<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Jackson Hole Archive - Joachim Goldberg</title>
	<atom:link href="https://www.joachim-goldberg.com/tag/jackson-hole/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.joachim-goldberg.com/tag/jackson-hole/</link>
	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
	<lastBuildDate>Fri, 28 Aug 2020 04:50:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.4</generator>
	<item>
		<title>Eine neue Strategie</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/eine-neue-strategie/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/eine-neue-strategie/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2020 04:48:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Asymmetrische Geldpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[durchschnittliches Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Fed]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12421</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun war die Rede von Fed-Chef Jerome Powell zur Eröffnung des virtuellen Jackson-Hole-Symposiums nicht nur mit Spannung erwartet, sondern auch mit hohen Erwartungen der Finanzmarktakteure verbunden gewesen. Und tatsächlich kündigte Jerome Powell einen veränderten Umgang der Notenbank mit dem Begriff des Inflationsziels an. Mit dieser Neuausrichtung der Geldpolitik gilt zwar weiterhin das Inflationsziel von 2 Prozent, allerdings nicht mehr als Zielwert, der mit allen Mitteln erreicht werden soll, sondern als Durchschnittswert über einen längeren Zeitraum...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-neue-strategie/">Eine neue Strategie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1850)</strong>             Nun war die Rede von Fed-Chef Jerome Powell zur Eröffnung des virtuellen Jackson-Hole-Symposiums nicht nur mit Spannung erwartet, sondern auch mit hohen Erwartungen der Finanzmarktakteure verbunden gewesen. Und tatsächlich kündigte Jerome Powell einen veränderten Umgang der Notenbank mit dem Begriff des Inflationsziels an. Mit dieser Neuausrichtung der Geldpolitik gilt zwar weiterhin das Inflationsziel von 2 Prozent, allerdings nicht mehr als Zielwert, der mit allen Mitteln erreicht werden soll, sondern als Durchschnittswert über einen längeren Zeitraum.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-12422" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/28082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/28082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/28082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Der Realität gebeugt</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich hat sich der Offenmarktausschuss (FOMC) der Realität gebeugt, zumal das Inflationsziel von 2 Prozent in den vergangenen Jahren offenkundig über längere Zeiträume verfehlt wurde. Ein Kommentator stellte fest, dass der Index der Privaten Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, in der Kernrate während der vergangenen 20 Jahre im Schnitt lediglich 1,72 Prozent betragen und nicht einmal ein Drittel der Zeit über dem besagten Ziel von 2 Prozent gelegen habe.</span><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Kritiker bemängelten zurecht, dass sich die Fed offensichtlich nicht festlegen wolle, wie nun der Begriff Durchschnittsinflation zu definieren sei. Denn die Länge eines zu berücksichtigenden [gleitenden] Durchschnitts hat natürlich Einfluss darauf, wie lange und wie stark die Inflationsrate die Marke von 2 Prozent überschreiten darf, bis auch der Durchschnittswert dieses Ziel erreicht hat. Kurzum: Neue und höhere Inflationsraten schlagen sich naturgemäß mit einer nicht unerheblichen Verzögerung in ihrem Durchschnittswert nieder.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Asymmetrische Reaktion auf Beschäftigung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun gab Powell auch bekannt, dass das Ziel einer „maximalen Beschäftigung“ in der Neuausrichtung der Geldpolitik ein stärkeres Gewicht bekommen werde. Dabei wird die Fed nicht – wie früher üblich – die Geldpolitik straffen, falls der Arbeitsmarkt heiß zu laufen droht, um möglichen Inflationsgefahren entgegenzuwirken. Vielmehr werde die Zentralbank ein Beschäftigungsniveau, das die maximalen Erwartungen übertrifft, laufen lassen – es sei denn, es ergeben sich tatsächlich Anzeichen für eine Inflation jenseits des angestrebten Ziels, so Powell sinngemäß. Natürlich werde man andererseits nicht zögern, [geldpolitisch] gegenzusteuern, sofern die Beschäftigung unter dem maximal angestrebten Niveau liegen sollte. Damit erhält die Entwicklung am Arbeitsmarkt in der Geldpolitik der Fed nicht nur ein erheblich größeres Gewicht als zuvor. Vielmehr dürfte diese neue Form der Betrachtung seitens der Fed zu einer verstärkt asymmetrischen und taubenhafteren Geldpolitik führen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Viel Volatilität ohne Effekt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darauf hat der Devisenhandel recht deutlich reagiert. Denn zunächst schwächte sich der Dollar derart ab, dass sich der Euro zwar seinem Stabilitätspunkt bei <strong>1,1910/15</strong> gefährlich näherte. Aber er musste nach dem Motto: „Buy the rumour, sell the fact“ – viele Akteure hatten die Ankündigung einer Änderung der Fed-Politik erwartet – hernach einen massiven Dämpfer hinnehmen. Vielleicht auch, weil gerade hinsichtlich des durchschnittlichen Inflationsziels einiges nebulös geblieben ist. Am Ende des Tages gelang es der Gemeinschaftswährung jedenfalls