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	<title>Handelskonflikte Archive - Joachim Goldberg</title>
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	<description>Behavioral Finance, Behavioral Ethics und Behavioral Living</description>
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		<title>Schlechte Zeiten, gute Zeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 05:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikte]]></category>
		<category><![CDATA[US-Arbeitsmarktbericht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und wieder liegt eine bemerkenswerte Woche hinter uns. Was sich, bei oberflächlicher Betrachtung, allerdings nicht am Kursgeschehen im Devisenhandel ablesen lässt. Doch bietet dieses einen interessanten Spiegel dafür, wie sich die Stimmung unter den Finanzmarktteilnehmern von anfänglich enttäuscht innerhalb kurzer Zeit in eine optimistische Betrachtungsweise gedreht hat. Dabei waren zwei wichtige Einflussfaktoren im Spiel...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1060)</strong>             Und wieder liegt eine bemerkenswerte Woche hinter uns. Was sich, bei oberflächlicher Betrachtung, allerdings nicht am Kursgeschehen im Devisenhandel ablesen lässt. Doch bietet dieses einen interessanten Spiegel dafür, wie sich die Stimmung unter den Finanzmarktteilnehmern von anfänglich enttäuscht innerhalb kurzer Zeit in eine optimistische Betrachtungsweise gedreht hat. Dabei waren zwei wichtige Einflussfaktoren im Spiel.<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-11400" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/09122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/09122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/09122019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Vorwiegend bewölkt</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zum einen begann die vergangene Woche in Hinblick auf die ökonomischen Daten für die USA keineswegs ermutigend. Wenn man etwa die Entwicklung der ISM Einkaufsmanager-Indices betrachtet, die – im Gegensatz zu denen des Daten- und Informationsdienstes Markit – für den Monat November deutlich schlechter als erwartet ausfielen, braucht man sich über eine pessimistische Stimmung der Akteure eigentlich nicht zu wundern. Diese wurde auch noch durch die ebenfalls enttäuschenden Daten der privaten Arbeitsmarktagentur ADP am vergangenen Mittwoch verstärkt.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und wer gedacht hatte, dass sich die ökonomische Situation in Deutschland gerade nach den leicht ermutigenden Einkaufsmanagerindices (Markit) hierzulande etwas verbessert haben könnte, musste sich am Freitag wieder einmal eine kalte Dusche gefallen lassen: Die Industrieproduktion fiel in Deutschland im Oktober im Jahresvergleich um 5,3 Prozent und damit deutlich schlechter als von den Ökonomen im Mittel erwartet aus – der stärkste Rückgang seit zehn Jahren.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Arbeitsmarktbericht euphorisiert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Aber der US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag hat dann alle Zweifel und Sorgen mit einem Schlag beseitigt. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen war mit einem Plus von 266.000 für November so überraschend, dass ein TV-Kommentator sogar von den besten Zahlen sprach, die er jemals erlebt habe. Dabei muss man nur bis zum Januar zurückgehen, um einen Nonfarm-Payrolls-Zuwachs von mehr als 300.000 zu finden.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Zumindest eines ist mit diesen Zahlen klar geworden: Die Bedenkenträger in Sachen etwaiger Arbeitsmarktabkühlung wurden wieder einmal eines Besseren belehrt. Auch das vorläufige, von der Uni Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen überraschte positiv, so dass vor allen Dingen die US-Aktienhändler eine ökonomisch ungünstig verlaufende Woche mit einem positiven Gefühl beendet haben dürften. Möglicherweise auch, weil das Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, nach jüngsten Berechnungen nun von einem annualisierten Wachstum von 2,0 Prozent im vierten Quartal für die USA ausgeht.</span></p>
<h3></h3>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Handelskonflikt dominiert</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Was die Aktienmärkte dies- und jenseits Atlantiks angeht, dürften diese jedoch in erster Linie gar nicht so sehr von ökonomischen Entwicklungen, sondern in erster Linie von den Nachrichten im US-chinesischen Handelskonflikt getrieben worden sein. Auch dort gab es zu Wochenbeginn – vor allen Dingen durch negative Statements von US-Präsident Donald Trump verursacht – viel Negatives zu verdauen: Die Verschiebung der Phase eins eines möglichen US-chinesischen Handelsabkommens bis nach den US-Wahlen 2020, Strafzölle für Argentinien und Brasilien und Ähnliches. Aber einiges davon wurde ab Mittwoch wieder relativiert – offenbar hatte Donald Trump vieles gar nicht so gemeint. Seither wird wieder fleißig verhandelt, und der ökonomische Chefberater Donald Trumps, Larry Kudlow, war am Freitag eifrig bemüht, den Eindruck, die US-chinesischen Verhandlungen könnten ins Stocken geraten sein, schnell wieder zu verwischen.