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	<title>langfristiges Kapital Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Gedanken unter dem Dach eines Allzeithochs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 13:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-9528 alignleft" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2017/05/Senti_310517-1-300x114.jpg" alt="" width="300" height="114" />Gefühlt ist es schon eine Ewigkeit her, dass der DAX ein neues Allzeithoch markiert hat. Tatsächlich sind seit dem letzten Gipfel etwas mehr als zwei Wochen verstrichen, ohne dass es in der Zwischenzeit zu einem massiven Einsturz der Börsenkurse gekommen wäre. Zwar ist in vielen Kommentaren von allerhand Ungemach die Rede: Italien-Sorgen, Griechenland-Sorgen (obwohl wir uns an diese ja schon längst gewöhnt haben), Wahl-Sorgen in Großbritannien, weil die einst satte Mehrheit der Premierministerin Theresa May laut jüngsten Umfragen mehr und mehr zu schrumpfen scheint. Dennoch hat der DAX im Rahmen seiner seit elf Handelstagen andauernden Abwärtskorrektur gerade einmal 2,7 Prozent an Wert verloren. Das ist weiß Gott nicht viel und hat in der Vorwoche so manchen Investor zum Zugreifen veranlasst.</p>
<p>Im Prinzip handelt es sich demnach um eine Wunsch-Korrektur. Sie ist nicht zu schnell und nicht zu scharf verlaufen. Und fast alle haben sie kommen gesehen. Diejenigen, die kaufen möchten, haben fast so etwas wie „alle Zeit der Welt“ gehabt, sich in Ruhe zu engagieren und auf einen weiteren Angriff auf die Allzeithochs zu hoffen. Ja, man weiß, man kann sich auf das ausländische Kapital, von dem die Aktienmärkte der Eurozone schon seit geraumer Zeit profitiert haben, verlassen. „Da kommt noch mehr“, glauben Insider zu wissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kaufen leicht gemacht</strong></p>
<p>Mich stören an dieser Weltsicht zwei Dingen. Zum einen, dass sich die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland auf einem ohnehin schon sehr hohen Niveau befinden. Zum anderen halte ich Wunschkorrekturen in Finanzmärkten für nicht ungefährlich. Wenn das Gros der (einheimischen) Akteure zum Zuge kommt, sich in einem Markt nach einer durchschnittlichen Korrektur in aller Ruhe auf der Kaufseite zu positionieren, und die Kurse danach nicht steigen, muss man sich zwangsläufig fragen, wer eigentlich auf der anderen Seite dieser Käufe steht. Bestimmt keine kurzfristigen Händler.</p>
<p>Hoffentlich handelt es sich nicht um langfristige Kapitalabflüsse aus der Eurozone. Ein Indiz dafür wäre, wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar – wovon meiner Wahrnehmung zufolge derzeit nicht viele Marktteilnehmer auszugehen scheinen – deutlich an Wert verlieren und unter 1,0800 USD fallen würde.</p>
<p>Oder haben die Käufer der vergangenen Woche schon wieder die Geduld verloren und sich längst eines anderen besonnen? Ob und welche Warnzeichen es für den DAX derzeit gibt, werde ich in meiner heutigen Sentiment-Analyse erläutern, die ich wie immer für die Börse Frankfurt (<span style="color: #339966;"><strong><a style="color: #339966;" href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Geduld-verloren-2279048" target="_blank" rel="noopener noreferrer">HIER</a></strong></span>) erstellt habe. Eine Video-Aufzeichnung dazu finden Sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xlZb8s0_mCc&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #ff0000;"><strong>HIER</strong></span></a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vage Notenbankpräsidentin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2015 14:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[langfristiges Kapital]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick war ich mir nicht sicher, wie das jüngste Statement der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des US-Senats (Humphrey Hawkins Testimony) zu bewerten sei. Zumindest bei Durchsicht der anglo-amerikanischen Presse konnte man auf den ersten Blick den Eindruck gewinnen, Janet Yellen sei von ihrer bisherigen taubenhaften Position leicht abgerückt. Bei genauem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf den ersten Blick war ich mir nicht sicher, wie das jüngste Statement der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des US-Senats (Humphrey Hawkins Testimony) zu bewerten sei. Zumindest bei Durchsicht der anglo-amerikanischen Presse konnte man auf den ersten Blick den Eindruck gewinnen, Janet Yellen sei von ihrer bisherigen taubenhaften Position leicht abgerückt. Bei genauem Hinsehen entpuppte sich das Statement jedoch als ausgesprochen vage – ein taktisches Meisterstück, das den Finanzmärkten den Eindruck vermitteln sollte, sie bräuchten sich wegen einer Zinserhöhung so schnell keine Sorgen zu machen. Selbst wenn eine Änderung der Wortwahl in der Orientierungshilfe, etwa der Wegfall des Begriffes „patient“, bei einer der kommenden Sitzungen erfolgen sollte, würde dies nicht notwendigerweise eine erste Zinserhöhung bedeuten – wenn überhaupt, dann träte das erst nach weiteren zwei Sitzungen des Offenmarktausschusses ein. Ich bleibe ohnehin nach wie vor der Meinung, dass die Fed auch in den kommenden Monaten angesichts des hohen Dollarkurses nicht mit einem Zinsschritt aufwarten dürfte, zumal sich die Entwicklung des Greenback noch längst nicht in voller Stärke in der US-Handelsbilanz (mit den Folgen Wachstumsschwäche und niedrigeren Importpreisen) bemerkbar gemacht hat.</p>