nicht, ihren übergeordneten Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Stattdessen bleibt der Korrekturmodus erhalten, wobei der Auslöser für zusätzliche Abwärtskorrekturen bei <strong>1,1755</strong> gestern ebenfalls nur knapp verfehlt wurde. Nach dessen Unterschreiten wäre nämlich auch noch ein Test von <strong>1,1660/65</strong> nicht mehr auszuschließen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/eine-neue-strategie/">Eine neue Strategie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/eine-neue-strategie/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was Powell noch zu sagen hätte</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 04:49:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[durchschnittliches Inflationsziel]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=12418</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit ich mich vor einer Woche zu einem Kurzurlaub entschlossen hatte, hat sich zumindest in Sachen Euro-Wechselkurs zum US-Dollar so gut wie nichts getan. Zumal die Handelsbandbreite bereits an meinem zweiten Urlaubstag, dem 21. August, abgesteckt wurde: Sie betrug an diesem Tag etwas mehr als ein Prozent und wurde seither nicht mehr verlassen. Dies mag zum einen der Feriensaison geschuldet sein, aber dieses Argument hat für mich noch nie wirklich Gültigkeit besessen. Zumal die Reisetätigkeit (mich eingeschlossen) vor allem in diesem Jahr angesichts der Covid-19-Krise vielerorts deutlich eingeschränkt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/">Was Powell noch zu sagen hätte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1830)</strong>             Seit ich mich vor einer Woche zu einem Kurzurlaub entschlossen hatte, hat sich zumindest in Sachen Euro-Wechselkurs zum US-Dollar so gut wie nichts getan. Zumal die Handelsbandbreite bereits an meinem zweiten Urlaubstag, dem 21. August, abgesteckt wurde: Sie betrug an diesem Tag etwas mehr als ein Prozent und wurde seither nicht mehr verlassen. Dies mag zum einen der Feriensaison geschuldet sein, aber dieses Argument hat für mich noch nie wirklich Gültigkeit besessen. Zumal die Reisetätigkeit (mich eingeschlossen) vor allem in diesem Jahr angesichts der Covid-19-Krise vielerorts deutlich eingeschränkt gewesen sein dürfte.<img decoding="async" class="alignright wp-image-12419" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/27082020.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/27082020.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2020/08/27082020-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Immer noch ausgeprägte Positionen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun kann man die Trägheit des Euro, besser gesagt diejenige des Greenback, auch auf die vermutlich immer noch ausgeprägte Positionierung der Akteure zurückführen. Denn es spricht einiges dafür, dass der Devisenhandel nach wie vor durch eine starke Euro-Long Positionierung beherrscht wird. Dafür sprechen – wie immer nicht repräsentativ – auch die CFTC-Meldungen zu den Euro-Positionsdaten an der Chicagoer Futures-Börse, die sich auch per Dienstag vergangener Woche so gut wie nicht verringert hatten und sich immer noch fast auf Rekordniveau befanden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Ereignisrisiko Jackson Hole</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Während in den USA der S&amp;P 500 und die Technologiebörse Nasdaq während der vergangenen Tage gleich mehrfach neue Allzeithochs markierten, schlug sich diese Risikofreude zuletzt allerdings nicht mehr in einem schwächeren Dollar nieder. Aber dies liegt vielleicht an dem heute beginnenden Treffen in Jackson Hole, wo sich in jedem Jahr Vertreter der globalen Zentralbanken versammeln. In diesem Jahr kommen sie allerdings nur virtuell zusammen. Aber was könnte Fed-Chef Jerome Powell, der heute eine Rede halten wird, noch von sich geben, wodurch der US-Dollar erneut markant unter Druck gesetzt werden könnte?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Wenn Powell zu wenig sagt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Tatsächlich erhoffen sich die Finanzmarktakteure vom – wie es ein Kommentator ausdrückte – „größten Ereignisrisiko dieser Woche“ etwa Hinweise darauf, ob die Fed in Zukunft dazu übergehen könnte, statt eines definierten Inflationsziels von 2 Prozent eine <em>durchschnittliche </em>Zielmarke über einen längeren Zeitraum hinweg anzupeilen. Da sich die Inflationsrate in den vergangenen Jahren deutlich unter dem Inflationsziel von 2 Prozent bewegte, bedürfte es in diesem Falle einer wahrscheinlich über Jahre hinweg höheren Inflationsrate, um den besagten Durchschnittswert tatsächlich eines Tages zu erreichen. Dies wiederum würde eine fortgesetzt lockere Geldpolitik implizieren. Woraus man aber nicht zwangsläufig sogleich auf einen schwächeren Dollar schließen muss, da jene Ankündigung wahrscheinlich vielerorts bereits eingepreist sein dürfte. Das größte Risiko wird daher wohl vermutlich darin bestehen, dass Jerome Powell bei seiner heutigen Rede keine neuen Hinweise auf den möglichen Kurs der US-Notenbank geben wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Per Saldo hat sich seit einer Woche ohnehin nichts an der Situation des Euro geändert, der sich nach wie vor in einer Korrekturphase innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends befindet. Dabei besteht zwar das Risiko weiterer Abwärtskorrekturen in Richtung <strong>1,1755</strong> (darunter auch 100 Stellen tiefer!). Aber mit Überschreiten von <strong>1,1910/15</strong> dürfte sich die Situation für die Gemeinschaftswährung wieder stabilisieren.