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Der Dollar hat in der vergangenen Handelswoche unterdessen vornehmlich auf die ökonomischen Daten reagiert, konnte allerdings seinen Wochenverlust auch gegenüber dem Euro nicht wettmachen. Letzterer konnte auch am Freitag kein entscheidendes Aufwärtsmomentum aufbauen. Im Gegenteil: Es gab einen deutlichen Rücksetzer. Und so beendete der Euro die Handelswoche mit dem größten Tagesverlust seit dem 25. September, wobei festzuhalten ist, dass noch am vergangenen Montag auch der höchste Tagesgewinn dieses Zeitraums markiert wurde. Am Ende bleibt für die Stabilität der Gemeinschaftswährung das Niveau von <strong>1,1030</strong> das Maß der Dinge. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Der Herr der Strafzölle setzt auf Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2019 05:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer es womöglich am Montag noch nicht glauben wollte – nun ist es da. Der Herr der Zölle, US-Präsident Donald Trump, der sich nur allzu gerne als „tariff man“ bezeichnet, hat wieder einmal im übertragenen Sinne Pandoras Büchse geöffnet. Nichts mehr ist zu hören von den angeblich großartigen Fortschritten hinsichtlich eines Teilabkommens im US-chinesischen Handelskonflikt. Stattdessen kann sich Trump sogar vorstellen, mit einem Abkommen bis nach den US-Wahlen im November 2020 zu warten. Eigentlich ein...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1075)</strong>             Wer es womöglich am Montag noch nicht glauben wollte – nun ist es da. Der Herr der Zölle, US-Präsident Donald Trump, der sich nur allzu gerne als „tariff man“ bezeichnet, hat wieder einmal im übertragenen Sinne Pandoras Büchse geöffnet. Nichts mehr ist zu hören von den angeblich großartigen Fortschritten hinsichtlich eines Teilabkommens im US-chinesischen Handelskonflikt. Stattdessen kann sich Trump sogar vorstellen, mit einem Abkommen bis nach den US-Wahlen im November 2020 zu warten. Eigentlich ein ähnlicher Gedanke, wie ihn chinesische Medien bereits vor Monaten einmal hatten durchblicken lassen.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11383" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/04122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/04122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/04122019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Keine Deadline</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Er habe keine Deadline, äußerte der US-Präsident gegenüber Medien im Vorfeld des gestern beginnenden NATO-Gipfels. Nimmt man noch einen Tweet der <em>China Global Times</em> vom gestrigen Vormittag hinzu, wonach die USA anscheinend hinsichtlich eines Handels-Deal zurückrudern würden, scheint mehr und mehr klar zu werden, dass das als „Phase eins“ bezeichnete Teilabkommen wahrscheinlich in den kommenden beiden Wochen nicht das Licht der Welt erblicken wird. Und daran, dass im kommenden Jahr womöglich eine „Phase zwei“ der Gespräche beginnen könnte, glaubt ohnehin vermutlich kaum jemand mehr. US-Handelsminister Wilbur Ross machte es bereits am Montag deutlich: Ohne einen Deal würden die Strafzölle am 15. Dezember [wie geplant] in Kraft treten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Noch mehr schlechte Stimmung</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Dagegen erscheinen die vorherigen Drohungen Trumps, Frankreich-Importe ebenfalls mit Strafzöllen zu belegen, samt der dazu gehörenden Vergeltungs-Gestik Frankreichs beinahe schon wie eine Petitesse. Ganz zu schweigen von der zu Wochenbeginn angekündigten Wiedereinführung der Strafzölle auf argentinische und brasilianische Stahl- und Aluminium-Importe. Schließlich sorgte auch noch ein Reuters-Artikel für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten, wonach es in der Trump-Administration Pläne gegeben haben soll, den chinesischen Telekommunikation-Riesen Huawei vom US-Banksystem auszuschließen.  </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Pandoras Büchse geöffnet</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Und so blieb für Aktienmarkteilnehmer gestern wieder einmal in der besagten Büchse der Pandora nur – wie in der griechischen Sage – die Hoffnung zurück. Und die scheint sogar noch groß sein. Denn die US-Aktienmärkte reagierten mit weiteren Verlusten. Setzt man jedoch diese Korrektur während der vergangenen drei Handelstage in Relation zur Rallye, die am 3. Oktober begann, ist diese Reaktion noch vergleichsweise überschaubar. Dies ist insofern bemerkenswert, als sich ein großer Teil der diesjährigen Herbstrallye einem starken Optimismus hinsichtlich der Beilegung des US-chinesischen Handelskonflikts verdankt. Eine Euphorie, die ich allerdings nie wirklich nachvollziehen konnte (vgl. etwa <a href="https://www.joachim-goldberg.com/2019/11/08/aktien-euphorie-und-kapitulationskaeufe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="color: #000000;"><strong>HIER</strong></span></a>).</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Auf der Währungsseite hat sich beim US-Dollar, abgesehen von einer leichten Abschwächung gegenüber einem Korb aus verschiedenen Valuten, gemessen am Dollar-Index, nicht allzu viel bewegt. Während Schweizerfranken und Yen als typische Fluchtwährungen gefragt waren, tat sich der Euro doch schwer, weiter an Boden zu gewinnen. Dabei überraschte vor allen Dingen die Stärke des Abgabeniveaus bei <strong>1,1090</strong>, das auch gestern nicht überzeugend überwunden werden konnte. Dennoch: Die Situation der Gemeinschaftswährung bleibt stabil, solange sie sich oberhalb von <strong>1,1010</strong> bewegt.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