<p>Unterdessen zeigen sich die Börsianer hierzulande immer noch vergleichsweise skeptisch und äußerst zurückhaltend. Während das Ausland dem deutschen Aktienmarkt das volle Vertrauen ausspricht, was sich nicht nur in der BofA Merrill Lynch Umfrage vor rund 14 Tagen bereits niederschlug, scheinen viele Investoren hierzulande den Zug verpasst zu haben. Jetzt wollen sie natürlich vermeiden, im letzten Moment auf den Trend aufzuspringen und sich dabei bildlich die Beine zu brechen. Diesen Eindruck vermittelt auch die jüngste Sentiment- -Erhebung der Börse Frankfurt, die ich <strong><a href="http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+nicht+einmal+eine+mini+kapitulation+79808">HIER</a></strong> kommentiert habe.</p>
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		<title>Wie Stimmungen Märkte machen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2014 11:57:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalströme]]></category>
		<category><![CDATA[langfristiges Kapital]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sentiment]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Akteure glauben immer noch, dass Finanzmärkte vornehmlich ökonomischen Gesetzmäßigkeiten gehorchen. Gerade die vergangenen Jahre haben seit Beginn der Finanzkrise wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie fundamentale Einschätzungen von Märkten über weite Strecken versagt haben und wie häufig große Trends von vielen Investoren verpasst wurden. Nicht etwa, weil sich die Teilnehmer überaus irrational verhalten hätten – [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Akteure glauben immer noch, dass Finanzmärkte vornehmlich ökonomischen Gesetzmäßigkeiten gehorchen. Gerade die vergangenen Jahre haben seit Beginn der Finanzkrise wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie fundamentale Einschätzungen von Märkten über weite Strecken versagt haben und wie häufig große Trends von vielen Investoren verpasst wurden. Nicht etwa, weil sich die Teilnehmer überaus irrational verhalten hätten – ein Grund, der gerne angeführt wird, wenn sich Marktentwicklungen ökonomisch nicht mehr erklären lassen.</p>
<p>Vielmehr sind es die großen Kapitalströme, die unter anderem auch die Aktienbörsen beeinflussen. Kapitalströme, die häufig für die ganz großen Trends sorgen, weil sie dem Markt Liquidität häufig für lange Zeit entziehen oder zukommen lassen. Und weil die hinter diesen Strömen stehenden Entscheider meist sehr große Volumina zu bewegen haben, können jene ihre Strategie zwangsläufig nicht nach besser oder schlechter als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten ausrichten. Im Gegenteil: Diese „schweren“ Marktteilnehmer wollen unerkannt bleiben und können nur dann ohne massiven Einfluss auf die Preisbildung handeln, wenn sie genügend Kontrahenten für ihre Transaktionen finden. Und doch ist das nur unter der Bedingung möglich, wenn diese Akteure gegen die Überzeugung vieler anderer Marktteilnehmer, am besten gegen die Massen, handeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dem Investor über die Schulter geblickt</strong></p>
<p>Deswegen ist es durchaus nachvollziehbar, dass man zur besseren Einschätzung künftiger Markttrends wissen sollte, in welche Richtung das so genannte „langfristige Kapital“ fließt. Weil sich aber diese Marktteilnehmer nicht gerne in die Karten gucken lassen, muss man sich mit denen beschäftigen, die auf der anderen Seite dieser Kapitalflüsse stehen, also den Kontrahenten dieser langfristigen Marktteilnehmer, die zumindest kurzfristig zwangsläufig die Gegenposition einnehmen müssen. Wie diese Gegenposition aussieht, lässt sich etwa anhand von Stimmungserhebungen unter diesem Segment von Marktteilnehmern herausfinden. Dabei geht es weniger um die emotionalen Befindlichkeiten von Entscheidern, sondern schlichtweg um eine Methode, deren Positionierung herauszufinden. Deswegen erscheint es mir auch wichtig, Stimmungserhebungen nur unter denjenigen vorzunehmen, die tatsächlich auch im jeweiligen Finanzmarkt aktiv sind. Wer nicht handelt, sollte auch nicht nach seiner Meinung gefragt werden, denn er hat keinen Einfluss auf das Marktgeschehen.</p>
<p>Was hinter Stimmungserhebungen tatsächlich steckt und warum ich dieses Instrument vielen anderen Ansätzen gegenüber bevorzuge, habe ich im so genannten „Thema des Monats“, einer Rubrik, die ich für die WGZ Bank (<span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://news.wgzbank.de/go/12/1125HJO7-1120TRLK-Y2PEENI-WJB137I.html">HIER</a></strong></span>) verfassen darf, in der Juli-Ausgabe als ersten Part eines Zweiteilers beschrieben.</p>
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