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 5 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/">Was Powell noch zu sagen hätte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/was-powell-noch-zu-sagen-haette/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ihr Auftritt, Mr. Powell, äh, Mr. Trump!</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ihr-auftritt-mr-powell-aeh-mr-trump/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ihr-auftritt-mr-powell-aeh-mr-trump/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2019 04:49:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[G7-Treffen]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<category><![CDATA[US-chinesischer Handelskrieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11008</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg hatte die öffentliche Aufmerksamkeit von dem Symposium in Jackson Hole vorübergehend abgelenkt. Denn noch bevor die vielerorts mit Spannung erwartete Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Freitag begann, hatte China seine Vergeltungsandrohung konkretisiert und weitere Importe von US-Gütern</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ihr-auftritt-mr-powell-aeh-mr-trump/">Ihr Auftritt, Mr. Powell, äh, Mr. Trump!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1145)</strong>             Die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg hatte die öffentliche Aufmerksamkeit von dem Symposium in Jackson Hole vorübergehend abgelenkt. Denn noch bevor die vielerorts mit Spannung erwartete Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Freitag begann, hatte China seine Vergeltungsandrohung konkretisiert und weitere Importe von US-Gütern im Volumen von 75 Mrd. USD mit neuen Strafzöllen per 1. September und 15. Dezember belegt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun hat Jerome Powell bei seiner Rede in Jackson Hole eigentlich das Beste getan, was er hätte machen können. Er signalisierte, dass die Fed gewillt sei, wenn notwendig, die Zinsen weiter zu senken, um das Wachstum zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurde von den Finanzmarktakteuren sicherlich goutiert, dass Powell in seiner Rede einen Begriff nicht verwendete: „mid-cycle adustment“. Ein Wording, das bis zuletzt noch für eine zurückhaltende Zinssenkungspolitik der Fed stand. Und dessen Fehlen wurde im Umkehrschluss als Indiz für weitere Zinsschritte gewertet. Aber nur, sofern die ökonomische Datenlage es rechtfertigen würde.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11009" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/26082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/26082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/26082019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell (tritt auf, ruhig und bestimmt) </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dass es für die Datenlage offenbar breiten Interpretationsspielraum gibt, zeigen die Kommentare diverser Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, die sich am vergangenen Donnerstag und Freitag zu Wort meldeten. Denn Eric Rosengren (Boston Fed), Esther George (Kansas City), Patrick Harker (Philadelphia) Robert Kaplan (Dallas) und Loretta Mester (Cleveland) sprachen sich alle mehr oder weniger deutlich gegen eine weitere Lockerung der Geldpolitik aus. Weil sie die derzeitige ökonomische Situation in den USA für robust halten. Auf der anderen Seite steht etwa der als extreme Zinstaube weithin bekannte James Bullard (St. Louis), der für die kommende Sitzung des Offenmarktausschusses im September eine lebhafte Debatte darüber erwartet, ob man die Zinsen nicht sogar um 50 Basispunkte senken müsse.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von all dem abgesehen, gab Powell seinen Zuhörern eine Botschaft mit auf den Weg: Viel sei es nicht, was die Fed derzeit richtig machen könne, um zu helfen. Ein Statement, das mancherorts fast wie eine Kapitulation interpretiert wurde. Aber diese Sichtweise wäre zu einfach. Denn Powell ließ damit durchblicken, dass die Fed angesichts der Handelspolitik des Weißen Hauses, durch die Unternehmen und Märkte nervös gemacht würden, nicht allzu viel ausrichten könne. Es gibt eben kein Drehbuch für Trumps Handelskrieg.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong> </strong></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Trump (tritt auf, wütend)</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und Trumps Reaktion auf Twitter ließ auch nicht allzu lange auf sich warten. Wieder einmal habe die Fed NICHTS getan, wetterte der US Präsident. Bösartige Stimmen könnten dabei durchaus die Frage stellen, ob Donald Trump das Symposium in Jackson Hole mit einer Sitzung des Offenmarktausschusses verwechselt habe. Denn geldpolitische Entscheidungen stehen naturgemäß nur bei letzterer auf der Agenda. Auf keinen Fall kann man allerdings Trumps Reaktion auf Powells Rede in Form einer rhetorischen Frage positiv bewerten: Ob der Fed-Chefs oder Chinas Staatspräsident Xi der größere Feind der USA sei.