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		<title>Von allem etwas ist manchmal zu viel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joachim Goldberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 05:38:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dollar am Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Märkte]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ankündigung von Strafzöllen mögen die Finanzmärkte überhaupt nicht, weil automatisch auch die anderen handelspolitischen Brennpunkte sofort ins Bewusstsein der Akteure gerufen werden. Bemerkenswert ist dabei, dass die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bislang in der Lage waren, bedrohlich wirkende Szenarien in Sachen Handelskonflikt auszublenden. Vor allem was das Verhältnis zwischen den USA und China betrifft. Dies war gestern allerdings...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-allem-etwas-ist-manchmal-zu-viel/">Von allem etwas ist manchmal zu viel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>EUR USD (1,1070)</strong>             Der gestrige Handelstag ging eindeutig zulasten des US-Dollar. Nicht zuletzt, weil US-Präsident Donald Trump in seinem Element zu sein schien, als er die Wiedereinführung von Strafzöllen auf argentinische und brasilianische Stahl- und Aluminium-Importe ankündigte.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Jetzt kann man natürlich behaupten, Trump stehe wegen des Impeachment-Verfahrens womöglich derart unter Druck, dass er derartige Leuchtkugeln abfeuern muss. Aber es scheint wohl auch Teil seiner Strategie zu sein, mit handelspolitischen Maßnahmen die US-Notenbank unter Druck zu setzen, damit sie die Leitzinsen weiter senken muss. Zumindest gab es schon einmal im Vorgriff auf die Dezember-Sitzung der US-Notenbank entsprechende „Anweisungen“ via Twitter: „Senke die Zinsen und lockere [die Geldpolitik] – Fed!“ Noch scheint der Markt allerdings anderer Meinung sein – zumindest ergibt sich aus den Fed Funds Futures (vgl. CME FedWatch Tool) für eine Zinssenkung im Dezember immer noch eine Wahrscheinlichkeit von 0 Prozent.<img decoding="async" class="alignright wp-image-11380" src="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/03122019.jpg" alt="" width="150" height="469" srcset="https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/03122019.jpg 240w, https://www.joachim-goldberg.com/wp-content/uploads/2019/12/03122019-96x300.jpg 96w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Gefordert: Aufhebung aller Strafzölle</strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Die Ankündigung von Strafzöllen mögen die Finanzmärkte überhaupt nicht, weil automatisch auch die anderen handelspolitischen Brennpunkte sofort ins Bewusstsein der Akteure gerufen werden. Bemerkenswert ist dabei, dass die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks bislang in der Lage waren, bedrohlich wirkende Szenarien in Sachen Handelskonflikt auszublenden. Vor allem was das Verhältnis zwischen den USA und China betrifft. Dies war gestern allerdings offenbar nicht mehr möglich – es gab deutliche Rücksetzer bei den Aktienindices. Vielleicht auch, weil ein Tweet der chinesischen Global Times am Wochenende zum Inhalt hatte, dass Staatspräsident Xi Jinping [für den Abschluss der „Phase eins“ eines Handelsabkommens mit den USA] nicht mehr und nicht weniger als eine Stornierung aller bestehenden Strafzölle forderte.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Relativiert: US-Wachstumsprognose </strong></span></h3>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Natürlich trugen die gestrigen Verlautbarungen zu den Einkaufsmanagerindices (PMIs) auch noch zur schlechten Stimmung bei. Während sich der PMI für das produzierende Gewerbe von Markit für die USA revidiert etwas besser darstellte als in der ersten Schnellschätzung, gab es kurz darauf einen deutlichen Dämpfer. Ursache: Der ISM-Einkaufsmanagerindex (Industrie) fiel mit 48,1 für November nicht nur deutlich unterhalb der mittleren Schätzung der Ökonomen aus, sondern blieb gleichzeitig den vierten Monat in Folge unter der Expansionsschwelle von 50 Zählern. Kein Wunder, dass das viel beachtete Prognosemodell der Fed von Atlanta, GDPNow, nur noch eine Wachstumsprognose von 1,3 nach zuvor 1,7 Prozent für das reale annualisierte US- Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal auswarf.</span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Von der gestrigen Dollarschwäche hat auch der Euro profitiert und präsentiert sich nunmehr nicht ganz unerwartet stabiler als in der vergangenen Woche. Zwar reicht es noch längst nicht für einen kurzfristigen Aufwärtstrend, aber die Gemeinschaftswährung bleibt in ihrer günstigen Position, solange <strong>1,1010</strong> nicht unterlaufen wird.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;"><strong>Hinweise</strong></span></p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; font-size: 10pt;">Alle genannten Preisniveaus verlieren ab einer bestimmten Durchstoßgröße ihre Gültigkeit. Diese beträgt für EUR/USD 10 Stellen.</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.joachim-goldberg.com/von-allem-etwas-ist-manchmal-zu-viel/">Von allem etwas ist manchmal zu viel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.joachim-goldberg.com">Joachim Goldberg</a>.</p>
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