weiter ins Minus absinkt. Während der Händler weiterhin die Hoffnung hegt, um die aufgelaufenen Verluste doch noch herumzukommen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Ganz im Gegensatz zu Lauterbachs Idee, die auf den ersten Blick brutal erscheint, aber vergleichbar ist mit einem heftigen, aber möglicherweise Schlimmeres verhindernden Stopp-Loss. Die Erkenntnisse der Verhaltensökonomik besagen auf jeden Fall, dass Menschen vielfach eine Aversion gegen die Realisierung von Verlusten haben. Daher wahrscheinlich auch die erste intuitive Abwehrreaktion vieler Menschen gegenüber einem sofortigen Lockdown.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Risikoaversion herrscht vor</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">An den Aktienmärkten ging es gestern ebenfalls schrittweise nach unten, und wer den Mut hatte, nach dem bisherigen altbekannten Muster der vergangenen Monate im fallenden Markt, aus Erfahrung also, auf der Kaufseite einzusteigen, ist zumindest gestern psychisch nicht sonderlich stark unter Druck geraten – die Kursverluste hielten sich in überschaubarem Rahmen. Und der Euro blieb angesichts der auf den Finanzmärkten lastenden Risikoaversion immer noch stabil und bewegte sich fast schon provokant in einer Handelsspanne, die weniger als 50 Stellen betrug. Tatsächlich hat die Gemeinschaftswährung die Bandbreite vom vergangenen Freitag auch gestern bis zum Handelsschluss in New York nicht verlassen können. Dennoch bleibt sie zumindest in positivem Fahrwasser, solange <strong>1,1755/60</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
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