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Immerhin konnte sich Donald Trump bis zum Börsenschluss am Freitag mit weiteren Wutausbrüchen offenbar gerade noch zurückhalten. Denn danach wurde klar: Die US-Regierung wird die bereits eingeführten und angekündigten Strafzölle auf China-Importe als Replik auf die chinesischen Vergeltungsmaßnahmen von Freitagvormittag durchweg um jeweils 5 Prozent Punkte erhöhen. Kurzum, eine Annäherung im Handelskonflikt sieht anders aus. Aber bereits vor der Ankündigung Trumps hatten die US-Aktienmärkte deutlich reagiert. Allein der breitgestreute S&amp;P 500 zeitigte einen Tagesverlust von 2,2 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Die Abschaffung des Dollar als Leitwährung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber auch noch eine andere wichtige Rede in Jackson Hole gab es zur Kenntnis zu nehmen. Und zwar diejenige des einflussreichen Chefs der Bank of England, Mark Carney. Dieser zählte nämlich die Probleme auf, die durch einen übermächtigen US-Dollar für die globale Wirtschaft entstehen könnten. Zumal die USA-Ökonomie nur 10 Prozent des Welthandels und 15 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts, aber die Hälfte der Handelsrechnungen und zwei Drittel der globalen Wertpapieremissionen ausmache. Nicht zuletzt deswegen sprach sich Carney für die Schaffung eines neuen globalen Finanzsystems durch den IWF aus, um den Dollar [als Leitwährung] zu ersetzen. Letztlich dürfte Carney damit gemeint haben, dass die Dominanz des Greenback im Welthandel und die von den USA ausgehenden derzeitigen Schocks gleichermaßen gedämpft werden sollten.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Allerdings ist der Dollar am Freitag vermutlich nicht deswegen so deutlich gefallen. Schon vorher hatte sich angebahnt, dass auch der Euro gegenüber der US-Valuta nicht länger so richtig unter Druck geraten sollte. Und so ist es auch kein Wunder, dass sich die Gemeinschaftswährung mit Überschreiten von 1,1140 zum Wochenschluss stabilisierte und auf einen Schlag die kleinen Kursverluste der vorangegangenen fünf Handelstage wettmachen konnte. Damit hat sich an der übergeordneten seitwärts gerichteten Entwicklung des Euro nichts verändert. Während wir deren Grenzen zwischen <strong>1,1010</strong> und <strong>1,1355</strong> verorten, bleibt die Gemeinschaftswährung oberhalb von <strong>1,1075</strong> stabil.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aus organisatorischen Gründen gibt es morgen keinen ausführlichen Devisenbericht, sondern nur ein Kurs-Update.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ihr-auftritt-mr-powell-aeh-mr-trump/">Ihr Auftritt, Mr. Powell, äh, Mr. Trump!</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ihr-auftritt-mr-powell-aeh-mr-trump/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Überzogene Erwartungen an Jackson Hole</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/ueberzogene-erwartungen-an-jackson-hole/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/ueberzogene-erwartungen-an-jackson-hole/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2019 04:58:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11004</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sie dürfte wohl den Höhepunkt des Notenbank-Symposiums in Jackson Hole darstellen: die Rede von Fed-Chef Jerome Powell, die heute für 16:00 Uhr (MESZ) angesetzt ist. Und die Finanzmarktteilnehmer erwarten alle von Powells Auftritt Hinweise darauf, wie es in den USA geldpolitisch und ökonomisch weitergeht. Auch wenn der Druck auf Powell groß sein dürfte, ist er doch gut beraten, sich nicht allzu sehr festzulegen. Denn...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ueberzogene-erwartungen-an-jackson-hole/">Überzogene Erwartungen an Jackson Hole</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1065)</strong>             Sie dürfte wohl den Höhepunkt des Notenbank-Symposiums in Jackson Hole darstellen: die Rede von Fed-Chef Jerome Powell, die heute für 16:00 Uhr (MESZ) angesetzt ist. Und die Finanzmarktteilnehmer erwarten alle von Powells Auftritt Hinweise darauf, wie es in den USA geldpolitisch und ökonomisch weitergeht. Auch wenn der Druck auf Powell groß sein dürfte, ist er doch gut beraten, sich nicht allzu sehr festzulegen. Denn die nächste Sitzung der Notenbank ist ohnehin erst für den 17./18. September anberaumt, und bis dahin kann sich noch einiges an der ökonomischen Datenlage ändern. Wahrscheinlich sind die Erwartungen an Powells Rede ohnehin überzogen.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11005" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/23082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/23082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/23082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>US-Einkaufsmanager-Indices enttäuschen</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Wie schwierig sich der künftige Kurs der Notenbank gestalten dürfte, offenbarten die vorläufigen US-Einkaufsmanagerindices (Markit), die gestern für August publiziert wurden. Normalerweise ist es nichts Aufsehenerregendes, wenn die Median-Erwartung der Ökonomen wie beim PMI des verarbeitenden Gewerbes um 0,6 Index-Punkte verfehlt wird. Aber wenn die 50er Linie der Umfrage, die Trennlinie zwischen wirtschaftlicher Expansion und Schrumpfung, zum ersten Mal seit September 2009, wie es gestern der Fall war, unterschritten wird, birgt das zumindest für die Kommentatoren viel an Dramatik in sich. Ähnlich, als wenn der Aktienmarkt eine der runden Zahlen überschreitet, die gemeinhin als psychologisch wichtiges Niveau gelten. Und nun war der Einkaufsmanagerindex der Industrie auf 49,9 gefallen!</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass der Dienstleistungssektor in den USA mit 50,9 gleich mehr als zwei Indexpunkte gegenüber dem Vormonat gefallen sei und somit zur Sorge Anlass gibt. Denn das erhebende Unternehmen Markit leitet aus allem zusammen ein annualisiertes Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nur noch 1,5 Prozent ab. Zur Erinnerung: Das viel beachtete Modell der Fed von Atlanta berechnete noch vor ein paar Tagen für das dritte Quartal ein annualisiertes BIP von 2,2 Prozent.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powells Gratwanderung</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Jerome Powells Rede ist aber auch deswegen eine Gratwanderung, weil das vorgestern veröffentlichte Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) von Ende Juli keineswegs Einigkeit unter den geldpolitischen Entscheidern zu Tage förderte. Zumindest vermittelte dieses Dokument nicht den Eindruck, man sei im FOMC bereits so weit, dass die Notenbank alsbald eine Serie von Leitzinssenkungen starten wird, auch wenn das von den Finanzmarktteilnehmern mehrheitlich erwartet wird. Nun ist das Protokoll drei Wochen alt, und die Meinungen können sich zwischendurch geändert haben. Dies galt allerdings gestern nicht für zwei Falken des FOMC, Patrick Harker (Fed von Philadelphia, z. Zt. Nicht stimmberechtigt) und Esther George (Kansas City), die von einer Zinssenkung weiterhin nichts wissen wollen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende des Tages war es dann auch kein Wunder, dass sich die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung von 25 Basispunkten im September (vgl. CME FedWatch Tool) von 100 auf rund 89 Prozent verringerte. Auch die Wahrscheinlichkeit für mindestens drei Zinssenkungen à 25 Basispunkte ist gestern deutlich zurückgegangen und beträgt nur noch 27 Prozent – am Dienstag lag sie noch bei mehr als 50 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Es gab gestern natürlich auch noch die vorläufigen Einkaufsmanagerindices für die Eurozone zu begutachten, die zwar nicht überzeugten, aber ein ganz klein wenig auf der positiven Seite überraschten. Da die Händler aber ohnehin nur noch einen Kopf für Jackson Hole und möglicherweise auch das G-7-Treffen am Wochenende haben, bewegte sich der Euro auch gestern in überschaubarem Maße. Dessen Befindlichkeit bleibt zwar prinzipiell leicht angeschlagen (theoretisches Potenzial bis <strong>1,0985/90</strong>), aber eine Stabilisierung ist auf der anderen Seite ganz schnell möglich, und zwar mit Überschreiten von <strong>1,1140</strong>.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/ueberzogene-erwartungen-an-jackson-hole/">Überzogene Erwartungen an Jackson Hole</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/ueberzogene-erwartungen-an-jackson-hole/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Powell war es nicht allein</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 04:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[FOMC-Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=11001</guid>

					<description><![CDATA[<p>Keineswegs war es die Idee von Fed-Chef Jerome Powell allein, im Anschluss an die vergangene Sitzung des Offenmarktausschusses die Zinssenkung von 25 Basispunkten lediglich als Adjustierung inmitten des laufenden Zyklus („Mid-cycle adjustment“) zu bezeichnen (und nicht als Beginn einer Serie von Zinssenkungen). Das offenbart das gestern publizierte FOMC-Protokoll der Sitzung von Ende Juli. Es waren viele. Darüber hinaus wurde...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/">Powell war es nicht allein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1080)</strong>             Die US-Notenbank stand auch gestern im Zentrum des Interesses vieler Finanzmarktakteure. Aber vermutlich weniger wegen der Veröffentlichung des Protokolls zur Sitzung des Offenmarktausschusses vom 30./31. Juli. Die Aufmerksamkeit gilt vielmehr dem Symposium in Jackson Hole, das heute beginnt. Und rechtzeitig vor Beginn dieser Tagung erhöhte US-Präsident Donald Trump die Schlagzahl seiner Tweets gegen die Fed und insbesondere gegen ihren Präsidenten Jerome Powell. Wenn der doch nur das Richtige täte, so twitterte Trump gestern. Und damit ist natürlich eine große Zinssenkung gemeint. Auch machte Trump die Fed für den angeblich höchsten Dollar-Kurs in der US-Geschichte verantwortlich. Aber jeder, der mit Devisen zu tun hat, weiß natürlich, dass das nicht stimmt – der Greenback ist noch nicht einmal in der Nähe seines Allzeithochs, das er beispielsweise gegenüber dem Euro im Oktober 2000 markiert hatte. Damals notierte der Dollar in der Spitze über 30 Prozent fester als heute.<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-11002" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/22082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/22082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/22082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Powell ohne politischen Beistand</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Obwohl man ganz genau weiß, dass Trumps Einlassungen zumindest zum Teil unsinnig und unwahr sind, werden diese in den Medien kaum kritisiert. Auch nicht hörbar von den US-Demokraten und naturgemäß noch weniger von den Republikanern. Etwa frei nach dem Motto: Lasst den guten Mann nur reden? Auch Trumps Berater scheinen ihn nicht zu zügeln. Zumindest, das muss man zugeben, hat Trump erreicht, dass sich das Symposium in Jackson Hole ungewohnt hoher Aufmerksamkeit erfreuen dürfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Nun wird häufig übersehen, dass der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) in seiner Gesamtheit über die Geldpolitik entscheidet und nicht nur dessen Chef. Aber selbst, wenn man dem als Obertaube geltenden FOMC-Mitglied, Neel Kashkari, folgen wollte, bleibt eine massive Zinssenkung bei der Sitzung der Fed im September wenig wahrscheinlich. Indes: Der in diesem Jahr nicht stimmberechtigte Kashkari machte sich gestern in der FT auf jeden Fall für eine Zinssenkung stark, begleitet von einer „Forward Guidance“ (Hinweise zur längerfristigen Ausrichtung der Geldpolitik). Und zwar bis hin zu dem Commitment der Notenbank, die Zinsen nicht mehr zu erhöhen, bevor die Inflation das [von ihr angestrebte] Ziel erreicht hat.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><em> </em></span></p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>„Mid-cycle adjustment“-Idee war mehrheitsfähig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Keineswegs war es die Idee von Fed-Chef Jerome Powell allein, im Anschluss an die vergangene Sitzung des Offenmarktausschusses die Zinssenkung von 25 Basispunkten lediglich als Adjustierung inmitten des laufenden Zyklus („Mid-cycle adjustment“) zu bezeichnen (und nicht als Beginn einer Serie von Zinssenkungen). Das offenbart das gestern publizierte FOMC-Protokoll der Sitzung von Ende Juli. Es waren viele.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Darüber hinaus wurde deutlich, dass über die am Ende beschlossene Zinssenkung keineswegs Einigkeit herrschte. Mehrere Ausschuss-Mitglieder sprachen sich dafür aus, den Leitzins unverändert zu belassen, während sich auf der anderen Seite ein paar Entscheider für einen Zinsschritt von 50 Basispunkten aussprachen, um der schleppenden Inflation Herr zu werden. Letztere gaben sich jedoch nicht formal als Abweichler vom endgültigen Beschluss der Fed, die Zinsen lediglich um 25 Basispunkte zu senken, zu erkennen. Ganz im Gegensatz zu Esther George und Eric Rosengren, die sich seinerzeit explizit gegen die Zinssenkung stellten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Minutes nicht so taubenhaft wie erhofft</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Am Ende stellt sich jedoch die Frage, was diese sogenannten „Minutes“ drei Wochen später tatsächlich wert sind. Vor allem angesichts der Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump nicht einmal 24 Stunden nach der Notenbanksitzung den Handelsstreit mit China durch die Verkündung von neuen Strafzöllen höchstpersönlich verschärfte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Damit bleibt auch unklar, welches Gewicht die Notenbank in Zukunft den Risiken, die sich aus dem Handelsstreit und einer sich global abschwächenden Konjunktur ergeben könnten, bei ihrer nächsten Sitzung tatsächlich geben wird. Vor allen Dingen, wenn sich die US-Datenlage unverändert als robust erweisen sollte.  Letztlich ist es daher auch kein Wunder, dass der Euro auf die Publizierung des Protokolls kaum reagierte, aber nur noch <strong>1,1140</strong> überwinden muss, um seine leicht angeschlagene Situation zu stabilisieren. Allerdings ist die Unterseite erst ab <strong>1,0995/00</strong> gut abgefedert.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/">Powell war es nicht allein</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/powell-war-es-nicht-allein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schwacher Euro, warum willst Du nicht fallen?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/schwacher-euro-warum-willst-du-nicht-fallen/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/schwacher-euro-warum-willst-du-nicht-fallen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2019 04:50:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<category><![CDATA[Regierungskrise]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.joachim-goldberg.com/?p=10988</guid>

					<description><![CDATA[<p>Warum nur gerät der Euro, vor allem auch trotz der vielen vernehmbaren bearishen Vorhersagen, nicht stärker unter Druck? Gut möglich, dass zu viel Negatives an ökonomischen Daten bereits bekannt ist und noch Schlechteres nicht mehr richtig überrascht. Aber selbst die jüngst aufgekommenen Rezessionsprognosen für Deutschland oder auch das angeblich geplante massive Stimulus-Paket für die Eurozone, das bereits im September angekündigt werden könnte, haben...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/schwacher-euro-warum-willst-du-nicht-fallen/">Schwacher Euro, warum willst Du nicht fallen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1095)</strong>             Eigentlich gäbe es genügend Gründe für den Euro, endlich zumindest einen kurzfristigen Abwärtstrend einzuläuten. Allerdings war gestern zu konstatieren, dass weder die Gemeinschaftswährung fällt noch der Dollar richtig abhebt. Was gestern vielleicht noch am ehesten für den Euro hätte sprechen können, ist die Tatsache, dass der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte bei Präsident Sergio Mattarella seinen Rücktritt einreichen wird. Denn er erklärte die Regierungskoalition von Lega Nord und der Fünf-Sterne-Bewegung gestern für beendet. Nun lag es nicht nur an der persönlichen Kritik des scheidenden italienischen Ministerpräsidenten am Chef der Lega Nord, Matteo Salvini, dass die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihen auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2016 sank. Vermutlich ist es die Möglichkeit, dass Italien noch einmal um Neuwahlen herumkommt, wenn sich die Fünf-Sterne-Partei und die bislang oppositionelle <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10989" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/21082019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/21082019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/08/21082019-96x300.jpg 96w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />sozialdemokratische PD für die Zusammenarbeit in einer Regierung zusammenraufen könnten. Falls das nicht gelingen sollte, würde Staatspräsident Mattarella vermutlich Neuwahlen anstreben. Aber wäre eine Koalition der Mitte-Links Partei mit der Fünf-Sterne-Bewegung, die die Marktteilnehmer derzeit favorisieren, tatsächlich stabil genug?</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Fed-Protokoll ist fällig</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vom heute Abend bekannt werdenden Protokoll der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) vom 30./31. Juli erwarten wir nicht viel Wegweisendes, denn in den anschließenden drei Wochen ist viel passiert, was die FOMC-Mitglieder bei der vergangenen Sitzung noch nicht wissen konnten. Etwa die Eskalation im US-chinesischen Handelskrieg.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Überraschungen könnte es indes nach Ansicht von Beobachtern spätestens beim alljährlichen Symposium der Notenbanker in Jackson Hole (22. – 24. August) geben. Obgleich die Agenda für das Treffen erst am Donnerstag veröffentlicht wird, steht bereits fest, dass Fed-Chef Jerome Powell am Freitag sprechen wird. EZB-Präsident Mario Draghi wird hingegen nicht vor Ort sein.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Vieles spricht dafür, dass Powell bei der Tagung in irgendeiner Weise durchblicken lassen wird, dass es bei der Sitzung im September eine weitere Zinssenkung von 25 Basispunkten geben könnte. Das ist auch das, wovon man allerorten, gemessen am CME FedWatch-Tool, ausgeht. Und was die implizite Wahrscheinlichkeit für mindestens drei Zinssenkungen von insgesamt 75 Basispunkten in diesem Jahr angeht, berechnete dieses Modell gestern nunmehr eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent. Überraschungen, sofern diese überhaupt von Jerome Powell kommen sollten, dürften also eher darin bestehen, dass das mögliche Tempo der Zinssenkungen nicht dem entspricht, was die Teilnehmer an den Finanzmärkten erwarten bzw. derzeit in den Fed Funds Futures eingepreist ist. Ein Argument also für einen festeren Dollar.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Zu wenige Schieflagen für einen Trend?</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Warum also gerät der Euro, vor allem auch trotz der vielen vernehmbaren bearishen Vorhersagen, nicht stärker unter Druck? Gut möglich, dass zu viel Negatives an ökonomischen Daten bereits bekannt ist und noch Schlechteres nicht mehr richtig überrascht. Aber selbst die jüngst aufgekommenen Rezessionsprognosen für Deutschland oder auch das angeblich geplante massive Stimulus-Paket für die Eurozone, das bereits im September angekündigt werden könnte, haben den Euro seltsamerweise nicht wirklich unter Druck gesetzt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Möglicherweise gibt es im Markt zurzeit gar keine großen Schieflagen – eine Voraussetzung für stärkere Trends. Denn nach Berechnungen unseres auf Erkenntnissen der Behavioral Finance basierenden Modells dürfte der wahrgenommene faire Wert des Euro für mittelfristig orientierte Marktteilnehmer derzeit etwa bei <strong>1,1180 </strong>liegen. Und dies ist auch das Niveau, das überschritten werden muss (wir erwarten wenig Euro-Angebot darüber!), um die leicht angeschlagene Gemeinschaftswährung zu stabilisieren. Deren Abwärtspotenzial reicht ansonsten bis <strong>1,1005/10</strong>, ohne dass dieses jedoch zwingend ausgenutzt werden müsste.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweis</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/schwacher-euro-warum-willst-du-nicht-fallen/">Schwacher Euro, warum willst Du nicht fallen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/schwacher-euro-warum-willst-du-nicht-fallen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hoffnung auf Wiederholung</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2017 14:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Investmententscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Börse Frankfurt Sentiment-Index]]></category>
		<category><![CDATA[DAX-Sentiment]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.joachim-goldberg.com/?p=9621</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt nicht wenige Ökonomen, die dem Treffen von Finanzministern, führenden Notenbankern sowie wichtigen Persönlichkeiten aus Forschung und Wissenschaft in Jackson Hole gerade in diesem Jahr besondere Bedeutung zumessen. Denn zum ersten Mal seit 2014 tritt EZB-Präsident Mario Draghi wieder als Sprecher bei diesem Symposium auf. Das letzte Mal, als Mario Draghi vor diesem Kreis [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/">Hoffnung auf Wiederholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nicht wenige Ökonomen, die dem Treffen von Finanzministern, führenden Notenbankern sowie wichtigen Persönlichkeiten aus Forschung und Wissenschaft in Jackson Hole gerade in diesem Jahr besondere Bedeutung zumessen. Denn zum ersten Mal seit 2014 tritt EZB-Präsident Mario Draghi wieder als Sprecher bei diesem Symposium auf. Das letzte Mal, als Mario Draghi vor diesem Kreis eine Rede hielt, vor drei Jahren, dürfte vielen Akteuren an den Finanzmärkten noch in guter Erinnerung sein, hatte er doch seinerzeit den Beginn der quantitativen Lockerungsmaßnahmen (QE) erstmals angedeutet. Obwohl bereits aus so genannten Kreisen der EZB kolportiert wird, dass der EZB-Präsident dieses Mal nicht die Bühne in den Rocky Mountains dazu nutzen würde, einen Ausstieg aus der selbigen Politik vorzubereiten, glauben doch nicht wenige Ökonomen an zyklische Gesetzmäßigkeiten, weil es so schön passt, also an eine Wiederholung der Geschichte und daran, dass Draghi am selben Ort das Ende eines Programms einläuten werde, an dem er einst dessen Beginn ankündigte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Widerspruch? – Eine Frage der Position</strong></p>
<p>Es sind übrigens häufig die gleichen Experten, die davor warnen, dass die Aufwärtsbewegung des Euro der EZB ein Dorn im Auge sei und dass die Zentralbank deswegen bei einem weiteren Anstieg der Gemeinschaftswährung zunächst nur verbal, womöglich aber sogar auch tatsächlich intervenieren werde. Damit wird Mario Draghi zu einem Balanceakt und letztlich zu einer taubenhaften Einstellung gezwungen, denn nur ein falsches Wort in Richtung einer möglichen Diskussion über eine geldpolitische Kursänderung könnte dem Euro Flügel verleihen und demzufolge angeblich innerhalb der Zentralbank zu schlaflosen Nächten führen. Also doch keine QExit-Ankündigung? Wer wird gewinnen? Der Glaube an die schöne Harmonie einer Wiederholung oder die Vernunft?</p>
<p>Am Ende ist jedoch alles eine Frage der Positionierung. Diejenigen, die im Euro long sind, hoffen auf einen Hinweis Draghis, diejenigen, die die Gemeinschaftswährung zuletzt ge-shortet haben, hoffen inständig, der EZB-Präsident möge doch ein Wörtchen des verbalen Einhalts – und sei es nur, dass die EZB den Wechselkurs genauestens beobachte – von sich geben. Unlängst habe ich sogar eine Interpretationsanleitung entdeckt, mit der ein Ökonom Hilfe dabei anbot, wie man entsprechende Worte Draghis auszulegen habe.</p>
<p>Zu denen, die einen festen Euro naturgemäß nicht mögen, gehören Investoren, die die Börse Frankfurt allwöchentlich befragt. Wie jene die Situation am Aktienmarkt beurteilen, erfahren Sie von mir <a href="http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/Marktstimmung-Die-Ruhe-vor-Jackson-Hole-2299254" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #ff0000;">HIER</span></strong></a> in Schriftform und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3bWRl1YrVRA&amp;feature=em-uploademail" target="_blank" rel="noopener"><strong><span style="color: #00ff00;">DORT</span></strong></a> als Video-Interview.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/">Hoffnung auf Wiederholung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/hoffnung-auf-wiederholung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In der Atempause: Jackson Hole oder Lindau?</title>
		<link>https://www.joachim-goldberg.com/in-der-atempause-jackson-hole-oder-lindau/</link>
					<comments>https://www.joachim-goldberg.com/in-der-atempause-jackson-hole-oder-lindau/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 16:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ben Bernanke]]></category>
		<category><![CDATA[DAX]]></category>
		<category><![CDATA[Jackson Hole]]></category>
		<category><![CDATA[Lindau]]></category>
		<category><![CDATA[QE3]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsnobelpreisträger]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.blognition.de/?p=2310</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wieder hatte ich einmal das Vergnügen, mich mit meiner Kollegin Christin Stock über die Verfassung der Aktienmärkte zu unterhalten. Vor allem mit Blick auf die große jährliche Konferenz in Jackson Hole, wo die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke am 26. August mit großer Spannung erwartet wird. Nicht nur ob es QE3 geben wird, haben wir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/in-der-atempause-jackson-hole-oder-lindau/">In der Atempause: Jackson Hole oder Lindau?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder hatte ich einmal das Vergnügen, mich mit meiner Kollegin Christin Stock über die Verfassung der Aktienmärkte zu unterhalten. Vor allem mit Blick auf die große jährliche Konferenz in Jackson Hole, wo die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke am 26. August mit<span id="more-2310"></span> großer Spannung erwartet wird. Nicht nur ob es QE3 geben wird, haben wir uns im jüngsten Hintergrundgespräch eines neuen Cognitrend Web TV Specials gefragt und über diverse Szenarien und Alternativen zu einer weiteren quantitativen Lockerung diskutiert.</p>
<p>Während sich in Jackson Hole die Wirtschafts- und Finanzelite trifft, sollten wir einen Ort nicht aus den Augen verlieren: Lindau am Bodensee, wo zur gleichen Zeit 17 Wirtschaftsnobelpreisträger und einige der besten Nachwuchsökonomen über die Zukunft ihrer Disziplin diskutieren werden. Auch sind wir natürlich der Frage nachgegangen, ob der DAX schon wieder kaufenswert ist.  Was die Akteure derzeit bewegt – erleben Sie es in unserem neuen Format.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="http://www.youtube.com/embed/-nadS7ROOlY" frameborder="0" width="452" height="277"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/in-der-atempause-jackson-hole-oder-lindau/">In der Atempause: Jackson Hole oder Lindau?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.joachim-goldberg.com/in-der-atempause-jackson-hole-oder-lindau/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
